Frauen von damals

Bianca Walther

Frauen stehen auf starken Schultern. Schultern von Frauen, die Rechte und Freiheiten erkämpften, Grenzen verschoben und überwanden. Mein Name ist Bianca Walther, und ich nehme euch mit auf Streifzüge durch Geschichten rund um die Frauenbewegung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts - die Zeit, in der Frauen sich zusammenschlossen, um sich gegen ein Ideal zu wehren, das nur einen Platz für sie kannte: Im Haus. Nominiert für den Grimme Online Award 2024 Mein Buch: Die Vorkämpferinnen. Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde *** Website: https://biancawalther.de Bild: Wikimedia Commons

  1. 5d ago

    #43: Her mit der Parität! Warum wir 50:50 in den Parlamenten brauchen und was 1896 damit zu tun hat

    Heute mal etwas meinungsstärker: Warum wir 50% Frauen in den Parlamenten brauchen und was die Debatte von 1896 um das Bürgerliche Gesetzbuch damit zu tun hat. Aber in dieser Folge kommt auch ihr zum Zug: Redet mit, wie dieser Podcast in Zukunft aufgestellt sein soll! Der Plan ist, dass ich euch alle vier Wochen freitags eine neue Folge präsentiere. Aber was machen wir in der Zeit dazwischen? Gelegentliche Archivfolgen, wenn sie gerade thematisch ins Konzept passen? Kurzfolgen zu aktuellen Themen? Schreibt es mir - per Instagram als Direktnachricht unter @frauenvondamals oder per E-Mail an rohrpost at biancawalther punkt de! Übrigens: Mehr über den Kampf der Frauen (nicht nur) um bürgerliche Rechte findest du in meinem Buch "Die Vorkämpferinnen. Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde" - erschienen im S. Fischer Verlag. Der Brief von Helene Lange, den ich in der Folge zitiere, ist vom 7. September 1923 und zu finden in : Helene Lange. Was ich hier geliebt. Briefe. Tübingen 1957, S. 155. Die Empfängerin war die Hamburger Frauenrechtlerin Emmy Beckmann. Den Link zur Petition des Vereins Parité in den Parlamenten findest du ⁠hier⁠. *** Du möchtest den Podcast unterstützen und nebenbei Zugang zu exklusiven Bonuskapiteln erhalten? Auf meiner Steady-Seite findest du drei Abo-Modelle zur Auswahl. Los geht's ab einem Cappuccino im Monat! *** Themen: Parität, Feminismus, Politik, Frauenpolitik, Geschlechtergerechtigkeit, Bundestag, Weimarer Republik, BGB, Zivilrecht, Frauenrechte

    #43: Her mit der Parität! Warum wir 50:50 in den Parlamenten brauchen und was 1896 damit zu tun hat
  2. Oct 9

    #42: Martha Mosse (Teil 2): Überleben in unmenschlichen Zeiten | 1933-1977

    Im zweiten Teil der Doppelfolge über Berlins erste Polizeirätin sprechen Biografin Elisabeth Wagner und ich darüber, wie es Martha Mosse erging, nachdem sie Anfang 1933 aus antisemitischen Gründen aus dem Dienst entfernt wurde. Wir sprechen über Wege des Überlebens, über Dilemmata und darüber, warum es für Martha Mosse trotz wohlhabender Familie und internationaler Kontakte keine Option war, zu emigrieren. Spoiler: Es hatte wohl nicht zuletzt mit Liebe zu tun. 1943 wurde Martha Mosse nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebte und kehrte im Juli 1945 auf einem Laster zurück nach Berlin. Was (bzw. wen) sie dort vorfand, hat nicht nur Elisabeth Wagner zutiefst berührt. *** Übrigens: Auch diesmal hören Steady-Mitglieder wieder mehr! Wenn auch du den Podcast unterstützen und als Goodie zu jeder dieser drei Folgen ein kleines Bonuskapitel hören möchtest: Bis 15. Oktober gibt es auf Steady ein vergünstigtes Abo für 3 EUR im Monat oder 36 EUR im Jahr. Schau doch mal vorbei: https://steady.page/de/frauenvondamals/about Literatur: Elisabeth Wagner: Die Mosse-Frauen. Deutsch-jüdische Lebensgeschichten, Göttingen 2024.Anna Hájková: Menschen ohne Geschichte sind Staub. Queeres Begehren und der Holocaust, Göttingen 2024.Anna Hájková: Das letzte Ghetto. Eine Alltagsgeschichte von Theresienstadt, Bielefeld 2026.Javier Samper Vedrell: The Case of a German-Jewish Lesbian Woman: Martha Mosse and the Danger of Standing Out, German Studies Review 2/2018, S. 335-353 (⁠Link⁠). Themen: Frauengeschichte, jüdische Geschichte, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, lesbische Geschichte, queere Geschichte, queer, Liebe, Frauenbewegung, Feminismus, Berliner Frauenbund, Nachkriegszeit Bild: Wikimedia Commons

    #42: Martha Mosse (Teil 2): Überleben in unmenschlichen Zeiten | 1933-1977
  3. Sep 25

    #41: Martha Mosse (Teil 1): Die erste Polizeirätin Berlins | 1884-1933

    Martha Mosse war Jüdin, Feministin und promovierte Juristin. Gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin Erna Stock lebte sie ein emanzipiertes und selbstbestimmtes Leben, bis sie 1933 brutal aus ihrem hart erkämpften Job im höheren Polizeidienst der Stadt Berlin verjagt wurde. 1943 wurde sie nach Theresienstadt deportiert - und überlebte: Sie wurde 93 Jahre alt. In dieser Folge spreche ich mit Elisabeth Wagner, Autorin des Buchs "Die Mosse-Frauen" über die erste Hälfte dieses bewegten Lebens: von den ersten Trippelschritten einer Zweijährigen auf einem Dampfer nach Japan bis zum Höhepunkt ihrer beruflichen Laufbahn als erste Polizeirätin in der "Roten Burg" am Alexanderplatz. Und natürlich reden wir auch über Liebe. ;) *** Übrigens: Auch diesmal gibt es wieder ein Bonuskapitel für Steady-Abonnent*innen. Wenn auch du den Podcast unterstützen und Zugang zum Bonusmaterial zu den Folgen haben möchtest (in diesem Fall die Anekdote "Martha Mosse gräbt den Garten um und erhält eine Lektion"), dann schau doch mal auf meine Steady-Seite! Dort findest du bis 15. Oktober auch ein "Mosse-Special-Paket" zum vergünstigten Abopreis. *** Quellen und Literatur: Elisabeth Wagner: Die Mosse-Frauen. Deutsch-jüdische Lebensgeschichten, Göttingen 2024.Die versprochenen Einblicke in die Zeitschrift "Die Freundin" gibt es hier.Bild zur Folge: Atelier Becker & Maaß, AddF Kassel, Sign. A-F1-00505 *** Themen: Feminismus, queere Geschichte, Lesbengeschichte, lesbische Geschichte, Frauengeschichte, jüdische Geschichte, Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus

    #41: Martha Mosse (Teil 1): Die erste Polizeirätin Berlins | 1884-1933
  4. Sep 11

    #40: Emilie Mosse: Die First Lady der Berliner Zeitungswelt

    In dieser Folge spreche ich mit Dr. Elisabeth Wagner, Autorin des Buchs "Die Mosse-Frauen", über eine Frau, sich als Verlegergattin und "First Lady" des Berliner Zeitungswesens nicht nur einen festen Platz im Berliner Gesellschaftsleben erarbeitete, sondern darüber hinaus auch noch immens viel Gutes für Kinder und insbesondere Mädchen bewirkte. Außerdem sprechen wir über Besonderheiten und Anforderungen beim Schreiben von Frauenbiografien und die manchmal wundersame Gedankenwelt männlicher Feuilletonisten. ;) Diese Folge ist der erste Teil einer Miniserie über zwei Frauen der Familie Mosse, deren Leben zusammen mehr als ein ganzes Jahrhundert umspannen. In Teil 2 und 3 wird es um Emilies Nichte Martha Mosse gehen - Tochter des Kaiserreichs, "Neue Frau" der Weimarer Republik, Opfer der Nationalsozialisten und Wiederaufbauerin der Frauenbewegung der Nachkriegszeit. Über sie hatten wir so viel zu sagen, dass es gleich zwei Folgen geworden sind ... Übrigens: Steady-Mitglieder hören mehr! Wenn auch du den Podcast unterstützen und als Goodie zu jeder dieser drei Folgen ein kleines Bonuskapitel hören möchtest: Bis zum 15. Oktober gibt es auf Steady ein vergünstigtes Abo für 3 EUR im Monat oder 36 EUR im Jahr. Schau doch mal vorbei: https://steady.page/de/frauenvondamals/about Literatur: Elisabeth Wagner: Die Mosse-Frauen. Deutsch-jüdische Lebensgeschichten, Göttingen 2024.Anna Hájková: Menschen ohne Geschichte sind Staub. Queeres Begehren und der Holocaust, Göttingen 2024.Anna Hájková: Das letzte Ghetto. Eine Alltagsgeschichte von Theresienstadt, Bielefeld 2026.Javier Samper Vedrell: The Case of a German-Jewish Lesbian Woman: Martha Mosse and the Danger of Standing Out, German Studies Review 2/2018, S. 335-353 (Link). Themen: Frauengeschichte, jüdische Geschichte, Kaiserreich, Kaiserzeit, Weimarer Republik, Journalismus, Mosse-Verlag

    #40: Emilie Mosse: Die First Lady der Berliner Zeitungswelt
  5. Jul 19

    #39: Margarete Friedenthal: Eine Geschichte von Liebe, Freiheit und Großzügigkeit

    Heute gibt’s mal wieder eine Geschichte aus dem Leben einer Frauenrechtlerin: Margarete Friedenthal, Akteurin der Berliner Frauenbewegung und eine Frau, die sich einen Weg suchte, ihr Leben lebenswert zu gestalten. Auch Liebe gehörte dazu … Und nächsten Monat geht es dann weiter mit einer Folge, die schon in Arbeit ist, aber noch etwas Zeit braucht. *** Mein Buch Die Vorkämpferinnen. Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde ist am 29.4. im S. Fischer Verlag erschienen und ist im Buchhandel erhältlich.  Unterstützt den Podcast gern mit einem freiwilligen Abo auf Steady - auch monatsweise abschließbar! *** Quellen und Literatur: Berliner Frauenbund 1945 e.V.: Historisch-chronologische Daten der Altershilfe, Nachlass Isa Gruner, Landesarchiv Berlin, Signatur LAB B Rep. 235-10 MF Nr. 238 Friedenthal, Margarete: Brief an die korrespondierenden Mitglieder der Centralstelle für Arbeiterinnen-Organisation, 5.12.1904, Nachlass Verband fortschrittlicher Frauenvereine, Landesarchiv Berlin, Signatur A Rep. 060-52  Friedenthal, Margarete: Brief an Wolfgang Mittermaier, Nachlass Wolfgang Mittermaier, Universitätsbibliothek Heidelberg, Signatur Heid. Hs. 3443,64.  Pappritz, Anna, Tagebuch, Nachlass Anna Pappritz, Landesarchiv Berlin, Signatur LAB B Rep. 235-13 MF Nr. 3466-3467  Pappritz, Anna, “Wie ich zu meiner Arbeit kam”, Manuskript, Nachlass Anna Pappritz, MF-Nr. 3467-3470  Pappritz, Anna, Brief an Martha Dönhoff, 19.11.1936, Nachlass Martha Dönhoff, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit/Archiv des Liberalismus, Signatur N41-10 Velsen, Dorothee von: Im Alter die Fülle, Tübingen 1956 Velsen, Dorothee von: Briefe an Martha Dönhoff, 5. und 12. Juni 1941, Nachlass Martha Dönhoff, Signatur N41-4. Wolff, Kerstin: Anna Pappritz (1861-1939). Die Rittergutstochter und die Prostitution, Sulzbach/Taunus 2017 Themen: Frauengeschichte, queere Geschichte, lesbische Geschichte, Feminismus, Berlin, Schöneberg, Kaiserreich, Weimarer Republik

    #39: Margarete Friedenthal: Eine Geschichte von Liebe, Freiheit und Großzügigkeit
  6. Apr 4

    #37: Schluss mit höflich! Wie lange Feministinnen schon wütend sind

    Müssen Feministinnen immer so wütend sein? Können sie nicht einfach nett und freundlich sagen, was sie wollen? In dieser etwas spontanen (und leicht verschnupften) Osterfolge widmen wir uns der Geschichte von Frauen, die es lange „im Guten“ versuchten - und dabei feststellten: Argumente allein reichen nicht! Warum Feminismus ohne Wut nicht auskommt und wie selbst eine der moderatesten Vertreterinnen der Frauenbewegung der Zorn packte, erfährst du in dieser Episode. Vorbestell-Ticker: Mein Buch Die Vorkämpferinnen. Wie aus vielen Frauen eine Bewegung wurde erscheint am 29. April im S. Fischer Verlag. Signierte Exemplare könnt ihr euch noch noch bis Mitte April exklusiv bei Autorenwelt und Dussmann - das Kulturkaufhaus sichern. *** Die Quellen zur Folge: Hedwig Dohm: Gesichtspunkte für die Erziehung zur Ehe, in: Sozialistische Monatshefte (1909), Heft 10, S. 639-645.Helene Lange: Die höhere Mädchenschule und ihre Bestimmung. Begleitschrift zu einer Petition an das preußische Unterrichtsministerium und das preußische Abgeordnetenhaus, Berlin 1887.Helene Lange: Lebenserinnerungen, Berlin 1921. Louise Otto: Leserbrief zu „Das Verhältniß der Frauen zum Staate“, in: Sächsische Vaterlands-Blätter 3 (1843), Heft 142, S. 633f. Louise Otto: Adresse eines Mädchens (1848), in: Ute Gerhard/Petra Pommerenke/Ulla Wischermann (Hrsg.), Klassikerinnen feministischer Theorie. Grundlagentexte. Band 1 (1789-1919), Königstein/Taunus 2008, S. 71-73.Verhandlungen der verfassunggebenden Deutschen Nationalversammlung. Stenographische Berichte von der 1. Sitzung am 6. Februar 1919 bis zur 26. Sitzung am 12. März 1919, Berlin 1920.

    #37: Schluss mit höflich! Wie lange Feministinnen schon wütend sind
  7. Mar 7

    #36: Der Internationale Frauentag - Gestern, heute, morgen

    Nein, Clara Zetkin hat ihn nicht “erfunden” - aber ganz unbeteiligt war sie an seiner Entstehung nicht: Heute schauen wir uns die Geschichte des Internationalen Frauentags an. In dieser Episode erfährst du,  was eine jüdische amerikanische Sozialistin mit ukrainischen Wurzeln mit der Entstehung des Internationalen Frauentags zu tun hat,  wie Clara Zetkin ins Spiel kam seit wann der Frauentag am 8. März begangen wird wie es in Deutschland mit dem Tag weiterging, und wir werden darüber sprechen, warum dieser Tag auch heute noch wichtig ist - ob als Internationaler Frauentag, feministischer Kampftag oder globaler Streiktag! Gefällt dir der Podcast? Auf Steady kannst du meine Arbeit mit einem freiwilligen Abo unterstützen. Drei Modelle stehen zur Auswahl; du kannst zwischen monatlicher und jährlicher Abrechnung wählen! Quellen und Literatur zur Folge Laura Baumgarten (aka @frauabgeordnete):  Instagram-Post zum Internationalen Frauentag 2025 Mari Jo Buhle: Women and American socialism, 1870-1920, Urbana 1981 Theresa Malkiel: The Diary of a Shirtwaist Striker, Ithaca und London 1990 (darin besonders auch der einleitende Essay von Françoise Basch). Sally M. Miller: From Sweatshop Worker to Labor Leader: Theresa Malkiel, A Case Study, in: American Jewish History 68 (1978), Heft 2, S. 189-205. Vincent Streichhahn: Zur „Frauenfrage“ und Sozialdemokratie im deutschen Kaiserreich, in: Vincent Streichhahn/Frank Jacob (Hrsg.), Geschlecht und Klassenkampf. Die „Frauenfrage“ aus deutscher und internationaler Perspektive im 19. und 20. Jahrhundert, Berlin 2020, S. 48-77 Clara Zetkin (Hrsg.): Berichte an die zweite Internationale Konferenz sozialistischer Frauen zu Kopenhagen am 26. und 27. August 1910, Stuttgart 1910, S. 85 (hier im Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung online einsehbar) Zweite Internationale Konferenz sozialistischer Frauen in Kopenhagen. Provisorische Tagesordnung, provisorische Geschäftsordnung, Anträge und Resolutionen, Kopenhagen 1910  (⁠hier im Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung online einsehbar⁠)

    #36: Der Internationale Frauentag - Gestern, heute, morgen

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