Filmpodium Zurich TALKS

Filmpodium Zürich

Zeigt und schreibt Kinogeschichte seit 1949. Ein Kulturangebot des Präsidialdepartements der Stadt Zürich und Partnerkino der Cinémathèque suisse. #FilmpodiumZH

  1. May 18

    Oleksiy Radynski Filmpodium 30.4.2026

    ONLINE-GESPRÄCH MIT OLKESIY RADYNSKI Im Anschluss an SPECIAL OPERATION (SPETSIALNA OPERATSIA) DO 30.4. 18:30 Ko-Moderation: Philine Bickhardt und Olexii Kuchanskyi, auf Englisch, 30' «Als russische Truppen das ukrainische Atomkraftwerk Tschornobyl am 24. Februar 2022, in den ersten Stunden der allumfassenden Invasion der Ukraine, besetzten, wurde ihre Aktion von Überwachungskameras aufgezeichnet. Im Zuge des Versuchs, die nur hundert Kilometer entfernte ukrainische Hauptstadt Kyjiw einzunehmen, verwandelten sie das Gelände des Atomkraftwerks in eine Militärbasis. Die meisten ihrer kriminellen Aktivitäten während der fünf Wochen, die sie in dem radioaktiven Gebiet festsassen, wurden vom Überwachungssystem des Atommeilers aufgezeichnet. Special Operation basiert auf diesen Aufnahmen, die am Ort der verheerendsten Nuklearkatastrophe der Geschichte entstanden sind, und entwirft eine nahezu entkörperlichte Untersuchung militärischer Logik. Jede Einstellung ist ein Beweisstück für das Kriegsverbrechen des nuklearen Terrors.» (Berlinale, Feb 2025) TSCHORNOBYL: ALLTAG UND BESATZUNG. DAS MUSEUM STRAUHOF ZU GAST Anlässlich des 40. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Tschornobyl (russ. Tschernobyl) zeigt das Museum Strauhof eine Ausstellung zur belarussischen Autorin und Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch und ihrem Buch «Tschernobyl. Chronik der Zukunft». In Kooperation mit dem Strauhof zeigen wir zwei Filme über diese Katastrophe; die Ausstellung an der Augustinergasse 9 in Zürich läuft vom 17. April – 24. Mai.

    Oleksiy Radynski Filmpodium 30.4.2026
  2. May 11

    Das ABC des Hong Sangsoo Filmpodium 1.4.2026

    DAS ABC DES HONG SANGSOO Mi 1.4. 20:30 Gespräch mit Sulgi Lie, 30' Anschl. TALE OF CINEMA Hong Sangsoo drehte in den vergangenen drei Jahrzehnten über 30 Filme, die mal verspielt, mal ernsthaft, jedoch stets mit grosser Freude an formalen Experimenten im aktuellen Kino eine einzigartige Stellung einnehmen. Doch was macht seine Arbeit so aussergewöhnlich? Wie schafft er es, bis zu drei Filme pro Jahr zu drehen? Und warum trinken seine Figuren immer Unmengen an Alkohol? Ausgehend von Tale of Cinema (2005), einem seiner Schlüsselwerke, wird in einem Gespräch mit Sulgi Lie, Filmwissenschaftler und Autor der ersten deutschsprachigen Monografie über Hong, über das fulminante Universum dieses Filmemachers diskutiert. Zum Film: «Auch wenn es sich angesichts der modularen Offenheit von Hongs Filmen eigentlich verbietet, von einem Schlüsselwerk zu sprechen, gebührt doch Tale of Cinema ein besonderer Status, nicht zuletzt, weil erstmalig die Strategie der Doppelung als Film-im-Film gerahmt wird: Ein junger Mann trifft zufällig seine Ex-Freundin wieder und versucht verzweifelt, ihr Verhältnis wieder aufleben zu lassen. Ein Regisseur entwickelt nach dem Besuch eines Kurzfilms eine Obsession mit der Hauptdarstellerin, als er sie zufällig nach der Vorstellung trifft. Die Spiralbewegung des Films führt vom Kino ins Leben und wieder zurück ins Kino: Tale of Cinema ist Hongs Version von Hitchcocks Vertigo. Mit unmotivierten Zooms und einem tagebuchartigen Voiceover ziehen zwei neuartige Elemente in Hongs Metakino ein. Und es fällt ein wichtiger Satz: ‹Ich glaube, Sie haben den Film nicht richtig verstanden›, wird Youngshil, die Frau, zu Dongsoo sagen, der sich hoffnungslos im Imaginären des Kinos verstrickt hat.» (Sulgi Lie, Österreichisches Filmmuseum)

    Das ABC des Hong Sangsoo Filmpodium 1.4.2026
  3. Apr 1

    Isiah Medina Filmpodium 25.2.2026

    Mi 25.2. 20:30 Q&A in Englisch mit Regisseur Isiah Medina, Moderation Flavio Luca Marano Im Anschluss an die Schweizer Premiere von GANGSTERISM «Es gibt nur wenige Filmemacher:innen, die sich heute so sehr für die unermesslichen Möglichkeiten und transformierende Kraft der Montage interessieren wie Isiah Medina. Seit seinem Film 88:88 (2015), der sich ins kollektive Bewusstsein der Cine-ast:innen brannte, hat er still und leise eine Sammlung eigenwilliger, formal fesselnder und einzigartig aktueller Filme hervorgebracht, die sich mit der Schnelligkeit flüchtiger Gedanken durch mathematische Theoreme, ideologische Konzepte und unterschied-lichste Genres bewegen. Sein neuester Film, Gangsterism, verbindet das Gangs-terbild (wie es beispielsweise in Howard Hawks Scarface (1932) vorkommt) mit dem kinematografischsten aller Genres: dem Film über einen Film. Im Mittelpunkt steht der Gangster und Filmemacher Clem (Mark Bacolcol), der Schulden eintreibt, um seinen nächsten Film zu finanzieren, und gleichzeitig herauszufinden versucht, wer seine vor-herige Arbeit illegal online stellt. Gangsterism existiert ebenso sehr in dieser ein-fachen Handlungsbeschreibung wie in seinen ständig oszillierenden Rhythmen und sei-ner Analyse der Ökonomie, der Moralvorstellungen (oder dem Fehlen dieser) und der alltäglichen Realitäten des Filmemachens im Jahr 2025.» (ICA London, Feb 2026) In Kooperation mit «Major Critical Social Practice in Art Education», MA Art Education, DKV, ZHdK. Organisiert von Jumana Issa, Flavio Luca Marano, Píkqo Walker da Silva und Simon Weiler.

    Isiah Medina Filmpodium 25.2.2026

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