A Lyrical Singers Life

Barbara Marie-Louise Pavelka

Willkommen zu meinem Podcast "A lyrical singers Life". Hier könnt ihr einiges über das Leben als klassische Sängerin für Lied, Oper und Oratorium erfahren. Ich informiere euch über Projekt und lasse euch hinter die Kulissen schauen! Ebenso werde ich immer wieder Kolleginnen und Kollegen interviewen und den einen oder anderen Proben bzw. auch Aufführungsmitschnitt hochladen. Ihr könnt also in die Höhen und Tiefen einer Sängerin blicken!

  1. 05/31/2024

    Rainer Maria Rilke: Duineser Elegien - 1. Elegie

    Heute trage ich euch das Gedicht "1. Elegie" von Rainer Maria Rilke aus den Duineser Elegien vor! Im Winter 1912 beginnt der Dichter Rainer Maria Rilke auf Schloss Duino in der Nähe von Triest mit einer Reihe von Elegien, die er zehn Jahre später nach langer Schaffenskrise 1922 beendet. Es sind die zehn „Duineser Elegien”, wie er sie im Andenken an das Schloss genannt hat. Wer, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel Ordnungen? und gesetzt selbst, es nähme einer mich plötzlich ans Herz: ich verginge von seinem stärkeren Dasein. Denn das Schöne ist nicht als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören. Ein jeder Engel ist schrecklich. Und so verhalt ich mich denn und verschlucke den Lockruf dunkelen Schluchzens. Ach, wen vermögen wir denn zu brauchen? Engel nicht, Menschen nicht, und die findigen Tiere merken es schon, daß wir nicht sehr verläßlich zu Haus sind in der gedeuteten Welt. Es bleibt uns vielleicht irgend ein Baum an dem Abhang, daß wir ihn täglich wiedersähen; es bleibt uns die Straße von gestern und das verzogene Treusein einer Gewohnheit, der es bei uns gefiel, und so blieb sie und ging nicht. O und die Nacht, die Nacht, wenn der Wind voller Weltraum uns am Angesicht zehrt —, wem bliebe sie nicht, die ersehnte, sanft enttäuschende, welche dem einzelnen Herzen mühsam bevorsteht. Ist sie den Liebenden leichter? Ach, sie verdecken sich nur miteinander ihr Los. Weißt du’s noch nicht? Wirf aus den Armen die Leere zu den Räumen hinzu, die wir atmen; vielleicht daß die Vögel die erweiterte Luft fühlen mit innigerm Flug. Ja, die Frühlinge brauchten dich wohl. Es muteten manche Sterne dir zu, daß du sie spürtest. Es hob sich eine Woge heran im Vergangenen, oder da du vorüberkamst am geöffneten Fenster, gab eine Geige sich hin. Das alles war Auftrag. Aber bewältigtest du’s? Warst du nicht immer noch von Erwartung zerstreut, als kündigte alles eine Geliebte dir an? (Wo willst du sie bergen, da doch die großen fremden Gedanken bei dir aus und ein gehn und öfters bleiben bei Nacht.) Sehnt es dich aber, so singe die Liebenden; lange noch nicht unsterblich genug ist ihr berühmtes Gefühl. Jene, du neidest sie fast, Verlassenen, die du so viel liebender fandst als die Gestillten. Beginn immer von neuem die nie zu erreichende Preisung; denk: es erhält sich der Held, selbst der Untergang war ihm nur ein Vorwand, zu sein: seine letzte Geburt. Aber die Liebenden nimmt die erschöpfte Natur in sich zurück, als wären nicht zweimal die Kräfte, dieses zu leisten. Hast du der Gaspara Stampa denn genügend gedacht, daß irgend ein Mädchen, dem der Geliebte entging, am gesteigerten Beispiel dieser Liebenden fühlt: daß ich würde wie sie? Sollen nicht endlich uns diese ältesten Schmerzen fruchtbarer werden? Ist es nicht Zeit, daß wir liebend uns vom Geliebten befrein und es bebend bestehn: wie der Pfeil die Sehne besteht, um gesammelt im Absprung mehr zu sein als er selbst. Denn Bleiben ist nirgends. (mehr geht leider nicht in der Beschreibung) Ich spiele wieder einmal ein bisschen mit Animation und ich möchte mich bei Abdel bedanken, der mich auf die Idee dieses Gedichtes gebracht hat. Viel Freude beim Hören! Eure, Barbara Marie-Louise P.S: Wenn ihr mehr von mir entdecken möchtet, dann klickt doch hier auf folgenden Link: https://linktr.ee/Barbarapavelka

    11 min
  2. 04/28/2022

    Konzert für Ukrainer - Aufzeichnung vom 24. April 2022

    Liebe Hörerinnen und Hörer!   Heute möchte ich euch ganz herzlich zu einem besonderen Konzert einladen:    Nathalie:  Ein Konzert für die Vertriebenen aus der Ukraine.   Barbara:  Aber kein Benefizkonzert im herkömmlichen Sinn, sondern wirklich ein Konzert, das wir für die Vertriebenen als Publikum machen wollen. Einige Kollegen haben schon zugesagt: unter anderem Dariusz Niemirowicz Alina Mazur, Heinrich Schopf, Daria Klimenkova und Julia Tinhof und meine Wenigkeit. Wir werden Werke von Beethoven, Lehar, Fauré und vielen mehr singen.   Nathalie:  Wann findet es statt?   Barbara:  Am Barmherzigkeitssonntag, dem 24. April 2022 um 16:30 Uhr!  Und wo findet es statt?  Nathalie:  In der St. Josefkirche am Kahlenberg. Am Kahlenberg 38 1190 Wien  Warum machst du eigentlich ein Konzert für die Vertriebenen?   Barbara:  Ein guter Freund von mir ist ursprünglich Ukrainer, und nachdem seine Eltern endlich flüchten konnten, habe ich Ihn  und seine Eltern zu einem Konzert einer Kollegin eingeladen. Er war sehr froh darüber, weil es eine Ablenkung von der ganzen fürchterlichen Situation bedeutet hat, sowohl für ihn als auch für seine Eltern.  So kam ich auf die Idee selbst ein Konzert für Vertriebene zu veranstalten, damit sie abseits der schlimmen Kriegssituation einen Moment der Hoffnung, der Freude, der Schönheit und der Liebe erfahren dürfen.   Und warum warst du offen für meine Idee?   Nathalie: Die Musik, die Kunst kann einen Ausdruck der Solidarität und des Mitgefühls bewirken, weil besonders die klassische Musik so viel bewegen kann.  Durch die Musik kann man die Herzen der Menschen berühren und sie in eine andere Welt entführen.    Barbara:  Wie im Brief an die Künstler von hl. Papst Johannes Paul II.: „Die Schönheit wird die Welt retten!“   Nathalie:  Und: Fürchtet euch nicht!  Hier die Aufzeichnung! Wer spenden möchte: Spendenkonto: Kahlenberger Kirche St. Josef  Erste Bank  IBAN: AT71 2011 1838 5391 5000  BIC: GIBAATWWXXX  Verwendungszweck „Hilfe für Ukraine“ Viel Freude beim Hören!

    1h 27m

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