Big Pool Theory - Der Podcast, der für's Schwimmen Wissen schafft

Big Pool Theory

Wir sind ein Zusammenschluss aus schwimmbegeisterten Wissenschaftler:innen und möchten an dieser Stelle Forschung an die Beckenränder Deutschlands bringen. Wir freuen uns auch über Wünsche und Anregungen von Trainerseite: Interessiert euch ein spezielles Thema und ihr möchtet den aktuellen Forschungsstand dazu wissen? Dann schreibt uns gerne an: bigpooltheory(at)dstv-schwimmtrainer.de

  1. 4D AGO

    Folge 35: Spezialisiert früh, selektiert spät! Über aktuelle Studien zur Talentauswahl und -entwicklung im Schwimmsport

    In dieser Folge sprechen Lukas Mundelsee und Dennis-Peter Born (Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen) über die Balance zwischen Spezialisierung und Vielfältigkeit im Schwimmsport. Ein zentrales Thema ist der Wissenstransfer aus der Wissenschaft in die Praxis zur Optimierung von Trainingsplänen sowohl von anderen Sportarten als auch innerhalb des Schwimmsports. Aus groß angelegten Analysen geht hervor, dass bis zum Erreichen eines Top-Niveaus im Schwimmsport meist 10-12 Trainingsjahre vergehen, was die häufig genannte 10.000 Stunden-Regel zur Entwicklung von Expertise stützt. Da Schwimmen eine Sportart ist, in der Athletinnen und Athleten früh mit hohen Trainingsumfängen trainieren, wird die technische Ausbildung im Kindesalter als besonders bedeutsam hervorgehoben. Gleichzeitig sind die athletischen Anforderungen im Schwimmsport in den letzten Jahren stark gestiegen, weshalb ergänzendes Training in anderen Sportarten zur Entwicklung transferierbarer Fähigkeiten und zur Motivationsförderung empfohlen wird, etwa durch leichtathletisches Sprinttraining. Zudem wird diskutiert, ab wann Talentprognosen möglich sind, wie verschiedene Talententwicklungen verlaufen können und warum Talente möglichst lange im Talentpool gehalten werden sollten, um nicht frühzeitig potenzielle Spitzenathleten zu verlieren. Darüber hinaus sprechen Dennis und Lukas über Altersbereiche, ab denen eine zunehmende Spezialisierung auf Schwimmlagen und -strecken angesichts der großen Vielfältigkeit im Schwimmsport sinnvoll erscheint. Besprochene Studien: Thinking outside the box: comparing age at performance milestones of swimmers to cross-country skiers and biathletes: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41651736/Specialize Early and Select Late: Performance Trajectories of World-Class Finalists and International- and National-Class Swimmers: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38061353/Predicting future stars: Probability and performance corridors for elite swimmers: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37968181/Competition age: does it matter for swimmers? https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35197115/Quantity of within-sport distance variety - what can pool swimmers and track runners learn from each other? https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39698053/Weitere Studien von Dennis findet ihr unter folgendem Link: https://sciprofiles.com/profile/1153076

    1 hr
  2. JAN 2

    Folge 33: Bernd Berkhahn im Interview Teil 2 - Persönliche Einblicke in Training, Gefühlsleben und Zukunftsvisionen

    Mit dieser 33. Folge starten wir in unsere 4. Staffel und gehen damit ins 5. Jahr unseres Bestehens. Auch dieses Mal versuchen wir wieder spannende Gäste vors Mikrofon zu bekommen und euch so jeden Monat mit Wissenschaft fürs Wasser und den Beckenrand zu versorgen. Wir starten mit dem zweiten Teil des Interviews mit Bernd Berkhahn. Darin sprechen unser Host Lukas Mundelsee und Bernd über einige Inhalte und die Belastungssteuerung im Training von Bernds' Spitzengruppe, Bernd gibt Einblicke in sein Gefühlsleben während internationaler Meisterschaften, was er über Talent im Schwimmsport denkt und wie er die Zukunft des Schwimmsports in Deutschland, aber auch international einschätzt. Ihr habt Fragen an Bernd für einen etwaigen dritten Teil? Dann schickt uns diese an bigpooltheory@dstv-schwimmtrainer.de Hier noch die angekündigten Links aus der Folge: Liste der Erfolge von Bernd Berkhahn: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Erfolge_von_Bernd_Berkhahn_als_Trainer Die Delphi-Studie zum Spitzensport in Deutschland: https://www.whu.edu/fileadmin/CONTENT/whu.edu/2_Faculty___Research/2.5_Entrepreneurship___Innovation_Group/2.5.10_Center_for_Sports_and_Management/027_Schmidt_and_Buechling__2025__Die_Zukunft_des_deutschen_Spitzensports__1.pdf Das Interview mit Jens Weinreich: https://www.sportandpolitics.de/podcast-sportfoerderung-wo-bleibt-die-kohle-berkhahn-thieme-maennig-paris-2024/

    1h 3m
  3. 09/30/2025

    Folge 31: Debriefing im Schwimmen - In 6 Schritten zur optimalen Nachbesprechung beim Wettkampf

    In dieser Folge der BigPoolTheory spricht unser Host Lukas Mundelsee mit Benjamin Lück über seine Hausarbeit, die er zur Erlangung der A-Lizenz Leistungssport Schwimmen verfasst hat. Darin hat Benni einen empirisch gestützten Leitfaden entwickelt, wie Trainer:innen Debriefings nach Wettkämpfen strukturieren können – und wie sich diese optimal mit der Zielsetzung der Sportler:innen verbinden lassen. Wir diskutieren, warum Nachbesprechungen mehr sein sollten als ein kurzes Feedback am Beckenrand, wie Athlet:innen durch klare Prozess-, Leistungs- und Ergebnisziele sowie die Selbstreflexion darüber profitieren können und welche praktischen Werkzeuge Benni dafür entworfen hat. Eine spannende Mischung aus Wissenschaft und Praxis für alle, die Training und Wettkampf im Schwimmen ganzheitlich denken wollen. Link zum Goal-Sheet: https://dstv-schwimmtrainer.de/big-pool-theory.html Drei zentrale Publikationen, über die wir sprechen: Draxl, P. B. (2019). Wettkampfdebriefing im olympischen Spitzensport: eine qualitative Analyse. Karl-Franzenz-Universität, Graz.Hogg, J. M. (2024). Debriefing sport performance: A strategy to enhance mental and emotional recovery and plan for future competition. In M. Kellmann & J. Beckmann (Hrsg.), Fostering Recovery and Well-being in a Healthy Lifestyle: Psychological, Somatic, and Organizational Prevention Approaches (S. 73–91). Routledge.Macquet, A.‑C., Ferrand, C. & Stanton, N. A. (2015). Divide and rule: A qualitative analysis of the de-briefing process in elite team sports. Applied ergonomics, 51, 30–38. https://doi.org/10.1016/j.apergo.2015.04.005

    1h 4m
  4. 08/31/2025

    Folge 30: JEM und dann? Über prägende Ereignisse und Wendepunkte in den Karrieren von Nachwuchsathlet*innen im Schwimmsport

    In dieser Folge sprechen Dr. Ilka Staub und Dr. Lukas Mundelsee über die Ergebnisse einer eigenen Studie, die sich mit prägenden Ereignissen und Wendepunkten in den Karrieren von Nachwuchsathleten und -athletinnen im Schwimmsport befasst. Ziel der Studie war es, individuelle Ereignisse zu identifizieren und einzuordnen, um Erkenntnisse für die Entwicklung des Schwimmsports in Deutschland zu gewinnen. Die Datenerhebung und -auswertung erfolgte mittels 14 retrospektiver Interviews mit Athleten und Athletinnen, die nach erfolgreicher Qualifikation für internationale Jugend- und Juniorenmeisterschaften nicht den Sprung in die Offene Klasse geschafft haben. Die Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für junge Schwimmsporttalente und bieten damit wertvolle Impulse für die Förderung und Betreuung von Nachwuchsathleten und -athletinnen. Die Studie ist in der Blauen Reihe (Schwimmen - Lernen & Optimieren) der DSTV veröffentlicht: https://www.bisp-surf.de/Record/PU202505003735/HierarchyTree?recordID=PU202505003735#tree-PU202505003735 Die 7 extrahierten Kategorien, um diese z.B. zur Saison-Reflexion mit den Sportlerinnen und Sportlern zu nutzen, sind: Finanzierung: Diese Kategorie sammelt kritischeEreignisse, die sich im Themenfeld der monetären Unterstützungen der Proband*innen ereignet haben und welche sie reflektieren.Krankheit & Verletzung: In der Kategorie Krankheit und Verletzung finden sich kritische Ereignisse, diedie Proband*innen hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Situation als positive oder negativ reflektieren.Verband: Die Kategorie Verband fasst reflektiertekritische Lebensereignisse zusammen, welche sich im Themenfeld Verbandsarbeit verorten lassen. Hierzu zählen sowohl Landes- als auch Bundesverbandsarbeit, Verbandsentscheidungen und vom Verband organisierte Maßnahmen. Bildungsweg: In der Kategorie Bildungsweg werdenreflektierte kritische Ereignisse zusammengetragen, welche im Themenfeld schulischer und universitärer Bildung der Proband*innen zu verorten sind. Dazuzählen z.B. Ereignisse auf verschiedenen Schularten oder in der dualen Karriere als Athlet*in, Student*in oder Auszubildende*r.Soziales Umfeld: In der Kategorie Soziales Umfeld wurden reflektierte Ereignisse und Beziehungen im inner- und außersportlichen Kontext gesammelt. Hierzu zählen Ereignisse mit Bezugspersonen und Unterstützungsleistungen des sozialen Umfelds.Trainingsbedingungen: Die Kategorie Trainingsbedingungen fasst kritische Ereignisse zusammen, welche primäre Berührungspunkte mit demalltäglichen Training der Proband*innen hatten. Dies beinhaltet bspw. Trainingsregime, Trainingsintensität und Trainingsumfang.Erfolg und Niederlage: Diese Kategorie beinhaltet kritische Ereignisse und Erfahrungen, welche die Proband*innen als Erfolge oder Niederlagen reflektieren. Dazu zählen Wettkampfergebnisse, Leistungssteigerungen und persönliche Ziele.

    1h 3m
  5. 07/31/2025

    Folge 29: Spät stirbt, wer reich, wenig risikobereit und genetisch im Vorteil ist? Über Zwillingsstudien, Olympia-Träume und den Untergang der Titanic

    Anknüpfend an Folge 25, ist in dieser Folge erneut Prof. Dr. Lutz Thieme zu Gast und spricht mit Dr. Lukas Mundelsee über Fragen, die sich aus der Folge 25 ergaben. Im Mittelpunkt stehen Themen aus dem Bereich der psycho-sozialen Einflüsse von Leistungssport wie beispielsweise die potenzielle Bereitschaft „Lebenseinsatz“ zu bringen, umErfolge zu erzielen oder mögliche Besonderheiten, die sich durch das Betreiben von Teamsportarten ergeben. Des Weiteren sprechen Lutz Thieme und Lukas Mundelsee über Befunde, inwieweit sich sportliche Belastungen positiv odernegativ auf die Sterblichkeit auswirken können. Für zuverlässigere Aussagen zu diesen Einflussfaktoren werden spannende Erkenntnisse aus Zwillingsstudien vorgestellt, da mit diesem Studiendesign zwischen genetischen Effekten und Lebensumständen differenziert werden kann. Besprochene Studien dieser Folge: Goldman-Dilemma:https://link.springer.com/article/10.1007/s40279-018-0881-9 https://www.researchgate.net/profile/David-Savage-2/publication/225652472_Auswirkungen_von_Macht_auf_das_Uberleben_in_Extremsituationen_Ein_Vergleich_der_Titanic_und_Lusitania_Schiffskatastrophen/links/571dee5008aead26e71a63d5/Auswirkungen-von-Macht-auf-das-Ueberleben-in-Extremsituationen-Ein-Vergleich-der-Titanic-und-Lusitania-Schiffskatastrophen.pdf https://doi.org/10.1007/s10654-024-01200-x https://bjsm.bmj.com/content/54/20/1195 https://doi.org/10.1136/bmj.e8308

    42 min

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