Der Schmerzcode

Marco Wintruff

Habt Ihr Euch schon einmal gefragt, wie Schmerzen entstehen und wie sie verarbeitet werden? Oder welche neuen Entwicklungen es im Bereich der Schmerzmedikamente gibt? Vielleicht interessiert Euch auch, wie Schmerztherapie in der täglichen Praxis funktioniert und welche Tipps Experten aus anderen Fachbereichen für uns haben. Dann haben wir großartige Neuigkeiten für Euch! Ab dem 1. August 2024 startet unser brandneuer Podcast “Der Schmerzcode”. Jeden ersten Donnerstag im Monat um 6 Uhr werden wir eine neue Podcast-Folge veröffentlichen. In “Der Schmerzcode” tauchen wir tief in die Welt der Schmerzmedizin ein. Wir präsentieren Euch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, Ansätze und spannende Gäste, die dazu beitragen können, die Versorgung unserer Patienten zu verbessern. Seid Ihr bereit für diese aufregende Reise durch die moderne Schmerzmedizin? Dann abonniert “Der Schmerzcode” und begleitet uns dabei, wenn wir die Geheimnisse des Schmerzes lüften! Euer “Der Schmerzcode” Team Marco Wintruff und Jan-Peer Rogmann

  1. 2 abr

    Ehlers-Danlos-Syndrom - Multisystemerkrankung verstehen

    In dieser Episode des Podcasts "Der Schmerzcode" besprechen Jan-Peer und Marco ein faszinierendes, jedoch oft missverstandenes Thema: das Ehlers-Danlos-Syndrom (EDS) und die damit verbundenen Herausforderungen. In einem persönlichen Gespräch kommen sie auf eigene Erlebnisse und die Schwierigkeiten zu sprechen, die Patienten mit dieser seltenen genetischen Erkrankung durchleben müssen. Anhand einer Patientin, die ihr Leben mit EDS schildert, wird deutlich, wie vielschichtig und facettenreich die Symptome dieser Erkrankung sind. Zu Beginn wird die Seltenheit des EDS hervorgehoben, das eine Prävalenz von etwa 1 zu 5000 hat. Jan-Peer und Marco liefern eine umfassende Erklärung, was genau das Syndrom ist und wie sehr es den Körper betrifft: Es handelt sich um eine genetische Bindegewebserkrankung, die nicht nur Gelenke betrifft, sondern auch das gesamte Bindegewebe im Körper. Dabei wird darauf hingewiesen, dass es 13 anerkannte Subtypen gibt, die sehr unterschiedliche Symptome zeigen können, von Gelenkhypermobilität bis hin zu schwerwiegenden internistischen Problemen. Ein zentraler Aspekt der Diskussion ist die damit verbundene Schmerzproblematik. Die beiden Moderatoren stellen fest, dass Schmerz kein diagnostisches Hauptmerkmal dieser Erkrankung ist, jedoch fast alle Betroffenen unter chronischen Schmerzen leiden. Sie erkunden, wie sich die verschiedenen Schmerzarten – nozizeptive, neuropathische und zentrale Sensibilisierung – im Laufe der Erkrankung entwickeln können. Hierbei wird auch angesprochen, dass die Diagnosestellung häufig Jahre dauern kann und Patienten oft als "Hypochonder" abgestempelt werden, da ihre Symptome nicht immer sofort ernst genommen werden. Im Verlauf des Gesprächs wird Anna, die betroffenen Patientin, eingeladen, um Einblicke in ihre persönliche Geschichte und den Umgang mit EDS zu geben. Sie schildert eine lange Odyssee von Fehl- und Falscheinschätzungen über ihre Erkrankung und beleuchtet, wie sie schließlich bei fachkundigen Ärzten landete, die ihre Symptome ernst nahmen. Anna beschreibt eindringlich, wie die Symptome ihr alltägliches Leben beeinflussen - von chronischen Gelenkschmerzen über gastrointestinale Probleme bis hin zu Fatigue und Konzentrationsstörungen. Die Zuhörer erhalten ein greifbares Bild von den Herausforderungen, mit denen Menschen mit EDS konfrontiert sind, und von der Notwendigkeit, die Erkrankung als multi-systemisches Problem zu betrachten. Abschließend wird das Ziel der Episode klargestellt: Die Schaffung von Bewusstsein für das Ehlers-Danlos-Syndrom und die Herausforderungen, die damit einhergehen. Jan-Peer und Marco ermutigen zur offenen Diskussion über seltene Erkrankungen und betonen, dass jeder Fall einzigartig ist und ein besseres Verständnis schafft, um betroffenen Menschen die notwendige Unterstützung zu geben. Sie bedanken sich bei Anna für ihren offenen und lehrreichen Beitrag und schliessen mit einem Appell an die Zuhörer, sich bei Fragen oder Themen, die sie im Podcast besprochen sehen möchten, zu melden.

    Ehlers-Danlos-Syndrom - Multisystemerkrankung verstehen
  2. 5 feb

    Schmerz im Alter neu denken – Die S3-Leitlinie GeriPAIN

    Im 19. Podcast von „Der Schmerzcode“ diskutieren Jan-Peer und Marco die neuen S3-Leitlinien zur Schmerztherapie bei älteren Patienten. Die Hosts beschreiben die Notwendigkeit, spezielle Leitlinien für ältere Patienten zu schaffen, die oft von Mehrfacherkrankungen und einer komplizierten Medikation betroffen sind. Sie betonen, dass ältere Menschen eine andere pharmakologische Behandlung benötigen, da sich ihre Resorption und Metabolisierung von Medikamenten verändert. „Start low, go slow, keep simple“ wird als Leitprinzip festgelegt, um unerwünschte Arzneimittelwirkungen zu vermeiden. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Schmerztherapie für ältere Menschen oft vernachlässigt wird, weil Schmerzen als Teil des Alterns angesehen werden. Jan-Peer und Marco unterstreichen, dass es wichtig ist, diese Sichtweise zu ändern und den älteren Patienten ein besseres Schmerzmanagement zu bieten. Ein wesentliches Merkmal dieser Episode ist das Interview mit den Expertinnen Melina Händlmeier und Corinna Drebenstedt, die tiefere Einblicke in die S3-Leitlinie „GeriPain“ geben. Sie teilen ihre Erfahrungen und Herausforderungen bei der Entwicklung einer Leitlinie, die auf die spezifischen Bedürfnisse älterer Schmerzpatienten eingeht. Es wird diskutiert, wie wichtig interprofessionelle Zusammenarbeit ist, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, und dass sowohl Angehörige als auch Pflegepersonal in den Schmerzmanagementprozess integriert werden sollten. Ein kritischer Punkt der Diskussion ist, dass nicht nur Schmerzfreiheit, sondern auch die Funktionalität der Patienten im Vordergrund stehen sollte. Das bedeutet, dass die Schmerztherapie auch darauf abzielen sollte, die Selbstständigkeit und Lebensqualität der älteren Menschen zu erhalten. Auch die Bedeutung von Bewegung und nicht-medikamentösen Therapien wird hervorgehoben, da diese zur Schmerzlinderung beitragen und die Lebensqualität verbessern können. Am Ende der Episode reflektieren die Hosts über die zukünftige Entwicklung in der Schmerztherapie und ermutigen die Hörer:innen, sich aktiv mit den Themen Schmerzmanagement und Geriatrie auseinanderzusetzen. Mit einem positiven Ausblick auf die möglichen Fortschritte in der Versorgung älterer Schmerzpatienten wird der Podcast abgerundet und die Zuschauer ermutigt, selbst aktiv zu werden - nicht nur in ihrer beruflichen, sondern auch in ihrer persönlichen Umgebung.

    Schmerz im Alter neu denken – Die S3-Leitlinie GeriPAIN
  3. 1 ene

    Der Schmerzcode geknackt? Rückblick 2025 und die Visionen für 2026

    In dieser Episode des Schmerzcodes blicke wie auf das vergangene Jahr 2025 zurück und diskutieren unsere Lieblingsmomente aus dem Podcast, sowie bedeutende wissenschaftliche Entwicklungen im Bereich Schmerzmedizin. Wir beginnen im Rückblick, indem wir die besonderen Folgen hervorheben, die uns inspiriert haben, wie die Opiate-Folge mit Professor Lipp, die ein neues Licht auf den Zytokrom-P450 warf und weitere spannende Erkenntnisse zur Schmerzbehandlung eröffnete. Während wir auf 2025 zurückblicken, sprechen wir über interessante neue Studien und Entwicklungen. Besonders im Fokus steht die Pain Reprocessing Therapy (PRT), die sich mit nociplatischen Schmerzen auseinandersetzt und mit innovativen Ansätzen zur Schmerzbewältigung frisch in das neue Jahr startet. Marco betont, dass diese Therapie in der zukünftigen Forschung und Anwendung eine bedeutende Rolle spielen wird, während Jan-Peer die neue Studie zur multimodalen Behandlung von Rückenschmerzen hervorhebt, die aufzeigt, wie Bewegungstraining Schmerzen lindern und die Lebensqualität verbessern kann. Ein weiteres Highlight ist die Diskussion über neue Therapieansätze und Medikamente, unter anderem das bahnbrechende Medikament Suzetrigin (Journavx), das im Januar 2025 von der FDA zur Behandlung starker Schmerzen in den USA zugelassen wurde. Wir beleuchten die Wirkweise dieser neuen Medikamentenklasse und analysieren ihre potenziellen Anwendungen in der Schmerztherapie, auch im Hinblick auf die bisherigen Herausforderungen mit Abhängigkeit bei opioiden Schmerzmitteln. Im Ausblick auf 2026 teilen wir gemeinsam unsere Pläne und Ideen, um weiterhin spannende Inhalte und Experteninterviews anzubieten. Wir definieren Ideen für zukünftige Leidlinienbesprechungen und diskutieren die Bedeutung individueller Ansätze in der Schmerztherapie. Das Jahr 2026 verspricht vielversprechend zu werden, und wir freuen uns auf eine Fortsetzung der offenen Diskussion über Schmerzmanagement und Behandlungsmöglichkeiten. Zusammengefasst präsentiert diese Episode einen umfassenden Rückblick auf 2025 und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in der Schmerzmedizin. Die relevanten Themen werden nicht nur theoretisch behandelt, sondern immer mit einem praktischen Ansatz, der sowohl für Fachleute als auch für Patienten von großer Bedeutung ist.

    Der Schmerzcode geknackt? Rückblick 2025 und die Visionen für 2026

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