Generation XYZ

Herr Direktoa

Vater und Sohn navigieren die Gegenwart. Aktuelle Themen beleuchtet aus beiden Generationenperspektiven. Ungefiltert, Humorvoll und mit einer Prise österreichischem Dialekt. Die einzige Regel: wir reden nicht übereinander, sondern miteinander.

  1. AInstieg verboten

    Apr 17

    AInstieg verboten

    Wie KI die Karriereleiter von unten wegfrisst und was Lucas’ Generation jetzt tun muss. Der Chef von Anthropic sagt: Die Hälfte aller Einstiegsjobs wird verschwinden. Lucas, Anfang 20, Tourismusmanagement-Student sitzt genau in der Schusslinie. Sein Vater, KI-Berater, hat die Zahlen auf den Tisch gelegt. Was folgt, ist eines der ehrlichsten Gespräche, das Vater und Sohn je geführt haben. Lucas beichtet: „Ich bin kein Fan von KI.“ Er ist genervt von KI-Slop auf Instagram, von Sora-Videos in der Vorlesung, von Will Smith, der Spaghetti frisst. Gleichzeitig weiß er: Wer KI nicht lernt, wird abgehängt. Die Folge zeigt die Ironie: Der Vater baut KI-Lösungen für Unternehmen, während genau diese Technologie die Einstiegschancen seines Sohnes bedroht. Beide sind sich einig: KI-Lernen ist Eigenverantwortung, weil weder Uni noch Arbeitgeber schnell genug hinterherkommen. Und Lucas zieht den schärfsten Vergleich der Staffel: „Wer heute kein KI lernt, ist in 10 Jahren der, der nicht weiß, wie Excel geht.“   1. Die Zahlen sind real. 49 % aller Jobs können KI schon für mindestens ein Viertel der Aufgaben einsetzen (hoch von 36 % ein Jahr zuvor). Die Einstellungsrate für 22–25-Jährige in KI-exponierten Berufen ist um 14 % gesunken. 2. KI programmiert sich selbst. 80 % der neuen KI-Modelle von Anthropic und OpenAI sind bereits von KI programmiert. Das macht Programmierer nicht überflüssig – aber es verändert radikal, was „Programmierer sein“ bedeutet. 3. Menschliche Interaktion wird Luxusgut. Lucas beobachtet im Tourismus: Hotels automatisieren Check-In, Rezeptionisten werden Barkeeper. Echte menschliche Betreuung wird zum Premium-Feature. 4. Die Gen Z ist KI-genervt, nicht KI-begeistert. Lucas’ ehrlichste Aussage: Er ist kein Fan von KI. Was ihn nervt, ist KI-Slop – die schlechten Werbungen, die generierten Videos. Er sieht nicht die nützliche Seite, weil sie ihm niemand zeigt. 5. Das Bildungssystem hinkt hinterher. KI an der FH: oberflächlich, Folie für Folie, „Will Smith frisst Spaghetti“. Keine praktische Anwendung für den eigenen Beruf. 6. KI-Lernen ist Eigenverantwortung. Weder Uni noch Arbeitgeber kommen schnell genug hinterher. Wer jetzt nicht privat in KI-Kompetenz investiert, steht in ein paar Jahren wie jemand da, der kein Excel kann. 7. Vater und Sohn machen Ernst. Deal am Ende der Folge: Einmal pro Woche gemeinsames KI-Training. Das ist die Botschaft an die Hörer: Fangt an. Jetzt. Zusammen.

  2. Wut per Algorithmus

    Apr 3

    Wut per Algorithmus

    Warum uns Social Media wütend macht. Und was wir dagegen tun können.Ragebait. Warum sind unsere Feeds voll mit Inhalten, die uns wütend machen? Warum funktioniert das so gut? Und warum fallen selbst die drauf rein, die es eigentlich besser wissen? Herr Direktoa gibt ehrlich zu: Er wurde erwischt. Zweimal. Auf LinkedIn. Und Lucas erzählt von seiner dunklen Threads-Phase. Gemeinsam sezieren sie die Empörungsmaschine – von der Mechanik der Algorithmen bis zur Frage, ob Social Media uns tatsächlich wütender macht oder nur zeigt, was schon da ist. Außerdem: Australiens Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. Lucas sagt „voll dafür“ und erklärt warum. Und die Frage, die alles verändert: Brauchen wir Verbote oder Medienkompetenz?Key Takeaways 1. Ragebait ist ein Geschäftsmodell. Algorithmen bevorzugen Inhalte, die Empörung erzeugen, weil Empörung Engagement bringt. Metas KI-getriebene Empfehlungen haben die Verweildauer auf Facebook um 5 % und auf Instagram um 6 % in einem Quartal gesteigert. 2. Selbst die, die es wissen, fallen drauf rein. Herr Direktoa – täglich auf LinkedIn aktiv – wurde zweimal erwischt. Lucas hatte seine „dunkle Threads-Phase“. Niemand ist immun. 3. Wer einmal reagiert, bekommt mehr Ragebait. Der Algorithmus merkt sich, worauf du anspringst, und liefert mehr davon. Ein Teufelskreis. 4. Lucas’ Strategie: Drei Punkte, „nicht interessiert“, blockieren, fertig. Kein Kommentar, keine Diskussion, keine Energie verschwendet. Sein Instagram ist mittlerweile ragebait-frei – dafür „reiner Dünnpfiff und Memes“. 5. Beide pro Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. Lucas – selbst mit 15 auf Social Media gestartet – sagt klar: „Minderjährige haben da nichts verloren.“ 6. Die Debattenkultur leidet. Beide beobachten: Wir erlauben keine zweite Meinung mehr. Statt zu diskutieren, wird entfolgt. Ob das durch Social Media kommt oder sich dort nur spiegelt – „vielleicht Henne und Ei“. Erwähnte Themen & Referenzen •       Threads (Meta) – der Twitter/X-Konkurrent und sein Ragebait-Problem •       Tanzverbot – deutscher YouTuber, der durch Provokation und Empörung bekannt wurde •       Australiens Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige (seit Dezember 2025) •       Deepfake-Skandal in Österreich – Identitätsdiebstahl und digitaler Missbrauch •       Meta / KI-getriebene Inhaltsempfehlungen – +5 % Verweildauer Facebook, +6 % Instagram •       Cyber-Grooming und unfiltrierte Gewaltinhalte auf Instagram Vater und Sohn, zwei Generationen, ein Thema. Miteinander, nicht übereinander.

About

Vater und Sohn navigieren die Gegenwart. Aktuelle Themen beleuchtet aus beiden Generationenperspektiven. Ungefiltert, Humorvoll und mit einer Prise österreichischem Dialekt. Die einzige Regel: wir reden nicht übereinander, sondern miteinander.