Die Zukunft baut mit

Anton Rieder

Bau-Enthusiasten & Branchenkenner! Gemeinsam tauchen wir ein in die beeindruckende Welt des Bauens und erkunden, wohin die digitale Transformation das Bauwesen führen wird: Welche Innovationen werden sich durchsetzen? Wohin geht die Reise? Im neuen RIEDERBAU-Podcast "Die Zukunft baut mit" teilt Anton Rieder seine Begeisterung für Zukunftsthemen und bittet führende Expert*innen der Baubranche vor das Mikrophon.

  1. APR 15

    RB028: Prozesse, Produktivität und digitale Plattformen

    Digitalisierung ist in der Baubranche längst mehr als ein Schlagwort. In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ sprechen Anton Rieder und Florian Biller, Co-Founder und Geschäftsführer von Capmo, darüber, warum digitale Werkzeuge allein noch keine Veränderung bewirken – und worauf es in der Praxis wirklich ankommt. Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Frage, warum die Baubranche in Sachen Produktivität seit Jahren hinter ihren Möglichkeiten bleibt. Anton Rieder macht deutlich, dass es dafür nicht nur externe Gründe wie überbordende Bürokratie, Normen und regulatorische Vorgaben gibt, sondern auch hausgemachte Probleme innerhalb der Branche. Dazu zählen vor allem die starke Fragmentierung, das strikte Trennen von Planung und Ausführung sowie fehlende Standards in der Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten. Florian Biller ergänzt diese Perspektive um den Blick auf konkrete Projektprozesse: Häufig seien es nicht die großen Fehler, sondern viele kleine Reibungsverluste – etwa bei Planfreigaben, Schnittstellen oder Dokumentationen –, die Projekte teuer, langsam und riskant machen. Im Zentrum der Folge steht die Überzeugung, dass Digitalisierung Probleme nicht automatisch löst, aber sichtbar macht. Genau darin liegt ihr Wert: Prozesse werden nachvollziehbar, Fehlerkosten erkennbar und Verbesserungen überhaupt erst möglich. Florian Biller erklärt, wie Capmo als digitales Betriebssystem für Baustellen Informationen, Unterlagen und Kommunikationswege in einem System bündelt – ohne dabei zu ignorieren, dass unterschiedliche Nutzergruppen unterschiedlich arbeiten. Anton Rieder ordnet ein, wie sich dieser Ansatz von der RIEDERBAU-eigenen Lösung MyBauOffice unterscheidet, die stärker als ganzheitliche Unternehmenssoftware gedacht ist. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, warum sich digitale Lösungen in der Branche oft nur langsam durchsetzen. Beide Gesprächspartner betonen, dass Software nur dann einen Effekt hat, wenn sie tatsächlich genutzt wird. Dafür braucht es einfache Anwendungen, realistische Erwartungen und vor allem Führungskräfte, die Digitalisierung nicht delegieren, sondern selbst mittragen. Ebenso wichtig ist eine Unternehmenskultur, in der Transparenz nicht zur Schuldzuweisung führt, sondern zum gemeinsamen Lernen. Zum Ende richtet sich der Blick nach vorne: Die Baubranche steht vor tiefgreifenden Veränderungen, neue Technologien wie KI verstärken diesen Wandel zusätzlich. Für Anton Rieder und Florian Biller ist klar: Wer heute baut, muss Prozesse neu denken. Digitalisierung ist dabei kein Nice-to-have, sondern ein zentraler Hebel, um Produktivität, Qualität und Zukunftsfähigkeit im Bauwesen zu sichern.

    47 min
  2. MAR 18

    RB027: Sozialkapital Wohnbau

    In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ trifft Anton Rieder auf Isabella Stickler – Juristin, Immobilientreuhänderin und Obfrau der Alpenland. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie leistbares Wohnen unter den heutigen Rahmenbedingungen überhaupt noch möglich ist. Gemeinsam sprechen sie über steigende Bau- und Finanzierungskosten, den Einfluss von Normen und Vorschriften sowie über die Verantwortung von Bauträgern, nicht nur günstig, sondern vor allem langfristig brauchbar, hochwertig und wirtschaftlich zu bauen. Ein zentrales Thema ist die Rolle des gemeinnützigen Wohnbaus als gesellschaftlicher Stabilitätsfaktor. Isabella Stickler erklärt, warum gemeinnützige Bauträger weit über ihre eigenen Bestände hinaus auf den Wohnungsmarkt wirken, welche Bedeutung Wohnzufriedenheit, Langlebigkeit und soziale Durchmischung haben und weshalb Wohnbau nicht nach kurzfristigen Trends, sondern nach realem Bedarf geplant werden sollte. Anton Rieder ergänzt die Perspektive des mittelständischen Bauunternehmers und zeigt, warum regionale Partner, Ausführungswissen und kooperative Vertragsmodelle entscheidend sind, um Qualität und Leistbarkeit zusammenzubringen. Darüber hinaus richtet die Folge den Blick klar nach vorne: auf systematisiertes Bauen, Vorfertigung, neue Wohnformen für junge und ältere Menschen sowie auf die Frage, wie Österreich seinen Wohnraumbedarf strategischer denken könnte. Entstanden ist ein differenziertes Gespräch über Kosten, Qualität, Gemeinnützigkeit, Demografie und die Zukunft des Wohnens — mit dem klaren Fazit, dass guter Wohnbau weit mehr ist als reine Errichtung: Er ist sozialer Auftrag, wirtschaftliche Herausforderung und langfristige Verantwortung zugleich.

    51 min
  3. JAN 14

    RB024: Struktur statt Stillstand

    Struktur statt Stillstand – ein Gespräch über die Stellschrauben, die den Bau wieder in Bewegung bringen. Anton Rieder begrüßt Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, zum Blick über die Grenze: Warum steigen Genehmigungszahlen zwar leicht, die Bautätigkeit bleibt aber trotzdem schwach? Müller ordnet den „Basiseffekt“ ein und macht klar, dass es nicht den einen Hebel gibt – sondern ein Bündel aus Finanzierung, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, realistischen Anforderungen an Gebäude und dem Abbau bürokratischer Hürden. Rieder ergänzt die österreichische Perspektive: Wohnbauförderung und gemeinnütziger Sektor stabilisieren den Markt, gleichzeitig bremsen Genehmigungsprozesse, hohe Standards und Signale wie Mietendeckel Investitionen aus.   Im zweiten Teil wird’s systemisch: Beide sprechen über Planung und Genehmigung als Kosten- und Zeitfaktor – und warum Digitalisierung „end to end“ gedacht werden muss. Müller skizziert, wie digitale Einreichung, Vollständigkeitschecks und Transparenz im Verfahren aussehen könnten – und warum ohne klaren Push von Auftraggeber- und Staatseite zu wenig passiert. Rieder hält dagegen: Die Branche darf nicht nur warten, sondern muss die Effizienzgewinne moderner Methoden (BIM, integrierte Teams, Standards im eigenen Betrieb) selbst nutzen und vorleben.   Zum Schluss geht es um Infrastruktur, Sondervermögen und Vergaberecht: Müller erklärt, warum die versprochenen Milliarden bisher kaum als echte Zusätzlichkeit wirken und warum Management, Baureife und Vergabefähigkeit entscheidend sind. Beim Vergaberecht plädiert er für mehr Flexibilität jenseits des strengen Losgrundsatzes – damit öffentliche Auftraggeber entlastet werden und Projekte schneller in die Umsetzung kommen. Rieder bestätigt aus der Praxis: GU-/TU-Modelle können Tempo und Kooperation erhöhen – vor allem, wenn Ausführungs-Know-how früh in die Planung eingebunden wird. Ein intensiver Austausch über Verantwortung, Produktivität und den Mut, den Bau wieder konsequent vom Ergebnis her zu denken.

    53 min
  4. 12/10/2025

    RB023: Von Baumeister zu Baumeister gesprochen

    Von Baumeister zu Baumeister – ein Gespräch über Unternehmertum, Verantwortung und die Zukunft des Bauens.   In dieser Folge von „Die Zukunft baut mit“ spricht Anton Rieder mit dem oberösterreichischen Baumeister Norbert Hartl über seinen bemerkenswerten Werdegang: vom HTL-Absolventen und Ferialpraktikanten hin zum Eigentümer eines Unternehmens mit heute über 850 Mitarbeiter:innen. Hartl erzählt, wie aus drei Sommermonaten 42 Jahre wurden – und wie er durch ein Management-Buyout vom Angestellten zum Unternehmer wurde. Dabei wird deutlich, was ihn und Rieder verbindet: eine klare Vision und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.   Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die großen Hebel der Zukunft: Prozessstandardisierung, Digitalisierung, BIM, Design-&-Build-Modelle und die Frage, wie Bauunternehmen wieder stärker zum Produktdenken zurückfinden können. Beide Baumeister sprechen offen über die Grenzen der aktuellen Systematik – von überbordender Bürokratie über neun unterschiedliche Landesbauordnungen bis zu Normen, die kosteneffizientes Bauen erschweren. Gleichzeitig zeigen sie auf, welche Chancen sich ergeben, wenn Planung, Ausführung und Wertschöpfungskette zusammengeführt werden.   Zentral ist auch die Rolle der Zukunftsagentur Bau, die Hartl und Rieder als „Geburtshelfer“ mit aufgebaut haben. Sie bietet Forschung, Wissenstransfer und Weiterbildung – und unterstützt Unternehmen dabei, am Unternehmen zu arbeiten statt nur im Unternehmen. Zum Abschluss sprechen beide über die Zukunft ihrer eigenen Betriebe: Mitarbeiterentwicklung, Führungsstrukturen, Nachfolge und die Bedeutung einer starken regionalen Verwurzelung.    Ein intensiver, praxisnaher Austausch zweier Unternehmer, die die Branche seit Jahrzehnten prägen – und weiterhin gestalten wollen.

    50 min

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