Geschichte

Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.

  1. 12 小時前

    Schweizerhalle 1986: Was bleibt von der Katastrophe? (BONUSFOLGE)

    Die Brandkatastrophe von Schweizerhalle hat sich tief ins Gedächtnis der Region eingebrannt. Für diese Bonusfolge haben wir die Rückmeldungen unseres Publikums gesammelt und gehen den Fragen nach, die auch Jahrzehnte später noch beschäftigen. Die Chemiekatastrophe von Schweizerhalle liegt fast 40 Jahre zurück. Doch das Ereignis beschäftigt viele Menschen bis heute. Das zeigt sich auch an den Feedbacks von Hörerinnen und Hörern. In dieser Bonusfolge beantworten wir ausgewählte Rückmeldungen. Wir gehen der Frage nach, wie sicher das Areal von Schweizerhalle heute ist, welche Folgen der Brand für Umwelt und Gesetzgebung hatte und weshalb die Altlasten-Debatte bis heute nicht abgeschlossen ist. Ausserdem geht es um die Erinnerung an die Katastrophe: Welche Spuren hat Schweizerhalle im kollektiven Gedächtnis hinterlassen? Weshalb wissen viele Menschen zwar noch von der Brandnacht, aber kaum von den politischen und gesellschaftlichen Folgen? Und welche Rolle spielt die Kunst dabei? ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen von uns erzählt. ____________________ In dieser Episode zu hören: · Martin Forter, Umweltjournalist, Chemie- und Altlastenexperte, Autor mehrerer Bücher zu Schweizerhalle und den Umweltfolgen der Basler Chemie · Jakob Tanner, Historiker · Urs Zimmerli, Geschäftsführer der Arealbetreiberin GETEC Schweiz, zuständig für den heutigen Industriestandort Schweizerhalle (Archiv Radio SRF) · Patrik Reiniger – Vertreter des Führungsstabs Basel-Landschaft (Archiv Radio SRF) ____________________ Produktion und Moderation: Silvan Zemp Archivrecherchen: Seraina Scherer, Stefanie Strahm, Susan Eberhard (Recherchen & Archive Radio SRF) ____________________ Literatur: · Tanner, Jakob (1988): Die Chemiekatastrophe von Schweizerhalle und ihr Widerhall in der schweizerischen Umweltpolitik. In: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft 17, 1988, S. 17-32. · Forter, Martin (2000): Farbenspiel. Ein Jahrhundert Umweltnutzung durch die Basler chemische Industrie. Zürich: Chronos-Verlag. · Forter, Martin (2010): Falsches Spiel. Die Umweltsünden der Basler Chemie vor und nach "Schweizerhalle". Zürich: Chronos-Verlag. ____________________

  2. 10月6日

    Schweizerhalle 1986: Der rote Rhein und tausende tote Fische

    Nach der Brandkatastrophe von Schweizerhalle treibt eine Giftwelle durch Europa. Der Rhein wird zum Symbol einer Umweltkatastrophe. Doch der Fluss erholt sich überraschend schnell. Wie ist das gelungen? Und was hat die Schweiz aus Schweizerhalle gelernt? Der Brand in der Schweizerhalle ist gelöscht. Doch für den Rhein beginnt die eigentliche Katastrophe erst danach: Mit Chemikalien belastetes Löschwasser gelangt in den Fluss, eine Giftwelle bewegt sich durch Europa, Fischbestände brechen zusammen und das Vertrauen in Chemieindustrie und Behörden wird nachhaltig erschüttert. In der dritten Folge des SRF-Podcasts «Geschichte» geht es um die ökologischen Folgen der Chemiekatastrophe. Die Ökologin Patricia Holm erzählt, wie sie als junge Forscherin unmittelbar nach dem Brand an den Rhein reist, tote und sterbende Fische untersucht und dokumentiert, welche Schäden Pestizide und andere Schadstoffe im Ökosystem anrichten. Die Folge zeigt, weshalb gerade die Aale fast vollständig verschwanden, wie sich der Rhein über Jahrzehnte erholte und warum heute wieder Menschen darin schwimmen können. Gleichzeitig geht es um die umstrittene Kommunikation von Sandoz, die Kritik aus Deutschland und den Niederlanden sowie die Frage, wie sich das Verhältnis zwischen Basel und seiner Chemieindustrie verändert hat. Historiker Jakob Tanner ordnet ein, weshalb Schweizerhalle die Umweltpolitik prägte, warum neue Sicherheitsvorschriften und die Störfallverordnung entstanden und weshalb die Katastrophe trotz aller Empörung keinen politischen Umbruch auslöste. Ausserdem geht die Folge einer bis heute kursierenden Frage nach: War der Brand tatsächlich ein Unfall oder steckt mehr dahinter? Denn im Jahr 2000 äussert der ehemalige leitende Mitarbeiter des US-Auslandgeheimdienstes CIA in einer ZDF-Dokumentation die Vermutung: Die Stasi könnte hinter dem Brand gesteckt haben. ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen von uns erzählt. ____________________ In dieser Episode zu hören: · Patricia Holm, ehemalige Professorin für Ökologie an der Universität Basel, fische in Mannheim am 1. November Fische aus dem Rhein, um sie zu untersuchen · Jakob Tanner, Historiker, emeritierter Professor für Geschichte an der Universität Zürich ____________________ Produktion und Moderation: Silvan Zemp Archivrecherchen: Seraina Scherer, Stefanie Strahm, Susan Eberhard (Recherchen & Archive Radio SRF) ____________________ Literatur: · Tanner, Jakob (1988): Die Chemiekatastrophe von Schweizerhalle und ihr Widerhall in der schweizerischen Umweltpolitik. In: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft 17, 1988, S. 17-32. ____________________ Links: «Falscher Alarm»: Hörcollage von Lukas Holliger zu den Ereignissen in Schweizerhalle: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/falscher-alarm-hoer-collage-von-lukas-holliger?id=AUDI20251010_NR_0006 ____________________ Welche Aspekte der Brandkatastrophe von Schweizerhalle interessieren euch besonders? Eure Fragen greifen wir in einer späteren Q&A-Folge mit Fachleuten auf. Schreibt uns an geschichte@srf.ch.

  3. 9月22日

    Schweizerhalle 1986: Die Wut nach der Brandnacht

    Nach der Brandkatastrophe von Schweizerhalle ist das Feuer gelöscht, doch die Krise beginnt erst: Wut, Misstrauen und Protest erfassen Basel. Warum vertrauen viele den Behörden und der Chemieindustrie nicht mehr? Und bleibt die politische Wirkung dennoch begrenzt? Der Brand von Schweizerhalle verändert das Sicherheitsgefühl einer ganzen Region. In Basel wachsen Zweifel an den Informationen von Behörden und Chemieindustrie, während Demonstrationen, hitzige Podiumsdiskussionen und Proteste die Stadt prägen. Historiker Jakob Tanner ordnet ein, weshalb die Katastrophe das Vertrauen vieler Menschen erschütterte und wie sie in das Krisenjahr 1986 mit Tschernobyl und anderen Grossereignissen passt. Warum wurden die Schulen geöffnet, obwohl viele Menschen die Gefahr nicht einschätzen konnten? Der Podcast rekonstruiert die umstrittenen Entscheidungen der Behörden in den Stunden nach dem Brand. ____________________ Habt ihr Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf eure Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn ihr euren Freund:innen von uns erzählt. ____________________ In dieser Episode zu hören: · Jakob Tanner, Historiker, emeritierter Professor für Geschichte an der Universität Zürich · Hans-Rudolf Striebel, damaliger Basler Bildungsdirektor und Regierungspräsident (Archivtöne Radio SRF) · Urs Thommen, damaliger Arzt am Kantonsspital Basel (Archivtöne Radio SRF) · diverse Schülerinnen und Schüler sowie Studierende und Menschen auf Basels Strassen (Archivtöne Radio SRF) ____________________ Produktion und Moderation: Silvan Zemp Archivrecherchen: Seraina Scherer, Stefanie Strahm, Susan Eberhard (Recherchen & Archive Radio SRF) ____________________ Literatur: · Tanner, Jakob (1988): Die Chemiekatastrophe von Schweizerhalle und ihr Widerhall in der schweizerischen Umweltpolitik. In: Österreichische Zeitschrift für Politikwissenschaft 17, 1988, S. 17-32. ____________________ Links: «Falscher Alarm»: Hörcollage von Lukas Holliger zu den Ereignissen in Schweizerhalle: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/falscher-alarm-hoer-collage-von-lukas-holliger?id=AUDI20251010_NR_0006 ____________________ Welche Aspekte der Brandkatastrophe von Schweizerhalle interessieren euch besonders? Eure Fragen greifen wir in einer späteren Q&A-Folge mit Fachleuten auf. Schreibt uns an geschichte@srf.ch.

  4. 9月8日

    Schweizerhalle 1986: Die Nacht der Chemie-Katastrophe

    1986 erschüttert die Brandkatastrophe von Schweizerhalle die Region Basel: Sirenen, möglicherweise giftiger Rauch, ein verseuchter Rhein und chaotische Informationen. Lokaljournalistin Cathy Flaviano berichtet als eine der Ersten live von der Katastrophe. Die Rekonstruktion der dramatischen Nacht. Als in der Nacht auf den 1. November 1986 in Schweizerhalle das Feuer ausbricht, weiss niemand, wie gross die Gefahr wirklich ist. Zwischen widersprüchlichen Behördeninformationen, hektischer Berichterstattung und wachsender Verunsicherung versucht die Region Basel zu verstehen, was geschieht. Die damals 19-jährige Cathy Flaviano ist Zeitzeugin und rekonstruiert für «Geschichte» ihre Erinnerungen einer Nacht, welche sich ins kollektive Gedächtnis von Basel eingebrannt hat. Fast 40 Jahre später führt die Recherche zurück an den Ort der Katastrophe. Gemeinsam mit Cathy Flaviano besucht Host Silvan Zemp das Industriegebiet von Schweizerhalle und rekonstruiert Minute für Minute, wie aus ersten Meldungen über einen angeblichen «Schwelbrand» eine der grössten Umweltkatastrophen der Schweiz wurde. Und wie das noch junge Lokalradio Basilisk plötzlich im Zentrum der Behördeninformation stand und Katastrophenberichterstattung machte, statt seinen Geburtstag zu feiern. ____________________ Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst. ____________________ In dieser Episode zu hören: · Cathy Flaviano, damals 19-jährige Lokaljournalistin bei Radio Basilisk, Zeitzeugin · Daniel Fornaro, damaliger Moderator bei Radio Basilisk in der Katastrophennacht (Archivtöne Radio Basilisk) · Silvio Mettler, damaliger Fotograf bei der Basler Zeitung (Archivtöne SRF) · Urs Hobi, damaliger Chefredaktor von Radio Basilisk. Koordinierte in der Nacht die Berichterstattung aus der Redaktion und unterstützte die journalistische Einordnung der Ereignisse (Archivtöne Radio Basilisk) · Roger Thiriet, Moderator der Morgensendung von Radio Basilisk. Begleitete die Bevölkerung mit aktuellen Informationen nach Aufhebung des Alarms. ____________________ Produktion und Moderation: Silvan Zemp Archivrecherchen: Seraina Scherer, Stefanie Strahm, Susan Eberhard (Recherchen & Archive Radio SRF) ____________________ Links: «Falscher Alarm»: Hörcollage von Lukas Holliger zu den Ereignissen in Schweizerhalle: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/falscher-alarm-hoer-collage-von-lukas-holliger?id=AUDI20251010_NR_0006 ____________________ Welche Aspekte der Brandkatastrophe von Schweizerhalle interessieren euch besonders? Eure Fragen greifen wir in einer späteren Q&A-Folge mit Fachleuten auf. Schreibt uns an geschichte@srf.ch.

  5. 8月25日

    Weltwirtschaftskrise: Warum's nie mehr so schlimm kam

    Die Börsenkurse sind in den letzten 100 Jahren im wieder abgestürzt - von der Dotcom- über die Subprime- und die Finanz- bis zur Corona-Krise. Kein Crash aber hatte so gravierende Folgen wie derjenige von 1929, der zur grossen Weltwirtschaftskrise führte. Der Dow Jones braucht lange, bis er sich von seinem grossen Sturz im Jahr 1929 erholt - erst 25 Jahre später ist er wieder auf dem gleichen Niveau liegt wie damals. Danach aber kennt er nur eine Richtung - nach oben. Zwar stürzt er zwischendurch prozentual stärker ab als 1929 - zum Beispiel am "Schwarzen Montag" von 1987. Die Kurse an den Börsen erholen sich aber jeweils deutlich schneller wieder, die Weltwirtschaft wird weniger lang in Mitleidenschaft gezogen als in den 1930er Jahren und relativ bald knackt der Dow Jones weitere Rekordmarken. Auch aktuell scheint sich eine Blase rund um KI-Unternehmen aufzubauen. Doch niemand rechnet damit, dass die Folgen nach einem möglichen Platzen dieser Blase ähnlich gravierend sein würden, wie 1929. Welche Rolle spielt die Erinnerung an die Weltwirtschaftskrise heute noch? Warum haben die grossen Kursstürze der letzten Jahrzehnte nie so gravierende Folgen gehabt, wie jener am Black Tuesday von 1929? Was haben Wissenschaft und Politik aus den Ereignissen von damals gelernt - und was nicht? Und ist die Schweiz besser gewappnet als andere? Antworten auf diese Fragen suchen wir in dieser Episode des SRF-Podcasts Geschichte zur Weltwirtschaftskrise von 1929 zusammen mit dem deutschen Ökonomen und früheren Politiker, Karl-Heinz Paqué und dem SRF-Börsenkorrespondenten in den USA, Jens Korte. ____________________ Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst. ____________________ In dieser Episode zu hören: - Karl-Heinz Paqué, Ökonom, ehem. Finanzminister von Sachsen-Anhalt für die FDP, bis 2026 Vorstandsvorsitzender der Friedrich Naumann-Stiftung - Jens Korte, Wall Street-Korrespondent, u.a. für Schweizer Radio und Fernsehen SRF ____________________ Literatur: - Pressler, Florian. Die erste Weltwirtschaftskrise : eine kleine Geschichte der großen Depression. 2. Auflage, Unveränderter Nachdruck, C.H. Beck, 2019.

  6. 8月11日

    Weltwirtschaftskrise: die Schweiz trifft’s später, aber härter

    Im Oktober 1929 kommt's an der Wall Street in New York zum grossen Crash. Bald folgt eine wirtschaftliche Krise, die grosse Depression, die weltweit spürbar ist – auch in der Schweiz, verspätet zwar aber härter als andere Länder. Anfangs kann die durch die starke Nachfrage nach Wohnungen gut ausgelastete Bauwirtschaft die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Schweiz abdämpfen. Zwei Jahre nach dem Crash in New York, stehen dann aber auch in Bern, die Zeichen auf Krise. Vor allem die Schweizer Exportindustrie aber auch der Finanzplatz leiden, die Arbeitslosigkeit steigt und Armut macht sich breit. Zwar ist in der Schweiz nie ein so grosser Teil der Bevölkerung ohne Stelle, wie in anderen Ländern, aber die Arbeitslosigkeit hält sich hartnäckig. Während Länder wie die USA die Nachfrage ankurbeln und die Krise vergleichsweise schnell überwinden, reagiert die politische Schweiz zuerst mit rigiden Sparmassnahmen und sie wertet den Franken lange nicht ab. Erst allmählich setzt auch hierzulande der Staat auf Arbeitsbeschaffungsmassnahmen. 1936 gibt die Nationalbank mit der Abwertung des Frankens der Exportindustrie Schub. In dieser Episode von SRF Geschichte treffen wir den Historiker Bernard Degen im Amt für Wirtschaft und Arbeit an der Utengasse in Basel, einem Gebäude, dass 1932 eröffnet wurde, um der wachsenden Zahl von Stellensuchenden Unterstützung zu bieten. Dort fragen wir, warum es die Schweiz später aber härter trifft als andere Länder, was die Weltwirtschaftskrise in der Schweiz auslöst und was bis heute davon sicht- und spürbar ist. ____________________ Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst. ____________________ In dieser Episode zu hören: - Bernard Degen, Historiker, Universität Basel. - Nicole Hostettler, Leiterin Amt für Wirtschaft und Arbeit Basel-Stadt ____________________ Literatur: - Halbeisen, Patrick, u. a., Herausgeber. Wirtschaftsgeschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert. Schwabe Verlag Basel, 2017. - Pressler, Florian. Die erste Weltwirtschaftskrise : eine kleine Geschichte der großen Depression. 2. Auflage, Unveränderter Nachdruck, C.H. Beck, 2019. ____________________ Recherche, Produktion und Moderation: Klaus Ammann ____________________ Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.

  7. 7月28日

    Weltwirtschaftskrise: der Crash 1929, eine Katastrophe mit Ansage

    Der Börsencrash von 1929 an der Wall Street löst die Weltwirtschaftskrise aus. Warum Millionen Menschen in Armut und Elend schlitterten und wie Banker von Stars zu Buhmännern wurden. In den 1920 Jahren werden Banker und Investoren gefeiert wie Popstars. Immer mehr Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft kaufen Aktien - auf Kredit. Dann bricht der Aktienmarkt zusammen. Die wilden Zwanziger Jahre kommen zu einem jähen Ende. Der Ausverkauf an den US-Börsen stürzt Millionen Menschen in Armut und Verzweiflung. Banker wie der National City-Chef, Charlie Mitchell werden von Stars zu Buhmännern. Und, schnell zieht die Krise Länder rund um den Globus in Mitleidenschaft. In dieser Episode von SRF Geschichte kommt Andrew Ross Sorkin zu Wort. Der Finanzkolumnist der New York Times erzählt in seinem neuen Buch den Crash von 1929 und was danach geschehen ist anhand der wichtigsten Figuren an der Wall Street und im Weissen Haus zu der Zeit. Wer waren die Entscheidungsträger wirklich? In welchem Umfeld handelten sie und mit welchen Motiven? Hätte die Politik die Krise, die grosse Depression, nach dem Crash verhindern können? ____________________ Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst. ____________________ In dieser Episode zu hören: - Andrew Ross Sorkin, Finanzkolumnist der New York Times, Autor. ____________________ Literatur: - Pecora, Ferdinand. Wall Street under Oath : The Story of Our Modern Money Changers. Simon and Schuster, 1939. - Pressler, Florian. Die erste Weltwirtschaftskrise : eine kleine Geschichte der großen Depression. 2. Auflage, Unveränderter Nachdruck, C.H. Beck, 2019. - Sorkin, Andrew Ross. 1929 : Inside the Greatest Crash in Wall Street History - and How It Shattered a Nation. Viking, 2025. ____________________ Recherche, Produktion und Moderation: Klaus Ammann ____________________ Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.

  8. 7月14日

    «Ich muss ins Internet!» – Wie das Netz zum Massenmedium wird

    Heute ist das Internet überall: in der Hosentasche, im Auto, am Handgelenk. Doch 1996 stürmt ein Mann die «Benissimo»-Bühne und fleht Quizmaster Beni Thurnheer an, ihm den Weg ins Internet zu zeigen. Ein Blick zurück auf die Jahre, in denen das Internet in der Schweiz zum Massenmedium wird. Um die Jahrtausendwende wird das Internet in der Schweiz zum Massenmedium. 1997 hat es erst gut jede und jeder Siebte genutzt, fünf Jahre später sind es mit über 60 Prozent schon mehr als die Hälfte. Gleichzeitig verschwindet das alte Monopol: Auf den 1. Januar 1998 wird die PTT aufgeteilt – in die Post und in die teilprivatisierte Swisscom. Plötzlich gibt es Konkurrenz, Anbieter wie diAx, Cablecom oder Sunrise buhlen um die Kundschaft. Doch abseits der grossen Player ist längst eine andere Szene am Werk: Hobby-Netzwerker, Bastler, Hacker. Einer von ihnen ist Steff Gruber. Schon in den frühen 80er Jahren wählt er sich mit einem in Japan gekauften Modem in Mailboxen ein und gehört bald zu einer kleinen, weltweiten Gemeinschaft von Computer-Hackern – über einen Router im Keller der ETH gelangt er sogar bis ins CERN. Mit seinem Verein Cultnet baut er einen der ersten öffentlichen Mailbox-Anbieter der Schweiz auf und schliesst ihn ans Netz der PTT an, die ihn als Radiopiraten einst gejagt hatte. Den Vertrag dazu schreiben sie auf ein Papier-Tischset. Reich wird Gruber damit nicht. Dafür verkauft er später eine Internet-Adresse, die er einst registriert hat, an Microsoft: xbox.com. Über den Preis wird Stillschweigen vereinbart, doch es ist wohl eine der höchsten Summen, die je in der Schweiz für eine Domain bezahlt wurde. Erst muss das Internet aber seine erste grosse Krise überstehen. Anfang der Nuller-Jahre scheint eine Webseite mit «.com»-Endung schon fast eine Lizenz zum Gelddrucken. Am 10. März 2000 erreicht der Technologie-Index NASDAQ seinen Höchststand, dann platzt die Dotcom-Blase. Swisscom-Chef Jens Alder kommt mit dem Mantra davon, nur zu tun, was man selber versteht – und bekommt später das spektakuläre Angebot, mit der Swisscom die Deutsche Telekom zu übernehmen. ____________________ In dieser Episode zu hören: · Bernhard "Beni" Thurnheer, Sportreporter, TV-Moderator, Showmaster und Autor · Moritz Leuenberger, ehemaliger Bundesrat Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) · Steff Gruber, Filmemacher, Fotograf, Autor, Unternehmer und Telekommunikations- und Internetpionier · Jens Alder, ehemaliger CEO der Swisscom ____________________ Recherche, Produktion und Moderation: Jürg Tschirren ____________________ Literatur: Wishart, Adam und Bochsler, Regula (2003): Leaving Reality Behind: etoy vs eToys.com & Other Battles to Control Cyberspace. Fourth Estate McCullough, Brian (2018), How the Internet Happened: From Netscape to the iPhone. Liveright Wu, Tim (2010): The Master Switch: The Rise and Fall of Information Empires. Columbia Law School ____________________ Links: NZZ: "25 Jahre Internet in der Schweiz" https://www.nzz.ch/25-jahre-internet-in-der-schweiz-ld.645423 ____________________ Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.

簡介

Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.

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