Didaktik:Dialog

Denis Weger

Willkommen bei Didaktik:Dialog – dem Podcast über guten Unterricht und innovative Didaktik. Ich bin Denis Weger, war früher Lehrer und bin heute Wissenschaftler an der Universität Wien. In jeder Folge spreche ich mit Expert*innen aus verschiedenen Fachdidaktiken über Theorie, Praxis und persönliche Erfahrungen. Für alle, die sich für guten Unterricht und professionelle Lehrer*innenbildung interessieren. 🎧 Hör rein und lass dich inspirieren!

  1. 6D AGO

    17. Inklusive Pädagogik in Theorie und Praxis. Mit Cathrin Reisenauer

    In dieser Folge von Didaktik:Dialog spreche ich mit Cathrin Reisenauer vom Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung der Universität Innsbruck, die zusätzlich als Beratungslehrerin in Tirol tätig ist, über inklusive Pädagogik, gemeinsames Lernen in heterogenen Klassen und die Frage, wie Schule zu einem Ort werden kann, an dem wirklich alle Kinder ihren Platz haben. Ausgangspunkt ist die Frage, was inklusive Pädagogik im Kern will und warum Vielfalt nicht als Belastung, sondern als Ressource verstanden werden sollte. Cathrin macht deutlich, dass Inklusion mehr ist als das Nebeneinander von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf und keine Aufgabe einiger weniger spezialisierter Lehrpersonen, sondern eine gemeinsame Verantwortung aller in der Schule tätigen Personen. Anhand konkreter Beispiele aus ihrer Arbeit diskutieren wir, wie inklusiver Unterricht praktisch aussehen kann, warum das verbreitete Modell, Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aus der Klasse herauszunehmen, kritisch zu betrachten ist und warum die Orientierung an einem fiktiven Durchschnittsschüler nicht nur langsam, sondern auch schnell lernende Kinder zurücklässt. Ein zentrales Konzept ist die Entwicklungslogische Didaktik nach Georg Feuser mit ihren Prämissen Kooperation am gemeinsamen Gegenstand und innere Differenzierung. Cathrin erläutert, wie diese Theorie über Differenzierungsmatrizen in konkretes Material übersetzt wird, und spricht über das Lehr-Lern-Labor der Universität Innsbruck, in dem Lernkisten für Schulen entwickelt werden. Ein zweiter Strang ist die verstehende Diagnostik als Zugang zu herausforderndem Verhalten. An einem eindrücklichen Beispiel zeigt Cathrin, wie der Wechsel von der Frage „Warum?" zur Frage „Wozu?" Lehrpersonen neue Handlungsoptionen eröffnet, die Beziehung stärkt und das eigene Stresserleben reduziert. Weitere Themen: Inklusion zwischen Segregation, Integration und Inklusion: Warum die Umsetzung stark vom Inklusionsverständnis der Schule abhängt.Theorie-Praxis-Transfer: Wie die Doppeltätigkeit als Wissenschaftlerin und Beratungslehrerin beide Bereiche befruchtet.Lernen am gemeinsamen Gegenstand: Wie ein Thema wie die Wärmelehre auf sensomotorischer, handelnder und symbolischer Ebene zugleich bearbeitet werden kann.Beziehung als Kern pädagogischer Arbeit: Warum Verstehen auch die Lehrperson selbst entlastet.Hospitieren als Lernform: Warum Bilder im Kopf von gelingendem inklusiven Unterricht oft fehlen und wie Hospitationen diese Lücke schließen.Eine Folge über inklusive Pädagogik als gemeinsame Verantwortung, über didaktische Modelle, die Vielfalt im Klassenzimmer produktiv machen, und darüber, warum Verstehen oft der wirksamste pädagogische Zugang ist. Ressourcen und Links: Cathrin Reisenauer / Institut für LehrerInnenbildung und SchulforschungLehr-Lern-Labor für Inklusive Bildung an der Universität Innsbruck – Lernkisten und Materialien für inklusiven UnterrichtIndex für Inklusion – Selbstevaluation für inklusive Kulturen, Strukturen und PraktikenEntwicklungslogische Didaktik nach Georg Feuser – Grundlagentexte zur inneren DifferenzierungDeutscher Schulpreis – ausgezeichnete Schulen für HospitationenÖsterreichischer Staatspreis Innovative Schulen – ausgezeichnete Schulen in Österreich

    44 min
  2. MAY 7

    16. Vom Forschungsergebnis in die Klasse und zurück. Forschungsbasierte Pädagogik mit Lisa-Maria Müller

    Indieser Folge von Didaktik:Dialog spreche ich mit Lisa-Maria Müller, Associate Director of Research and Policy am Chartered College of Teaching in Großbritannien, über evidenzbasierte Pädagogik, Teacher Agency und die Frage, wie Lehrpersonen nicht nur Empfänger*innen von Forschungsergebnissen sein können, sondern aktiv zum Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Unterrichtspraxis beitragen. Ausgangspunkt ist die Frage, wie ein produktiver Dialog zwischen Forschung und Praxisaussehen kann und warum dieser Dialog zwingend in beide Richtungen gehen muss. Lisa macht deutlich, dass Lehrpersonen keine bloßen Anwender*innen von Forschung sind, sondern Expert*innen für ihren Kontext, die Forschungsergebnisse kritisch einordnen, auf ihre Klassen anpassen und derWissenschaft wichtige Fragen zurückspielen können, die aus der Praxis heraus entstehen. Anhand konkreter Beispiele aus England und Österreich diskutieren wir, warum Forschungsergebnisse nie einfach blind übernommen werden können, welche Rolle der Handlungsspielraum von Lehrpersonen dabei spielt und was das Konzept der Teacher Agency über den Lehrberuf als Profession aussagt. Dabei zeigt sich auch, wie unterschiedlich Bildungssysteme diesen Spielraum gestalten, vom stark regulierten englischen System bis zum vergleichsweise autonomen deutschsprachigen Raum. Ein zentrales Praxisbeispiel für wirksame Fortbildung ist der Journal Club Approach, den das Chartered College in zwei Forschungsprojekten erprobt hat: Lehrpersonen lesen gemeinsam Forschungsartikel, analysieren sie kritisch auf Qualität und Relevanz für ihren Unterricht, erproben Interventionen und reflektieren die Ergebnisse im Team. Dieses aus der Medizin stammende Format hat sich als wirksame Alternative zur klassischen Frontal-Fortbildung erwiesen: niederschwellig, flexibel und auf aktive Auseinandersetzung statt passivem Zuhören ausgerichtet. Weitere Themen sind: Teacher Agency als Kernmerkmal professionellen Lehrens und warum Handlungsspielraum kein Freibrief für Beliebigkeit ist, sondern Voraussetzung für kontextsensibles Unterrichten.Evidenzbasierte Pädagogik kritisch gelesen: Was Lehrer*innen bei der Einschätzung von Qualität und Relevanz von Forschung beachten müssen.Retrieval Practice und Interleaving: Was diese kognitiv fundierten Unterrichtsstrategien leisten und wo die Forschung noch offene Fragen hinterlässt.Novice vs. Expert: Warum Fortbildungsformate je nach Karrierephase unterschiedlich aussehen sollten und was das Chartered College dazu herausgefunden hat.Der Journal Club in der Praxis: Wie monatliche Peer-Diskussionen über Fachartikel Lehrpersonen dazu bringen, Forschung aktiv anzuwenden und kritisch zu hinterfragen.Schulweite Fortbildungsstrategien: Warum individuelle Teilnahme an Fortbildungen oft zu wenig bewirkt und wie gemeinsame Fokussierung auf Schulebene den Unterschied machen kann.Lehrpersonen als Forschungspartner*innen: Wie das Chartered College 15 Forschungsfragen formuliert hat, die direkt aus der Unterrichtspraxis an die Wissenschaft zurückgespielt wurden.Eine Folge über den Lehrberuf als Profession, über die Grenzen und Potenziale evidenzbasierter Pädagogik und darüber, warum gute Fortbildung nicht am Ende einer Veranstaltung aufhört, sondern erst in der Klasse beginnt. Ressourcen und Links: Lisa-Maria Müller auf LinkedInChartered College of TeachingCognitive Science Research Priority Setting - Bericht in dem Fragen von Lehrer*innen an die Wissenschaft zusammengefasst wurden Teacher Professionalism - Definition des Chartered CollegeMid-career teachers - Artikel zum Fortbildungsbedarf bei Mid-career TeachersEvaluationsbericht zum Journal Clubs ProjektSpecial Issue von Impact zu AIOnline-Kurs zu AI in EducationWebseite der Zeitschrift Impact - Leaky Paywall (ein Artikel kann man ohne Mitgliedschaft lesen) und ein paar Ausgaben sind ohnehin frei zugänglich

    49 min
  3. APR 22

    15. Zu viel Welt und zu wenig Zeit: Sachunterricht in der Volksschule. Mit Stefan Meller

    In dieser Folge von Didaktik:Dialog spreche ich mit dem Sachunterrichtsdidaktiker Stefan Meller (Private Pädagogische Hochschule Burgenland) über die Ziele, Konzepte und Praxis des Sachunterrichts in der Volksschule. Ausgangspunkt ist die Frage, wie sich Kinder die Welt, die sie umgibt, erschließen und welche Rolle der Sachunterricht als allgemeinbildendes Kernfach dabei spielt. Wir diskutieren, warum Sachunterricht weit mehr ist als eine Aneinanderreihung von Einzelthemen und wie Kinder über Vielperspektivität und Vernetzung lernen, ihre Lebenswelt zu verstehen und in ihr aktiv zu handeln. Stefan macht deutlich, dass Sachunterricht kein „verkleinerter Geschichts- oder Physikunterricht" ist, sondern eine eigene Didaktik mit eigenen Prinzipien hat, getragen vom Anspruch, grundlegende Allgemeinbildung zu legen. Anhand konkreter Beispiele – vom Thema Müll, das sich historisch, ökologisch, wirtschaftlich und naturwissenschaftlich aufschlüsseln lässt, über den Perspektivrahmen der Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts bis hin zu Klafkis epochaltypischen Schlüsselproblemen – wird sichtbar, wie Themen exemplarisch und vielperspektivisch bearbeitet werden können. Dabei wird auch klar, dass Sachunterrichts­didaktik ein ständiges Pendeln zwischen wissenschaftlicher Komplexität und kindgerechter Vermittlung ist – „zu viel Welt und zu wenig Zeit", wie es der Sachunterrichtsdidaktiker Walter Köhnlein treffend formuliert hat. Weitere Themen sind: Die Ziele des Sachunterrichts als Fach der Welterschließung und grundlegenden Allgemeinbildung.Vielperspektivität und Vernetzung: Wie große Themen aus mehreren Blickwinkeln exemplarisch bearbeitet werden.Klafkis epochaltypische Schlüsselprobleme als didaktischer Kompass für die Themenwahl.Der Spagat zwischen Sach- und Kindorientierung – das Pendel als Bild für professionelles Unterrichten.Die zentralen fachlichen Konzepte im neuen österreichischen Lehrplan der Primarstufe.Der Stellenwert der politischen Bildung in der Volksschule und der Einsatz von Erklärvideos als kindgerechter Zugang zu komplexen Themen – ausgezeichnet mit dem Staatspreis für exzellente Hochschullehre.Die Bedeutung schwieriger Themen im Sachunterricht: von sexueller Bildung bis zu Gerechtigkeit und Demokratie.Eine Folge über die Besonderheiten eines Fachs mit „zu viel Welt und zu wenig Zeit" und darüber, wie Lehrer*innen Kinder dabei begleiten können, sich ihre Welt aktiv, vielperspektivisch und reflektiert zu erschließen. Ressourcen und Links: Profil von Stefan Meller auf LinkedInMeller, S. (2024). Erklärvideos im Sachunterricht : eine explorative Studie zum Umgang von Lehrkräften mit dem audiovisuellen Medium. Springer VS.Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts (GDSU): Perspektivrahmen Sachunterricht.Kahlert, J. (5. Aufl.). Der Sachunterricht und seine Didaktik. Klinkhardt/UTB.Zeitschrift Grundschule Sachunterricht (Friedrich Verlag):Klafki, W. (1996). Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik – Epochaltypische Schlüsselprobleme. Beltz.Weitere Informationen zum Ars Docendi - Staatspreis für exzellente Hochschullehre für Stefan Meller

    50 min
  4. APR 8

    14. Wie können Lehrende und Lernende Fragen zu Sprache klären? Mit Sandra Reitbrecht

    In dieser Folge von Didaktik:Dialog spreche ich mit der Didaktikerin und Linguistin Sandra Reitbrecht (Universität Bamberg) über den Einsatz von Korpora im Deutschunterricht und darüber, wie Lehrende und Lernende Fragen zur Sprache datenbasiert klären können. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Korpora als Werkzeuge genutzt werden können, um Sprachbewusstsein, Sprachkompetenz und Sensibilität für Sprachwandel zu fördern. Wir diskutieren, was Data-Driven-Learning konkret bedeutet und wie Korpora sowohl für Lernende als auch für Lehrende didaktisch nutzbar sind. Sandra zeigt, wie digitale Korpora nicht nur Normfragen beantworten, sondern auch Einblicke in Sprachgebrauch, Variation und gesellschaftliche Veränderungen geben können. Anhand konkreter Beispiele – von Wort-Kombinationen über morphologische Bewusstheit bis hin zu historischen Veränderungen von Wortfrequenzen – wird deutlich, wie Korpora im Unterricht und in der Lehrer*innenbildung eingesetzt werden können. Dabei wird auch sichtbar, dass der Nutzen von Korpora stark von der Begleitung durch Lehrende und der Fähigkeit zur gezielten Recherche abhängt. Weitere Themen sind: Wie Lernende durch Citizen-Science-Ansätze im Sprachunterricht selbst zu Forschenden werden können.Der Einsatz von Korpora zur Analyse von Sprachwandel und zur Förderung der Bildungssprach.e.Unterschiedliche Arten von Korpora: geschriebene, gesprochene, lernenden- und fehlerannotierte Korpora.Corpus Literacy: welche Kompetenzen Lehrende brauchen, um Korpora effektiv zu nutzenDigitale Tools und Spiele, die den Zugang zu Sprachdaten vereinfachen und motivierend gestaltenEine Folge über neue Wege, Sprache datenbasiert zu erforschen, und darüber, wie Lehrende und Lernende dabei gemeinsam Sprachbewusstsein entwickeln können. Ressourcen und Links: Profil von Sandra Reitbrecht auf der Webseite der Universität BambergKorDaF: Korpora Deutsch als FremdspracheDWDS: Digitales Wörterbuch der deutschen SpracheLeibniz-Institut für deutsche SpracheVyatkina, N. (2024). Corpus applications in language teaching and research: The case of data-driven learning of German. Routledge. https://doi.org/10.4324/9781003223627

    40 min
  5. MAR 25

    13. Wie zeigt sich Diskriminierung im Unterricht und was kann man dagegen tun? Mit Peter Riegler

    In dieser Folge von Didaktik:Dialog spreche ich mit dem Bildungswissenschaftler Peter Riegler (Pädagogische Hochschule Wien) über diskriminierungskritische Ansätze in Bezug auf Unterricht und Lehrer*innenbildung. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Unterricht nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Vorstellungen von „Normalität“ mitprägt und damit oft unbewusst Diskriminierung (re)produzieren kann. Wir diskutieren, was ein diskriminierungskritischer Ansatz konkret bedeutet und warum er immer mit Selbstpositionierung beginnt: Welche Perspektiven bringe ich als Lehrperson mit? Welche Normen erscheinen mir selbstverständlich? Und wie schreiben sich diese in Unterrichtssituationen ein? Anhand konkreter Unterrichtsbeispiele – von Personenbeschreibungen bis zu Gruppenarbeiten – zeigt sich, wie Differenz, Zuschreibungen und Machtverhältnisse im Klassenzimmer verhandelt werden. Dabei wird deutlich, dass Diskriminierung nicht nur in offensichtlichen Situationen entsteht, sondern auch in alltäglichen Routinen und scheinbar neutralen Aufgaben. Weitere Themen sind: Warum „offene Lernformen“ nicht automatisch gerecht sind und welche Rolle die aktive Intervention von Lehrpersonen dabei spielt. Wie sich gesellschaftliche Normalitätsvorstellungen in Unterrichtsgesprächen und Gruppenarbeiten reproduzieren.Die Bedeutung von Fallarbeit in der Lehrer*innenbildung, um diskriminierungskritische Perspektiven zu entwickeln.Herausforderungen für Studierende, Theorie in konkrete Handlungsmöglichkeiten zu übersetzen.Unterschiede und Gemeinsamkeiten (in der Wahrnehmung) von Diversität in städtischen und ländlichen Kontexten.Eine Folge über Unterricht als Ort der Weltdeutung und darüber, wie Lehrpersonen sensibler mit Differenz, Macht und eigenen Annahmen umgehen können. Ressourcen und Links Toni Morrison (2023): Rezitativ - Hamburg: Rowohlt Tupoka Ogette (2021): Exit racism: rassismuskritisch denken lernen - Münster: UnrastOlaolu Fajembola & Tebogo Nimindé-Dundadengar (2021): "Gib mir mal die Hautfarbe". Mit Kindern über Rassismus sprechen - Weinheim: Beltz. Lupita Nyong’o (2019): SulweDaldry, S. (Regisseur). (2000). Billy Elliot [Film]. Universal Pictures.Kinderbuchserie Little People, Big Dreams vom Insel Verlag. Roland Reichenbach (2025): Die Krise der Imagination - Gießen: Psychosozial-Verlag

    43 min
  6. MAR 11

    12. Wie lernt man Englisch, im Unterricht und darüber hinaus? Mit Alexandra Schurz-Vogelsang

    In dieser Folge von Didaktik:Dialog unterhalte ich mich mit der Englischdidaktikerin Alexandra Schurz-Vogelsang (Universität Wien) über Ziele, Konzepte und Umsetzung von Englischunterricht, von kommunikativer Kompetenz bis zu innovativen Lehrformaten. Wir sprechen darüber, wie Englischunterricht heute über Grammatik und Vokabeln hinausgeht und Lernende befähigen kann, die Sprache als Lingua Franca zu nutzen, um mit Menschen aus anderen Regionen der Welt in Kontakt zu treten. Dabei geht es auch um die Balance zwischen Fluency und Accuracy, implizitem und explizitem Lernen sowie die Integration von Englisch aus der Freizeit in den Unterricht. Weitere Themen sind: Wie eTwinning-Projekte authentische Kommunikation ermöglichen und Schüler*innen motivierenPraxisbeispiele zu Extensive Reading und Viewing Projects in der Volksschule und UnterstufeStrategien, um Angst vor dem Sprechen zu reduzieren und Lerngelegenheiten zu erweiternWie theoretische Konzepte aus Fachdidaktik und Spracherwerbsforschung im Unterricht konkretumgesetzt werden können.Eine Folge über Englischunterricht als Ort für kommunikative Kompetenz, handlungsorientierten Unterricht und motivierende Lernsettings. Ressourcen und Links Profil von Alexandra Schurz-Vogelsang auf der Website der Universität WieneTwinning-PlattformFriedrich Verlag – Materialien für Englischunterricht (Unter- und Oberstufe)

    42 min
  7. FEB 25

    11. Kunstdidaktik zwischen Alltag, Macht und Teilhabe – wie funktioniert das im Unterricht? Mit Birke Sturm

    In dieser Folge von Didaktik:Dialog spricht Denis Weger mit der Kunstpädagogin und Kulturwissenschaftlerin Birke Sturm (Universität Mozarteum) über Ziele, Herausforderungen und gesellschaftliche Dimensionen von Kunstunterricht. Wir sprechen darüber, warum Kunst nicht nur im Museum stattfindet, sondern in alltäglichen ästhetischen Praktiken wie Mode, Social Media oder Memes. Dabei geht es auch um Fragen von Macht im Hinblick aufRepräsentation und Teilhabe: Wer kommt ins Museum? Wer wird sichtbar? Und wie kann Kunstunterricht Schüler*innen zu einem bewussteren Umgang mit visueller Kultur befähigen? Weitere Themen sind Chancen und Grenzen der Kompetenzorientierung im Kunstunterrichtdie Spannung zwischen technischem Können und kreativer Freiheitwarum Prozesse im Kunstunterricht oft wichtiger sind als Produktewie Beispiele aus Kunstgeschichte und Gegenwart helfen können, Bildpraktiken zu verstehenEine Folge über Kunstunterricht als Ort der Reflexion, Selbstermächtigung und gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Ressourcen und Links Profil von Birke Sturm auf der Website der Universität MozarteumSchoppe, A. (2011). Bildzugänge: methodische Impulse für den Unterricht (1. Aufl.). Klett. Gaztambide-Fernández, R. (2013). Why the Arts Don’t Do Anything: Toward a New Vision for Cultural Production in Education. Harvard Educational Review, 83(1), 211–237. https://doi.org/10.17763/haer.83.1.a78q39699078ju20  myow.org – Workbook Arts Eduationdiskrit-kubi.net - Diskriminierungskritische Perspektiven an der Schnittstelle Bildung/Kunst

    44 min
  8. FEB 11

    10. Wie kann man (literarisches) Lernen unterstützen? Mit Jochen Heins

    In dieser Folge von Didaktik:Dialog spricht Denis Weger mit Jochen Heins (Professor für Didaktik der deutschen Literatur an der Universität Hildesheim) über Formen derUnterstützung in Lernprozessen, insbesondere aus literaturdidaktischer Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Schüler:innen zu einer eigenständigen Auseinandersetzung mit literarischen Gegenständen befähigt werden können und welche Rolle Aufgabenstellungen dabei spielen. Jochen Heins reflektiert seinen eigenen Werdegang – vom Lehramtsstudium in Hamburg bis zur Professur in Hildesheim – und erläutert, wie er durch empirische Forschung und theoretische Ansätze (u. a. kognitive Problemlösepsychologie) zu einem differenzierten Verständnis von Unterstützungsformen gelangt ist. Ein zentrales Thema ist das Scaffolding: Wie können Lehrpersonen Lernprozesse durch gezielte Lenkung und schrittweise Reduktion von Unterstützung so gestalten, dass Schüler:innen zunehmend eigenständig literarische Texte erschließen? Dabei geht es auch um die Balance zwischen Offenheit und Lenkung: Zu starke Steuerung kann bei leistungsstarken Schüler:innen zu Irritationen führen, während zu wenig Unterstützung bei Lernenden mit schwierigeren Voraussetzungen zu einer Reduktion der Verstehenspotenziale führen kann. Heins betont, dass die Qualität von Aufgabenstellungen immer im Verhältnis zum literarischen Gegenstand und den Lernvoraussetzungen der Schüler:innen zu sehen ist. Ein weiterer Fokus liegt auf der literarischen Kultur als ganzheitlichem Ansatz: Wie können Lehrpersonen durch gemeinsame Leserunden, Autor:innenbegegnungen oder kreative Formate wie Poetry Slams ein Umfeld schaffen, in dem Literatur als persönlichbereichernd erlebt wird? Heins plädiert dafür, Studierende in der Lehrer:innenbildung darin zu stärken, eigene Verstehensprozesse zu reflektieren und daraus Aufgabenstellungen abzuleiten. Ressourcen und Links Webseite von Jochen HeinsDeutsch – Unterrichtspraxis für die Klassen 5 bis 10 (2023). Lernaufgaben im Literaturunterricht (Ausgabe Nr. 75). Friedrich Verlag.Heins, J. (2018). Lernaufgaben im Literaturunterricht – Zwischen normativer Diskussion, empirischer Wirkungsforschung und (unterrichts)praktischen Konsequenzen. Leseforum.ch, 3.Steinmetz, M. (2020). Verstehenssupport im Literaturunterricht : Theoretische und empirische Fundierung einer literaturdidaktischen Aufgabenorientierung. Springer Fachmedien Wiesbaden.Heins, J. (2017).  Lenkungsgrade im Literaturunterricht : Zum Einfluss stark und gering lenkender Aufgabensets auf das Textverstehen. Springer Fachmedien Wiesbaden.Winkler, I. (2011). Aufgabenpräferenzen für den Literaturunterricht : Eine Erhebung unter Deutschlehrkräften. VS Verlag für Sozialwissenschaften / Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden. Keywords literaturdidaktik, scaffolding, unterstützungsformen, aufgabenstellung, literaturunterricht, verstehensprozesse, lenkungsgrade, kognitive psychologie, literarische kultur, lehrerbildung, differenzierung, bildungsgerechtigkeit, leseförderung,schulische praxis, empirische forschung, didaktische konzepte

    49 min

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