Führung mit Freude

Aldona Giesbrecht

In diesem Podcast erfährst du, wie du als werteorientierte und vorwärtsgewandte Führungskraft trotz hohen Anforderungen und einer hohen Arbeitsbelastung deinen beruflichen Alltag mit mehr Freude und mehr Leichtigkeit meisterst.

  1. 04/07/2022

    Warum du dein Team nicht loben solltest!

    “Naed gschimpft is globt gnua!” sagt man bei uns in Bayern, wenn es darum geht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr zu loben. Ähnliche Aussagen kenne ich aber auch aus Baden Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Sachsen. Im Prinzip fällt es Führungskräften in ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich nicht gerade leicht zu loben. Und das, obwohl sie selbst meist mehr Lob von ihren Vorgesetzten erwarten und obwohl nicht erst seit der Gallup Studie bekannt ist, wie wichtig das Lob in der Mitarbeiterführung ist. Aber ist Lob wirklich das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, seine Wertschätzung dem Mitarbeitenden gegenüber auszudrücken? Denn auch wenn die Begriffe Lob  und Wertschätzung oft synonym verwendet werden, gibt es hier einen feinen aber spürbaren Unterschied. Während Wertschätzung auf Augenhöhe geschieht, manifestiert Lob, neben vielen anderen negativen Effekten, die Hierarchie. Gelobt wird “von Oben nach Unten”. Ein Auszubildender wird wohl kaum den Bereichsleiter oder den Vorstand für seine gute Leistung loben. Lob hat meist den Beigeschmack von “braver Junge” oder “gutes Mädchen”. Allein deshalb führt das Loben nicht zu dem gewünschten Effekt der Wertschätzung. Wie kann man also als Führungskraft seine Wertschätzung wirklich ausdrücken? Und wie kann Wertschätzung so formuliert werden, dass sie beim Mitarbeitenden tatsächlich ankommt? Vier folgende Schritte sind hier sehr wichtig: Formuliere genau und konkret, worauf sich deine Wertschätzung bezieht - welche Stärke oder Eigenschaft hat es möglich gemacht, dass der Mitarbeitende diese Leistung erbracht hat. Beschreibe die Situation, in der du das Verhalten oder die Leistung beobachtet hast, bzw. an welcher Stelle es dir genau aufgefallen ist. Verdeutliche, warum dir das Verhalten oder die Leistung so wichtig ist, bzw. was das Verhalten Positives für dich, das Team oder die Firma bewirkt hat. Sag ein ehrliches Danke! Diese ehrliche, konkret formulierte Wertschätzung bewirkt weit aus mehr als ein inflationär dahin geworfenes “gut gemacht”. Vielleicht ist somit der bayerische sprichwörtlich sparsame Umgang mit dem Lob durchaus sinnvoll. Was die Wertschätzung betrifft, ist es aber wichtig, dass wir mit offenen Augen durch die (Arbeits-)welt gehen und Ausschau halten nach Möglichkeiten sie auszudrücken. Denn ehrlich gemeinte Wertschätzung verändert, sie verändert unser Gegenüber, unsere Beziehungen und vor allem verändert sie uns selbst.

    8 min
  2. 03/31/2022

    Wie kannst du leichter eine Entscheidung treffen?

    Als Führungskraft trifft man täglich Entscheidungen. Entscheidungsfreude oder die Fähigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen, wird bei einer Führungspersönlichkeit praktisch vorausgesetzt und gehört im Grunde zu den Schlüsselkompetenzen in einer Führungsposition. Im beruflichen Kontext fällt es den meisten Führungskräften tatsächlich relativ leicht, auch die schwerwiegendsten Entscheidungen zu treffen. Vielleicht liegt es daran, dass die Strategie und die Unternehmensziele klar sind und so als Leitplanke die Entscheidungsfindung maßgeblich erleichtern. Die Zahlen, Daten und Fakten, die meist verfügbar sind, liefern auch eine gewisse Objektivität und Planbarkeit. Es kann aber auch sein, dass auch wenn man seinen Job extrem ernst nimmt und natürlich die bestmögliche unternehmerische Entscheidung für die Firma, für seinen Bereich oder sein Team treffen will, doch ein emotionaler Abstand da ist. Dieser emotionale Abstand ermöglicht es, eine Metaperspektive einzunehmen und diese sorgt automatisch für mehr Klarheit und Leichtigkeit im Prozess der Entscheidungsfindung. Handelt es sich aber um eine persönliche Entscheidung, die das eigene Leben maßgeblich beeinflusst, fühlen sich die erfahrensten und souveränsten Führungskräfte häufig richtig überfordert. Sie grübeln und wägen alle Für und Wide gegeneinander ab, und das Gefühl, keine Entscheidung treffen zu können, empfinden sie als extrem quälend und unangenehm. Soll ich kündigen? Soll ich den neuen Job annehmen? Soll ich die Beförderung annehmen, obwohl sie mit einem UmzWie kannst du leichter eine Entscheidung treffen?ug verbunden ist? Bei diesen und ähnlichen Fragen hilft die altbewährte Pro- und Kortraliste, auch die gewichtete kaum weiter. Auch die 4-W-Technik, die O-D-E-R Technik und die 10-10-10-Methode und all die anderen Instrumente, die man üblicherweise zur Entscheidungsfindung empfiehlt, helfen an dieser Stelle selten. Persönliche Entscheidungen sind eben mit einem emotionalen Aufwand verbunden. Wir Menschen haben nun mal Angst vor Veränderungen, den Konsequenzen und davor, dass wir die Entscheidung in irgendeiner Form bereuen könnten.  Was kann uns aber in so einer Situation helfen? Zum Einen hilft es uns, wenn wir uns ganz bewusst erlauben, für einen bestimmten Zeitraum, vier bis fünf Wochen wenn möglich, keine Entscheidung zu treffen.Denn ab einem bestimmten Punkt drehen wir uns in unserem Entscheidungsfindungsprozess einfach nur im Kreis. Diesen Kreis mit einer gezielt festgelegten Pause zu unterbrechen hilft hier erheblich. Es hilft auch, sich eine kleine Auszeit zu nehmen und etwas zu unternehmen, was man sonst nicht tut. Am besten für ein paar wenige Tage wegfahren, möglichst an einen Ort, an dem man noch nicht war. Der Abstand zum Alltäglichen unterbricht den Prozess der Entscheidungsfindung und führt zu einer Entspannung im Gehirn. Gleichzeitig wird unser Gehirn durch neue Impulse angeregt und entwickelt automatisch neue Ideen und Perspektiven, die widerum die Entscheidungsfindung erleichtern. Sich bei der Entscheidungsfindung professionell begleiten zu lassen macht durchaus Sinn. Denn ein Experte stellt die richtigen Fragen und diese schaffen die notwendige Klarheit. Wenn du also gerade mitten im Entscheidungsprozess steckst und endlich die richtige Entscheidung treffen willst, melde dich gerne bei mir. Den Link zum kostenlosen Erstgespräch: https://aldonagiesbrechtconsulting.de/termin/

    6 min
  3. 03/24/2022

    Das haben wir schon immer so gemacht …

    Wir leben in einer Welt der Veränderung. Schneller, besser, weiter, anders, neu, nur nicht stagnieren. Wer stehen bleibt, läuft zwangsläufig rückwärts. Oft befinden sich gerade Führungskräfte in diesem Sog. Prozesse werden optimiert und angepasst, neue Tools etabliert und Systeme ausgetauscht. Dieser Fortschritt ist etwas großartiges, er soll uns die Arbeit erleichtern. Und natürlich sind wir froh, dass wir zumindest in den meisten Branchen nicht mehr das Faxgerät bemühen müssen. Und keiner von uns möchte vermutlich seine Konzepte, Berichte oder wissenschaftliche Arbeiten auf der guten alten Schreibmaschine schreiben. Ich feiere den Fortschritt. Neues und Veränderung verbinde ich mit Vitalität, Freude und Freiheit. Manche meiner Freunde schreiben meinen Drang nach Veränderung meinem Sternzeichen zu, keine Ahnung? Jedenfalls sehe ich immer Veränderungs- und Verbesserungspotenzial und habe ständig irgendwelche kreativen Ideen, die ich meist sehr schnell umsetze. Bei dem Satz: “Das haben wir schon immer so gemacht.” stellen sich mir die Nackenhaare auf. Veränderung ist wichtig und wir wissen, dass Unternehmen, die den Fortschritt verpassen, gerade in der heutigen Zeit schneller vom Markt verschwinden, als man blinzeln kann. Und doch will ich die Lanze fürs Altbewährte brechen. Wie oft passiert es nämlich, in Veränderungsprozessen,  oder wie wir heute sagen, im Rahmen von Changemanagement, dass aus lauter neu und besser eine Hauptsache anders wird. Prozesse und Systeme werde auf den Kopf gestellt. Es  wird umstrukturiert und verschlankt, manche sagen “verschlimmbessert”. Und bei all der Liebe zum Fortschritt und Veränderung, dürfen wir zugeben, dass es tatsächlich Systeme und Prozesse gibt, die gut so sind, wie sie sind. Manche machen sogar noch nach Jahrzehnten Sinn. Wenn wir versuchen, diese Prozesse oder Systeme zu verändern, werden sie nicht besser, sondern vielleicht komplexer, unübersichtlicher, ungerechter oder einfach konfus. Wie finden wir aber heraus, was man ändern soll und was nicht? Woher wissen wir im Voraus, welche Veränderung Sinn macht? Es gibt viele bewährte oder auch moderne Methoden und Instrumente, die man hier zielführend einsetzen kann. Eine Methode ist an dieser Stelle ganz besonders wertvoll: Die altbewährte Kommunikation. Zugegebenermaßen kostet diese Methode einiges an Zeit. Denn mit den Leuten zu reden dauert nun mal. Wenn wir aber in Changeprozessen langjährigen, erfahrenen Mitarbeitenden ernsthafte Fragen stellen, werden wir unbezahlbare Informationen bekommen. Wir werden Dinge herausfinden, die uns viel Frust und Mühe ersparen. Wir vermeiden so die eine oder andere unnötige Veränderung oder Verschlechterung. Und, was im gesamten Changeprozess oft viel zu kurz kommt, so zeigen wir unseren erfahrenen Kolleginnen und Kollegen die Wertschätzung und Anerkennung, die sie so sehr verdienen. Wenn wir den Fortschritt in Unternehmen gewinnbringend gestalten wollen, ist die Kommunikation bestens investierte Zeit. ||

    6 min
  4. 03/17/2022

    Gott, gib mir die Gelassenheit ...

    Die aktuelle Situation und die daraus resultierenden Herausforderungen verlangen auch uns in unseren warmen Büros sehr viel ab. Führungskräfte, egal ob im Vertrieb, Einkauf, Personal oder Rechnungswesen, berichten mir von einer Ballung an unvorhersehbaren Anforderungen. Lieferungsengpässe und explodierende Preise wirbeln den sowieso schon knackigen Führungsalltag ordentlich durcheinander. Verbunden mit dem ständigen Mangel an Fachkräften, mündet die Situation in einer chronischen Arbeitsverdichtung. In vielen Gesprächen höre ich vom sprichwörtlichen “Kampf gegen die Windmühlen”. Das Gefühl der Wut und Ohnmacht ist in solchen Situationen absolut nachvollziehbar. Und doch möchte ich uns an dieser Stelle an das berühmte „Serenity Prayer", besser bekannt als das "Gelassenheitsgebet" erinnern. Dieses Gebet wird einer Vielzahl von Autoren zugeschrieben, u. a. Franz von Assisi und Reinhold Niebuhr. Es wurde eine Zeitlang inflationär zitiert und hat dadurch vielleicht etwas an seiner Wirkung verloren. Es steckt aber eine große Weisheit und Wahrheit darin. Gerade in der aktuellen Zeit ist dieses Gebet oder dieser Aphorismus unendlich wertvoll: Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. Wie oft verlieren wir eine ganze Menge an kostbarer Energie, indem wir uns über Dinge aufregen und uns Gedanken über Dinge machen, auf die wir gar keinen Einfluss haben. Wir wollen, dass etwas, was außerhalb unseres Wirkungsbereiches ist, anders wird. Das führt aber nur dazu, dass wir uns müde, erschlagen, wütend und ohnmächtig fühlen. Nicht selten lassen wir dabei gerade die Dinge, die wir ändern können, außer Acht. Vielleicht stecken wir so tief im Geschehen, dass wir nicht mehr unterscheiden können, was sich ändern lässt und was nicht. Vielleicht fehlt uns auch der Mut, die Dinge zu ändern, die in unserem Einflussbereich liegen? Bevor sich aber statt Gelassenheit Resignation in uns breit macht, lohnt es sich, die Situation bewusster anzuschauen. Denn auch in diesen besonders herausfordernden Zeiten, können wir gelassen, mutig und klug agieren. Wenn du auch das Gefühl hast, im Kampf gegen die Windmühlen des Führungsalltags zu stecken und dir mehr Gelassenheit, Mut und Wirksamkeit wünschst, melde dich gerne bei mir (Link im Kommentar). Gemeinsam schauen wir uns an, wie das gerade in deiner individuellen Situation möglich ist. https://aldonagiesbrechtconsulting.de

    4 min

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