Nun kommt die Zeit der Strategieklausuren. In dieser Folge teile ich meine Erfahrungen aus über 100 Strategieklausuren. Wir betrachten dies anhand der drei Phasen: **Phase 1 – Vorher** - Nicht die Agenda vom Vorjahr recyceln, nur mit neuem Datum - Der Ort sendet Subbotschaften: Wer über Zukunft sprechen will, hat im Haus mit Investitionsstau nichts verloren - Raumgröße ernst nehmen. Wer die Arme nicht bewegen kann, denkt nicht in die Weite - Zielsetzung vor Agenda: Was wollen wir gemeinsam erreichen, woran erkennen wir das? - Vorbereitungsaufgaben verteilen. An der Diskussionsgeschwindigkeit der Gruppen sieht man sofort, wer vorbereitet ist - Analysen und SWOT vorab verschicken, damit die Klausurzeit für Ableitung statt Information genutzt wird - Luft in der Agenda lassen. Was nicht ausdiskutiert wurde, kommt in der Umsetzung als Widerstand zurück **Phase 2 – Währenddessen** - Wer moderiert, nimmt nicht teil. Wer teilnimmt, moderiert nicht. Externe Moderation, notfalls jemand von außerhalb des Top-Managements - Konflikt ist ein Qualitätsmerkmal, kein Betriebsunfall. Revision, Controlling und Vertrieb blicken per Funktion unterschiedlich auf dieselbe Frage. Genau das ist der Wert - Die Frage der Moderation: Was wäre, wenn die Kollegin recht hätte? - Der Dramaturgie folgen, nicht dem Ablaufplan. Wenn das Team im Flow ist, wird nicht um 11:15 Uhr abgewürgt - Praktischer Tipp: Mit dem Hotel Zeitfenster statt Uhrzeiten vereinbaren. Niemand klopft, niemand serviert, die Pause beginnt, wenn das Thema fertig ist **Phase 3 – Danach** - Die Übersetzung der Ergebnisse ist selten ein kognitives, fast immer ein emotionales Problem - Kommunikationsprofis mitdenken: Visual Recording, Stimmungsbilder, ein 90-Sekunden-Video mit O-Tönen direkt nach der Klausur. Im Nachhinein wird das ungleich schwerer - Flughöhe halten: Arbeitspakete, Tagesschätzungen und Projektpläne gehören nicht in die Strategieklausur. Strategie ist zukunftsgerichtet und in Teilen abstrakt - Den Prozess nach der Klausur vorher planen, inklusive Vorstandskalender für die Kommunikation - Umsetzungsinstrumente sind Werkzeuge, keine Modeerscheinungen. BSC, Strategiehaus, Asana oder OKR – entscheidend ist, was zu Haus, Menschen und Phase passt - OKR sind aus meiner Sicht die wirkungsvollste Methodik und zugleich die schwierigste: in zehn Minuten erklärt, aber ein halbes bis ganzes Jahr, bis der Wechsel von Aktivitäts- zu Ergebnisorientierung wirklich verstanden ist - Und schon in der Klausur darauf achten, dass keine Linienaufgaben zu Projekten hochstilisiert werden **Sieben Fragen für Deine nächste Klausur** 1. Was ist der Auftrag und die Zielsetzung unserer Klausur? 2. Wen brauchen wir dafür? 3. Wo findet sie statt – und welche Subbotschaften sendet dieser Ort? 4. Wer moderiert, und ist diese Person wirklich unbeteiligt? 5. Welche Vorbereitung erwarten wir von den Teilnehmenden? 6. Wie kommunizieren wir die Ergebnisse emotional, über welche Kanäle, in welchem Zeitraum? 7. Welches Umsetzungsinstrument passt zu uns, und wie sieht das Umsetzungscontrolling aus? Hier ist die Folge zur [Macht des Konfliktes mit Dr. Reinhard K. Sprenger.](https://podcasts.apple.com/de/podcast/everyone-counts-transformation-f%C3%BCr-banken-und-sparkassen/id1506020653?i=1000491930069) Lass uns verbinden: [LinkedIN](https://www.linkedin.com/in/juergenweimann/) Wenn Dir diese Folge gefallen hat, dann freue ich mich über Deine Bewertung mit 5 Sternen bei Apple Podcasts und wenn Du meinen Podcast weiterempfiehlst. Mail mir gerne Deine Gedanken zur Folge unter jw@juergenweimann.com. Lieb Lass uns verbinden: [LinkedIN](https://www.linkedin.com/in/juergenweimann/) Wenn Dir diese Folge gefallen hat, dann freue ich mich über Deine Bewertung mit 5 Sternen bei Apple Podcasts und wenn Du meinen Podcast weiterempfiehlst. Mail mir gerne Deine Gedanken zur Folge unter jw@juergenweimann.com. Liebe Grüße, Jürgen [Abonnier hier meinen Newsletter.](https://juergenweimann.com/juergen-weimann-newsletter/)