Leipzigs neue Seiten

Stiftung Buchkunst

Leipzig, die alte Welthauptstadt des gedruckten Wortes, hat sich neu erfunden: In den Biotopen von HGB und HTWK erproben sich angehende Gestalter:innen; später gründen sie ihre eigenen kreativen Netzwerke, Büros, Verlage. In Gesprächen und Reportagen stellen wir die spannendsten Positionen vor. Die Zukunft des Buchs ist – Leipzig. https://www.stiftung-buchkunst.de/de/leipzigs-neue-seiten.html

  1. Jul 30

    Folge #13: Happy Little Accidents oder Schönere Unfälle braucht das Land!

    Für die neue Folge unseres Podcasts sind wir verabredet mit Tobias Dahl und Patrick Martin. Im Leipziger Waldstraßenviertel führen die beiden, deren Zusammenarbeit in den Nullerjahren über das gemeinsame Studium in Weimar begann und eng mit der Geschichte von M Books verknüpft ist, das Büro Happy Little Accidents, kurz HLA. 2019 erhielten sie für ihr im Kettler Verlag zu einer Ausstellung des NRW Forums erschienenes Buch „Im Zweifel für den Zweifel - Die große Weltverschwörung“ den Förderpreis für junge Buchgestaltung der Stiftung Buchkunst. Zuletzt hatten die beiden einen regelrechten Lauf: Zwei Mal hintereinander gestalteten die Wahl-Leipziger eines der „Schönsten deutschen Bücher“: Im Wettbewerb der Stiftung Buchkunst wurden sie 2024 für das bei Park Books erschienene Architekturbuch „Ontologie der Konstruktion“ ausgezeichnet, 2025 waren sie mit „Constructive Disobedience“, publiziert bei Birkhäuser, unter den schönsten 25. Im Podcast sprechen wir mit Tobias und Patrick über Wege vom Studium in den Job, über das Suchen und Finden von bezahlbaren Büroräumen und Qualitäts-Maßstäben, über das Gestalten von Büchern, Magazinen, ganzen Ausstellungen oder Platten-Artworks und die manchmal lähmenden Mahlwerke öffentlicher Wettbewerbe und Ausschreibungen. Und schließlich übers kreative Pingpong zweier herausragender Gestalter, das – Grüße gehen raus an Bob Ross! - alles andere als ein Unfall ist. Dank wie immer an Carolin Blöink (Layout, Audioeinbindung), Steffen Brosig (Schnitt) und Gert Mothes (Fotos): Ohne euch gäbe es das hier nicht! https://happy-little-accidents.de

  2. 09/19/2025

    Folge #12.3: Bettina Mönch oder Geht nicht gibt’s nicht!

    Erstmals in der Geschichte dieses Podcasts produzieren wir eine Folge, die eigentlich aus drei Teilfolgen besteht. Ein Tryptichon, ein richtig dickes Ding, mit viel Tiefenbohrung. Ein Anstoß war das Themenjahr, das Leipzig 2025 ausgerufen hat: Im Rahmen von „Mehr als eine Geschichte. Buchstadt Leipzig“ widmen sich zahlreiche Veranstaltungen der Geschichte und Gegenwart von Literatur und Büchern in der Messestadt. Wir von der Stiftung Buchkunst haben uns für Leipzig als Ort des Grafischen Gewerbes, der Schwarzen Kunst, der Buchmacher zu interessieren begonnen. In den letzten Monaten sind wir drei Buchbinderinnen begegnet, drei starken Frauen aus verschiedenen Generationen, deren Lebens- und Berufsgeschichte untrennbar mit der Geschichte der Buchstadt Leipzig verbunden ist. In der dritten und letzten Teilfolge möchten wir euch mit Bettina Mönch bekannt machen. Bettina, Jahrgang 1965, übernimmt nach ihrer Buchbinder-Lehre die Familienfirma, die ihr Großvater Werner Kretzschmar 1949 gegründet hat. 2003 gründet sie mit ihrem jüngeren Bruder André, einem studierten Drucktechniker, die Buchbinderei Mönch oHG – die Expertise der Geschwister erlaubt die Kombination von Industrie- und handwerklicher Buchbinderei. Von 2007 bis 2023 ist die Firma im Leipziger Tapetenwerk angesiedelt. Bei Mönch gebundene Bücher erhalten zahlreiche Auszeichnungen – die höchste gab es 2003 im Wettbewerb der „Schönsten Bücher aus aller Welt“: Der Band bei Hatje Cantz erschienene Band „Rewind Forward“ von Olaf Nicolai erhielt die „Goldene Letter“. Die verkürzten Bogen, die damals noch Bettina Mönchs handwerkliches Geschick auf einer alten, mittels Fußpedal betriebenen Fadenheftmaschine erforderte, sind inzwischen industrieller Standard geworden. 2023 hat Bettina Mönch, schweren Herzens, das Tapetenwerk verlassen – und bietet, oft in Zusammenarbeit mit Leipziger Druck-Kollegen wie Andreas Pöge – noch punktuell kleinere Projekte an. Dank wie immer an Carolin Blöink (Layout, Audioeinbindung), Steffen Brosig (Schnitt) und Gert Mothes (Fotos).

  3. 09/17/2025

    Folge #12.2: Katja Zwirnmann oder Die Idee des Grafischen Ateliers

    Erstmals in der Geschichte dieses Podcasts produzieren wir eine Folge, die eigentlich aus drei Teilfolgen besteht. Ein Tryptichon, ein richtig dickes Ding, mit viel Tiefenbohrung. Ein Anstoß war das Themenjahr, das Leipzig 2025 ausgerufen hat: Im Rahmen von „Mehr als eine Geschichte. Buchstadt Leipzig“ widmen sich zahlreiche Veranstaltungen der Geschichte und Gegenwart von Literatur und Büchern in der Messestadt. Wir von der Stiftung Buchkunst haben uns für Leipzig als Ort des Grafischen Gewerbes, der Schwarzen Kunst, der Buchmacher zu interessieren begonnen. In den letzten Monaten sind wir drei Buchbinderinnen begegnet, drei starken Frauen aus verschiedenen Generationen, deren Lebens- und Berufsgeschichte untrennbar mit der Geschichte der Buchstadt Leipzig verbunden ist. Heute möchten wir euch mit Katja Zwirnmann und ihrem Graphischen Atelier auf der Leipziger Baumwollspinnerei bekannt machen. Es ist zugleich Werkstatt und Laden, zu finden gegenüber von Halle 14, die ihr als Buch-Begeisterte vermutlich von unserem Projekt „Fourteen presents Fourteen“ kennt, dort zeigen wir ja in Kooperation mit der Kunstbibliothek der Halle 14 die prämierten Titel der „Schönsten Bücher aus aller Welt“. Heute geht es auf die andere Seite der gepflasterten Straße – zu Katja Zwirnmann, Jahrgang 1973, gelernte Buchbinderin und Absolventin der HGB. Dank wie immer an Carolin Blöink (Layout, Audioeinbindung), Steffen Brosig (Schnitt) und Gert Mothes (Fotos). http://www.stiftung-buchkunst.de/de/leipzigs-neue-seiten.html

  4. 09/15/2025

    Folge #12.1: Katrin Adler oder Zwischen Kunst und Handwerk

    Erstmals in der Geschichte dieses Podcasts produzieren wir eine Folge, die eigentlich aus drei Teilfolgen besteht. Ein Tryptichon, ein richtig dickes Ding, mit viel Tiefenbohrung. Ein Anstoß war das Themenjahr, das Leipzig 2025 ausgerufen hat: Im Rahmen von „Mehr als eine Geschichte. Buchstadt Leipzig“ widmen sich zahlreiche Veranstaltungen der Geschichte und Gegenwart von Literatur und Büchern in der Messestadt. Wir von der Stiftung Buchkunst haben uns für Leipzig als Ort des Grafischen Gewerbes, der Schwarzen Kunst, der Buchmacher zu interessieren begonnen. In den letzten Monaten sind wir drei Buchbinderinnen begegnet, drei starken Frauen aus verschiedenen Generationen, deren Lebens- und Berufsgeschichte untrennbar mit der Geschichte der Buchstadt Leipzig verbunden ist. Wir freuen uns, euch in dieser und den beiden kommenden Folgen mit Katrin Adler, Katja Zwirnmann und Bettina Mönch bekanntmachen zu können. Los geht es in einem Hinterhof im Waldstraßen-Viertel, wo Katrin Adler mit Ihrer Werkstatt gerade vom ersten Stock ins Erdgeschoss umgezogen ist. Katrin Adler ist der Buchbinder-Beruf in die Wiege gelegt worden. Dass sie ihn beim eigenen Vater erlernen durfte, ist den wunderlichen Verhältnissen in der DDR zu verdanken. Später hat sie an der HGB studiert – wenn jemand weiß, wie Künstler ticken, dann ist es Katrin Adler. Dank wie immer an Carolin Blöink (Layout, Audioeinbindung), Steffen Brosig (Schnitt) und Gert Mothes (Fotos). http://www.stiftung-buchkunst.de/de/leipzigs-neue-seiten.html

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Leipzig, die alte Welthauptstadt des gedruckten Wortes, hat sich neu erfunden: In den Biotopen von HGB und HTWK erproben sich angehende Gestalter:innen; später gründen sie ihre eigenen kreativen Netzwerke, Büros, Verlage. In Gesprächen und Reportagen stellen wir die spannendsten Positionen vor. Die Zukunft des Buchs ist – Leipzig. https://www.stiftung-buchkunst.de/de/leipzigs-neue-seiten.html

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