Land.Schafft.Wissen.

Zukunftszentrum Holzminden-Höxter

Ländliche Räume nicht nur zu erforschen, sondern Transformationsprozesse und die Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume zu begleiten und mitzugestalten ist der Anspruch des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter (ZZHH). Als länderübergreifende Forschungseinrichtung der niedersächsischen Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst HAWK und der nordrhein-westfälischen Technischen Hochschule OWL forscht das ZZHH zu Themen ländlicher Räume und entwickelt im inter- und transdisziplinären Dialog zukunftsfähige Lösungen für ihre Entwicklung. In diesem Podcast möchte das ZZHH Einblick in aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse geben und diese mit Forscher*innen und Akteur*innen des ländlichen Raums diskutieren, um gemeinsam Transfermöglichkeiten, Potentiale und Zukunftschancen zu identifizieren und auszuarbeiten. Weitere Informationen sowie Begleitmaterial zu den einzelnen Folgen finden Sie unter www.das-zukunftszentrum.de. Da das ZZHH von der Idee getragen wird, dass Zukunft nur gemeinsam gestaltet werden kann, freut sich das Redaktionsteam auf Rückmeldungen, Ideen und Austausch unter info@das-zukunftszentrum.de Herausgebende: Prof.in Dr. Alexandra Engel Prof. Dr. Ulrich Harteisen Prof. Dr. Klaus Maas Moderation: Katrin Degenhardt Musik und technische Bearbeitung: André Föller, Audionaut Tonstudio Grafikdesign: Angelika Pierenkemper Redaktion und Schnitt: Saskia Dreier - saskia.dreier@th-owl.de

  1. Dörfer in Westfalen-Lippe

    Jun 15

    Dörfer in Westfalen-Lippe

    Was macht ein Dorf heute eigentlich aus? Und wie zukunftsfähig sind die Dörfer in Westfalen-Lippe? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die 13. Folge des Podcasts Land.Schafft.Wissen. des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter (ZZHH). Im Mittelpunkt steht die wissenschaftliche Studie „Dörfer in Westfalen-Lippe – Bestandsaufnahme und Situationsanalyse“ der HAWK in Göttingen. Die Studie wurde in den Jahren von 2022 bis 2025 im Auftrag der Geographischen Kommission für Westfalen durchgeführt und durch die LWL-Kulturstiftung und die Stiftung Sparkasse Münsterland Ost gefördert. Es wurde erstmals umfassend untersucht, wie viele Dörfer es in Westfalen-Lippe überhaupt gibt, wie sich die Dörfer der Region entwickeln – insbesondere seit der kommunalen Gebietsreform im Jahr 1975 in Nordrhein-Westfalen -, welche Herausforderungen sie prägen – und warum sie auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden. Die aktuelle Podcast-Folge zeigt, dass Dörfer in Westfalen-Lippe keineswegs „Auslaufmodelle“ sind. Im Gegenteil: 3,2 Millionen Menschen, also 38 % der Bevölkerung, leben in dörflich geprägten Strukturen. Gleichzeitig stehen viele Orte vor großen Herausforderungen – vom demografischen Wandel über Mobilität bis hin zu Überlegungen, wie Gemeinschaft und Ehrenamt langfristig erhalten werden können. Im Gespräch wird deutlich, dass die wissenschaftliche Forschung inzwischen differenzierter auf ländliche Räume blickt als noch vor einigen Jahren. Statt einfacher Klischees vom „sterbenden Dorf“ zeichnen die Forschenden ein vielschichtiges Bild: manche Dörfer wachsen und entwickeln neue Ideen, andere kämpfen mit Leerständen oder Infrastrukturproblemen. Gerade deshalb, so die Botschaft der Podcast-Folge, lohnt sich ein genauer Blick auf die Entwicklung des ländlichen Raums. Eine wesentliche Erkenntnis der Studie ist, dass Dörfer die Chance bieten, „den Krisen unserer Zeit von ganz unten an der Basis etwas entgegenzusetzen“ (Harteisen). Damit verbunden ist ein eindeutiger Appell an die Politik, die Menschen in den Dörfern kontinuierlich zu unterstützen.

    1h 11m
  2. Projekt Seesonar: Forschungsreise nach Venda in Südafrika

    Mar 4

    Projekt Seesonar: Forschungsreise nach Venda in Südafrika

    In der zwölfte Folge fragt die bekannte Moderatorin Katrin Degenhardt die Forscher Prof. Klaus Maas und Prof. Christian Jolk von der Th OWL: „Welche Win-Win-Situation ergibt sich aus der gemeinsamen Forschung der TH OWL und der Universität Venda in Südafrika für den Umgang mit unser wichtigsten Ressource Wasser? Was können beide Seiten voneinander lernen?“ Die beiden Wissenschaftler geben Einblicke in das Projekt Seesonar und die Vermessung von See- und Flussgründen mit Hilfe eines dafür entwickelten Wasserultraschallgerätes, einer sogenannten Wasserdrohne. Das Ziel ist die Generierung von Daten zur Optimierung des Wassermanagements in den untersuchten Gebieten. Prof. Maas und Prof. Jolk berichten von den Messungen im Kreis Höxter und von denen im Nord-Osten Südafrikas während ihres Forschungsaufenthaltes und sie beschreiben die Unterschiede und Herausforderungen bei ihrer Arbeit in diesen unterschiedlichen Regionen. Beide betonen die Wichtigkeit solcher internationalen Kooperationen - sowohl für die Forschungsergebnisse, ihren gemeinsamen Nutzen und das Von-einander-Lernen als auch für die Studierenden, die dabei wertvolle Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft machen können. Shownotes https://www.th-owl.de/forschung/transfer/trinnovation-owl/formate/impulsprojekte/seesonar/ https://www.wbgu.de/de/publikationen/publikation/eu-wasserpolitik https://www.unesco.de/themen/wissenschaft/wasser-und-ozeane/weltwasserbericht/ https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/fluesse/ueberwachung-bewertung/wie-wird-der-hydromorphologische-zustand-bewertet#undefined https://www.umweltbundesamt.de/monitoring-zur-das/handlungsfelder/wasserhaushalt#zur-bedeutung-des-handlungsfelds

    31 min
  3. Co-Creation: Gestaltungsmacht „von unten“!

    12/10/2025

    Co-Creation: Gestaltungsmacht „von unten“!

    Die elfte Folge vermittelt vielseitige Einblicke in den Prozess Co-Creation, der das gemeinsame und demokratische, aber auch systematische Gestalten von Veränderungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik fördern kann. Im Gespräch mit  Moderatorin Katrin Degenhardt sind diesmal die Wissenschaftlerinnen Professorin Dr. Alexandra Engel und Dr. Agnes Kriszan von der HAWK und die Autorin Katrin Elster. Gemeinsam ist Ihnen das Anliegen, die Gestaltungsmacht der engagierten Akteure des gelingenden Alltags – egal ob in Wirtschaft, Verein oder Kommunalpolitik – zu stärken. In einem spannenden Gespräch gehen die Wissenschaftlerinnen Prof. Dr. Alexandra Engel und Dr. Agnes Kriszan, die Autorin Katrin Elster und die Moderatorin Katrin Degenhardt der Frage nach, warum etablierte Partizipationsformate heute nicht mehr ausreichen, um die komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer heutigen Zeit zu bewältigen und wie Co-Creation echte Teilhabe aller Menschen unserer Gesellschaft ermöglichen kann. Als geeigneten Ansatz erläutert Katrin Elster die Bedeutung und die Dimensionen von Co-Creation: systematisches und gemeinsames Gestalten von Lösungen und Veränderungen über disziplinäre, hierarchische und kulturelle Grenzen hinweg durch die Verteilung von Gestaltungsmacht auf alle Beteiligten. Sie zeigt auf, welche Wertvorstellungen für Co-Creation erforderlich sind, wie die Vorgehensweise in co-kreativen Prozessen ist und dass eine methodische Unterstützung zu ihrem Gelingen unerlässlich ist. Dr. Agnes Kriszan gewährt daran anknüpfend Praxiseinblicke in aktuelle Forschungsarbeiten und erklärt, dass Co-Creation durch erweiterte Teilhabemöglichkeiten und Perspektivwechsel für die Bewältigung von Herausforderungen in ländlichen Räumen ein vielsprechender Lösungsansatz sein kann. Der spannenden Darstellung von Co-Creation aus verschiedenen Blickrichtungen folgt das gemeinsame Fazit, dass für co-kreative Veränderungen die Auseinandersetzung mit dem Begriff Macht, die Bereitschaft zur Machtabgabe und nicht zuletzt finanzielle Ressourcen für die methodische Begleitung erforderlich sind.

  4. Regionale Ernährungsresilienz: Gemeinschaftsaufgabe im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung

    02/13/2023

    Regionale Ernährungsresilienz: Gemeinschaftsaufgabe im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung

    In der neuen Folge der Podcastserie „Land.Schafft.Wissen.“ des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter (ZZHH) geben Prof. Dr. Ulrich Harteisen und Dr. Swantje Eigner-Thiel Einblick in die angewandte Forschung am ZZHH und erläutern das Konzept regionaler Ernährungsresilienz sowie die Bedeutung für eine nachhaltige Regionalentwicklung.  „Resilienz – Trendwort oder Zukunftskonzept?“, mit diesen Worten begrüßt Moderatorin Katrin Degenhardt ihre Gäste Prof. Dr. Ulrich Harteisen, Professor für Regionalmanagement und regionale Geografie und Direktoriumsmitglied am ZZHH, und Dr. Swantje Eigner-Thiel, Koordinatorin der Forschungsgruppe "Ländliche Räume und Dorfentwicklung". In einem spannenden Gespräch führen die beiden Forschenden in den Begriff der Resilienz und das unterschiedliche disziplinäre Verständnis ein. Was genau sich hinter dem Begriff der Ernährungsresilienz versteckt und wie sich Ernährung und Regionalentwicklung miteinander verknüpfen lassen und gegenseitig befruchten, legen sie anhand ihrer Vorstudie mit dem Titel „Regionale Ernährungsresilienz als Gemeinschaftsaufgabe im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung“ dar. Darin hat das Team um Prof. Harteisen betrachtet, welche Hemmnisse und Chancen sich für den Aufbau einer regionalen Versorgungskette am Beispiel Brot unter der Perspektive von Nachhaltiger Entwicklung und Resilienz ergeben. Beleitmaterial und Kontaktdaten: Freie Bäcker e.V: www.die-freien-baecker.de GOSLOWKAL: https://www.goslowkal.de/ Forschung zum Thema „Ländliche Räume“ an der HAWK: https://blogs.hawk-hhg.de/dorfforschung/

    53 min
  5. Von Start-up bis Nachfolge: Unternehmertum im ländlichen Raum

    05/27/2022

    Von Start-up bis Nachfolge: Unternehmertum im ländlichen Raum

    „An sich selbst glauben und mit Freude dabei sein“, so lautet der Tipp an Gründungs- und Nachfolgeinteressierte von Seriengründer Henning Meyer, der seine unternehmerische Karriere mit nur 15 Jahren in der Region Holzminden-Höxter begann. In der neuen Podcast-Folge „Von Start-up bis Nachfolge: Unternehmertum im ländlichen Raum“ aus der Serie „Land.Schafft.Wissen.“ des ZZHHs gibt Herr Meyer gemeinsam mit der Jungunternehmerin Anne Engel, die zusammen mit ihrem Bruder die Nachfolge im Familienunternehmen Bäckerei Engel antritt, spannende Einblicke in die Gedankenwelt und Erfahrungen junger Unternehmer*innen. Neben ganz persönlichen Geschichten, erzählen die beiden unterhaltsam was es bedeutet sich für das Unternehmersein, nicht nur im ländlichen Raum, zu entscheiden [38:57:00]. Prof. Dr. Jörg Lahner von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) erklärt im Gespräch mit der Moderatorin Katrin Degenhardt praxisnah die Vielfalt ländlicher Räume als Wirtschaftsraum und die Bedeutung von Gründungen und Nachfolge[00:46:01]. Welche Rolle Netzwerke dabei spielen und wie gut diese in der Region Holzminden-Höxter funktionieren, berichten Imke Müller-Stauch, Netzwerkmanagerin des Innovationsnetzwerks, und Mark Becker, Unternehmer in der Region [13:39:34].  Begleitmaterial und Kontaktdaten: www.das-zukunftszentrum.de Innovationsnetzwerk HOL/HX: www.weserallianz.de Anne Engel: www.baeckerei-engel.com Henning Meyer: www.linkedin.com/henningmeyer Mark Becker: www.gebr-becker.com

    1h 12m

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Ländliche Räume nicht nur zu erforschen, sondern Transformationsprozesse und die Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume zu begleiten und mitzugestalten ist der Anspruch des Zukunftszentrums Holzminden-Höxter (ZZHH). Als länderübergreifende Forschungseinrichtung der niedersächsischen Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst HAWK und der nordrhein-westfälischen Technischen Hochschule OWL forscht das ZZHH zu Themen ländlicher Räume und entwickelt im inter- und transdisziplinären Dialog zukunftsfähige Lösungen für ihre Entwicklung. In diesem Podcast möchte das ZZHH Einblick in aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse geben und diese mit Forscher*innen und Akteur*innen des ländlichen Raums diskutieren, um gemeinsam Transfermöglichkeiten, Potentiale und Zukunftschancen zu identifizieren und auszuarbeiten. Weitere Informationen sowie Begleitmaterial zu den einzelnen Folgen finden Sie unter www.das-zukunftszentrum.de. Da das ZZHH von der Idee getragen wird, dass Zukunft nur gemeinsam gestaltet werden kann, freut sich das Redaktionsteam auf Rückmeldungen, Ideen und Austausch unter info@das-zukunftszentrum.de Herausgebende: Prof.in Dr. Alexandra Engel Prof. Dr. Ulrich Harteisen Prof. Dr. Klaus Maas Moderation: Katrin Degenhardt Musik und technische Bearbeitung: André Föller, Audionaut Tonstudio Grafikdesign: Angelika Pierenkemper Redaktion und Schnitt: Saskia Dreier - saskia.dreier@th-owl.de