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  1. 4d ago

    Hardy Wagner: Ein Leben für das Lernen

    Was Sie mitnehmen… Erfolg beginnt mit Selbstverantwortung. Wer sein Leben gestalten will, muss die eigenen Stärken, Ziele und Prioritäten kennen – und bereit sein, Verantwortung für den eigenen Weg zu übernehmen. Bildung ist mehr als Fachwissen. Kommunikation, Selbstkenntnis, Lernfähigkeit und der Umgang mit Zeit gehören zu den entscheidenden Kompetenzen für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Genau diese Fähigkeiten wollte Hardy Wagner mit GABAL und später mit STUFEN zum Erfolg stärker ins Bewusstsein rücken. Wirkung entsteht, wenn Wissen weitergegeben wird. Ein Lebenswerk bemisst sich nicht nur daran, was jemand selbst erreicht hat, sondern daran, welche Ideen andere Menschen aufnehmen und weitertragen. Erfolg und Menschlichkeit gehören zusammen. Ein Satz von Hardy Wagner bringt diese Haltung wunderbar auf den Punkt: „Jeden Tag eine gute Tat.“ Erfolg bedeutet damit nicht nur, etwas für sich selbst zu erreichen, sondern auch, etwas Positives für andere zu bewirken. Interviewpartner: Prof. Dr. Hardy Wagner, unter anderem  Ehrenpräsident des GABAL e.V. Im Interview: Prof. Dr. Hardy Wagner Der Mensch Prof. Dr. Hardy Wagner – ein Brückenbauer zwischen Wissen und Wirkung Prof. Dr. Hardy Wagner gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Weiterbildungslandschaft. Am 9. März 1932 geboren, ist er heute 94 Jahre alt – und noch immer eng mit den Organisationen verbunden, die aus seinen Ideen hervorgegangen sind. Sein Lebenswerk kreist um eine Frage: Was brauchen Menschen über Fachwissen hinaus, um ihr Leben selbstbestimmt und erfolgreich gestalten zu können? Sein eigener Bildungsweg war keineswegs vorgezeichnet. Wagner absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Nach einer externen Reifeprüfung studierte er Wirtschaftspädagogik, Betriebswirtschaftslehre und Sozialpolitik in Köln und Bonn. Er schloss als Diplom-Handelslehrer und Diplom-Kaufmann ab und promovierte im Fach Sozialpolitik. Damit verband er bereits früh kaufmännische Praxis, pädagogisches Denken und gesellschaftliche Verantwortung. Nach wissenschaftlichen und projektbezogenen Tätigkeiten für das damalige Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung sowie für Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft sammelte Wagner rund zehn Jahre praktische Wirtschaftserfahrung, zuletzt als Geschäftsführer einer GmbH. 1971 wurde er Professor an der neu gegründeten Fachhochschule Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen. Bis 1994 lehrte er dort insbesondere Controlling und Management. Der Aufbau eines Weiterbildungsnetzwerks Am 14. Juli 1976 gründete Hardy Wagner gemeinsam mit Mitstreitern den GABAL e. V. Die Initiative ging auch auf den EKS-Entwickler Wolfgang Mewes zurück. Das Ziel war für die damalige Zeit ausgesprochen modern: Erkenntnisse über erfolgreiche Unternehmensführung sollten in die Hochschullehre einfließen, aktive Lehr- und Lernmethoden gefördert und eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft geschaffen werden. Aus einer eigenen Schriftenreihe entwickelte sich 1978 der GABAL Verlag. Zu den frühen Autorinnen und Autoren gehörten später so bekannte Namen wie Vera F. Birkenbihl und Lothar J. Seiwert. Wagner führte den Verein zwei Jahrzehnte lang als Vorstandsvorsitzender. 1996 übergab er die operative Verantwortung, blieb GABAL jedoch als Ehrenvorsitzender und heute als Ehrenpräsident eng verbunden. Darüber hinaus war er an der Gründung weiterer Institutionen beteiligt, darunter die Deutsche Gesellschaft für Suggestopädisches Lehren und Lernen und der Verlag managerSeminare. Sein zweites großes Lebenswerk: STUFEN zum Erfolg Schon 1988 legte Wagner mit der Veröffentlichung „Zielorientiert und praxisverbunden studieren – erfolgreicher im Leben“ den Grundstein für sein späteres STUFEN-Konzept. 2002 gründete er gemeinsam mit seinem Sohn Ansgar die Bildungs- und Chancenstiftung STUFEN zum Erfolg. Ihr Ziel ist es, jungen Menschen Kompetenzen zu vermitteln, die im klassischen Bildungssystem häufig zu kurz kommen. Im Zentrum stehen vier aufeinander aufbauende Bereiche: • Persönlichkeit und wertschätzende Kommunikation • Berufszielentwicklung und Karrierestrategie • Lernen lernen und lebenslanges Lernen • Umgang mit Zeit und Prioritäten Junge Menschen sollen dadurch ihre Stärken erkennen, Selbstvertrauen entwickeln, eigene Ziele formulieren und ihre Potenziale tatsächlich nutzen können. Wagners weiterführende Vision ist ein Grundlagenfach „Lebenskunde“ oder „Lebenskunst“, das solche Fähigkeiten fest im öffentlichen Bildungssystem verankert. Was Hardy Wagner besonders macht Er hat Wissenschaft und Praxis konsequent miteinander verbunden. Wagner war nicht nur Hochschullehrer und Theoretiker. Er kannte Wirtschaft aus eigener Berufserfahrung, war Geschäftsführer, Trainer, Autor, Verbandsgründer und Verlagsinitiator. GABAL sollte deshalb nie ein rein akademisches Forum sein, sondern Wissen anwendbar machen. Er hat früh erkannt, dass Fachwissen allein nicht genügt. Lange bevor Begriffe wie Soft Skills, lebenslanges Lernen, stärkenorientierte Führung oder Purpose zum Managementvokabular gehörten, beschäftigte er sich mit Persönlichkeit, Selbstkenntnis, Kommunikation, Lernfähigkeit und eigenverantwortlicher Lebensgestaltung. Er hat nicht nur Ideen formuliert, sondern Strukturen geschaffen. Verein, Verlag, Stiftung, Schriftenreihen und Trainernetzwerke: Wagner dachte institutionell. Seine Konzepte sollten nicht mit seiner Person verschwinden, sondern von anderen aufgegriffen, weiterentwickelt und an neue Generationen vermittelt werden. Sein Erfolgsbegriff ist ungewöhnlich menschlich. Bei ihm bedeutet Erfolg nicht in erster Linie Status, Einkommen oder Karriere. Erfolg entsteht, wenn Menschen ihre eigenen Ziele kennen, sie auf eine persönlich stimmige Weise erreichen und daraus Zufriedenheit gewinnen. Persönliche Entwicklung, Wertschätzung und gesellschaftlicher Nutzen gehören für ihn zusammen.

  2. Aug 26

    Führungskräfte als Hoffnungsträger

    Ihr nehmt mit, … …warum Hoffnung eine Führungsaufgabe ist: Hoffnung bedeutet nicht Schönreden, sondern Orientierung, realistische Ziele und konkrete Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln. Wie Führung auch ohne vollständige Kontrolle gelingt: Gute Führung zeigt sich besonders dann, wenn Pläne scheitern und schnelle, verantwortungsvolle Entscheidungen gefragt sind. Warum Selbstführung die Grundlage guter Führung ist: Nur wer mit eigener Unsicherheit, Erschöpfung und Druck umgehen kann, gibt anderen glaubwürdig Sicherheit. Wie Vertrauen Teams handlungsfähig macht: Große Herausforderungen lassen sich nicht allein bewältigen. Entscheidend sind klare Verantwortlichkeiten, verlässliche Zusammenarbeit und die Bereitschaft, Hilfe anzunehmen. Interviewpartner: Ben Schulz ist Unternehmer, Vorstand der Ben Schulz & Partner AG, Berater, Redner und vielfacher Sachbuchautor.  Weitere Informationen –> Ben bei LinkedIn –> Website –>  Zum Buch Mission Hoffnungsträger –> Mehr zur Mission Hoffnungsträger 2.0 Im Interview: Ben Schulz Das Thema Der Ausgangspunkt war Schulz’ Buch „Führungskräfte als Hoffnungsträger“. Seine Grundbeobachtung: Viele Unternehmer und Führungskräfte funktionieren zwar weiter, haben aber ihren inneren „Nordstern“ verloren. Sie reagieren auf Krisen, Personalmangel und Veränderungsdruck, ohne selbst noch eine klare Perspektive formulieren zu können. Hoffnung meint bei Schulz deshalb keine positive Stimmung, sondern eine glaubwürdige Richtung, die Menschen wieder handlungsfähig macht. Daraus entstand 2025 die erste Mission: neun Tage und rund 3.000 Kilometer mit dem Motorrad durch Norwegen bis ans Nordkap. Unterwegs veröffentlichte Schulz täglich Führungsimpulse und Reflexionsfragen; den Abschluss bildete ein Vortrag am Nordkap. Nach Angaben von Schulz begleiteten mehr als 40.000 Menschen diese erste Reise. Sie wurde damit zum erfolgreichen Testlauf für ein sehr viel größeres Format. Die Story von Mission Hoffnungsträger 2.0 Sieben Monate vor dem Start stellte Schulz Führungskräften zunächst die Frage, ob sie eher eine Tour durch Mexiko oder Kanada interessieren würde. Die endgültige Entscheidung fiel später bei einem Gespräch mit einem Freund an einem Gartentisch. Aus der spontanen Idee wurde schnell ein komplexes internationales Projekt: Motorradtransport, Versicherungen, Zoll, Unterkünfte, Tankmöglichkeiten, Begleitfahrzeug, Technik und eine tägliche Medienproduktion mussten organisiert werden. Die ursprünglich geplante Reiserichtung ließ sich aufgrund der Frachtlogistik nicht realisieren. Deshalb musste die komplette Route umgedreht werden – einschließlich Flügen, Unterkünften, Mietwagen und Etappen. Am Ende führte sie von Anchorage über Glennallen, Tok, Beaver Creek, Haines Junction, Whitehorse, Teslin und Watson Lake, anschließend über den Cassiar Highway, Dease Lake, Stewart, Smithers, Williams Lake und Hope bis nach Vancouver. Am 24. Juni 2026 begann die eigentliche Tour: 14 Tage, rund 3.700 Kilometer und 94 Stunden auf dem Motorrad – von Alaska durch den Yukon und British Columbia nach Vancouver. Warum die Reise tatsächlich zum Realitätscheck wurde Die Dramaturgie musste nicht künstlich erfunden werden. Bereits bei der Ankunft stellte sich heraus, dass das per Luftfracht transportierte Motorrad beschädigt worden war. Später erschien ein Warnsignal im Display. Die Maschine musste in Alaska überprüft und repariert werden; zeitweise wurde kurzfristig ein Anhänger organisiert, obwohl sich nachträglich herausstellte, dass das Mietfahrzeug diesen laut Vertrag gar nicht hätte ziehen dürfen. Hinzu kamen: Temperaturen zwischen null und 34 Grad, beschädigte und teilweise unbefestigte Straßen, ein Stein im Profil des Hinterreifens, eine beim ersten Einsatz zerstörte Drohne, starke Mückenstiche und ein zugeschwollenes Auge, lange Etappen bei durchschnittlich nur 4,6 Stunden Schlaf, sowie rund eineinhalb Stunden Fahrt durch den Rauch eines aktiven Waldbrandes bei North Bend. Zwei Tage nach der Durchfahrt wurde der betroffene Straßenabschnitt gesperrt. Gerade diese Ereignisse machten Schulz’ Führungsprinzip sichtbar: Planung ist notwendig, reicht aber nicht aus. Sobald der Plan scheitert, kommt es auf erreichbare Menschen, übernommene Verantwortung, Vertrauen und schnelle Entscheidungen an. Schulz fasst dies sinngemäß so zusammen: Er habe zwar auf dem Motorrad gesessen, angekommen sei jedoch das gesamte Team. Hinter dem Motorradfahrer arbeitete eine Redaktion Die Mission war keine Einzelleistung. Schulz’ Frau übernahm einen großen Teil der monatelangen Reiseplanung und koordinierte auch unterwegs Umbuchungen und organisatorische Probleme. Uwe Klössing begleitete die Tour fotografisch und filmisch, Philippe Fiedler koordinierte Daten und Veröffentlichungen, während weitere Teammitglieder den laufenden Geschäftsbetrieb in Deutschland absicherten. Jeden Morgen um 7.30 Uhr erschien ein ausführlicher Führungsimpuls über den LinkedIn-Newsletter und das eigene Newslettersystem. Parallel gab es Videos, Social-Media-Beiträge und einen direkteren „Helmfunk“ über WhatsApp. Insgesamt entstanden 8.843 Fotos und rund 1,8 Terabyte Videomaterial. Ergänzt wurde die Reise durch Gespräche mit Unternehmerpersönlichkeiten wie dem Hidden-Champions-Experten Hermann Simon, Gerda Söhngen von KEIL Befestigungstechnik und Max Fritsch von FRITSCH. Damit wurde aus der persönlichen Reise gleichzeitig ein redaktionelles Führungsformat mit unterschiedlichen mittelständischen Perspektiven. Die Erfolgszahlen Nach der eigenen Auswertung von Ben Schulz & Partner erreichte die Mission: mehr als 1,8 Millionen Views und Impressionen auf Social Media, mehr als 1,1 Millionen Videoaufrufe, über 52.000 Aufrufe der Newsletter- und Blogartikel, fast 29.000 direkt erreichbare Kanalkontakte, und mehr als 14.000 Reaktionen auf die Inhalte. Diese Angaben stammen aus der eigenen Projektbilanz und sind, soweit aus den öffentlich verfügbaren Quellen ersichtlich, nicht unabhängig auditiert. Sie zeigen dennoch, dass die zweite Mission den Erfolg der Nordkap-Reise deutlich übertroffen und Schulz’ Positionierung stark verbreitet hat. Warum die Geschichte so gut funktioniert hat Aus Kommunikationssicht sind dafür vor allem fünf Dinge verantwortlich: Erstens: Das Thema wurde sichtbar gelebt. Schulz redete nicht nur über Führung unter Unsicherheit, sondern brachte sich selbst in eine Situation, in der nicht alles kontrollierbar war. Zweitens: Es gab reale Fallhöhe. Ein beschädigtes Motorrad, unvorhersehbare Straßenverhältnisse und lange Strecken ohne einfache Alternativen machten einen Abbruch zumindest denkbar. Drittens: Die Geschichte wurde seriell erzählt. Die täglichen Impulse schufen Gewohnheit und Spannung: Was passiert heute – und welche Führungsfrage entsteht daraus? Viertens: Die Heldengeschichte wurde relativiert. Im Rückblick stellt Schulz nicht sich allein, sondern seine Frau, sein Team, Werkstätten, Partner und spontane Helfer ins Zentrum. Dadurch wird „Trust“ nicht nur behauptet, sondern in der Geschichte nachvollziehbar. Fünftens: Die Reise endete nicht mit der Ankunft. In Vancouver produzierte Schulz ein rund 30-minütiges „Executive Debrief“, das die Erlebnisse in konkrete Fragen für Geschäftsführer und Führungskräfte übersetzt. Die geografische Strecke wird dabei als innere Bewegung von Kontrolle zu Vertrauen gedeutet. Der Mensch und das Buch Ben Schulz ist Unternehmer, Vorstand der Ben Schulz & Partner AG, Berater, Redner und vielfacher Sachbuchautor. Mit seinem Team begleitet er vor allem Geschäftsführer und Führungsteams mittelständischer Unternehmen bei der Entwicklung von Unternehmensleitbildern, Führungsleitlinien, Strategie, Kultur und Führungskräften. Seine berufliche Entwicklung ist interessant: Bekannt wurde er zunächst als Vordenker des Personal Brandings. Inzwischen positioniert er sich deutlich stärker als Sparringspartner für Führung und Unternehmensentwicklung. Sein aktueller Schwerpunkt lautet: Wie bleiben Führungskräfte in Zeiten permanenter Unsicherheit handlungsfähig und geben anderen Orientierung? Sein 2025 veröffentlichtes Buch „Führungskräfte als Hoffnungsträger“ erreichte die SPIEGEL-Bestsellerliste. Darin verbindet er Selbstreflexion, Selbstführung und adaptive Strategien für Krisenzeiten. Hoffnung versteht er dabei nicht als positives Gefühl oder Durchhalteparole, sondern als Führungsprinzip, das Klarheit, Struktur und einen realistischen Handlungsspielraum benötigt. Aktuell knüpft er daran mit der „Mission Hoffnungsträger 2.0“ an: einer Reise von Anchorage durch Alaska und den Yukon bis nach Vancouver. Die äußeren Herausforderungen der Tour übersetzt er in Fragen an Führungskräfte: Was bleibt von der eigenen Haltung, wenn Pläne scheitern, Druck entsteht und Kontrolle nicht mehr ausreicht? Mehr dazu HIER.

  3. Aug 13

    Mehr Zeit zum Denken: Wie KI echten Mehrwert schafft

    Impulse von Mister KI:   Mit dem Ziel beginnen, nicht mit dem Tool: Professioneller KI-Einsatz setzt Klarheit darüber voraus, welches Problem gelöst und welcher konkrete Mehrwert erzielt werden soll. Schlechte Prozesse werden durch KI nicht automatisch besser: Bevor Unternehmen automatisieren, sollten sie Abläufe, Daten und Strukturen überprüfen und den Prozess konsequent digital neu denken. KI-Agenten brauchen Leitplanken: Begrenzte Berechtigungen, abgeschottete Testumgebungen und gründliche Tests verhindern, dass aus vermeintlicher Effizienz ein kostspieliges Risiko wird. Der Mensch wird nicht unwichtiger, sondern anders wichtig: Überblick, Erfahrung, Urteilsvermögen, Kreativität und Empathie bleiben menschliche Stärken. Gute Führung nutzt KI, um dafür wieder mehr Zeit zu schaffen. Interviewpartner: Heiko Knödel, Diplom-Informatiker, Unternehmer und Experte für Künstliche Intelligenz Im Interview: Heiko Knödel alias Mr. KI KI soll uns nicht das Denken abnehmen. Sie soll uns die Zeit dafür zurückgeben. Künstliche Intelligenz ist in vielen Unternehmen längst im Einsatz – allerdings häufig ohne gemeinsame Strategie, klare Regeln oder definierte Ziele. Mitarbeitende nutzen ChatGPT, Claude, Copilot und andere Anwendungen, doch vielfach kaum anders als eine Suchmaschine. Der erhoffte Produktivitätsgewinn bleibt dann aus – während Kosten und Risiken steigen. Bei Themen-Radio erklärt Heiko Knödel, bekannt als „Mr. KI“, wie Unternehmen aus ersten Experimenten einen professionellen und wirtschaftlich sinnvollen KI-Einsatz entwickeln. Sein wichtigster Rat: Nicht mit der Auswahl eines Tools beginnen, sondern mit der Frage, welches Problem gelöst und welcher konkrete Mehrwert erreicht werden soll. Dafür müssen Unternehmen ihre Prozesse, Datenstrukturen und Sicherheitsanforderungen kennen. Denn ein schlechter oder analog gedachter Prozess wird nicht automatisch besser, nur weil KI eingesetzt wird. Wie groß der Nutzen sein kann, zeigt Heiko Knödel anhand eigener Beispiele. Für ein hochwertiges Handout zu einer Präsentation benötigte er früher vier bis acht Stunden – heute entsteht es mithilfe von KI innerhalb kurzer Zeit. Auch Teile seiner Buchhaltung hat er automatisiert. Insgesamt investiert er nach eigener Aussage monatlich 15 bis 20 Stunden in KI, spart damit aber mindestens 40 Arbeitsstunden ein. Entscheidend ist dabei seine Erfahrung: Wie bei einem Mitarbeitenden definiert er Aufgaben, Grenzen und Sicherheitsvorkehrungen präzise. Besondere Vorsicht ist bei KI-Agenten geboten, die selbstständig auf Daten und Systeme zugreifen. Heiko empfiehlt, deren Berechtigungen klar zu begrenzen, sie zunächst in abgeschotteten Testumgebungen einzusetzen und vor dem produktiven Einsatz gründlich zu prüfen. Außerdem sprechen wir darüber, welche Regeln Unternehmen für den Umgang mit Daten, die Auswahl von Anwendungen, Verantwortlichkeiten und die Qualifizierung ihrer Beschäftigten benötigen. Doch KI-Einführung ist nicht allein ein Technologieprojekt. Sie ist vor allem eine Führungsaufgabe. Führungskräfte müssen Orientierung geben, Ängste ernst nehmen und deutlich machen, wie KI die Menschen unterstützen kann. Richtig eingesetzt, soll sie ihnen nicht das Denken abnehmen, sondern wieder mehr Zeit dafür verschaffen. Denn bei aller Leistungsfähigkeit fehlen der KI weiterhin menschlicher Gesamtblick, Erfahrung, Urteilsvermögen, Kreativität und echte Empathie. Im Gespräch zeigt Heiko Knödel, warum gerade diese Fähigkeiten in einer zunehmend KI-geprägten Arbeitswelt noch wertvoller werden.   Der Mensch Heiko Knödel – „Mr. KI®“ Heiko Knödel ist Diplom-Informatiker, Unternehmer, Speaker, Trainer und Autor. Bereits in den 1990er-Jahren beschäftigte er sich mit der Digitalisierung von Prozessen. Später arbeitete er in verantwortlichen Führungs- und Projektpositionen unter anderem für die Deutsche Bank sowie in Projekten bei Porsche, BMW und Merck. Heute vermittelt und implementiert er Künstliche Intelligenz in Unternehmen – von konkreten Anwendungsfällen und Prozessautomatisierung über KI-Strategie und Governance bis zu Datenschutz, Compliance und dem Aufbau sicherer Arbeitsumgebungen. Sein besonderes Profil entsteht aus der Verbindung von technologischer Expertise, Führungserfahrung und menschlicher Empathie. Als NLP-Master begleitet er Menschen und Organisationen auch bei den Veränderungen, die mit der Einführung von KI verbunden sind. Gemeinsam mit dem Würzburger Informatikprofessor Dietmar Seipel veröffentlichte er 2025 im Springer-Verlag das Buch „KI und Bots im Alltag – Künstliche Intelligenz verstehen und für Business, Home & Schule nutzen“.

  4. Jul 1

    Was Unternehmen von Heavy Metal über Führung lernen können

    Wir sprechen darüber, … …warum Heavy Metal mehr mit moderner Führung zu tun hat, als man zunächst denkt, was High-Performance-Teams von durchschnittlichen Teams unterscheidet, warum Unternehmenskultur kein Wohlfühlthema, sondern ein Erfolgsfaktor ist, weshalb Führungskräfte zuerst bei sich selbst anfangen müssen, wie Mindset, Leadership und Werte im Alltag Wirkung entfalten, welche Warnsignale zeigen, dass ein Team im Mittelmaß feststeckt, und welche ersten Schritte Unternehmerinnen und Unternehmer gehen können, um mehr Energie, Klarheit und Verantwortung ins Team zu bringen. Interviewpartner: Dr. Finn Breuer, internationaler Keynote Speaker, Unternehmer, Leadership-Trainer und Business-Mentor. Weitere Informationen –> Finn bei LinkedIn –> Finns Website –>  Zum Buch Metal Up! Your BIZ Im Interview: Dr. Finn Breuer Das Thema Metal Up Your Business: Was Unternehmen von Heavy Metal über Führung lernen können Heavy Metal und Unternehmensführung – kann das zusammenpassen? Dr. Finn Breuer sagt: unbedingt. Der Keynote Speaker, Unternehmer, Leadership-Trainer und Business-Mentor verbindet Business mit Heavy Metal und zeigt, was Unternehmen von einer oft unterschätzten Kultur lernen können: Energie, Haltung, Respekt, Gemeinschaft, Leidenschaft und Loyalität. In dieser Folge von Themen-Radio sprechen wir darüber, warum viele Teams unter ihren Möglichkeiten bleiben, weshalb echte High Performance nicht allein durch Ziele, Prozesse und KPIs entsteht und warum Unternehmenskultur kein weiches Thema ist, sondern ein harter Erfolgsfaktor. Dr. Finn Breuer erklärt, weshalb Führungskräfte zuerst bei sich selbst anfangen müssen, welche Rolle Mindset und Werte spielen und wie aus einer Gruppe von Mitarbeitenden ein Team werden kann, das Verantwortung übernimmt und wirklich performt. Das Gespräch macht deutlich: Wer Menschen führen will, braucht mehr als Methoden. Es braucht Klarheit, Energie, Haltung und den Mut, Kultur nicht nur zu beschreiben, sondern vorzuleben. Eine Folge für Unternehmerinnen, Unternehmer, Führungskräfte und alle, die Teams aus dem Mittelmaß holen und Führung neu denken wollen. Weitere Buchempfehlung von Finn: Simon Sinek, Frag immer erst: Warum. Redline Verlag

  5. Jun 19

    Der Schwarzgurt-Unternehmer - Buchtipp in 120 Sekunden

    Buchtipp in 120 Sekunden In dieser Serie stellen wir regelmäßig Bücher vor, die für Führungskräfte und Unternehmerinnen und Unternehmer relevante Themen behandeln.  Zum längeren Interview mit dem Buchautor und Unternehmercoach Stefan Merath geht es HIER. Buchautor: Stefan Merath Der Schwarzgurt-Unternehmer. Das letzte Geheimnis der leichten, menschlichen und wirksamen Unternehmensführung (GABAL Verlag, 2024) Stefan Merath Erfolg oder Erfüllung? Dieses Mindset unterscheidet schlechte von guten Unternehmern. Jede Unternehmerin, jeder Gründer oder Selbstständige kennt das. Zu Beginn besteht der Tag zu 100 Prozent aus Fachkraftaufgaben. Die Kunden sind zufrieden, das Team wächst, schnell werden aus 60 Wochenstunden 80. Der Kontostand bestätigt den Erfolg. An dieser Stelle bleibt der eine Typ „schlechter Unternehmer“ auf der Erfolgsspur, verpasst es aber, mit seiner Firma zu wachsen. Sie wächst ihm deshalb über den Kopf und er geht mit ihr unter. Der zweite Typ „schlechter Unternehmer“ hat von Anfang an nur ein Ziel vor Augen: Er will Kohle machen. „Aber weil der Fokus nur auf dem eigenen Vorteil liegt“, so Deutschlands wohl führender Unternehmercoach Stefan Merath, „steht am Ende das Scheitern.“ Er selbst habe das auch schon erlebt. Nach durchaus erfolgreichen Jahren sei er mit seiner ersten Firma Pleite gegangen und habe erst da begriffen, dass er das Unternehmersein trainieren und sich ein höheres Ziel setzen müsse: seinen Kunden einen echten Nutzen zu bieten, sein Team voranzubringen, sein Umfeld zu bereichern. Woran erkennt man also das Mindset eines „guten“ Unternehmers? Kundennutzen steht im Mittelpunkt: Gute Unternehmer setzen nicht nur auf Umsatzziele, sondern fokussieren sich auf den echten Nutzen für ihre Kunden. Selbstreflexion und Werthaltung: Ein erfolgreicher Unternehmer gleicht sein inneres Gefühl mit der Realität ab, richtet sich stets am eigenen Werte-Kompass aus und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Persönliche Entwicklung als Grundlage: Die Optimierung der Firma beginnt mit der Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit. Es ist kein Geheimnis, dass auch „schlechte Unternehmer“ Erfolg haben. Entscheidend ist für Stefan Merath deshalb die Frage, wie man Erfolg misst. In seinem neuen Buch „Die Schwarzgurt-Unternehmer. Das letzte Geheimnis der leichten, menschlichen und wirksamen Unternehmensführung“ liefert der manager-magazin Bestseller-Autor Antworten. Unter anderem, dass es beim Unternehmersein nicht um Erfolg gehe, sondern um Erfüllung – und darum, am Ende des Lebens sagen zu können: Ja, ich habe einen Beitrag für die Gesellschaft geleistet! Als Grundlage fürs Buch dienten Stefan Merath übrigens auch viele Erfahrungen, die er in den vergangenen Jahren in seinen eigenen Unternehmen gesammelt hat: „Ich teste fortlaufend neue Ansätze für das Unternehmersein von heute, entwickle sie weiter und transferiere sie in die KMU-Praxis. Dadurch können die Leser jede beschriebene Optimierungsmöglichkeit in ihrem Unternehmeralltag umsetzen.“ Zum Autor Stefan Merath gibt seine langjährigen Erfahrungen als Unternehmer mit Leidenschaft an andere weiter: Seit 2004 arbeitet er als Unternehmercoach, zudem hält er Seminare und publiziert Bestseller-Romane für Unternehmer. Das Standardwerk „Der Weg zum erfolgreichen Unternehmer“ ist mittlerweile schon in der 17. Auflage erschienen. Sein neuestes Werk „Dein Wille geschehe“ dreht sich um Führungsthemen, ist aber genauso spannend. Er gießt seine Erkenntnisse in jedem seiner Bücher in eine nachvollziehbare Geschichte. Es ist nicht alles neu, aber es macht viele Prozesse in den Unternehmen noch deutlicher. Zum Buch Der Schwarzgurt-Unternehmer. Das letzte Geheimnis der leichten, menschlichen und wirksamen Unternehmensführung Vor 16 Jahren schrieb Stefan Merath mit Der Weg zum erfolgreichen Unternehme das bisherige deutsche Standardwerk für UnternehmerInnen. Mit seinem neuen Buch Die Schwarzgurt-Unternehmer schuf er nun sein Meisterwerk – die Pflichtlektüre für alle UnternehmerInnen aus kleinen und mittleren Unternehmen. Dieser Business-Roman erzählt die Geschichte des Unternehmers Jan, der sein Unternehmen zum Erfolg führen will, sich aber fühlt wie der Sklave im eigenen Unternehmen. Dabei bekommt er Unterstützung von Schwarzgurt-Unternehmern, die ihm eine völlig neue Welt eröffnen. Eine Welt ohne Stress, Ärger, Frust und Kampf. Eine Welt, in der Unternehmersein mit innerer Ruhe, Leichtigkeit und Team-Flow verbunden ist. Eine Welt voller Leidenschaft und Erfüllung. Eine Besonderheit dieses Buches ist, dass es nicht nur reine Praxis für Unternehmer, sondern auch Mitarbeitenden eine völlig neue Perspektive bietet, die gemeinsam im Team wachsen wollen. Dieses Buch ist von einer tiefen Weisheit getragen. Man spürt in jeder Zeile, dass Stefan Merath seit dem „Weg zum erfolgreichen Unternehmer“ etwa 3-mal so lange selbst Unternehmer und 5-mal so lange Unternehmercoach ist. Und er hat mit 1000-mal so vielen Unternehmern als KundInnen gearbeitet. Manche davon wurden beste Arbeitgeber Deutschlands. All seine Erfahrung steckt in diesem Buch. Dieses Buch bietet: Antworten, wie du den alltäglichen Zwängen entkommst Einen klaren Entwicklungspfad, um der/die beste Unternehmer/in zu werden, der/die du sein kannst. Und zwar mindestens 10-mal schneller und fokussierter als bislang. Ein Unternehmerbild, das sich radikal von dem sonst in der Öffentlichkeit und Erfolgsliteratur üblichen unterscheidet Wege, Strategien innerhalb von 3 Monaten nicht nur zu entwickeln, sondern auch umzusetzen Wege, dein Team in High-Speed zu trainieren Die Antwort, wie du ein Flow-Team schaffst – ein maximal begeistertes Team in Höchstleistung Die Kunst, wie du in jeder Situation innere Ruhe bewahrst Den Trainings-Kodex der Schwarzgurt-Unternehmer Deinen Weg, Unternehmersein voller Lebensfreude, Sinn, Erfüllung und Selbstbestimmung zu erleben Die Welt wird sich durch die Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz die nächsten 10 Jahre mehr verändern als in den letzten 250 Jahren. Kein Witz! Disruption, Dauerumbrüche und Krisen werden in allen Branchen der Normalfall. Die einzige Chance, diese Zeit zur besten deines Lebens zu machen, liegt darin, zuerst dich zur bestmöglichen Unternehmerin/zum bestmöglichen Unternehmer zu entwickeln. Autor: Stefan Merath Herausgeber: GABAL Verlag Offenbach, 2024 Seiten: 456 Seiten Erscheinungsdatum: 7. März 2024 ISBN: 978-3-96739-177-0 ISBN (EPUB): 978-3-96740-356-5 ISBN (PDF): 978-3-96740-355-8 (Quelle: GABAL Verlag, 2024) Links und Informationen Mehr zu Stefan Merath, den Büchern und seinem Expertenteam erfährst Du auf: www.unternehmercoach.com Link zum Buch

  6. May 28

    Betrugsversuche im Fuhrpark: erkennen, verstehen, verhindern

    Sie erfahren in dieser Folge, … …welche Betrugsmuster im Fuhrpark besonders häufig vorkommen, warum Schäden oft lange unentdeckt bleiben, wo Unternehmen besonders anfällig sind, welche Rolle Tankkarten, Daten und Prozesse spielen, wie sich Kontrolle und Vertrauen sinnvoll verbinden lassen, welche Maßnahmen Betrugsversuche wirksam reduzieren können und warum Prävention deutlich günstiger ist als spätere Schadensbegrenzung Interviewpartner: Marc-Oliver Prinzing ist Geschäftsführender Gesellschafter der carmacon GmbH sowie Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Betriebliche Mobilität e. V., Mannheim. Weitere Informationen –> Marc bei LinkedIn –> Mobilitätsverband –>  Video-Podcast „Müller & Prinzing“ mit vielen weiteren wichtigen Impulsen! Im Interview: Marc-Oliver Prinzing Das Thema Betrugsversuche im Fuhrpark: Wo Unternehmen Geld verlieren – ohne es zu merken Manipulierte Tankabrechnungen, missbräuchlich genutzte Tankkarten, falsche Kilometerangaben oder private Nutzung auf Unternehmenskosten: Betrugsversuche im Fuhrpark sind näher an der Realität vieler Unternehmen, als man zunächst vermuten würde. Das Problem: Viele Fälle bleiben lange unentdeckt. Die Schäden summieren sich oft schleichend – und entstehen genau dort, wo Prozesse, Transparenz oder Kontrollen fehlen. Im Gespräch mit Marc-Oliver Prinzing geht es um typische Betrugsmuster im Fuhrpark, organisatorische Schwachstellen und die Frage, warum Unternehmen häufig erst reagieren, wenn bereits erhebliche Kosten entstanden sind. Dabei wird deutlich: Betrugsprävention bedeutet nicht Misstrauen gegenüber Mitarbeitenden, sondern professionelle Strukturen, klare Prozesse und intelligente Auswertung von Daten. Marc-Oliver Prinzing erklärt anhand praktischer Beispiele, wie Betrugsversuche typischerweise ablaufen, wo Unternehmen besonders anfällig sind, welche Warnsignale oft übersehen werden und welche Maßnahmen wirklich helfen. Ein spannendes Gespräch über Risiken, Verantwortung und darüber, wie Unternehmen ihren Fuhrpark besser schützen können.

  7. Apr 17

    Talente entdecken. Zukunft gewinnen.

    Wir sprechen daüber, … warum Praktika für junge Menschen ein Schlüssel sein können, um eigene Stärken und Talente zu entdecken. weshalb Unternehmen schon viel früher ansetzen müssen, wenn sie die Fachkräfte von morgen gewinnen wollen. wie aus einem Pflichtpraktikum eine echte Chance für Berufsorientierung und Nachwuchsgewinnung wird. warum gute Praktikumserfahrungen motivieren – und schlechte aber  Jugendliche dauerhaft abschrecken können. wie Schulen, Eltern und Unternehmen gemeinsam dazu beitragen können, junge Menschen besser auf ihrem Weg zu begleiten. Im Interview mit Kay Lied: Osman Citir, Jugendcoach, Buchautor und Gründer von praktikumskompass.de Im Gespräch mit Kay Lied: Osman Citir Die Azubis von morgen gewinnen Warum ein gutes Praktikum heute über Fachkräfte von morgen entscheidet Fachkräftemangel beginnt oft viel früher, als viele Unternehmen denken: nämlich in dem Moment, in dem junge Menschen erstmals mit der Arbeitswelt in Berührung kommen. Kay Lied hat dazu einige Fragen an Experten Osman Citir. Im Themen-Radio-Gespräch im Rahmen des 22. Weilburger Unternehmerfrühstücks erklärt Osman Cetir, warum Praktika weit mehr sind als ein kurzer Pflichttermin im Lebenslauf – und weshalb sie für Unternehmen zu einem echten strategischen Instrument der Nachwuchsgewinnung werden können. Osman Cetir beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Berufsorientierung, Ausbildungsmarketing und der Frage, wie Jugendliche motiviert und realistisch an ihre berufliche Zukunft herangeführt werden können. Seine zentrale Botschaft: Ein Praktikum entscheidet häufig darüber, ob ein junger Mensch sich eine Ausbildung überhaupt vorstellen kann – oder ob er innerlich schon wieder abspringt. Im Podcast geht es darum, warum viele Schülerpraktika heute noch zu kompliziert, zu zufällig oder zu wenig attraktiv organisiert sind. Osman Cetir zeigt, weshalb genau darin für Unternehmen eine große Chance liegt: Wer sich frühzeitig sichtbar macht, Jugendliche ernst nimmt und Praktika professionell begleitet, kann nicht nur positive Erfahrungen schaffen, sondern sich auch als attraktiver Ausbildungsbetrieb positionieren. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist die Plattform praktikumskompass.de. Sie will Jugendlichen den Zugang zu passenden Praktikumsplätzen erleichtern und gleichzeitig Unternehmen dabei helfen, den Prozess effizienter und zielgerichteter zu gestalten. Dabei wird deutlich: Es geht nicht darum, möglichst viele Praktikanten aufzunehmen, sondern sich im richtigen Moment überzeugend zu präsentieren und Kontakte systematisch aufzubauen. Spannend ist auch der Blick auf die Perspektive von Schulen, Eltern und Personalverantwortlichen. Das Interview macht deutlich, wie groß die Hürden für junge Menschen oft tatsächlich sind – und wie schnell Frust entsteht, wenn Bewerbungen unbeantwortet bleiben oder unpersönlich abgelehnt werden. Gerade hier sieht Osman Cetir einen entscheidenden Hebel: Unternehmen können schon mit kleinen Veränderungen in Kommunikation und Prozess einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen. Der Podcast richtet sich an Ausbildungsbetriebe, Personalverantwortliche, Unternehmerinnen und Unternehmer sowie an alle, die junge Menschen besser für Ausbildung und Beruf begeistern wollen. Wer wissen möchte, wie aus einem oft unterschätzten Thema ein echter Wettbewerbsvorteil werden kann, bekommt hier viele praktische Denkanstöße.

  8. Feb 13

    Elektromobilität, Software und das Batterie-Ökosystem

    Was Sie erfahren: Warum Elektromobilität das bestehende Ökosystem fundamental verändert Welche Rolle Batterie-Management für Restwerte und Wirtschaftlichkeit spielt Warum längere Laufzeiten und Multicycle-Modelle an Bedeutung gewinnen Welche strategischen Herausforderungen chinesische Hersteller im europäischen Markt haben Wie Software Produktionskosten, Servicequalität und Kundenerlebnis beeinflusst Welche neuen Kompetenzen (Chemie, IT, Datenanalyse) im Mobilitätsumfeld erforderlich werden Warum Unternehmen heute parallel operativ handeln und strategisch neu bauen müssen Im Interview: Dr. Markus Collet Das Thema Elektromobilität, Software und das Batterie-Ökosystem – strategische Implikationen für Fuhrpark & Mobilität Die Elektrifizierung von Fahrzeugflotten ist weit mehr als ein Technologiewechsel. Im Gespräch mit Dr. Markus Collet, Partner und Leiter der Auto-Mobility-Plattform bei Corporate Value Associates**, wird deutlich: Elektromobilität verändert das gesamte Ökosystem der automobilen Wertschöpfung – von der Produktion über Finanzierung und Leasing bis hin zu After Sales, Restwertmanagement und Recycling. Während Elektrofahrzeuge bislang häufig als „ergänzende Technologie“ betrachtet wurden, rückt mit zunehmender Marktdurchdringung die wirtschaftliche Tragfähigkeit in den Fokus. Hersteller und Leasinggesellschaften müssen künftig nicht nur Fahrzeuge produzieren, sondern profitabel betreiben, servicieren und im Zweit- und Drittzyklus managen. Ein zentrales Thema ist dabei die Batterie. Sie ist kein klassisches mechanisches Bauteil, sondern ein chemisches System – mit entsprechend neuen Anforderungen an Know-how, Bewertung, Wartung und Restwertprognose. Gleichzeitig entstehen neue Geschäftsmodelle rund um Second Life, Recycling und Multicycle-Nutzung. Ein weiterer entscheidender Faktor ist Software. Sie entwickelt sich zunehmend zum Differenzierungsmerkmal zwischen Herstellern. Over-the-Air-Updates, telematikgestützte Fehlerdiagnose, datenbasierte Serviceprozesse und digitale Plattformen verändern Produktionslogik, Kundenbeziehung und After-Sales-Strukturen grundlegend. Auch im internationalen Wettbewerb zeigen sich Unterschiede: Chinesische Hersteller verfügen über hohe Kompetenz in Produkttechnologie, stehen jedoch im europäischen Markt vor Herausforderungen im Flottenmanagement, bei Restwertstabilität und Serviceinfrastruktur. Für Fuhrparkverantwortliche bedeutet dies: Neben der operativen Steuerung bestehender Flotten müssen strategische Weichen für 2030 gestellt werden – insbesondere in den Bereichen IT-Plattformen, Partnerschaften, Ladeinfrastruktur, Kostenkontrolle und Asset-Management. Das Interview basiert auf dem ausführlichen Gespräch mit Dr. Collet. Zum Interviewpartner Dr. Markus Collet Partner und Leiter der Auto-Mobility-Plattform Corporate Value Associates – Paris/Berlin Markus Collet leitet den Bereich Automobil-Mobilität bei Corporate Value Associates. Er verfügt über umfassende Expertise entlang des gesamten Fahrzeuglebenszyklus und der langfristigen Entwicklung automobiler Wertschöpfungsketten. Darüber hinaus berät er Private-Equity-Gesellschaften bei Investitionen im Automobilsektor und verfügt über fundierte Erfahrung im Leasinggeschäft sowie im Aufbau entsprechender Geschäftsmodelle.

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