America's Choice

Aspen Institute Deutschland e.V.

„America’s Choice – Der USA-Podcast“ ist der deutschsprachige Podcast des Aspen Institute Germany zur US-Politik. Stormy-Annika Mildner, Executive Director des Aspen Institute Germany, spricht mit ausgewählten ExpertInnen über die politischen Entwicklungen in den USA, die innen- und außenpolitischen Prioritäten der US-Administration und die Auswirkungen auf die transatlantischen Beziehungen.

  1. 1D AGO

    America First 2.0: Trumps Wirtschafts- und Handelspolitik im Stresstest

    Mit America First stellt die Trump-Administration die Stärkung des U.S.-Binnenmarkts ins Zentrum der Handels- und Wirtschaftspolitik. Neben klassischen angebotsorientierten Maßnahmen der Steuersenkung und Deregulierung setzt die U.S.-Regierung verstärkt auf die gezielte Förderung strategischer Industrien, um Produktionskapazitäten zurück in die Vereinigten Staaten zu holen. Zusätzlich verfolgt Trump mit dem Einsatz von Zöllen eine protektionistische und transaktionale Handelspolitik, die zunehmend als geopolitisches Machtinstrument verstanden wird. Jedoch birgt die sicherheitspolitische Aufladung wirtschaftlicher Entscheidungen erhebliche Risiken.  Bereits im Februar 2026 hatte der Oberste Gerichtshof zentrale, auf Notstandsrecht gestützte Zollmaßnahmen für unzulässig erklärt. Jüngst im Mai erklärte ein U.S.-Handelsgericht auch die daraufhin auf alternativer Rechtsgrundlage neu eingeführten Zölle der Trump-Administration für rechtswidrig. Ein weiteres Risiko für Trumps wirtschaftspolitischen Ansatz bilden die hohen Energiepreise infolge des Kriegs gegen den Iran. Der steigende Ölpreis treibt die Inflation und dämpft Konsum sowie Investitionen. Zudem verschärfen die energiepolitischen Verwerfungen sowie Androhung neuer Automobilzölle die wirtschaftspolitischen Spannungen mit Europa. Kann unter diesen Umständen der Abschluss des neuen transatlantischen Handelsabkommens gelingen? Darüber sprechen wir in dieser Folge von „America's Choice“ mit Prof. Dr. Dr. Ulrike Malmendier, Cora Jane Flood Professor of Finance und Professor of Economics an der University of California, Berkeley, sowie Melanie Vogelbach, Leiterin des Bereichs Internationale Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaftsrecht beim DIHK.

    43 min
  2. APR 21

    From America First to the Donroe Doctrine: US-Außenpolitik im Wandel

    Venezuela, Iran – und als Nächstes Kuba? Drohungen gegen Grönland, Krieg im Nahen Osten: Folgt die US-Außenpolitik noch einer Strategie – oder nur noch der Logik von Macht und Gelegenheit? Und was bedeutet dies für Europa und Deutschland? Donald Trump war 2024 mit dem Versprechen angetreten, Amerika aus neuen Kriegen herauszuhalten. Rund ein Jahr nach Beginn seiner zweiten Amtszeit zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Die USA stehen erneut im Zentrum mehrerer Konflikte – von der Intervention in Venezuela bis zum Krieg mit Iran, flankiert von Drohungen gegenüber weiteren Staaten sowie Überlegungen, strategisch relevante Territorien wie Grönland stärker unter US-amerikanischen Einfluss zu bringen. Was als „America First“ begann – die Begrenzung internationaler Verpflichtungen und die Priorisierung innenpolitischer Interessen – ist zur sogenannten „Donroe-Doktrin“ geworden. In ihrem Zentrum steht die Sicherung geopolitischer Einflusszonen, der Zugang zu strategischen Ressourcen sowie die Abschreckung und Begrenzung rivalisierender Mächte. Militärische Interventionen, ökonomischer Druck und politische Einflussnahme scheinen dabei nicht mehr als Ausnahme, sondern als legitime Instrumente einer interessengeleiteten Außenpolitik verstanden zu werden. Für Europa und insbesondere Deutschland bedeutet dies eine grundlegende strategische Herausforderung. Einerseits bleiben die USA zentraler sicherheitspolitischer Partner, andererseits verliert die transatlantische Beziehung an Verlässlichkeit und Berechenbarkeit. Gleichzeitig wird Europa zunehmend als nachrangiger Akteur in der US-amerikanischen Prioritätensetzung wahrgenommen und muss sich stärker eigenständig positionieren. Darüber sprechen wir in der heutigen Folge von America’s Choice” mit unseren großartigen Gästen Gudrun Engel und Omid Nouripour.

    52 min
  3. FEB 18

    Nach München: Wohin steuert die transatlantische Sicherheit?

    Wie steht es um das transatlantische Sicherheitsversprechen? Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) 2026 fand vor dem Hintergrund wachsender Unsicherheit über die künftige Rolle der Vereinigten Staaten im transatlantischen Bündnis statt. Besonders seit U.S.-Präsident Trumps Forderung nach der Besitznahme Grönlands, steht das nordatlantische Sicherheitsbündnis massiv unter Druck: Kann sich Europa auch in Zukunft auf Artikel 5 des Nordatlantikvertrags, die NATO-Beistandspflicht, verlassen? Die Erwartungen an die MSC 2026 waren entsprechend hoch. Insbesondere die mit Spannung erwartete Rede von U.S. Secretary of State Marco Rubio sollte Klarheit über den Zustand der transatlantischen Partnerschaft schaffen. Zwar schlug Rubio versöhnlichere Töne gegenüber den europäischen Partnern an, machte jedoch zugleich deutlich, dass eine erneuerte Zusammenarbeit an die außenpolitischen Prioritäten der Trump-Administration geknüpft sein wird. Wie reagieren nun die europäischen Staaten auf Washingtons Erwartungshaltung? Gab es in München richtungsweisende Signale für eine künftig größere verteidigungspolitische Eigenverantwortung Europas? Besteht die Aussicht auf eine Erneuerung der transatlantischen Partnerschaft oder wird sich die sicherheitspolitische Entfremdung zwischen Europa und den USA weiter vertiefen? In dieser Folge von „America’s Choice” schauen wir gemeinsam mit unseren Gästen Peter Rough, Jenny Leonard und Tobias Bunde auf die Geschehnisse der MSC 2026 und diskutieren gemeinsam: Was bedeuten die Ergebnisse der Konferenz für die transatlantischen Beziehungen und die globale Sicherheitsordnung?

    53 min
  4. 12/17/2025

    MAGA wird MEGA – Die Neue Transatlantische Allianz

    Rechte Bewegungen in Europa und die MAGA-Szene in den USA rücken enger zusammen. Ob JD Vances Auftritt in München oder Elon Musks offene Wahlkampfhilfe für die AfD: Hinter verschlossenen Türen und in digitalen Echokammern wächst ein transatlantisches Netzwerk, das längst mehr ist als lose Sympathie. Ein aktuelles Beispiel liefert die neue National Security Strategy der Trump-Administration, die europäische „patriotische“ Parteien ausdrücklich hervorhebt und offen als Verbündete markiert. Ein offizielles Dokument, das den politischen Schulterschluss über den Atlantik weiter sichtbar macht. Doch wer zieht tatsächlich die Fäden? Wie funktionieren diese Verbindungen im Alltag – und an welchen gemeinsamen Projekten wird bereits gearbeitet? Ein Blick nach vorn zeigt, wie sich Gleichgesinnte in Washington und europäischen Hauptstädten gegenseitig stützen, Strategien teilen und voneinander lernen – manche bereits an den Schalthebeln der Macht, andere noch in der Opposition. Gleichzeitig verlaufen tiefe Konfliktlinien durch dieses Bündnis: Streit über Ukraine, China oder die Rolle der EU sorgt für Spannungen. In ihrem im September erschienen Buch " Die Allianz der Neuen Rechten: Wie die Trump-Bewegung Europa erobert — Make Europe Great Again?" analysieren Juliane Schäuble und Annett Meiritz diese transatlantischen rechten Netzwerke umfassend. In dieser besonderen Folge von America's Choice schauen wir mit ihnen gemeinsam darauf, wie diese Allianzen funktionieren, welche Risiken sie für die Demokratie bergen und was das für die Zukunft der transatlantischen Beziehungen bedeutet.

    42 min

Ratings & Reviews

5
out of 5
4 Ratings

About

„America’s Choice – Der USA-Podcast“ ist der deutschsprachige Podcast des Aspen Institute Germany zur US-Politik. Stormy-Annika Mildner, Executive Director des Aspen Institute Germany, spricht mit ausgewählten ExpertInnen über die politischen Entwicklungen in den USA, die innen- und außenpolitischen Prioritäten der US-Administration und die Auswirkungen auf die transatlantischen Beziehungen.

You Might Also Like