Deutsche Börse-Podcast

Deutsche Börse

Näher dran geht nicht – spannende und relevante Börsenthemen für Anlegerinnen und Anleger.

  1. Vom Schaufenster ins Depot: Lisa Osada zeigt, wie Stockpicking ohne Hype funktioniert

    6D AGO

    Vom Schaufenster ins Depot: Lisa Osada zeigt, wie Stockpicking ohne Hype funktioniert

    Wie Lisa ihre Einzelaktien auswählt und was ihre Anlagestrategie so erfolgreich macht. Aktien kaufen, nur weil eine Marke sympathisch wirkt? Genau das reicht Lisa Osada von Aktiengram nicht. Im Podcast mit Edda Vogt erklärt die frisch als Finfluencerin des Jahres 2026 ausgezeichnete Anlegerin, wie aus einer Alltagsbeobachtung ein belastbarer Investmentcase wird. Der Blick ins Schaufenster ist für sie nur der Anfang. Danach beginnt die eigentliche Arbeit: Geschäftsmodell verstehen, Management prüfen, Dividendenhistorie analysieren, Ausschüttungsquote einordnen und sich ehrlich fragen, ob das Unternehmen auch in zehn Jahren noch überzeugen kann. Lisa Osada setzt nicht auf Hype, Charts oder hektisches Rein und Raus, sondern auf Qualität, Geduld und klare Regeln. Ideen kommen aus dem echten Leben, die Prüfung aus Geschäftsberichten, Unternehmenswebseiten, Interviews und Kennzahlen. Dividenden sind für sie nicht nur ein netter Bonus, sondern ein echter Antrieb. Reinvestiert wird konsequent, damit der Zinseszinseffekt seinen Job machen kann. Einzelaktien machen meist nur 5 bis 6 % im Depot aus. Verkauft wird nicht aus Nervosität, sondern nur dann, wenn der Investmentcase kippt. Besonders stark ist ihr Blick auf die eigenen Fehler: Früher kaufte sie blind Aktien aus Flop-Listen, heute setzt sie auf Substanz statt Schnäppchenreflex. Eine Folge über Stockpicking mit System, den Unterschied zwischen Markenliebe und Aktienqualität und die Kunst, den Börsenlärm einfach auszublenden. Links zu diesem Podcast: https://aktiengram.de/ https://privatanleger-vor-ort.de/ https://www.boersenradio.de/ Einführung und Vorstellung von Lisa Osada (00:00:27) Edda stellt ihren Gast, Lisa Osada, vor und gibt einen Überblick über die Themen der Episode: ihre persönliche Anlagestrategie. Der Reiz von Einzelaktien (00:01:25) Lisa Osada erklärt, warum sie Einzelaktien gegenüber ETFs bevorzugt: die Möglichkeit, tief in Geschäftsmodelle, Produkte und Marken einzutauchen. Börse als Lerninstrument (00:02:37) Investieren in Einzelaktien hat Lisas Blick auf Wirtschaft und Politik verändert und ihr geholfen, wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen. Lisas Anlagestrategie im Überblick (00:04:07) Lisa beschreibt ihre Strategie als langfristig, qualitativ und auf Kennzahlen basierend, mit einem starken Fokus auf Dividendenaktien. Die Macht der Dividenden (00:05:11) Dividenden sind eine große Motivation. Lisa reinvestiert sie konsequent, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren und ihre Sparrate zu erhöhen. Wichtige Kennzahlen und Kriterien (00:06:09) Lisa nennt wichtige Kennzahlen wie Dividendenhistorie, Ausschüttungsquote und Wettbewerbsvorteile (Burggraben) als Teil ihrer Unternehmensanalyse. Die Rolle des Managements (00:07:15) Preis und Bewertung einer Aktie (00:08:13) Von der Idee zum Kauf (00:09:19) Events für Privatanleger (00:11:07) Lernprozess und frühere Fehler (00:12:43) Portfolio-Überwachung im Alltag (00:14:03) Zeitaufwand für die Geldanlage (00:15:16) Verkaufsstrategie und Trennungsgründe (00:16:11) Regeln zur Diversifikation (00:19:07) Branchen, die gemieden werden (00:19:46) Schnellfragerunde zu Anlagethemen (00:21:32) Tipps für den Einstieg ins Stock-Picking (00:22:12)

    24 min
  2. "Rumrutschfaktor" im Depot: Wenn die Position den Schlaf raubt -

    APR 29

    "Rumrutschfaktor" im Depot: Wenn die Position den Schlaf raubt -

    Volatilität ist kein Monster: Warum Optionshändler Tino Joffroy Unruhe als Rohstoff sieht #3 Außen glänzen die Märkte, innen knirscht das Getriebe. US-Börsen nahe ihren Höchstständen, geopolitische Risiken, Konjunktursorgen und trotzdem scheinbare Ruhe. Für Optionshändler Tino Joffroy ist das kein Grund zur Entwarnung, sondern ein Fall für den Blick unter die Motorhaube: VIX, Put-Call-Ratio, Terminstruktur. Die Oberfläche sagt: Alles okay. Das Innenleben sagt: Bitte nicht einschlafen. Im Gespräch mit Edda Vogt bei Börse@Home wird daraus keine Crash-Show, sondern eine ehrliche Lektion in Marktvernunft. Joffroy hält 30 % Cash, weil Chancen oft plötzlich kommen und schlechte Nachrichten noch schneller. Sein wichtigster Praxisfilter heißt "Rumrutschfaktor": Wer mit einer Position nicht mehr ruhig sitzt, sollte sie verkleinern. Nicht panisch raus, aber raus aus der Selbsttäuschung. Optionen sind für ihn Cashflow-Werkzeug, nicht Zocker-Zauberstab. Stillhaltergeschäfte können Prämien bringen, aber der Gewinn ist begrenzt und der Verlust kann bei schlechtem Risikomanagement wehtun. Die Botschaft: Langfristdepot und Trading sauber trennen, Cash nicht verachten, Risiken vorher durchdenken. Und vor allem: Der Markt verzeiht vieles, aber keine Disziplinlosigkeit. Erst denken, dann handeln. Der erste Verlust ist oft der kleinste. Zeitstempel Der Rumrutschfaktor (00:00:02) Einführung und Vorstellung (01:26) Aktuelle Marktlage (02:51) Tinos Cashquote (03:53) Umgang mit Nervosität (05:07) Börsenstammtische und Finanzmedien (06:27) Gruppendiskussionen können von wenigen Meinungen dominiert werden. Tino bevorzugt Bücher gegenüber Finanzmedien, um Zusammenhänge zu verstehen. Risiko und Unruhe am Markt (08:54) Unruhe ist für Optionsverkäufer positiv. Jede Situation fühlt sich einmalig an, weil jüngste Ereignisse am höchsten gewichtet werden. Die richtige Strategie finden (12:03) Jeder Anleger braucht eine individuelle Strategie. Ein wichtiger Indikator ist der „Rumrutschfaktor“: Bei Unwohlsein Positionen reduzieren. Möglichkeiten der Depot-Absicherung (15:51) Absicherung durch den Kauf von Puts ist komplex. Tino bevorzugt es, Positionen zu reduzieren statt das Portfolio abzusichern. Taktische Anpassung der Sparrate (18:02) Bei seinem langfristigen Vermögensaufbau passt Tino die Sparrate taktisch an und kauft bei Kursrückgängen („buy the dip“) nach. Optimale Positionsgröße und Zeithorizont (19:37) Tino wird bei einer Positionsgröße von 10 % vorsichtig. Sein kurzfristiger Horizont beträgt etwa vier Wochen. Umgang mit Einzelrisiken und Indexoptionen (21:09) Tino handelt auch Indexoptionen, da sie das Einzelrisiko reduzieren. Er handelt hauptsächlich an US-Börsen wegen besserer Liquidität. Einstiegspunkte und Geschäftsmodelle (26:28) Ratschlag für einen Rentner (29:27) Einem Rentner mit offensivem Portfolio rät Tino, langsam Gewinne mitzunehmen und sich nicht um das Erbe zu sorgen. Abhängigkeit vom US-Dollar (30:56) Tinos Lebensunterhalt (32:04) Tino lebt hauptsächlich vom Cashflow aus dem Optionshandel und betrachtet sein Depot als eine Firma, aus der er Geld entnimmt. Buchempfehlungen (33:14) Tino empfiehlt drei Bücher: „Market-Zyklen meistern“ von Howard Marks, „Mehr Geld als Gott“ und „Magier der Märkte“. Startkapital für den Optionshandel (35:54) Tino meint, dass man heute mit 100.000 Euro und einem Halbtagsjob mit dem Optionsverkauf beginnen könnte. Renditeziele im Optionshandel (37:58) Tinos Ziel ist eine Rendite von 1 % pro Monat, was aber nicht linear planbar ist und Schwankungen unterliegt. Risikomanagement (40:37) Tino schließt eine Optionsposition, wenn der Verlust 200 % der eingenommenen Prämie erreicht, um Verluste zu begrenzen.

    44 min

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