Geimpft geschädigt geleugnet

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Der Verein "Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V." möchte mit dem Projekt geimpft, geschädigt, geleugnet" betroffenen Menschen eine Stimme geben, die über die sogenannte Corona-Schutzimpfung erhebliche gesundheitliche Schäden erleiden mussten. Immer noch wird ein dringend erforderlicher Diskurs über die teilweise schrecklichen Folgen dieser beispiellosen Impfkampagne mit massivem gesellschaftspolitischem Druck gezielt verhindert. Dies gilt insbesondere für die Akteure im Gesundheitswesen. Deshalb wollen wir auch mutigen Ärzten und Therapeuten sowie anderen Berufsgruppen, die mit der Impfkampagne und deren Auswirkungen beruflich belastet waren und sind, eine Plattform bieten, um ihren Beitrag zur Aufarbeitung dieser verschwiegenen Katastrophe zu leisten – im Interesse der geschädigten Menschen und des gesellschaftlichen Friedens. Mit viel Herzblut und großem Engagement setzen wir vom Verein MWGFD uns für Sie ein. Dafür müssen auch laufende Kosten getragen werden, z. B. für die Organisation unserer Pressesymposien, für Geschäfts- und Pressestelle, für Druck und Versand von Flyern und Informationsbroschüren, für den Betrieb der Imfpgeschädigten-Hotline und für das Forum uns unterstützender Ärzte und Heilpraktiker. Mit Ihrer Spende fördern Sie unsere wichtige Arbeit. Jeder auch noch so kleine Betrag ist uns willkommen, denn er hilft uns und damit auch Ihnen. HERZLICHEN DANK! Per Überweisung an: Inhaber: MWGFD e.V. IBAN: DE15 7816 0069 0000 0382 61 BIC/SWIFT: GENODEF1MAKBank VR-Bank Fichtelgebirge-Frankenwald eG Sie können uns auch gern über Paypal Geld senden: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=KNBBYRPHDEJ5J Wir dürfen leider keine Spendenbescheinigungen ausstellen. Das Finanzamt Passau hat uns durch Bescheid vom 19. Oktober 2020 die Gemeinnützigkeit entzogen, weshalb wir keine Zuwendungsbestätigungen für steuerliche Zwecke ausstellen dürfen. Das Rechtsbehelfs- und Klageverfahren gegen diese Entscheidung wurde leider zu Ungunsten des Vereins entschieden.

  1. 3d ago

    Prof. Stefan Homburg: Das Wichtigste ist, dass dieser Pandemiemythos nicht in die Schulbücher einsickert

    Der Finanzwissenschaftler und prominente Corona-Kritiker Prof. Stefan Homburg zieht im Gespräch mit Johannes Clasen Bilanz über die Pandemiepolitik. Er spricht über den Verlust rechtsstaatlicher Verfahren, die manipulative Nutzung von PCR-Daten, die Rolle der RKI-Protokolle und der friedlichen Protestbewegungen, die Folgen für Kinder und Jugendliche sowie die aus seiner Sicht unzureichende Aufarbeitung der Impfschäden. Sein zentrales Anliegen: Die Ereignisse der Pandemiezeit müssen kritisch aufgearbeitet werden. Nur so könne verhindert werden, dass künftigen Generationen in den Schulbüchern ein verzerrtes Bild dieser Jahre vermittelt werde. Die in diesem Podcast angesprochenen Grafiken finden Sie auf unserer Website: https://geimpft-geschaedigt-geleugnet.de/prof-stefan-homburg/das-wichtigste-ist-dass-dieser-pandemiemythos-nicht-in-die-schulbuecher-einsickert/ Vom „Verschwörungstheoretiker“ zum Zeitzeugen der Krise Dr. Stefan Homburg ist Universitätsprofessor für Öffentliche Finanzen. Er war Berater von Politikern wie Theo Waigel, Gerhard Schröder und Christian Wulff und gehört seit Jahren zu den bekanntesten Stimmen der Corona-Kritik. Während der Pandemie wurde er häufig als Verschwörungstheoretiker bezeichnet. Heute blickt er gelassen auf diese Vorwürfe zurück. „Das mit den Verschwörungstheorien läuft nicht mehr“, sagt er. Wer 2020 die Verhältnismäßigkeit von Lockdowns infrage stellte oder vor den Risiken neuartiger Impfstoffe warnte, sei damals rasch mit dem Begriff „Verschwörungstheoretiker“ belegt worden. Heute sehe die Lage anders aus, da sich zu viele Kritikpunkte als richtig erwiesen hätten. „Eigentlich bekommen wir jetzt eine Bestätigung dessen, was wir schon immer wussten.“ An die Stelle dieses Vorwurfs seien inzwischen andere Etiketten getreten. Sobald man irgendwie vom rot-grünen Mainstream abweiche, etwa bei Klima oder Krieg, würden einem „irgendwelche auf Leugner endende Worte angeheftet.“ Der größte Schaden: Verlust von Rechtsstaatlichkeit Auf die Frage nach den Schäden der Corona-Jahre benennt Homburg zunächst Grundsätzliches: Der größte Schaden sei aus seiner Sicht „der Verlust an Rechtsstaatlichkeit“ gewesen. Denn was in den Jahren 2020 bis 2022 geschehen sei, habe sein Vertrauen in staatliche Verfahren erschüttert. Als Symbol für den Verlust rechtsstaatlicher Verfahren nennt er den „Regentag“ im November 2020. Die damals beschlossene Änderung des Infektionsschutzgesetzes bezeichnet er als „komplette Entsorgung des Rechtsstaats.“ Denn nur innerhalb weniger Stunden sei das Gesetz durch Bundestag und Bundesrat gegangen, vom Bundespräsidenten unterzeichnet und veröffentlicht worden. Ähnlich kritisch sieht er die Ministerpräsidentenkonferenzen. Dort seien weitreichende Entscheidungen getroffen worden, die oft schon am nächsten Tag in Kraft traten. Für ihn steht dieses Vorgehen exemplarisch für die Geschwindigkeit, mit der in der Coronazeit Grundrechtseingriffe beschlossen und umgesetzt wurden. Gleichzeitig betrachtet er den finanzpolitischen Kurswechsel als einen weiteren tiefgreifenden Schaden dieser Jahre. Schon früh, bereits im März 2020, hatte er von der „größten Umverteilungsaktion der Geschichte“ gesprochen, die aus seiner Sicht ein wesentlicher Grund für die bis heute anhaltende gesellschaftliche Spaltung ist. Durch die Maßnahmen sei eine Bevölkerungsgruppe, und zwar tendenziell die der wirtschaftlich Schwächeren, unterdrückt worden, „während es viele gibt, auch Lehrer mit Schülerallergien und dergleichen“, die von Schulschließungen und Homeoffice profitiert hätten. Kinder als Verlierer der Pandemie Deutlich wird Homburg auch, wenn es um Kinder und Jugendliche geht. Er erinnert an Schüler, die wegen fehlender Masken ausgegrenzt, „in die Ecke gestellt“ und „vor der ganzen Klasse lächerlich gemacht“ wurden. In den Schulen sei ein massiver Impfdruck aufgebaut worden. Viele Lehrer hätten die Kampagnen mitgetragen, einige wenige rühmliche Ausnahmen seien selbst unter Druck geraten und drangsaliert worden. Die Folgen dessen sehe man bis heute. Ein Blick in Kinder- und Jugendpsychiatrien genüge, um die Schäden, die angerichtet worden seien, zu erkennen. Diese Langzeitfolgen würden die Gesellschaft noch lange beschäftigen. Besonders eindringlich formuliert er seine Erwartung über die Generation, die diese Zeit als Kinder erlebt hat: „Die Jungen, die werden sich auch irgendwann, glaub ich, revanchieren für das, was man ihnen da angetan hat. Ich möchte nicht als 80-jähriger Herr Drosten im Pflegebett liegen, wenn da ein 40-jähriger Pfleger ist, der sich noch genau daran erinnert, was man ihm angetan hat, als er Kind war.“ RKI-Leaks und die lange Aufarbeitung Für Homburg ist die Aufarbeitung kein einzelnes Ereignis, sondern ein fortlaufender, langer Prozess. Dabei misst er den friedlichen Protesten auf den Straßen eine zentrale Bedeutung zu. Hinzu kämen die Pfizer-Files sowie die Veröffentlichung der RKI-Protokolle, die, so Homburg, für die Aufarbeitung ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. Die mehr als 4.000 Seiten der RKI-Unterlagen hat Homburg nach eigenen Angaben vollständig gelesen. Sein Eindruck: häufig hätten die Fachleute intern etwas anderes vertreten als das, was öffentlich kommuniziert wurde. Denn man sieht „an sehr vielen Stellen, dass die Fachleute genau das Gegenteil dessen dachten, was nach außen hin Herr Wieler als RKI-Präsident und Sprachrohr der Regierung erzählte.“ Besonders bemerkenswert findet er Passagen, in denen Mitarbeiter darüber nachdenken, ob das Bundesgesundheitsministerium wegen sachfremder Weisungen verklagt werden könne. Am Ende hätten Juristen jedoch festgestellt, dass das Institut als Bundesoberbehörde weisungsgebunden sei, und daher „jeden Unsinn, der von Spahn und Lauterbach kam, einfach umsetzen“ musste. Drei Graphiken, die jeder sehen sollte und die Einzug in die Schulbücher halten sollten Drei Graphiken, auf die Homburg sich in seinen Ausführungen bezieht, spielen für seine Ausführungen eine zentrale Rolle. Aufgrund ihrer Wichtigkeit und Aussagekraft gehören sie für ihn in Schulbücher, weil sie eine Geschichte erzählen, die von Politik und Medien weitgehend ignoriert wird. Abb. 1: Die SARI-Daten und der erste Lockdown Quelle: https://www.stefan-homburg.de/images/Bild%201%20SARI.png Die erste Darstellung zeigt schwere Atemwegserkrankungen (SARI), die zu Krankenhausaufenthalten führen. Diese SARI-Daten, die das RKI „fast taggenau“ erhalte, gebe es seit vielen Jahren, Vergleiche mit den Vorjahren seien also möglich. Daher sei verständlich, dass die Mitarbeiter des RKI im März 2020 „sehr entspannt waren. Die wussten, das geht zurück.“ Die SARI-Daten seien zusammen mit den Daten des DIVI-Intensivregisters die geeigneten Zahlen, um die Belegung der Krankenhäuser zu kontrollieren und so eine Überlastung der Kliniken und Intensivstationen zu verhindern. Die Erkrankungszahlen seien, das zeigen die SARI-Daten eindeutig, bereits „Wochen vor dem Lockdown gesunken“ und 2020 im Frühjahr genauso zurückgegangen „wie in jedem anderen Jahr.“ Erst als sie bereits „stark im Sinkflug“ waren, sei der Lockdown in Kraft getreten. „Es kann also keiner erzählen, dass der Lockdown die wirklichen Erkrankungen gesenkt hat.“ Denn die eigentliche Krankheitslast habe sich, wie aus der Graphik deutlich hervorgeht, bereits vor den Maßnahmen reduziert. Daher habe die Politik, um ihre Maßnahmen durchsetzen zu können, einen Trick angewendet, indem sie für die öffentliche Kommunikation die PCR-Daten, die für diesen Zweck nicht geeignet und zudem nicht aussagekräftig seien, verwendet habe. „Solche PCR-Massentests hatte es vorher nicht gegeben, deshalb gab es auch keinen Vorjahresvergleich.“ Obwohl die Beobachtung der SARI-Daten und der Daten des DIVI-Intensivregisters stattfand, um eine etwaig drohende Überlastung der Kliniken und Intensivstationen zu erkennen, wurde seitens der Politik nur auf die PCR-Fälle geschaut: „Wir richten jetzt unsere Lockdownstrategie danach aus.“ Die zweite Graphik beschäftigt sich mit den PCR-Inzidenzwerten. Abb. 2: Die PCR-Inzidenzen und ihre Widersprüche Quelle: https://www.stefan-homburg.de/images/Bild%203%20PCR-Inzidenz.png Während bei einer Inzidenz von 40 der erste Lockdown beschlossen worden sei, habe man später bei Werten um 2.000 auf vergleichbare Maßnahmen verzichtet: „Bei einer sogenannten 7-Tage-Inzidenz von 40 war die Lage so schlimm, angeblich, dass man den Lockdown verhängte. Den ersten. Bei einer Inzidenz von etwas über 100 im Frühjahr 2021 war die Sache so schlimm, dass man neben dem Lockdown, der schon seit November galt, zusätzlich Ausgangssperren und, besonders schlimm, automatische Schulschließungen“ beschloss. „Man kann nicht bei 40 einen Lockdown verhängen und dann bei 2000 sagen, bleibt mal locker.“ Für Homburg ist dies ein „glasklarer“ Hinweis darauf, dass die Inzidenz politisch genutzt wurde, ohne dass ihr irgendeine Bedeutung zugemessen wurde. Denn im April 22 sei die Bundestagsabstimmung über die allgemeine Impfpflicht angestanden. Um die Abgeordneten maximal unter Druck setzen zu können, habe man die Inzidenz bis 2000 heraufgetrieben, und zwar dadurch, wie die Minister Lauterbach und Ministerin Köpping freimütig einräumten, dass man seit Frühjahr 2022 Schnelltests als PCR-Tests zählte. Nach dem Scheitern der allgemeinen Impfpflicht sei die PCR-Hysterie beendet worden. Die dritte Grafik legt SARI-Daten und PCR-Zahlen übereinander. Abb 2: PCR-Werte und Krankheitslage Quelle: https://www.stefan-homburg.de/images/Bild%204%20Vergleich%20SARI%20PCR.png „Man sieht auf den ersten Blick, dass kein Zusammenhang besteht.“ Dabei sei dieser von der Politik postulierte Zusammenhang für die gesamt

    Prof. Stefan Homburg: Das Wichtigste ist, dass dieser Pandemiemythos nicht in die Schulbücher einsickert
  2. 6d ago

    Georgios Tziaras: Ich habe den Kampf noch nicht aufgegeben

    Johannes Clasen im Gespräch mit dem griechischen Gastwirt Georgios Tziaras – eine Geschichte über einen Traum, der kurz vor seiner Erfüllung zerbrach, und über einen Mann, der trotz schwerer Krankheit weiterkämpft. Ein Leben für die Küche – und ein Traum vom Stern Georgios Tziaras stand sein ganzes Leben lang in der Küche. In Kiel geboren, in Deutschland aufgewachsen, lebt er seit 1988 in Bingen am Rhein. Gemeinsam mit seinen Eltern und seiner Frau führt er ein griechisches Restaurant – ein Familienbetrieb, in dem er nicht nur mitarbeitet, sondern seine Leidenschaft gefunden hat. Er ist gelernter Koch, hat sich im eigenen Restaurant zum Spitzenkoch entwickelt. Der nächste Schritt war längst geplant: die Übernahme des elterlichen Betriebs, der Meistertitel, der große Durchbruch. „So war der Plan.“ Alles deutete darauf hin, dass dieser Plan aufgehen würde. Das Restaurant war auf dem Weg nach oben, die Anerkennung wuchs – sogar ein Michelin-Stern stand in greifbarer Nähe. Heute ist davon nur noch ein schmerzhafter Gedanke geblieben. Der Moment, der alles veränderte Die Entscheidung zur Impfung fiel nicht aus Überzeugung, sondern aus Druck. „Um die Wahrheit zu sagen, […] wir waren mehr oder weniger damals in der Gastronomie gezwungen.“ Er erinnert sich an eine bedrückende Situation, an den massiven Druck seitens eines Behördenmitarbeiters, der ihn im Restaurant aufsuchte: „Geh und lass dich impfen, sonst […] . […] Das war das, was der gesagt hat.“ Georgios selbst hatte keine Angst vor Corona und wollte sich daher eigentlich nicht impfen lassen. „Aber der Zwang war so groß, dass es keine andere Möglichkeit gab.“ Nach den ersten beiden Impfungen arbeitete er weiter, erkrankte dann an Corona. Doch er erholte sich komplett und konnte wieder „gut arbeiten. […] Ich war wieder am Start gewesen, um Gas zu geben.“ Dann kam die dritte Impfung. Eigentlich wollte er sich beim Hausarzt nur ein Rezept für Blutdruckmedikamente holen, doch der Arzt empfahl trotz Georgios‘ Bedenken dringend den Booster. Er wolle ihm das Leben retten, so die Aussage des Mediziners, da er doch vor über 20 Jahren eine Herzmuskelentzündung gehabt habe. Wenige Minuten nach der Impfung brach Georgios zusammen: „Keine Viertelstunde später […] bin ich im Betrieb zusammengeklappt. […] In der Küche zusammengeklappt vor meinen ganzen Arbeitskollegen.“ Ein Moment, der sein ganzes Leben verändern sollte. Ein Körper, der nicht mehr funktioniert Was folgte, ist ein körperlicher Zusammenbruch: tagelanges hohes Fieber, Herzrasen, Blutdruckentgleisungen, Schmerzen, völlige Erschöpfung. Bis heute leidet er an chronischer Fatigue, ME/CFS, mitteldepressiven Störungen, einem stark angegriffenen zentralen Nervensystem. Aus einem leistungsstarken Spitzenkoch wurde ein Mensch, der seinen Alltag bis heute kaum noch bewältigen kann. „Es besteht keine Kraft, es besteht keine Möglichkeit […] kleine Aufgaben zu erledigen.“ Selbst Gespräche wie dieses sind für ihn eine große Belastung, sodass er danach „einfach nur bettlägerig liegt.“ Ein Versuch, in die Küche zurückzukehren, scheiterte nach wenigen Minuten: „Nach 20 Minuten nicht mal, hat alles nachgelassen.“ Er litt an Schwindel und Übelkeit, „man ist wie am Zusammenbruch, man hält sich nur fest an den Küchenablagen, anstatt dazustehen und seine Arbeit machen zu können.“ In diesen Situationen bleibt ihm nur noch der Rückzug: „Das ist dann der Punkt […] wo ich dann die Flucht ins Bett suche.“ Sein größter Wunsch ist einfach – und gleichzeitig unerreichbar geworden: wieder im eigenen Restaurant zu arbeiten. „Es besteht keine Möglichkeit, leider.“ Wenn selbst Schlaf keine Erholung mehr bringt Die Krankheit nimmt ihm nicht nur die Arbeit, sondern auch jede Regeneration. „Man ruht sich nicht aus bei dieser Krankheit, das ist die Wahrheit.“ Selbst nach stundenlangem Schlaf bleibt die Erschöpfung: „Der Körper schläft in Wirklichkeit nicht, weil […] einer der Nerven der zentralen Nervensysteme, in diesem Fall der Sympathikus, […] der ist ja gestört […] und der ist dann nur auf […] Flucht eingestellt oder […] Kampf.“ Erholung sei für ihn daher nicht möglich. Ein normales Leben kann Georgios nicht mehr führen. Jeder Tag ist begrenzt auf wenige Stunden Energie – wenn überhaupt. „Es ist, […] als ob alle Wege gesperrt sind.“ Abhängigkeit statt Selbstständigkeit Besonders schwer wiegt für ihn der Verlust seiner Selbstständigkeit. Die Bürokratie, die Anträge, die medizinischen Unterlagen, der „juristische Weg“ – all das kann er nicht mehr allein bewältigen und ist auf die Hilfe seiner Eltern und seiner Frau angewiesen. Ohne seine Familie „hätte ich das vielleicht alleine erst gar nicht geschafft.“ Die Menge an Dokumenten überfordert ihn. Gleichzeitig wächst seine Angst um die Zukunft. Der Kampf um die richtige Codierung Zu der körperlichen Belastung kommt ein weiterer Kampf – der um Anerkennung als Impfgeschädigter. Georgios ist überzeugt, an Post-Vac zu leiden. Doch in den Reha-Berichten wird in den ICD-Codierungen immer wieder etwas anderes festgehalten: Post-Covid. „Diesen Krieg mach ich leider mit durch und der tut mich auch sehr sehr beanspruchen.“ Er fühlt sich seitens der Ärzte nicht gehört, nicht ernst genommen: „Die kommen mir vor, als versuchen sie den ganzen Fall zu verschleiern und mir nicht die ICD 12.9 Nummer rauszugeben, […] dass da nach der Impfung […] es […] passiert ist.“ Auch sein Hausarzt äußert sich nicht: „Er will am liebsten schweigen darüber.“ Doch Georgios kämpft weiter – um die Wahrheit in seinen Unterlagen: „Ich kämpfe um eine Anerkennung, um die Wahrheit, in diesem Dokumentenchaos.“ Denn für ihn ist klar: „Die Wahrheit ist in diesem Fall: Jawohl, Post Vac und nein, kein Post Covid.“ Zwischen Hoffnung und Verzweiflung Reha-Maßnahmen, die ihm verordnet wurden, haben nicht geholfen – im Gegenteil. Die zweite Reha verschlechterte seinen Zustand sogar, da sie ihn körperlich überforderte: „Ich glaub, ich bin hier falsch“, war sein Eindruck, als er die Liste der zu absolvierenden Anwendungen sah. Auch Medikamente haben ihm nicht geholfen: „Gar nichts. […] Nichts hilft.“ Was bleibt, ist ein langer, unsicherer Weg – medizinisch und juristisch. Und trotzdem: Georgios gibt nicht auf. Er will, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Dafür kämpft er mit all der Kraft, die ihm noch geblieben ist. Ein Traum, der geblieben ist Das Restaurant läuft weiter – getragen von seiner Familie. Die Gäste wissen, was passiert ist. „Ja, die wissen es alle.“ Und irgendwo ist er noch da, sein Traum vom Michelin-Stern. Das ist sein Ziel. Doch gleichzeitig beschreibt er, was er verloren hat: Denn er spürt, dass ihm der Boden „unter den Füßen weggeschmettert“ wird. Denn Hilfe sieht er „von nirgendwoher.“ „Ich habe den Kampf noch nicht aufgegeben“ Trotz allem hält sich Georgios an etwas fest: Hoffnung und den Halt seiner Familie. Mitfühlend denkt er an andere Betroffene, an Menschen ohne familiäre Unterstützung. An diejenigen, die aufgeben. Er hat Kontakt zu vielen anderen Geschädigten. Es sei wichtig, da „Zusammenhalt zu finden, dass sie den Kampf nicht aufgeben.“ Denn der Weg als Impfgeschädigter ist hart und schwierig. Für sich selbst formuliert er klar: „Ich habe den Kampf noch nicht aufgegeben.“ Ein Satz, der alles sagt, was ihm geblieben ist. Möge er seinen Kampf gewinnen.

    Georgios Tziaras: Ich habe den Kampf noch nicht aufgegeben
  3. Jul 18

    Sabine Mertens & Katja Lohrum: Man ist nur auf sich selbst gestellt

    Johannes Clasen im Gespräch mit Sabine Mertens und Katja Lohrum – zwei Frauen, die durch ein ähnliches Schicksal, das ihr Leben unwiderruflich verändert hat, verbunden sind. Im Rahmen der Reihe „geimpft, geschädigt, geleugnet“ sprechen sie über Verlust, Verzweiflung, einen täglichen Kampf und das Gefühl, mit all dem allein gelassen zu sein. Während des Gesprächs ringen beide immer wieder mit den Tränen, suchen gegenseitig Halt, halten sich an den Händen. Sie erzählen ihre Geschichten, weil sie gehört werden wollen. Und am Ende ist es auch Johannes Clasen selbst, der sichtbar mit den Emotionen kämpft und um Fassung ringt. Ein Gespräch, das Mut erfordert Schon zu Beginn liegt eine spürbare Schwere im Raum, die sich durch das gesamte Gespräch ziehen wird. Denn dieses Gespräch verlangt allen Beteiligten viel ab. Johannes Clasen sitzt Sabine Mertens und Katja Lohrum gegenüber, zwei Frauen, die sich ihre Lebenswege nie so ausgesucht hätten und die nun durch ein ähnliches Schicksal miteinander verbunden sind. Nebenan liegt Katjas schwerst pflegebedürftiger Mann. Während des gesamten Interviews ringen beide häufig mit den Tränen. Immer wieder suchen ihre Blicke einander, immer wieder greifen sie nach der Hand der anderen und halten sich gegenseitig fest, um sich durch dieses Zeichen der Verbundenheit Kraft zu geben. Denn es ist ein Gespräch, das Mut erfordert – Mut, den eigenen Schmerz auszusprechen und öffentlich zu machen. Für sich, für ihre Angehörigen und für all jene, die unter ähnlichen Schicksalen leiden. Sabines Geschichte: Der Verlust ihres Sohnes Pascal Sabine beginnt zu erzählen, ruhig und gefasst. Doch ihre brüchige Stimme verrät schnell, wie viel Kraft sie dieser Bericht kostet. Ihr Sohn Pascal, damals Mitarbeiter in einem Impfzentrum, ließ sich im Juni 2021 erstmalig impfen, in einer Zeit, in der das Vertrauen in eine angeblich nebenwirkungsfreie Impfung und der Wunsch nach Normalität viele Entscheidungen bestimmten. Was zunächst als Schutz gedacht war, entwickelte sich jedoch innerhalb weniger Wochen zu einem schleichenden körperlichen Verfall, der sich nicht mehr aufhalten ließ. Nach einer schweren Grippe, an der er kurz nach der Impfung erkrankte, kehrte Pascal in den Alltag zurück und erhielt im Juli die zweite Impfung. Bald zeigten sich erste Anzeichen einer ernsten Erkrankung: zunehmender Kraftverlust, Muskelzucken, Schwierigkeiten beim Gehen. Was zunächst wie einzelne, vielleicht erklärbare Symptome wirkte, fügte sich immer mehr zu einem Bild, das von Woche zu Woche erschreckender wurde. Zwei Rehabilitationsmaßnahmen brachten keine Besserung – im Gegenteil. „Er ist mit dem Stock rein und kam mit dem Rollator wieder raus nach drei Wochen“, erinnert sich Sabine an die erste Reha. Man spürt, wie sich hinter diesem Satz eine Entwicklung verbirgt, die sich kaum begreifen oder in Worte fassen lässt. Wenig später verschlechterte sich sein Zustand erneut so drastisch, dass eine zweite Reha beantragt wurde. „Da ging er mit einem Rollator rein und kam mit einem Rollstuhl wieder raus.“ Der körperliche Abbau setzte sich unaufhaltsam fort, während sein Geist klar und wach blieb: „Pascal konnte dann nachher [….] mit seinen Händen gar nichts mehr machen. […] Aber er konnte sprechen, er war bei geistigem klaren Verstand.“ Für Pascal ein Zustand, der für ihn zunehmend unerträglich wurde. Sabine ringt mit den Worten, als sie beschreibt, wie ihr Sohn schließlich das Gespräch mit ihr suchte: „Dann hat er eines Tages aber das Gespräch mit mir gesucht und hat mir mitgeteilt, dass er nicht mehr leben möchte, dass das so für ihn nicht mehr lebenswert ist.“ Für eine Mutter ist es ein Moment, der kaum auszuhalten ist – und doch spricht aus Sabines Worten auch ein tiefes Verständnis: „Und so sehr mein Herz auch bricht, ich konnte ihn verstehen. Ich würde auch so nicht leben wollen.“ Pascal, der einst lebensfroh und aktiv gewesen war, erkannte sich selbst in diesem Zustand nicht mehr wieder. „Das ist nicht das Leben, das er gelebt hat“, sagt sie leise. „Das wollte er so nicht.“ Nach langem Kampf und langer Suche war schließlich ein Arzt bereit, ihm zu helfen: „Natürlich, das ist mein Kind, das möchte ich nicht. […] Aber ich war und bin es immer noch, dem Arzt unglaublich dankbar, der ihm geholfen hat. […] Pascal hat Freudentränen geweint, als der Arzt gesagt hat, er hilft ihm und er erlöst ihn.“ Spätestens hier ist es kaum noch möglich, die eigene Fassung zu bewahren – Sabine kämpft sichtbar mit den Tränen, während sie diese letzten Erinnerungen teilt. Am 24. Juli 2025 wurde Pascal schließlich von seinem Leiden erlöst. Katjas Geschichte: Leben im Ausnahmezustand Neben Sabine sitzt Katja, die ihre Geschichte aufmerksam verfolgt und immer wieder zustimmend nickt, als erkenne sie in vielen Momenten Parallelen zu ihrem eigenen Leben. Als sie schließlich selbst zu sprechen beginnt, braucht sie einen Moment, um ihre Gedanken zu sammeln: „Ich muss grad mal durchatmen“, sagt sie und trinkt noch einen Schluck Wasser. Ihr Mann Jan war, wie sie beschreibt, ein außergewöhnlich fitter, sportlicher Mensch, voller Energie und Lebensfreude. „Ich hab noch nie so einen fitten Menschen kennengelernt wie ihn“, sagt sie, und in diesem Satz liegt bereits die Tragik dessen, was folgen sollte. Denn nach der dritten Impfung, verabreicht in einem Fitnessstudio im Dezember 2021, veränderte sich sein Zustand innerhalb kurzer Zeit: Muskelzucken, Unsicherheiten beim Gehen, wiederholte Stürze – zunächst schwer einzuordnen, dann immer alarmierender. „Er ist ständig gestolpert“, erzählt Katja. Auf dem Fußballplatz fragten sich Zuschauer und Trainer, „warum er ständig fällt: Was ist denn mit dem Lohrum los?“ Ratlose Blicke, Fragen, auf die es zunächst keine Antworten gab. Der ortsansässige Neurologe brachte die Impfung ins Spiel, meldete Jans Fall ans Paul Ehrlich Institut. In der Klinik wurde schließlich eine Diagnose in den Raum gestellt, die Katjas und Jans Leben in den Grundfesten erschütterte: ALS. „Man hat sich alles ausgemalt, außer so eine schlimme Diagnose. […] Das war eine Woche vor unserer Hochzeit. Ich war zu dem Zeitpunkt schwanger mit unseren Zwillingen. […] Die ganze Welt ist zusammengebrochen“, sagt sie unter Tränen. In diesem Moment verdichteten sich Hoffnung und Verzweiflung, Zukunftspläne und existenzielle Angst. „Man macht sich direkt Gedanken: Wie lange haben wir Zeit? Wie wird der Verlauf sein?“ Ein gemeinsames Leben als Familie zerbricht, bevor es richtig beginnen konnte. Jans Krankheitsverlauf ist schnell und unbarmherzig. Vom ersten Humpeln zum Rollstuhl, hin zur vollständigen Bettlägerigkeit, Pflegebedürftigkeit und der Angewiesenheit auf einen Sprachcomputer dauert es nicht lange. Innerhalb kurzer Zeit verliert Jan immer mehr Fähigkeiten, bis er schließlich vollständig auf Hilfe angewiesen ist. Katjas und Jans gemeinsame Kinder, Zwillingsmädchen, „kennen ihren Papa gar nicht gesund“, sagt Katja. Sein älterer Sohn aus erster Ehe hingegen kann sich an einen „gesunden, fitten Papa“ erinnern. Für ihn ist der deutliche Unterschied zu dem „pflegebedürftigen Papa“ schwer zu ertragen. All das lässt erahnen, welche Dimension diese Krankheit für die gesamte Familie hat. Trotz allem bleibt Jan lange geistig präsent, trifft Entscheidungen, kommuniziert mit technischer Hilfe, unterstützt seine Familie, so gut es ihm möglich ist. „Er hat trotz seines Gesundheitszustandes mir immer zur Seite gestanden. Er war immer mein Kopf, der mit mir alles zusammen entschieden hat. Und wir haben alles zusammen geregelt. Er war unser Finanzminister, der alles übernommen hat. […] Das war so ein Zusammenspiel“, beschreibt Katja ihre besondere innige Verbindung. Doch auch diese Form der Nähe wird ihnen schließlich genommen, als eine schwere Lungenentzündung im Oktober 2025 zu Komplikationen und einer Reanimation führt. „Seitdem ist Jan im Prinzip in einem vegetativen Zustand, weil er durch die Reanimation einen noch zusätzlich hypoxischen Hirnschaden erlitten hat. […] Deswegen ist jetzt aktuell keine Kommunikation möglich. Wir haben keinen Zugang zu ihm.“ Die Brutalität dieser Worte liegt schwer im Raum. Dennoch hofft Katja, ihn durch weitere Therapien zu stabilisieren, um ihn „aus diesem Zustand rauszuholen. […] Aber ob das möglich ist, das steht alles leider in den Sternen.“ Ihr Mann sei ein Kämpfer, der durch Gespräche und seine Kinder immer wieder zu dem Punkt gekommen sei, „dass er kämpfen möchte.“ So hält sie sich an der Hoffnung fest, „dass wir ihn vielleicht nochmal in einen aktiveren Zustand bekommen. Aber das bleibt abzuwarten. Wir müssen jeden Tag von Tag zu Tag leben und schauen, wie es ist.“ Zwei parallele Schicksale – eine Realität Im Verlauf des Gesprächs wird immer deutlicher, wie sehr sich die Erfahrungen der beiden Frauen gleichen, obwohl ihre Geschichten unterschiedlich verlaufen sind. Als Sabine von Jans Zustand hört, sagt sie leise: „Das ist für mich wie ein Dé­jà-vu. Wenn ich Jan sehe, sehe ich Pascal da liegen.“ In diesem Moment verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart, der Schmerz des Verlustes und der Schmerz der Gegenwart: „Es fällt mir unfassbar schwer“, sagt sie tief betroffen. Beide Frauen sprechen jedoch nicht nur über Krankheit, Schmerz und Verlust, sondern auch über einen Alltag, der von bürokratischen Hürden, Kämpfen mit Behörden und einem Gefühl der Ohnmacht geprägt ist. „Das macht mich auch so unglaublich wütend, weil ich einfach nicht verstehen kann, dass man den Betroffenen einfach nicht hilft.“ Katja ergänzt: „Man wartet vergeblich auf Hilfe, die versprochen wird, aber die einfach nicht kommt.“ „Was soll man denn alles bringen?“, fragt S

    Sabine Mertens & Katja Lohrum: Man ist nur auf sich selbst gestellt
  4. May 30

    Thomas Weigand: Das macht Angst

    Das Interview wurde erstmalig am 09. 04. 2025 veröffentlicht. Der ehemalige Bodybuilder und Personaltrainer Thomas Weigand im Gespräch mit Johannes Clasen über ein Leben, das sich nach der Corona-Impfung radikal verändert hat. Über Schmerzen, Angst und Isolation – und den verzweifelten Versuch, gehört zu werden. Ein Leben in Kontrolle Thomas Weigand war einmal ein Mann, der seinen Körper kontrollierte. „34 Jahre nonstop Krafttraining.“ 120 kg bei 6-7% Körperfett. Ein Leben im Fitnessstudio, geprägt von Disziplin und Stärke. Als selbstständiger Personaltrainer arbeitete er mit Menschen, auch in einem Studio, das an ein Pflegeheim angeschlossen war. Dort half er seinen Kunden bei Gewichtsproblemen, Depressionen, Essstörungen. Er war der, der andere motivierte und sie aufrichtete. Er führte ein Leben, das nach vorne ging. Die Entscheidung Dann kam die Pandemie. Und mit ihr eine Entscheidung, die sein Leben für immer verändern sollte. „Ich hab mir einerseits Panik machen lassen“, sagt er heute. Die Bilder aus Italien, die Bilder aus Intensivstationen hat er „als bedrohend gesehen.“ Auch beruflich schien es ohne Impfung nicht mehr weiterzugehen – vor allem wegen der Arbeit im Pflegeheim. So ließ er sich im Januar 2021 impfen. Drei Tage später reagierte sein Körper „vehement“ mit Schmerzen im linken Bein. Der körperliche Zusammenbruch Was zunächst diffus begann, wurde schnell unerträglich. Die Schmerzen im Bein wurden immer schlimmer. Wochenlang schleppte er sich noch zur Arbeit – bis er nicht mehr laufen konnte. Seine Zehen wurden rot, platzten auf. Im Krankenhaus folgte dann die erschreckende Diagnose: ein Arterienverschluss, der als Notfall eingestuft wurde. Eine Operation folgte umgehend. Für ihn war der zeitliche Zusammenhang zur Impfung offensichtlich. Für die Ärzte nicht. „Dann hieß es: Nein, keinesfalls.“ Vielmehr wurde die Verdachtsdiagnose HIV in den Raum gestellt. Der Test war negativ. Thomas wurde zur zweiten Impfung geraten. Was dann folgte, war ein körperlicher Absturz. Nach der zweiten Impfung „gingen vehemente Hautprobleme los.“ Thomas bekam Milien und Abszesse am ganzen Körper. „Ich hab ausgesehen wie ein Streuselkuchen.“ Die Haut musste chirurgisch behandelt werden, Narben blieben. Dann kamen Schmerzen – „sehr sehr starke Schmerzen am ganzen Körper.“ Er konnte kein Messer mehr halten, keine Tür mehr aufschließen. Selbst trinken wurde wegen der Schmerzen in den Fingern zur Qual. Der Mann, der einst „der Strahlemann, der Lebemann“ gewesen war, war plötzlich hilflos. Arbeiten war unmöglich. Nicht gehört werden Als er in Kliniken ansprach, dass die Impfung die Ursache sein könnte, wurde er abgewiesen und „saudumm angemacht.“ Man sprach von „wahnhaften Hypochondrien“. Menschen, die sich einbilden würden, impfgeschädigt zu sein, seien Verschwörungstheoretiker, „die auf nicht mehr arbeitsfähig machen wollen.“ Die dritte Impfung Trotz seines schlechten gesundheitlichen Zustandes ließ Thomas sich ein drittes Mal impfen. Ein Schritt, den er heute kaum begreifen kann. Er sei zu dem Zeitpunkt noch „sehr sehr gesellschaftshörig“ gewesen, sagt er selbstkritisch. Danach eskalierte alles. Sein Körper reagierte, als würde er gegen sich selbst kämpfen. „Da hab ich überall kleine Einblutungen bekommen am Körper, ähnlich wie blaue Flecken oder Thrombosen, rote kreisrunde Punkte waren das, bis es dann plötzlich losging, dass sich richtige Hubbel an meinen Oberarmen, Unterarmen, am ganzen Körper gebildet haben und es zu massiven Einblutungen unterm Gewebe kam.“ Verletzlichkeit und der Verlust von Stärke Doch der vielleicht tiefste Einschnitt war ein anderer. Sein durchtrainierter, muskulöser Körper war lange seine Ritterrüstung und sein Schutz gewesen, durch den er eine gewisse Distanz zu anderen Menschen bewahren konnte. Stärke war immer seine Identität gewesen. Und plötzlich war er, der stets starke Mann, verletzlich. „Ich hab mich sehr schwer getan, mich auch verletzlich zu zeigen, dann war ich es plötzlich. […] Das war für mich ein wahnsinniger Kampf.“ Was folgte, war nicht nur körperlicher Schmerz, sondern auch Einsamkeit und Unverständnis. Denn auch im engsten Umfeld fand er kaum Halt. Selbst in seiner eigenen Familie wurde ihm nicht geglaubt. Bis heute ist das Thema dort problembehaftet und er muss darum kämpfen, gehört zu werden. Der Weg an die Öffentlichkeit Um Gehör zu finden, ging Thomas selbst an die Öffentlichkeit, schickte Bilder, erzählte seine Geschichte. Die regionale Zeitung griff sie auf. Mehrere Artikel erschienen und seine Geschichte wurde regional sichtbar. Leben in Angst und im Ausnahmezustand Heute lebt Thomas Weigand isoliert, einsam und allein in seiner Wohnung. Mit starken Schmerzen, die ihn täglich begleiten. „Damit ich so über den Tag komm“, nimmt er starke Medikamente, darunter Tilidin, eine opiatähnliche Substanz. Nachts wird sein Zustand oft besonders schlimm. Massiv belastende Symptome wie Kopfdruck oder neurologische Aussetzer kommen hinzu. Momente, in denen er nicht mehr sprechen kann – und sie doch bewusst erleben muss. „Wenn man dann zu Hause alleine ist und sich nicht einmal mehr mitteilen kann. […] Das macht halt Angst.“ Thomas‘ Zustand ist sehr ernst und lebensbedrohlich. Schon kleine Anstrengungen wie Treppen steigen bringen ihn an seine Grenzen. Da „läuft mir der kalte Schweiß und ich krieg überhaupt keine Luft mehr und muss stehen bleiben.“ Mehrere Organe sind betroffen. Seine Diagnoseliste ist lang. Von den Ärzten fühlt er sich oft allein gelassen: „So in der Art, der hat doch einen Schuss.“ Der Versuch, Beweise zu schaffen Um sich zu schützen, begann er, alles zu dokumentieren. Fotos, Videos, Beweise gegen den Vorwurf, sich alles einzubilden. Ein Schreiben seiner Krankenkasse an einen befreundeten Anwalt, einst sein Kunde, wurde für ihn zum Wendepunkt. Darin steht: „Unstrittig ist, dass Ihr Mandant Herr Thomas Weigand in Folge der COVID-Impfungen schwer erkrankt ist.“ Seitdem wird ihm seitens der Ärzte zumindest zugehört. Doch echte Hilfe bleibt selten, denn viele Therapieansätze, die er versucht hat, blieben erfolglos. Ein Hoffnungsschimmer Linderung fand er bisher nur in einer Behandlung: der HELP-Apherese, einer Form der Blutwäsche, finanziert durch eine Spendenaktion. Drei Behandlungen konnte er initial dadurch finanzieren. Eine vierte HELP-Apherese wurde ihm durch einen Mitpatienten aus der Schweiz geschenkt. Durch diese Behandlungen geschah etwas, das er selbst kaum fassen kann: „Es war für mich ein Wunder.“ Für einige Wochen war er nahezu schmerzfrei. Er konnte seine Medikamente drastisch reduzieren und hatte zum ersten Mal seit Langem das Gefühl, wieder zu leben. Doch die Wirkung der HELP-Apheresen hielt nicht an. Die Symptome kehrten zurück in Form von Durchblutungsstörungen, Atemnot und Schmerzen. Einige Monate später konnte, wie einem Arztbrief zu entnehmen ist, durch weitere Spendenaktionen die gesamte Therapie gemäß den Behandlungsprotokollen der Charité erfolgen: 5 HELP Apheresen und 5 Autoimmunadsorptionen. Letztere hat er laut Arztbrief schlecht vertragen. So weiß Thomas heute: Er bräuchte die Behandlung mittels Blutwäsche regelmäßig. Laut Arztbrief lautet die Empfehlung „alle 3 – 6 Monate einen Zyklus mit 5 HELP-Apheresen durchzuführen.“ Doch die Krankenkasse verweigert die Kostenübernahme. Ein verändertes Weltbild Durch seine Krankheit hat sich Thomas‘ Perspektive auf die Gesellschaft grundlegend verändert. „Ich hab bemerkt, dass ich ein manipuliertes Schaf bin“, sagt er heute über seine frühere Sicht auf die Welt. Er leidet unter dem fehlenden Diskurs und unter der Ausgrenzung. Was er sich wünscht, ist eigentlich einfach: „Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass wir gehört werden. […] Es würde die Seele ein Stück heilen.“ Was bleibt Denn was ihn am meisten verletzt, ist oft nicht der Schmerz – sondern das Schweigen und die leisen, für ihn spürbaren Unterstellungen seiner Mitmenschen. Er würde sich wünschen, von anderen gefragt zu werden, wie sich sein Schaden äußere. Dann „könnte ich Menschen Rede und Antwort stehen.“ Doch so heißt es oft, er habe nichts Offensichtliches: „Der ist ja nicht krank, der hat ja nichts.“ Dabei hat sein heutiges Leben mit seinem früheren Leben nichts mehr zu tun: keine Arbeit, kaum soziale Kontakte, dauerhafte Schmerzen, ständige Angst. Angst vor allem vor dem, was jederzeit passieren könnte: ein Blutgerinnsel, ein Schlaganfall, ein Moment, der alles beendet. Denn wenn ein Blutgerinnsel vor dem Herzen oder Kopf stecken bleibt, „dann ist Schicht im Schacht. […] Wenn man dann zu Hause alleine ist und sich nicht einmal mehr mitteilen kann und erträgt diese Dinge einfach nur, das macht halt Angst.“ Und so bleibt ein Leben, das einmal von Kontrolle und Stärke dominiert war – und heute von Angst und zugleich der Hoffnung, nicht länger übersehen, sondern gehört und ernst genommen zu werden, geprägt ist. Möge seine Hoffnung zu seinem Wohle und zum Wohle aller Impfgeschädigten wahr werden.

    Thomas Weigand: Das macht Angst
  5. May 27

    Grit: Plötzlich war sie tot

    Das Interview wurde erstmalig am 27. 03. 2025 veröffentlicht. Grit im Gespräch mit Johannes Clasen über die Coronazeit, ihre frühe Skepsis vor den Corona-Impfungen, den plötzlichen Tod ihrer 31-jährigen Tochter, zwei kleine Enkelkinder, die ohne ihre Mutter aufwachsen müssen und über offene Fragen, die bis heute bleiben. Kraft geben ihr die Treffen im Malchower Format, die ihr helfen, trotz Trauer und Wut weiterzuleben. Eine besondere Zeit, die für Grit anders begann Die Coronazeit begann für Grit ruhig, fast sorglos. Panik spürte sie nicht – weder bei sich noch im Familien- und Freundeskreis. Sie erinnert sich noch gut an ein Interview, das sie damals hörte – ein Gespräch zwischen Christian Drosten und dem Journalisten Jörg Thadeusz im RBB, in dem „so eine Beruhigung“ vermittelt wurde. Nachrichten aus Ischgl oder die Bilder von Krankenhäusern erreichten sie zwar, verunsicherten sie aber nicht. „Ein gesunder Mensch wird das schon […] wegstecken“, so ihre Einschätzung. Auch später blieb ihre Sicht vergleichsweise gelassen. Sie hatte keine Angst vor der Krankheit selbst – eher vor den Nachrichten und den politischen Maßnahmen, die folgten: Die ließen „einen eigentlich den Kopf schütteln.“ Zu Hause war ihre Welt in Ordnung: der Garten, die Familie, das Enkelkind. „Friede, Freude, Eierkuchen“ – so beschreibt Grit diese Zeit, die durch den intensiven familiären Kontakt „auch was Schönes“ hatte. Eine Lehrerin im Lockdown Grit ist Lehrerin und war damals krankgeschrieben. Als im Frühjahr 2020 der erste Lockdown begann, hätte sie eigentlich wieder arbeiten sollen. Doch ihre Krankschreibung verlängerte sich – im Nachhinein empfindet sie das sogar als Glück. Denn vieles, was in dieser Zeit an Schulen umgesetzt wurde, empfand sie als absurd. Besonders die aus ihrer Sicht „lächerliche“ Maskenpflicht in Schulen habe sie befremdet. Frühe Zweifel an der Impfung Als gegen Ende des Jahres 2020 über die Entwicklung der Corona-Impfstoffe gesprochen wurde, hörte Grit Warnungen, die andere kaum wahrnahmen. Besonders die Aussagen von Sucharit Bhakdi blieben ihr im Gedächtnis: Hinweise auf mögliche schwere Nebenwirkungen der neuen Impfstoffe, die in der Gesellschaft kaum diskutiert wurden. Grit suchte gezielt nach Stimmen, die Panik relativierten, die sagten, dass „alles nicht so schlimm“ sei, und nach Fakten, die beruhigten. So stand für sie früh fest, dass eine Impfung weder für sie, noch für ihren Mann und ihren minderjährigen Sohn in Frage kommen würde. Grit wollte bewusst Entscheidungen treffen, informiert und eigenverantwortlich. Dem politischen und gesellschaftlichen Druck stand sie zunehmend skeptisch gegenüber. Als Lehrerin gehörte sie zu den privilegierten Gruppen, die früh ein Impfangebot erhielten. Fast alle ihre Kollegen nahmen es an. Doch sie blieb kritisch. Ihr Widerstand wurde stärker, je mehr man sie drängen wollte: „Ne, jetzt erst recht nicht. […] Warum will man das so mit Macht in die Menschen reinkriegen?“, fragte sie sich. Eine Mutter, die immer gewarnt hatte Grit warnte nicht nur ihren Mann und ihren Sohn vor der Impfung. Auch ihrer Tochter habe sie wiederholt ihre Meinung gesagt und ihr geraten: „Lass dich nicht impfen!“ Die junge Frau war verheiratet, hatte mittlerweile zwei kleine Kinder und wohnte in Berlin. Auch wenn der Kontakt eng, die Beziehung liebevoll blieb, wusste die Mutter, dass ihr Einfluss begrenzt war und die Tochter ihre eigenen Entscheidungen traf. Der gesellschaftliche Druck – Testpflichten, Maßnahmen und die Angst, Außenseiterin zu sein – lasteten schwer auf ihr. „Da war meine Tochter nicht so souverän wie ich.“ Drei Impfungen, ein letztes Weihnachten und ein plötzlicher Tod Im Sommer 2021 ließen sich ihre Tochter und ihr Schwiegersohn schließlich impfen. Die junge Frau erhielt zunächst zwei Impfungen mit Moderna. Anfang 2022 folgte die Booster-Impfung mit Comirnaty. Zunächst verlief alles normal. Ihre Tochter arbeitete, kümmerte sich um Hausbau, Familie und ihre Kinder – das Leben verlief weiter wie gewohnt. Weihnachten 2021 traf sich die Familie unter den damals geltenden Einschränkungen. Im Rückblick hat dieses Weihnachtsfest für Grit eine besondere Bedeutung. „Es war letztendlich das letzte Weihnachten mit unserer Tochter.“ Damals ahnte noch niemand, wie tragisch sich das folgende Jahr entwickeln und das Leben der ganzen Familie für immer verändern würde. Ab dem Frühjahr 2022 litt die junge Mutter unter starken Magen-Darm-Beschwerden und verlor deutlich an Gewicht. Dennoch arbeitete sie weiter, kümmerte sich um Haus, Kinder und Familie. „Die Kraft dazu war noch da“, sagt Grit im Rückblick. Sie bat ihre Tochter immer wieder, zum Arzt zu gehen. Doch diese wiegelte ab, wollte ihren Alltag aufrechterhalten. Im Juni organisierte sie noch die Geburtstagsfeier ihrer Tochter – vordergründig wirkte alles wie immer. Kurz danach schickte sie Grit an einem Sonntag noch Fotos von sich und den Kindern. Wenige Tage später, an einem Mittwoch, war sie „plötzlich nicht mehr da“, lag morgens tot in ihrem Bett. „Wir sind aus allen Wolken gefallen.“ Der Schwiegersohn hatte am Abend zuvor nichts Ungewöhnliches bemerkt. Seine Frau sei ganz normal ins Bett gegangen, habe noch Rasen gemäht. „Morgens hat sie den Wecker nicht gehört.“ Der Notarzt konnte nichts mehr tun. Da es sich um einen ungeklärten Todesfall handelte, folgten Polizei und Ermittlungen. Die Familie erstarrte in Schock und Verzweiflung. Der erste Gedanke: die Impfung In dieser unfassbaren Situation war für Grit sofort klar, was sie für die Ursache hielt. „Ich hab sofort an diese Impfung gedacht. […] Im Prinzip hat Prof Bhakdi sowas ja vorausgesagt.“ Überflutet von einem Gefühl der Hilf- und Fassungslosigkeit dachte sie: „Es ist jetzt genau das passiert und der Einschlag ist direkt bei dir.“ Neben der unermesslichen Trauer kam auch Wut: „Auf der einen Seite Trauer, auf der anderen Seite totale Wut auf alles oder auf jeden, dass das möglich war.“ Bis heute ist sie überzeugt: „Für mich steht hunderttausendprozentig fest, dass die Impfungen dafür verantwortlich waren.“ Die Obduktion – Ungereimtheiten und offene Fragen Eine Obduktion sollte Gewissheit bringen, brachte jedoch nur neue Unsicherheiten. Grit und ihr Mann befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Quarantäne und konnten ihre Tochter daher nicht mehr sehen, sich nicht mehr von ihr verabschieden. „Das ist für mich nach wie vor ein Ding, ich muss jetzt glauben, dass sie nicht da ist, ich hab irgendwie keinen Beweis dafür.“ Irgendwann sei schließlich eine Urne beerdigt worden. Nach der Obduktion wurde ein Herzfehler, der nie Probleme bereitet hatte, als angebliche Ursache genannt – ein Befund, der laut einem Internisten aus Grits Umfeld den Tod nicht erklären könne. Nach einem Jahr bat die Familie über eine Anwältin um Einsicht in die staatsanwaltliche Akte. In den Unterlagen fanden sich Hinweise auf mehrere Organschäden, die nicht erklärbar waren – unter anderem am Herzen, an der Lunge und an der Milz. „So viele Schäden, und die Anwältin sagte uns: Ihre Tochter war schwer krank.“ Dabei sei sie, so Grit, bis zum Schluss leistungsfähig gewesen. „Ich möchte gerne eine Krankheit benannt haben, die diese Schäden hat“, so ihre Forderung. Doch eine klare Aussage wurde nicht getroffen. Bis heute nicht. Eine weitere Ungereimtheit belastet Grit ebenfalls bis heute sehr: Ein Jahr nach dem Tod der Tochter versuchte sie, über Experten der MWGFD zusätzliche Untersuchungen der Gewebeproben zu veranlassen, um den Verdacht eines Impfschadens zu klären. Denn: „Meine Überzeugung ist, dass es die Impfung war, die meiner Tochter das Leben gekostet hat.“ Doch als die Familie nach den Gewebeproben fragte, erhielt sie eine überraschende Antwort: Die Proben, die eigentlich mehrere Jahre aufbewahrt werden müssten, seien bereits wenige Monate nach dem Tod ihrer Tochter vernichtet worden. Das habe sie sehr stutzig gemacht, so Grit, bis heute wisse sie nicht, warum das geschehen sei. Entweder sei gegen Vorschriften verstoßen oder ihnen nicht die Wahrheit gesagt worden. Für Grit steht der Verdacht im Raum, dass man „irgendwie nicht mehr möglich machen wollte“, dass ihr Verdacht nachgeprüft werden könne. „Das ist für mich auch noch mal so ein Schlag gewesen.“ Denn für sie wäre es ein wichtiges Ergebnis gewesen, „eine Bestätigung oder auch eine Nichtbestätigung zu bekommen. […] So bleibt das so lange ich lebe im Raum stehen.“ Für Grit bleibt damit eine für sie entscheidende Frage unbeantwortet. „Die Umstände des Todes, die Umstände der Obduktion hinterher sind für mich höchst fragwürdig“, lautet ihr Resümee. Zwei Kinder ohne ihre Mutter Am schwersten zu ertragen ist für Grit der Gedanke an ihre beiden Enkelkinder, die ihre Mutter nie wiedersehen werden: „Meine Tochter hat zwei kleine Kinder hinterlassen. Die hätte sie gerne aufwachsen sehen.“ Die junge Frau sei eine liebevolle, engagierte Mutter gewesen. „Meine Tochter war gerne Mutter“, erinnert sie sich mit leiser Stimme. Der Kontakt zum Schwiegersohn ist bis heute gut. „Das ist das Tröstliche dabei.“ Doch die Lücke, die der Verlust hinterlässt, ist unermesslich. Zwischen Trauer und Wut Vier Jahre sind inzwischen vergangen. Doch die Gefühle sind noch immer stark. „Wenn ich darüber nachdenke geht es immer hin und her zwischen Trauer und Wut. Ich bin immer hin- und hergerissen und fühle mich so ohnmächtig.“ Besonders schwer fällt ihr, wenn mögliche Impfschäden öffentlich heruntergespielt, verharmlost und „bagatellisiert“ werden. „Für mich ist das […] keine Einzelerscheinung.“ Sogar der Trauerredner habe bestätigt, dass seiner Beobachtung nach deutlich mehr junge Menschen plötzli

    Grit: Plötzlich war sie tot
  6. May 23

    Thomas Dietz: Die Kirchen selbst sind für die Impfung in die Propaganda gegangen

    Das Interview wurde erstmalig am 17. 03. 2025 veröffentlicht. Ruhestandspfarrer Thomas Dietz in einem berührenden Gespräch mit Johannes Clasen über eine Zeit, die ihn bis heute bewegt: über geschlossene Kirchen, ausgebliebene Debatten und die gesellschaftliche Spaltung durch die Impf- und Coronapolitik. Der evangelische Geistliche aus der Uckermark berichtet, warum er seine Kirche trotz Druck offenhielt und wie aus seiner Gemeinde ein Ort für Gespräche, Zweifel und persönliche Schicksale wurde. Ein bewegender Rückblick auf die Corona-Jahre – und auf die Frage, welche Rolle die Kirche damals spielte. Wenn Pfarrer Thomas Dietz erzählt, spürt man schnell: Hier spricht jemand, der die Corona-Zeit nicht nur beobachtet, sondern durchlebt hat. Ruhig, überlegt, warmherzig, zugewandt – so wirkt der evangelische Geistliche aus der Uckermark. Einer, der zuhören kann und der Menschen ernst nimmt. In jedem Satz, den er spricht, spürt man seine innere Überzeugung und Menschenfreundlichkeit. Denn er ist einer, der in einer der schwierigsten Phasen der jüngeren deutschen Geschichte entschieden hat, seine Kirche offen zu halten – für offene Gespräche, für Zweifel und auch für Widerspruch. Heute lebt er mit seiner Frau im Ruhestand zurückgezogen im kleinen Ort Mönkebude am Stettiner Haff. Abseits, ruhig, zwischen Wasser und Himmel. Doch die belastenden Jahre der Corona-Zeit mit ihren besonderen Bedingungen sind für ihn noch immer sehr präsent. Für seine Frau und ihn sei diese Zeit sehr anstrengend und herausfordernd gewesen, sagt er rückblickend. Denn damals stellte sich für ihn vor allem eine grundlegende Frage: „Wie erfolgt jetzt Gemeindearbeit, wie steht Kirche, wo können wir den Menschen helfen?“ Ein Pfarrer, der die Kirchen offenhalten wollte, und Briefe, auf die niemand antwortete Besonders erschüttert hat ihn zu Beginn der Pandemie, dass Kirchen geschlossen wurden. Für den Pfarrer, der in der DDR aufgewachsen ist und dort kirchlich engagiert war, war das ein tiefgreifender Einschnitt. Vieles habe er damals erlebt – aber dass Kirchen ihre Türen schließen, sei selbst in der DDR nicht vorgekommen. Dies sei ein Punkt gewesen, der ihn „sehr zum kritischen Nachdenken angeregt“ habe. Dass Ostern 2020 ohne Ostergottesdienste stattfinden sollte, habe ihn besonders bewegt. Denn das gab es seines Wissens „in der Geschichte noch nie“. Was ihn zusätzlich beschäftigte, war die Frage, ob darüber innerhalb der Kirche überhaupt ein offener Diskurs möglich sei. Doch seine Erfahrung war ernüchternd: „Der wurde überhaupt nicht zugelassen.“ Im April 2020 schrieb er einen offenen Brief an die brandenburgische Landesregierung. Darin kritisierte er unter anderem abgesperrte Spielplätze, den Umgang mit alten Menschen in Pflegeeinrichtungen und geschlossene Kitas. Gerade in seinem Pfarrgebiet kannte er viele Familien aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Für manche Kinder sei die Kita ein stabiler Ort gewesen, ein Schutzraum. Doch eine Antwort bekam er nicht. „Gar nichts.“ Auch ein zweiter Brief an die Landeskirche blieb weitgehend folgenlos. Zwar rief ihn der Bischof später an, doch Dietz hatte den Eindruck, dass grundlegende Kritik nicht wirklich aufgenommen wurde.  „Das hörte er, aber reagierte darauf überhaupt nicht.“ Die Kirchenleitung hatte sich, so Thomas Dietz, „nicht bemüßigt gefühlt“, zu handeln. Besonders schmerzte ihn der Umgang mit Kranken und Sterbenden. In vielen Einrichtungen, auch Hospizen, waren Besuche nicht mehr erlaubt. Für Dietz eine moralische Grenzüberschreitung, die er auch öffentlich anprangerte. Die Kirche habe, so seine deutliche Kritik, „an dieser Stelle ganz und gar versagt.“ Offizieller Protest sei ausgeblieben: „Da ist von den Amtskirchen gar nichts gekommen.“ Die Demonstration in Berlin am 1. August 2020 Im 1. August 2020 fuhr Dietz mit seinen Kindern und einem Freund zu einer großen Demonstration nach Berlin. Was er dort erlebte, passte für ihn nicht zu dem Bild, das vielerorts in den Medien gezeichnet wurde. „Das war für uns wirklich ein eindrückliches Erlebnis“, sagt er. Die Teilnehmer habe er als bunt gemischtes Publikum erlebt: „Ein Publikum, wie man es sich für einen Kirchentag bloß wünschen würde, durch alle Generationen durch, querbeet, Hunderttausende.“ Besonders ein Moment hat sich in ihm tief eingeprägt: Als die Polizei die Veranstaltung auflöste, standen noch einige Redner auf der Bühne. Unter ihnen auch der Arzt Bodo Schiffmann. Dietz erinnert sich sichtbar bewegt, mit den Tränen kämpfend: „Ich habe immer noch vor Augen, wie die Polizei dort schwer bewaffnet […] auftrat.“ Dann stockt seine Stimme: „Ich kuckte zu Bodo Schiffmann hin und sah, dass seine Lippen sich bewegten und er betete das Vater unser.“ Der Nordkurier – eine Regionalzeitung, die zuhört und fair berichtet. Wenige Tage nach der Demonstration meldete sich eine Zeitung bei ihm: der Nordkurier. Die Regionalzeitung hatte gehört, dass Pfarrer Dietz an der Demonstration teilgenommen hatte und bat ihn um ein Gespräch. Er sagte zu – und die Zeitung veröffentlichte einen ausführlichen Beitrag über ihn, seine offenen Briefe und seine Erfahrungen in Berlin, übertitelt mit „Pfarrer wendet sich gegen die Panikmache“. Für Thomas Dietz war das ein entscheidender Moment. Denn der Nordkurier berichtete fair, ohne ihn zu diffamieren. Der Artikel löste eine Welle von Leserbriefen aus. Rund 80 Prozent der veröffentlichten Zuschriften unterstützten ihn. Viele Menschen bedankten sich für seine Haltung. Diese Resonanz habe ihm sehr viel Kraft gegeben und ihm den Rücken gestärkt, so Dietz. Gleichzeitig habe sie ihm gezeigt, wie groß der Gesprächsbedarf war. Die Rolle der Zeitung bewertet Dietz bis heute als entscheidend. Ohne diese Berichterstattung wären seine späteren Veranstaltungen, die als „Malchower Format“ überregionale Bedeutung erlangen sollten, wohl kaum so bekannt geworden. Das „Malchower Format“ – eine Kirche wird zum Gesprächsort In den Dörfern seiner Gemeinde spürte Dietz damals eine besondere Atmosphäre: einerseits große Angst vor Krankheit und Ansteckung, andererseits aber ein enormer Wunsch nach Austausch und Kommunikation – eine stark spürbare Spannung zwischen Angst und Menschlichkeit. Aus diesem Gefühl heraus entstand eine Idee: Vorträge in seiner Kirche. Ein Ort, an dem Menschen zuhören, diskutieren und Fragen stellen konnten, ein Ort, um Menschen aufzuklären und ihnen die Angst zu nehmen. So entstand die Vortragsreihe, die später überregional bekannt wurde: das „Malchower Format“. Die erste Veranstaltung fand im Januar 2021 statt. Eingeladen war der Arzt Paul Brandenburg. Der Nordkurier kündigte die Veranstaltung an und berichtete später auch darüber – fair und sachlich. Dietz bekam schon kurz danach zahlreiche Nachrichten. Viele Menschen schrieben ihm, dass sie sich durch die Veranstaltung ermutigt fühlten, „nicht angstbesessen durch diese Zeit zu gehen.“ Viele hätten sich bedankt, wie sehr ihnen diese Treffen, die regelmäßig abgehalten wurden, geholfen hätten, „durch diese schwierige Zeit zu kommen.“ Eine Gemeinde ohne Druck In seiner eigenen Gemeinde versuchte Dietz bewusst, jede Spaltung zu vermeiden. In den Gottesdiensten gab es keine Kontrolle von Maskenattesten, keinen Druck. „Es saßen Leute, wo ich weiß, dass sie Angst weiterhin hatten, die also auch mit Maske saßen – und es saßen auch Leute natürlich ohne Maske.“ Für ihn war entscheidend, dass sich niemand ausgeschlossen fühlte. „Es war mir ein Herzensanliegen, dass ich jetzt nicht meine eigene Gemeinde spalte durch mein Engagement.“ Und tatsächlich blieb die Atmosphäre ruhig, respektvoll und offen. Die Spaltung durch die Impfpolitik Mit Beginn der Impfkampagne nahm die gesellschaftliche Spannung aus seiner Sicht deutlich zu. Seiner Erinnerung nach habe das die gesellschaftliche Spaltung stark vorangetrieben, so Dietz. Besonders kritisch sieht er in dem Zusammenhang die Rolle der Kirchen, die „selbst für die Impfung in die Propaganda gegangen sind.“ Manche Gemeinden führten sogar 2G-Regeln ein. Für Dietz war das „ganz klar ein Verbrechen“, da man „Leute wirklich ausgeschlossen hat, gänzlich ausgeschlossen hat.“ Viele Menschen, die jahrzehntelang treue Gemeindemitglieder gewesen waren – selbst in der DDR – hätten sich dadurch tief verletzt gefühlt und seien – für Dietz nachvollziehbar -  „verstört“ aus der Kirche ausgetreten. „Ich konnte dem nicht widersprechen“, sagt er dazu. Menschen erzählen ihre Schicksale Mit der Zeit rückte ein weiteres Thema in den Mittelpunkt: mögliche Impfschäden. Dietz berichtet von vielen Gesprächen mit Betroffenen. „Ich habe erlebt, dass Leute einen Rheumaschub kriegten, ich habe erlebt, dass Leute einen Entzündungsausbruch am Körper hatten, in Depression gefallen sind.“ Auch von gehäuften Krebserkrankungen und einem Hirnaneurysma habe er erfahren. Immer häufiger sprachen betroffene Menschen nach den Vorträgen mit ihm über ihre Schicksale. Besonders eindrücklich waren für ihn in dem Zusammenhang Vortragsabende mit Fachreferenten. Bei einer Veranstaltung mit Professor Cullen aus Münster standen plötzlich mehrere Besucher auf und erzählten ihre eigenen Geschichten: „Acht, neun, zehn Leute sind dann aufgestanden und haben ihre Schicksale geschildert.“ Unter ihnen war ein Mann in seinem Alter, der nach eigener Überzeugung nach der Impfung zwei Krebserkrankungen entwickelt hatte. Diesen Mann habe er „ein Vierteljahr später beerdigt“, so Dietz. Auch bei weiteren Veranstaltungen meldeten sich Betroffene zu Wort. „Auch da haben dann mehrere Leute sich gemeldet und ihre Schicksale geschildert.“ Für viele von ihnen seien die Veranstaltungen in Malchow der einzige Ort gewesen, a

    Thomas Dietz: Die Kirchen selbst sind für die Impfung in die Propaganda gegangen
  7. May 20

    Hannah Stoll: Für mich ist es so schlimm, dass mir nichts hilft

    Das Interview wurde erstmalig am 03. 03. 2026 veröffentlicht. Hannah war eine junge, leistungsorientierte und hochtrainierte Läuferin. Heute ist davon nichts mehr übrig, denn nach den Corona-Impfungen erkrankte sie schwer. Was mit geschwollenen Gelenken und Erschöpfung begann, entwickelte sich zu einer komplexen, chronischen Erkrankung. Es folgte eine jahrelange Odyssee durch Arztpraxen und Kliniken, zahllose Therapieversuche, invasive Behandlungen, Hoffnungen – und immer wieder Rückschläge. Doch Hannah kämpft weiter trotz Verzweiflung, sozialer Isolation und existenzieller Gedanken. Denn sie will leben. Nicht mit Schmerz und Erschöpfung – sondern mit einer echten Perspektive auf Anerkennung und Verbesserung. Hannah aus Baden-Württemberg war eine junge, leistungsorientierte, sportliche Frau, die lief, während andere noch schliefen. Über 100 Kilometer pro Woche. Jeden Tag. Ihr Körper war ihr Zuhause, ihre Kraftquelle, ihr Stolz. Kurz vor der Impfung war sie so fit wie nie zuvor. Ihr Ziel: die fünf Kilometer unter 20 Minuten. „Ich hätte das auch laut meinem Training erreicht.“ Heute kann Hannah keine Läufer mehr sehen. „Das zerreißt mir das Herz, da muss ich losheulen.“ Hannah ist trotz ihrer schweren Erkrankung mutig und stark. Denn früh ging sie an die Öffentlichkeit mit der Information, dass sie nach den Corona-Impfungen schwer erkrankt ist. Eine Entscheidung, die Courage verlangt hat – und die sie bis heute Kraft kostet. Auf die Frage, warum sie sich impfen ließ, sagt sie: „Die Frage, die stell ich mir selber tatsächlich jeden Tag.“ Die Angst vor Corona – und der Wunsch, weiterlaufen zu können Im Dezember 2020 erkrankte ihre Familie an Corona. Zuerst der Vater – schwer, mit typischen Symptomen, Geruchs- und Geschmacksverlust, totaler Erschöpfung. Dann die Mutter, leichter Verlauf. Im Januar 2021 traf es Hannah selbst. Auch sie war erschöpft, hatte grippeähnliche Symptome und starke Ohrenschmerzen, aber kein Fieber. Nur ihr Vater erhielt damals einen PCR-Nachweis. Für sie und ihre Mutter standen keine PCR-Tests zur Verfügung – eine Tatsache, die sie fatalerweise später zur zweiten Impfung veranlassen sollte. Ab Frühjahr 2021 ging es Hannah wieder gut. Sie konnte wieder laufen. Die Angst vor einer schweren Corona-Erkrankung aber blieb. Hannah hatte große Sorge, dass das Virus ihre Lunge angreifen und ihr den Laufsport nehmen könnte. Die Entscheidung für die Impfung war vielschichtig: Sie war „gutgläubig“, sagt sie heute. Und sie hatte Angst. Auch der Druck am Arbeitsplatz war hoch. Ihre Vorgesetzten waren Impfbefürworter. Tägliches Testen empfand sie als Schikane. Selbstkritisch stellt sie fest: „Ich hätte diesem Druck nicht standgehalten.“_ Erste Reaktionen nach der Impfung Zum Zeitpunkt der ersten Impfung war sie wegen einer Sportverletzung in der Leiste krankgeschrieben. Auf ihre Impfentscheidung hatte dies aber keinen Einfluss. Sie hätte sich trotzdem impfen lassen, sagt sie. Drei Tage nach der Impfung begannen die Beschwerden: geschwollene, schmerzende Kniegelenke. Sie konnte kaum noch gehen. Schmerzmittel halfen nicht. Dazu kam eine ausgeprägte Fatigue. Vor der zweiten Impfung spürte sie schon deutliche Zweifel und sprach ihren Arzt darauf an. Ob das sinnvoll sei? Sechs Wochen lagen dazwischen. Die Fatigue hatte sich etwas gebessert. Doch der Arzt riet zur zweiten Dosis. Aufgrund des fehlenden PCR-Nachweises „musste“ sie sich, im Gegensatz zu ihrem Vater, ein zweites Mal impfen lassen. Die Beschwerden wurden auf ihren intensiven Laufsport und die Sportverletzung geschoben. Nach der zweiten Impfung kam der „mega-Fatigue-Zustand“. Für sie war klar: Das konnte nicht mehr von der Leistenverletzung kommen, die zwei Monate zurücklag. Die Leiste reagierte wie „ein Rebound“, die Beschwerden wurden heftiger. Pulsierende Entzündungsschmerzen, Krämpfe in den Ellenbogen, anschwellende Finger, Eiter an den Fingernägeln, entzündete Fingerkuppen. Ein bestehendes Raynaud-Syndrom verschlimmerte sich drastisch. Es folgten Kieferschmerzen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Darmprobleme, Entzündungen und Brennen an Schleimhäuten. Sie konnte nicht einmal mehr spazieren gehen. Auf der Suche nach Antworten und Hilfe Im Herbst 2021 begann ihre Odyssee durch Arztpraxen und Kliniken. Zunächst erfolgte eine stationäre Aufnahme in einer Rheumaklinik. Eine Krankenschwester sagte ihr dort, „wieviele Fälle sie hätten seit der Impfung. So viele Leute, die seit der Impfung einen Rheumaschub bekommen haben oder wo sich Rheuma entwickelt hat. Und dass es sogar die Ärzte sagen würden.“ Ihr gegenüber habe das jedoch kein Arzt gesagt. „Aber der Schwester gegenüber wohl schon.“ Rheumafaktoren wurden nicht gefunden. So blieb es offiziell bei der Annahme einer Sportverletzung. Doch Hannah spürte, dass mehr dahintersteckte, dass die Ärzte „mehr wissen als sie sagen. […] Man kriegt da irgendwie ein Gespür.“ Es folgten unzählige Arztkontakte: Rheumatologen, Neurologen, Universitätskliniken. Anfangs wurde ihren Schilderungen kein Glauben geschenkt. Ihre Beschwerden seien psychischer Natur, so die Aussagen der Ärzte. Doch im Laufe der Zeit wurden viele Diagnosen gestellt: Post Vac, ME/CFS, immunvermittelte Small Fiber Neuropathie (SFN), klinisch gesichert durch Hautbiopsie im Sommer 2024. Autoantikörper wurden nachgewiesen. Ihre Symptome passen dazu: Ganzkörperschmerzen, tief, drückend, stechend, pulsierend. Berührungsempfindlichkeit. Gestörtes Temperaturempfinden. Autonome Störungen mit Beteiligung des Magen-Darm-Trakts. Dauerschmerz, der auch durch Schmerzmittel nicht in den Griff zu bekommen ist. Typisch für Hannahs Schmerzen ist, dass sie wandern und sich verlagern. „Immer für einige Monate am Stück an derselben Stelle sehr heftige Schmerzen.“ Andere Schmerzen seien dumpfer – „damit könnte ich sogar leben.“ Es folgten entzündete Füße, eine entzündete Achillessehne – sie kam nicht mehr in geschlossene Schuhe. Später kamen massive Rückenbeschwerden hinzu. Ein privater Schicksalsschlag verschlimmerte die Situation. Die Schmerzen wurden dauerhaft. Diese heftigen Schmerzen haben „mich zurückgeworfen wie zum Teil die Zustände direkt nach der Impfung gewesen sind.“ Wenn nichts hilft Resigniert sagt sie: „Für mich ist es so schlimm, dass mir nichts hilft.“ Denn sie hat fast alles versucht: Nahrungsergänzungsmittel. Unterschiedlichste Ernährungsformen. Schmerzmittel, Statine, Sartane. LDN (Low-Dose Naltrexon). Magnetfeldmatte – die die Nervenschmerzen verstärkte. Auch eine mehrmonatige Phase ganz ohne Medikamente, um dem Körper die Chance zu geben, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Nichts half. Auch invasive Behandlungen gehören zu ihren Therapieversuchen: Hannah unterzog sich sieben Immunadsorptionen in Hannover. Eine kostet 2.500 Euro. Von der Kasse wurden sie nicht bezahlt. Der Effekt: „null“. Die Verabreichung von Immunglobulinen in der Universität Tübingen wurde von der Krankenkasse bezahlt und brachte zunächst Besserung: mehr Energie, besserer Schlaf, bessere Verdauung. Hoffnung. Doch später zeigten sie keine Wirkung mehr. Nach einer Therapiepause versuchte sie es erneut mit einer ambulanten Gabe der Initialdosis. Darauf eskalierte ihr Zustand mit Herzrasen. „Sodass ich dann gesagt habe: Das macht doch keinen Sinn und ich möchte das nicht mehr.“ Viele dieser Therapien wurden privat finanziert. Ihre Familie hat sehr viel Geld investiert. Hannah weiß, dass sie sich in einer besonderen Lage befindet. Viele andere Betroffene seien finanziell ruiniert. Sie hingegen konnte nahezu jede Therapieoption ausprobieren. Dafür ist sie dankbar. Mittlerweile sieht sie sich und andere Betroffene als Versuchskaninchen. Denn viele Geschädigte seien so hoffnungslos, dass sie sich jeder Therapieform unterziehen würden, fatalerweise aber „dafür noch zahlen“ müssten. Der Gedanke an den Tod Im Dezember 2025 ging es ihr besonders schlecht. Die Universitätsklinik Tübingen bot nur noch Schmerztherapie an – viele Medikamente kann sie aber wegen einer Herzproblematik nicht nehmen. „Das war es dann halt von Seiten der Uniklinik. Das hat mich wirklich in ein richtiges Loch gezogen, ich war so verzweifelt, weil ich dachte, jetzt hab ich gar keine Optionen mehr, weil ich alle Therapien schon hinter mir hab.“ Aus Verzweiflung begann sie, über begleiteten Suizid nachzudenken. Sie wollte „mit diesen Schmerzen nicht mehr leben“, wollte nicht mehr anderen jungen Menschen beim Leben zusehen. Ein begleiteter Suizid erfordert jedoch ein psychiatrisches Gutachten, das einen lang anhaltenden Wunsch bestätigt. Sie suchte nach Möglichkeiten. Wartete auf Rückmeldungen. Bisher hat sie von dem angefragten Psychiater nichts gehört. Eine neue Hoffnung: Stammzellentherapie Doch dann hörte sie von einer anderen Option, die „vielversprechend sei“: eine Stammzellentherapie, bei der Stammzellen aus dem körpereigenen Fettgewebe entnommen, aufbereitet und wieder infundiert werden. Dies gab ihr neue Hoffnung. So sagte sie sich: „Hannah, du bist noch so jung, und eigentlich möchtest du ja leben.“ So unterzog sie sich vor einem Monat dieser Stammzellentherapie. Kosten: über 10.000 Euro. Eine sehr schmerzhafte Prozedur, an der sie noch heute laboriert. Hannahs Bauch ist noch verhärtet, Hämatome sind noch sichtbar. Der Wirkungseintritt kann bis zu einem halben Jahr dauern. Noch lässt sich nichts über den Therapieerfolg sagen. „Aber klar: […] Jede Woche die verstreicht, werde ich nervöser und hab auch wieder Angst.“ Derzeit sind Hannahs Schmerzen stärker. Vielleicht, weil sie für den Eingriff „total viel Kräfte mobilisiert“ hat „und Adrenalin in mir hatte.“ Anspannung führt bei ihr oft zu einem Crash – auch mit Schmerzverstärkung. Sie plant: Wenn sich ihr Zustand um die Stammzellentherapie lang

    Hannah Stoll: Für mich ist es so schlimm, dass mir nichts hilft
  8. May 16

    Dr. Helmut Sterz: Die sollten sich vor Gericht verantworten

    Das Interview wurde erstmalig am 09. 12. 2025 veröffentlicht. Dr. Helmut Sterz, Tierarzt, MWGFD-Mitglied und früher in langjähriger leitender Funktion in der Pharmaindustrie tätig – zuletzt als Cheftoxikologe bei Pfizer –, hat viele Entwicklungen der vergangenen Jahre aus nächster Nähe erlebt. Seine berufliche Erfahrung und seine persönliche Einschätzung der Ereignisse rund um die Entwicklung und Zulassung der Corona-Impfstoffe führten schließlich zu seinem Buch „Die Impf-Mafia“. Das Werk, das am 1. Dezember erschienen ist, sorgt bereits in Fachkreisen für Aufsehen, macht Sterz zu einem gefragten Gesprächspartner und gilt als aussichtsreicher Kandidat für die Bestsellerlisten. Das Gespräch zwischen Johannes Clasen und Helmut Sterz verläuft ruhig und sachlich. Doch trotz seiner Ruhe und Klarheit ist spürbar, wie tief Helmut Sterz das Thema persönlich berührt. Hinter seinen präzisen Analysen zeigt sich immer wieder Erschütterung über das, was in der Corona-Zeit geschah, insbesondere das Vorgehen der Pharmafirmen – auch jenes seines früheren Arbeitgebers Pfizer. Offen spricht er über seine Sorge um all jene, die sich gegen Covid-19 impfen ließen. Gleichzeitig ist ihm wichtig, geimpften Menschen, die bislang keine nennenswerten Nebenwirkungen verspüren, die Angst zu nehmen. Wer keine Symptome entwickelt habe, werde „auch in Zukunft sehr vermutlich keine schweren Schäden haben werden“. Gerahmt wird das Gespräch durch zwei Statements des Ehrenvorsitzenden der MWGFD, Prof. Dr. Sucharit Bhakdi. In seinem ersten Beitrag stellt Bhakdi mehrere Bücher vor, die aus seiner Sicht wesentlich zur Aufarbeitung der Corona- und Impfpolitik beitragen. Über „Die Impf-Mafia“ sagt er, es sei „eines der kostbarsten Bücher der Welt“. Sterz sei als ehemaliger Chef-Toxikologe bei Pfizer kein Verschwörungstheoretiker, sondern lege schonungslos offen, welche sicherheitsrelevanten Prüfungen seiner Ansicht nach bewusst unterlassen wurden. In seinem zweiten Statement erläutert Bhakdi die Arbeit des amerikanischen Genwissenschaftlers Kevin McKernan, der 2023 DNA-Verunreinigungen in modRNA-Impfstoffen beschrieben hatte. Bhakdi erklärt anschaulich McKernans jüngste Erkenntnisse über DNA:RNA-Hybride, die aufgrund bakterienbasierter Herstellungsprozesse und des Einsatzes von Pseudouridin-haltiger modRNA nicht mehr abgebaut werden können – mit potenziell schweren gesundheitlichen Folgen. Das modRNA-Impfprogramm müsse deshalb, so Bhakdi, umgehend gestoppt werden. Die Rolle des Toxikologen Sterz beschreibt sein früheres Arbeitsfeld klar: Der Arzneimitteltoxikologe „muss dafür sorgen, aufgrund von Versuchen mit Zellen oder auch Organen oder Tieren, eine Voraussage zu machen, ob eine zukünftig bei Menschen anzuwendende Substanz verabreicht werden kann und unter welchen Bedingungen, welchen Dosierungen.“ Er sei gewissermaßen „eine Art Sicherheitsnetz“, das mögliche unerträgliche Nebenwirkungen vor Studien am Menschen erkennen soll. Risiken sollen dadurch vorausgeahnt, verhindert, eingrenzt werden. Doch je tiefer Helmut Sterz in die Unterlagen zu den Corona-Impfstoffen einstieg, desto mehr bekam dieses Netz Risse. Große Risse. Minimale Studien – maximale Geschwindigkeit Im Rückblick auf die Entwicklung der Corona-Impfstoffe zieht Sterz ein hartes Urteil: Auf die Frage, ob die üblichen toxikologischen Standards bei der Impfstoffentwicklung eingehalten wurden, sagt er klar: „Nein, absolut nicht.“ Vielmehr hätten sich die beiden Firmen Pfizer und BioNTech aufgrund des 2005 erlassenen PREP Acts „dazu hinreißen lassen“, lediglich Minimaltoxizitätsstudien durchzuführen. Dieses US-amerikanische Gesetz stelle nämlich alle an der Entwicklung, Herstellung, Verteilung und Verabreichung von Impfstoffen Beteiligten regressfrei – von Pharmafirmen über die Ärzte bis hin zu Behörden. Für Sterz erklärt dies, warum von BioNTech und Pfizer „nur das absolute Minimum unternommen“ wurde: Prüfprogramme wurden verkürzt, Zeitdruck dominierte. Auch das enorme Tempo der Impfstoffentwicklung sieht er kritisch. In den Unterlagen erkenne man ein klares Ziel: „Das Ziel war nicht, eine erhöhte Sicherheit der Substanz zu bekommen, sondern […] es ging nur um die Zeit.“ Die Intention der Verantwortlichen in den Pharmafirmen war, „dieses Rennen so schnell wie möglich“ zu beenden, um möglichst schnell Geld zu verdienen. Dass Pfizer/BioNTech bereits am 10.12.2020 die Zulassung erhielten, bezeichnet Sterz als „völlig unglaublich“. Als Sterz Einblick in die Zulassungsdokumente erhielt, sei er erschüttert gewesen: „Da bin ich fast vom Stuhl gefallen, weil da eigentlich so gut wie nichts Relevantes für die menschliche Sicherheit unternommen worden ist.“ Es fehlte, was aus seiner Sicht niemals hätte fehlen dürfen: Mutagenitätsstudien, Immuntoxizitätsstudien, sicherheitspharmakologische Prüfungen, belastbare Studien zur Reproduktionstoxikologie. Statt umfassender, aussagekräftiger Tests habe es nur sehr begrenzte Studien gegeben — eine kurze Zwei-Wochen-Toxizitätsstudie an der Ratte sowie eine einzige reproduktionstoxikologische Studie, die er aufgrund des Studiendesigns und der verwendeten Spezies als nicht aussagekräftig bezeichnet. Besonders brisant beurteilt er auch die Verwendung toxischer Lipidnanopartikel, die, „das wusste man“, nicht „für die Anwendung beim Menschen“ zugelassen waren. Seine Kritik fasst er pointiert zusammen: „Es ist für mich ein ziemlich skandalöses Vorgehen gewesen.“ Klinische Studien und das Schweigen der Behörden Sterz zufolge habe Pfizer in seiner großen klinischen Studie zwar zahlreiche Nebenwirkungen beobachtet, aber „man hat nicht darauf reagiert.“ Todesfälle seien nicht ausreichend gemeldet worden; nach Beginn der Impfkampagne „direkt nach der Zulassung, wo dann die Substanz in großen Mengen an die Bevölkerung verabreicht wurde“ seien „in kürzester Zeit über 1000 Todesfälle“ aufgetreten. „Das hat aber niemanden gejuckt.“ Das Paul-Ehrlich-Institut kritisiert er scharf: „Das Paul-Ehrlich-Institut wurde wie viele andere Pharmakovigilanzinstitute von Nebenwirkungsmeldungen überrannt. Die kamen gar nicht mehr mit mit dem Zählen. Wer da nicht aufgewacht ist, von dem kann ich nicht glauben, dass der eine Fachkompetenz hat. […] Wenn der weiter macht und nicht sagt: Stopp! Wir müssen hier anhalten! – Dann ist das jemand, der kriminell handelt.“ Für ihn ein unverzeihlicher Vorgang, der nur durch die Angst dieser Personen erklärbar ist: „Man hat ja auch gesehen, was mit Leuten passiert ist, die sich exponiert haben.“ Zu schweigen sei eine „große Verfehlung in Zusammenhang mit einer Aufgabe, die man hat“, gewesen. Der Mensch als Versuchskaninchen in einem Humanexperiment Mit Blick auf die klinischen Prüfungen und die Massenimpfungen spricht Sterz von schwerwiegenden ethischen Problemen, da der Mensch „ein Versuchskaninchen“ geworden sei: „Man hat hier ein Humanexperiment an Milliarden von Menschen durchgeführt, ohne dass deswegen viel passiert ist.“ Dabei dürfe man nicht vergessen: „Wenn ein Mensch in einen Humanversuch eingeschlossen wird, dann muss das nach dem Nürnberger Kodex verlaufen. Wenn das nicht gemacht wird, ist die gesamte Untersuchung verboten.“ Dass Mediziner mit langer Ausbildung und Berufserfahrung diese Impfstoffe als sicher und wirksam betrachteten, kann er nicht fassen: „Wie kann so jemand seinen Verstand abschalten und sagen: Ja, ich glaube, dass das wirklich in Ordnung geht, was uns Herr Spahn oder Herr Lauterbach erzählen.“ Die Palette der Nebenwirkungen Die Palette möglicher Impfnebenwirkungen hält Sterz für umfassend. Viele Krankheitsbilder seien möglich: Probleme im zentralen Nervensystem, Schlaganfälle, Gefäßverschlüsse, Schäden an Herz, Nieren, Haut und Muskeln, Augenschäden, periphere Nervenschäden. „Es gibt eigentlich kein Organsystem, wo es keine Schäden gibt. […] Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. […] Und man braucht nur die einschlägige Literatur zu lesen und man sieht, dass eigentlich nichts verschont wird.“ Hinzu komme als zusätzliche Gefahr das durch die Impfung induzierte Spikeprotein, das mittlerweile labortechnisch nachweisbar ist (Anm. der Red.: Das MWGFD-Labor Inmodia bietet diese Untersuchung an), dauerhaft im Körper verbleiben und „überall Schäden anrichten“ könne. Fertilität und Schwangerschaft Besonders eindringlich spricht Helmut Sterz über die Gefahren bei Fertilität und Schwangerschaft. Frühe Aborte in den Tierstudien, fehlende Daten und wenig aussagekräftige oder abgebrochene Studien hätten niemals zu der für ihn unfassbaren Entscheidung führen dürfen, Schwangere zu impfen. Trotz unzureichender Daten seien werdende Mütter einbezogen worden – mit schweren Nebenwirkungen. Die goldene Regel in der Gynäkologie, mit neuen Substanzen „nie in eine schwangere Frau“ zu gehen, sei verletzt worden. Dass Ärzte diese Impfungen dennoch durchführten, nennt er einen fatalen Fehler, der Konsequenzen haben müsse: „Ich bin der Meinung, dass Ärzte, die gerade bei Schwangeren weiter impfen […] ihren Beruf verfehlt haben und ihre Approbation verlieren sollten.“ Seine Botschaft an Geimpfte: Hoffnung und Vorsicht Trotz all seiner Warnungen versucht Helmut Sterz auch, diejenigen zu beruhigen, die bislang keine Probleme haben. Wer bislang „keine nennenswerten Nebenwirkungen hatte“, habe „sehr vermutlich“ auch in Zukunft keine schweren Schäden zu erwarten – solange er sich nicht erneut impfen lasse. Die Warnung vor jeder weiteren Impfung unterstreicht er mit einem tödlichen Glücksspiel: „Für mich ist das wie russisches Roulette, wo man immer wieder eine Patrone in die Trommel schiebt und schaut, was passiert.“ Persönliche Betroffenheit Besonders be

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Der Verein "Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V." möchte mit dem Projekt geimpft, geschädigt, geleugnet" betroffenen Menschen eine Stimme geben, die über die sogenannte Corona-Schutzimpfung erhebliche gesundheitliche Schäden erleiden mussten. Immer noch wird ein dringend erforderlicher Diskurs über die teilweise schrecklichen Folgen dieser beispiellosen Impfkampagne mit massivem gesellschaftspolitischem Druck gezielt verhindert. Dies gilt insbesondere für die Akteure im Gesundheitswesen. Deshalb wollen wir auch mutigen Ärzten und Therapeuten sowie anderen Berufsgruppen, die mit der Impfkampagne und deren Auswirkungen beruflich belastet waren und sind, eine Plattform bieten, um ihren Beitrag zur Aufarbeitung dieser verschwiegenen Katastrophe zu leisten – im Interesse der geschädigten Menschen und des gesellschaftlichen Friedens. Mit viel Herzblut und großem Engagement setzen wir vom Verein MWGFD uns für Sie ein. Dafür müssen auch laufende Kosten getragen werden, z. B. für die Organisation unserer Pressesymposien, für Geschäfts- und Pressestelle, für Druck und Versand von Flyern und Informationsbroschüren, für den Betrieb der Imfpgeschädigten-Hotline und für das Forum uns unterstützender Ärzte und Heilpraktiker. Mit Ihrer Spende fördern Sie unsere wichtige Arbeit. Jeder auch noch so kleine Betrag ist uns willkommen, denn er hilft uns und damit auch Ihnen. HERZLICHEN DANK! Per Überweisung an: Inhaber: MWGFD e.V. IBAN: DE15 7816 0069 0000 0382 61 BIC/SWIFT: GENODEF1MAKBank VR-Bank Fichtelgebirge-Frankenwald eG Sie können uns auch gern über Paypal Geld senden: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=KNBBYRPHDEJ5J Wir dürfen leider keine Spendenbescheinigungen ausstellen. Das Finanzamt Passau hat uns durch Bescheid vom 19. Oktober 2020 die Gemeinnützigkeit entzogen, weshalb wir keine Zuwendungsbestätigungen für steuerliche Zwecke ausstellen dürfen. Das Rechtsbehelfs- und Klageverfahren gegen diese Entscheidung wurde leider zu Ungunsten des Vereins entschieden.

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