Das Machtwort

Henrike Brandstötter & Claudia Gamon

Das nennen wir Timing! Kaum reden wir in der ersten Folge unseres gemeinsamen Podcasts darüber, dass Social Egg Freezing endlich erlaubt sein sollte – schon gibt der Verfassungsgerichtshof grünes Licht. Es geht den Staat nämlich nichts an, wann und wie Frauen Kinder bekommen. Ein Sieg für die Selbstbestimmung für Frauen!

Episodes

  1. May 20

    Das Machtwort: Leihmutterschaft – Freiheit oder Ausbeutung?

    Leihmutterschaft ist eines der umstrittensten Themen im Bereich der Reproduktionsmedizin. Die Debatte berührt grundlegende Fragen zu Selbstbestimmung, Kinderwunsch, körperlicher Autonomie und gesellschaftlicher Verantwortung. Während manche in Leihmutterschaft eine Möglichkeit sehen, Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch zu helfen, warnen andere vor Abhängigkeiten, Ausbeutung und einem Ungleichgewicht zwischen den beteiligten Personen. Dabei gibt es unterschiedliche Formen der Leihmutterschaft: Man unterscheidet zwischen kommerzieller und altruistischer Leihmutterschaft sowie zwischen traditioneller und gestationeller Leihmutterschaft. Gleichzeitig unterscheiden sich die gesetzlichen Regelungen international stark. In vielen europäischen Ländern ist Leihmutterschaft verboten oder nur sehr eingeschränkt erlaubt, in den USA gelten je nach Bundesstaat unterschiedliche Regeln. Auch die politische Diskussion im deutschsprachigen Raum hat zuletzt an Fahrt aufgenommen. Dabei geht es um die Frage, ob eine strenge Regulierung Schutz schaffen kann oder ob die bestehenden ethischen Bedenken dadurch nicht aufgelöst werden. In dieser Folge von "Das Machtwort" diskutieren Henrike Brandstötter und Claudia Gamon über die unterschiedlichen Perspektiven auf Leihmutterschaft: über die Situation von Menschen mit Kinderwunsch, über die körperlichen und rechtlichen Auswirkungen für Leihmütter und über die grundsätzliche Frage, wie weit Selbstbestimmung reichen kann, wenn soziale und wirtschaftliche Abhängigkeiten eine Rolle spielen.

    40 min
  2. Mar 24

    Das Machtwort: Mama und Mandat – geht sich das aus?

    Frauen stellen rund 50 Prozent der Bevölkerung in Österreich – in der Politik sind sie jedoch weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Im österreichischen Nationalrat liegt der Frauenanteil derzeit bei 35,5 Prozent. Von den 183 Abgeordneten sind nur 65 Frauen. Damit befindet sich Österreich im europäischen Mittelfeld, von echter Geschlechterparität ist das politische System aber noch entfernt. Auch auf Regierungsebene hat sich die Situation zwar verbessert: In der Bundesregierung liegt der Frauenanteil bei rund 40 Prozent, in den Landesregierungen im Durchschnitt bei etwa 37 Prozent. Besonders deutlich wird die Unterrepräsentation jedoch auf kommunaler Ebene. Nur etwa 12 Prozent der Bürgermeisterämter werden von Frauen ausgeübt. Wer politische Entscheidungen trifft, beeinflusst auch, welche Themen Priorität bekommen. Fragen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kinderbetreuung oder Care-Arbeit rücken oft stärker in den Fokus, wenn mehr Frauen an politischen Entscheidungen beteiligt sind. Gleichzeitig ist politische Arbeit noch immer von Strukturen geprägt, die schwer mit Familienleben vereinbar sind – etwa lange Sitzungen und hohe zeitliche Verfügbarkeit. Die Folge „Mandat und Mutterschaft“ stellt genau diese Fragen: Wie lassen sich politische Verantwortung und Familienleben verbinden? Und was braucht es, damit mehr Frauen – und besonders Mütter – in der Politik vertreten sind? Darüber sprechen Claudia Gamon, Stv. Parteichefin, Anna Stürgkh, EU-Abgeordnete und Frauensprecherin Henrike Brandstötter von den NEOS bei einem Live-Podcast im Rahmen der 1. NEOS Frauen Konferenz.

    31 min

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Das nennen wir Timing! Kaum reden wir in der ersten Folge unseres gemeinsamen Podcasts darüber, dass Social Egg Freezing endlich erlaubt sein sollte – schon gibt der Verfassungsgerichtshof grünes Licht. Es geht den Staat nämlich nichts an, wann und wie Frauen Kinder bekommen. Ein Sieg für die Selbstbestimmung für Frauen!