F.A.Z. Bücher-Podcast

Die F.A.Z.-Redakteure Maria Wiesner, Fridtjof Küchemann und Kai Spanke stellen im Bücher-Podcast der F.A.Z. ausgewählte Neuerscheinungen und Klassiker der Literatur vor. Sie sprechen mit Schriftstellern, Übersetzern und anderen Experten des Literaturbetriebs und beschäftigen sich mit den Eigenheiten des literarischen Lebens und Lesens. Jeden Sonntag erscheint eine neue Episode. Einmal im Monat wird ein Literaturrätsel gestellt und unter den Einsendern der richtigen Lösung ein Buch verlost. Viel Spaß beim Mitmachen! Die E-Mail-Adresse für Anmerkungen, Nachfragen, Lob und Kritik: buecher-podcast@faz.de. Der Bücher-Podcast auf Instagram: @fazbuecher. Alle Folgen können jederzeit hier angehört werden: https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-buecher-podcast

  1. 2d ago • F.A.Z. Podcasts+ Only

    Achtsamkeit ist längst zur Ideologie geworden

    Während sich die Krisen auf der Welt zuspitzen, sind immer mehr Menschen ganz bei sich. Sie schreiben Dankbarkeitstagebücher, machen Atemübungen, denken an Bergseen, setzen auf progressive Muskelentspannung, treffen sich zum Waldbaden, lesen Sinnsprüche, kaufen Buddha-Figuren, Lotosblüten oder Klangschalen, trinken Zitronenwasser und streben danach, besonnen, gesund und resilient zu sein. Kurz gesagt, sie achten auf Achtsamkeit. Als Privatpraxis ist das auch nicht zu beanstanden, sagt Kathrin Fischer. Als Ideologie dagegen schon. In ihrem Buch „Achtsam geht die Welt zugrunde“ plädiert Fischer dafür, sich gegen die Weltvergessenheit der Achtsamkeit zu wehren. Was das im Einzelnen heißt und welche politischen Entwicklungen in den vergangenen Jahrzehnten den heutigen Achtsamkeitsboom befördert haben, besprechen wir in dieser Folge des Bücher-Podcasts. Host: Kai Spanke Mitarbeit: Kevin Gremmel Mehr zum Thema: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/sachbuch/kathrin-fischers-achtsam-geht-die-welt-zugrunde-200835582.html Kontakt und weitere Angebote: Sie haben Fragen oder Anmerkungen zur Folge? Schreiben Sie uns gerne per E-Mail: podcast@faz.de Laden Sie die F.A.Z.-App herunter und bleiben Sie auch unterwegs informiert: https://faznet.go.link/gP9cO Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Werbepartner: Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner

  2. Aug 8 • F.A.Z. Podcasts+ Only

    Anne Rabe und Ilko-Sascha Kowalczuk über die Nachwirkungen der DDR

    „Nach der Freiheit“ war das Gespräch überschrieben, das Anne Rabe und Ilko-Sascha Kowalczuk am 12. Juni 2026 auf dem Festival LiteraTurm in Frankfurt am Main geführt haben, „Ost West Text“ lautete das Motto des gesamten Festivals. Die Schriftstellerin Anne Rabe hat in ihrem Roman „Die Möglichkeit von Glück“ eine vielfältige Geschichte gesellschaftlicher und auch häuslicher Gewalt in Ostdeutschland erzählt. Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk gehört zu den bekanntesten Experten zur Geschichte und den Folgen der DDR. Die beiden sprechen über autoritäre Denk- und Verhaltensmuster, über einen Transformationsprozess, der in Ostdeutschland so hart und bruchhaft war wie nirgends sonst im postkommunistischen Raum – und andererseits die Menschen weicher im neuen System aufschlagen ließ als in jedem anderen Land. Sie diskutieren die Subtilität einer Diktatur, die sich nicht an Mauern und an Gefängnissen zeigt, das gesellschaftliche Klima in der DDR der Achtzigerjahre, das familiäre Gewalt begünstigt hat, und den Sinn, in einem autoritären System die eigenen Kinder autoritär zu erziehen. Sie rekonstruieren, welche Generationen sich in welcher Reihenfolge zur Ost-West-Thematik zu Wort gemeldet haben, welche Gruppe inzwischen verstummt ist und welche Tradition ein paternalistisches Verhältnis des Westens dem Osten gegenüber hat. Es moderierte Sandra Kegel. Das Programm von LiteraTurm auf der Website des Festivals: https://literaturm.de/programm/ Kontakt und weitere Angebote: Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik: https://www.faz.net/16399058 Sie haben Fragen oder Anmerkungen zur Folge? Schreiben Sie uns gerne per E-Mail: podcast@faz.de Laden Sie die F.A.Z.-App herunter und bleiben Sie auch unterwegs informiert: https://faznet.go.link/gP9cO Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Werbepartner: Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner

  3. Aug 1 • F.A.Z. Podcasts+ Only

    Im Tautropfen spiegelt sich das Weltall

    Wussten Sie, dass Science-Fiction schon einmal den Nobelpreis gewonnen hat? 1974 erhielt ihn der Schwede Harry Martinson für sein Epos „Aniara“. Das Langgedicht handelt von einer Reise ins All, eigentlich eine Rettungsmission von der brennenden, untergehenden Erde. Aber die Mission geht schief. Und so taumelt das titelgebende Raumschiff „Aniara“ durchs All. Martinsons Werk kam 1956 heraus und ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt worden, bereits 1961 gab es eine erste deutsche Ausgabe in der DDR – die Bücher sind längst vergriffen. Der Stoff beschäftigte die Leute aber auch übers Buch hinaus. Karl-Birger Blomdahls schuf daraus eine Oper. 2019 verfilmte man in Schweden „Aniara“ fürs Kino. Nun ist das Buch auch auf Deutsch wieder erhältlich – in einer Neuübersetzung von Lena Mareen Bruns erschienen im Guggolz Verlag. Sebastian Guggolz hat seinen Verlag 2014 gegründet, um „Regionen auf der literarischen Landkarte sichtbar zu machen, die häufig nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen“. Der Fokus liegt also auf Nord- und Osteuropa, Literatur von Island über die Faröer Inseln bis nach Finnland – und nun eben auch Schweden mit dem Nobelpreisgewinner Harry Martinson. Kontakt und weitere Angebote: Sie haben Fragen oder Anmerkungen zur Folge? Schreiben Sie uns gerne per E-Mail: podcast@faz.de Laden Sie die F.A.Z.-App herunter und bleiben Sie auch unterwegs informiert: https://faznet.go.link/gP9cO Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Werbepartner: Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner

  4. Jul 25 • F.A.Z. Podcasts+ Only

    Jochen Missfeldt über seinen Roman „Abschiedssommer“

    Für Gustav Hasse ist es ein ziemlicher Schreck: Er solle mal aus seiner Zeitung aufschauen, hat der Campingplatzbesitzer gesagt, „vielleicht sagst du mal Guten Tag“. Und am Kiosk vorbei schiebt Lidia, die Urlaubsbekanntschaft aus dem letzten Sommer, einen Kinderwagen. Was, wenn er der Vater wäre, durchfährt es den Achtzehnjährigen. Es könne nicht recht sein, aber den Schreck wird er so schnell nicht wieder los. Sommer 1959 an der Geltinger Bucht, am Ausgang der Flensburger Förde, Ferien im Zelt, in denen Gustav Hasse einiges hinter sich lassen will und in denen ihn einiges einholt. „Abschiedssommer“ heißt der neue Roman von Jochen Missfeldt, Jahrgang 1941 wie sein Erzähler. Es geht um das Heranwachsen vierzehn Jahre nach Kriegsende, um die Liebe und um Küsse und eine Ohrfeige, um eine Schülerband, um „Rock around the Clock“. In einer Zeit, in der die einen sagen, es müsse mal Schluss sein mit den alten Geschichten, und andere, eine andere: wenn sie nur erzählen könnte. Um alte Geschichten in einer neuen Zeit geht es in dieser Folge des Bücher-Podcasts: Jochen Missfeldt ist mit seinem Roman „Abschiedssommer“ zu Gast. Auf das Gespräch folgt ein neues Literaturrätsel von Tilman Spreckelsen, zusammen mit der Lösung des Rätsels aus dem Juni 2026 und dem Namen der Gewinnerin oder des Gewinners eines Buchs, das unter den richtigen Einsendungen verlost wurde. Jochen Missfeldts Roman „Abschiedssommer“ auf der Website von dtv: https://www.dtv.de/buch/abschiedssommer-28573 „Wo kommt die glatte Rede her?“ Tilman Spreckelsen zum Achtzigsten von Jochen Missfeldt: https://www.faz.net/17164604 Der Preis des Literaturrätsels im Juli 2026, die Adresse für Ihre Einsendung und die Teilnahmebedingungen: http://www.faz.net/201054227 Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik: https://www.faz.net/16399058 Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner

  5. Jul 11 • F.A.Z. Podcasts+ Only

    So geht man am besten mit Narzissten um

    Die Diagnose „Narzissmus“ wird, wenn nicht alles täuscht, immer häufiger gestellt. Nicht von Ärzten, sondern von jedermann. Auf Social Media etwa oder im Arbeitsumfeld und Freundeskreis. Wer egoistisch ist, steht genauso unter Narzissmusverdacht wie Leute, die Konkurrenzdruck suchen oder aufmerksamkeitshungrig sind. Was aber verbirgt sich tatsächlich hinter dem allenthalben herumgereichten Befund? Thomas Arnold und Thomas Fuchs schreiben in ihrem neuen Buch: „Die Unersättlichkeit treibt den Narzissten ebenso voran wie das bedrohliche Bewusstsein der eigenen Endlichkeit. Die Angst vor der Leere wie die Angst vor dem Tod sind seine ständigen Begleiter.“ Die Autoren entwerfen in ihrer Abhandlung „Das unersättliche Selbst“ eine Phänomenologie des Narzissmus. Was das genau bedeutet, wie man mit Narzissten am besten umgeht und ob sie therapierbar sind, erläutert Thomas Fuchs, Karl-Jaspers-Professor für Philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg, in dieser Folge des Bücher-Podcasts. Ach so, Donald Trump kommt natürlich auch vor. Hören Sie mit FAZ+ unsere exklusiven Podcast-Folgen auf FAZ.NET, in der FAZ-App sowie über Apple Podcasts und Spotify – inklusive Zugriff auf alle Artikel der F.A.Z. Testen Sie FAZ+ jetzt 3 Monate lang für nur 4 € im Monat – hier geht’s zum Angebot: faz.net/buecher-angebot Mehr über die Angebote unserer Werbepartner finden Sie hier: faz.net/werbepartner

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