Mobilitätsfunk

Vesputi GmbH

Der Podcast über vernetzte Mobilität

  1. 3d ago

    Luna Rail: Wie Nachtzüge profitabel werden

    In der neuesten Folge des Mobilitätsfunk spricht Lorenz Nitsch mit Anton Dubrau, Co-Founder von Luna Rail, über die Renaissance der Nachtzüge, die größten Hebel für ihre Wirtschaftlichkeit und darüber, warum die entscheidende Stellschraube im Inneren des Wagens liegt. Highlights der Folge: Wirtschaftlichkeit als Schlüssel: Nachtzüge sind heute oft nur knapp defizitär. Über Hebel wie Kapazität, Privatsphäre und Tag-Nacht-Nutzung will Luna Rail die Marge um bis zu 25 Prozent erhöhen und den Nachtzug so vom Zuschussgeschäft zum sich selbst tragenden Produkt machen. Der Wagen neu gedacht: Statt selbst zu betreiben, konzentriert sich Luna Rail auf das Fahrzeug. Als geometrische Optimierung – möglichst viele komfortable Einzelkabinen pro Wagen, tagsüber als Sitzplatz und nachts als Liegeplatz nutzbar – sollen mehr Tickets verkauft werden. Ein einzelner umgebauter Wagen lässt sich an bestehende Züge anhängen und beweist so mit wenig Aufwand die Marktreife. Fokus statt Baustellen: Anders als gescheiterte Ansätze wie Midnight Trains will Luna Rail nicht alles gleichzeitig lösen. Die Technologie wird entwickelt und bestehenden Betreibern zur Verfügung gestellt – erste Partnerschaften, etwa mit einem finnischen Start-up für die Strecke Helsinki–Lappland, sind bereits angebahnt. Wer das Luna Rail Lab live erleben möchte, hat auf der InnoTrans vom 22.–25. September in Berlin die Gelegenheit dazu. Luna Rail verlost einige kostenlose Tickets – hier geht's zur Anmeldung: https://www.instagram.com/reel/DdEVzwciQAq/?stkn=dmZrejllcWhhdndi

  2. Jul 31

    MF151: Wie soll die Stadt von übermorgen aussehen – und wer entscheidet das?

    In dieser Folge spricht Lorenz mit Doris Sibum, Sozialwissenschaftlerin und Partnerin beim Hamburger Stadtplanungsbüro Urbanista, über Szenarien, Zielkonflikte, hartnäckige Planungslogiken – und darum, wie Kommunen mit wenig Budget trotzdem konkret loslegen können. Highlights der Folge: Zukunftsforschung ist mehr ein Gestaltungsspielraum und fern von klassischen Prognosen. Entscheidend ist es, verschiedene Optionen und Szenarien zu entwerfen und zu fragen: Wie wollen wir in Zukunft leben? Die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung steht dabei im Vordergrund. Interdisziplinäre Zusammenarbeit als Schlüssel: Die Planung der Stadt braucht das Zusammenspiel vielfältiger Akteur*innen und Ämter, um Zielkonflikte – etwa zwischen Klimaschutz, Mobilität, Wohnen und sozialer Infrastruktur – zu erkennen und zu lösen. Nur durch dieses Zusammendenken entstehen nachhaltige Strategien für lebenswerte Städte. Soziale Teilhabe und Gerechtigkeit als Leitbild: Eine wirklich zukunftsweisende Stadtpolitik muss soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt stellen. Doris Sibum betont: Es darf nicht passieren, dass Menschen in Armut oder benachteiligten Quartieren von Bildung, Freizeitangeboten und guten Lebensbedingungen abgeschnitten werden – gerechte Teilhabe ist eine zentrale Aufgabe für alle Stadtgestalter. Konkret starten statt nur visionieren: Wer nicht weiß, wo anfangen: Im Rahmen des Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung-Projekts „Stadt von übermorgen" ist ein kostenfreies Toolkit für Kommunen entstanden – von Workshop-Materialien bis zu ersten Schritten für die Phase 0 eines Stadtentwicklungskonzepts. Diese findet ihr hier: https://www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de/NSPWeb/DE/Themen/Forschung/Stadt-von-uebermorgen/stadt-von-uebermorgen_node.html

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