Data Science Deep Dive

INWT Statistics GmbH

Wir machen Data Science. Und in unserem Podcast Data Science Deep Dive reden wir darüber. Du bist ebenfalls Data Scientist oder interessierst dich für Daten, ML und AI? Dann ist dieser Podcast für dich. Wir teilen unsere Learnings aus über 180 Projekten, du bekommst Infos und Anregungen zu spannenden Themen rund um Daten. Wir klären auf, geben Hinweise und teilen unsere Erfahrungen, die wir in über 10 Jahren als Data Scientists im B2B Bereich gesammelt haben. Wir decken auf, was wirklich hinter den Hypes und Trends der Data Science Branche steckt. Wir hinterfragen, was ein Data Science Projekt erfolgreich macht und welche Faktoren es zum Scheitern verurteilen.

  1. 13 de ago.

    #100: Crash Course Data Science: Was Entscheider*innen wissen müssen

    Folge 100 bündelt, was Entscheider*innen über Data Science wissen sollten – aufgeteilt in vier Blöcke: Begriffsklärung, Datenqualität, Modellgüte und Erfolgsfaktoren. Mira und Amit ordnen ein, wie KI, Machine Learning und Statistik zusammenhängen, was supervised von unsupervised Learning unterscheidet und welche der vier Stufen der Datenanalyse für welche Fragestellung überhaupt nötig ist. Beim Thema Daten geht es um Validierung vor der eigentlichen Analyse, fehlende Zielvariablen und typische Formatprobleme, bei der Modellgüte um passende Gütemaße, Benchmarks, Overfitting, Explainability und die Evaluation von GenAI. Der letzte Teil behandelt die Frage, warum Datenprojekte in der Schublade landen: Auswahl des Use Cases, der Aufwandssprung von PoC zu MVP und Produkt sowie der eigene Data-Maturity-Level. Zum Abschluss stehen die fünf häufigsten Fehler.   **Zusammenfassung**   Begriffe sortieren: KI ist als Überbegriff meist unscharf gemeint, zwischen Statistik und ML gibt es einen fließenden Übergang – entscheidend ist, ob Zusammenhänge verstanden oder Prognosen erstellt werden sollen. Vier Stufen der Datenanalyse: deskriptiv, diagnostisch, prädiktiv, präskriptiv – oft liefert schon die erste Stufe den Großteil der Erkenntnisse, Stufen lassen sich schlecht überspringen. Datenqualität vor Datenquantität: viele korrekte, aber irrelevante Spalten verbessern keine Prognose; fehlerhafte Daten sind das größere Problem – gilt für tabulare Daten wie für RAG-Dokumente. Validierung zuerst: explorative Analysen, Verteilungen und Ausreißerprüfung deckt Datenprobleme auf und erzeugt selbst schon Erkenntnisse. Das Gütemaß hängt vom Use Case ab: Kosten von False Positives und False Negatives unterscheiden sich, ein einfaches Benchmark-Modell zeigt, ob der Aufwand sich lohnt. Overfitting vermeiden: immer out-of-sample auf einem Testdatensatz evaluieren und zeitliche Struktur berücksichtigen – sonst sind Prognosen ungenauer als erwartet und man sieht Zusammenhänge, die es nicht gibt. GenAI-Evaluation ist der Engpass: ein PoC entsteht schnell, das MVP wird durch Bewertungsfragen (LLM as a Judge, User Testing) deutlich aufwändiger. Erfolgsfaktoren: konkreter Use Case mit messbarem Hebel, frühe Einbindung der Nutzer*innen, Implementierung von Anfang an mitdenken und Projekte zum eigenen Reifegrad wählen.   **Links** Blogartikel zu Erfolgsfaktoren für Data-Science-Projekte https://www.inwt-statistics.de/blog/erfolgsfaktoren-fuer-data-science-projekte Folge #6: Statistik vs. Machine Learning https://www.podbean.com/ew/pb-ewip2-128c6f8 Folge #83: Wie gut ist gut genug? Modellgütemaße richtig verstehen https://www.podbean.com/eas/pb-8q2a8-19a0252 Folge #89: ROC around the clock – Alles rund um Gütemaße für Klassifikationsmodelle https://www.podbean.com/eas/pb-6jfj7-1a6a8ba Folge #43: Damit es im Live-Betrieb nicht kracht: Vermeidung von Overfitting & Data Leakage https://www.podbean.com/ew/pb-vw736-15baac0 Folge #86: "Garbage In, Garbage Out" verhindern: Datenvalidierung richtig gemacht https://www.podbean.com/eas/pb-5kyzq-1a305ed Folge #2: Erfolgsfaktoren für Predictive Analytics Projekte https://www.podbean.com/ew/pb-kdcmd-12460ab Folge #78: Der Use-Case-Guide: Navigationshilfe für echten Mehrwert https://www.podbean.com/ew/pb-s5e2r-1928b4f Folge #21: Machine Learning Operations (MLOps) https://www.podbean.com/ew/pb-taen7-13ce0fa Folge #23: Unsexy aber wichtig: Tests und Monitoring https://www.podbean.com/ew/pb-vxp58-13f311a Folge #24: Explainable AI: Entscheidungen von Black-Box-Modellen verstehen https://www.podbean.com/ew/pb-kn67b-1403089 Folge #47: Von Prognosen und Prompts: Data Science trifft generative KI mit Tobias Sterbak https://www.podbean.com/ew/pb-dkyex-1613842 Folge #70: Der Aufstieg zur Datenreife – Stufe für Stufe zur Data Maturity https://www.podbean.com/ew/pb-a7663-1882b25 Folge #32: Brauche ich Data-Science-Berater*innen und wenn ja wie viele? https://www.podbean.com/ew/pb-eaekc-14a6bbe Folge #69: AI Agents verstehen und evaluieren mit Matthäus Deutsch https://www.podbean.com/ew/pb-cq7xp-186d96d Folge #80: Willkommen an Bord: Wie wir neue Kolleg*innen begleiten https://www.podbean.com/ew/pb-232sr-1953fe6 Folge #51: Wer rastet, rostet: Die Rolle von Weiterbildung in Data Science https://www.podbean.com/ew/pb-czpd3-16716c0 Folge #97: Die Güte von Gen-AI-Projekten bewerten mit Tobias Sterbak https://www.podbean.com/eas/pb-7fhem-1b0096c 📬 Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreibt uns gern an: podcast@inwt-statistics.de

  2. 30 de jul.

    #99: Cluster-Architektur mit Kubernetes: self-hosted, managed oder gar nicht?

    Sebastian und Michelle sprechen in dieser Folge über Cluster-Architektur mit Kubernetes: was das Tool leistet, welche Betriebsvarianten es gibt und für wen sich der Einsatz überhaupt rechnet. Ausgangspunkt sind die typischen Gründe für k8s – Skalierung, Ausfallsicherheit durch Health Checks und Rolling Updates sowie Infrastructure as Code. Danach geht es um die Frage self-hosted (k8s, k3s) oder managed (AWS, GCP, Azure) und um den Unterschied zwischen plain Kubernetes und Red Hat OpenShift. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf dem Zuschnitt der Umgebung: wie viele Cluster sinnvoll sind (pro Stage, pro Produkt) und wie innerhalb eines Clusters mit Namespaces und Network Policies getrennt wird. Zum Schluss diskutieren die beiden Alternativen ohne Kubernetes und die Voraussetzungen, die im Team erfüllt sein müssen.   **Zusammenfassung** Kubernetes verwaltet containerisierte Anwendungen und arbeitet mit Docker zusammen – die beiden Tools sind keine Konkurrenz Hauptargumente für k8s: Skalierung und Ressourcennutzung, Verfügbarkeit über Health Checks (Liveness, Readiness), Rolling Updates und Rollbacks, Konfiguration als Code in YAML Self-hosted (k8s, k3s) bedeutet eigene Versions-Updates und Skills in Systemadministration und Provisionierung; Managed Cluster kosten mehr, reduzieren aber Maintenance und erhöhen die Verfügbarkeitsgarantie OpenShift bringt eigene CLI, UI, Monitoring und Enterprise Support mit (Open-Source-Variante: OKD), plain k8s läuft dafür auf schlankerer Hardware Anzahl der Cluster: mindestens eine Trennung von DEV und PRD, größere Organisationen provisionieren pro Produkt x Stage – jedes zusätzliche Cluster bedeutet mehr Aufwand für Updates, Monitoring und Provisionierung Trennung nach Produkt statt nach Team, weil Zuständigkeiten sich ändern; Namespaces sind die leichtgewichtige Alternative zur vollen Isolation Network Policies funktionieren wie Firewall-Regeln für Pods (Ziel/Quelle, ingress/egress); standardmäßig ist alles erlaubt, sobald ein Pod eine Policy hat, gilt für ihn Deny-All – ein Deny-All pro Namespace ist deshalb Pflicht Alternative für kleine Setups: ein oder zwei VMs mit mehreren Instanzen hinter einem Loadbalancer, Rolling Updates per Skript; entscheidend sind Produkt, Verfügbarkeitsanspruch und vorhandenes Know-how   **Links** Episode #14: Kubernetes https://inwt.podbean.com/e/14-kubernetes/ Training Course by The Linux Foundation: Introduction to Kubernetes (LFS158) https://training.linuxfoundation.org/training/introduction-to-kubernetes/  Kubernetes: https://kubernetes.io/ k3s: https://k3s.io/ 📬 Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreibt uns gern an: podcast@inwt-statistics.de

  3. 16 de jul.

    #98: Risiken bei der Softwareentwicklung mit AI Agents

    Sebastian und Liel setzen die Folge #91 zur Zukunft der Softwareentwicklung fort und widmen sich diesmal den Risiken beim Einsatz von AI Agents. Sie ordnen ein, welche Gefahren beim lokalen Arbeiten mit Agents tatsächlich bestehen – von autonom ausgeführten Befehlen mit Datenverlust über Prompt Injection bis zur Weitergabe sensibler Daten an externe Modelle. Im zweiten Teil geht es um konkrete Strategien zur Risikominimierung: durchdachte Berechtigungen, Repository-scoped Tokens, isolierte Workspaces mit Dev-Containern oder Mini-VMs sowie eine bewusste Auswahl der eingesetzten Modelle. Zum Abschluss diskutieren die beiden, wohin sich die Arbeit mit Coding-Agents entwickelt und welche Rolle Reviews und Wartbarkeit dabei spielen. Ein "sicher" gibt es dabei nicht, wohl aber ein "sicherer".   **Zusammenfassung** AI Agents führen im YOLO-Mode Code direkt auf dem eigenen System aus – Datenverlust durch unbedachte Befehle ist ein reales Risiko. Prompt Injection kommt über README-Anweisungen, MCP-Server und Webfetch ins System; halluzinierte Library-Namen lassen sich durch Squatting für Schadcode ausnutzen. Die "lethal trifecta" beschreibt die kritische Kombination aus Zugriff auf private Daten, Verarbeitung nicht vertrauenswürdiger Inhalte und Möglichkeit zur Kommunikation nach außen. Kompromittierung betrifft Credentials, proprietären Code und personenbezogene Daten – jede Query an ein extern gehostetes Modell verlässt das eigene System. Default-Konfigurationen (OpenCode, VSCode + GitHub Copilot) sind ein häufiger Stolperstein, da Daten oft standardmäßig zum Training genutzt werden. Zur Absicherung helfen fein eingestellte Berechtigungen, Repository-scoped Tokens, Provisionierung im Unternehmen und isolierte Workspaces (Dev-Container, VibePod, nono). Bei der Modellauswahl lohnt der Blick auf Selfhosting sowie europäische bzw. offene Alternativen wie Mistral und das Schweizer Apertus. Traceability, Live- und Kostenmonitoring werden wichtiger, da Agents Tokenverbrauch und Aktionen kaum noch kontrollierbar machen.   **Links** #91: Software ohne Entwickler*innen? Wie AI Agents unsere Arbeit neu definieren https://www.podbean.com/ew/pb-2if5e-1a90f94 The lethal trifecta for AI agents: private data, untrusted content, and external communication (Simon Willison): https://simonwillison.net/2025/Jun/16/the-lethal-trifecta/ The Vulnerable MCP Project (Übersicht zu MCP-Schwachstellen): https://vulnerablemcp.info/index.html Cory Doctorows Blog (Quelle zum Halluzinations-Beispiel): https://pluralistic.net VibePod CLI - The zero-config CLI for running AI coding agents locally https://vibepod.dev/ nono - Run AI agents in a zero-latency sandbox in seconds, with zero setup. https://nono.sh/ Docker Sandboxes https://docs.docker.com/ai/sandboxes/ Agentlytics https://agentlytics.io/ Apertus, das offene Schweizer Sprachmodell (Hugging Face): https://huggingface.co/collections/swiss-ai/apertus-llm Mistral (europäischer Modellanbieter): https://mistral.ai 📬 Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreibt uns gern an: podcast@inwt-statistics.de

  4. 2 de jul.

    #97: Die Güte von Gen-AI-Projekten bewerten mit Tobias Sterbak

    Wie misst man die Qualität von Gen-AI-Projekten, wenn der Output selten eindeutig richtig oder falsch ist und ein Ground Truth oft fehlt? Auf Anregung unserer Hörerin Andrea sprechen Mira und Tobias darüber, warum die Evaluation generativer Anwendungen ein Umdenken gegenüber klassischen ML-Projekten erfordert. Sie stellen verschiedene Ansätze vor – von klassischem Testen über Goldstandard-Datensätze und "LLM as a Judge" bis zu Similarity-Metriken und User Testing – und ordnen deren Stärken und Schwächen ein. Außerdem geht es um den Umgang mit Spezial- und Off-Topic-Fällen, Manipulationsversuche, Red-Teaming und die Frage, wie groß ein Goldstandard eigentlich sein sollte. Das Fazit: Es gibt keine Faustformel, dafür rücken Domänenverständnis, Produktfokus und Risikomanagement stärker in den Mittelpunkt.   **Zusammenfassung** Umdenken nötig: Bei Gen-AI ist der Output oft nicht klar richtig oder falsch, was klassische Evaluationslogik an ihre Grenzen bringt Frühe Validierung mit Endnutzenden ist sinnvoll und oft erforderlich, weil man schnell etwas Vorzeigbares hat Klassisches Testen funktioniert weiterhin, wo es fixe Metriken oder einen Goldstandard gibt; ein schrittweiser oder verdeckter Rollout liefert früh Ergebnisse LLM as a Judge: gut automatisierbar, aber korreliert oft schlecht mit menschlicher Einschätzung; ein Ensemble mehrerer Modelle kann helfen Similarity-Metriken wie Cosine Similarity eignen sich als günstiger Vorfilter, bevor der teure LLM-Judge läuft User Testing über Testmatrix, Testszenarien und Testpersonas ist aussagekräftig, aber aufwändig und bei jeder Änderung erneut nötig Spezialfälle absichern: Umgang mit Off-Topic-, Nonsense- und Manipulationsversuchen, Red-Teaming und ein kleiner Standard-Datensatz als Sanity-Check Fazit: keine Faustformel – das Skillset wird breiter, Domänenverständnis und Produktfokus wichtiger, Risikomanagement rückt in den Vordergrund **Links** #47: Von Prognosen und Prompts: Data Science trifft generative KI mit Tobias Sterbak https://www.podbean.com/ew/pb-dkyex-1613842 Tobias Sterbak auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/tobias-sterbak/    Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreibt uns gern an: podcast@inwt-statistics.de

  5. 18 de jun.

    #96: Queer Data: Wie erfasst, bereinigt und analysiert man sensible Daten?

    Pünktlich zum Pride Month widmen sich Mira und Liel der Frage, was bei der Arbeit mit sensiblen personenbezogenen Daten am Beispiel queerer Daten zu beachten ist. Sie gehen die drei Phasen Datenerfassung, -bereinigung und -analyse durch und zeigen, wie schon die Wahl von Kategorien die Realität beeinflusst und wie sich Diskriminierung in Daten und Algorithmen fortschreibt. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit sehr kleinen Gruppen, für die sich statistisch oft wenig ableiten lässt, und auf möglichen Lösungen wie Oversampling oder qualitativen Methoden. Die Episode macht deutlich, dass es keine einzelne richtige Lösung gibt, sondern bewusste Entscheidungen und Mitdenken gefragt sind. Die besprochenen Überlegungen gelten über Queerness hinaus auch für andere Kategorien sozialer Ungleichheit und das Thema Intersektionalität.   **Zusammenfassung** Begriffsklärung: Was "queer" bedeutet, von der ursprünglichen Beleidigung zur positiven Selbstbezeichnung, und der Bezug zu LGBTQIA+ Datenerfassung: Was man erfasst, hängt vom Kontext ab (Sex in der Medizin, Gender beim Verhalten, sexuelle Orientierung im Marketing) Kategorien sind nicht neutral: Sie prägen, wie Menschen sich wahrnehmen, wie Umfragen ankommen und ob man Diskriminierung überhaupt messen kann Repräsentativität: Wie prüft man sie, wenn die Gruppengröße unbekannt ist – etwa über bayesianische Ansätze mit Annahmen, die durch Daten aktualisiert werden Datenbereinigung: Schon wenige Fehleingaben verzerren kleine Gruppen stark, wie das Beispiel der US-Zensusdaten zeigt Umgang mit kleinen Gruppen: Optionen sind große Datenmengen, Oversampling, qualitative Methoden oder zumindest transparentes Berichten Analyse: Algorithmen reproduzieren und skalieren bestehende Biases und sind nicht automatisch neutral; das Weglassen einzelner Merkmale löst das Problem nicht (Proxy-Variablen) Fazit: Es gibt keine technische Patentlösung gegen Diskriminierung – entscheidend sind bewusste Entscheidungen, Mitdenken und der Blick auf Intersektionalität   **Links** Buch "Queer Data" von Kevin Guyan: https://kevinguyan.com/queer-data/ Buch "Rainbow Trap" von Kevin Guyan: https://kevinguyan.com/rainbow-trap/ Buch "Data Feminism" von Catherine D'Ignazio und Lauren F. Klein (MIT Press, frei verfügbar): https://data-feminism.mitpress.mit.edu/ Episode #40: Sonderfolge: Frauen in Data Science und Tech mit Catrin & Isa von Mind the Tech https://www.podbean.com/eas/pb-ypy32-15747e6 Episode #93: Bayesianische Statistik: Vorwissen und Daten kombinieren https://www.podbean.com/eas/pb-crgji-1ab8218 📬 Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreibt uns gern an: podcast@inwt-statistics.de

  6. 4 de jun.

    #95: GitOps: Deployments mit Ruhepuls

    GitOps ist ein DevOps-Ansatz, bei dem der Betrieb von Services als Code in Git abgelegt und versioniert wird, statt Deployments manuell über Oberflächen zusammenzuklicken. In dieser Episode erklären Mira und Andreas, was GitOps ausmacht, wie sich der deklarative Ansatz vom klassischen imperativen Vorgehen unterscheidet und wo die Abgrenzung zu Infrastructure as Code verläuft. Sie sprechen über die Vorteile – etwa Nachvollziehbarkeit, Versionskontrolle, Automatisierung und geringere Fehleranfälligkeit – ebenso wie über Herausforderungen rund um Secrets-Management und das nötige Umdenken. Außerdem ordnen sie ein, wann sich der Einsatz lohnt und wann manuelles Vorgehen sinnvoller bleibt. Den Abschluss bildet ein Hands-on-Teil mit konkreten Einstiegsschritten und Werkzeugen wie ArgoCD.   **Zusammenfassung** Was GitOps ist: Betrieb von Services als versionierter Code in Git, inklusive Konfiguration und laufender Versionen Beispiel API-Deployment: früher alles in der Pipeline, heute ein separates Repo, das den gewünschten Zustand beschreibt und von Tools wie ArgoCD mit dem Cluster abgeglichen wird Abgrenzung zu Infrastructure as Code: GitOps fokussiert die laufenden Services statt der Infrastruktur und gleicht Änderungen aktiv und kontinuierlich an Vorteile: Dokumentation, Rollback per Versionskontrolle, Automatisierung, weniger Fehler, Review-Möglichkeit und gemeinsame Verwaltung mehrerer Service-Versionen Herausforderungen: Umstieg von imperativ auf deklarativ, schwierigeres Debugging, alles muss in Git liegen, Secrets brauchen ein zusätzliches Tool Wann sinnvoll: ab MVP fast immer; bei kurzlebigen PoCs ruhig manuell oder per Pipeline Einstieg: mit neueren, einfacheren Projekten starten, ArgoCD installieren und schrittweise komplexer werden (dev/prod, mehrere Services) Fazit: kurze Einarbeitung, dann lohnt es sich – inzwischen etablierter Standard und "Deployments mit Ruhepuls" **Links** ArgoCD: https://argo-cd.readthedocs.io FluxCD: https://fluxcd.io ArgoCD Image Updater: https://argocd-image-updater.readthedocs.io Sealed Secrets: https://github.com/bitnami-labs/sealed-secrets External Secrets Operator: https://external-secrets.io Helm: https://helm.sh Kustomize: https://kustomize.io Kubernetes: https://kubernetes.io 📬 Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreibt uns gern an: podcast@inwt-statistics.de

  7. 21 de mai.

    #94: [PAIQ4] Predictive AI Quarterly

    In dieser Ausgabe des Predictive AI Quarterly geben Till und Amit einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen des letzten Quartals im Bereich Predictive AI. Themen sind unter anderem Hyper-Agents von Meta, praktische Herausforderungen beim Einsatz von Coding-Agents sowie neue Foundation-Modelle für tabellarische Daten wie TabImpute und TabICL v2. Im Praxisteil teilen die beiden ihre Erfahrungen aus einem Experiment zur Preisprognose von Autos, bei dem GPT-4o mit Bildern und Freitext gegen TabPFN antritt. Im Zentrum stehen dabei der Mehrwert unstrukturierter Daten, Fragen der Generalisierbarkeit und der Tradeoff zwischen Erklärbarkeit und Prognosegüte.   **Zusammenfassung** Hyper-Agents von Meta: selbstevaluierende Agenten mit Potenzial für schnelleren Fortschritt, aber auch Risiken durch fehlende Kontrolle und verstärkte Biases Praktischer Einsatz von Coding-Agents: Subscriptions, Sandboxing, Audit Logs und Ausschluss kritischer Artefakte als Voraussetzungen Erfahrungen mit dem GitHub Cloud Agent, insbesondere bei der Überarbeitung bestehenden Codes TabImpute als neues Foundation-Modell für Imputation auf Basis von TabPFN inklusive eigenem Benchmark TabICL v2 als offen lizenzierte Alternative zu TabPFN mit schnellerer Inferenz Praxis-Experiment zur Preisprognose von Autos: GPT-4o mit Bildern erzielt die besten Ergebnisse, deutlich vor TabPFN Generalisierbarkeit bestätigt durch 30-fache Kreuzvalidierung mit einem aus Bildern erzeugten Score-Feature Tradeoff zwischen Erklärbarkeit (Feature-Generierung) und Prognosegüte (Finetuning) als zentrale Erkenntnis   **Links** Predictive LLMs: Die Rolle multimodaler Daten bei der Preisprognose https://www.inwt-statistics.de/blog/predicitve-llms-rolle-multimodaler-daten HyperAgents (Zhang et al., 2026): Paper unter https://arxiv.org/abs/2603.19461, Code unter https://github.com/facebookresearch/Hyperagents Feitelberg, J., Saha, D., Choi, K., Ahmad, Z., Agarwal, A. & Dwivedi, R.: TabImpute: Universal Zero-Shot Imputation for Tabular Data. https://arxiv.org/pdf/2510.02625 TabICL GitHub Repo https://github.com/soda-inria/tabicl OpenAI Developers: Vision fine-tuning https://developers.openai.com/api/docs/guides/vision-fine-tuning 📬 Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreibt uns gern an: podcast@inwt-statistics.de

  8. 7 de mai.

    #93: Bayesianische Statistik: Vorwissen und Daten kombinieren

    In dieser Episode sprechen Mira und Amit über die Grundlagen der bayesianischen Statistik und zeigen anhand der Wahlprognose für die Bundestagswahl, wie sich Vorwissen und neue Daten zu einer aussagekräftigen Posterior-Verteilung kombinieren lassen. Sie erklären die zentralen Begriffe Prior, Likelihood und Posterior und ordnen ein, wie sich Kredibilitätsintervalle von klassischen Konfidenzintervallen unterscheiden. Außerdem gehen sie auf praktische Anwendungsfälle wie A/B-Testing ein und diskutieren, warum der bayesianische Ansatz trotz seiner Vorteile nicht immer die erste Wahl ist. **Zusammenfassung** Einstiegsbeispiel Wahlprognose: Stichprobenunsicherheit trifft auf Vorwissen über realistische Stimmanteile Bayes-Theorem als Grundlage: Posterior ist proportional zu Likelihood mal Prior Prior-Verteilungen: informative Priors aus Vorwissen vs. nicht-informative Priors Interpretation der Posterior: Erwartungswert, Wahrscheinlichkeit für Effekte über einem Schwellenwert, Kredibilitätsintervalle Unterschied zur frequentistischen Statistik: p-Werte und Konfidenzintervalle vs. intuitiv interpretierbare Wahrscheinlichkeitsaussagen Praxisbeispiele: A/B-Testing mit Vorwissen aus früheren Tests, Robustheitsprüfungen, Einsatz bei Google Vorteile: intuitive Interpretation, Nutzung von Vorwissen, sinnvolle Ergebnisse auch bei kleinen Stichproben Nachteile: hoher Rechenaufwand durch Monte-Carlo-Simulationen, geringere Verbreitung, nicht immer existiert ein sinnvoller Prior **Links** #56: Unsere Bundestagswahl-Prognose: Wer gewinnt die Wahl 2025? https://www.podbean.com/ew/pb-hwgnd-16e446e #26: A/B-Testing: Erkenntnisse statt Bauchgefühl https://www.podbean.com/ew/pb-6fzpj-143cfb1 📬 Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreibt uns gern an: podcast@inwt-statistics.de

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