Oliver Gassner - business://menschlich

Oliver Gassner

OGOK = Oliver Gassner Organisation & Kommunikation => Innovative, stressfrei arbeitende Teams und Abteilungen für Unternehmen. Profitabel vernetze und inspirierte Mitglieder für Verbände und Organisationen.

  1. Jun 10

    #Netzstimmen: Das erste Mal re:publica mit Anne Bechinger und Andreas Fehler

    Audio >>> Summary: Hier ist ein ausführliches Summary des Videotranskripts mit Zeitstempeln. Es geht um Anne und Andreas, die erstmals bei der re:publica waren, wie sie dorthin kamen, welche Erwartungen sie hatten, was sie erlebt haben und welche Eindrücke sie vom Festival der Netzkultur mitgenommen haben. Einstieg und VorstellungZu Beginn stellt Oliver Gastner das Gespräch vor und erklärt, dass beide Gäste zum ersten Mal auf der re:publica waren. Anne sagt, dass sie aus Bammentingen kommt und Web- und Grafikdesign macht, inklusive technischer Dokumentation und Bedienungsanleitungen. Andreas beschreibt sich als Kommunikationsmensch mit Schwerpunkt auf Kommunikationsberatung, Krisenkommunikation, Positionierung, Medientrainings und etwas Social Media. Bezug zur RegionEs folgt ein lockerer Austausch über die geografische Einordnung von Bammentingen und Oberschwaben. Anne korrigiert die Einordnung und macht klar, dass ihr Ort eher badisch als oberschwäbisch verortet ist. Daraus entwickelt sich ein scherzhafter „Baden“-Bezug im Gespräch, bei dem Oliver die Gäste als verschiedene „Regionen“ Baden-Württembergs einordnet. Warum die re:publica?Andreas erklärt, dass er seit Mitte der 90er mit dem Internet zu tun hat und Blogs seit etwa 2005 liest. Er hat die re:publica lange verfolgt, fand sie thematisch immer interessant, war aber früher oft verhindert oder hielt sie nicht für dringend genug. Erst jetzt, als Selbstständiger, nahm er sich bewusst die Zeit und meldete sich an. Anne erzählt, dass eine Freundin, die sie über ein Barcamp kennengelernt hatte, schon seit Jahren zur re:publica fährt und ihr davon vorgeschwärmt hatte. Dieses Jahr passte der Termin für Anne endlich, und da ihre Freundin wieder als Volunteer dabei sein wollte, meldeten sich beide als Volunteers an. Sie mussten zunächst abwarten, ob sie tatsächlich gebraucht würden, buchten aber vorsichtshalber schon Hotel und Zug flexibel. Volunteers, Anreise und OrganisationDas Gespräch erklärt auch, was Volunteer-Arbeit auf der re:publica bedeutet: Man hilft vor Ort mit, bekommt dafür aber in der Regel ein Ticket für die drei Tage. Die Gäste sprechen darüber, dass sich das finanziell lohnen kann, weil der Ticketpreis im Verhältnis zur Arbeit günstig ist und man im Wesentlichen nur Anreise und Unterkunft zahlen muss. Andreas beschreibt die Anreise mit Nachtzug und den Rhythmus rund um Sonntag, Montag und die Rückreise, inklusive notwendiger Pausen und Erholung. Anne berichtet, dass sie am ersten Tag eine 8-Stunden-Schicht hatte und deshalb erst am zweiten Tag richtig einsteigen konnte. Sie beschreibt auch, dass sie früh zum Reichstag und zur Glaskuppel ging und dadurch keine Schlange hatte. Am dritten Tag sei wegen Regens ebenfalls wenig los gewesen, was den Ablauf entspannter machte. Erwartungen vor OrtAndreas sagt, dass ihn vor allem Themen wie Netzpolitik, Resilienz und die Zukunft der Medien interessierten. Er habe sich im Vorfeld über die App ein Programm zusammengestellt, musste aber vor Ort immer wieder spontan entscheiden, welche Sessions er tatsächlich besucht. Für ihn war die Mischung aus eigener fachlicher Relevanz und politisch-gesellschaftlichen Themen besonders wichtig. Anne beschreibt, dass sie von der Programmdichte eher überwältigt war und vieles spontan entschied. Sie betont, dass es nicht leicht war, alles unterzubringen, vor allem weil sie am ersten Tag noch im Dienst war. Ihr Eindruck war, dass man bei der re:publica schnell von dem Umfang des Angebots „mitgerissen“ wird. Highlights von AndreasAls ein besonderes Highlight nennt Andreas einen Beitrag zum Thema China und dessen Einfluss auf das Netz im Westen. Er hebt hervor, dass der Vortrag wissenschaftlich fundiert gewesen sei und einen für ihn sehr spannenden Blick auf ein Thema geboten habe, das man zwar im Hinterkopf habe, aber selten so klar aufbereitet bekomme. Er empfiehlt sinngemäß, nach solchen Talks oder Aufzeichnungen zu suchen, weil sie sich sehr lohnen. Ein weiteres Highlight für ihn war der Auftritt von Digitalminister Wildberger, den er als authentisch und sachlich wahrnahm. Andreas meint, dass man ihm anmerke, dass er nicht parteipolitisch „gebunden“ wirke, sondern eher an Lösungen arbeite. Zugleich verweist er darauf, dass ein Jahr Regierungszeit für große Digitalprojekte oft sehr kurz sei. Highlights von AnneAnne nennt besonders den Vortrag von Eckart von Hirschhausen als Highlight. Sie berichtet, dass sie ihn sogar schon am Empfang gesehen habe und ihn dann später im Vortrag über Deepfakes und den Missbrauch seines Namens für dubiose Werbung erlebt habe. Für sie war spannend, wie problematisch es ist, gegen solche Fälle juristisch vorzugehen, wenn die Anbieter oft im Ausland sitzen. Ein weiteres starkes Erlebnis war für Anne der Vortrag von Karen Hao über KI, den sie als sehr spannend empfand. Sie beschreibt, dass dabei nicht nur Technik, sondern auch die ideologischen Konstrukte und Denkgebäude rund um KI und Firmen wie OpenAI und Anthropic sichtbar wurden. Sie fand es interessant, diese Hintergründe besser zu verstehen. Atmosphäre und PublikumAndreas vergleicht die re:publica mit einem „Alternativuniversum“, findet aber, dass sie weniger wie ein abgeschlossener Sonderraum wirkt, sondern eher wie eine große, offene Veranstaltung mit thematischem Schwerpunkt. Er beschreibt die Stimmung als entspannt und die Organisation als angenehm, gerade auch bei Catering und Aufenthaltsbereichen. Für ihn war auffällig, dass sich viele Themen um Politik, Netzpolitik und gesellschaftliche Fragen drehen, ohne dass es wie eine klassische Messe wirkt. Anne nimmt die Veranstaltung ebenfalls als offen und gesprächsfreundlich wahr. Sie sagt, dass sie mit vielen Leuten und Ausstellern gut ins Gespräch kam und die politische Färbung nicht als einseitig empfand. Aus ihrer Sicht war das Publikum gemischt, und gerade das machte den Reiz aus. Politische und thematische SpannungenIm Gespräch geht es auch um politische Panels, etwa mit Ricarda Lang, Philipp Amthor, Heidi Reichinnek, einem CSU-Politiker und Michel Friedman. Andreas beobachtet, dass das Publikum je nach Panel klar politisch einzuordnen ist und Reaktionen entsprechend ausfallen. Er spricht dabei über die sichtbaren Spannungen zwischen links der Mitte und konservativen Positionen. Danach diskutieren die beiden die Sponsorenfrage. Andreas erwähnt, dass Google, Meta und ähnliche Unternehmen zwar Sponsoren sind, aber nicht erwarten können, dass die Inhalte deshalb in ihre Richtung kippen. Zugleich gibt es klare Grenzen, etwa bei bestimmten Organisationen oder bei der Bundeswehr, die dort keinen Stand bekam. Insgesamt beschreibt er die re:publica als Veranstaltung mit erkennbaren politischen und inhaltlichen Linien, aber auch mit einer gewissen Offenheit gegenüber unterschiedlichen Akteuren. Volunteering und persönliche EindrückeAnne sagt, dass ihr die Volunteer-Rolle auch deshalb gefallen hat, weil sie dadurch näher an Organisatoren und andere Volunteers herankam. Gleichzeitig empfand sie es als schwierig, immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, weil das Gelände groß ist und Sessions schnell voll sind. Sie meint, dass man sich besser hätte vorbereiten können, um gezielter einzelne Programmpunkte zu planen. Andreas ergänzt, dass die Wege in der Station im Vergleich zu früheren Locations schon kürzer seien. Er erinnert an ältere re:publica-Jahre mit deutlich komplizierteren Wegen und verwinkelten Hallen. Für ihn war die jetzige Form jedenfalls deutlich angenehmer. Für wen die re:publica geeignet istAndreas empfiehlt die re:publica vor allem Menschen, die sich für die Themen interessieren und bereit sind, Zeit und Energie mitzubringen. Er betont, dass man dort weniger „konkrete Anwendungsschritte“ lerne, sondern vielmehr viele Denkanstöße bekomme. Für ihn ist die re:publica eher eine Messe der Ideen als eine Digitalmesse im klassischen Sinn. Anne empfiehlt die Veranstaltung ebenfalls für Menschen, die sich für digitale Entwicklung interessieren. Sie würde aber eher nicht jedes Jahr fahren, sondern vielleicht alle paar Jahre wieder, weil die Anreise aus Süddeutschland aufwendig ist. Beide sind sich einig, dass das Festival vor allem für Menschen spannend ist, die Input und Kontext zu aktuellen digitalen und gesellschaftlichen Entwicklungen suchen. Abschluss und AusblickZum Schluss wird noch über Reisen mit Berlin-Aufenthalt, die Belastung durch das Festival und mögliche Familienmitnahmen gesprochen. Andreas sagt, dass sein Sohn seit 2019 regelmäßig mitkommt und die Veranstaltung offenbar auch inspirierend findet. Anne ergänzt, dass Berlin selbst eine Reise wert sei und man den Besuch gut mit zusätzlichen Tagen verbinden könne. Das Gespräch endet mit einem freundlichen Abschied und einem augenzwinkernden Verweis auf „Daumen nach oben“ und Sternebewertung. Insgesamt vermittelt das Transkript ein lebendiges Bild der re:publica als großes, offenes, politisch und thematisch vielfältiges Festival, das vor allem über Inhalte, Begegnungen und Denkanstöße wirkt. - Podcast-RSS für alle Podcast-Apps: https://feeds.feedburner.com/ogokpodcast - Spotify: https://open.spotify.com/show/00n8s2qYAgwzJQkmRGjjNA  - Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/oliver-gassner-work-smarter-not-harder/id1481175623 - Youtube-Video: https://www.youtube.com/@OliverGassner   Unser Sub-Podcast “How2AI” ist #30 bei https://www.millionpodcasts.com/chatgpt-podcasts im Juli 2025 - Danke.

  2. Jun 9

    Politik transaktionsanalytisch betrachtet mit Gunter Dueck #netzstimmen

    Audio >>>>   Der rote Faden ist eine politische Psychologie-Analyse: Gunter Dueck vergleicht Wirtschaft und Politik, ordnet Parteien psychologischen Grundtypen zu und kritisiert, dass Debatten oft über moralische Zeigefinger statt über nüchterne Fakten laufen. Einstieg und ThemaZu Beginn wird der vorherige Gesprächsstrang aus der Wirtschaft aufgegriffen: Dort ging es um die These, man müsse „all in“ gehen, sonst bewege sich nichts und andere Länder zögen vorbei. Ab etwa 00:01:10 wird das Thema auf Politik verschoben, mit dem Hinweis, dass man sich früher über Donald Trump aufgeregt habe, inzwischen aber schon deutsche Politikerinnen und Politiker genug Anlass dazu geben. Schon früh wird das Wort „Leinen“ eingeführt: Dinge, bei denen man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll, was als passende Beschreibung der aktuellen Weltlage verstanden wird. Politik als PsychodramaAb etwa 00:02:05 entwickelt Dueck die Idee, dass Politik nicht primär nach Sachfragen, sondern nach psychologischen Mustern funktioniert. Er fragt, wer in der Politik dem „BWLer“ oder „Techie“ aus der Wirtschaft entspreche, und kommt auf eine Figur des „mütterlichen“ oder fürsorglichen Typs, also auf Fürsorge, Schutz und Sorgedimensionen. Dazu verweist er auf transaktionsanalytische Rollenbilder wie strenger Vater, gütige Mutter und die kindlichen Positionen in Gesprächen. Politik wirke oft wie ein Austausch zwischen solchen Rollen, nicht wie eine reine inhaltliche Debatte. Vier GrundtypenEin zentraler Abschnitt ist die Einteilung der Bevölkerung in vier grobe Gruppen: etwa 40 Prozent „Ordnung und Gerechtigkeit“ mit dem Paradigma des strengen Vaters, etwa 40 Prozent „gütige Mutter“ beziehungsweise Barmherzigkeit, rund 10 bis 12 Prozent „Sinn“ und noch einmal etwa 10 Prozent technische, intuitive oder systemische Denker. Diese Einteilung wird mehrfach wiederholt und mit Beispielen aus Parteien und gesellschaftlichen Reaktionen verbunden. Die These lautet, dass politische Akteure ihre Zielgruppen kennen und nicht glauben sollten, man könne alle gleichzeitig mit denselben Botschaften überzeugen. Parteien und MarkenlogikIm Bereich von etwa 00:06:00 bis 00:13:30 erklärt Dueck Politik als Markenprodukt: Parteien hätten ein Markenversprechen, das sie über lange Zeit einlösen müssten, statt ständig opportunistisch die Farbe oder das Rezept zu wechseln. Er nennt als Beispiel die CDU unter Merkel, die sich stark in Richtung Sozialdemokratie bewegt habe, und später eine Gegenbewegung unter Merz. Die zentrale Kritik ist, dass Parteien ihre Identität verlieren, wenn sie nur noch auf Stimmungen und kurzfristige Stimmenmaximierung reagieren. Politik funktioniere zwar ähnlich wie Wirtschaft, aber mit einem entscheidenden Unterschied: Statt Geld sei die Wählerstimme die Währung. Zeigefinger und GegenreaktionenAb etwa 00:13:30 wird das Problem des erhobenen Zeigefingers ausführlich behandelt. Dueck beschreibt, dass viele Menschen auf moralische Belehrung, Genderdebatten, feministische Außenpolitik oder ähnlich aufgeladene Themen mit Ablehnung reagieren, wenn es zu belehrend oder bevormundend wirkt. Er behauptet nicht, dass die inhaltlichen Anliegen falsch seien, sondern dass die Form der Kommunikation die Mehrheit vergraule. Der Punkt sei nicht, dass diese Themen unbedeutend seien, sondern dass viele Menschen keine Lust hätten, sich ständig von oben herab erklären zu lassen. Stressreaktionen der TypenZwischen etwa 00:21:35 und 00:27:15 beschreibt Dueck typische Stressreaktionen der vier Gruppen. Die Ordnungs- und Gerechtigkeitsgruppe wolle härtere Strafen und mehr Disziplin, die Fürsorgegruppe rede zuerst miteinander, die Sinnsucher würden schnell moralisch anklagen, und die Techies würden im Zweifel mit Fakten und Diplomatie reagieren. Er kritisiert, dass jede Gruppe ihre jeweilige Sprache als Waffe benutze, statt wirklich auf Verständigung aus zu sein. Besonders bei moralischer Sprache und bei Begriffen wie „Nazi“ oder „Fascho“ sieht er eine Eskalation, die das Gespräch zerstört. Rente, Demografie und RealitätsverweigerungEin langer Abschnitt ab etwa 00:28:00 behandelt Renten, Demografie und Sozialstaat. Dueck argumentiert, dass viele Probleme mathematisch längst bekannt seien: längere Lebenserwartung, längere Rentenbezugszeiten, weniger Beitragszahler, steigende Kosten. Er hält es für unrealistisch, immer mehr Leistungen zu fordern, ohne entsprechend länger zu arbeiten oder mehr einzuzahlen. Dazu kommen Hinweise auf den Rückgang der Mittelschicht, den Steuerdruck, die alternde Gesellschaft und die sinkende Zahl an Kindern als zukünftigen Rentenzahlern. KI, Fakten und ZukunftAb etwa 00:45:00 weitet er die Kritik auf die Debatten über Digitalisierung, Social Media und KI aus. Viele Menschen argumentierten gegen neue Technologien nicht auf Faktenebene, sondern aus Angst, Gewohnheit oder Abwehrhaltung. Dueck betont, dass KI in kurzer Zeit enorme Fortschritte gemacht habe und man Technologien nicht daran messen solle, wie perfekt sie heute schon seien, sondern daran, wie schnell sie sich entwickelten. Er beschreibt KI als noch fehlerhaft, aber bereits nützlich, und sieht große Chancen, dass sie Kommunikation, Forschung und sogar Mathematik verändert. Mathematik, Forschung und neue WerkzeugeIm späteren Teil, etwa ab 00:59:30, erzählt er von einem lange offenen mathematischen Problem aus dem Jahr 1946, das mithilfe von KI gelöst worden sei. Damit will er zeigen, dass sich Forschung stark verändert und Mathematiker künftig eher am Bildschirm mit KI-Systemen arbeiten werden als nur kontemplativ im Kopf oder im Wald. Auch hier ist seine Hauptaussage, dass alte Denkweisen nicht mehr reichen, wenn sich Werkzeuge und Möglichkeiten massiv verändern. SchlussgedankenAm Ende läuft die Diskussion wieder auf Politik und Kommunikation hinaus. Dueck fordert mehr Sachlichkeit, mehr gegenseitiges Zuhören und weniger reflexhafte Empörung, weil sonst fast alle Lösungen von vornherein blockiert würden. Das Gespräch endet mit dem Gedanken, dass Parteien, Medien und Gesellschaft wieder klarer wissen müssten, wofür sie stehen, statt nur spontane Reizreaktionen auszuspielen. Der Schlussgruß ist locker und versöhnlich, aber der Grundton bleibt kritisch und mahnend. - Podcast-RSS für alle Podcast-Apps: https://feeds.feedburner.com/ogokpodcast - Spotify: https://open.spotify.com/show/00n8s2qYAgwzJQkmRGjjNA  - Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/oliver-gassner-work-smarter-not-harder/id1481175623 - Youtube-Video: https://www.youtube.com/@OliverGassner   Unser Sub-Podcast “How2AI” ist #30 bei https://www.millionpodcasts.com/chatgpt-podcasts im Juli 2025 - Danke.

  3. May 27

    #Netzstimmen mit Jan Theofel -- Barcamp WAS? (Teil 1)

    Audio >>> - Podcast-RSS für alle Podcast-Apps: https://feeds.feedburner.com/ogokpodcast - Spotify: https://open.spotify.com/show/00n8s2qYAgwzJQkmRGjjNA  - Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/oliver-gassner-work-smarter-not-harder/id1481175623 - Youtube-Video: https://www.youtube.com/@OliverGassner   Unser Sub-Podcast “How2AI” ist #30 bei https://www.millionpodcasts.com/chatgpt-podcasts im Juli 2025 - Danke. AI Summary: Einstieg und Einordnung0:02–1:25 Oliver Gassner begrüßt die Zuhörenden und stellt das Thema vor: Es geht um Barcamps. Jan erklärt, dass er seit 13 Jahren Barcamps macht und inzwischen zusätzlich eine internationale Business-Community im Berliner/Brandenburger Raum aufgebaut hat, die ebenfalls auf Netzwerk und Wissenstransfer setzt. 0:43–1:25 BNI wird als stark ergebnisorientierte Netzwerkorganisation eingeordnet, bei der nicht Kaffeetassen, sondern Aufträge gezählt werden. Das bildet einen humorvollen Kontrast zur Barcamp-Kultur. 1:30–2:06 Das Gespräch ist als zweigeteilte Folge angelegt: In dieser ersten Folge geht es um Barcamp-Kultur, offene Barcamps und ihre Grundlagen; in einer zweiten Folge soll es um den Business-Kontext gehen. Erste Barcamps und persönlicher Einstieg2:12–3:20 Jan erinnert sich an sein erstes Barcamp in Deutschland: 2006 in Berlin bei Pixelpark. Danach folgten weitere frühe Barcamps in Frankfurt/Köln und Nürnberg. Über die ersten beiden hat er damals auch einen Text geschrieben. 3:31–5:27 Beide schildern ihre anfängliche Skepsis gegenüber dem Format. Jan erzählt, dass er dennoch schnell eine Session angeboten hat, etwa zu E-Mail-Headern. Eine andere frühe Session über Weblocks und Recht dauerte sehr lange und zeigt, wie ungeplant und intensiv Barcamps damals schon sein konnten. 5:10–5:27 Es wird erwähnt, wie anders die technischen Bedingungen damals waren: Selbst als eine Session zu Ende war, war das WLAN schon ausgeschaltet. Was ein Barcamp ist6:08–7:41 Jan erklärt ein Barcamp als offenen Rahmen, in dem Menschen voneinander lernen können. Seine Kernidee: Jeder im Raum kann etwas beitragen, eine Frage stellen oder Feedback geben. 7:46–8:09 Die Aufgabe der Moderation ist es, ein Setting zu schaffen, in dem sich alle trauen, Themen einzubringen und auch Unsicherheiten oder Probleme offen zu benennen. 8:15–8:33 Oliver und Jan kündigen an, zunächst den Ablauf zu erklären und danach Geschichten zu erzählen, die die Logik des Formats anschaulicher machen. Rahmen und Organisation8:40–9:06 Aus Organisatorensicht beschreibt Jan seine Hauptaufgabe als Schaffung eines guten Umfelds: Frühstück, Kaffee, Essen, WLAN, Strom, Licht und Dach. In Kurzform braucht man seiner Meinung nach vor allem Dach, Strom und WLAN. 9:11–10:18 Der typische Start eines Barcamps wird beschrieben: Die Teilnehmenden trudeln zum Frühstück ein, erhalten Namensschilder und werden in der Regel geduzt. Das Setting soll bewusst auf Augenhöhe funktionieren. 9:55–10:18 Die Verpflegung ist pragmatisch und unkompliziert: Äpfel, Bananen, Croissants, manchmal Butter oder Marmelade. Vorstellungsrunde10:24–12:18 Nach der Begrüßung folgt die Vorstellungsrunde. Jeder nennt Name und drei Stichworte. Jan betont, dass diese Runde schnell gehen und gleichzeitig Anknüpfungspunkte schaffen soll. 11:17–12:18 Gerade Introvertierte sollen dadurch eine erste Hürde überwinden. Die Runde hilft außerdem, ein Gefühl dafür zu bekommen, wer im Raum ist und welche Interessen oder Themen vorhanden sind. 12:32–13:09 Jan empfiehlt, ein klares Beispiel auf die Folie zu setzen und zu verdeutlichen, dass fünf Worte reichen. Damit wird verhindert, dass die Runde zu lang und unstrukturiert wird. 13:14–14:07 Für Gruppen ohne Vorerfahrung empfiehlt er, einige Personen vorab zu briefen, damit die ersten Beiträge als gutes Rollenmodell dienen. 14:07–15:11 Er kritisiert, wenn Leute aus der Vorstellungsrunde kleine Reden machen, statt sich kurz zu fassen. Der Rahmen soll schnell bleiben, damit möglichst alle drankommen. Gespräch vor der Sessionplanung15:11–16:30 Oliver und Jan sprechen darüber, dass man die Vorstellungsrunde auch mit kurzen Paar- oder Kleingruppengesprächen verbinden kann. Jan ergänzt, dass er dabei gern Aufgaben gibt, etwa das eigene aktuelle Problem zu benennen und anschließend etwas Positives über die eigene Arbeit zu sagen. 16:30–16:44 So entsteht eine erste thematische Stimmung, aus der später konkrete Sessionideen werden können. Sessionplanung16:44–18:30 Nun geht es in die Sessionplanung. Jan betont, dass es nicht darum geht, ob eine Session stattfindet, sondern wo und in welcher Form. Themen können Wissenstransfer, Fragen, Ideen oder Diskussionen sein. 18:30–19:43 Die Sessionplanung wird am Tag selbst gemacht, weil nur so die Offenheit und die Energie des Formats erhalten bleiben. Vorab geplante Themen wären für Jan nicht mehr wirklich Barcamp-typisch. 19:43–20:41 Oliver und Jan unterscheiden dabei zwischen offenen Barcamps und thematischen oder Corporate Camps. In speziellen Kontexten können kurze Inputs sinnvoll sein, aber nicht als klassische Keynote mit Hierarchieeffekt. 20:41–22:03 Jan betont, dass Themen nicht abgewhlt werden. Wenn sich nur eine Person für ein Thema interessiert, bleibt es auf dem Board. Nur wenn sich niemand meldet, wird es nicht eingeplant. 22:03–23:35 Es wird diskutiert, dass eine gute Quote bei einem klassischen Barcamp ungefähr bei einem Drittel der Teilnehmenden liegt, die selbst ein Thema einbringen. Eine zu geringe Beteiligung deutet auf ein zu starres Format hin. 23:35–24:42 Jan erklärt die Faustregel zur Raumplanung: etwa ein Raum pro 10 bis 15 Personen. Zu viele Räume führen zu Sessions mit sehr wenigen Leuten, was schade sein kann. 24:42–25:54 Das Sessionboard wird live und in Papierform aufgebaut: links die Zeiten, oben die Räume. Papier ist für die schnelle Übersicht oft besser als digitale Tools, vor allem bei vielen parallelen Sessions. 25:54–26:33 Jan berichtet von Versuchen, das Board digital zu organisieren, etwa über Google Forms und Trello. Für reale Barcamps bevorzugt er aber klar die analoge Variante, weil sie schneller und flexibler ist. 26:33–27:45 Während der Sessionvorstellung sollen möglichst dieselben Wörter benutzt werden wie auf dem Zettel, damit das Thema sofort wiedererkannt wird. Wenn die Einführung schneller geht, starten die ersten Sessions einfach ein paar Minuten früher. 27:45–28:18 Nach der Sessionplanung folgt keine zusätzliche Pause, weil die Energie des Moments direkt genutzt werden soll. Geschichten aus Barcamps28:18–29:10 Jan kündigt an, nun einige Geschichten zu erzählen, die zeigen, was das Format emotional und menschlich bewirken kann. 28:39–29:10 Uwe Haug erzählt auf einem Barcamp offen von einer schweren persönlichen Krise und davon, dass er damals praktisch angekündigt habe, ihm sei das Leben um die Ohren geflogen. 29:10–30:44 Aus dieser Session entsteht eine tiefere Geschichte über Zuhören, Neugier und Unterstützung. Jan erwähnt, dass solche Räume für Menschen enorm wichtig sein können, um schwierige Situationen zu verarbeiten. 29:34–30:44 Eine weitere Geschichte betrifft Nadine, Janns heutige Frau, die anfangs keine Session anbieten wollte, sich am zweiten Tag aber doch traute und vor fast 50 Menschen sprach. 30:44–31:36 Das Barcamp wird als guter Raum beschrieben, um Bühnenpräsenz auszuprobieren und später auch in berufliche oder akademische Kontexte zu übertragen. Selbstwirksamkeit und Entwicklung31:36–33:30 Jan und Oliver sprechen darüber, dass Barcamps Selbstwirksamkeit fördern. Wer ein Thema einbringt und selbst moderiert, erlebt, dass die eigene Stimme Bedeutung hat. 33:30–33:44 Jan bringt das auf die Formel: „Ihr seid das Barcamp“ — also nicht die Organisierenden allein, sondern die Teilnehmenden machen das Event aus. 33:44–35:44 Die Organisierenden schaffen nur den Rahmen; die eigentliche Qualität entsteht durch die Menschen im Raum. Darum ist es wichtig, die Leistung der Teilnehmenden anzuerkennen und das Lob an sie zurückzugeben. Abschlussrunde und Feedback35:44–36:30 Jan erzählt von einer Abschlussrunde, in der Lob und Kritik an die Organisierenden „umgelenkt“ wurden. Er betont, dass das falsch sei: Die Inhalte und die Energie kamen von den Teilnehmenden. 36:30–37:58 Für die Abschlussrunde fragt Jan regelmäßig: Was war gut, und was kann man nächstes Mal besser machen? Dabei geht es um konstruktives Lernen statt um bloßes Meckern. 37:58–38:21 Ein konkretes Beispiel ist die Caterer-Auswahl: Wenn vegetarisches Essen nicht ernsthaft angeboten wird, ist der Caterer aus Jans Sicht nicht passend. Dokumentation und Nachhaltigkeit38:21–39:54 Das Gespräch streift die Frage, wie man Barcamp-Inhalte dokumentiert. Papier, Fotos und PDFs sind praktische Wege, um Ergebnisse festzuhalten. 39:54–41:18 Zugleich wird deutlich, dass vollständige Aufzeichnung problematisch sein kann, weil sie die Offenheit des Formats beeinträchtigen oder sensible Inhalte öffentlich machen könnte. 41:18–42:05 Jan berichtet von Experimenten mit Etherpads während der Pandemie und davon, Inhalte mithilfe von KI zusammenzufassen. Vorabend und Community42:05–43:30 Der Vorabend wird als wichtiges, aber nicht zwingendes Element beschrieben. Er hilft, ankommende Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und Hemmungen abzubauen. 43:30–44:26 Es wird darauf hingewiesen, dass Barcamps meist am Wochenende stattfinden und viele Organisierende am Montag danach erschöpft sind. Barcamp-Liste und Community-Überblick44:26–46:12 Jan spricht über seine Seite barcamp-liste.de, auf der er Barcamps sammelt, koordiniert und in einer Karte sichtbar macht. Vor Corona wurden dort über 200 Veranstaltungen pro Jahr gelistet, mittlerweile liegt die Zahl niedriger, steigt aber wieder. 46:12–47:24 Die Seite funktioniert als Community-Service; Jan versendet außerdem

  4. May 12

    #netzstimmen Gunter Dueck: Die Psychologie von Zukuftsunternehmen

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  5. Apr 22

    #Netzstimmen mit Magnus Rembold Software, Gemeinwohl, Demokratie

    Audio >>>  Erwähntes: https://www.ulm.de/tourismus/m25/birdly-m25 https://organisator.org/was_ist_systemisches_konsensieren_eigentlich https://steady.page/gedem https://de.linkedin.com/in/magnus-rembold - Podcast-RSS für alle Podcast-Apps: https://feeds.feedburner.com/ogokpodcast - Spotify: https://open.spotify.com/show/00n8s2qYAgwzJQkmRGjjNA - Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/oliver-gassner-work-smarter-not-harder/id1481175623 - Youtube-Video: https://www.youtube.com/@OliverGassner Unser Sub-Podcast “How2AI” ist #30 bei https://www.millionpodcasts.com/chatgpt-podcasts im Juli 2025 - Danke. KI Summarry I: Inhaltliche SchwerpunkteGemeinwohl und Demokratie: Das Gespräch entwickelt eine Definition von Gemeinwohl als Orientierung am Nutzen für die Gemeinschaft statt nur am Eigennutz, und Demokratie als Prozess, in dem das Volk wirklich mitgestalten soll. Kritik an repräsentativer Politik: Es wird kritisiert, dass Parlamente und Parteien oft nicht mehr die Vielfalt der Bevölkerung abbilden und echte Beteiligung zu selten stattfindet. Digitale Souveränität: Remolt beschreibt Software, die Gruppen, Vereine und Initiativen zusammenbringt, ohne auf große US-Plattformen angewiesen zu sein. Systemisches Konsensieren: Das Verfahren wird als Entscheidungsmodell vorgestellt, bei dem Widerstand gegen Vorschläge gemessen wird, statt nur Mehrheiten zu zählen. Mobilität im ländlichen Raum: Das Gespräch streift Carsharing, Mitfahrgelegenheiten und digitale Infrastruktur als gemeinwohlorientierte Lösungen. KI Summary II Das Gespräch dreht sich vor allem um Gemeinwohl, Demokratie, politische Beteiligung und digitale Werkzeuge dafür. 0:00–1:20 – Einstieg und VorstellungZu Beginn stellt sich Magnus als Informatiker vor, der an Open-Source-Software arbeitet und seine Arbeit in den Dienst des Gemeinwohls stellen will. Er erklärt, dass er sich seit Jahresanfang mit einem Steady-Account zu den Themen „Gemeinwohl und Demokratie“ beschäftigt. Schon früh wird die Grundfrage aufgeworfen, was an Gemeinwohl eigentlich gut sei, und es entsteht der Kontrast zwischen Eigennutz und dem Nutzen für alle. 1:20–7:55 – Umverteilung, Wien und VR-ExkurseDas Gespräch biegt zunächst in eine längere Abschweifung über Wien, historische Bauwerke und die Frage ab, wie viel Arbeit und Umverteilung hinter monumentalen Projekten steckt. Dabei wird betont, dass große Prestige-Bauten oft aus der Leistung vieler anderer finanziert wurden. Danach geht es in einen längeren Ausflug zu VR-Erfahrungen im Donaupark und in Ulm, darunter ein Vogelflugsimulator namens „Birdly“. Diese Exkurse dienen als lockere Beispiele dafür, wie Technik Immersion erzeugt, aber auch Staunen und gesellschaftliche Asymmetrien sichtbar macht. 7:55–12:30 – Gemeinwohl und DemokratieDann kommt das Gespräch zurück zum Kern: Gemeinwohl wird als das Gegenteil von reinem Eigennutz beschrieben, also als die Orientierung daran, dass es auch den anderen gut gehen soll. Das wird mit kleineren Gemeinschaften, Nachbarschaft, Vereinen und lokaler Solidarität verknüpft. Anschließend wird Demokratie erklärt als Herrschaft des Volkes, mit einem Verweis auf die athenische Demokratie, wobei zugleich betont wird, dass diese historisch stark eingeschränkt war und nicht dem heutigen Ideal entsprach. 12:30–16:45 – Repräsentation und AusschlüsseEs wird kritisiert, dass heute ebenfalls viele Menschen faktisch von politischer Mitbestimmung ausgeschlossen sind, etwa Kinder oder Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft, obwohl sie hier leben, arbeiten und Steuern zahlen. Daraus entwickelt sich eine Kritik an der Selektivität politischer Repräsentation. Auch das Buch „Deutschland einfach machen“ wird angesprochen, das mit Begriffen wie „gesunder Menschenverstand“ und „Pragmatismus“ argumentiert, was im Gespräch skeptisch betrachtet wird. 16:45–24:00 – Bürgerräte und parlamentarische PraxisIm nächsten Abschnitt geht es um Bürgerräte als mögliche Weiterentwicklung demokratischer Verfahren. Die Idee: Zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger beraten und formulieren Entscheidungen, idealerweise sogar verbindlich. Gleichzeitig wird die Sorge diskutiert, ob dadurch das Parlament entwertet würde, und es wird argumentiert, dass das Parlament die Bevölkerung ohnehin nur unvollständig repräsentiert. Später wird am Beispiel kommunaler Politik kritisiert, dass gewählte Vertreter oft zu wenig Kontakt zur Bevölkerung halten und zu sehr in Parteimechanismen eingebunden sind. 24:00–27:00 – Lokale Politik und StreitkulturAn konkreten Beispielen aus dem Gemeinderat wird beschrieben, wie politische Lager oft nebeneinander statt miteinander arbeiten. Gleichzeitig wird ein positives Beispiel erzählt, bei dem man sich lokal gegen eine einseitige Präsenz der AfD gestellt und stattdessen mit allen anderen Listen gemeinsam auf dem Platz vertreten war. Das wird als gelebte demokratische Kultur und als Ausdruck von Gemeinsinn dargestellt. 27:00–31:30 – Digitale Plattformen und systemisches KonsensierenHier beginnt der technischere Teil: Magnus beschreibt eine Software, die er ursprünglich aus dem Umfeld der Klimaliste 2020 entwickelt hat, um Communities und Initiativen zusammenzubringen. Die Plattform dient Vereinen, Genossenschaften und Klimaschutz-Initiativen, um Termine, Webseiten, Abstimmungen und Austausch zu organisieren. Besonders hervorgehoben wird das System des systemischen Konsensierens: Vorschläge werden nicht nach Zustimmung, sondern nach Widerstand bewertet, um Lösungen mit dem geringsten Widerstand zu finden. Das wird als besonders hilfreich für Gruppen beschrieben, die gemeinsam etwas aushandeln wollen. 31:30–35:30 – Parteienlogik und politische PraxisDas Verfahren wird dann mit der Logik von Parlamenten und Parteien kontrastiert. Die Kritik lautet, dass Koalitionen und Mehrheiten vieles vorab entscheiden und echte Aushandlung häufig in inoffizielle Gremien wie Koalitionsausschüsse ausgelagert wird. Dadurch verschwinde der eigentliche demokratische Prozess aus der Öffentlichkeit. Als Beispiel wird der Tankrabatt genannt, der trotz fachlicher Kritik politisch durchgesetzt wurde. 35:30–39:40 – Open Source und FinanzierungMagnus erklärt, dass die Software Open Source ist und auch von anderen genutzt, selbst gehostet oder angepasst werden kann. Es gibt öffentliche Instanzen und die Möglichkeit, sich eine eigene Version einrichten zu lassen. Sein Einkommen entsteht über Anpassungen, Sonderfunktionen und Entwicklungsaufträge, etwa für ein Zukunftsquiz der Omas for Future. Das Modell verbindet Gemeinwohlorientierung mit einer realen, kleinen Einkommensbasis. 39:40–44:00 – Gesellschaftlicher GegenwindAls Engpass sieht er nicht die Technik, sondern die gesellschaftliche Stimmung. Vieles, was gemeinschaftlich und demokratisch wäre, werde durch Polarisierung, Abwehr und politische Vereinfachung geschwächt. Stattdessen fördere man Dinge, die ohnehin den Stärkeren nutzen, etwa fossile Mobilität oder symbolpolitische Maßnahmen. Daraus ergibt sich sein Eindruck, dass gemeinwohlorientierte Arbeit aktuell eher gegen den Strom schwimmt. 44:00–52:40 – Mobilität auf dem LandEs folgt ein längerer Abschnitt über Carsharing, Mitfahrgelegenheiten und Mobilitätslösungen für den ländlichen Raum. Magnus beschreibt, wie viele Autos die meiste Zeit nur herumstehen und wie viel effizienter gemeinschaftliche Nutzung wäre. Mit digitalen Plattformen könnte man spontane Mitfahrangebote oder Carsharing deutlich einfacher machen. Die Vision ist, dass man per App schnell ein Auto oder eine Mitfahrgelegenheit findet, statt eigene Fahrzeuge ungenutzt herumstehen zu lassen. 52:40–56:30 – Daten, Plattformen und AbhängigkeitDabei kritisiert er die Abhängigkeit von großen US-Plattformen wie Google Maps oder Mapbox. Die eigentlichen Mobilitätsdaten seien wertvoll, würden aber nicht gemeinwohlorientiert genutzt. Er wünscht sich offene, souveräne Alternativen, die nicht von zentralen Konzernen kontrolliert werden. Hier zeigt sich erneut die Verbindung zwischen digitaler Infrastruktur und demokratischer Selbstbestimmung. 56:30–1:00:00 – Überwachung und GeräteDer Dialog wird düsterer, als über Altersverifikation, Hardware-Filter, Kontrollmechanismen und die zunehmende Abhängigkeit von Geräten gesprochen wird. Das Smartphone wird als „Streichelwanze“ bezeichnet, also als freundlich wirkendes Überwachungsgerät. Die Kritik richtet sich gegen Systeme, in denen Nutzung nur noch nach Identitätsprüfung und Konformität möglich ist. Das wird als Freiheitseinschränkung und als stille Normalisierung von Überwachung verstanden. 1:00:00–1:05:00 – Kommunikation und politische SymbolikIm nächsten Block geht es um politische Kommunikation, Bilder und radikale Ansprache. Magnus überlegt, ob man auch problematische Milieus mit ähnlichen Kommunikationsformen erreichen könnte, etwa bei Klima oder Demokratie. Er diskutiert Beispiele, wie rechte Ästhetik oder provokante Slogans funktionieren und warum politische Botschaften oft über Symbole statt über Inhalte laufen. Die Pointe ist: Wer überzeugen will, muss Sprache und Perspektive der Zielgruppe verstehen. 1:05:00–1:09:40 – Perspektivwechsel und VerständigungHier wird der Gedanke des Perspektivwechsels vertieft. Ein Bild oder Argument kann je nach Blickwinkel völlig anders wirken, wie bei der Tasse mit Henkel von rechts oder links. Daraus folgt: Niemand ist einfach „dumm“, sondern Menschen verstehen oft nur aus ihrem eigenen Blickwinkel heraus anders. Das Gespräch betont deshalb, dass Verständigung nur gelingt, wenn beide Seiten sich bewegen und gemeinsame konkrete Lösungen suchen. 1:09:40–1:15:30 – Wissenschaft, Falsifizierbarkeit und ZweifelEs geht nun um wissenschaftliches Denken und die Abgrenzung zu Glaubenssystemen. Magnus erläutert, dass Thesen in der Wissenschaft falsifizierb

  6. Apr 7

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    # Howto AI - Stephan Heinrich und das Salestraining mit dem künstlich intelligenten CEO Boxsack >> Kostenlosess  (3x) Sales-Anruf-Sparring mit dem KI-CEO   Audio >>>  KI Summary ZeitstempelAbschnittInhalt ZeitstempelAbschnittInhalt00:00–00:06 Begrüßung Oliver Gassner stellt Stephan Heinrich als Verkaufstrainer seit 2001 vor, Fokus auf komplexe Produkte in IT, Maschinenbau und Beratung. Erklärt Begriffe wie „verkaufsbedürftig“ statt „erklärungsbedürftig“.   01:06–02:30 Vertriebsentwicklung Veränderungen in 25 Jahren: Klassiker wie Brian Tracy, Solution Selling, SPIN Selling, MEDDIC. Heinrichs „Vision Selling“ für Ideen/Visionen. Neu: Entscheidungspsychologie (Kahneman), Priming (John Bargh, Kaffeebecher-Experiment). Grundregel: Mehr zuhören als reden. 05:05–07:00 KI in der Analyse KI transkribiert Gespräche (mit Kundenzustimmung), analysiert Bedürfnisse, erstellt Angebotsentwürfe. Spart 1–2 Std./Call, verbessert Erkennung von Bedürfnissen. Routine seit 9 Monaten. 07:24–08:51 Prompting-Technik Gute Prompts: Gegliederte Struktur, Überschriften, Reasoning („überprüfe vor Ausgabe“). Große Kontextfenster (z. B. ChatGPT 5.4) ermöglichen präzise Ergebnisse, besser/schneller als Mensch. 08:51–10:02 KI-Zukunft In 5 Jahren: KI-Gespräche (Audio/Video) nicht unterscheidbar. Beispiele: Zoom-Agenten, US-Plattformen. Transparent machen, Fokus auf Ergebnis statt Akzeptanz. 11:06–12:52 KI-Callcenter Heinrichs eigener KI-Agent ersetzt Callcenter: Behandelt Anfragen, bucht Termine (via Calendly), leitet weiter. Besser als menschliches Center, Transkripte für Optimierung, wöchentliches Feedback. 14:10–15:54 Manfred-Vorstellung „Manfred Moser“: KI als Übungs-Geschäftsführer (Mittelstand Maschinenbau). Telefon-Rollenspiel, Feedback per E-Mail (11 Punkte: Fragen-Typen, Redeanteil, Problemfund, Nächster Schritt). Günstig, jederzeit verfügbar. 16:00–19:06 Manfred-Technik Plattformen: Fonio/11 Labs, Ziptrunk-Telefonie, Webhook + DB für Anrufer-ID. Passt Verhalten an (z. B. bei Wiederholern: „Mach Angebot oder lass es“). 20:02–25:22 Live-Demo Verkauf Barcamp (Silos auflösen, 10% Ertrag+): Prioritäten, Konflikte, Selbstorganisation. Manfred fordert Zahlen/Beispiele, bleibt skeptisch („Excel-Typ“). 30:00–31:17 Feedback-Beispiel Analyse: 9 Fragen (8 offen/1 geschlossen), 60-65% Redeanteil (Grenzbereich), gutes Problemverständnis, kein Handlungsdruck, Nächster Schritt fehlt. 31:17–32:27 KI als Simulator Wie Flugsimulator: Mehrfach üben (Verhandlungen, Preisgespräche) vor Realität. Höheres Selbstvertrauen, schnellere Lernkurve. 32:36–45:30 Anwendungen & Abschluss Branchenanpassung (z. B. 5 Agenten für Automatisierung), Kosten (Tagessatz), Vergleich zu Brettspielen (Tarik Abuelela). KI für Impro, Personal, Verhandlungen. Podcast-Ende. - Podcast-RSS für alle Podcast-Apps: https://feeds.feedburner.com/ogokpodcast - Spotify: https://open.spotify.com/show/00n8s2qYAgwzJQkmRGjjNA  - Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/oliver-gassner-work-smarter-not-harder/id1481175623 - Youtube-Video: https://www.youtube.com/@OliverGassner   Unser Sub-Podcast “How2AI” ist #30 bei https://www.millionpodcasts.com/chatgpt-podcasts im Juli 2025 - Danke.

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OGOK = Oliver Gassner Organisation & Kommunikation => Innovative, stressfrei arbeitende Teams und Abteilungen für Unternehmen. Profitabel vernetze und inspirierte Mitglieder für Verbände und Organisationen.