delikt – Wahre Verbrechen aus Österreichs Süden

Kleine Zeitung, David Knes

Bei Delikt, dem Kriminalpodcast der Kleinen Zeitung, geht es um wahre Verbrechen aus der Steiermark und Kärnten. Redakteurinnen und Redakteure sowie Expertinnen und Experten sprechen mit Host David Knes über die Taten, ihre Hintergründe und ihre Auswirkungen – oft mit Details, die so in keiner Zeitung standen. Die Bandbreite reicht von berüchtigten Fällen der österreichischen Kriminalgeschichte wie Jack Unterweger oder die Karlau-Geiselnahme, über historische Verbrechen wie den Kindberger Herzfresser, bis hin zu wenig bekannten Taten, die sich in unmittelbarer Nähe ereignet haben. Auch 2025 erwarten Sie neue Staffeln mit packenden Fällen aus den beiden südlichsten Bundesländern – Geschichten, die erschüttern, überraschen und manchmal auch verstören. Abonnieren Sie delikt, um keine Folge zu verpassen.

  1. May 12

    Das tote Baby im Europapark

    Anfang Juli 2025 wird im Klagenfurter Europapark die Leiche eines neugeborenen Buben entdeckt – eingewickelt in ein Handtuch, versteckt in einer Tasche im Gebüsch. Die Gerichtsmedizin kann weder die Todesursache zweifelsfrei klären noch feststellen, ob das Kind lebend zur Welt kam. Trotz umfangreicher Ermittlungen, Zeugenaufrufen, Phantombildern und dem Einsatz eines forensischen Entomologen bleiben die Eltern bis heute unbekannt. Die am Handtuch gefundene DNA der mutmaßlichen Mutter ergab keinen Treffer in der Datenbank. Die Episode beleuchtet auch den breiteren Kontext solcher Fälle: Kindstötungen oder das Aussetzen von Neugeborenen geschehen häufig in extremen psychischen Ausnahmesituationen – begleitet von Angst, Scham, Überforderung oder sozialer Not. Dabei gibt es in Österreich konkrete Hilfsangebote: von der anonymen Geburt im Krankenhaus bis zur Babyklappe. Diese Möglichkeiten sollen Frauen in verzweifelten Situationen einen sicheren und legalen Ausweg bieten – ohne dass ihre Identität bekannt wird. Manuela Kalser hat den Fall für die Kleine Zeitung recherchiert und spricht in dieser Ausgabe von delikt mit Host David Knes über die Hintergründe, ähnliche Fälle, die psychischen Ausnahmesituationen hinter solchen Taten und über bestehende Hilfsangebote. Hilfsangebote für Mütter und Familien:  Seit 2001 gibt es in Österreich die Möglichkeit der anonymen Geburt. Die Frauen werden im Krankenhaus medizinisch und psychologisch betreut, müssen aber keine Namen und Daten angeben. In Kärnten ist die anonyme Geburt in allen Krankenhäusern möglich. Der diesbezügliche Kontakt zum Klinikum Klagenfurt ist hier möglich: anonymegeburt@kabeg.at. Nach der Geburt übernimmt vorerst der Kinder- und Jugendhilfeträger die Obsorge für das Kind. Die Mutter hat nach der Geburt sechs Monate Zeit, sich zu melden, falls sie die Freigabe zur Adoption rückgängig machen möchte. Bleibt die Mutter anonym, wird die Adoption rechtskräftig. Die Babyklappe (Babynest) ermöglicht Müttern in Ausnahmesituationen, ihr Baby straffrei abzugeben. Eine Übersicht, wo sich Babyklappen befinden, findet man unter www.gesundheit.gv.at. Telefonseelsorge der Caritas Kärnten ist unter der Nummer 142 rund um die Uhr erreichbar. Die Frauen-Helpline unter 0800/222-555 (kostenlos, rund um die Uhr), weitere Infos gibt es hier www.frauenhelpline.at. Die Kärntner Beratungshotline für Frauen und Mädchen kann unter 0660/244 24 01 angerufen werden.

    32 min
  2. Feb 24

    Als Mädchen vergewaltigt: "Der Täter hat mir die schuld gegeben"

    Im Mai 2021 berichtete Manuela Kalser über den Fall von Marion*. Es ist eine tragische Geschichte, die letztlich jedoch einen ermutigenden Ausgang nimmt. Marion war zehn Jahre alt. Sie war gerade auf der Suche nach ihren Spielkameraden und fragte den Bauern aus der Nachbarschaft. Er führte das Mädchen in eine Scheune, wo er sich auf brutale Weise an ihr verging. Für das Kind begann ein jahrzehntelanger Leidensweg; sie konnte sich niemandem anvertrauen. Weder ihre Eltern noch Ärzte fanden eine Erklärung für die plötzliche und dramatische Veränderung ihres Wesens. Erst zwei Jahrzehnte später – im Zuge einer Therapie – begann Marion zu sprechen und beschloss, ihren Vergewaltiger anzuzeigen. Es stellte sich heraus, dass es neben ihr weitere Opfer gab. Der Täter kam schließlich vor Gericht, wurde verurteilt und ins Gefängnis gebracht. Doch damit war der Leidensweg der jungen Frau nicht vorbei – im Gegenteil. Teile ihres Heimatortes begannen, Marion anzufeinden, und stellten sich auf die Seite des Täters. Aber Marion ließ sich davon nicht unterkriegen und traf eine drastische Entscheidung: Sie wandte sich mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit. In der heutigen Folge blickt Marion auf ihren Leidensweg zurück. Sie erzählt, was ihr die Kraft zum Kämpfen gab, was der öffentliche Umgang damit ausgelöst hat und wie es ihr heute geht. Hier finden Sie Hilfe Falls Sie oder jemand aus Ihrem Umfeld zum Opfer von Gewalt wurden, finden Sie hier raschun und unkompliziert Hilfe: Gewaltschutzzentrum Kärnten Zara – Gegen Hass im Netz WEISSER RING – Verbrechensopferhilfe Netzwerk Steirische Frauen- und Mädchenberatungsstellen (alle Bezirke) Frauenhelpline Belladonna Frauenberatung (Klagenfurt, St Veit/Glan)

    29 min

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Bei Delikt, dem Kriminalpodcast der Kleinen Zeitung, geht es um wahre Verbrechen aus der Steiermark und Kärnten. Redakteurinnen und Redakteure sowie Expertinnen und Experten sprechen mit Host David Knes über die Taten, ihre Hintergründe und ihre Auswirkungen – oft mit Details, die so in keiner Zeitung standen. Die Bandbreite reicht von berüchtigten Fällen der österreichischen Kriminalgeschichte wie Jack Unterweger oder die Karlau-Geiselnahme, über historische Verbrechen wie den Kindberger Herzfresser, bis hin zu wenig bekannten Taten, die sich in unmittelbarer Nähe ereignet haben. Auch 2025 erwarten Sie neue Staffeln mit packenden Fällen aus den beiden südlichsten Bundesländern – Geschichten, die erschüttern, überraschen und manchmal auch verstören. Abonnieren Sie delikt, um keine Folge zu verpassen.

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