Hinter der Schlagzeile

Eintauchen in die Welt der aktuellen Ereignisse. Joëlle Weil und Stefan Bühler, zusammen mit Top-Journalisten von CH Media, bringen dreimal wöchentlich tiefgründige Analysen, exklusive Recherchen und spannende Diskussionen zu den wichtigsten Themen der Schweiz und der Welt. Egal ob Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Kultur – wir beleuchten die Hintergründe und liefern fundierte Einblicke. Jetzt abonnieren, um keine Folge zu verpassen! #Nachrichten #Schweiz #Welt #Aktuell #Politik #Wirtschaft #Recherche #CHMedia

  1. 5 days ago

    Die Formel für gute Entscheidungen

    Ob Hafermilch im Kaffee, Jobwechsel oder Partnerwahl: Immer steht das Vertraute gegen das Neue. Eine Formel des Physikers Richard Feynman zeigt, wann sich das Risiko lohnt. Feynman notierte sie in den 70er-Jahren auf einem Zettel in einem Restaurant, für einen Kollegen, der dort stets dasselbe Gericht bestellte. Der Zettel geriet in Vergessenheit, bis Forschende die Rechnung nun in einer Studie überprüften. Entscheidend ist, wie oft sich dieselbe Wahl noch stellt: Wer ein letztes Mal wählt, bleibt besser beim Bewährten. Wer hundert Gelegenheiten hat, probiert Neues. Ein Treffer zahlt sich dann viele Male aus. Stephanie Schnydrig aus der Wissenschaftsredaktion von CH Media hat die Studie ausgewertet. Sie warnt vor zu viel Zutrauen in die Rechnung: «Die Formel ist eigentlich einfach, aber die ganzen Annahmen, die man im realen Leben treffen muss, sind nicht so einfach.» Bei der Partnerwahl lässt sich kaum beziffern, wie viele Optionen noch folgen. Warum fällt es dem Gehirn so schwer, Gewohnheiten zu durchbrechen? Wie lange dauert es, bis eine neue Gewohnheit entsteht? Und wie viele Bewerbende soll einladen, wer eine Stelle besetzen will? Der Artikel zum Thema:  Bei der Partnerwahl oder im Restaurant: Wann sollte man aufhören zu suchen?   Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»: Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler  Host und Produzentin: Joëlle Weil  Gast: Stephanie Schnydrig  Kontakt: podcast@chmedia.ch

  2. 13 Aug

    Ganzkörper-MRI als Vorsorge: Wie sinnvoll ist es?

    Für 2500 Franken lässt sich der Körper von Kopf bis Fuss durchleuchten. Ein Angebot, das zunehmend auch bei jungen, gesunden Menschen Interesse weckt und die Frage aufwirft, wer sich solche Vorsorge leisten kann. Ganzkörper-MRI-Untersuchungen werden in der Schweiz privat angeboten und von den Krankenkassen nicht übernommen. Zusatzversicherungen decken höchstens einen Teil der Kosten. Kritiker sprechen von einer Zweiklassengesellschaft in der Präventionsmedizin, da sich eine Untersuchung nur leisten kann, wer über die nötigen Mittel verfügt. Befürworter verweisen auf sinkende Preise, wie bei anderen einst exklusiven Technologien. CH Media-Sportjournalist Etienne Wuillemin hat sich einem solchen Scan unterzogen. Dabei entstanden rund 6858 Einzelbilder, ausgewertet auch mit Unterstützung künstlicher Intelligenz. Zur Kostenfrage sagt Wuillemin : «Ich finde, wenn man das möchte, soll man es auch selber zahlen.» Das Ergebnis zeigte keine Hinweise auf Krebs oder Alzheimer, einzig die bekannten Hüftprobleme wurden bestätigt. Der Arzt empfahl mediterrane Ernährung sowie eine Wiederholung alle zwei Jahre. Ob er das MRI wiederholt, hat Wuillemin noch nicht entschieden.   Mehr Artikel zum Thema: Ich wollte die absolute Sicherheit über meine Gesundheit und stieg in die Röhre – das habe ich bekommen Ganzkörper-MRIs: «In den seltensten Fällen hat man davon einen Benefit»   Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzentin: Joëlle Weil Gast: Etienne Wuillemin  Kontakt: podcast@chmedia.ch

  3. 11 Aug

    Fertilitäts-Plan: So will Frankreich mehr Babys

    Die Geburtenrate sinkt in ganz Europa, und die Gründe dafür sind komplexer als oft angenommen. Eine Studie der Universität Zürich zeigt: Nicht Karriere oder Finanzen stehen bei kinderlos bleibenden Menschen an erster Stelle, sondern der Wunsch, die eigene Lebensgestaltung nicht einzuschränken. Frankreich reagiert darauf mit einem staatlichen Aufklärungsprogramm statt mit klassischen Geldanreizen. Ein Ansatz, der gesellschaftliche Fragen aufwirft: Wo endet Information, wo beginnt staatlicher Druck auf private Entscheidungen? Stephanie Schnydrig von der Redaktion Leben und Wissen hat mit dem französischen Gynäkologen Samir Hamamah gesprochen, der die Regierung beim «Plan Fertilité» beraten hat. Seit Anfang dieses Jahres erhalten alle Franzosen und Französinnen zum 29. Geburtstag einen Brief mit Informationen zur Fruchtbarkeit, dazu kommen staatlich finanziertes Social Freezing und mehr Forschungsgelder. Zur Frage der persönlichen Freiheit bleibt Schnydrig klar: «Das ist eine freie Entscheidung. Das soll eine freie Entscheidung bleiben.» Warum verzichten immer mehr Menschen bewusst auf Kinder? Weshalb setzt Frankreich auf Aufklärung statt auf Geldprämien wie andere Länder? Und wie hoch stehen die Chancen, mit Reproduktionsmedizin im höheren Alter noch schwanger zu werden?   Mehr Artikel zum Thema: Babykrise als grösste Gefahr unserer Zeit: «Nur 6 Länder weltweit werden künftig noch wachsen» Ich pack in mein Köfferchen verdammt nochmal alles   Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzentin: Joëlle Weil Gast: Stephanie Schnydrig Kontakt: podcast@chmedia.ch

  4. 6 Aug

    Europas Wälder brennen: Wie sicher ist die Schweiz?

    Frankreich erlebt die grössten Waldbrände seiner Geschichte, auch in der Schweiz gilt fast landesweit Feuerverbot bei höchster Warnstufe. Trockenheit, ausbleibender Regen und Wind wie der Mistral begünstigen Vegetationsbrände im Mittelmeerraum. Über 90 Prozent aller grossen Brände werden durch menschliche Unachtsamkeit verursacht, etwa durch weggeworfene Zigaretten oder Funken von Maschinen. Naturursachen wie Blitzeinschlag machen weniger als 10 Prozent aus. In Frankreich sind bislang 116'000 Hektar Wald verbrannt, so gross wie die Kantone Zug und Genf zusammen. Benjamin Rosch, Inlandredaktor bei CH Media, ordnet die Lage ein. Zur Löschstrategie sagt er: «Der Bundesrat setzt eigentlich stark auf Löschhelikopter.» In der Schweiz gilt das Subsidiaritätsprinzip: Zuerst rücken lokale Kräfte aus, erst danach greifen Bund oder Armee ein. Pro Jahr zählt die Schweiz über 100 Waldbrände, meist unter 50 Hektar. Löschflugzeuge fehlen, weil Helikopter für die alpine Topografie geeigneter gelten. Ein grösserer Waldbrand in den kommenden 10 bis 20 Jahren ist laut Rosch nicht auszuschliessen, ein Ausmass wie in Frankreich hält er derzeit für unwahrscheinlich.   Mehr Artikel zum Thema: Schwere Waldbrände in Griechenland – nun auch in den USA und den Niederlanden Warum die Hitzewelle einfach nicht endet   Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler   Host und Produzentin: Joëlle Weil Gast: Benjamin Rosch Kontakt: podcast@chmedia.ch

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