In dieser Folge spricht Christiana Scholz mit Unternehmer, Vereinsobmann und Bezirksrat Markus Fiala über ein Phänomen, das viele Menschen intuitiv wahrnehmen, aber selten so treffend benennen: die „daueraufgeregte Gesellschaft“. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, warum Diskussionen zunehmend emotional geführt werden, weshalb Konflikte schneller entstehen und was jede und jeder Einzelne tun kann, um in einer komplexen Welt handlungsfähig zu bleiben. Markus Fiala beschreibt die Ursachen dieser Entwicklung als Zusammenspiel aus wachsender Komplexität, gefühltem Kontrollverlust, permanenter Informationsflut und gesellschaftlicher Überlastung. In einer Zeit, in der Krisen, soziale Medien und künstliche Intelligenz unseren Alltag prägen, fällt es vielen Menschen zunehmend schwer, Informationen einzuordnen, Perspektiven zu wechseln und unterschiedliche Meinungen auszuhalten. Die Folge: Aufregung wird zum Dauerzustand. Im Gespräch wird deutlich, welche Rolle soziale Medien dabei spielen. Verkürzte Kommunikation, algorithmisch verstärkte Meinungsblasen und eine zunehmend fehlende Diskussionskultur führen dazu, dass Menschen oft nicht mehr miteinander diskutieren, sondern versuchen, einander zu überzeugen oder zu missionieren. Konflikte entstehen dadurch schneller und werden häufiger emotional statt sachlich geführt. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die Frage, wie man mit Menschen umgehen kann, die sich dauerhaft in dieser Aufgeregtheit befinden. Markus Fiala schildert seine persönlichen Strategien aus Unternehmertum, Vereinsarbeit und Politik. Dabei spielen Perspektivenwechsel, Empathie, sachliche Analyse und die bewusste Bewertung von Konflikten eine zentrale Rolle. Besonders spannend ist sein Begriff der „emotionalen Kosten“: Nicht jeder Konflikt ist es wert, geführt zu werden. Oft lohnt es sich, abzuwägen, welche Energie, Zeit und Belastung tatsächlich dahinterstehen. Die zentrale Botschaft der Folge: In einer komplexen Welt entstehen Konflikte nicht automatisch durch unterschiedliche Meinungen, sondern häufig durch Überforderung, fehlende Perspektivenwechsel und emotionale Eskalation. Wer ruhig bleibt, Empathie zeigt und bewusst entscheidet, welche Konflikte wirklich geführt werden müssen, schafft die Grundlage für konstruktive Beziehungen und nachhaltige Lösungen. Zentrale Schwerpunkte der Folge Die „daueraufgeregte Gesellschaft“ und ihre UrsachenÜberforderung, Kontrollverlust und gesellschaftliche KomplexitätDer Einfluss von sozialen Medien auf Konflikte und KommunikationWarum Meinungen zunehmend Expertise ersetzenEmotionale Kosten von Konflikten bewusst bewertenPerspektivenwechsel und Empathie als KonfliktstrategieDie Bedeutung von Resilienz in einer komplexen WeltWann Mediation helfen kann, festgefahrene Konflikte zu lösen Für wen ist diese Folge besonders geeignet? Unternehmerinnen und UnternehmerFührungskräfte und EntscheidungsträgerMenschen, die regelmäßig mit Konflikten konfrontiert sindPersonen, die sich von gesellschaftlichen Entwicklungen zunehmend belastet fühlenAlle, die lernen möchten, konstruktiver mit Meinungsverschiedenheiten umzugehen Teilnehmer der Folge: Markus Fiala – Unternehmer (CG Shop GmbH), Vereinsobmann und Bezirksrat Christiana Scholz – Mediatorin, Unternehmensberaterin, Coach, Trainerin und Gastgeberin von PROCONSENS 🌐 AT