IAMA – I wanna know Podcas

Vesna Caminades

Fleisch, Käse, Eier, Fisch … kommen aus dem Kühlregal … aber von woher und auf welchem 
Weg kommen sie eigentlich ins Kühlregal? Auf diese Fragen sucht “I wanna Know” Antworten.

  1. 09/22/2021

    Wenn Leben leben will

    Liebe Leserin, lieber Leser, dies wird heute mein Jahrestagartikel. IAMA hat an einem 21. September das Licht der Welt erblickt. Daher wollte ich einen besonderen Beitrag verfassen und es ist tatsächlich ein besonderer Artikel geworden. Das Thema ist groß, doch was man gewöhnlich darüber weiß, ist nur die Spitze des Eisbergs. Wenigstens habe ich mich so gefühlt, als ich mein Interview geführt habe und anschließend recherchiert habe. Sollte ich Ihnen den Text in zwei Mal präsentieren? Sollte ich einen Vorspann mit den wichtigsten Gedanken machen? Nein, nichts von all dem, denn jedes Wort, jeder Buchstabe ist in diesem Zusammenhang wichtig. Ich habe aber überlegt, dass es Ihnen vielleicht oft wie mir ergeht. Manchmal höre ich gerne eine Sendung, wenn ich gerade im Bad bin in der Früh oder wenn ich koche. Da ist die Entscheidung gefallen: dieser Artikel wird Ihnen sowohl schriftlich, wie auch als Podcast angeboten. Nur eine Empfehlung: lesen oder hören sie ihn nicht vor dem Schlafengehen. Danke! IAMA Beitrag von Vesna Caminades Liebe Leserinnen, liebe Leser, starke Kopfschmerzen sind mir nichts Neues. Damit muss ich öfters fertig werden, wenn ich trotz allem fit und aktiv sein will. Da bin ich nicht die Einzige. Zum Glück gibt es allerdings Medikamente, die sofort wirken und somit eine bestimmte Lebensqualität gewährleisten. Der Preis dafür ist jedoch in jeder Hinsicht sehr hoch. Die Covid-Krise hat uns allen ziemlich zugesetzt. Das alles ist noch nicht fertig. Langsam erholen wir uns. Es zirkulieren Theorien über Massenimmunität der Bevölkerung, über neue unbekannte und aggressivere Varianten des Virus. Manch einer will sich nicht impfen lassen, der andere will ohne „Green Pass“ überhaupt nicht mehr auf die Straße gehen. Alles dreht sich um dieses Wundermittel, den Impfstoff. Persönlich habe ich mich gefragt, wie kann es sein, dass in kaum einem Jahr plötzlich so viele Vakzine auf den Markt kommen? Anscheinend mit bis zu 80-90% Wirksamkeit gegen das Virus. Wie kann so etwas sein, wenn die normale Entwicklungszeit Jahre, Jahrzehnte und mehr in Anspruch nimmt? Doch was mich noch mehr überrascht: wo sind denn all die Tierversuche geblieben? Sie wissen schon, die Ratten, Kaninchen, Beagles, Affen, die manchmal auf Bildern abgebildet sind, die man aber lieber nicht sehen will. Wo man am ehesten wegschaut, denn sie sind nicht schön. Ja, was ist also Sache? Einige Monate ist ein zu kurzer Zeitraum, um ein Produkt sowohl an Tieren wie auch an Menschen zu experimentieren. Wurden vielleicht Impfstoffe entwickelt, die es bereits als Basiselemente gab und die einfach verfeinert werden mussten? Oder haben wir Vakzine hergestellt, die direkt am Menschen getestet wurden? Du Schreck, das wäre doch nicht ethisch? Oder doch, wenn es einem an den Kragen geht und die Politik gezwungen ist, Resultate zu liefern? Da liefert die Webseite des Vereins „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ eine klare Antwort, denn wie für alles, wurden auch bezüglich der Corona-Impfstoffen Tierversuche durchgeführt, und zwar teilweise parallel zu „Menschenstudien“: „Kernbotschaft der halbstündigen Konferenz ist unter anderem, dass aktuell zwar zahlreiche Tierversuche für die Corona-Forschung durchgeführt werden, diese aber keine wesentliche Rolle gespielt haben. Es gibt keine Tierart, die die komplexen Corona-Symptome des Menschen mit dem Befall zahlreicher Organe entwickelt. Impf-Versuche mit künstlich infizierten Mäusen und Ratten können keine verlässliche Auskunft darüber geben, ob die Vakzine sie zu schützen vermögen. Dagegen haben verschiedene tierversuchsfreie Testverfahren, etwa mit aus menschlichen Zellen gezüchteten Mini-Organen, eine wichtige Rolle gespielt, um essenzielle Erkenntnisse über die Infektionswege und -mechanismen des Coronavirus sowie über die Struktur, Effizienz und Verträglichkeit möglicher Impfstoffe und Medikamente zu erlangen.“ Ich nehme an, dass heutzutage reine „Menschenversuche“ unvorstellbar wären, das würde man wohl als „unethisch“ einstufen, oder nicht? Bei den Corona-Impfstoffen und der Geschwindigkeit, mit der sie entwickelt wurden, hätte ich mir das aber fast erwartet. Doch wie wir im oben angeführten Artikel nachlesen können, ist dem nicht so. Andrerseits will ich mir nicht einbilden, dass mein Kopfschmerzen-Medikament womöglich „ausschließlich am Menschen“ getestet worden wäre. Dort haben ohne jeglichen Zweifel zahlreiche Tiere unsagbar leiden müssen. Und ich – als Tierfreundin – verwende dieses Produkt; aber was soll ich sonst machen, wenn mir vor Schmerz der Kopf explodiert? Da habe ich mir gedacht, ich möchte wissen, was hinter den Tierversuchen steckt. Und ich habe dabei diesen Verein entdeckt: „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“. Dieser besteht aus Ärzten und Wissenschaftlern mit großem Sachverstand und gleichzeitig viel Herz. Ich hatte das Glück, mit Frau Dipl.-Biol. Silke Strittmatter über dieses Thema und den Tätigkeiten des Vereins reden zu dürfen. Die vorbereitende Lektüre und dieses Gespräch haben mir die Augen geöffnet. Ich habe Dinge erfahren, die hätte ich mir nicht einmal im Traum vorstellen können. Im Guten und im Bösen. Und all das möchte ich gerne mit Ihnen teilen! Seit ich ein kleines Mädchen war, habe ich immer gehört: „Tierversuche sind notwendig, damit wir Menschen über Medikamente verfügen können.“ Das habe ich ohne langes Überlegen geschluckt. Später als ich zufällig gewisse Bilder sah (Sie wissen schon, jene, die einem das Herz zerreißen, wo man aber „nichts dagegen tun kann“), kam ein leiser Zweifel in mir auf. Müssen andere Lebewesen derartig gequält und misshandelt werden, damit ich meine Tabletten gegen die Migräne haben kann? Oft haben mir Leute gesagt „ich sei eine Hypokritin, weil ich gegen Tierversuche bin, aber trotzdem meine Pillen schätze, wenn ich vor Kopfschmerzen flach liege.“ Da habe ich mir eine Zeit lang gedacht, ja, es stimmt leider. Ich rede gescheit, aber meine Tablette will ich. Heißt das mit anderen Worten, dass ich stillschweigend Versuche an lebenden Tieren befürworte? Willige ich also ein, dass man Lebewesen bei vollem Bewusstsein absichtlich schreckliche Schmerzen zufügt, um Medikamente und Theorien auszuprobieren? Das hat mir ziemlich zugesetzt. Und eines Tages hat es mich wie der Blitz getroffen: der Mensch hat den Mond erobert, baut superschnelle High Performance Computers, simuliert die Wirklichkeit dank der virtuellen Realität und wir hängen noch davon ab, dass wir einer Maus den Bauch aufschlitzen und einem Affen, Schrauben in den Schädel bohren? Das kann es nicht sein. Ab da habe ich mich geweigert, Tierversuche blind als etwas „Notwendiges“ zu akzeptieren. Ich danke Frau Strittmatter, dass Sie mir ihre Zeit widmet, um genau diesen Kernpunkt zu knacken: „Sind Tierversuche überhaupt so essenziell, wie oft behauptet wird?“ Die Antwort erschreckt mich: „Experimente an Tieren sind nicht notwendig, außerdem ist die Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen unzuverlässig und riskant.“. Wie der Verein „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ sind auch zahlreiche andere Wissenschaftler davon überzeugt: „Traditionelle Tierversuche sind teuer, zeitintensiv und verbrauchen viele Tiere. Aus wissenschaftlicher Perspektive lassen sich die Ergebnisse daraus außerdem nicht zwangsläufig auf den Menschen übertragen.“ – Dr. Christopher Austin, ehem. Direktor des Chemical Genomics Center der National Institutes of Health (NIH), USA „Mäuse sind Mäuse und Menschen sind Menschen. Wenn wir uns auf Mäuse verlassen, um die Aspekte einer Krankheit beim Menschen und Heilmethoden abzubilden, verschwenden wir unsere Zeit.“ – Dr. Clifton E. Barry, Leiter der Abteilung Tuberkuloseforschung am National Institute of Allergy and Infectious Diseases, USA Es stimmt, hier handelt es sich um US-Wissenschaftler; den Vereinigten Staaten, wo bis vor kurzem jemand, den wir alle kennen, behauptete, der Klimawandel existiere nicht. Bringt es also etwas, wenn wir uns deren Behauptungen anhören? Eindeutig ja. Ich bitte Frau Strittmatter mir zu erzählen, wie der Verein „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ entstanden ist. Es braucht nämlich meines Erachtens viel Mut und Weitsicht, um sich als Arzt oder Wissenschaftler gegen Tierexperimente einzusetzen. Der Verein ist dank der Courage des Neurologen-Ehepaares Margot und Herbert Stiller sowie weiterer Mediziner vor über 40 Jahren in Hamburg ins Leben gerufen worden. Das Ärzte-Ehepaar wollte aus Berufung Menschen helfen, es ging also um das Heilen. Im Rahmen ihrer langjährigen Erfahrung haben sie aber erkannt, dass Tierversuche irreführen können. Als sie dies entdeckten, haben sie sich davon abgewandt. Aktuell zählt der Verein über 3.500 Mitglieder. „’Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!‘ – Unter diesem Motto setzen sich die Ärzte gegen Tierversuche e. V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Medizin ein, bei der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten sowie der Einsatz von modernen Forschungsmethoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips im Vordergrund stehen. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin – eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu relevanten Ergebnissen gelangt.“ So die Vereinswebseite, die übrigens beeindruckend ist. Extrem klar strukturiert, verständlich mit eigenen Beiträgen für Kinder und Jugendliche. Diese haben es mir übrigens sehr angetan, denn sie sind derart neutral, informationsreich aber ohne Abschreckabsicht gestaltet, dass es mir zu Beginn fast unmöglich erschien. Und ehrlich gesagt, diese comic-artigen Dokumentarfilme sind auch richtig gut und nett gezeichnet. Die kleine Maus oder Harry der kleine Beagle. Es ist also tatsächlich möglich, einen so grausamen

    1h 24m
  2. 01/22/2021

    Wahre Stärke braucht keine Opfer – auch keine tierischen

    Podcast von Vesna Caminades Was haben Tiere und Kraftsport miteinander zu tun? Darüber spricht Vesna Caminades in diesem Podcast. Angestoßen durch Videos des Kraftsportlers und Sachbuchautors Patrik Baboumian geht Vesna der Frage nach, ob auch Menschen, die sich vegan ernähren, sportliche Höchstleistungen erbringen können und wie sich Tierliebe entwickeln kann. Der Kraftsportler Patrik Baboumian ist armenischer Herkunft, wurde 1979 in Abadan (Iran) geboren und lebt seit 1986 in der Bundesrepublik. 2011 gewann er die deutschen Strongman-Meisterschaften. Baboumian setzt zudem für Tierrechte ein und er ist nach eigener Auskunft Vegetarier. In dem Podcast erwähnt Vesna einige Links auf verschiedene Webseiten. Diese Links sind im Folgenden aufgelistet: Kinder aus aller Welt, die nicht wollen, dass ein Tier getötet wird Tiere sind deine Freunde, nicht dein Essen! Video für vegane/vegetarische Kinder Kinder erklären Kindern, weshalb sie keine Tiere essen wollen (Animal Hero Kids) Vegane Ernährung im Kraftsport ZDF planet e Patrik Baboumian – Kraftsportler Watch this video on YouTube.This site uses WP YouTube Lyte to embed YouTube video's. The thumbnails are loaded from YouTube servers, but those are not tracked by YouTube (no cookies are being set). Upon clicking on the play button however, YouTube can and will collect information about you. Patrik Baboumian | Vegan Planet 2017 Wien Buch-Tip: Tiere haben Rechte -Tierschutz für Kinder erklärt: „Tiere haben Rechte“ – Ola Woldanska-Plocinska Titelbild / Foto: Shayan, Foto: Vesna Caminades Podcast … und hier geht’s zum IAMA – I wanna know Podcast … Wer Fragen oder Anregungen zu diesem Thema an Vesna Caminades hat, kann sich unter dieser E-Mail-Adresse an sie wenden: iama4iwannaknow |et| gmail.com oder Mobile Phone +32488617321. Zu den weiteren Artikeln von Vesna Caminades zum Thema Tierschutz und Tierrechte bitte hier klicken!

    15 min
  3. 08/06/2020

    Leidvolle Tiertransporte

    Podcast von Vesna Caminades In diesem Podcast geht es um die leidvollen Tiertransporte quer durch Europa – nur weil der Transport lebender Tiere billiger ist als der Transport geschlachteter Tiere. Links zum Podcast Calves from Belgium Stuck at Turkish Customs for 16 Days | Animal's Angels, 29.04.2016Tiertransporte bei Hitze: Sommer, Sonne, Leidenskampf | Animal's AngelsJetzt tut sich was: Erste Veterinärämter stoppen Tiertransporte | PetaPetition gegen Tiertransporte während Hitzewellen gestartet | Grenzecho, 02.08.2020 Und hier noch der Newletter von Animal's Angels vom 31.07.2020 Julia Havenstein Vorsitzende, Projektleitung Liebe Freunde und Förderer, der Juli war ein ereignisreicher Monat. Endlich konnten wir wieder bei den Tieren sein: vor Ort in Griechenland, Spanien, Italien, Marokko und Ägypten. Wir waren bei dem Esel Michel und dem Kamel Marwa, die auf dem Markt von Birqash eine Fehlgeburt erlitt. Wir sind Luna, Isabelle, Pierre, Etienne und vielen anderen begegnet, die auf den engen, stinkenden Transporten unter unzulässigen Bedingungen von Spanien nach Italien transportiert wurden. Und während wir noch mitten in der Nacharbeit dieser Einsätze stecken, um in den betreffenden Ländern Verbesserungen für die Tiere zu erreichen, tut sich in Deutschland etwas auf politischer Ebene: Bei zwei Einsätzen vor einigen Monaten hat uns der Filmemacher Edgar Verheyen begleitet. Die daraus entstandene Reportage Tiertransporte gnadenlos wurde am 20. Juli in der ARD ausgestrahlt. Daraufhin haben mehrere deutsche Bundesländer die Exporte lebender Tiere in Nicht-EU-Länder gestoppt. Das ist ein riesiger Erfolg und bedeutet erst einmal das Ende von immensem Tierleid. Dieser Erfolg ist nur durch unsere Einsätze vor Ort bei den Tieren möglich. Und nicht nur durch die Einsätze, bei denen die Teams um Einsatzleiterin Helena Wochen im Auto verbracht haben, um alles zu dokumentieren. Sondern auch durch die monatelange akribische Nacharbeit, das Sammeln und Auswerten von Beweismaterial, die Erstellung einer Anzeige, Berichte, unzählige Briefe an die Behörden und vieles mehr. Das alles – und somit der Erfolg für die Tiere – wäre ohne Sie nicht möglich! Dafür sende ich Ihnen ein riesiges Dankeschön! Mit herzlichen Grüßen aus Frankfurt Ihre Julia Havenstein Titelfoto: Tiertransporte | Patrick Sabatkiewicz CC BY-NC-SA 2.0 via FlickR Wer Fragen oder Anregungen zu diesem Thema an Vesna Caminades hat, kann sich unter dieser E-Mail-Adresse an sie wenden: iama4iwannaknow |et| gmail.com oder Mobile Phone +32488617321. Zu den weiteren Artikeln von Vesna Caminades zum Thema Tierschutz und Tierrechte bitte hier klicken! … und hier geht’s zum IAMA – I wanna know Podcast …

    8 min

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