Jesus Christus kam nicht, um bedient zu werden, sondern um als vollkommener Diener zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele zu geben, was wahre Größe im Reich Gottes definiert.### Details#### Die sündige Natur des Menschen nach GrößeDie Predigt beginnt mit der Beobachtung, dass es in der gefallenen Natur des Menschen liegt, immer der Erste, Größte und Wichtigste sein zu wollen. Dies spiegelt sich im Verhalten der Jünger Jakobus und Johannes wider, die Jesus baten, in seinem Reich die besten Plätze neben ihm einzunehmen. Die anderen zehn Jünger waren darüber verärgert, weil auch sie dieselbe Position begehrten. Der Mensch ist von Natur aus egoistisch, ich-zentriert und baut sein eigenes Reich.#### Jesu Lehre über wahre GrößeJesus erklärt seinen Jüngern, dass in seinem Reich andere Maßstäbe gelten als in der Welt. Während weltliche Herrscher danach streben, andere zu unterdrücken und zu beherrschen, ist im Reich Gottes derjenige groß, der den anderen dient. Wer der Erste sein will, muss der Knecht aller werden. Dieses ich-zentrierte Denken hat im Reich Gottes keinen Platz.#### Die Haltung, mit der Jesus dienteJesus bezeichnet sich als "Sohn des Menschen" - ein Titel, der auf die Vision des Propheten Daniel zurückgeht und auf göttliche Autorität, Macht und Herrschaft über alle Nationen hinweist. Trotz dieser königlichen Stellung kam er nicht, um bedient zu werden, sondern um zu dienen (griechisch: diakoneo). Dieses Wort bedeutet, als Knecht oder Sklave zu dienen, mit Betonung auf der Unterworfenheit des Dienenden. Es wurde für Diener verwendet, die bei Tisch bedienten - während andere aßen und feierten, schwitzten und arbeiteten sie. Der König aller Könige wurde zum Diener aller Menschen.#### Die revolutionäre Natur dieser AussageFür die griechisch-römische Gesellschaft war diese Art des Dienens etwas Herablassendes und Unwürdiges. Es musste für die Jünger schockierend sein zu hören, dass der Messias, der Sohn Davids, gekommen war, um zu dienen statt bedient zu werden. Wenn unser König eine dienende Haltung einnahm, wie viel mehr sollten wir, die wir aus Gnade in sein Reich gerufen wurden, dieselbe Haltung einnehmen.#### Praktische Anwendung der dienenden HaltungDie Predigt ermutigt dazu, nicht nach dem ersten Platz, Anerkennung oder sichtbaren Diensten zu streben, sondern nach echter Dienstbereitschaft. Es ist besser, unsichtbare Dinge zu tun, die Gott sieht, als öffentlich mit stolzem Herzen zu dienen.#### Die Art, wie Jesus dienteJesus diente auf vielfältige Weise: Er heilte Kranke, trieb Dämonen aus, speiste über 5000 Menschen, lehrte Gottes Wort und wusch seinen Jüngern die Füße. Doch sein wichtigster Dienst war es, sein Leben zu geben. Dies bedeutete:- Sein Körper wurde wie Wasser ausgegossen- Seine Gebeine wurden zertrennt- Er wurde geschlagen, durchbohrt und geschändet- Er wurde von seinem himmlischen Vater getrennt- Er trank den ganzen Kelch des Zornes Gottes- Er erlitt Höllenqualen an Leib und Seele#### Anwendung für unser LebenDer größte Dienst besteht darin, sich selbst hinzugeben. Dies soll in drei Bereichen geschehen:1. **In der Familie**: Männer sollen sich für ihre Frauen hingeben, wie Christus sich für die Gemeinde hingab2. **In der Gemeinde**: Paulus beschrieb seinen Dienst als Trankopfer, das für die Gemeinde ausgegossen wird3. **Für Gott**: Wir sollen unsere Leiber als lebendiges Opfer darbringen#### Das Ergebnis von Jesu DienstJesus gab sein Leben als "Lösegeld" - ein Begriff aus der griechischen Welt für die Erlösung eines Sklaven oder Kriegsgefangenen. Sein Leben und Blut waren der Preis, um Menschen aus der Gefangenschaft der Sünde und der Sklaverei Satans zu erlösen. Das Opfer Christi war ein "duftender Wohlgeruch" für Gott - Gottes Zorn wurde dadurch besänftigt. Das Wort "für" bedeutet "anstelle von" und beschreibt den stellvertretenden Sühnecharakter seines Opfers.#### Der größte Dienst für andereWährend wir einander nicht in derselben Weise erlösen können wie Christus, können wir den größten Dienst tun, indem wir Menschen zu diesem Erlöser führen - durch tägliches Gebet, das Wort Gottes, unser Leben und unsere Worte.