KI-Neandertaler mit Malcolm Werchota

Malcolm Werchota

KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Jeden Werktag kommt Malcolm Werchota aus der Höhle und erklärt, was in der KI-Welt wirklich passiert ist — in einfacher Sprache, mit geprüften Zahlen und ohne Hype. Rund zehn Meldungen täglich: drei in Ruhe erklärt, der Rest kompakt. Schwerpunkt DACH und Europa: Wer baut die KI? Wo läuft sie? Wem gehören die Daten? Und was heißt das konkret für Ihr Unternehmen — nicht im Silicon Valley, sondern hier. Kein Fachchinesisch. Keine Zukunftsversprechen. Nur das, was passiert ist, was es kostet und wer am Ende die Rechnung bekommt. Bleib neugierig, bleib Mensch.

  1. 3h ago

    #28 - Trump sagt: Wir können nicht bremsen, wenn China weiterfährt. Chinas höchstes Gericht hat schon 24 Regeln. Und 5.000 Dollar für erfundene Zeugen.

    Die mächtigsten Leute der KI haben gerade darum gebeten, langsamer zu machen. Einen Tag später sagt Trump sinngemäß: Wir können nicht bremsen, wenn China weiterfährt. Und während wir in Europa noch diskutieren, hat Chinas höchstes Gericht am 7. September eine Leitlinie mit 24 Punkten für KI-Streitfälle veröffentlicht. Wenn dir hier jemand die Stimme klont, weiß kein Gericht klipp und klar, was gilt. Eine Welttour: Washington, ein US-Gericht, China, die Ratingagenturen, Google DeepMind — und am Ende Österreich, das etwas geschafft hat, woran sehr viele Unternehmen noch scheitern. In dieser Folge: 🌑 KI-Kenntnisse in Stellenanzeigen (02:04) — das Bipartisan Policy Center hat US-Stellenanzeigen ausgewertet: 45% mehr Anzeigen verlangen KI als noch zu Jahresbeginn. Und der Mix überrascht: 16 der 20 häufigsten Fähigkeiten sind breite technische — oder menschliche. Wenn die KI die Hälfte deines Jobs macht: kannst du mit Kunden reden? 🌑 Deine Stimme geklont — und das Recht hinkt nach (05:04) — bei Tempo 20 zu viel weiß jedes Gericht sofort, was gilt. Bei einem geklonten Video weiß es das nicht. In China schon: die IAPP berichtet über eine Leitlinie des höchsten Gerichts mit 24 Punkten, veröffentlicht am 7. September. Ich sage nicht, kopiert China. Ich sage, die Lücke ist messbar. 🌑 Ratingagenturen und die KI-Rechenzentren (10:14) — die Firmen, die entscheiden, ob du dein Geld zurückbekommst. Sechs Unternehmen sollen bis Ende nächsten Jahres mehr als 1,3 Billionen Dollar investieren. Mehr Nachfrage heißt mehr Rechenzentren, heißt mehr Schulden, heißt: das Rating entscheidet mit. 🌑 Anwälte: ChatGPT erfindet Zeugen (15:24) — ein Anwalt reicht einen Schriftsatz mit erfundenen Zeugen bei Gericht ein. Der Supreme Court des Bundesstaates: schuldig wegen Missachtung des Gerichts, 5.000 Dollar Strafe. Meine Meinung: viel zu mild. Das gehört nicht auf eine Rechnung, das gehört in die Berufsakte. 🌑 Sophias Geburtstag (19:43) — wir haben ihn zwei Tage vorher abgesagt, weil die Vorhersage Regen gesagt hat. Es hat natürlich nicht geregnet. 🌑 Jede Stunde ein neues Weltwetter (20:11) — Google DeepMinds WeatherNext 3 nimmt laufend Satellitendaten und rechnet global, stündlich neu. Und nicht eine Prognose, sondern 64. Wenn 52 von 64 Läufen Regen sagen — aber um zwölf statt um drei — ist das eine Entscheidung, mit der ein Landwirt, eine Baufirma oder ein Energieversorger wirklich arbeiten kann. Läufe bis 15 Tage im Voraus. 🌑 Österreich kauft gemeinsam ein (23:06) — seit Anfang 2026 arbeiten alle 13 Bundesressorts gemeinsam an einer Plattform für KI in der Verwaltung. Am 10. September haben Kanzleramt und Bundesrechenzentrum dafür den österreichischen eAward gewonnen. Der Clou ist nicht die Technik, es ist der Einkauf: du verhandelst nicht für dich, sondern für vierzehn. 🧵 Schluss (26:04) — der Drang in der Verwaltung ist gerade größer als in mancher Firma. Vor allem in Österreich und in Vorarlberg. Eine Sache für diese Woche: Frag dich, wer in deiner Firma heute überhaupt einen Agenten bauen darf — nicht, wer danach fragt. 📱 Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904 🌐 werchota.ai KI-Neandertaler — KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleib neugierig. Bleib menschlich.

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  2. 1d ago

    #27 - Sieben Minuten bis zur vollen Kontrolle: Hunderte KI-Agenten gegen einen Drucker-Server. Und die Apple Watch, die 15 Sekunden mithört.

    Ein Angreifer hat keine Hacker angeheuert. Er hat hunderte KI-Agenten gebaut und auf einen Drucker-Server losgelassen, den die halbe Universitätswelt einsetzt. Von der ersten Berührung bis zur vollständigen Kontrolle über das Netzwerk einer Highschool: 7 Minuten. Auf dem Höhepunkt 11 Organisationen in 26 Sekunden. Am Freitag haben wir gefragt, wer für DeepSeek bezahlt hat. Heute fragen wir etwas Einfacheres, und die Antwort ist in jeder Geschichte dieselbe: Wer hat eigentlich zugestimmt? Die Schule hat nicht zugestimmt, Übungsziel für Agenten zu sein. Die Person dir gegenüber hat der Uhr nicht zugestimmt. Der Ingenieur in Seoul hat nicht zugestimmt, Staatssache zu werden. Und die Mathematiker haben nicht zugestimmt, ein Benchmark zu sein. In dieser Folge: 🌑 PaperCut: 7 Minuten bis zur vollen Kontrolle (02:02) — eine langweilige Software für Druckverwaltung, die auf einem Server in etwa der Hälfte aller Universitäten läuft. Zwei kritische Lücken, ein Notfall-Update — und ein Angreifer, der stattdessen hunderte KI-Agenten baut, sie vorher in einem privaten Labor üben lässt und dann live schickt. Der mühsame Teil des Hackens macht jetzt jemand, der nicht schläft. 🌑 Und hat eure IT das im Griff? (09:47) — lieber CEO, wenn du zuhörst: wahrscheinlich nicht. Der Deal „wir patchen im nächsten Wartungsfenster" ist ein Satz aus einer anderen Zeit. 7 Minuten sind kein Fenster. 🌑 Die Uhr, die mithört (15:40) — die neue Apple Watch Series 12 puffert die letzten 15 Sekunden Sprache in deiner Umgebung; ein Knopfdruck, und du liest nach, was gerade gesagt wurde. Bis jetzt war die Person mit der Aufnahmebrille der Freak. Ab jetzt ist es jeder mit einer Uhr. Für gehörlose und schwerhörige Menschen ist das dagegen ein echter Gewinn — beides stimmt gleichzeitig. 🌑 Und Seoul (15:40) — seit Sonntag, dem 13. September, erfasst Südkoreas Spionageparagraf nicht mehr nur den „Feindstaat", sondern jedes Ausland. Wer weiß, wie moderner Speicher gebaut wird, und es weitergibt: mindestens 3 Jahre, bis zu 30 Jahre für sensible Technik. China hält inzwischen rund 10% des weltweiten DRAM-Markts. Industrieminister Kim Jung-kwan: „China's speed is beyond imagination." 🌑 Die Mathematiker melden sich zurück (20:23) — die Fortsetzung vom Freitag. OpenAI hat 10.000 Agenten 88 Stunden rechnen lassen und ein 90 Jahre altes Problem für gelöst erklärt. Am Donnerstag haben 25 Träger der Fields-Medaille einen gemeinsamen Brief geschrieben — von Pierre Deligne, Medaille 1978, bis zum jüngsten Träger. Wenn 25 davon gemeinsam etwas schreiben, reden wir darüber. 🧵 Der Montagsfaden (25:19) — es geht nicht nur darum, wer zustimmt, dass wir etwas machen. Es geht darum, wer es prüfen darf. Eure Montagsaufgabe, nur eine: Holt euch die Liste von allem in eurer Firma, was aus dem Internet erreichbar ist, und lasst euch jede Zeile erklären. Wenn der Drucker-Server drauf steht, wisst ihr schon, was zu tun ist. 📱 Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904 🌐 werchota.ai KI-Neandertaler — KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleib neugierig. Bleib menschlich.

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  3. 3d ago

    #26 - Google zahlt 10 Millionen für die E-Mails einer pleitegegangenen Airline. Und Drohnen, die in Nepal wirklich Leben retten.

    Spirit Airlines ist pleite. Was bleibt, sind Flugzeuge, Gates, Möbel — und zwanzig Jahre E-Mails, Kundenbeschwerden und Sicherheitsnotizen. Und genau dafür will Google laut Reuters 10 Millionen Dollar zahlen. Nicht für die Flugzeuge. Für das, was die Firma wusste. Heute verschwimmt die Grenze zwischen dem Digitalen und dem Realen — in vier Geschichten. Eine tote Firma, deren Daten plötzlich Gold wert sind. Ein Restauranttest, den Europa verliert. Eine Überschwemmung, bei der Technik wirklich Leben rettet. Und neun Milliarden Möglichkeiten, verschenkt an die Forschung. In dieser Folge: 🌑 Spirit Airlines: was eine tote Firma noch wert ist (02:07) — wenn eine Firma pleitegeht, verkauft man zuerst die Möbel, die Laptops, die Flugzeuge. Und jetzt das Archiv. Zwanzig Jahre interne Kommunikation sind Trainingsmaterial, das niemand synthetisch erzeugen kann. Deine digitalen Daten sind auf einmal Goldes wert — und die Frage ist, wer heute Zugriff darauf hat. 🌑 Ab nach China: der Restauranttest (06:29) — du bist im Hotel, draußen regnet es, du brauchst ein Restaurant und ein Taxi. In Europa: Maps auf, suchen, andere App, buchen, hoffen. In China wird gerade ausgerollt, dass du einfach fragst und es passiert. Diese Concierge-Erfahrung gab es früher nur im sehr teuren Hotel. Was mich nervös macht: wann kommt das zu uns? 🌑 Nepal: wenn Technik Leben rettet (11:08) — die große Überschwemmung zwischen Nepal und Tibet. Wir reden auf diesem Podcast eher kritisch über Humanoide, die in Messehallen Rückwärtssaltos machen. Das hier ist das andere: Drohnen, die Menschen evakuieren und Material dorthin bringen, wo niemand hinkommt. Diese Kombination aus Technik und KI in einem Katastrophengebiet rettet gerade Leben. 🌑 Neun Milliarden Möglichkeiten (15:08) — Google DeepMind veröffentlicht Vorhersagen für neun Milliarden mögliche Einzelbuchstaben-Änderungen in der DNA — gegen ein Buch von rund drei Milliarden Buchstaben. Forscher können neun Milliarden Möglichkeiten nicht einzeln durchtesten. Es gibt ihnen nicht die Antwort, es verkleinert den Suchraum. Und sie haben es der Forschung gratis gegeben. 🧵 Der Samstags-Faden (18:57) — die Grenze zwischen dem Digitalen und dem Realen verschwimmt. Bei einer Pleite verkaufst du nicht mehr nur Möbel. Bei einer Katastrophe müssen nicht mehr sofort Menschen hin. Eine Sache für diese Woche: frag dich, was deine Firma tot wert wäre. Nicht die Anlagen — das Archiv. Und dann frag, wer heute Zugriff darauf hat. 📱 Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904 🌐 werchota.ai KI-Neandertaler — KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleib neugierig. Bleib menschlich.

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  4. 4d ago

    #25 - Wer hat für DeepSeek bezahlt? Fast 300 KI-Anzeigen bei Meta, Navier-Stokes und eine Milliarde für Satelliten aus Abu Dhabi.

    Wenn du in China sitzt, kommst du an ChatGPT und Claude nicht heran. Trotzdem kaufen DeepSeek, Moonshot AI, Alibaba, Minimax und Z.AI Milliarden von Tokens — und trainieren damit ihre eigenen Modelle. Anthropic sagt: wir wissen, dass ihr das macht. China weist es zurück. Und die Frage, die bleibt, ist eine sehr unangenehme: wer hat eigentlich für DeepSeek bezahlt? Heute fünf Geschichten, und alle handeln von derselben Sache aus verschiedenen Winkeln: von Fähigkeiten, die weitergereicht werden, ohne dass jemand dafür geradesteht. Schmuggelware, ein Türsteher, der die falsche Frage stellt, eine geknackte Gleichung mit einer unangenehmen Herkunftsfrage, Roboter mit Kalaschnikow — und französische Satelliten, die aus Abu Dhabi bezahlt werden. In dieser Folge: 🌑 Schmuggelware (01:32) — vergiss KI für einen Moment: du willst Kokain kaufen, du gehst nicht in die Apotheke. Genauso läuft es mit westlichen Modellen in China. Destillation in einem Satz erklärt: du gehst zum Professor, stellst hundert Fragen, und trainierst mit seinen Antworten dein eigenes Modell. Der Sprung, den ein Labor legitim erarbeitet hat, wird einfach mitgenommen. 🌑 Der Türsteher, der die falsche Frage stellt (06:55) — ein Mann kommt in den Nachtclub, das Sicherheitspersonal sieht, dass seine Begleitung dreizehn ist, und lässt ihn trotzdem rein. Genau das ist bei Meta passiert: das Tech Transparency Project fand fast 300 bezahlte Anzeigen mit KI-generierten Darstellungen von Kindesmissbrauch. Rund 250 davon von Entwicklern in China. Nicht im Darknet. Als bezahlte Werbung auf Facebook. 🌑 Navier-Stokes (11:45) — OpenAI verkündet, die Gleichung geknackt zu haben. Eines der sieben großen mathematischen Probleme, eine Million Dollar für die Lösung. Die unangenehme Frage ist nicht, ob es stimmt. Sie lautet: du forschst an genau demselben Problem, auf genau demselben Weg — und dann fragst du dich, ob jemand deine Logs gelesen hat. 🌑 Roboter, Roboter, Roboter (16:29) — am Montag berichtet Reuters, dass China die Forschung an militärischen humanoiden Robotern beschleunigt. Und nein, nicht nur China — die US-Armee macht dasselbe. Der nächste Schritt danach ist so absehbar, dass man kaum darüber reden muss. 🌑 Satelliten aus Abu Dhabi (19:59) — am Mittwoch: Marlin Space und Loft Orbital wollen Satelliten mit KI an Bord ins All schicken; ein Abu-Dhabi-Konglomerat hält 80% an Marlin. Frankreich legt eine Milliarde Dollar hin. Nur: wer mitfinanziert, bekommt Eigentums- und operative Rechte. Und wer Rechte hat, darf eines Tages auch sagen: schaltet sie aus. 🌑 Wer trägt das Risiko? (23:10) — der Nachtrag, der mir in der Pause eingefallen ist. In Marseille wüten Banden, und du willst KI-Satelliten ins All schießen. Beides kann stimmen. Nur müssen wir in Europa endlich verstehen, dass das strategische Investitionen sind — und dass wir das Risiko irgendwann selbst tragen müssen. 🧵 Der Freitags-Faden (24:32) — mir ist es völlig egal, ob die KI aus China, aus Australien, aus dem Kongo oder aus den USA kommt. Was ich nicht will: dass Kinder von einer KI überwacht und von der nächsten überlistet werden. Und dass ein Labor abkopiert, was andere erarbeitet haben, um selbst vorne zu stehen. Eine Sache für diese Woche: schau dir an, welche KI-Fähigkeit in deiner Firma eingekauft ist — und frag, wer dahinter eigentlich geradesteht, wenn sie ausfällt oder abgeschaltet wird. 📱 Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904 🌐 werchota.ai KI-Neandertaler — KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleib neugierig. Bleib menschlich.

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  5. 5d ago

    #24 - Europas 24-Stunden-Uhr: Ab Freitag meldet ihr ausgenutzte Sicherheitslücken in einem Tag. Und das iPhone kommt ohne Gehirn nach Europa.

    Freitagabend, halb acht, ein Maschinenbauer in Vorarlberg. Ein Kunde ruft an: Auf eurer Maschine blinken alle Lichter, da lädt jemand Daten runter. Der Produktchef ist auf dem Weg an die Adria, die Entwickler sind zu Hause. Ab morgen habt ihr für diesen Fall 24 Stunden — nicht zum Reparieren, zum Melden. Am 11. September wird der Cyber Resilience Act scharf, und eine Befragung von 200 deutschen Industriefirmen sagt: 45 Prozent wussten nicht, dass es diese Regel gibt. Dazu ein iPhone, das ohne Gehirn nach Europa kommt, eine Sechzehnjährige in Delhi, die auf Hindi die falsche Antwort bekam, und ein KI-Politikpapier, das von der KI erfunden wurde. Grüße aus Lochau. In dieser Folge: ⏱️ Europas 24-Stunden-Uhr (01:54) — ab Freitag gilt: Wer eine vernetzte Maschine, ein Medizingerät oder einen Toaster mit WLAN verkauft und erfährt, dass eine Schwachstelle aktiv ausgenutzt wird, meldet das innerhalb von 24 Stunden. Manche Sicherheitsdienste schaffen es nicht einmal in 24 Stunden vor Ort. ONEKEY hat 200 Industrieunternehmen befragt: 45 Prozent kannten die Anforderung nicht, 62 Prozent halten die Frist für kaum machbar. Malcolms Rat: kein neues Projekt — aber definiert, wer auf den Melden-Knopf drücken darf. 🍏 Das iPhone denkt mit Google (07:02) — aufgenommen vor der Keynote von John Ternus, dem neuen Apple-Chef. iPhone 18 Pro, das erste Falt-iPhone für 2.200 bis fast 3.000 Dollar. Apple baut keine eigenen Modelle und zahlt Google berichtet eine Milliarde Dollar im Jahr für ein maßgeschneidertes Gemini. Siri AI kommt nur auf Englisch, nicht in China — und wegen des Digital Markets Act vorerst nicht auf iPhones in der EU. Die S-Klasse mit dem Motor von Peugeot, und nach Wien wird nur das Chassis geliefert. 🌍 Sicher nur auf Englisch (10:59) — Sumiya Khan, 16, Neu-Delhi, fragte ChatGPT auf Hindi, warum sie ständig müde ist: „nur Stress". Es war Eisenmangelanämie. Auf Tigrinya, gesprochen von neun Millionen Menschen, wurde aus Pocken Syphilis und aus „intravenös Antibiotika" „intravenös Insektizide". Weniger Trainingsdaten heißt mehr Halluzinationen und schwächere Leitplanken — auch auf Ungarisch. Wer einen Firmen-Chatbot in zehn Länder ausrollt, rollt zehn verschiedene Chatbots aus. 🏛️ Zürich und Südafrika (16:05) — am Montag das erste AI Governance Forum der ETH Zürich, mitorganisiert vom Europarat, mit Michael Schöll vom Bundesamt für Justiz und Thomas Schneider vom BAKOM: Menschenrechte, Verantwortung, Kontrolle, auf dem Weg zum Geneva AI Summit 2027. Und das Gegenbeispiel: Südafrikas vom Kabinett genehmigte KI-Politik vom 10. April musste zurückgezogen werden — die Quellen waren von der KI erfunden. Nicht lästern: Das passiert auch bei KPMG, EY, und vielleicht bei uns. 🧵 Der Donnerstags-Faden (20:50) — wie gut funktioniert deine KI für dich? Die Neandertaler-Regel: Jede KI-Quelle sofort anklicken, bevor du dich blamierst. Und neu: der KI-Neandertaler auf Substack — kurze Artikel, halb KI, halb Malcolm, mit Bildern. Eine Sache für diese Woche: Wer Produkte mit Chip verkauft, legt heute fest, wer am Samstagmorgen die Meldung abschicken darf — und wer die Vertretung ist. 📱 Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904 🌐 werchota.ai · 📖 aineanderthal.ai KI-Neandertaler — KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleib neugierig. Bleib menschlich.

    #24 - Europas 24-Stunden-Uhr: Ab Freitag meldet ihr ausgenutzte Sicherheitslücken in einem Tag. Und das iPhone kommt ohne Gehirn nach Europa.
  6. 6d ago

    #23 - Wer darf von deinen Fotos lernen? Karlsruhe, San Francisco und eine Liste mit 5,8 Milliarden Bildern. Und Bremen filmt 43 Straßenbahnen.

    Ein Berufsfotograf aus Deutschland steht am 3. September um neun Uhr früh vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Aktenzeichen I ZR 281/25. Sein Vorwurf: LAION hat in der zweiten Jahreshälfte 2021 — bevor es die heutigen Bildgeneratoren überhaupt gab — Bilder heruntergeladen und daraus eine Liste mit 5,8 Milliarden Paaren gebaut. In dieser Liste ist eines seiner Fotos. Zweimal abgewiesen, 2024 und 2025, beide Male in Hamburg. Jetzt Karlsruhe — und er sagt schon jetzt, wenn der BGH nicht mitgeht, geht er weiter zum Europäischen Gerichtshof nach Luxemburg. Am selben Tag beginnt in San Francisco der Prozess, der dieselbe Frage für die andere Hälfte der Welt beantwortet. Heute: zwei Gerichte, eine Nachtsitzung in Genf, Bremens Straßenbahn — und vier Hansel auf einem Vulkan. In dieser Folge: 🌑 Karlsruhe: Wer darf von deinen Fotos lernen? (01:49) — der Bundesgerichtshof, das Aktenzeichen, und warum eine Liste aus 5,8 Milliarden Adresse-Text-Paaren die eigentliche Frage ist. Nicht das Bild. Das Adressbuch. 🌑 Robert Kretschke und Hamburg (06:15) — Berufsfotograf, spezialisiert auf Stockfotografie, also genau das Geschäft, das die KI zuerst übernommen hat. Landgericht September 2024: kein Delikt. Dezember 2025: hat mit den Bildern nichts zu tun. Er gibt nicht auf. 🌑 San Francisco: Andersen gegen Stability AI (10:25) — gestern, Dienstag der 8. September. Gegen Stability AI, Midjourney, DeviantArt und Runway. Dieselben Kläger haben 2023 vor dem US-Senat ausgesagt. Zwei Gerichte, zwei Kontinente, ein Datensatz. 🌑 Genf, Nachtsitzung (13:14) — am Samstag, 5. September. Rund 128 Staaten stellen sich gegen autonome Waffensysteme. Und in letzter Minute wollen einige Staaten den Text wieder verwässern — genau an der Stelle, wo „menschliches Urteil" steht. Hundert Roboter mit Kalaschnikow auf dem Rücken: heißt das, du brauchst hundert Menschen auf der anderen Seite? 🌑 Bremen: der Staat als Leibwächter (18:14) — seit April 2025 fährt AI Watch. 14 Bahnen, neun bis elf Kameras, ein Rechner an Bord, Aufnahmen bleiben 72 Stunden auf der Festplatte. 10.000 Euro pro Fahrzeug. Bis Jahresende 43 Bahnen — ein Drittel der Flotte. In der Pilotphase: 16 gemeldete Vorfälle, vier bestätigt. 🌑 Und dann China (22:16) — am 7. September meldet China eine neue KI gegen Betrug. Hundert, zweihundert Millionen Nutzer, und die South China Morning Post berichtet schon von Beschwerden. Und dann sagt der Betriebsrat in Deutschland nein zur Meeting-Aufnahme — während Bremen 43 Straßenbahnen filmt. 🌑 Vier Hansel auf einem Vulkan (26:13) — 4.000 Meter. Gemini sagt: an einem Tag rauf und runter, mach dir keine Sorgen. Gemini sagt nicht: nimm genug Wasser. Gemini sagt nicht: wenn du mittags nicht oben bist, dreh um. Sie waren um 19 Uhr oben. Dazu Barcelona: 700 simulierte Gespräche, und in 350 von 350 Fällen sagt die KI „geh zum Arzt" — solange du nicht widersprichst. 🧵 Der Mittwochs-Faden (31:42) — zwei Staaten, in denen unsere deutschen Freunde sagen würden, bei uns gibt es keine Massenüberwachung. Und dann schaut man nach Bremen. Eine Sache für diese Woche: nimm die letzte wichtige Antwort, die dir eine KI gegeben hat, und frag sie noch einmal — aber widersprich ihr. Wenn sie einknickt, hast du nie ihr Urteil bekommen. Du hast dein eigenes zurückbekommen. 📱 Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904 🌐 werchota.ai KI-Neandertaler — KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleib neugierig. Bleib menschlich.

    #23 - Wer darf von deinen Fotos lernen? Karlsruhe, San Francisco und eine Liste mit 5,8 Milliarden Bildern. Und Bremen filmt 43 Straßenbahnen.
  7. Sep 8

    #22 - Das Android der KI: 45% des Modell-Verkehrs läuft schon über chinesische Modelle. Und ein Friedensvertrag, bezahlt in Nvidia-Chips.

    Die USA haben einen Friedensvertrag mit Nvidia-Chips geschmiert. Armenien — drei Millionen Einwohner, kein Öl, kein Gas — bekommt zehntausende GPUs, rund 70.000 Nvidia-Server auf Grace-, Blackwell- und Vera-Rubin-Technik, und gehört bei Vollausbau zu den Top 5 Ländern der Welt mit den meisten GPUs. Und 45% des Modell-Verkehrs auf OpenRouter läuft heute über chinesische Modelle. Vor einem Jahr waren es 4%. Gestern hat China die KI auf die Handyrechnung gesetzt. Heute machen wir eine Weltreise — ein 25 Jahre altes deutsches Forum, Washington, Peking und Mumbai — und überall dieselbe Geschichte aus einem anderen Winkel: das Knappe ist nicht mehr knapp, und das, was jetzt knapp ist, steht in keinem Budget. In dieser Folge: 🌑 Auf deutschem Boden (01:34) — OpenAI meldet den nächsten autonomen Agentenschwarm, diesmal auf einer deutschen Entwickler-Seite namens DSE Wiki. 20 Jahre alte Technologie, 18.000 Beiträge von KI-Agenten, dazu 15.000 Edits, die Reuters gezählt hat — und 98% aller Edits kamen aus derselben Microsoft-Azure-Cloud. Die Agenten haben das öffentliche Wiki als gemeinsamen Schummelzettel benutzt. 🌑 Chip-Diplomatie (09:34) — das Wall Street Journal hat am Samstag publiziert, dass das Friedensabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan mit Exportgenehmigungen für zehntausende Nvidia-Prozessoren geschmiert wurde. Projekt Firebird: 100-Megawatt-Standort, 500 Millionen Dollar zum Start, im Vollausbau ein Milliardenprojekt. Nicht Öl, nicht Straßen — Rechenleistung. 🌑 Das Android der KI (13:07) — Kai-Fu Lee, früher Chef von Google China, heute eigenes KI-Labor, hat am Samstag mit Bloomberg gesprochen: OpenAI und Anthropic sind das iPhone, DeepSeek und Kimi sind das Android. Die Zahlen: von 4% Mitte 2025 auf 45% Mitte 2026, DeepSeek allein rund 17%, die Nummer 2 ist Qwen von Alibaba. Amerika verkauft Marge. China verkauft Reichweite. 🌑 Mumbai: dein Agent bekommt eine Geldbörse (18:19) — morgen startet das Global Fintech Fest, und die NPCI stellt dort einen Rahmen für agentische Zahlungen auf UPI vor. UPI hat letztes Monat 24,5 Milliarden Transaktionen verarbeitet — rund 790 Millionen Zahlungen an einem einzigen Tag. Delegierte Ausgabenlimits gibt es dort für Menschen längst. Richte das auf einen Agenten, und es ist kein Pilotprojekt mehr. 🧵 Der Dienstagsfaden (23:17) — das Knappe hat sich verschoben. Rechenleistung ist der neue Hebel, alte Software die neue Angriffsfläche, und billig-genug-Intelligenz der neue Standard. Eine Sache für diese Woche: nimm einen echten Arbeitsablauf, lass ihn auf einem chinesischen offenen Modell auf eurer eigenen Infrastruktur laufen, und schau, was passiert. Wenn 45% des Verkehrs diese Modelle für gut genug hält, ist das eine Zahl, die man selbst testet statt darüber zu streiten. 📱 Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904 🌐 werchota.ai KI-Neandertaler — KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleib neugierig. Bleib menschlich.

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  8. Sep 7

    #21 - Wem gehört der Kunde? China verkauft KI mit der Handyrechnung, Seoul verschenkt sie — und Sebastian Kurz baut eine Abwehr-KI

    In Peking gibt es die KI jetzt zu den Teigtaschen — mit der Rechnung kommt ein Gutschein über zehn Yuan Rechenleistung. In Seoul hat der Staat entschieden, dass KI eine öffentliche Leistung ist, und verschenkt sie an alle zweiundfünfzig Millionen Bürger. Und in Wien baut ein Ex-Bundeskanzler eine Abwehr-KI mit Ex-Mossad-Leuten. Montag. Vier Geschichten über die Frage: Wem gehört eigentlich der Kunde — und was passiert, wenn Intelligenz kein Abo mehr ist, sondern eine Ware? In dieser Folge: 🥟 China legt die KI auf die Handyrechnung (02:08) — der Token ist hinter dem Pauschal-Abo hervorgekommen und zum Handelsprodukt geworden. Gutscheine mit der Restaurantrechnung, KI-Tokens als Kreditkarten-Bonus von Moonshot und der Agricultural Bank of China, ein Handytarif für neun Yuan neunzig, ein Token-Regal bei Tmall — und in einem Bezirk von Guangzhou dienen Tokens als Kreditsicherheit. Täglicher Verbrauch in China: fünfhundert Billionen Tokens, nach rund hundert Milliarden vor zwei Jahren. Geh mal zur Raiffeisenbank und frag nach einem Token-Tarif. 🛡️ Sebastian Kurz, Dream und die Mossad-Frage (09:48) — Österreichs Ex-Bundeskanzler hat eine Cybersecurity-Firma mitgegründet, bewertet mit rund drei Milliarden Dollar, gebaut zu großen Teilen von Leuten aus dem israelischen Nachrichtendienst. Das Modell läuft auf deiner eigenen Infrastruktur, geht nie ins Internet und sucht Schwachstellen in deinen Systemen. Gerade wurde ein Weltrekord auf einem Berkeley-Benchmark gemeldet — mit Kleingedrucktem. Malcolms Lieblingsgeschichte des Tages, und er sagt klar dazu, was davon Spekulation ist. 📉 Kündigungen: KI bleibt Grund Nummer eins (15:23) — Challenger, Gray & Christmas hat am Freitag den August-Bericht vorgelegt: US-Arbeitgeber kündigten rund zweiundfünfzigtausend Stellen an — der niedrigste Augustwert seit Langem, und KI bleibt trotzdem der meistgenannte Grund. Bei uns ist das noch nicht angekommen. Aber was in den USA und China passiert, schwappt erfahrungsgemäß innerhalb von drei bis zwölf Monaten herüber. 🇰🇷 Seoul verschenkt die KI (18:25) — wenn die Bürger Strom bekommen, Wasser bekommen und ins Spital können, dann sollen sie auch KI bekommen: kostenlos, unbegrenzt, für alle zweiundfünfzig Millionen — unter der Bedingung, dass achtzig Prozent auf koreanischen Modellen laufen. Diese Achtzig-Prozent-Regel macht aus einem Geschenk Industriepolitik. Und der nächste Schritt sind Agenten, die dir den Meldezettel, das Steuerformular oder die Gesundheitsakte holen. Kein Staat in Europa hat das auf diesem Niveau auf dem Radar. Der Faden: China hat Intelligenz zur Ware gemacht, Korea zum öffentlichen Gut, Kalifornien schreibt die Regeln — und eine Privatfirma in Wien macht Arbeit, die früher Staaten gemacht haben. Privatfirmen operieren heute besser als ganze Staaten. 📱 Schreib Malcolm auf WhatsApp/Telegram/Signal: +43 676 6144 904 — sag ihm, was er als Nächstes behandeln soll. 🌐 werchota.ai KI-Neandertaler — KI-News für Menschen, nicht für Roboter. Bleib neugierig. Bleib menschlich.

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