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Felix T. Vogel

Der kleine Podcast über allerlei Entertainment. Felix erzählt euch kurz und bündig seine Gedanken zu Games, Serien und Filmen. Alles auch bebildert zum Nachlesen auf www.stubenvogel.com. Viel Spaß!

  1. 05/06/2020

    Game | Venineth

    Herumrollen, Rätsel lösen & Umgebung genießen Dieses Spiel wurde mir freundlicherweise vom Publisher Monad Rock zur Verfügung gestellt. Es ist seit dem 16.04.2020 auf Steam verfügbar und das erste Spiel der Entwicklergruppe Venineth Team. In Venineth steuert man eine Kugel durch verschiedene Level, löst teils knifflige Puzzle und übersteht herausfordernde Plattformer-Passagen. Die größten Stärken von Venineth sind, meiner Meinung nach, der beinahe mystische Stil, die hübschen Umgebungen und der entspannende Space-Soundtrack. Alle Rätsel lassen sich mit etwas nachdenken lösen, auch wenn sie im Verlauf des Spieles immer schwerer werden und teilweise mit anspruchsvollen Parkours verbunden sind. Nach und nach werden immer mehr Elemente eingeführt, wie Fahrstühle oder bewegliche Laser. Das Highlight sind allerdings die verschiedenen Formen, die die eigene Kugel an vorgegebenen Stellen annehmen kann. Die Lava-Kugel kann Glas durchbrechen und über Feuermeere gleiten und die Eiskugel lässt Gewässer gefrieren. Besonders spannend waren für mich aber auch die Schwerkraft- und die Spiegel-Kugel. Mit der einen kann man plötzlich an der Decke herumrollen und mit der anderen muss man in mehreren Dimensionen gleichzeitig denken. Durch die Kombinationen der verschiedenen Elemente wird Venineth nicht langweilig und bleibt abwechslungsreich. Manche Rätsel-Gebiete wirken vielleicht auf den ersten Blick überfordernd, aber da immer nur eine begrenzte Anzahl an Elementen gleichzeitig auftaucht, kann man meist schnell die Übersicht zurückgewinnen und einen neuen Lösungsansatz finden. Die Steuerung ist relativ simpel: Man kann rollen und springen. Dennoch braucht man an einigen Stellen manchmal mehrere Versuche, um an die gewünschte Stelle zu gelangen. Meistens fühlt sich die Bewegung der Kugel etwas träge an, aber mit etwas Übung macht das herumrollen wirklich Spaß. Das einzige Manko ist, dass man manchmal eine Weile nach dem Weg zum nächsten Rätsel suchen muss und man sich dann ein paar besser platzierte Hinweise wünschen würde – vor allem in den größeren und offeneren Leveln. Die vielen abwechslungsreichen Welten, das wunderschöne Design und die gut gestalteten Rätsel machen Venineth zu einer ganz besonderen Mischung, die ich definitiv empfehlen kann. Dieser künstlerisch angehauchte Rätsel-Platformer ist bisher eine meiner liebsten Neuentdeckungen 2020. Es ist ein wortwörtlich rundes Paket. Viel Spaß,euer Felix Besucht auch gerne meinen Blog.

    Game | Venineth
  2. 04/22/2020

    Game | Foregone

    Action, Loot & Pixseloptik Big Blue Bubble haben mir netterweise ihr neues Spiel Foregone zur Verfügung gestellt. Damit ist es das erstes Spiel in meiner Epic Games Store-Bibliothek, das ich nicht im Rahmen der wöchentlichen Gratis-Games erhalten habe.   Das Positive In diesem Action-Looter gibt es zwar nur eine seichte Story, die nur in wenigen Sätzen erzählt wird, aber dafür knackiges Gameplay. Man läuft durch eine dystopische 2D-Pixelwelt die mit Feinden zugekleistert ist. Es wird zwar selten wirklich unübersichtlich, aber durchaus sehr anspruchsvoll. Denn nicht immer schafft man es jeden Feind genau im Blick zu behalten und manchmal ist es schwer das richtige Timing zu finden. Wenn man sich aber anstrengt, konzentriert bleibt und die Sonderfähigkeiten richtig einsetzt, dann kommt man gut durch die Level. Außerdem bietet das Spiel verschiedene Waffen und einen übersichtlichen Fertigkeitsbaum. Wenn man die eigenen Ressourcen und Skillpunkte zum nächsten Teleporter retten kann und auf dem Weg alles aufsammelt, dann kann man den eigenen Charakter schnell verbessern.   Das Negative Bisher konnte ich die Controller-Steuerung leider nicht zum Funktionieren bringen, aber auch mit der Tastatur lässt sich Foregone relativ präzise steuern. In meiner Wahrnehmung gäbe es allerdings Verbesserungspotenzial. Ich würde beispielsweise gerne den Schusswinkel meiner Waffe mit der Maus oder dem Stick selbst bestimmen können. Stattdessen entscheidet das Spiel selbst den Schusswinkel und das führt nicht selten zu ungewollten Resultaten. Außerdem sind die Gegner wenig abwechslungsreich. Es gibt zwar Variationen, die sich aber lediglich in der Farbe und ihrer Lebensenergie unterscheiden. Das muss man mögen, aber so kann man die eigene Vorgehensweise gegen die verschiedenen Gegnertypen immerhin optimieren. Im Notfall kann man oft sogar einfach an allem vorbeilaufen, wodurch man aber viel Loot, Skillpunkte und auch die eigene Lernerfahrung verpassen könnte.   Fazit Foregone hat mir bisher durchaus Spaß gemacht und ist ein unterhaltsames 2D-Actiongame. Wer den Look mag und gerne seine Vorgehensweise im Kampf gegen wenige Gegnertypen perfektioniert, der kann sich damit ein paar schöne, lootreiche Abende machen. Auch die Endgegner erfordern eine gute Beobachtungsgabe und eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit. Foregone bleibt fair und anspruchsvoll. Viel Spaß, euer Felix Besucht auch gerne meinen Blog.

    Game | Foregone
  3. 02/12/2020

    Serie | Locke & Key

    Magische Schlüssel und eine besondere Geschichte Locke & Key entpuppt sich als ein spannendes und magisches Drama. Ich habe nicht viel von der Geschichte rund um Zauberschlüssel in einer amerikanischen Kleinstadt erwartet. Doch als die Familie Locke, die den Tod des Familienvaters zu betrauern hat, in das berüchtigte Key-Haus einzieht, beginnt ein mitreißender Kampf zwischen Gut und Böse. Allerdings ist nicht nur das Böse hinter den Schlüsseln her und sorgt damit für Unruhe. Auch innerhalb der Familie gibt es nachvollziehbare Konflikte. Eine tolle schauspielerische Leistung erweckt die Charaktere zum Leben und zeigt deren Tiefe auf. Auf diese Weise entfaltet sich Locke & Key und man taucht immer tiefer in die Geschichte der Familie Locke ein. Außerdem wären da noch die zuvor erwähnten magischen Schlüssel, die innerhalb des Hauses versteckt sind. Jeder von ihnen besitzt eine einzigartige Fähigkeit. Das hört sich zu Anfang vielleicht etwas kitschig an, aber es ist wunderbar in die Geschichte eingeflochten und mit guten visuellen Effekten versehen. Zudem wird sehr kreativ mit den magischen Elementen umgegangen. Auch am Bösewicht leistet die Serie ganze Arbeit, denn dieser bekommt genug Zeit und starke Szenen, sodass man wirkliche Wut auf ihn empfindet. Man möchte, genau wie die Protagonisten, das Rätsel um den verstorbenen Vater und die geheimnisvollen Schlüssel lösen. Dabei gibt es eventuell noch etwas Stress mit Freunden und Familie. Schön ist vor allem, dass dieser Ärger wirklich gut in die Hauptstory, rund um die Schlüssel, integriert ist und damit alles sehr organisch wirkt. Danke an Netflix für eine schöne Serie, die etwas Besonderes ist und vieles richtig macht. Lediglich das Ende war etwas verbesserungswürdig und hätte einen richtigen Abschluss mit sich bringen können. Der "Cliffhanger" wäre auch am Anfang der zweiten Staffel gut aufgehoben gewesen. Dann wäre mein Gefühl hinterher umso besser ausgefallen. Zumal dieser ersichtlich genug war, wäre ich gerne etwas rätselnd in die Wartepause gegangen, anstatt das mir alles fein säuberlich aufgezeigt wird. Die potenzielle nächste Staffel hätte ich ohnehin angesehen. Auf diese freue ich mich also trotzdem. Viel Spaß, Euer Felix Besucht auch gerne meinen Blog.

    Serie | Locke & Key
  4. 02/05/2020

    Game | Frostpunk

    Eisige Aufbaustrategie gemischt mit stimmungsvollem Survival-Game Frostpunk ist nicht nur eines der besten Aufbaustrategiespiele des letzten Jahres, sondern auch einer der mitreißendsten Survival-Titel, die ich kürzlich gespielt habe. Man muss in einem globalen Winter die eigene Steampunk-Kolonie im eisigen Ödland errichten und sie vor der tödlichen Kälte beschützen. Doch nicht nur Wärme ist Mangelware – die Einwohner dürfen auch ihre Hoffnung nicht verlieren und außerdem müssen sie mit Nahrung und Annehmlichkeiten versorgt werden. Das gestaltet sich mitunter schwierig, denn die Umgebung schenkt einem (fast) nichts. Lediglich die ausgesendeten Späher bringen gelegentlich Vorräte und Überlebende zurück zur Siedlung. Diese Späher erkunden außerdem die Umgebung und liefern euch spannende Informationen über diese. Dadurch – und durch die Events in der eigenen Siedlung – wird die Welt und deren Geschichte zum Leben erweckt. Übrigens alles in Textform. Das schreckte mich anfangs kurz ab, aber die kurzen Einblendungen lesen sich wirklich gut und schnell. Wer trotzdem nicht lesen möchte, der schaut nur auf die möglichen Effekte der Auswahlmöglichkeiten und entscheidet darauf basierend. Frostpunk vermittelt dem Spieler gut das Knappheitsgefühl und man bangt ständig an anderen Fronten um das Überleben der eigenen Einwohner. Manchmal muss man harte Entscheidungen treffen, unangenehme Gesetze einführen und im schlimmsten Fall sogar wirklich krude Wege einschlagen. Wenn die Siedlung irgendwann mehr und mehr wächst und ein wenig Stabilität einkehrt, dann fühlt sich das sehr belohnend an. Der Härtegrad sorgt hier also für das richtige Spielgefühl und erhöht den Wiederspielwert. Denn vermutlich macht man beim ersten Versuch nicht alles richtig und die Siedlung geht unter oder rebelliert. Auch wenn die Optionen und Ausrichtungen begrenzt sind, macht es Spaß, die verschiedenen Wege auszuprobieren und den eigenen Spielstil zu finden. Zusammen mit der ausgezeichnet stimmigen Grafik und Musik, ergibt Frostpunk ein rundes Aufbaustrategie-Survival-Erlebnis, das man in kurzer Zeit gut überblicken und meistern kann, dabei aber fordernd bleibt. Mir hat das Spiel wirklich Freude bereitet. Viel Spaß, Euer Felix Besucht auch gerne meinen Blog.

    Game | Frostpunk
  5. 01/29/2020

    Serie | Aufstieg von Weltreichen: Das osmanische Reich

    Die Eroberung von Konstatinopel als Mix aus Dokumentation und Serie Der Aufstieg von Weltreichen: Das osmanische Reich ist eine interessante Mischung aus Dokumentation und Serie. Der Titel deutet an, dass wir mit der Erzählung über weitere Weltreichen rechnen können. Ich hoffe darauf, denn diese "erste Staffel", die sich mit der Eroberung von Konstantinopel durch das osmanische Reich befasst, hat einen gewissen Reiz auf mich gehabt. Ich liebe Dokus und ich liebe Serien. Aber bisher waren die szenischen Darstellungen innerhalb von Dokumentationen oft nicht annähernd auf dem Niveau einer guten Serie. Doch in diesem Fall bietet sich dem Zuschauer eine ausgewogene Abwechslung, fast wie bei der ähnlich strukturierten Serie Mars. Diese befasst sich mit der Vision einer zukünftigen Mars-Besiedelung und umfasst, unter anderem, Interviews mit heutigen Wissenschaftlern. Der Aufstieg von Weltreichen thematisiert hingegen die Vergangenheit und interpretiert die Geschichtsaufzeichnung auf eine erzählerische Weise, die Spaß macht. Sie ist zwar nicht so faktenlastig wie eine Dokumentation und kommt auch nicht an aktuelle Top-Serien heran, aber schließt einen guten Kompromiss. Das gelingt ihr, indem sie den Fakten mehr Emotionen gibt, wodurch sich die Inhalte wesentlich einfacher aufnehmen lassen. Somit ist diese neue Serie kein Ersatz für eine Dokumentation oder historisch inspirierte Serien und Filme, aber eine sinnvolle Ergänzung für die Netflix-Bibliothek. Ich bin gespannt, welches Weltreich als nächstes erzählerisch aufgearbeitet wird. Viel Spaß, Euer Felix Besucht auch gerne meinen Blog.

    Serie | Aufstieg von Weltreichen: Das osmanische Reich
  6. 08/28/2019

    Serie | Another Life

    Eine nicht wirklich gelungene Sci-Fi-Odyssee Bei einer neuen Sci-Fi-Serie die im Weltall spielt kann ich einfach nicht widerstehen. Auch Another Life stellte keine Ausnahme dar. Doch schon nach kurzer Zeit war mir bewusst, dass mir dieses Weltraumabenteuer noch weniger Spaß machen würde als der Crew der Salvare. Diese muss eine lange Reise bestreiten, um in einem anderen Sternensystem Kontakt zu Aliens aufzunehmen. Diese haben nämlich offenbar ein Artefakt auf die Erde geschickt und keiner weiß genau warum. Das Problem sind dabei weder das relativ schön gestaltete Interior des Raumschiffs oder die mittelmäßigen Effekte. Vielmehr leidet die Story daran, dass nahezu jeder Charakter andauernd dumme Entscheidungen trifft. In einer guten Geschichte werden den Helden Hindernisse in den Weg geworfen. In Another Life hingegen verursacht einer nach dem anderen katastrophale Probleme. Es wirkt so als ob niemand an Bord der Salvare auch nur einen einzigen Eignungstest absolviert hätte und ich frage mich, warum die Regierung einen solchen Trupp für den Erstkontakt ausgewählt hat. Zumindest der Grundaufbau rund um das Alien-Artefakt hat auf mich für einen Großteil der Serie halbwegs solide gewirkt. Doch auch dieser wird zum Ende hin zugunsten eines billigen Plot-Twists verworfen. Außerdem merkt man, wie die Serie gezwungen auf Zukunft getrimmt wurde. Jeder Aspekt sollte gesellschaftlich fortgeschritten und futuristisch wirken. Dadurch verliert man leider schnell den Bezug zur Serie - das liegt allerdings einfach daran, dass das was sie zeigen will einfach nicht mit dem zusammenpasst was sie letztendlich tatsächlich präsentiert. Man sollte beispielsweise keine starke KI mit ausgebildeter Selbstwahrnehmung etablieren, die plötzlich unter ein wenig Druck einknickt. Das sage ich in dem Wissen, dass diese KI noch mein liebster Charakter in der Serie war, deren Emotionen mich immerhin ein bisschen mitgenommen haben. Davon abgesehen waren meiner Meinung nach die Protagonistin Niko Breckinridge und ihre Tochter Jana die einzigen, die fast durchgehend nachvollziehbare Entscheidungen getroffen haben. Es ist fast so als ob Niko nur durch die Dummheit aller anderen zur Heldin gemacht werden sollte. Für mich hat Another Life einfach kontinuierlich wie eine mittelmäßige Comedy-Serie gewirkt, die sich selbst viel zu ernst nimmt. Deshalb war diese Serie leider weder lustig, noch konnte ich mit den Charakteren sympathisieren. Da hilft es mir leider nur wenig, dass die Serie im Weltall spielt. Bis bald, Euer Felix. Besucht auch gerne meinen Blog.

    Serie | Another Life

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