"ERZÄHL MIR NIX VON HOCHKULTUR" - Das analoge Telefongespräch -

Selcuk Cara

1. INTERVIEWS MIT NAMHAFTEN KÜNSTLER*INNEN AUS ALLEN BEREICHEN DER KUNST-/ KULTURSZENE. 2. INTERVIEWS MIT NAMHAFTEN INTERDISZIPLINÄREN KÜNSTLER*INNEN. 3. INTERVIEWS MIT NAMHAFTEN KÜNSTLER*INNEN AUF UND HINTER DER BÜHNE 4. INTERVIEWS MIT NAMHAFTEN INTENDANT*INNEN, KULTURMANAGER*INNEN UND PRODUZENT*INNEN. 5. INTERVIEWS MIT NAMHAFTEN KUNST- / KULTURINTERESSIERTEN POLITIKER*INNEN. 6. INTERVIEWS MIT NAMHAFTEN KUNST-/ KULTURFÖRDERERN, SPONSOREN, MÄZENEN.

Episodes

  1. 07/12/2021

    FRANZISKA SEVERIN - OPERNDIREKTORIN

    Selcuk Cara: "Viele Leute kennen Dich und ich habe noch nie etwas Schlechtes über Dich gehört. Jetzt kommt die erste Frage - viel Spass dabei: Warum ist das so?" - - - Franziska Severin, Operndirektorin Oper Leipzig, geboren in Berlin. Studium der Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Während des Studiums Regie-Hospitantin an der Deutschen Oper Berlin. 1987 Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes Berlin mit Aufenthalt in Bayreuth. Gründungsmitglied der Off-Theatergruppe »Comp&Co« (Leitung Peter Lund, u.a. »Fledermaus« im Transformtheater). 1987 bis 1991 Regieassistentin an der Deutschen Oper Berlin, u. a. bei Götz Friedrich, Johannes Schaaf, John Dew, Giancarlo del Monaco, außerdem bei Jürgen Rose und Roman Polanski. 1992-95 Spielleiterin und persönliche Assistentin des Intendanten Giancarlo del Monaco an der Oper Bonn. 1995-96 Oberspielleiterin an der Oper Bonn. 1993 Eröffnungsinszenierung des Teatro Coccia in Novara (»Les Huguenots«); weitere Gastinszenierungen von Opern und Operetten am Metropol-Theater Berlin, am Stadttheater Gießen, am Stadttheater St. Gallen, am Theater Lübeck, an der Opéra de Nice, am Theater Klagenfurt, den Opernhäusern von Montpellier und Catania sowie zuletzt bei den Händelfestspielen Halle 2011 mit der Produktion »Ottone, Re di Germania«. Von 2001 bis 2008 Operndirektorin am Stadttheater St. Gallen mit Inszenierungen wie »Le nozze di Figaro«, »Die Entführung aus dem Serail«, »La Cenerentola«, »Tosca«, »Carmen«, »Die lustigen Weiber von Windsor« sowie »Les contes d‘Hoffmann«. An der Musikalischen Komödie Leipzig 2000 »Die Csárdásfürstin«. Seit der Spielzeit 2008 /09 ist Franziska Severin Operndirektorin der Oper Leipzig.

  2. 07/09/2021

    LUIGI TOSCANO - FOTO / FILM

    SELCUK CARA: "SIND SIE EIN GUTER MENSCH?" LUIGI TOSCANO: "....." - - - GEGEN DAS VERGESSEN ist das multimediale Erinnerungsprojekt des deutsch-italienischen Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano. Seit 2014 trifft und porträtiert er dafür weltweit Überlebende der NS-Verfolgung. Mehr als 400 dieser Begegnungen gab es bereits in Deutschland, den USA, Österreich, der Ukraine, Russland, Israel, den Niederlanden und Weißrussland. Und noch werden es mehr, doch die Jahre sind gezählt: In nicht allzu ferner Zukunft wird es keine lebenden Zeitzeugen mehr geben. - - - Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano ist ein Autodidakt mit bewegter Vita. Als Dachdecker, Türsteher und Fensterputzer erlebte der Sohn italienischer Gastarbeiter seine Umwelt aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Dass sich daraus eine künstlerische Laufbahn entwickelt, ist ungewöhnlich. Luigi Toscanos Arbeiten stellen Menschen in den Mittelpunkt und erzählen die Geschichten hinter dem Sichtbaren. Seine Kunst spricht eine Sprache, die jeder verstehen kann. Diese nutzt er auch, um sich klar zu positionieren und gesellschaftspolitische Zeichen zu setzen. Mehr und mehr erobert er dafür den öffentlichen Raum. Häuserfassaden, Plätze oder Parks: Statt hinter abgeschirmten Museumstüren werden seine Bilder an frei zugänglichen Orten präsentiert. Erstmals kam dieses Konzept 2014 zum Einsatz: Mit Heimat_Asyl brachte Luigi Toscano die überlebensgroßen Porträts und die Geschichten von Asylbewerbern an einen zentralen Platz seiner Heimatstadt Mannheim – und damit ins Bewusstsein Tausender Menschen. Im Jahr 2014 rief er dann GEGEN DAS VERGESSEN ins Leben. 2021 wurde Luigi Toscano zum UNESCO Artist for Peace berufen – als erster Fotograf überhaupt.

  3. 07/01/2021

    ZORAN TODOROVICH - TENOR

    Opernsänger Zoran Todorovich spricht über sein Künstlerleben mit Edita Gruberová, Barrie Kosky, Ioan Holender, Neil Shicoff, Christof Loy, Tatjana Gürbaca sowie seinen Lehrer Hanno Blaschke und seinen Förderer Hans-Peter Lehmann. Von Robert de Niro und einem italienischen Restaurant bis hin zu weißen Zähnen im Wilden Westen und Pferdeflüsterern in Europa ... - - - Der serbische Tenor Zoran Todorovich wurde in Frankfurt und München ausgebildet. Er begann seine musikalische Laufbahn in Detmold und Hannover. Den internationalen Durchbruch brachten ihm seine Debüts an der Wiener Staatsoper u.a. als Pinkerton, Alfredo, mit der Titelpartie von Donizettis Roberto Devereux und Pollione in Bellinis Norma. Darüber hinaus singt er Partien des französischen und italienischen Repertoires wie Verdis Herzog (Rigoletto), Don Carlo und Don Álvaro (La forza del destino), Puccinis Rodolfo (La Bohème), Dick Johnson (La fanciulla del West), Cavaradossi (Tosca) oder Don José (Carmen). Er gastierte in Nizza, Marseille, Lyon, Paris, Brüssel, London, bei den Bregenzer Festspielen, in Madrid, San Francisco, Tokyo und Barcelona ebenso wie in Berlin, Hamburg, Frankfurt, München und Dresden. Zoran Todorovich arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Mehta, Viotti, Luisi, Young und Runnicles. An der Opera Vlaanderen war er als Lohengrin und Eléazar (Halévys La Juive) zu erleben, sowie als Apollo (Daphne) in Hamburg und an der Deutschen Oper am Rhein als Kalaf (Turandot), Pinkerton und Otello.

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