Bürokratie, Talentabwanderung und zu wenig Risikokapital: Klingt nach den bekannten Digitalisierungsdebatten? Ist es auch. Nur dass wir in dieser Folge von Dings & Digital nicht primär über Software reden, sondern über Life Sciences. Oliver Schacht, Geschäftsführer von Life Science Nord, dem zentralen Cluster für Medizintechnik, Biotech, Pharma und Digital Health in Norddeutschland, gibt Konrad von slashwhy einen ehrlichen Blick auf die Frage: Wie wettbewerbsfähig ist Deutschland im internationalen Vergleich und was müsste sich ändern? Die Antworten sind unbequem vertraut: Wer in Digitalisierung arbeitet, kennt die Muster. Forschung auf Weltklasseniveau, aber kaum Transfer in die Praxis. Regulatorik, die schützt, aber auch lähmt. Risikokapital, das fehlt, sobald es ums Skalieren geht. Und ein hanseatisches Understatement, das nach außen zu wenig zeigt, was innen steckt. Life Sciences und Digitalisierung kämpfen gegen dieselben strukturellen Bremsen. Diese Folge zeigt, was beide Welten voneinander lernen können. Das besprechen wir in dieser Folge: Warum der Druck auf US-Forschungsgelder für Europa und Deutschland eine historische Chance istWeshalb so viele Forscher:innen nach den USA abgewandert sind und was sie heute zur Rückkehr bewegen könnteWas Deutschland wirklich gut kann (und warum wir das zu selten laut sagen)Warum Kapitaleffizienz das unterschätzte Argument für den Standort Deutschland istWie Bürokratie und fehlendes Scheitern-Dürfen Innovation in Life Sciences und in der Digitalisierung bremsen Für wen ist diese Folge relevant? Alle, die verstehen wollen, warum Innovationsökosysteme branchenunabhängig gelingen oder scheiternEntscheider:innen, die Fachkräftegewinnung, Standortattraktivität oder Transferthemen verantwortenDigitalverantwortliche, die strukturelle Innovationshemmnisse aus einer neuen Perspektive betrachten wollenAlle, die in Hamburg und Norddeutschland Gründung, Forschung oder Deep Tech vorantreiben Über unseren Gast: Oliver Schacht ist Vorstandsvorsitzender von Life Science Nord und seit vielen Jahren eine prägende Stimme im norddeutschen Life-Sciences-Ökosystem. Er vernetzt Unternehmen, Forschung und Politik mit dem klaren Ziel, Innovationen aus den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik und Pharma erfolgreich in die Anwendung zu bringen. Zuvor war er selbst Unternehmer und Investor und kennt die Perspektiven von Start-ups ebenso wie die Anforderungen etablierter Akteure. Sein Fokus liegt darauf, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen wissenschaftliche Exzellenz in nachhaltige Wertschöpfung übersetzt werden kann. Über unseren Host: Konrad Fenderich ist Business Manager bei slashwhy. Er begleitet digitale Projekte im Gesundheitswesen mit strategischem Weitblick und einem klaren Blick für die Realität im Klinik- und Versorgungsalltag. Seine Erfahrung aus der Physiotherapie, Klinik sowie aus internationalen Beratungsprojekten fließt in Lösungen ein, die technologische Innovation und Praxisnähe vereinen. Für ihn zählt vor allem, dass Software in der Praxis funktioniert und so gestaltet ist, dass sie die Arbeit von Fachkräften spürbar erleichtert. Über slashwhy: Die 300 Software-Expert:innen bei slashwhy entwickeln nutzerzentrierte und skalierbare Individual-Software für Unternehmen in den Branchen Energiewirtschaft, Land- und Baumaschinen, Industrie, Medizin und Gesundheit, Consumer Electronics, Gebäudetechnik und Küchentechnik. Unsere Kunden profitieren vom Know-how-Transfer unserer Departments, indem wir Learnings, Muster und Ideen aus unterschiedlichen Projekten teilen und so neue Perspektiven in die Produktentwicklung einbringen. Das führt zu Lösungen, die nicht nur zur Branche passen, sondern auch von Erfahrungen aus anderen Märkten profitieren. Hinweis: Dies ist Gespräch #1 von 3 zwischen Konrad Fenderich und Oliver Schacht. Impressum: https://www.slashwhy.de/de/impressum Datenschutz: https://www.slashwhy.de/de/datenschutz