Ratgeber

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.

  1. 16 hr ago

    Reiseversicherung: Was wirklich wichtig ist

    Verlorener Koffer oder Ambulanzjet aus Südostasien – nicht alle Reiserisiken sind gleich. Experte Harry Büsser erklärt, worauf man beim Versichern von Reisen und Freizeit wirklich achten muss – und warum die Kreditkarte trügerisch ist. Das Wichtigste zur Reise- und Freizeitversicherung: Vom Schlimmsten her denken: Nicht der verlorene Koffer, sondern der medizinische Notfall ist das eigentliche Risiko. Ein Spitalaufenthalt in den USA, ein Rücktransport in die Schweiz oder ein schwerer Unfall im Ausland können schnell zehntausende Franken kosten. Diese Risiken muss man nicht versichern: · Verlorenes Gepäck oder Täschchen · Flugverspätungen · Kaputte Sonnenbrille oder verlorenes Ladegerät Das ist ärgerlich, aber finanziell verkraftbar. Annullationskosten: nur bei teuren Reisen: Eine Annullationskostenversicherung lohnt sich erst, wenn der Reisepreis im Verhältnis zum eigenen Einkommen wirklich ins Gewicht fällt – etwa bei einer Kreuzfahrt. Für einen Flug braucht es das normalerweise nicht. Mietwagen: ruhig Blut am Schalter: · Haftpflichtdeckung mindestens 1 Million Franken – in den USA lieber mehr · CDW und LDW decken oft nicht alles: Häufig bleibt ein Selbstbehalt von 2000 Franken. Wer das selbst zahlen kann, muss es nicht extra versichern. · Wer keine Zeit für Diskussionen bei der Rückgabe hat: Zusatzversicherung aus Bequemlichkeit durchaus sinnvoll. Faustregel auf Reisen: · Vermeiden: Teure Uhr zuhause lassen, keine Wertsachen im Mietwagen · Vermindern: Mietwagen filmen vor Abfahrt, Passkopie separat aufbewahren, vorhandene Deckungen prüfen · Selbst tragen: Verspäteter Koffer, verlorenes Ladegerät · Versichern: Medizinische Notfälle, Rücktransport, Haftpflicht Kreditkarte ist kein Rundumsorglospaket! Die mit einer Kreditkarte verbundenen Versicherungen sind eher ein Sicherheitsnetz mit dicken Löchern. Schutz gilt oft nur bei vollständiger Bezahlung mit dieser Karte. Dazu kommen Deckungsobergrenzen und viele Ausschlüsse – unbedingt Bedingungen durchlesen. Merksatz: Versichern, was wirklich wehtut – nicht was bloss nervt.

  2. 1 day ago

    Auto und Töff versichern: Was braucht es wirklich?

    Haftpflicht ist Pflicht – aber was ist mit Kasko, Bonusschutz oder Insassenversicherung? Versicherungsexperte Harry Büsser von Comparis erklärt, welche Zusatzversicherungen fürs Auto sinnvoll sind und welche man getrost weglassen kann. Das Wichtigste zur Fahrzeugversicherung: Voll- oder Teilkasko? Die alte Faustregel «ab fünf Jahren kein Vollkasko mehr» gilt noch – aber nicht zu eng. Reparaturkosten sind massiv gestiegen: Ein moderner Aussenspiegel mit Sensoren und Kamera kostet heute ein Vielfaches von früher. Entscheidend bleibt: Kann ich diesen Schaden selbst zahlen, ohne finanziell in Not zu kommen? Bonusschutz: nur auf tiefen Stufen sinnvoll: Wer lange unfallfrei fährt, erreicht einen tiefen Prämiensatz. Diesen zu schützen lohnt sich – aber erst, wenn man bereits einen sehr guten Rabatt erreicht hat und ihn nicht riskieren möchte. Marderschutz und Parkschaden: Kommt auf die persönliche Situation an. Wo wohne ich – gibt es dort Marder? Wo parkiere ich? Wie teuer ist mein Auto im Verhältnis zu meinem Einkommen? Die Grundfrage bleibt dieselbe: selbst tragen oder versichern? Insassenversicherung: meist überflüssig: Wer in der Schweiz wohnt und arbeitet, ist bereits über Arbeitgeber und/oder Krankenkasse abgesichert. Die Insassenversicherung bringt kaum Mehrwert – ausser man transportiert regelmässig Personen aus dem Ausland ohne Versicherungsschutz. Grobfahrlässigkeit: eigentlich vermeidbar: Nüchtern fahren, ausgeschlafen sein, defensiv und angepasst unterwegs sein – wer das konsequent macht, braucht keinen Grobfahrlässigkeitsschutz. Ehrliche Selbsteinschätzung ist hier gefragt. Merksatz: Nicht jeder Zusatzbaustein passt zu jedem Fahrer – die eigene Situation entscheidet.

  3. 2 days ago

    Hausratversicherung: Was wirklich wichtig ist

    Drehen Sie Ihre Wohnung auf den Kopf: Alles, was herausfällt, ist Hausrat. Comparis-Versicherungsexperte Harry Büsser erklärt, warum viele ihren Hausrat massiv unterschätzen und wo die grösste Gefahr lauert: die Unterversicherung. Das Wichtigste zur Hausratversicherung: Der Selbsttest: Könnten Sie Ihren gesamten Hausrat morgen neu kaufen, wenn er durch Brand oder Wasserschaden zerstört würde? Kleider, Schuhe, Möbel, Computer, Geschirr, Sportgeräte – die Beträge überraschen viele. Wer Nein sagt, braucht eine Hausratversicherung. Faustregel anwenden: · Vermeiden: Kerze nicht neben Vorhänge stellen, Velo am Bahnhof abschliessen · Vermindern: Rauchmelder montieren, Waschmaschine nicht unbeaufsichtigt laufen lassen · Selbst tragen: Kleinere Schäden je nach Einkommen selbst zahlen · Versichern: Was einen finanziell wirklich treffen würde Spezialversicherungen für Velo und Ski: Vieles ist bereits über die Hausratversicherung gedeckt – auch Diebstahl ausserhalb der Wohnung, meist bis 2000 – 5000 Franken. Nur bei sehr teuren Geräten lohnt sich ein Zusatz. Garantieverlängerungen: fast nie sinnvoll: Ob Mixer, Fernseher oder Laptop – in den meisten Fällen ist ein Defekt kein finanzieller Notfall. Ausnahme: wer im Schadensfall rasch auf Hilfe angewiesen ist und niemanden im Bekanntenkreis hat, der helfen kann. Achtung Unterversicherung: Das ist das häufigste Problem. Wer seinen z.B. Hausrat auf 30'000 Franken schätzt, besitzt in Wirklichkeit oft das Dreifache. Folge: Bei einem Schaden von 10'000 Franken zahlt die Versicherung nur 3000 Franken. Es lohnt sich, die Wohnung einmal realistisch durchzugehen und dies alle paar Jahre erneut zu tun. Merksatz: Die richtige Deckungssumme ist wichtiger als jede Handy- oder Garantieversicherung zusammen.

  4. 3 days ago

    Privathaftpflicht: Was sie leistet – und was nicht nötig ist

    Die Privathaftpflicht gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Versicherungsexperte Harry Büsser von Comparis erklärt, warum kaum jemand darauf verzichten sollte – und wo man trotzdem Geld sparen kann, ohne sich zu gefährden. Das Wichtigste zur Privathaftpflicht: Unverzichtbar für alle: Die Privathaftpflicht zahlt, wenn man anderen versehentlich Schaden zufügt. Ein kleiner Kratzer kann sich zu einem teuren Folgeschaden entwickeln. Niemand ist jeden Tag fehlerfrei – erst recht nicht in Haushalten mit Kindern oder Tieren. Bei der Deckungssumme nicht knausern: Verletzt man jemanden ernsthaft, können die Kosten enorm hoch werden. Eine zu tiefe Deckungssumme kann teuer zu stehen kommen. Zusammenziehen? Police überprüfen: Wer mit dem Partner, der Partnerin, mit Kolleginnen oder Kollegen oder auch in eine WG zusammenzieht, hat plötzlich zwei oder mehr Privathaftpflichten im Haushalt. Das Risiko verdoppelt sich nicht – die Prämie schon. Darum: Vorige kündigen und gemeinsam versichern. Nur versichern, was zum eigenen Leben passt: · keine Drohnenversicherung ohne Drohne · kein Haustierzusatz ohne Haustier · kein Zusatz für fremde Fahrzeuge, wenn man nie fremde Autos fährt Privathaftpflicht ≠ Rechtsschutzversicherung: Die Privathaftpflicht wehrt Forderungen gegen einen ab – passiver Schutz. Die Rechtsschutzversicherung ermöglicht zusätzlich aktives Vorgehen, etwa wenn man selbst einen Anwalt braucht. Merksatz: Nur versichern, was wirklich zum eigenen Alltag gehört – nicht was man irgendwann vielleicht mal brauchen könnte.

About

Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen. Die Sendung soll anregen, aufklären und motivieren, etwas Neues auszuprobieren.

More From Schweizer Radio und Fernsehen

You Might Also Like