Warum haben wir diese Weine für euch ausgewählt? Bekannte Weißweine, Weine, deren Namen uns schon oft begegnet sind und deren Geheimnisse wir lüften wollen. Wir haben sie nach ihrer Typizität, aber auch nach dem Markt ausgesucht. Also ein kleiner Spagat. Natürlich haben wir einen Riesling dabei, denn wenn wir über deutsche Weißweine sprechen, kommen wir am Riesling nicht vorbei. Riesling gibt es in allen 13 Anbaugebieten, wir haben uns die Mosel ausgesucht, typischer Riesling, typisch Mosel. Vom Grauburgunder hat jeder schon gehört, er ist oft ein Wein, der nicht in Erinnerung bleibt und eher stiefmütterlich behandelt wird. Mit dieser Auswahl wollen wir zeigen, dass es eben auch anders sein kann, nämlich sehr gut und sehr interessant. Dazu haben wir einen Sylvaner aus Franken, eine autochthone Rebsorte, die ursprünglich aus Österreich kommt, dort aber eigentlich keine Rolle mehr spielt, sondern überwiegend in Rheinhessen angebaut wird. Bei uns jedoch typisch fränkisch. Aus Frankreich kommt Chardonnay. Für viele ist dies die erste Assoziation mit französischen Weißweinen. Wir haben uns für Chablis entschieden, weil die dortigen Weine mit ihrer kühlen Eleganz sehr charakteristisch sind. Außerdem einen Sancerre, Sauvignon Blanc von der Loire, ebenfalls sehr typisch, sehr ausdrucksstark, super oldschool. Hat überhaupt nichts mit diesen quietschigen, lauten Sauvignon Blanc zu tun, die wir aus Neuseeland kennen. Zum Schluss noch ein echter Querschläger, ein Gewürztraminer, eine Rebsorte, von der man vielleicht schon gehört hat, die man aber geschmacklich wahrscheinlich nicht im Kopf hat.