Kai spricht über seine Leidenschaft zum Blues: „Ich hab mir ja nicht eine Lieblingsmusik ausgesucht. Das macht kein Mensch, so geht man nicht an diese Sache ran.“ Und er erzählt von seiner ersten Schallplatte „Giants of Rock`n Roll“. Das Resultat? Die Haare wurden länger, Jeans und Lederjacke waren angesagt und Eddie van Halen wurde sein Superheld ... Die Rockmusiker der damaligen Zeit waren für uns wie Superhelden. Kai nahm Gitarrenunterricht seit dem er etwa elf war an der örtlichen Musikschule. Mit einer Akustikgitarre, „klassische Gitarre habe ich nie gelernt“, ohne Notenlehre, meist mit Hilfe von Tabulaturen oder durch Vorspielen und Nachspielen. Er fing an mit Kinderliedern, Stücken von Reinhard Mey und Cat Stevens. Da die Musikschule auch eine Rockband hatte, kam dann so mit 14 Jahren auch die Liebe zur elektrischen Gitarre. Mit 17 kam dann die erste eigene Band. Die Haare wurden länger, Jeans und Lederjacke waren angesagt und Eddie van Halen war sein Superheld. Parallel zum Hard Rock entdeckte Kai die Bluesmusik für sich, „ohne nachzudenken“ kam sie einfach zu ihm. Und sie blieb bis heute ... Ich denke nicht in Genres bei der Musik, die ich höre. „Auch als Bluesmusiker ist es natürlich erlaubt, mal Black Sabbath zu hören. Überhaupt bin ich sehr breit aufgestellt, wenn ich dreiviertel der Zeit Blues höre, sieht das letzte Viertel ganz anders aus, mal Motörhead, mal Zappa. Es gibt für alles einen richtigen Zeitpunkt. Im Moment höre ich zum Beispiel viel Jazz. Das kann bald aber auch wieder etwas ganz Anderes sein.“ Nicht systemrelevant? Als Kai im letzten Frühjahr von Politikern erfahren musste, dass Künstler nicht systemrelevant sind, traf ihn das sichtlich: „Das Wort hat mich mehr getroffen, als dass ich jetzt meine Rücklagen aufbrauchen muss. Dass ich nichts zähle, in dem, was ich seit 25 Jahren mache, das war für mich schlimmer als der finanzielle Verlust. Ich kann leider keine Meisterprüfung mit der Bluesgitarre vor irgendeiner Handwerkskammer ablegen wie zum Beispiel ein Fliesenleger. Wir, die Schauspieler, Maler, Musiker, ja alle Künstler uns sagt man quasi „dass es auf deutsch gesagt nichts wert ist - das was wir da machen. Ich kann keine Partei wählen, die so etwas sagt. Der, für den ich nicht relevant bin, der ist für mich auch nicht relevant, das tut mir leid. Wir fühlen uns so´n bisschen wie Robin Hood und seine Truppe, die Geächteten im Wald. Ich möchte gerne die Musik spielen, die mir am Herzen liegt. Ich würde auch umsonst spielen. Geld ist für mich nur ein notwendiges Nebenprodukt.“ Besucht ihn mal unter https://www.kaistrauss.com