DREYENBERG Podcast

DREYENBERG

Podcast der Wirtschaftskanzlei DREYENBERG zu den Themen Steuerrecht, Gemeinnützigkeitsrecht und Steuer- und Wirtschaftsstrafrecht.

  1. 06/25/2024

    #16 Gibt es spezifische Listen oder Kriterien, anhand derer "Dual-Use" Güter identifiziert werden können?

    Gibt es spezifische Listen oder Kriterien, anhand derer Dual-Use-Güter identifiziert werden können? 👉 Ja, es gibt solche Listen! Der Anhang 1 zur Dual-Use-Verordnung listet explizit Güter auf, die als Dual-Use-Güter gelten. 👉 Für diese Güter ist immer eine Genehmigung erforderlich. Doch was ist mit nicht gelisteten Dual-Use-Gütern? Hier kommt es auf die Zweckbestimmung, das Bestimmungsland und weitere Vorschriften an. 👉 Etwa: Ist der Käufer oder das Bestimmungsland von einem Waffenembargo betroffen? Sind die Güter für militärische Zwecke bestimmt? 💡 Beispiel: Eine Fertiggarage ist nicht primär für militärische Zwecke gedacht. Wird sie jedoch in Länder wie Russland oder Iran geliefert, könnte sie genutzt werden, um militärische Fahrzeuge unterzustellen. ⚠️ So kann aus der Fertiggarage allein durch das Bestimmungsland ein Dual-Use-Gut werden. 💡 Genauso bei USB-Kabeln: Diese sind nicht primär für militärische Zwecke gedacht, können aber auch militärisch genutzt werden. Daher kann eigentlich jedes Gut zu einem Dual-Use-Gut werden. ☝️ Deshalb ist es entscheidend, immer die Zweckbestimmung und das Bestimmungsland im Blick zu behalten und sich über die aktuellen Vorschriften zu informieren. Eine gründliche Prüfung und korrekte Deklaration können potenzielle rechtliche Probleme vermeiden und die Sicherheit des internationalen Handels gewährleisten.

    3 min
  2. 03/05/2024

    #14 Als Mandant: Wie läuft die Zusammenarbeit mit DREYENBERG ab?

    Interessenten fragen häufig, ob sie uns in der Kanzlei besuchen müssen oder ob eine digitale Zusammenarbeit möglich ist. Kurz: Wir arbeiten 100% digital. 💻 Digital und direkt: Die Mehrheit unserer Beratungen erfolgt via Videokonferenz oder Telefon. Dokumentenaustausch? Vollständig digital über E-Mail, Web-Akte oder spezielle Programme, um höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten - besonders wichtig in sensiblen Bereichen wie Steuerstrafverfahren oder Zollangelegenheiten. 🌍 Internationale Mandantschaft: Neben unserer bundesweiten Präsenz betreuen wir Mandanten aus der ganzen Welt, darunter USA und fast ganz Osteuropa. Das funktioniert nur über digitale Kanäle. 🔒 Sicherheit steht an erster Stelle: Wir gehen keine Kompromisse ein, wenn es um die Sicherheit Ihrer Daten geht. Mit modernsten Tools sorgen wir dafür, dass Ihre Informationen geschützt sind. 🏢 Persönliche Treffen? Gerne! Aber nicht notwendig. Unsere Kanzleiräume stehen für persönliche Treffen zur Verfügung, jedoch wählen die meisten Mandanten den digitalen Weg. Dies spiegelt nicht nur den globalen Trend wider, sondern auch die Effizienz und Flexibilität, die unsere Mandanten schätzen. 👉 Die Rückmeldungen bestätigen: Die digitale Zusammenarbeit minimiert Reibungsverluste, ermöglicht schnellen und zuverlässigen Austausch und passt sich nahtlos in die digitale Dokumentenverwaltung unserer Mandanten ein. Haben Sie Fragen zur digitalen Zusammenarbeit oder benötigen Sie rechtliche Beratung? Unsere Türen (und digitalen Kanäle) stehen Ihnen jederzeit offen! #Rechtsberatung #Digitalisierung

    3 min
  3. 02/20/2024

    #13 Umfang mit rechtlichen Unsicherheiten im Tagesgeschäft

    Alle rechtlichen Themen immer prüfen lassen? Das ist nicht nur eine komplexe Aufgabe, sondern häufig auch mit erheblichen Kosten verbunden. 👉 Wie geht man damit im Alltag um? Aus rechtlicher Sicht gibt es keine Ausflüchte. Unternehmen sind dazu verpflichtet, alle Vorschriften einzuhalten. Die Gerichte zeigen wenig Verständnis für Argumente wie "Wir sind zu klein" oder "Wir machen nicht genug Gewinn, um alle Vorschriften einhalten oder überprüfen zu können". 👉 Mein Tipp: Setzen Sie sich einmal mit einem Experten zusammen, um die Risiken in Ihrem Geschäftsmodell zu identifizieren. Konzentrieren Sie sich auf die wesentlichen, gefährlichsten Bereiche und gehen Sie mit den weniger kritischen Themen pragmatischer um. 👉 Priorisierung ist der Schlüssel: Es geht nicht darum, jedes mögliche Risiko mit unverhältnismäßig hohem finanziellem Aufwand zu bekämpfen. Vielmehr sollten Sie abwägen: Ist es sinnvoll, extensive Ressourcen zu investieren, um ein Bußgeld von 1.000 € zu vermeiden, das mit einer geringen Wahrscheinlichkeit eintritt und in der Prävention 50.000€ kosten würde? Besondere Vorsicht ist natürlich bei Themen geboten, die zu Steuernachzahlungen oder gar Freiheitsstrafen führen können. 👉 Unternehmensgröße und Umsatz spielen eine Rolle: Je größer das Unternehmen, desto unumgänglicher wird die Auseinandersetzung mit diesen Themen. Für ein kleines Unternehmen, das selten mit Zollangelegenheiten zu tun hat, mag ein Fehler in der Wahl der Zolltarifnummer verzeihlich sein. Große Unternehmen müssen jedoch mit strengeren Maßstäben rechnen und entsprechend vorsichtiger agieren. Wie gehen Sie mit rechtlichen Unsicherheiten in Ihrem Unternehmen um? Sind Sie eher “Team pragmatisch” oder gehen Sie immer auf “Nummer sicher”?

    3 min
  4. 02/06/2024

    #12 Der häufigste Fehler beim Thema Bauabzugssteuer

    Der häufigste Fehler beim Thema Bauabzugssteuer? 👉 Es wird schlichtweg übersehen, dass sie existiert! Klingt skurril, begegnet mir in der Praxis aber häufig bei der Zusammenarbeit mit neuen Mandanten. Viele Bauunternehmen, selbst gut beraten durch ihre Steuerberater, übersehen oft, dass diese Steuer anfällt. 🔍 Die Wurzel des Problems: Die Bauabzugssteuer entsteht leiser und unscheinbarer, als man denkt. Oft liegt der Fehler nicht in der Absicht, sondern in der Unkenntnis. Selbst versierte Steuerberater haben diese Steuer nicht immer auf dem Radar, was zu kostspieligen Überraschungen führen kann. 📝 Was passiert in der Praxis? Unternehmen leiten alle Rechnungen an ihren Steuerberater weiter, erwarten eine korrekte Buchführung und Jahresabschlüsse. 🚨 Doch dann die böse Überraschung: Es zeigt sich, dass für bestimmte Eingangsrechnungen Bauabzugssteuer hätte abgeführt werden müssen. Ist diese Chance erst einmal verpasst, steht man vor einem Dilemma: Das Finanzamt fordert seinen Anteil, während gleichzeitig Geschäftspartner entweder nicht mehr greifbar oder nicht zur Rückzahlung bereit sind. Die Folgen? Nicht selten mündet dies in Streitigkeiten und finanziellen Schäden. 💡 Mein Rat: Prüfen Sie regelmäßig, welche Ihrer Leistungen tatsächlich unter die Bauabzugssteuer fallen. Die Rechtslage ändert sich, und was heute gilt, muss nicht unbedingt morgen noch Bestand haben. 📅 Wie oft sollten Sie dies prüfen? Mindestens alle zwei Jahre, idealerweise jährlich. Warten Sie nicht fünf oder gar zehn Jahre! Bei Fehlern in der Vergangenheit drohen sonst hohe Nachzahlungen. Bedenken Sie auch die Verjährungsfristen, falls Sie Ansprüche gegenüber Geschäftspartnern geltend machen müssen. Kurz: Seien Sie proaktiv, bleiben Sie informiert und handeln Sie vorausschauend. Die Bauabzugssteuer mag ein kleines Detail in der großen Welt des Bauwesens sein, kann aber erhebliche Auswirkungen auf Ihr Unternehmen haben.

    5 min

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