Geimpft geschädigt geleugnet

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Der Verein "Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V." möchte mit dem Projekt geimpft, geschädigt, geleugnet" betroffenen Menschen eine Stimme geben, die über die sogenannte Corona-Schutzimpfung erhebliche gesundheitliche Schäden erleiden mussten. Immer noch wird ein dringend erforderlicher Diskurs über die teilweise schrecklichen Folgen dieser beispiellosen Impfkampagne mit massivem gesellschaftspolitischem Druck gezielt verhindert. Dies gilt insbesondere für die Akteure im Gesundheitswesen. Deshalb wollen wir auch mutigen Ärzten und Therapeuten sowie anderen Berufsgruppen, die mit der Impfkampagne und deren Auswirkungen beruflich belastet waren und sind, eine Plattform bieten, um ihren Beitrag zur Aufarbeitung dieser verschwiegenen Katastrophe zu leisten – im Interesse der geschädigten Menschen und des gesellschaftlichen Friedens. Mit viel Herzblut und großem Engagement setzen wir vom Verein MWGFD uns für Sie ein. Dafür müssen auch laufende Kosten getragen werden, z. B. für die Organisation unserer Pressesymposien, für Geschäfts- und Pressestelle, für Druck und Versand von Flyern und Informationsbroschüren, für den Betrieb der Imfpgeschädigten-Hotline und für das Forum uns unterstützender Ärzte und Heilpraktiker. Mit Ihrer Spende fördern Sie unsere wichtige Arbeit. Jeder auch noch so kleine Betrag ist uns willkommen, denn er hilft uns und damit auch Ihnen. HERZLICHEN DANK! Per Überweisung an: Inhaber: MWGFD e.V. IBAN: DE15 7816 0069 0000 0382 61 BIC/SWIFT: GENODEF1MAKBank VR-Bank Fichtelgebirge-Frankenwald eG Sie können uns auch gern über Paypal Geld senden: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=KNBBYRPHDEJ5J Wir dürfen leider keine Spendenbescheinigungen ausstellen. Das Finanzamt Passau hat uns durch Bescheid vom 19. Oktober 2020 die Gemeinnützigkeit entzogen, weshalb wir keine Zuwendungsbestätigungen für steuerliche Zwecke ausstellen dürfen. Das Rechtsbehelfs- und Klageverfahren gegen diese Entscheidung wurde leider zu Ungunsten des Vereins entschieden.

  1. Dr. Helmut Sterz: Die sollten sich vor Gericht verantworten

    3D AGO

    Dr. Helmut Sterz: Die sollten sich vor Gericht verantworten

    Das Interview wurde erstmalig am 09. 12. 2025 veröffentlicht. Dr. Helmut Sterz, Tierarzt, MWGFD-Mitglied und früher in langjähriger leitender Funktion in der Pharmaindustrie tätig – zuletzt als Cheftoxikologe bei Pfizer –, hat viele Entwicklungen der vergangenen Jahre aus nächster Nähe erlebt. Seine berufliche Erfahrung und seine persönliche Einschätzung der Ereignisse rund um die Entwicklung und Zulassung der Corona-Impfstoffe führten schließlich zu seinem Buch „Die Impf-Mafia“. Das Werk, das am 1. Dezember erschienen ist, sorgt bereits in Fachkreisen für Aufsehen, macht Sterz zu einem gefragten Gesprächspartner und gilt als aussichtsreicher Kandidat für die Bestsellerlisten. Das Gespräch zwischen Johannes Clasen und Helmut Sterz verläuft ruhig und sachlich. Doch trotz seiner Ruhe und Klarheit ist spürbar, wie tief Helmut Sterz das Thema persönlich berührt. Hinter seinen präzisen Analysen zeigt sich immer wieder Erschütterung über das, was in der Corona-Zeit geschah, insbesondere das Vorgehen der Pharmafirmen – auch jenes seines früheren Arbeitgebers Pfizer. Offen spricht er über seine Sorge um all jene, die sich gegen Covid-19 impfen ließen. Gleichzeitig ist ihm wichtig, geimpften Menschen, die bislang keine nennenswerten Nebenwirkungen verspüren, die Angst zu nehmen. Wer keine Symptome entwickelt habe, werde „auch in Zukunft sehr vermutlich keine schweren Schäden haben werden“. Gerahmt wird das Gespräch durch zwei Statements des Ehrenvorsitzenden der MWGFD, Prof. Dr. Sucharit Bhakdi. In seinem ersten Beitrag stellt Bhakdi mehrere Bücher vor, die aus seiner Sicht wesentlich zur Aufarbeitung der Corona- und Impfpolitik beitragen. Über „Die Impf-Mafia“ sagt er, es sei „eines der kostbarsten Bücher der Welt“. Sterz sei als ehemaliger Chef-Toxikologe bei Pfizer kein Verschwörungstheoretiker, sondern lege schonungslos offen, welche sicherheitsrelevanten Prüfungen seiner Ansicht nach bewusst unterlassen wurden. In seinem zweiten Statement erläutert Bhakdi die Arbeit des amerikanischen Genwissenschaftlers Kevin McKernan, der 2023 DNA-Verunreinigungen in modRNA-Impfstoffen beschrieben hatte. Bhakdi erklärt anschaulich McKernans jüngste Erkenntnisse über DNA:RNA-Hybride, die aufgrund bakterienbasierter Herstellungsprozesse und des Einsatzes von Pseudouridin-haltiger modRNA nicht mehr abgebaut werden können – mit potenziell schweren gesundheitlichen Folgen. Das modRNA-Impfprogramm müsse deshalb, so Bhakdi, umgehend gestoppt werden. Die Rolle des Toxikologen Sterz beschreibt sein früheres Arbeitsfeld klar: Der Arzneimitteltoxikologe „muss dafür sorgen, aufgrund von Versuchen mit Zellen oder auch Organen oder Tieren, eine Voraussage zu machen, ob eine zukünftig bei Menschen anzuwendende Substanz verabreicht werden kann und unter welchen Bedingungen, welchen Dosierungen.“ Er sei gewissermaßen „eine Art Sicherheitsnetz“, das mögliche unerträgliche Nebenwirkungen vor Studien am Menschen erkennen soll. Risiken sollen dadurch vorausgeahnt, verhindert, eingrenzt werden. Doch je tiefer Helmut Sterz in die Unterlagen zu den Corona-Impfstoffen einstieg, desto mehr bekam dieses Netz Risse. Große Risse. Minimale Studien – maximale Geschwindigkeit Im Rückblick auf die Entwicklung der Corona-Impfstoffe zieht Sterz ein hartes Urteil: Auf die Frage, ob die üblichen toxikologischen Standards bei der Impfstoffentwicklung eingehalten wurden, sagt er klar: „Nein, absolut nicht.“ Vielmehr hätten sich die beiden Firmen Pfizer und BioNTech aufgrund des 2005 erlassenen PREP Acts „dazu hinreißen lassen“, lediglich Minimaltoxizitätsstudien durchzuführen. Dieses US-amerikanische Gesetz stelle nämlich alle an der Entwicklung, Herstellung, Verteilung und Verabreichung von Impfstoffen Beteiligten regressfrei – von Pharmafirmen über die Ärzte bis hin zu Behörden. Für Sterz erklärt dies, warum von BioNTech und Pfizer „nur das absolute Minimum unternommen“ wurde: Prüfprogramme wurden verkürzt, Zeitdruck dominierte. Auch das enorme Tempo der Impfstoffentwicklung sieht er kritisch. In den Unterlagen erkenne man ein klares Ziel: „Das Ziel war nicht, eine erhöhte Sicherheit der Substanz zu bekommen, sondern […] es ging nur um die Zeit.“ Die Intention der Verantwortlichen in den Pharmafirmen war, „dieses Rennen so schnell wie möglich“ zu beenden, um möglichst schnell Geld zu verdienen. Dass Pfizer/BioNTech bereits am 10.12.2020 die Zulassung erhielten, bezeichnet Sterz als „völlig unglaublich“. Als Sterz Einblick in die Zulassungsdokumente erhielt, sei er erschüttert gewesen: „Da bin ich fast vom Stuhl gefallen, weil da eigentlich so gut wie nichts Relevantes für die menschliche Sicherheit unternommen worden ist.“ Es fehlte, was aus seiner Sicht niemals hätte fehlen dürfen: Mutagenitätsstudien, Immuntoxizitätsstudien, sicherheitspharmakologische Prüfungen, belastbare Studien zur Reproduktionstoxikologie. Statt umfassender, aussagekräftiger Tests habe es nur sehr begrenzte Studien gegeben — eine kurze Zwei-Wochen-Toxizitätsstudie an der Ratte sowie eine einzige reproduktionstoxikologische Studie, die er aufgrund des Studiendesigns und der verwendeten Spezies als nicht aussagekräftig bezeichnet. Besonders brisant beurteilt er auch die Verwendung toxischer Lipidnanopartikel, die, „das wusste man“, nicht „für die Anwendung beim Menschen“ zugelassen waren. Seine Kritik fasst er pointiert zusammen: „Es ist für mich ein ziemlich skandalöses Vorgehen gewesen.“ Klinische Studien und das Schweigen der Behörden Sterz zufolge habe Pfizer in seiner großen klinischen Studie zwar zahlreiche Nebenwirkungen beobachtet, aber „man hat nicht darauf reagiert.“ Todesfälle seien nicht ausreichend gemeldet worden; nach Beginn der Impfkampagne „direkt nach der Zulassung, wo dann die Substanz in großen Mengen an die Bevölkerung verabreicht wurde“ seien „in kürzester Zeit über 1000 Todesfälle“ aufgetreten. „Das hat aber niemanden gejuckt.“ Das Paul-Ehrlich-Institut kritisiert er scharf: „Das Paul-Ehrlich-Institut wurde wie viele andere Pharmakovigilanzinstitute von Nebenwirkungsmeldungen überrannt. Die kamen gar nicht mehr mit mit dem Zählen. Wer da nicht aufgewacht ist, von dem kann ich nicht glauben, dass der eine Fachkompetenz hat. […] Wenn der weiter macht und nicht sagt: Stopp! Wir müssen hier anhalten! – Dann ist das jemand, der kriminell handelt.“ Für ihn ein unverzeihlicher Vorgang, der nur durch die Angst dieser Personen erklärbar ist: „Man hat ja auch gesehen, was mit Leuten passiert ist, die sich exponiert haben.“ Zu schweigen sei eine „große Verfehlung in Zusammenhang mit einer Aufgabe, die man hat“, gewesen. Der Mensch als Versuchskaninchen in einem Humanexperiment Mit Blick auf die klinischen Prüfungen und die Massenimpfungen spricht Sterz von schwerwiegenden ethischen Problemen, da der Mensch „ein Versuchskaninchen“ geworden sei: „Man hat hier ein Humanexperiment an Milliarden von Menschen durchgeführt, ohne dass deswegen viel passiert ist.“ Dabei dürfe man nicht vergessen: „Wenn ein Mensch in einen Humanversuch eingeschlossen wird, dann muss das nach dem Nürnberger Kodex verlaufen. Wenn das nicht gemacht wird, ist die gesamte Untersuchung verboten.“ Dass Mediziner mit langer Ausbildung und Berufserfahrung diese Impfstoffe als sicher und wirksam betrachteten, kann er nicht fassen: „Wie kann so jemand seinen Verstand abschalten und sagen: Ja, ich glaube, dass das wirklich in Ordnung geht, was uns Herr Spahn oder Herr Lauterbach erzählen.“ Die Palette der Nebenwirkungen Die Palette möglicher Impfnebenwirkungen hält Sterz für umfassend. Viele Krankheitsbilder seien möglich: Probleme im zentralen Nervensystem, Schlaganfälle, Gefäßverschlüsse, Schäden an Herz, Nieren, Haut und Muskeln, Augenschäden, periphere Nervenschäden. „Es gibt eigentlich kein Organsystem, wo es keine Schäden gibt. […] Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. […] Und man braucht nur die einschlägige Literatur zu lesen und man sieht, dass eigentlich nichts verschont wird.“ Hinzu komme als zusätzliche Gefahr das durch die Impfung induzierte Spikeprotein, das mittlerweile labortechnisch nachweisbar ist (Anm. der Red.: Das MWGFD-Labor Inmodia bietet diese Untersuchung an), dauerhaft im Körper verbleiben und „überall Schäden anrichten“ könne. Fertilität und Schwangerschaft Besonders eindringlich spricht Helmut Sterz über die Gefahren bei Fertilität und Schwangerschaft. Frühe Aborte in den Tierstudien, fehlende Daten und wenig aussagekräftige oder abgebrochene Studien hätten niemals zu der für ihn unfassbaren Entscheidung führen dürfen, Schwangere zu impfen. Trotz unzureichender Daten seien werdende Mütter einbezogen worden – mit schweren Nebenwirkungen. Die goldene Regel in der Gynäkologie, mit neuen Substanzen „nie in eine schwangere Frau“ zu gehen, sei verletzt worden. Dass Ärzte diese Impfungen dennoch durchführten, nennt er einen fatalen Fehler, der Konsequenzen haben müsse: „Ich bin der Meinung, dass Ärzte, die gerade bei Schwangeren weiter impfen […] ihren Beruf verfehlt haben und ihre Approbation verlieren sollten.“ Seine Botschaft an Geimpfte: Hoffnung und Vorsicht Trotz all seiner Warnungen versucht Helmut Sterz auch, diejenigen zu beruhigen, die bislang keine Probleme haben. Wer bislang „keine nennenswerten Nebenwirkungen hatte“, habe „sehr vermutlich“ auch in Zukunft keine schweren Schäden zu erwarten – solange er sich nicht erneut impfen lasse. Die Warnung vor jeder weiteren Impfung unterstreicht er mit einem tödlichen Glücksspiel: „Für mich ist das wie russisches Roulette, wo man immer wieder eine Patrone in die Trommel schiebt und schaut, was passiert.“ Persönliche Betroffenheit Besonders be

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  2. Bettina Komm: Das tut mir sehr sehr leid

    6D AGO

    Bettina Komm: Das tut mir sehr sehr leid

    Das Interview wurde erstmalig am 17. 11. 2025 veröffentlicht. Die Ärztin Bettina Komm spricht leise und hochkonzentriert — manchmal ringt sie um Worte, manchmal kämpft sie mit den Tränen. Ihre Geschichte ist die einer Frau, die als Medizinerin dem öffentlichen Narrativ vertraute, selbst schwer erkrankte und heute tiefes Bedauern verspürt. Und es ist die Geschichte eines Menschen, der – auf der Suche nach Heilung – eine vorsichtige Hoffnung in sich trägt. Bettina Komm hat geimpft und wurde geimpft — und sie möchte offen darüber sprechen. „Mein Anliegen ist es, hier über die Erkrankung zu sprechen und auch über das Thema Impfen zu sprechen, weil ich selber geimpft wurde, davon auch Impfschäden davongetragen habe, also selber betroffen bin, und auch selber geimpft habe.“ Vertrauen auf das offizielle Narrativ Bettina Komm, eine seit 2016 approbierte, chirurgisch tätige Ärztin, schildert ihren Weg der letzten Jahre mit leiser Stimme. Immer wieder werden die Sätze der zarten, zerbrechlich wirkenden Frau von Pausen, Tränen und dem Ringen um Worte unterbrochen. Denn schon Ende 2019 musste sie ihre ärztliche Tätigkeit beenden: „Weil ich selber erkrankt bin.“ Aus dieser Erkrankung, geprägt von Symptomen, die sie rückblickend als COVID-Symptome einordnet – entwickelte sich ein komplexer Leidensweg, der ihr Leben grundlegend veränderte. Zunächst litt sie an völliger Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Gliederschmerzen und Lichtempfindlichkeit, bis – „ich hab es damals als Segen gesehen – endlich weiß jemand, was ich habe“ – eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde. Nach zwei Operationen und einem Rehaaufenthalt versuchte sie, wieder ins Leben zu finden. Doch dann, Anfang 2020, überschattete die Corona-„Pandemie“ ihren Alltag. Aus gesundheitlicher Schwäche, Verunsicherung und Sorge suchte sie Orientierung in offiziellen Quellen und empfohlenen Maßnahmen. So habe sie jeden Abend die Tagesschau gesehen, um auf dem Laufenden zu bleiben, erzählt sie im Gespräch mit Johannes Clasen. Auch habe sie regelmäßig den Podcast von Prof. Drosten gehört. Ihm, dem Spezialisten von der Charité, habe sie vertraut. Sie habe ihn als „kompetenten Wissenschaftler“ gesehen, der Studien zitiert habe. „Ich war im Vertrauen, dass das Hand und Fuß hat.“ Das Vertrauen in die offizielle Linie und das Gefühl, eine Vorbildfunktion im Umfeld innezuhaben, bestimmten konsequent ihr Verhalten. Bettina Komm zweifelte nicht und versuchte, alles, was seitens der Schulmedizin und der Politik empfohlen wurde, gewissenhaft umzusetzen. Die Impfung – persönliche Erfahrung und berufliches Handeln Als die Impfungen verfügbar waren, ließ sie sich im Februar 2021 erstmalig mit AstraZeneca impfen. Sie war froh darüber, sah die Impfung als den „Weg raus“ aus dem Lockdown. Doch die körperlichen Reaktionen nach der ersten Dosis waren heftig: „Diese Impfung hat mich einfach mal zwei Wochen ausgeknockt.“ „Ganz furchtbar“ sei es ihr ergangen. Dennoch ließ sie sich ein zweites Mal impfen, und entschied sich aufgrund der Studienlage bewusst erneut für AstraZeneca. Die körperlichen Probleme blieben: „Das war ähnlich schlimm, also ich hatte direkt nach der Impfung diese schlimmen Nebenwirkungen.“ Später, als AstraZeneca schon vom Markt genommen war, ließ sie sich noch ein drittes Mal impfen – diesmal mit BioNTech. Sukzessive verschlechterte sich ihr körperlicher Zustand: „Mein Lymphödem hat sich nach jeder Impfung verschlimmert, das hatte ich von der OP, das hat sich nach jeder Impfung verschlechtert, und mein Allgemeinzustand auch.“ Die körperlichen Folgen halten an bis heute – und treffen sie existenziell: „Katastrophal“ sei ihr Zustand, sagt sie unter Tränen. Bis zu ihrem körperlichen Zusammenbruch arbeitete sie, überzeugt von dem, was sie tat, neben ihrer Teilzeittätigkeit als Ärztin im Homeoffice ein bis zweimal pro Woche in Impfzentren in Berlin. Gerne habe sie diese Arbeit gemacht, sagt sie, sah sie die Impfung doch immer noch als notwendigen Weg aus dem Lockdown an. Zudem sei die Vergütung attraktiv gewesen. Da sie aufgrund ihres körperlichen Zustands nur reduziert arbeiten konnte, sei die Arbeit im Impfzentrum eine gute Möglichkeit gewesen, „dann bisschen mehr auf dem Konto“ zu haben. Rückblickend ringt sie mit der Verantwortung für die Menschen, denen sie die Impfung empfohlen und die sie selbst geimpft hat: „Da empfinde ich großes Bedauern und das tut mir sehr, sehr leid, dass ich damals nicht anders mich hab verhalten können.“ Und klar formuliert sie ihre heutige Botschaft an die, „die ich geimpft habe, … denen ich gesagt habe, lasst euch impfen.“ „Ich würde es heute nicht mehr empfehlen.“ Die Folgen: ein Leben mit ME/CFS und Grenzerfahrungen Bettina Komms Alltag ist heute geprägt von den Symptomen einer schweren ME/CFS-Erkrankung, zusätzlich getriggert durch Reaktivierungen der Cytomegalie- und EpsteinBarr-Viren. Morgens wache sie schon mit Schmerzen und einem Gefühl von körperlicher Schwere auf. Alles müsse sie sehr langsam und ruhig machen. „Aufstehen, Kaffee machen, ins Bad gehen, das braucht absolute Ruhe, […] da darf nichts von außen kommen, was mich irgendwie stresst.“ Arbeitsfähig sei sie dadurch nicht mehr. Ihrem früheren Hobby, der Jägerei, könne sie ebenfalls nicht mehr nachgehen. Da sie den Weg in das Revier nicht allein bewältigen kann, komme sie „heute nicht mehr in den Wald, nicht alleine. […] Wenn mich jemand hinbringt, dann bin ich da vielleicht eine halbe Stunde und dann muss ich wieder zurück und dann ist der Tag quasi fast vorbei.“ Finanzielle und bürokratische Hürden verschärfen ihre Lage. Bis vor Kurzem habe sie eine Berufsunfähigkeitsrente bekommen, da Gutachter „eine psychische Vermutung in den Raum gestellt und … mir ein Jahr Zeit gegeben“ hatten, „wieder fröhlicher zu werden.“ Offensichtlich sei ihr das gelungen, sagt sie bitter, da sie nun gutachterlich als gesund eingestuft wurde. So sei sie heute bei einem noch offenen Widerspruchsverfahren schwer krank und ohne Einkommen Ihre große Verzweiflung über ihren gesundheitlichen Zustand und die Aussagen „der Schulmedizin“, dass sie „halt damit leben“ müsse, dass das „jetzt immer so […] oder schlimmer“ bleiben werde, führten sie „vor zwei oder drei Jahren“ zu tiefen existenziellen Fragen. Sie beschäftigte sich mit Tod und Sterben „soweit, dass ich beim Verein für Sterbehilfe beigetreten bin, weil ich mich echt gefragt hab, möchte ich so weiterleben?“ Die Antwort war: „Vielleicht auch nicht.“ Diese Grenzerfahrung war für sie nicht nur ein Tiefpunkt, sondern ein Auslöser für Veränderung, ein Auslöser für die Entscheidung für das Leben: „Das war, so würde ich sagen, der Wendepunkt, … weil da ging auf einmal eine Tür auf.“ „Nur weil das die Schulmedizin so sieht, muss es nicht so sein.“ Dieser Wendepunkt brachte eine veränderte Perspektive mit sich: „Es kam irgendwie noch einmal von außen die Info, nur weil das die Schulmedizin so sieht, muss es nicht so sein.“ Sie fand Ärzte, die Hoffnung gaben, die ihr zusicherten, dass fünf Jahre keine Zeit für Heilung seien. So begann sie, nach Alternativen zu suchen und beschäftigt sich heute mit alternativen Methoden – Bioresonanz, Natur, Persönlichkeitsentwicklung, Bewusstseinsarbeit. Sie beschreibt einen Prozess des Ausprobierens und Findens: „Ich bin so jeden Schritt nachgegangen, wo ich gedacht habe, ja das kann’s bringen.“ Heute ist sie überzeugt: „Es gibt sicher einen Weg raus. Meine Aufgabe ist grad, den zu finden. Da bin ich sicher inzwischen. … Den darf ich halt noch finden.“ Verantwortung und Bilanz Bettina Komm will ihre Geschichte erzählen – öffentlich und ehrlich. Sie will aufklären, warnen, Verantwortung übernehmen. Denn das Bewusstsein, anderen Menschen diese Injektion verabreicht zu haben, sogar ihre Kinder zur Impfung gedrängt zu haben, macht sie traurig. Kritisch benennt sie ihre persönliche Bilanz: „Kurz vor meiner dritten Impfung hab ich so das Gefühl bekommen, wir kaufen uns ganz schön viel Nebenwirkungen ein.“ So war ihre Konsequenz: „Ich hab dann auch aufgehört zu impfen und ich hab für mich nach der dritten auch entschieden – jetzt reichts. […] Ich lass mich nicht mehr impfen.“ Bettina Komms Weg ist ambivalent: Es ist der Weg einer Medizinerin, die dem offiziellen Narrativ vertraute, einer Patientin, deren Körper und Leben durch Krankheit schwer gezeichnet sind, einer Mutter und Ärztin, die Entscheidungen getroffen hat – und dafür Verantwortung übernimmt. In dem Gespräch spricht sie nicht nur über medizinische Daten und Diagnosen. Sie spricht über ihr Erleben, über ihre Ängste, ihre Überzeugungen, über ihre Erschöpfung, ihre Erkenntnis, ihre Scham, ihre Reue und auch über ihre vorsichtige Rückkehr zu Hoffnung und Eigenverantwortung. Sie war überzeugt, das Richtige zu tun und musste ihren Irrtum erkennen. Die Schwere und Ehrlichkeit dieser Einsicht sind ihr Anstoß für das, wie sie in diesem Gespräch öffentlich macht: ein offenes „Ich habe geimpft“ und ein „Es tut mir leid“, verbunden mit der Äußerung ihres Wunsches, ihre eigene Heilungsgeschichte weiter zu suchen und zu finden. Denn Bettina Komm hat nicht aufgegeben. Trotz Krankheit, Scham und Reue kämpft sie weiter für Heilung, für Erkenntnis und für das Leben.

    46 min
  3. Senta Auth: Für mich war von Anfang an klar, irgendwas stimmt da nicht

    MAY 9

    Senta Auth: Für mich war von Anfang an klar, irgendwas stimmt da nicht

    Das Interview wurde erstmalig am 29. 04. 2025 veröffentlicht. Ein Gespräch mit der Schauspielerin Senta Auth über Haltung, Verlust, Aufarbeitung und Wiedergutmachung. Senta Auth ist bekannt aus der erfolgreichen Serie „Dahoam is Dahoam“, in der sie über 14 Jahre lang eine beliebte Hauptrolle spielte. Wer sie trifft, spürt sofort ihre Klarheit und innere Stärke. Sie ist eine Frau mit Rückgrat, die sich nicht verbiegen lässt – jemand, der nach seinem moralischen Kompass lebt. „Es gibt immer wieder Momente, wo man seine Moral aufrecht halten muss angesichts der gesamten Verrücktheiten, die so auf der Welt tagtäglich einem um die Ohren gehauen werden“, sagt sie gleich zu Beginn des Gesprächs mit Johannes Clasen. Doch diese Haltung hatte für sie Konsequenzen. Als 2021 die Impfkampagne begann, machte sich im Ensemble der Serie Druck breit: Man solle sich impfen lassen, damit es keine Drehausfälle gebe und alles „mit Recht und Ordnung“ zugehe. Bei einem Treffen mit Produktion und Redaktion bekannte Senta Auth jedoch offen: „Ich habe nicht vor, mir diese Injektion verabreichen zu lassen.“ Die Reaktion: „Schweigen im Walde“. Wenige Wochen später kam die Nachricht, dass man sich von ihr trennen werde. Offiziell hieß es, ihre Figur sei „auserzählt“. Interessanterweise habe man ihr noch kurz vor dieser Sitzung mitgeteilt, was man mit ihrer Figur vorhabe, in welche Richtung man sie entwickeln, welche neue Geschichten man für sie erfinden wolle. „Das war schon sehr widersprüchlich“, erinnert sich Senta Auth. „Für mich war der Zusammenhang relativ klar erkennbar, was der eigentliche Grund war.“ Ihre Überzeugung, sich nicht impfen zu lassen, war keine spontane Entscheidung, sondern das Ergebnis gründlicher Auseinandersetzung. Sie habe recherchiert, Fragen gestellt, alternative Informationsquellen gesucht. So war schnell für sie klar, „dass das für mich gar nicht in Frage kommt und ich hab damit auch nicht hinterm Berg gehalten. … Es gab da nicht auch nur eine Sekunde, dass ich darüber nachgedacht habe, dass ich es mache. Für mich war von Anfang an klar, irgendwas stimmt da nicht.“ Je mehr Bausteine sie sammelte, desto mehr habe sie sich gewundert: „Wie kann es sein, dass ein Impfstoff so schnell zugelassen wird? Zu wenig Testphasen, zu wenig Studien, … .“ Immer mehr habe sie sich „mit diesen Geschichten befasst“, sei da „immer weiter eingestiegen“ und habe „die Dinge hinterfragt.“ Als sie sah, dass kritische Stimmen wie Sucharit Bhakdi oder Wolfgang Wodarg diffamiert wurden, war für sie endgültig klar: „Das kann nicht sein! Dass angesehene Mediziner so angegangen und systematisch zugrunde gerichtet werden.“ Ihr Misstrauen wuchs und wuchs. „Irgendwas ist doch da komisch“, habe sie sich immer wieder gedacht. „Das geht nicht mit rechten Dingen zu, da stimmt was nicht.“ Mit ihrer Haltung stand sie in ihrer Branche zunehmend allein da. „Das war eine ganz vergiftete Atmosphäre. … Ich wurde nicht mehr gegrüßt, man hat mit mir auch nicht mehr viel Kontakt gehabt hinter der Kamera.“ „Eine gruslige Geschichte“ sei es gewesen, sie habe sich wie eine Aussätzige gefühlt, „wurde von Kollegen beschimpft“. Aussagen prominenter Kollegen wie „mit Ungeimpften drehe ich nicht mehr“ waren in der Branche nicht selten zu hören und führten bei Senta Auth und anderen ungeimpften Schauspielern zum faktischen Berufsverbot. Senta Auth beklagt: „Einen Diskurs gab es da nicht“, ganz im Gegenteil. „Wir sollten gefälligst mitmachen, dass man wieder ein freies Leben führen kann.“ Für die Schauspielerin, die stets an Offenheit und Dialog geglaubt hatte, war das ein Schock. „Mein gesamtes Weltbild hat sich auf den Kopf gestellt. … Die Kultur- und Künstlerszene hat genau in dieser Zeit so dermaßen versagt, was Toleranz und frei denkende Gesellschaft betrifft.“ In der Kampagne „Alles auf den Tisch“ suchte sie schließlich selbst das Gespräch – mit einer Ärztin aus dem Köln/Bonner Raum, mit der sie das Schicksal der Kinder während der Pandemie thematisierte. „Das hat an Psychoterror gegrenzt, was man mit den Kindern in den Schulklassen gemacht hat.“ Den Kindern und Jugendlichen habe man eine wichtige Entwicklungsphase ihres Lebens genommen. „Das hat man diesen Menschen geklaut, einfach geklaut. Und zwar unter wirklich unmenschlichen Bedingungen.“ Eine Zunahme an Depressionen und Erschöpfungszuständen bei den Heranwachsenden sei nun die Folge. „Das ist ja nicht mehr aufzuholen, das ist vorbei“, so Senta Auths Einschätzung. Persönlich musste sie in der Corona-Zeit nicht nur beruflich schwere Verluste verarbeiten. Ihr Vater starb an ALS – „im Zeitraffer“ kurz nach der Impfung. Eigentlich sei er ein gesunder und fitter Mann gewesen, nach den Impfungen sei es ihm jedoch schnell sehr schlecht gegangen. Dann folgte die ALS-Diagnose – für Senta Auth ist der Zusammenhang evident. Jedoch weiß sie, dass „im Großen und Ganzen … ja die Erkrankungen nicht auf die Impfung zurückgeführt“ werden. „Wie willst du es beweisen?“, so ihre resignierte Frage. Auch im Kollegen- und Freundeskreis musste sie mehrfach erleben, dass Menschen nach der Impfung schwer krank geworden sind. Viele Kollegen würden die Impfung wegen unangenehmer Nebenwirkungen heute bitter bereuen. „Sei froh. Sei froh, dass du es nicht gemacht hast“, bekomme sie zu hören. Senta Auth ist sich jedoch sicher, dass ein Großteil derer „wieder umfallen würde“, wenn mit ähnlichen Druckmitteln gearbeitet würde. Wenn es wieder hieße „ihr dürft nicht reisen, ihr dürft nicht in die Wirtschaft gehen, ihr dürft nicht einkaufen und dieses und jenes und das, dann machen sie es wieder, hundert pro. … Das ist dieser Angst- und Druckmechanismus, der immer wieder funktioniert.“ Doch Senta Auth bleibt konsequent bei sich. „Ich bin keine Systemhure“, sagt sie entschieden. Sie hat ihren Beruf verloren, weil sie ihrer Überzeugung treu geblieben ist – doch ihre Haltung bereut sie nicht. „Je mehr dieser Druck gestiegen ist, desto sicherer war mein Entschluss.“ Auf die Frage, ob es jemals eine echte Aufarbeitung, ein Schuldeingeständnis, eine Wiedergutmachung, einen heilenden Dialog auf Augenhöhe geben könne, antwortet sie skeptisch: „Ich seh ihn bis jetzt nicht, ich seh ihn nicht. Denn jedes Mal wenn es versucht wird, wenn Leute eine Aufarbeitung herbeiführen wollen, diverse Gruppen oder Einzelpersonen, dann kriegt man Vorwürfe: Kannst du jetzt nicht mal die Vergangenheit ruhen lassen? Wollt ihr da unbedingt immer weiter bohren?“ Auch sieht sie nicht, „dass irgendjemand … zur Rechenschaft gezogen wird.“ Da die Medien, die Justiz, die Ärzteschaft und die ganze Kulturszene aktiv die Ausgrenzung betrieben und dadurch Schuld auf sich geladen hätten, sei eine ehrliche Aufarbeitung von diesen Akteuren nicht zu erwarten. „Ich seh es bis jetzt nicht. Ich hab die Hoffnung, aber ich seh’s bis jetzt nicht. … Tut mir leid ich kann leider nichts Besseres sagen.“ Und doch endet das Gespräch trotz aller Resignation und Skepsis mit einem Funken Hoffnung. Denn für Senta Auth ist klar, dass es für eine friedliche Aufarbeitung unverzichtbar ist, im Gespräch zu bleiben und einen Dialog darüber zu führen was passiert ist. So stellt sie abschließend fest: „Aufhören darf man auf keinen Fall zu sprechen, aufzuklären, Dialog zu führen.“ Und dazu ist sie bereit, trotz oder gerade wegen all des erlebten Unbills.

    41 min
  4. Familie Schuh: Früher hat er alles für uns gemacht

    MAY 6

    Familie Schuh: Früher hat er alles für uns gemacht

    Das Interview wurde erstmalig am 17. 09. 2025 veröffentlicht. Am Esstisch der Familie Schuh sitzen drei Generationen: Marianne, 75 Jahre alt, ihre Schwiegertochter Tanja, 50, und Selina, die mittlere von drei Töchtern, 27 Jahre jung. Gemeinsam erzählen sie von Daniel – ihrem Sohn, Ehemann und Vater. Sie erzählen von einem Mann, der einst die Stütze der Familie war, und heute schwerstgeschädigt ist, unfähig, auch nur die einfachsten Dinge alleine zu bewältigen. Der Kontakt zu Familie Schuh kam über deren Schadensmeldung auf unserer Webseite zustande. Der Bruch im Leben Daniel Schuh, heute 49 Jahre alt, erlitt nach seiner zweiten Corona-Impfung am 7. Mai 21 zwei schwere Schlaganfälle. Schon vorher war er gesundheitlich deutlich vorbelastet. Doch trotz schwerer Vorerkrankungen hatte er sich stets zurück ins Leben gekämpft, war arbeitsfähig, aktiv, für seine Familie und Freunde da. Doch nach dem 28. Mai 2021, dem Tag des 2. Schlaganfalls, war nichts mehr, wie es einmal war. „Dann ging die Reise rückwärts“, erinnert sich Ehefrau Tanja. „Massives Fieber im Krankenhaus, die wussten gar nicht mehr, wie sie das Fieber runterbekommen sollten.“ Zudem litt er an Nierenversagen, Rhabdomyolyse (Zerfall von Muskelzellen) und dem sogenannten Zytokinfreisetzungssyndrom, einer systemischen Entzündungsreaktion, die durch die Aktivierung von Immunzellen ausgelöst wird. „Der ganze Körper hat irgendwie rebelliert.“ Selina beschreibt den Moment, als ihr Vater nach dem zweiten Schlaganfall plötzlich nicht mehr ansprechbar war, so: „Nach dem Schlaganfall nach der zweiten Impfung war er wie eine lebendige Leiche, der war komplett weiß, der war komplett neben sich, mit dem konnte man nicht mehr reden. … Der hat hier gesessen und der war gefühlt nicht mehr da.“ Ein Mann, der nichts mehr allein kann Nach 14 Wochen im Krankenhaus kam Daniel als Schwerstpflegefall mit Pflegegrad 5 nach Hause zurück. Er kann bis heute weder laufen noch stehen, nicht allein essen, nicht einmal nachts selbstständig eine neue Lage im Bett finden oder um Hilfe rufen. „Er kann wirklich nichts, er kann gar nichts,“ so Tanja. Im Gegenteil: Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich zusehends. Ein Lifter ist nötig, um ihn aus dem Bett zu heben. Ein Babyphon gibt nachts Sicherheit. Um die Pflege bewerkstelligen zu können, war eine räumliche Veränderung des Hauses notwendig. Das Leben der Schuhs musste von Grund auf neu organisiert werden. „Früher hat er alles für uns gemacht, oder für die Kinder, und jetzt müssen alle Arbeiten für ihn erledigt werden“, sagt Tanja. Auch die intimsten Handgriffe wie Wickeln und Füttern übernehmen Ehefrau und Töchter – ohne Zögern. Marianne lobt ihre Familie voller Stolz: „Das muss man den drei Mädchen und auch meiner Schwiegertochter hoch anrechnen, dass sie meinen Sohn so gut versorgen. Hut ab. … Das sagt jeder hier im Ort, Hut ab vor den drei Töchtern, was die an ihrem Vater gut machen.“ Wenn Kinder sich um ihre Eltern kümmern müssen Für Selina und ihre Schwestern ist das Leben seitdem ein anderes als das ihrer Altersgenossen. Während andere junge Erwachsene ihre Freizeit genießen, übernehmen sie zu Hause den „Papa-Dienst“. „Das Wochenende ist für uns kein Wochenende in dem Sinne, wie es jemand anderes hat, wir haben am Wochenende immer, ich nenn es Papa-Dienst, weil wir teilen uns das dann auf. … Wir sind dann wirklich von morgens bis abends mit Papa zusammen, müssen uns komplett um Papa kümmern, wir müssen Mama entlasten, das ist ja ganz klar.“ Und als Daniel selbst einmal in einem „klaren Moment“ beklagte, dass er nun pflegebedürftig im Rollstuhl sitzen müsse, fanden seine Kinder liebevolle Worte: „Papa, es ist doch ganz klar. Als wir klein waren, warst du für uns da und jetzt sind wir für dich da. Das ist doch ganz normal. Wir würden den Papa und die Mama niemals hängen lassen, egal wie schwer die Zeit ist.“ Die hochtoxische Charge – und ein doppeltes Familien-Drama Besonders dramatisch ist ein Detail, das die Familie zutiefst erschüttert hat: Daniel erhielt bei seiner zweiten Impfung die Charge EX 8679 – laut Rechtsanwalt Ulbrich eine der toxischsten Chargen überhaupt. Doch nicht nur Daniel bekam diese Charge. Auch Tanjas Vater erhielt am 1. Mai 2021 EX 8679. Er erlitt kurz darauf einen Schlaganfall, entwickelte hohes Fieber, massive Entzündungswerte – die gleichen Symptome, die auch Daniel nach seiner zweiten Impfung zeigte. Am 25. Mai verstarb er. Nur drei Tage später, am 28. Mai, erlitt Daniel seinen zweiten schweren Schlaganfall. Tanja erinnert sich: „Für mich ist das abgelaufen wie im Film. Mein Vater ist am 25. Mai verstorben, mein Mann hatte am 28. Mai den zweiten schweren Schlaganfall. Ich wusste damals nicht, wo die Reise hingeht. Ich hab die Parallelen der Symptome zu meinem Vater gesehen. Mir ist schlagartig klar geworden, dass das im Prinzip dasselbe war, wie bei meinem Vater.“ Selina ergänzt: „Es war gar keine Zeit zum Trauern gewesen in der kurzen Zeit.“ Der Tod des Großvaters, dann der Schlaganfall des Vaters. „Das war alles so gleich und gleichzeitig. Das war wirklich schlimm.“ Gott sei Dank habe die ganze Familie sich gegenseitig geholfen und unterstützt, „aber Zeit zum Trauern war definitiv nicht.“ Kampf um Anerkennung – und das Schweigen der Verantwortlichen Neben der körperlichen und psychischen Belastung kommt noch eine weitere, kaum auszuhaltende Bürde hinzu: Daniel und seine Familie haben keine Anerkennung für das erlittene Leid erhalten. Vor Gericht scheiterten sie. „Der erste Satz der Richterin war, dass sie gewillt ist, dem Oberlandesgericht von Koblenz zu folgen“, erzählt Tanja. Diesem Urteil nach überwiegt der Nutzen der Impfung die Risiken bei Weitem. „Vor uns waren sieben andere Verhandlungen, alle zum gleichen Thema. … Keine Chance, wir sind nicht zu Wort gekommen. … Der letzte Satz von den Rechtsanwälten von BioNtech war: Es tut uns leid, dass es Ihren Mann so getroffen hat. Und dann war die Verhandlung vorbei.“ Doch damit nicht genug. Immer wieder hat die Familie versucht, Antworten zu bekommen – von Ärzten, vom PEI, von „Leuten, die auf höheren Stellen sitzen.“ Warum hat sich Daniels Körper so verheerend verändert? Warum hat niemand gewarnt? Warum musste es so weit kommen? Doch auf ihre Fragen bekamen sie keine Antwort – im Gegenteil. „Am schlimmsten ist es, wenn man die Leute anspricht oder nachfragt“, sagt Selina unter Tränen. „Da bekommt man nur gesagt: Sie sollten besser nicht mehr nachfragen, sonst hat das ganz andere Konsequenzen. … Wir sollten am besten aufhören, Fragen zu stellen. … Ich mein das ist ja klar, die haben alle mehr Geld und bessere Anwälte, die können sich das erlauben, aber uns glaubt halt keiner, das ist traurig, dass man nicht mal eine Antwort bekommt“, klagt sie weinend. Nur die Sanitäter aus dem Krankenwagen, denen ähnliche Schicksale bekannt seien, hätten ihnen ein Feedback gegeben und ihnen geglaubt. Auch der Hausarzt habe die Familie ernst genommen und das auch in einem Attest niedergeschrieben. Leider bislang ohne spürbare Konsequenzen. Finanzielle Not Die Rund-um-die-Uhr-Pflege hat die Familie auch in finanzielle Not gestürzt. Tanja kann nicht mehr arbeiten, weil Daniel nie allein gelassen werden darf. Die Töchter sind berufstätig, doch die Pflege fordert zusätzliche Kräfte, Zeit und Geld. Vieles, was dringend nötig wäre – bessere Hilfsmittel, spezielle Windeln, hochwertigere Pflegeprodukte – wird von der Krankenkasse nicht übernommen. Selina schildert: „Wir bekommen nur eine Sorte Windeln bezahlt von der Krankenkasse, davon wird Papa wund und bekommt Ausschlag. Wir brauchen daher spezielle Windeln, die extrem teuer sind, die werden von der Krankenkasse nicht bezahlt, da bleiben wir auf den Kosten sitzen.“ Die Familie ist auf das Pflegegeld angewiesen, um die laufenden Kosten tragen zu können. Ein Pflegedienst ist daher unbezahlbar. Die Last liegt allein auf den Schultern der Ehefrau, der drei Töchter und deren Großmutter. Bewundernswerter familiärer Zusammenhalt – und ein Appell Trotz aller Lasten – der körperlichen, der seelischen, der finanziellen – hält die Familie unerschütterlich zusammen. Drei Generationen, die gemeinsam kämpfen – gegen eine Krankheit, gegen das Vergessenwerden, gegen die Ungerechtigkeit, gegen das finanzielle Loch, in das sie gefallen sind. „Ein kleiner Piks mit verheerenden Folgen“, sagt Tanja leise, während ihr Mann im Nebenzimmer hustet. Selina fasst die Hoffnung der Familie in Worte: Da es nicht mehr zu ändern sei, wünsche sie sich, „dass man Hilfe bekommt, dass man das anerkannt bekommt, was passiert ist.“ Denn: „Die Hoffnung stirbt zuletzt, egal wie unfair das Leben ist.“

    35 min
  5. Jürgen Fliege: Mich kriegen die nicht mehr auf die andere Seite

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    Jürgen Fliege: Mich kriegen die nicht mehr auf die andere Seite

    Das Interview wurde erstmalig am 09. 09. 2025 veröffentlicht. Der evangelische Pfarrer Jürgen Fliege ist als Fernsehpfarrer einer der bekannten Gesichter, die während der Corona-Jahre kritisch nachfragten. Im Gespräch mit Johannes Clasen schildert er seine Erfahrungen: zwischen persönlicher Erkrankung, einer inszenierten Angstkampagne, seiner Enttäuschung über die Kirchen und seiner tiefen Überzeugung, dass Vertrauen in das Leben und in die eigenen Kräfte durch Krisen trägt. Trost durch Wahrnehmen von Leid Jürgen Fliege weiß: Viele Menschen, die unter den Folgen der Corona-Impfungen leiden, fühlen sich alleingelassen. Daher ist für ihn das Wahrnehmen dieses Leids entscheidend. In seiner Sprache ist es „ein Riesentrost, wenn sie anerkannt werden, dass jemand neben sie gestellt wird, oder sich stellt, und dadurch dafür sorgt, dass sie nicht mehr verrückt gemacht werden können. Sondern wie ein zweiter Baum stellt sich einer daneben und sagt: Ich fühle ganz genau, wie es dir geht.“ So sieht er seine Aufgabe darin, den geschädigten Menschen durch Hinschauen und Mitfühlen beizustehen: „Ich kann dein Leben nicht unbedingt direkt ändern, wenn du betroffen bist, aber ich kann mich einen Augenblick meines Lebens neben dich stellen, dir zuhören und erleben, wie du dich langsam aufrichtest, weil ein Teil deines Verstecktseinmüssens jetzt weggeht. … Ich schau dich an mit allem was du bist und was du ertragen hast, und in diesem Augenblick geht eine Energie durch diesen gekränkten, kranken, kaputtgemachten Menschen.“ So könne Betroffenen ein Moment der Hoffnung geschenkt werden. Angstkampagne und Vertrauen ins Leben Von Beginn an habe er gespürt, dass bei Corona „etwas nicht stimmt“ und mit Angst gearbeitet wurde. Doch er habe sich nicht verrückt machen lassen von einer „weltweit inszenierten Angstkampagne.“ Bewusst habe er sich gegen die Impfung entschieden. Gegen die Angstkampagne sei er gefeit gewesen – gegen die Krankheit nicht. So erkrankte er selbst schwer an Corona und war zwei Wochen lang ans Bett gefesselt. Bis heute leidet er an Empfindungsstörungen der Füße. In der Krankheit habe ihn sein tiefes Vertrauen getragen – sein Vertrauen in die Selbstheilungskräfte des Körpers, in das Immunsystem, in das Leben und in Gott. „Ich werde nicht von der Pharma gerettet, ich werde gerettet durch die Millionen Jahre, die in meinen Zellen stecken“, sagt er. Dieses Vertrauen hat Jürgen Fliege bis heute nicht verlassen, ist seine Lebenshaltung geblieben. Sein Blick auf das Leben bleibt geprägt vom Glauben daran, dass Stärke und Heilung aus den Widerstandskräften des Körpers und aus spirituellem Vertrauen wachsen. Angst schwächt – Vertrauen stärkt, so seine Überzeugung. Neue Medien als Quellen der Orientierung Die Coronazeit führte Jürgen Fliege in eine neue Welt: die der alternativen Medien. Dort suchte er nach neuen Informationen, prüfte Narrative und hinterfragte Interessen. „Ich brauchte Quellen“, sagt er. Denn die Suche nach Quellen sei das Wesen der Theologen. So fand er in den alternativen Medien Stimmen, die ihm halfen, die Mechanismen der Angstkampagnen zu durchschauen und eine Gegenposition zur offiziellen Darstellung zu gewinnen. Die Enttäuschung über die Kirchen Besonders bitter ist für Pfarrer Jürgen Fliege die Enttäuschung über die Kirchen, die in der Coronakrise aus seiner Sicht massiv versagt hatten. Anstatt Trost zu spenden, Orientierung zu geben, Vertrauen und Glauben vorzuleben, hätten sie sich vor allem durch Angst und kritiklose Anpassung an staatliche Vorgaben ausgezeichnet. Daher habe er schon früh Kirchenvertreter gewarnt: „Achtung, hier gibt es Verführung im Land!“ Diese käme von Pfizer und die Kirchen seien aufgerufen, diese Verführung zu erkennen. Immer wieder habe er an Pfarrer appelliert, ihr Wächteramt über die Seelen der Menschen wahrzunehmen. Er habe Kontakt zu Kirchenoberen gesucht, an Bischöfe geschrieben, runde Tische, an denen auch nicht gehörte Stimmen Platz haben sollten, gefordert. Doch die Antworten blieben aus oder waren ausweichend: „Man sei sich des Problems bewusst.“ „Kein Vertrauen in Gott, kein Vertrauen ins Immunsystem“ – so beschreibt er die Haltung vieler Kirchenleitungen. Hart kritisiert Fliege, dass die Kirchen bis heute nicht hinschauen und nicht aufarbeiten wollen. „Sie werden es nicht tun. Vorbei. Vergiss es. Keine Chance. … Das ist die Realität der gutmeinenden Kirchenleute.“ Lediglich einzelne Pfarrer hätten Räume für Diskussion geschaffen. Insgesamt jedoch habe die Kirche, so Fliege, als Institution auf der Seite der Angst gestanden: „Das ist nicht die Insel der Seligen“, so sein bitteres Resümee. Gesellschaftliche Spaltung und Wege der Heilung Die Gesellschaft sei durch die Pandemie und ihre Folgen tief gespalten, sagt Fliege. Er selbst musste erleben, wie sich innerhalb seines Umfeldes Vertrauen und Misstrauen, Anpassung und Widerstand gegenüberstanden. Er spricht von einer Spaltung, die weit über Corona hinausgeht – auch andere Themen wie der Krieg in der Ukraine verstärken diese Brüche. Doch er sieht Wege zur Heilung: Zeit und Rückzug. „Die Zeit spielt auf beiden Seiten“, sagt er. Während manche hoffen, dass Gras über die Dinge wächst, sieht er die Zeit auch „auf unserer Seite. Wir brauchen nur mehr Zeit. … Es braucht andere Bedingungen, damit wir gehört werden. Solange es noch Menschen gibt, die Angst haben, ihr Leben oder ihre Reputation oder ihr Gehalt zu verlieren“, sei Aufarbeitung schwierig. Mit der Zeit bestehe jedoch die Chance, dass Wahrheit sichtbar wird. Zudem tragen für ihn der Rückzug in die Natur, das Innehalten und die Rückbesinnung auf einen „Rückzugsort in uns“ wesentlich zur Heilung bei. In der Natur, sagt Fliege, lerne der Mensch wieder, Gott zu begegnen, Vertrauen zu schöpfen, Selbstvertrauen und den Umgang mit Fehlern zu lernen. „Natur heißt: Ich glaube an meine eigenen Widerstandskräfte, die ich trainiert habe. … Der Dreck, den wir ertragen, macht unsere Widerstandskraft erst groß“, so seine Überzeugung. Fazit Für Jürgen Fliege ist die Erfahrung der Corona-Jahre eine Frage von Vertrauen versus Angst. Während Angst spaltet und lähmt, eröffnet Vertrauen die Möglichkeit von Heilung, Trost und neuer Stärke. So sieht er sich auf der Seite derer, die sich der Angstkampagne verweigert haben, und schöpft Kraft aus der Überzeugung, dass Heilung von innen kommt – durch das Immunsystem, durch den Glauben, durch die Nähe zur Natur, durch Vertrauen. So formuliert er am Ende des Gesprächs: „Mich kriegen die nicht mehr auf die andere Seite.“ Ein Satz, der seine Haltung und seine Botschaft zusammenfasst – Vertrauen ins Leben statt Angst, klare Worte statt Schweigen und die Hoffnung, dass individuelle und gesellschaftliche Heilung möglich wird.

    39 min
  6. Tanja: Ich zähle mich zu denen, die glaub ich Glück hatten

    APR 29

    Tanja: Ich zähle mich zu denen, die glaub ich Glück hatten

    Das Interview wurde erstmalig am 21. 07. 2025 veröffentlicht. Tanja ist Kinderkrankenschwester, Podologin und Heilpraktikerin. Nach mehreren Corona-Impfungen entwickelte sie Symptome, die ihr Leben grundlegend veränderten: neurologische Ausfälle, brennende Schmerzen, Läsionen im Gehirn, chronische Erschöpfung. Die klassische Schulmedizin bot ihr keine Erklärung – und keine Hilfe. Erst als sie begann, selbst Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und alternative Wege zu gehen, fand sie neue Hoffnung und erfuhr Besserung ihrer Beschwerden. Im Gespräch mit Johannes Clasen erzählt sie von Leidensdruck und Selbstverantwortung – und einem Gesundheitssystem, das dringend offener für alternative Therapiekonzepte werden muss. Tanja ist eine Frau, die nicht aufgibt. Heute ist sie 53 Jahre alt und blickt auf eine Zeit zurück, die ihr Leben auf den Kopf gestellt hat – eine Zeit mit vielen Tiefen, Schmerzen, Fragen, Zweifeln. Und mit einem Weg, der für sie heute einer der Selbstverantwortung und des Vertrauens in die Selbstheilungskräfte ihres Körpers ist. Tanja war viele Jahre lang Kinderkrankenschwester in einer Klinik – in Teilzeit auf der Infektionsstation. Parallel arbeitete sie als Heilpraktikerin und Podologin. Als die Corona-Pandemie begann, zählte sie als medizinisches Personal zur priorisierten Gruppe. Die Impfung war keine Option – sie war Pflicht. Es war keine Frage, sich als klinisches Personal impfen zu lassen. „Es war ein Muss.“ Im April 2021 erhielt sie die erste Dosis der Corona-Impfung (BioNTech), die zweite bekam sie im Mai, später folgte noch ein Booster. Alle Impfzentren seien damals überlaufen gewesen, sagt sie, sodass sie auf ein weiter entferntes Impfzentrum ausweichen musste. Die Lage in den Kliniken war ernst, auch in Tanjas Umfeld: „In der Intensivstation war der Notstand ausgebrochen. …. Es sind wirklich die Leute weggestorben, es war wirklich so“, erinnert sie sich. Ihre eigene Tochter, zu dem Zeitpunkt Auszubildende zur Kinderkrankenschwester, wurde auf die Intensivstation beordert und dort angelernt, das Notfallmaterial zu betreuen. Da sie nach kürzester Zeit nervlich am Ende gewesen war, wollte sie sogar die Ausbildung abbrechen. „Die Situation war schlimm.“ Tanja hatte keine Angst vor dem Virus, sagt selber, dass sie der Impfung „lange skeptisch“ gegenübergestanden habe. Doch bald nach der Impfung begann ihre gesundheitliche Krise. „Ich hab gemerkt, dass es mir nicht gut bekommt.“ Die Symptome kamen schleichend, verstärkten sich nach dem Booster massiv: Taubheitsgefühle, brennende Schmerzen, Sehstörungen, extreme Erschöpfung, neurologische Ausfälle. „Es gab immer eine schulmedizinische Erklärung:“ – ein Bandscheibenvorfall, ein Karpaltunnelsyndrom, Hormonschwankungen. Doch Tanja spürte: Das erklärt nicht alles. Mit jedem Monat kamen neue Symptome dazu: Nervenschmerzen, brennende Haut, Geräuschüberempfindlichkeit, Koordinationsstörungen, kognitive Ausfälle, einschießende Schmerzen „als ob ich an Strom häng.“ Sie fühlte sich „als ob ich brenn“. Schlimm sei gewesen, dass „immer alles über die Psyche definiert“ wurde. Rückblickend sagt sie selbstkritisch: „Ich hab ganz lange gebraucht, und es musste ein ganz großer Leidensdruck entstehen, bis ich realisiert hab, da stimmt was nicht.“ Erst nach der 3. Impfung habe sie einen Zusammenhang mit der Impfung gesehen. Aus heutiger Sicht kann sie das „nicht mehr verstehen.“ Eigentlich hatte sie sich die Boosterimpfung nicht mehr geben lassen wollen. Sie war jedoch notwendig, um ihrer Tochter den Abschluss der Ausbildung zu ermöglichen. Danach verschlechterte sich ihr ohnehin schon angeschlagener Gesundheitszustand deutlich. Sie konnte kein Bett mehr schieben, hatte Angst, dass ihr in der Klinik ein Kind aus der Hand fällt. Irgendwann war der Leidensdruck so groß, dass sie beschloss: „Ich möchte, dass mein Kopf untersucht wird, weil mit meinem Kopf irgendwas nicht mehr stimmt.“ Ein MRT brachte schließlich Klarheit – und „eine Schockdiagnose“: in ihrem Gehirn fanden sich entzündliche Läsionen, die einer MS-Erkrankung ähnelten. „Im Befundbrief stand: ED (Encephalomyelitis disseminata). Ich wusste zunächst nicht, was das heißt.“ Andere typische Marker für MS fehlten. Tanja erhielt keine klare schulmedizinische Diagnose und auch keine gezielte Therapie. Stattdessen Unsicherheit, psychologische Zuschreibungen und, da von der Schulmedizin allein gelassen, ein wachsender Leidensdruck. Erst als sie aufhörte, nur im schulmedizinischen System nach Antworten zu suchen, begann sich etwas zu verändern. Eine befreundete Ärztin riet ihr zur Ausbildung bei der Internationalen Gesellschaft für Regulationsmedizin (IGAF). „Dann kannst du dir selber helfen.“ 2023 begann Tanja eine Ausbildung zur Regulationstherapeutin bei der IGAF (Internationale Gesellschaft für Autonome Funktionsdiagnostik und Regulationsmedizin) – und fand dort Menschen, Therapeuten und eine Sprache für das, was sie fühlte. Plötzlich war da Verständnis. Und Wissen. „Ein Therapeut sagte zu mir: ‚Du hast kein MS – deine Mitochondrien sind geschädigt.‘“ Ein Aspekt, der in der klassischen Medizin kaum Beachtung findet. Sie begann, mit Laborwerten zu arbeiten, die klassische Schulmediziner nicht kennen. Ihr Hausarzt konnte mit den Befunden nichts anfangen. „Wenn man nicht glaubt, dass es eine Mitochondrienschädigung gibt, dann kann man es auch nicht sehen.“ Durch ein intensives Therapiekonzept aus unterschiedlichen naturheilkundlichen Verfahren begann nun ihre Reise auf dem Weg zur Besserung. Eine Corona-Infektion im Herbst 2023 verschlechterte ihren Zustand massiv – trotz dreifacher Impfung. „Ich war noch nie so krank“, sagt sie. Mit 40 Grad Fieber und einem Infiltrat auf der Lunge wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert. Dort habe sie nur geweint, sagt sie, nervlich sei sie am Ende gewesen. Doch letztlich half ihr ihr eigenes Wissen – sie ließ sich frühzeitig entlassen, um sich selbst mit Vitamin-C-Infusionen zu behandeln. Eine lange Rekonvaleszenz folgte. Die nachhaltigsten Verbesserungen erzielte sie mit dem sogenannten Hypoxietraining, das sie bei ihrer Weiterbildung kennengelernt hatte und das sie dank privater Kontakte regelmäßig nutzen konnte. Durch diese gezielte „Mitochondrienaktivierung“ – eine Art simuliertes Höhentraining – kam ihre Energie langsam zurück. Begleitend begann sie eine umfassende, intensive Entgiftung und eine homöopathische Konstitutionstherapie. Auch regelmäßige Aufenthalte in einer anthroposophischen Klinik helfen ihr. Alle sechs Monate unterzieht sie sich dort einer Hyperthermie-Behandlung, Misteltherapie und Vitamin-C-Infusionen. Das hilft ihr sehr – auch gegen die Fatigue. Heute sagt Tanja, dass ihr allergrößtes Glück gewesen sei, durch ihre Weiterbildung viele Kontakte und Informationen über verschiedenste Behandlungskonzepte gehabt zu haben. „Es war alles so ein Puzzle … jedes Puzzleteil macht halt dann seins.“ Jetzt habe sie für sich „ein Repertoire gefunden“ – individuell und ganzheitlich. Sie nutzt, was ihr hilft und wendet es diszipliniert und kontinuierlich an. „Ich zähl mich zu denen, die, glaub ich, Glück hatten – Glück im Unglück“, resümiert sie. Vollständig gesund ist sie jedoch nicht. Wenn sie einen Infekt bekommt, werden die Symptome wieder schlimmer. Doch ihre umfangreichen naturheilkundlichen Behandlungsansätze, die vorwiegend auf eine Entlastung des Körpers und eine Stabilisierung der Mitochondrienfunktion und des Immunsystems abzielen, helfen ihr auch bei Verschlechterungen. Tanja möchte kein Urteil fällen, sie drängt sich niemandem auf, denn sie weiß: „Solang der Leidensdruck nicht groß genug ist, kommt man nicht ins Tun, ins Nachdenken.“ Anderen hilft sie – wenn sie darum gebeten wird. Klar sagt sie: „Ich würde mich heute nicht mehr impfen lassen. Ich würde heute sofort die Klinik verlassen und kündigen.“ Den Mut hatte sie damals nicht. Die neue modRNA-Technologie sieht sie kritisch. „Ich bin froh, dass meine Kinder heute groß sind.“ Tanjas Geschichte macht Mut. Sie zeigt, dass es Wege geben kann – auch außerhalb klassischer Behandlungsraster. Und dass es möglich ist, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Sie ist ein Aufruf, das Gesundheitssystem zu öffnen – für neue Diagnosen und für alternative Heilmethoden. „Therapie, wenn man es positiv angeht, kann Erfolg haben, dafür bin ich ein Beispiel.“

    54 min
  7. Ralf Tillenburg und Katja: Ich hab alles nachweisen lassen

    APR 26

    Ralf Tillenburg und Katja: Ich hab alles nachweisen lassen

    Das Interview wurde erstmalig am 01. 07. 2025 veröffentlicht. Katja war gesund, als sie 2021 ihre erste COVID-19-Impfung erhielt. Heute lebt sie mit über 30 Diagnosen, ist schwer pflegebedürftig und kämpft jeden Tag ums Überleben. Im Gespräch mit dem Arzt Ralf Tillenburg und Johannes Clasen schildert sie ihren dramatischen Leidensweg – mit klaren Laborbefunden, aber ohne Kostenübernahme durch das Gesundheitssystem. Da sie alle Diagnosen mit Befunden nachweisen kann, fordert sie nun Anerkennung und Hilfe. Als Katja im April 2021 ihre erste COVID-19-Impfung erhielt, konnte sie nicht ahnen, dass dieser Moment ihr gesamtes Leben verändern würde. Heute, vier Jahre später, sitzt sie schwer krank in der Praxis des Allgemeinmediziners Ralf Tillenburg, der sich auf die Behandlung von Impfgeschädigten spezialisiert hat. Was sie erzählt, ist erschütternd, vor der Kamera zu sitzen und über ihren Leidensweg zu berichten kostet ihr sichtlich viel Kraft. Vor den Impfungen sei sie gesund gewesen, habe nur eine Nickelallergie gehabt, so Katja. Jetzt habe sie über 30 Diagnosen, viele davon seien schwer und irreversibel. Katjas Leidensweg begann schleichend. Bereits nach der ersten Impfung spürte sie starke Veränderungen. Nach der zweiten im Mai 2021 wurde es schlimmer, die dritte Impfung verschärfte alles. Tragischerweise gehören alle drei Impfchargen, die Katja erhalten hat, zu jenen, die als besonders schadensträchtig gelten – wie in dieser Übersicht dokumentiert ist. Auch in der vom Paul-Ehrlich-Institut veröffentlichten Auswertung über Verdachtsfälle von Impfreaktionen und Komplikationen sind Katjas drei Chargen aufgeführt. Die vollständige Liste steht als Exceltabelle zum Download bereit. Katja entwickelte Lähmungen in den Beinen, Nesselsucht, kognitive Probleme, Muskelzucken, Muskelzittern, Luftnot, Herzrasen, Kribbeln in den Extremitäten und der Zunge, schwere Sehstörungen, konnte ihren Körper mit all seinen Symptomen nicht mehr verstehen. Erst als eine verständnisvolle Ärztin sie 14 Monate nach der Impfung gefragt habe, ob sie geimpft sei, sei es ihr wie Schuppen von den Augen gefallen. „Mir haben die Worte gefehlt.“ Die medizinische Einschätzung: Ein besonders schwerer Fall Ralf Tillenburg, der Katja seit Anfang 2024 behandelt, sagt klar: „Sie gehört zu den Patienten, die es besonders schlimm getroffen hat, die fast alles hat, was man nach einer Impfung kriegen kann.“ Dazu gehören kognitive Störungen, Herzmuskelentzündung, Kraftlosigkeit, Muskelschwäche, ME/CFS, Hautveränderungen, Entzündungen im Gehirn, Endotheliitis, Immunschwäche, Gerinnungsstörungen, Small Fiber Neuropathie und noch vieles mehr, sprich „eine ganze Menge Dinge, die man sich so als Laie gar nicht vorstellen kann und die die Lebensqualität nahezu auf Null runterfahren.“ Viele dieser Diagnosen hat Katja bereits mitgebracht. Ralf Tillenburg vervollständigte die Diagnostik. Das Ergebnis: ein komplexes und bisher kaum verstandenes Krankheitsbild, wie es vermehrt nach COVID-19-Impfungen auftritt. Für viele dieser Zustände gibt es, so Tillenburg, nicht einmal einen offiziellen ICD-Schlüssel. Obwohl alle Diagnosen belegt seien, habe niemand die hohen Kosten für die Diagnostik der verschiedenen Krankheitsbilder übernommen. „Diese Erfahrungen machen ganz viele“, so Ralf Tillenburg. Die meisten seiner Patienten hätten schon bis zu 25.000 Euro ausgegeben, nicht nur für Diagnostik, sondern auch für Therapieversuche. „Das Problem ist, dass die Betroffenen im Regen stehen gelassen werden.“ Katja leidet unter vielen der typischen Krankheitsbilder des sogenannten PostVac-Syndroms. „Ich weiß gar nicht, wo ich mit meinen Schäden anfangen und aufhören soll.“ In allen Krankheitsbildern, die Ralf Tillenburg erläutert, findet sie sich wieder. Denn: „Ich hab alles nachweisen lassen.“ 1. Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische Multisystemerkrankung, die zu extremer Erschöpfung, körperlicher Schwäche, einer drastischen Reduktion der Belastbarkeit, sowie zu Funktionsstörungen zahlreicher Organsysteme führt. Unzählige Symptome wie Schwindel, Herzrasen, Tinnitus, schmerzhafte geschwollene Lymphknoten, ausgeprägte Reizüberempfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Düften und Licht, Schmerzen am ganzen Körper, sowie kognitive Störungen sind nur einige von vielen Beschwerden dieses komplexen Krankheitsbildes, von dem auch Katja mit all den genannten Symptomen betroffen ist. „Ich kann keine Einkaufstasche mehr tragen. Die Kräfte sind komplett weg. Ich kann nichts mehr im Haushalt machen. … Was das für Kraft kostet, das kann ich nicht beschreiben“, so Katjas Erläuterung ihres Zustandes. Duschen und Baden könne sie nicht mehr, auch habe sie keine Kraft mehr, sich selbst die Haare zu waschen, sie bekomme „alles gemacht“, sei komplett auf Hilfe und häufig auf einen Rollstuhl angewiesen. Ralf Tillenburg erklärt den Zustand bildhaft so: „Man kann sich das ungefähr so vorstellen, als ob man in einem elektrischen Gerät nur noch fast leere Batterien reintut, dann funktioniert das ein, zwei Stunden, dann muss man die Batterien wieder wechseln. … Das ist dann wirklich ein Zustand, der ist unglaublich.“ Im Alltag äußert sich ME/CFS bei Katja in der völligen Erschöpfung nach geringster Anstrengung (post-exertional malaise), sowie massiver Einschränkung der Lebensqualität. 2. Spikeopathie – persistierende Spike-Protein-Präsenz Mit „Spikeopathie“ beschreibt Tillenburg eine anhaltende Produktion oder Präsenz des Spike-Proteins im Körper. Die freien Spikes, die „ohne Antikörper, ohne Bindung an Proteine frei im Blut herumschwimmen“, seien labortechnisch nachweisbar. Die beste diagnostische Methode sei derzeit jedoch, so Tillenburg, die Beurteilung des Verlaufs der Antikörper gegen die Spikes. „Wenn sie fallen, ist das ein Hinweis, dass die Spikebelastung nachlässt. Bleiben sie hoch oder steigen sie, ist das ein Hinweis, dass immer noch Spikes produziert werden.“ Die Besonderheit bei Katja: Sie erhielt klare Laborergebnisse, dass ihre Spikeopathie nicht von einer Corona-Infektion stammen könne: Der Spikenachweis ist positiv, die Nukleokapsid-Antikörper sind negativ. Das bedeutet: Es liegt kein Hinweis auf eine stattgehabte natürliche SARS-CoV-2-Infektion vor – die Spike-Proteine stammen bei Katja aus der Impfung. 3. Herzschäden – Myokarditis und Aneurysma Eine Myokarditis ist eine Entzündung des Herzmuskels, die insbesondere bei körperlicher Belastung potenziell lebensbedrohlich sein kann. Bei Katja wurden eine durchgemachte Myokarditis, sowie eine Perikarditis, eine Entzündung des Herzbeutels, mittels Cardio-MRT von einer Kardiologin diagnostiziert. Infolge dieser Myokarditis entwickelte Katja ein Herzwandaneurysma – eine krankhafte Ausbuchtung der Herzwand, die die Herzfunktion erheblich beeinträchtigen kann und mit einem erhöhten Risiko für Komplikationen wie Risse oder innere Blutungen einhergeht. Ralf Tillenburg erläutert in diesem Zusammenhang: „Wer nach einer Impfung EKG-Veränderungen sowie erhöhte Werte bei Troponin, ProBNP und D-Dimeren zeigt und Symptome wie Engegefühl, Brustschmerz oder Luftnot hat, bei dem ist die Wahrscheinlichkeit für eine stattgehabte Myokarditis hoch.“ Darüber hinaus weist Tillenburg darauf hin, dass Gefäßaneurysmen – also Gefäßaussackungen – auch eine bekannte Folge der Impfung sein können. Studien zufolge könne das Spike-Protein elastische Fasern im Körper schädigen. Dies führe dazu, „dass in den großen und den kleineren Blutgefäßen … an manchen Stellen die Gewebeelastizität und Gewebefestigkeit nachlässt“, was wiederum die Bildung solcher Ausstülpungen – wie sie bei Katja an der Herzwand festgestellt wurden – begünstigen könne. Diese Veränderungen seien per Ultraschall nachweisbar und müssten engmaschig überwacht werden, da sie sich nicht zurückbilden und nur operativ behandelbar seien. Ob eine Myokarditis grundsätzlich reversibel sei, könne er nicht abschließend beurteilen: „Da beweg ich mich jetzt auf sehr dünnem Eis, ich bin kein Kardiologe.“ 4. Entzündungen im Gehirn: Neuroinflammation Ein funktionelles MRT (fMRT) bestätigte, dass bei Katja schwere Schäden im Gehirn vorliegen. Bestätigt ist, dass „die ganzen Nervenfaserbahnen im Gehirn geschädigt sind, die Myelinscheide … geschädigt“ ist. Da die Myelinscheide die Nerven schützt und eine schnelle Signalweiterleitung ermöglicht, erklärt dies ihre neurologischen Ausfälle – vom Denkvermögen bis hin zu Sehstörungen. Auch hier: keine Kostenübernahme durch die Krankenkasse: „Ich hab alles bei der Krankenasse eingereicht, die ganzen Diagnostiken, die Untersuchungen, wurde alles abgelehnt. Ist alles Selbstzahler. Die Krankenkassen bezahlen nichts.“ 5. Gerinnungsstörungen – chronisch erhöhte D-Dimere Gerinnungsparameter wie die D-Dimere, die für eine verstärkte Blutgerinnung sprechen, sind in Tillenburgs Praxis bei vielen Betroffenen, so auch bei Katja, erhöht. Dies ist ein wichtiger Hinweis auf systemische Gefäßveränderungen oder (Mikro)thrombosen. Zwei Mechanismen seien, so Ralf Tillenburg, in dem Zusammenhang wichtig: „Die Gerinnungskaskade wird durch die Impfung aktiviert und zum zweiten wird auch durch die Spike-Proteine direkt Einfluss auf die Gerinnung genommen. Die können direkt zu Thrombosen führen, können aber auch über die Verletzung der Blutgefäße reaktiv zu einer Thrombose führen.“ 6. Endotheliitis – Gefäßentzündung Laboruntersuchungen zeigen bei Katja Entzündungen in den Gefäßwänden. „Die Entzündungsmarker sind massiv erhöht.“ Die Entzündung des Endothels führt zu Durchblutungsstörungen, Gerinnungsstörungen, Sauerstoffmangel in Geweben sowie einer Vielzahl von Folgeerkrankungen. Da die durch die Spikes

    49 min
  8. Monika Gruber: Zahlen sprechen eine eigene Sprache

    APR 22

    Monika Gruber: Zahlen sprechen eine eigene Sprache

    Das Interview wurde erstmalig am 21. 05. 2025 veröffentlicht. Die Kabarettistin Monika Gruber ist eine mutige Stimme in einer polarisierten Zeit. Im Gespräch mit Johannes Clasen blickt sie auf die Corona-Jahre zurück und spricht offen über Angst, Ausgrenzung, den Verlust von Freiheitsrechten sowie massiven gesellschaftlichen Druck, besonders rund um die Impfung – und über ihre Hoffnung auf Aufarbeitung und Versöhnung. Monika Gruber hat, so sagt sie lächelnd, den schönsten Beruf der Welt: Sie ist Kabarettistin, Schauspielerin und Autorin. Mit ihrer unverwechselbaren Art, Geschichten zu erzählen und Menschen zum Lachen zu bringen, steht sie bald wieder auf der Bühne. Doch sie ist nicht nur Künstlerin, sondern auch eine mutige Stimme, die in den letzten Jahren vielen aus der Seele gesprochen hat – gerade, wenn es unbequem wurde. Denn sie spricht aus, was viele nur dachten. Und sie tut es mit Herz, Verstand und einer Offenheit, die berührt und Respekt fordert. Auch wenn sie weiß, dass sie sich damit angreifbar macht. Als sie Anfang 2020 von Corona hörte, hielt sie es zunächst für ein fernes Problem. Im Februar 2020 war sie noch in New York, belächelte im Flugzeug erste Maskenträger. Kurz darauf, im März 2020, erlebte sie, dass Florenz „mit Dauerbeschallung mit Bildern aus Bergamo“ dichtgemacht wurde. „Was kommt da auf uns zu?“, fragte sie sich. Doch was als Sorge begann, wurde schnell zu einem Albtraum. Als sie selbst schon sehr früh, nämlich im Frühsommer 2020, an Corona erkrankte, war es nicht die Krankheit selbst, die sie am meisten erschütterte, sondern der Umgang damit. „Das Rad hat sich immer schneller, immer irrer gedreht“, sagt sie. Maskenpflicht, Testregime, Kontaktverbote, Denunziantentum. „Ich bin im völlig falschen Film“, so ihre damalige Wahrnehmung. Diskussionen wurden unterbunden. Wer die Mainstream-Meinung auch nur vorsichtig kritisierte, wurde „sofort stigmatisiert“. Die Maßnahmen seien immer absurder geworden, nur noch Experten, „die dem Narrativ der Regierung folgten“, schenkte man Gehör. „Es wurde immer irrer. Ich bin dabeigestanden und hab mir gedacht: Was geht hier ab?“ Der gesellschaftliche Umgang mit kritischen Stimmen irritierte sie sehr: „Das kann doch nicht sein, dass jeder, der irgendwie den leisesten Zweifel äußert, sofort in ein rechtes Eck gestellt wird.“ Warnende Wissenschaftler wie Sucharit Bhakdi wurden „diffamiert, diskreditiert“, deren „Lebenswerk wurde zerstört“ – für Monika Gruber eine gefährliche Entwicklung: „Das hat faschistoide Züge angenommen.“ Bei Demonstrationen in ihrer Heimatstadt Erding habe sie eine vollkommen andere Realität erlebt als in den Medien vermittelt wurde. „Ein paar versprengte geistig verwirrte Menschen“ – diesen Eindruck habe man beim Lesen der Berichte in der örtlichen Presse gewonnen. Doch Gruber sah „ganz normale Leute aus allen Schichten der Bevölkerung.“ Friedliche Menschen, Familien mit Kindern, Erzieher, Lehrer, auch Ärzte und übrigens auch einige Geimpfte. „Neben uns schwerstbewaffnete Polizisten.“ Am lautesten sei die Grüne Jugend gewesen, die die Demonstranten angebrüllt und beschimpft habe. „Mei Burli, du kapierst ja noch gar nichts, i geh ja für di aa mit. Für deine Freiheit, für deine Zukunft, für deine körperliche Unversehrtheit“, so ihr Kommentar dazu. Von der lokalen Presse habe sie nie jemanden gesehen. „Sie haben aber darüber geschrieben.“ Von angeblich 400 Impfgegnern, Coronaleugnern und AfD-Sympathisanten. Monika Gruber schätzt die Menge der Demonstranten deutlich anders ein: „Es waren 1.800 bis 2.000 Menschen da.“ Sie ist davon überzeugt, dass es genau diese Menschen waren, die etwas bewegt haben. Dass die allgemeine Impfpflicht scheiterte, weil deren Protest nicht verstummt ist. „Das war der Grund, weil sie Angst hatten, weil sie gemerkt haben, es werden immer mehr Menschen, die bleiben kontinuierlich auf der Straße.“ Trotz des Scheiterns der allgemeinen Impfpflicht sei faktisch dennoch ein immenser Impfdruck aufgebaut worden – mit beruflichen Konsequenzen, sozialem Ausschluss, Selbstkosten für Tests für die Menschen, die sich dem Druck nicht gebeugt hatten. Und dieser Druck ging für Gruber weit über medizinische Empfehlungen hinaus. Es war ein moralisches Urteil, das über jeden gefällt wurde, der Zweifel äußerte. Besonders bewegt sie, was Kindern und alten Menschen angetan wurde. „Das, was ich unserer Regierung nicht verzeihen werde, ist, dass sie alte Menschen eingesperrt hat.“ Alte, vor allem auch demenzkranke Menschen in Pflegeheimen, die überhaupt nicht wussten, was vor sich ging, wurden isoliert, ohne gefragt zu werden. Körperkontakt war verboten, Besuchszeiten wurden reglementiert. „Die wurden entmündigt und entrechtet.“ Auch Kinder und Jugendliche hätten in den Coronajahren sehr gelitten, viele ungeimpfte Minderjährige seien systematisch ausgegrenzt worden – vom Sport, von der Gemeinschaft, von einem normalen Aufwachsen. Jugendliche wollten reisen, wollten ausgehen – dazu war die Impfung nötig. Eltern ließen ihre Kinder impfen, um Urlaub machen zu können. „Junge gesunde Menschen dahin zu treiben, das ist eigentlich unverzeihlich.“ So lautet ihre deutliche Forderung: „Das darf nie wieder passieren.“ Dass Menschen aus Angst so schnell bereit waren, ihre Freiheit aufzugeben, kann Monika Gruber bis heute nicht verstehen: „Verdammt noch mal, das ist unsere Freiheit, die hier beschnitten wird, täglich. Und die Regierenden haben sich nicht einmal mehr die Mühe gemacht, die Maßnahmen zu begründen, die haben nur noch gesagt: Es ist jetzt so Freunde. Fertig. Und wenn ihr da nicht spurt, dann drehen wir die Daumenschrauben noch ein bisschen schärfer, enger.“ Heute will kaum noch jemand über die letzten Jahre sprechen, obwohl jetzt mit den ungeschwärzten RKI-Protokollen die Fakten auf dem Tisch lägen und klar sei, dass der Impfstoff weder vor Ansteckung noch vor Weitergabe schützen kann. „Sie wussten, dass er es nicht tut, und sie haben es trotzdem behauptet. Sie haben gelogen“, so ihr klares Statement. An rechtliche Konsequenzen wie das „Klicken von Handschellen“ glaubt sie kaum noch. Doch sie spürt, dass Fragen immer lauter werden – zu plötzlichen Todesfällen, zu Turbokrebs, Herzinfarkten und Schlaganfällen bei jungen Menschen. Von 14 bis 17 plötzlichen Todesfällen pro Tag vor Corona sei die Zahl auf 106 gestiegen. Auch habe es im Coronajahr ohne Impfung keine Übersterblichkeit gegeben. „Die Zahlen sprechen eine eigene Sprache.“ Jeder, der wolle, könne sich diese offiziellen Daten anschauen. Doch „das Hinschauen tut manchmal weh.“ Monika Gruber möchte, dass die Spaltung der Gesellschaft überwunden wird. Daher ruft sie zur Aufarbeitung der vergangenen Jahre auf – ehrlich, mutig, auch schmerzhaft müsse diese sein. Kritische Stimmen müssten endlich Gehör finden. Und: „Man muss sich entschuldigen. Bei sehr vielen Menschen.“ Zudem müsse klar benannt werden, wer die Schuldigen waren. „Und die gehören auch zur Rechenschaft gezogen.“ Dann könne die gesellschaftliche Versöhnung gelingen. Ihr Wunsch? Keine Generalabrechnung, kein Hass. Sondern Respekt, ein gutes Miteinander, Dialog, Zuhören. „Solange wir im Austausch sind und miteinander reden, ist alles gut. (…) Es geht darum, gut zu sein miteinander.“ Auch ihre Auftritte haben dies zum Ziel. Nach einem schönen Kabarettabend sollen die Menschen froh gestimmt nach Hause gehen und sagen können: „Das Leben ist schön.“

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Der Verein "Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V." möchte mit dem Projekt geimpft, geschädigt, geleugnet" betroffenen Menschen eine Stimme geben, die über die sogenannte Corona-Schutzimpfung erhebliche gesundheitliche Schäden erleiden mussten. Immer noch wird ein dringend erforderlicher Diskurs über die teilweise schrecklichen Folgen dieser beispiellosen Impfkampagne mit massivem gesellschaftspolitischem Druck gezielt verhindert. Dies gilt insbesondere für die Akteure im Gesundheitswesen. Deshalb wollen wir auch mutigen Ärzten und Therapeuten sowie anderen Berufsgruppen, die mit der Impfkampagne und deren Auswirkungen beruflich belastet waren und sind, eine Plattform bieten, um ihren Beitrag zur Aufarbeitung dieser verschwiegenen Katastrophe zu leisten – im Interesse der geschädigten Menschen und des gesellschaftlichen Friedens. Mit viel Herzblut und großem Engagement setzen wir vom Verein MWGFD uns für Sie ein. Dafür müssen auch laufende Kosten getragen werden, z. B. für die Organisation unserer Pressesymposien, für Geschäfts- und Pressestelle, für Druck und Versand von Flyern und Informationsbroschüren, für den Betrieb der Imfpgeschädigten-Hotline und für das Forum uns unterstützender Ärzte und Heilpraktiker. Mit Ihrer Spende fördern Sie unsere wichtige Arbeit. Jeder auch noch so kleine Betrag ist uns willkommen, denn er hilft uns und damit auch Ihnen. HERZLICHEN DANK! Per Überweisung an: Inhaber: MWGFD e.V. IBAN: DE15 7816 0069 0000 0382 61 BIC/SWIFT: GENODEF1MAKBank VR-Bank Fichtelgebirge-Frankenwald eG Sie können uns auch gern über Paypal Geld senden: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=KNBBYRPHDEJ5J Wir dürfen leider keine Spendenbescheinigungen ausstellen. Das Finanzamt Passau hat uns durch Bescheid vom 19. Oktober 2020 die Gemeinnützigkeit entzogen, weshalb wir keine Zuwendungsbestätigungen für steuerliche Zwecke ausstellen dürfen. Das Rechtsbehelfs- und Klageverfahren gegen diese Entscheidung wurde leider zu Ungunsten des Vereins entschieden.

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