Aufhören zu Kiffen | Der Podcast

Aufhören zu Kiffen

Du willst aufhören zu kiffen? Wir wissen wie. Seit 2013 haben wir über 3.000 Menschen durch den Cannabis-Entzug begleitet. Hier hörst du keine Floskeln, sondern was wirklich hilft: Mechanismen im Gehirn die du verstehen musst, Symptome, die dich überraschen werden, Rückfall-Trigger und Strategien die in der Praxis funktionieren. Konkrete Werkzeuge statt erhobener Zeigefinger. 🌐 aufhoerenzukiffen.de 📸 instagram.com/aufhoeren_zu_kiffen 📘 facebook.com/aufhoerenzukiffen ▶️ youtube.com/@aufhoerenzukiffen

  1. 18h ago

    #45 THC und CBD: der Unterschied, der beim Aufhören zählt

    Der Unterschied zwischen THC und CBD: was beide Stoffe im Kopf unterscheidet, warum sich der Entzug nur gegen THC richtet und worauf am Markt zu achten ist. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ 📕 Kostenloses E-Book: https://aufhoerenzukiffen.de/ebook/ 🔗 Kostenloser Selbsttest: https://aufhoerenzukiffen.de 📖 Der Artikel zur Folge: https://aufhoerenzukiffen.de/cannabis-wissen/der-unterschied-zwischen-thc-und-cbd/ 📱 Alle Folgen auf Spotify: https://open.spotify.com/show/2QVnLTRh7NIlBcUpqgRCQw 🍏 Auch bei Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/id6800791049 📸 Instagram: https://instagram.com/aufhoeren_zu_kiffen 📘 Facebook: https://facebook.com/aufhoerenzukiffen ▶️ YouTube: https://youtube.com/@aufhoerenzukiffen Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Zwei Straßen weiter steht ein Öl im Regal, das aus derselben Pflanze kommt wie das, was du gerade weglässt, und wird trotzdem offen verkauft. Es geht um diesen Unterschied und darum, was er für die ersten Wochen bedeutet. - THC ist psychoaktiv und bindet stark an die CB1-Andockstellen im Gehirn, CBD tut das in dieser Form nicht. Daraus ergibt sich alles Weitere, von Euphorie bis zu Heißhunger, roten Augen und Angst. - Wer beides in einen Topf wirft, verliert beim Ausstieg Zeit oder Geld. High machen und beruhigen sind verschiedene Dinge. - Moderne Züchtungen haben viel mehr THC und kaum noch CBD. Die Mischung hat sich verschoben, nicht nur die Menge, die Wirkung fällt härter und kopflastiger aus. - Deshalb taugt die eigene Jugenderinnerung nicht mehr als Maßstab. Der Wiedereinsteiger Ende dreißig nimmt einen Zug und landet im Alarmzustand. - Abhängigkeit und Entzugserscheinungen hängen ausschließlich am THC. Der Entzug richtet sich gegen diesen einen Wirkstoff und gegen sonst nichts. - Der verbreitete Denkfehler lautet, was nicht high macht, sei wirkungslos. CBD kann müde machen, den Appetit verändern und über die Leber die Wirkung anderer Medikamente verstärken oder blockieren. - Ob CBD eine sinnvolle Brücke durch die ersten Wochen ist oder nur der automatische Griff nach einem Mittel bleibt, diesmal mit sauberem Etikett, dazu gehen die Meinungen auseinander. - Der Abend um zehn mit einer kleinen Flasche in der Hand sieht gleich aus, egal was drin ist. Entscheidend ist, ob das Mittel befristet eingesetzt wird oder endlos aus Gewohnheit. - Am Markt zählt ein Laborzertifikat mehr als eine hohe Prozentzahl. Vollspektrum-Produkte können THC-Spuren enthalten, und das wird teuer, wenn ein Drogentest ansteht. - Selbsthilfe endet bei Suizidgedanken, Verlust des Realitätsbezugs, gleichzeitigem Entzug von Alkohol oder Opioiden, Schwangerschaft und bekannter Psychose. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Dasselbe Gewächs, zwei verschiedene Stoffe 00:34 THC und CBD: die Abkürzungen 00:51 Warum CBD nicht high macht 01:08 Was aus der CB1-Bindung folgt 01:21 Die teure Verwechslung im Alltag 01:54 Warum modernes Gras anders trifft 02:38 Der Wiedereinsteiger Ende dreißig 02:57 Der Entzug richtet sich nur gegen THC 03:32 Was THC im Alltag beeinträchtigt 03:46 Der Denkfehler: nicht high heißt nicht folgenlos 04:03 Wechselwirkungen über die Leber 04:30 Streitpunkt: Brücke oder neues Abendritual 05:35 Befristet einsetzen oder endlos aus Gewohnheit 05:53 Laborzertifikat schlägt Prozentzahl 06:27 Drogentest und die Grenzen der Selbsthilfe #thc #cbd #cannabisentzug #cannabiswissen #kiffenaufhoeren

    #45 THC und CBD: der Unterschied, der beim Aufhören zählt
  2. 2d ago

    #44 10 typische Kiffermerkmale: woran sich Dauerkonsum im Alltag zeigt

    Kiffermerkmale: welche Veränderungen über Monate und Jahre bleiben, warum sie sich einzeln bequem anders erklären lassen und welche Frage weiterhilft. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Es geht nicht um frische Konsumzeichen wie rote Augen, Geruch oder Sprechweise, sondern um die schleichenden Verschiebungen, die auch nüchtern sichtbar bleiben: der Tag ist schon vor dem ersten Ärger gereizt und leer und wird erst erträglich, wenn der Abend in Sicht ist. - Jede einzelne Verschiebung hat eine plausible Erklärung: Job, Alter, Wetter, Beziehung. Genau dadurch bleibt der gemeinsame Ursprung verdeckt. - Irgendwann hängt der Normalzustand am Stoff und nicht mehr am Tag. Der Kopf startet morgens im Minus statt bei null. - Zwischen Wollen und Machen entsteht eine Lücke. Von außen sieht das nach Faulheit aus, von innen ist es das Gegenteil: du weißt genau, was ansteht, kommst aber nicht in Bewegung. - Der Tag wird um den Abend herum gebaut. Termine rutschen nach hinten, der Vorrat wird mitgerechnet, ohne dass es sich wie Planung anfühlt. - Ein Wochenende ohne Konsum wäre vorstellbar, kommt aber nie vor. Daran zeigt sich der Übergang von Gewohnheit zu Abhängigkeit zuerst. - Vergesslichkeit gilt irgendwann als Charaktereigenschaft. Acht Stunden Schlaf fühlen sich an wie vier, weil der Körper liegt und der Kopf sich nicht erholt. - Der Freundeskreis schrumpft ohne Knall. Weil der Konsum Teil des Selbstbilds wird, fühlt sich Aufhören wie der Verlust einer Rolle an. - Nüchtern wirkt vieles flach, daraus wird der Irrglaube, ohne mache nichts mehr Spaß. Gleichzeitig sinkt die Stresstoleranz, ein ungeöffneter Brief wirkt riesig. - Wer ständig Erklärungen sammelt, verteidigt etwas: ich brauche es nur zum Einschlafen, andere trinken Alkohol, ich funktioniere doch. - Ob solche Merkmale das ehrlichste Werkzeug zur Selbstprüfung sind, dazu gehen die Meinungen auseinander: wer nur drei davon erkennt, nutzt genau diese drei als Beweis, dass es nicht so schlimm ist. - Die Anzahl sagt nichts, die Richtung schon. Die ehrlichere Frage ist nicht, wie viel zutrifft, sondern was wegfällt, wenn der Stoff fehlt. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Gereizt und leer, bevor etwas passiert ist 00:31 Schleichende Veränderungen über Jahre 00:47 Jede Verschiebung hat eine bequeme Erklärung 01:01 Wenn der Normalzustand am Stoff hängt 01:17 Die Lücke zwischen Wollen und Machen 01:48 Der Tag wird um den Abend gebaut 02:01 Das Wochenende, das nie stattfindet 02:16 Wenn der Kopf mitten im Satz aussetzt 02:58 Acht Stunden Schlaf, die sich wie vier anfühlen 03:15 Der Freundeskreis schrumpft ohne Knall 03:58 Nüchtern fühlt sich alles flach an 04:13 Grübeln, Misstrauen und sinkende Stresstoleranz 04:57 Erklärungen sammeln heißt verteidigen 05:27 Streitpunkt: hilft die Wiedererkennung wirklich 05:57 Nicht die Anzahl zählt, die Richtung #kiffermerkmale #dauerkiffer #cannabisentzug #kiffenaufhoeren #cannabiswissen

    #44 10 typische Kiffermerkmale: woran sich Dauerkonsum im Alltag zeigt
  3. 4d ago

    #43 Das passiert, wenn du nicht mehr kiffst: der Tausch nach den ersten zwei Wochen

    Das passiert, wenn du nicht mehr kiffst: was wegfällt, was zurückkommt und warum sich das Zurückkommen am Anfang schlechter anfühlt als erwartet. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Nach zwei Wochen bist du morgens klarer und sitzt abends trotzdem da, ohne dich auf etwas zu freuen. Der Nebel geht weg, darunter wartet aber nicht das gute Gefühl, sondern dein Leben, so wie es ist. Es geht um diesen Tausch, nicht um eine Symptomliste. - Zurück kommt zuerst kein besseres Gefühl, sondern Zugriff: du merkst wieder, was dich nervt und wer dich Energie kostet. Der häufigste Fehlschluss lautet dann: mit dem Kiffen ging es mir besser. Es ging dir nur ungestörter. - THC hat jahrelang vor allem emotionalen Abstand erzeugt. Ohne ihn sind Stress, Langeweile und Scham wieder nah dran, deshalb sind die ersten Wochen psychisch anstrengender als körperlich. - In der flachen Phase bleibt der Spaziergang unspektakulär, die Serie packt nicht, das Essen schmeckt nur normal, weil das Belohnungssystem schnelle Ausschläge gewohnt war. Genau hier klingt der Rückfallgedanke vernünftig: nur heute Abend. - Ob die flache Phase eine Zeitfrage ist, die man mit Struktur aussitzt, oder ob genau dieses Abwarten der Hauptgrund für Rückfälle nach vier Wochen ist, dazu gehen die Meinungen auseinander. - Aufhören ist Umlernen, nicht nur Verzicht. Eine Substanz hat fünf verschiedene Zustände geregelt, jetzt fehlt dieser eine Regler für alle davon. - Was zurückkommt, kommt als Paar: Freude und Traurigkeit nebeneinander. Der Kontrast nach der Dauerglättung ist der eigentliche Gewinn. - Auch Beziehungen sortieren sich neu. Manche Gespräche werden tiefer, andere Kontakte fühlen sich leer an, weil sie fast nur aus gemeinsamem Konsum bestanden. - Nach ein paar guten Wochen färbt das Gedächtnis den Konsum schön. Deshalb hilft der Zettel aus der ersten Woche: in Woche sechs glaubst du deiner Erinnerung nicht mehr, dem Zettel schon. - Beim nächtlichen Schwitzen wird nichts ausgeschieden und nichts entgiftet. Es sind Nervensystem und Temperaturregelung. - Bei Suizidgedanken, Verlust des Realitätsbezugs, Atemnot oder Krämpfen endet das Abwarten sofort, ebenso bei gleichzeitigem Entzug von Alkohol. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Zwei Wochen später, klarer und trotzdem leer 00:33 Der erwartete Tausch fällt aus 00:46 THC hat vor allem Abstand erzeugt 01:23 Zugriff statt besseres Gefühl 01:54 „Mit dem Kiffen ging es mir besser“ 02:23 Die flache Phase 02:39 Warum das Belohnungssystem wartet 03:08 Wenn der Rückfallgedanke vernünftig klingt 03:22 Streitpunkt: aussitzen oder auffüllen 04:38 Ein Regler für fünf Situationen 05:40 Was zurückkommt: Verlässlichkeit, Geld, Konzentration 06:28 Beziehungen sortieren sich neu 06:44 Wenn das Gedächtnis schönfärbt 08:02 Der Mythos vom Ausschwitzen 08:52 Wo die Selbsthilfe endet #cannabisentzug #cleanwerden #suchtdruck #kiffenaufhoeren #entzugserscheinungen

    #43 Das passiert, wenn du nicht mehr kiffst: der Tausch nach den ersten zwei Wochen
  4. 6d ago

    #42 Jemandem beim Cannabis-Entzug helfen: was trägt, was schadet und wo deine Grenze liegt

    Jemandem beim Cannabis-Entzug helfen: was in den ersten Wochen wirklich trägt, welche gut gemeinten Sätze schaden und wo die eigene Grenze verläuft. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ 📕 Kostenloses E-Book: https://aufhoerenzukiffen.de/ebook/ 🔗 Kostenloser Selbsttest: https://aufhoerenzukiffen.de/cannabis-konsum/cannabiskonsum-selbsttest-kiffst-du-zu-viel/ 📖 Der Artikel zur Folge: https://aufhoerenzukiffen.de/angehoerige/jemandem-cannabis-entzug-helfen/ 📱 Alle Folgen auf Spotify: https://open.spotify.com/show/2QVnLTRh7NIlBcUpqgRCQw 🍏 Auch bei Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/id6800791049 📸 Instagram: https://instagram.com/aufhoeren_zu_kiffen 📘 Facebook: https://facebook.com/aufhoerenzukiffen ▶️ YouTube: https://youtube.com/@aufhoerenzukiffen Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ In der zweiten Woche wird er ungerecht, obwohl du kochst, einkaufst und abends dableibst. Dann kommt der Gedanke, für den man sich sofort schämt: eigentlich habe ich damit gar nichts zu tun. Es geht um die Wochen nach der Entscheidung. - Die ersten 14 Tage drehen sich um Suchtdruck, Unruhe und schlechten Schlaf. Die extremen Stimmungsschwankungen kommen erst danach, wenn sich das Belohnungssystem neu eicht. - Die Wut gilt nicht dir, sie hat nur dich gerade zur Verfügung. Dankbarkeit ist in dieser Phase die falsche Erwartung. - Motivieren funktioniert nicht, die Disziplin muss von ihm selbst kommen. Echte Hilfe ist unspektakulär: ein Abend auf dem Sofa, ein Film, ein Essen, ohne das Thema anzusprechen. - Alltagsentlastung trägt, solange sie beiläufig bleibt. Großes Lob für zwei geschaffte Wochen erzeugt sofort wieder Druck, ein beiläufiges „freut mich für dich“ gibt mehr Sicherheit. - Routinen unkommentiert mittragen statt jeden Schritt zu hinterfragen, und niemanden zum kleinen Bier überreden, der nichts trinken will. - Ob ständige Anwesenheit schützt, dazu gehen die Meinungen auseinander: an einsamen Abenden passieren die Rückfälle, gleichzeitig wird der, der immer da ist, zur Ausrede. - „Du schaffst das schon“ baut eine Drohkulisse auf, tägliche Statusabfragen werden zur mündlichen Prüfung. Besser ist ein Satz, der benennt statt bewertet. - Vorräte durchsuchen oder heimlich entsorgen nimmt die Eigenverantwortung. Wer die Konsequenzen abnimmt, nimmt den Druck weg, an dem sich Veränderung entzündet. - Nach einem Rückfall helfen weder Schweigen noch Drama noch Vorwürfe. Die Enttäuschung gehört in eine Frage. Wichtig ist das Muster danach, nicht der eine Abend. - Die eigene Grenze ist kein Rückzug, sondern die Bedingung dafür, dass überhaupt jemand bleiben kann. Bei Realitätsverlust oder Suizidgedanken endet die Laienhilfe. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Die zweite Woche und der Satz, für den man sich schämt 00:35 Was in den ersten 14 Tagen passiert 00:48 Die Stimmungsschwankungen kommen danach 01:18 Auf Dankbarkeit nicht hoffen 01:32 Motivieren funktioniert nicht 01:47 Hilfe ist langweilig: Sofa, Film, Essen 02:07 Alltagsentlastung ohne Unterton 02:22 Warum großes Lob Druck erzeugt 02:37 Routinen mittragen, nicht hinterfragen 03:04 Streitpunkt: schützt ständige Anwesenheit 03:48 Anwesend sein, ohne zuständig zu sein 04:02 „Du schaffst das schon“ und die Statusabfrage 04:47 Vorräte durchsuchen nimmt Eigenverantwortung 05:16 Nach dem Rückfall: Schweigen, Drama, Vorwürfe 06:12 Die eigene Grenze und wo Laienhilfe endet #angehoerige #cannabisentzug #partnerschaft #suchtdruck #rueckfall

    #42 Jemandem beim Cannabis-Entzug helfen: was trägt, was schadet und wo deine Grenze liegt
  5. Aug 21

    #41 Mein Kind kifft: was Eltern in den ersten 24 Stunden tun und lassen sollten

    Mein Kind kifft: was Eltern nach der Entdeckung tun, wie das Gespräch am nächsten Tag läuft und woran sie ein Muster von reinem Ausprobieren unterscheiden. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Du riechst etwas im Zimmer deines Kindes, die Schule ruft an oder du greifst in eine Jackentasche. Die nächsten 24 Stunden entscheiden mehr über die kommenden Monate als alle Regeln danach. - Sofortiger Krach und so zu tun, als wäre nichts, gehen beide schief. Besser ist es, das Gespräch bewusst um einen Tag zu verschieben und in der Zwischenzeit aufzuschreiben, was gesehen wurde. - Warten ist keine Duldung, und das darf genau so gesagt werden: Wir reden morgen darüber, in Ruhe. - Eltern stimmen sich vorher untereinander ab. Sonst wird ihre Uneinigkeit zum eigentlichen Thema statt des Verhaltens des Kindes. - Im Gespräch werden Beobachtungen konkret benannt statt gedeutet, Fragen bleiben offen, und die ersten 20 Minuten gehören dem Zuhören. Schweigen heißt oft nachdenken. - Heroin-Vergleiche dramatisieren, „hab ich früher auch gemacht“ verharmlost, und Drohungen ohne Deckung bringen nichts. - Für ein Muster sprechen Konsum mehrmals pro Woche und vor allem allein, abrutschende Noten, wegfallende Hobbys, ein gedrehter Schlafrhythmus und verschwindendes Geld. - Die Pubertät erklärt manches, aber nicht alles auf einmal. Die Menge entscheidet weniger als die Frage, ob der Alltag ohne Konsum noch funktioniert. - Kiffen erfüllt meist eine von vier Funktionen: Gruppe, Selbstmedikation, Identität, Langeweile. Wer wegen Schulangst kifft, hat nach dem Verbot immer noch Schulangst. - Beim Kontrollieren gehen die Einschätzungen auseinander: klare Regeln und im Zweifel das Nachsehen im Zimmer als elterliche Pflicht, dagegen der Einwand, dass heimliche Kontrolle das Vertrauen zerstört, auf das Eltern später angewiesen sind. - Steuerbar ist nicht der Konsum, sondern der Kontakt. Gemeinsames Essen und Struktur wirken besser als jede Predigt, kurze Nachfragen besser als die Standpauke. - Hilfe von außen ist dran bei täglichem Konsum, Schulabbruch, weiteren Substanzen oder starker Antriebslosigkeit. Beratungsstellen sind auch für Angehörige da. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Der Moment der Entdeckung 00:17 Die nächsten 24 Stunden 00:44 Krach oder Wegsehen: beides geht schief 01:00 Ist Aufschieben schon Duldung 01:30 Eltern stimmen sich vorher ab 01:46 Das Gespräch: benennen statt deuten 02:14 Dramatisieren und Verharmlosen 02:28 Nicht der Plan zählt, sondern das Wofür 02:57 Ausprobieren oder Muster: drei Punkte 03:28 Ist das nicht einfach Pubertät 04:00 Die vier Funktionen des Konsums 04:30 Streitpunkt: Regeln und Nachsehen im Zimmer 05:19 Transparente Grenzen statt heimlicher Kontrolle 05:33 Steuerbar ist der Kontakt, nicht der Konsum 06:05 Wann Hilfe von außen nötig ist #kindkifft #eltern #angehoerige #cannabisentzug #jugendliche

    #41 Mein Kind kifft: was Eltern in den ersten 24 Stunden tun und lassen sollten
  6. Aug 19

    #40 Gründe zum Kiffen aufhören: warum sie einen schlechten Abend überleben müssen

    Gründe zum Kiffen aufhören: warum der Kopf abends verhandelt, woran allgemeine Gründe scheitern und wie ein Grund aussieht, der einen schlechten Abend übersteht. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Ein ruhiger Mittwochabend, nichts ist passiert, es geht dir sogar ganz gut, und der Kopf fängt an zu verhandeln: so schlimm war es doch gar nicht, heute noch einmal. In dieser Folge geht es darum, was ein Grund leisten muss, damit er in genau diesem Moment noch greifbar ist. - Abends verhandelt dieselbe Intelligenz, die eigentlich aufhören will. Wer erst im Verlangen nachdenkt, denkt mit dem Teil des Kopfes nach, der weiter kiffen will. - Die Entscheidung fällt oft schon am Nachmittag, abends wird sie nur noch ausgeführt. Der Ausstieg scheitert seltener am Willen als an der Uhrzeit. - Der Satz „Du musst es nur wirklich wollen“ hilft niemandem, der es will und trotzdem wieder raucht. Eine Entscheidung, die an der Tagesstimmung hängt, ist keine. - Ein Grund muss keine gute Stimmung erzeugen. Er muss an dem Abend tragen, an dem du nicht überzeugt bist. - Gesünder leben, mehr schaffen, weniger Geld verbrennen: klingt richtig, bleibt abends zu abstrakt und trifft niemanden persönlich. - Gründe von außen, also Partner, Eltern oder Arbeit, halten exakt so lange wie der Druck von außen. - Scham und Angst machen kurzfristig Druck und langfristig eng. Ein guter Grund zeigt, wohin du willst, nicht wovor du flüchtest. - Gute Gründe sind klein, konkret und oft unschön: morgens um sieben klar aufwachen, abends nicht mehr verschwinden, den Kindern wirklich zuhören. - Zwei Praxistests prüfen jeden Satz: Liest er sich noch, wenn du müde und gereizt bist? Und könnte er genauso von jemand anderem stammen? - Ob das Aufschreiben der entscheidende Schritt ist, dazu gehen die Meinungen auseinander: im Suchtdruck fehlt nicht die Erkenntnis, sondern der Zugriff darauf. Dagegen steht, dass ein Zettel nach zwei Wochen unsichtbar am Kühlschrank hängt, wenn Umgebung und feste Abläufe fehlen. - Gründe altern. Die Liste wird ergänzt statt einmal geschrieben, und ein einziger gehaltener Abend wird selbst zum stärksten Grund für den nächsten. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Der ruhige Mittwochabend, an dem der Kopf verhandelt 00:33 Die Verhandlung nutzt deine eigene Intelligenz 00:47 Entschieden wird am Nachmittag, nicht abends 01:02 Warum „du musst es nur wollen“ nicht hilft 01:35 Was ein Grund leisten muss 01:52 Zu allgemein: gesünder leben, mehr schaffen 02:07 Gründe von außen halten nur mit Druck von außen 02:21 Scham und Angst machen eng 02:50 Klein, konkret und oft unschön 03:21 Vier Fragen, die die Sätze liefern 03:35 Die zwei Praxistests 04:02 Streitpunkt: bringt das Aufschreiben etwas 05:00 Sichtbarkeit und eine Person, die mitliest 05:29 Gründe altern und werden ergänzt 06:03 Verteidigung von einem klareren Tag #kiffenaufhoeren #motivation #suchtdruck #cannabisentzug #mindset

    #40 Gründe zum Kiffen aufhören: warum sie einen schlechten Abend überleben müssen
  7. Aug 17

    #39 Lavendel im Cannabis-Entzug: was er kann, was er kostet und wann er wirkt

    Lavendel im Cannabis-Entzug: was die Pflanze bei Unruhe, Reizbarkeit und Einschlafproblemen leisten kann, welche Form sinnvoll ist und wann sie wirkt. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Drei Uhr morgens, der Körper kommt nicht runter, und die Suche am Handy landet zuerst bei CBD und dann beim Preis. Es geht um das günstigste pflanzliche Mittel aus der Drogerie und um seine ehrliche Grenze. - Nach jahrelangem Konsum fehlt abends der dämpfende Effekt, das Nervensystem bleibt wochenlang zu hoch eingestellt: Einschlafprobleme, nächtliches Aufwachen, Schwitzen, heftige Träume. - Tagsüber zeigt sich dieselbe Überreizung als Reizbarkeit, eine Kleinigkeit beim Abwasch reicht. Der Wunsch nach einem Mittel ist keine Schwäche. - An CBD scheitern viele nicht an der Wirkung, sondern am Preis. Ein Monatsvorrat frisst so viel Geld, dass nach zwei Wochen Schluss ist. Ein Mittel aus derselben Pflanze fühlt sich zudem eher nach Fortsetzung an als nach Abschied. - Das Lavendelöl dämpft die Stressreaktion, bevor sie hochläuft. Es betäubt aber nicht, macht keinen Rausch und keine neue Abhängigkeit. Wer einen Knock-out erwartet, legt die Kapsel nach zwei Tagen enttäuscht weg. - Ob ein eingenommenes Präparat überhaupt zu rechtfertigen ist, dazu gehen die Meinungen auseinander: es hält den alten Reflex am Leben, bei Unruhe sofort etwas einzuwerfen. Dagegen steht, dass ein paar Stunden Schlaf die Abstinenz besser schützen. - Tee, Duftöl, Badezusatz oder Kapseln: bei Kapseln bleibt die Menge gleich, Tee und Bad wirken vor allem über den festen Ablauf, der den Abend füllt. - Der klassische Fehler ist die Notfallkapsel um vier Uhr nachts und das Urteil am nächsten Tag. Lavendel wird täglich zur gleichen Zeit mit Wasser genommen und braucht ein bis zwei Wochen. - Möglich sind Lavendelgeschmack beim Aufstoßen, flauer Magen, Kopfschmerzen oder Schwindel. Bei Schwangerschaft, Erkrankungen oder laufenden Medikamenten vorher zum Arzt. - Lavendel nimmt das Verlangen nicht weg und füllt keinen leeren Abend. Er ersetzt keinen Schlafrhythmus, keine Bewegung und kein Gespräch. Er macht die lauten Abende leiser. Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Drei Uhr morgens, wach und aufgedreht 00:21 Bei CBD scheitert es am Preis 00:38 Warum abends der dämpfende Effekt fehlt 00:53 Einschlafprobleme, Schwitzen, heftige Träume 01:07 Reizbarkeit beim Abwasch 01:20 Der Wunsch nach einem Mittel 01:58 Was Lavendel ist und wie er wirkt 02:27 Lavendel betäubt nicht und macht nicht abhängig 03:01 Streitpunkt: das Präparat hält den alten Reflex 03:29 Tee, Duftöl, Badezusatz oder Kapseln 03:58 Der Preis und der Gang in die Drogerie 04:26 Der klassische Fehler: die Notfallkapsel um vier 04:42 Einnahme und die nötige Geduld 05:11 Nebenwirkungen und der Gang zum Arzt 05:27 Wo Lavendel nichts ausrichtet #cannabisentzug #lavendel #schlafprobleme #kiffenaufhoeren #hilfsmittel

    #39 Lavendel im Cannabis-Entzug: was er kann, was er kostet und wann er wirkt
  8. Aug 15

    #38 Die wichtigsten Fragen zu Cannabis: THC, CBD, Abhängigkeit und die Rechtslage

    Die wichtigsten Fragen zu Cannabis: was Gras, Haschisch und Konzentrate unterscheidet, wie THC und CBD wirken, ab wann es ein Problem ist und was die Rechtslage seit 2024 ändert. Alle Folgen zum Nachlesen findest du auf https://aufhoerenzukiffen.de ▬▬▬▬ Alles zum Ausstieg ▬▬▬▬ Hilfsmittel, die wirklich helfen: https://aufhoerenzukiffen.de/hilfsmittel-empfehlungen/ ▬▬▬▬ Inhalte zur Folge ▬▬▬▬ Der Onkel sagt, es sei nur eine Pflanze und harmloser als jedes Feierabendbier. Zwei Tage später warnt eine Bekannte, davon werde man dumm und lande in der Psychiatrie. Die Widersprüche sortieren sich an einer Antwort, die bei fast jeder Frage passt: Es kommt darauf an, wie oft, wie früh, wie stark und wozu konsumiert wird. - Gras sind die getrockneten Blüten, Haschisch das gepresste Harz, Konzentrate eine eigene Kategorie. Der Name auf der Tüte ist egal, es zählt das THC - THC verändert Wahrnehmung, Zeitgefühl, Appetit und Stimmung. Beim einen wird daraus Entspannung, beim nächsten Herzklopfen und Angst - CBD berauscht nicht und hat ernsthafte Anwendungen, ist aber kein Wundermittel für Schwangerschaft oder psychische Probleme - Rauchen belastet die Atemwege, Essbares wirkt verzögert und führt oft zu Überdosierungen, die Bong liefert in Sekunden viel Wirkstoff - Der Mix mit Tabak macht den Ausstieg doppelt zäh, weil zwei Gewohnheiten gleichzeitig abgelegt werden müssen - Zwei Menschen reagieren verschieden, weil das körpereigene System für Schlaf, Appetit, Stimmung und Belohnung anders eingestellt ist - Ein Problem zeigt sich nicht an der Menge, sondern daran, wie der Alltag ohne wird: Schlaf, ein gewöhnlicher Abend, echte Freude - Riskant wird es, wenn Cannabis eine Aufgabe übernimmt: Einschlafen, Runterkommen, Gefühle wegdrücken. Dann ist es ein Werkzeug, keine Gewohnheit - Belegte Risiken: Konzentration und Gedächtnis, Fahrtüchtigkeit, Schlafarchitektur, Atemwege, erhöhtes Psychose-Risiko bei Vorbelastung - Nach dem Aufhören erholt sich vieles, verlorene Lernzeit bleibt verloren. Gefährlicher als die Substanz sind frühe Gewohnheit und Umfeld - Ob die Rechtslage seit 2024 ehrliche Gespräche erleichtert oder ob erlaubt für viele wie unbedenklich klingt, dazu gehen die Meinungen auseinander - Zum Ausstieg gehören Ehrlichkeit über das Wozu, neue Schlafstruktur, Bewegung, Abstand zu den Auslösern und ein Mensch, der Bescheid weiß. Danach kommt die Leere Das sind allgemeine Informationen und keine medizinische Beratung. ▬▬▬▬ Kapitel ▬▬▬▬ 00:00 Der Streit am Küchentisch 00:44 Wie oft, wie früh, wie stark und wozu 01:13 Gras, Haschisch und Konzentrate 01:33 Was THC im Kopf verändert 01:53 CBD ist kein harmloses Wundermittel 02:23 Rauchen, Essbares und die Bong 02:49 Der Mix mit Tabak macht es doppelt zäh 03:19 Warum zwei Menschen verschieden reagieren 04:27 Macht Cannabis abhängig? 04:48 Nicht die Menge, sondern der Alltag ohne 05:33 Alter, Häufigkeit, THC-Gehalt, Vorbelastung 06:18 Macht Kiffen dümmer, und was zurückkommt 07:00 Streitpunkt: die Rechtslage seit 2024 08:06 Der Plan für den Ausstieg 08:32 Erst die lauten Tage, dann die Leere #cannabiswissen #thc #cbd #legalisierung #kiffenaufhoeren

    #38 Die wichtigsten Fragen zu Cannabis: THC, CBD, Abhängigkeit und die Rechtslage

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