Das Klima-Labor von ntv

Was hilft wirklich gegen den Klimawandel? Funktioniert Klimaschutz auch ohne Job-Abbau und wütende Bevölkerung? Das "Klima-Labor" ist der ntv-Podcast, in dem Clara Pfeffer und Christian Herrmann Ideen, Lösungen und Behauptungen der unterschiedlichsten Akteure auf Herz und Nieren prüfen. Ist Deutschland ein Strombettler? Rechnen wir uns die Energiewende schön? Vernichten erneuerbare Energien Arbeitsplätze oder schaffen sie welche? Warum wählen Städte wie Gartz die AfD - und gleichzeitig einen jungen Windkraft-Bürgermeister? Das Klima-Labor von ntv: Jeden Donnerstag eine halbe Stunde, die informiert, Spaß macht und aufräumt - ohne Streit, in ausführlichen Gesprächen mit führenden Köpfen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft. Bei ntv und überall, wo es Podcasts gibt: RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify, RSS-Feed Ihr habt eine Frage an uns? Schreibt eine E-Mail an klimalabor@ntv.de Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de

  1. 2d ago

    Jürgen Trittin über Emissionshandel, Merz und Reiche: "Wir erleben palliative Industriepolitik" | Teil 2

    Der Emissionshandel ist neben dem Atomausstieg und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz die dritte Säule der Energiewende. Die Industrie rüttelt daran. Darüber kann Jürgen Trittin nur schmunzeln. Der Grünen-Politiker hat das System als Bundesumweltminister vor gut 20 Jahren eingeführt: "Wie ernst kann man eine Lobby nehmen, die heute bekämpft, was sie früher gefordert hat?", fragt er im Podcast. Die Probleme der Wirtschaft haben ihm zufolge eine andere Ursache: Deutschland zaudert. "Es gibt in der SPD wie in der CDU die Neigung, zu glauben, dass Veränderung besser gelingt, wenn man sie verzögert", sagt Trittin. "Je länger die Transformation andauert, umso länger zahlen wir doppelt." Das ist ihm zufolge auch beim Kanzler und der Wirtschaftsministerin nicht angekommen. "Frau Reiche hat lange Zeit für den Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und für den Gaszweig von Eon gearbeitet. Diese Arbeit setzt sie fort.", sagt Trittin. "Und der Kanzler kommt nicht aus der Wirtschaft, der war Anwalt der Wirtschaft." Der frühere Minister ist überzeugt: Macht Merz weiter wie bisher, hat er Industriekonzerne wie Heidelberg Materials und Wacker Chemie auf dem Gewissen. Anders als sein früherer Arbeitgeber, der Vermögensverwalter Blackrock: "Die möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich in Schutz nehmen. Das Geschäft ist auf langfristige Rendite ausgerichtet. Dafür muss man in Geschäftsmodelle mit Zukunft investieren. Die Anlagestrategie ist weit besser als die Politik des Kanzlers." Gast: Jürgen Trittin. Der gebürtige Bremer saß von 1998 bis 2024 für die Grünen im Bundestag. Von Juni 1990 bis Juni 1994 war er niedersächsischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und von Oktober 1998 bis November 2005 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Unter seiner Ägide wurde in dieser Zeit die drei Säulen der Energiewende eingeführt, verabschiedet und vereinbart: das Erneuerbare-Energien-Gesetz (2000), der Atomausstieg (2000) und der Emissionshandel (2005). Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

    Jürgen Trittin über Emissionshandel, Merz und Reiche: "Wir erleben palliative Industriepolitik" | Teil 2
  2. 5d ago

    Jürgen Trittin erklärt, warum Strom teuer wurde: Energiewende musste 16 Jahre feindlicher Regierung überstehen | Teil 1

    Als die Energiewende beginnt, verspricht der damalige Umweltminister Jürgen Trittin: Sie wird für deutsche Haushalte nicht teurer als eine Kugel Eis. Ein Euro im Monat reicht für den Umstieg von Atomkraft und Kohle auf Erneuerbare. Die Rechnung geht nicht auf. Die Strompreise steigen. Haushalte und Wirtschaft beschweren sich. Die Energiewende gerät als zu teuer in Verruf. Das allerdings liegt nicht an den erneuerbaren Energien und der Einspeisevergütung, sagt Trittin im Podcast: "Die Strompreise gingen nach unten", beschreibt er den Beginn der Energiewende. Denn durch Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hätten die großen Energiekonzerne mit ihren Atom- und Kohlekraftwerken ihr Monopol verloren. Warum ist Strom dann teurer geworden? Für diese Entwicklung macht Trittin die Union und die FDP verantwortlich. Die EEG-Umlage sei von der schwarz-gelben Merkel-Regierung "vorsätzlich in die Höhe getrieben" worden, um den Kohlekonzernen zu helfen und den Atomausstieg rückgängig zu machen. Dafür mussten die Erneuerbaren als zu teuer denunziert werden. "Schwarz-Gelb hat vorsätzliche Deindustrialisierung betrieben", sagt Trittin. Die Energiewende habe von 2005 bis zur Ampel 16 Jahre feindlicher Regierung überstanden. Gast: Jürgen Trittin. Der gebürtige Bremer saß von 1998 bis 2024 für die Grünen im Bundestag. Von Juni 1990 bis Juni 1994 war er niedersächsischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und von Oktober 1998 bis November 2005 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Unter seiner Ägide wurde in dieser Zeit die drei Säulen der Energiewende eingeführt, verabschiedet und vereinbart: das Erneuerbare-Energien-Gesetz (2000), der Atomausstieg (2000) und der Emissionshandel (2005). Teil zwei des Gesprächs erscheint am Sonntag. Dann sprechen wir mit Jürgen Trittin über die Industrie und die Anfänge des Emissionshandels und natürlich Friedrich Merz und Katherina Reiche. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

    Jürgen Trittin erklärt, warum Strom teuer wurde: Energiewende musste 16 Jahre feindlicher Regierung überstehen | Teil 1
  3. Aug 6

    "Klug gemacht, sparen 100 Prozent Erneuerbare 120 Milliarden Euro im Jahr" | Hartmut Fischer (Energy Watch Group)

    Das Narrativ hält sich hartnäckig: Die Energiewende ist zu komplex und teuer. Dabei wird häufig vergessen, dass Deutschland jedes Jahr für 80 Milliarden Euro Erdöl und Erdgas importiert. Geld, das einfach verschwindet. Diese Summe schrumpft jedoch, je weiter die Energiewende voranschreitet. Jedes zusätzliche E-Auto und jede zusätzliche Wärmepumpe sparen langfristig Geld. Ein Modellprojekt mit drei Kommunen in Baden-Württemberg liefert den Beleg. Doch wer bezahlt den Umstieg? "Viele Kommunen können bestenfalls die laufenden Ausgaben decken und müssen priorisieren, was überhaupt gemacht wird", sagt Hartmut Fischer, Projektleiter der Energy Watch Group. "Deshalb haben wir ausschließlich rentable Lösungen erarbeitet." Die Ergebnisse sind beeindruckend: Ein kluger Pfad für 100 Prozent erneuerbare Energien senkt die jährlichen Energiekosten um 75 Prozent und mehr. "Das Land Baden-Württemberg würde jedes Jahr etwa 15 Milliarden Euro einsparen", sagt Fischer. Auf Bundesebene wäre der Pfad komplexer, das Ergebnis aber letztlich dasselbe. Gast: Dr. Hartmut Fischer. Der Wirtschaftsingenieur war jahrelang als Wirtschaftsberater aktiv. Im Fokus stand die Frage, wie Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg mit Klimaschutz verbinden können. Er hat zudem die interne Managementberatung der Deutschen Bahn aufgebaut und geleitet. Seit 2024 ist er Geschäftsführer der Energy Watch Group. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

    "Klug gemacht, sparen 100 Prozent Erneuerbare 120 Milliarden Euro im Jahr" | Hartmut Fischer (Energy Watch Group)
  4. Jul 30

    Genug Wind, kaum Windräder: Was die Windkraft in Baden-Württemberg ausbremst | Alexander Sladek (EWS Schönau)

    Beim Solarausbau gehört Baden-Württemberg zur deutschen Spitze. Bei der Windenergie geht es dagegen trotz des enormen Strombedarfs der Industrie wie in Bayern im Schneckentempo voran. Wie kann das sein in einem Bundesland, das seit 15 Jahren von den Grünen regiert wird? Die Herausforderungen sind vielfältig. Ein Aspekt ist die Topografie. Die bergige Landschaft bietet gute Windverhältnisse, doch der Bau eines tonnenschweren Windrads ist in 1000 Metern Höhe ungleich komplizierte als im Flachland. Weitere Probleme sind hausgemacht: Die baden-württembergischen Behörden verteilen Genehmigungen "langsam, vielleicht auch übervorsichtig", sagt Alexander Sladek von der EWS Schönau im Schwarzwald. Ihm zufolge hat das Land außerdem Windkraftflächen ausgewiesen, ohne die Wirtschaftlichkeit der Standorte zu prüfen. Unglückliche Kommunen versuchen, den Ausbau mithilfe von überzogenen Pachtforderungen zu stoppen. Ähnlich läuft es bei der größten Windkraftbremse, wenn auch unabsichtlich: ForstBW. "Die bewirtschaftet den Staatswald und führt in der Regel eine Auktion durch, bei der nur auf die Pachthöhe geschaut wird", sagt Sladek. "Das führt oft zu Projekten, die später scheitern." Die weiteren Themen im Podcast: -- Was hält Alexander Sladek von den Entwürfen für Netzpaket und EEG-Novelle? -- Warum werden Netzanschlüsse teils weiter antfernt angeboten als nötig? -- Warum ist die "interkommunale" Zusammenarbeit suboptimal und das Konfliktpotenzial hoch? Gast: Alexander Sladek, Vorstand der EWS Schönau. Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) sind eine bürgereigene Energiegenossenschaft (eG) im Schwarzwald. Bekannt wurden die EWS als "Schönauer Stromrebellen": Bürgerinnen und Bürger übernahmen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl das örtliche Stromnetz, um es vom Atomstrom zu befreien. Heute gehört die EWS zu den größten unabhängigen Ökostromanbietern Deutschlands. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

    Genug Wind, kaum Windräder: Was die Windkraft in Baden-Württemberg ausbremst | Alexander Sladek (EWS Schönau)
  5. Jul 26

    Kriegsfirma im Emsland: Frankreich nutzt Deutschland für Atomgeschäft mit Russland aus | Sebastian Stier (WNISR)

    Mit Hängen und Würgen einigt sich die EU am Donnerstag auf neue Russland-Sanktionen. Doch einen Bereich klammert die Staatengemeinschaft nach wie vor aus: die russische Atomindustrie. Das nutzt Frankreich aus. Im Emsland darf ein französisches Unternehmen ab sofort mit mutmaßlichen russischen Kriegsverbrechern Brennelemente fertigen. Russlands Präsident Wladimir Putin hat somit eine neue Einnahmequelle für die angeschlagene russische Kriegskasse. Gast? Sebastian Stier. Der Physiker und promovierte Informatiker hat viele Jahre für Siemens gearbeitet, ehe er die Seiten wechselte und als Patentanwalt einer Münchner Kanzlei Erfinder und Unternehmen vor dem Europäischen Patentamt vertrat. Seit seinem Ruhestand zeichnet Stier für den Weltnuklearbericht (WNISR) die Verflechtungen des französischen Atomkonzerns Framatome mit dem russischen Atomkonzern Rosatom in Lingen nach. Moderation? Christian Herrmann Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

    Kriegsfirma im Emsland: Frankreich nutzt Deutschland für Atomgeschäft mit Russland aus | Sebastian Stier (WNISR)
  6. Jul 23

    "In zwei Jahren ist Strom günstiger als im alten fossilen System" | Jan Lozek (Future Energy Ventures)

    Deutschland gibt jedes Jahr 80 Milliarden Euro für Erdöl und Erdgas aus. Für Jan Lozek nichts anderes als eine unsichtbare Steuer, denn das Geld fließt in die USA, den Nahen Osten, aber auch Norwegen. "Diese Summe ist weg. Für immer. Die kann man nicht reinvestieren", sagt der Chef des Risikokapitalgebers Future Energy Ventures. "Das ist ein Wettbewerbsnachteil für den Standort Deutschland und Europa." Die Lösung ist Lozek zufolge die Energiewende. Der Staat sollte kein Geld für fossile Brennstoffe ausgeben, sondern Unternehmen und jedem Haushalt bei der Anschaffung von Batteriespeicher, Wärmepumpe und E-Auto unterstützen. "Erneuerbarer Strom und erneuerbare Wärme sind wesentlich preiswerter als fossile Energie oder fossile Wärme", sagt der Investor. "Aber viele Menschen haben das Geld dafür nicht." Diese Anschubfinanzierung muss ihm zufolge keine Subvention und auch kein zinsloser Kredit sein. "Wichtig ist, dass man die Rückzahlung mit den Einsparungen verbindet", sagt er. Gelingt das, sei der Pfad klar abgesteckt: Bereits in zwei Jahren wird Strom günstiger als im alten System sein - und Deutschland wettbewerbsfähiger. Außerdem im Podcast: # Das fossile Importmanagement der schwarz-roten Regierung # Würde Jan Lozek als Risikokapitalgeber derzeit auf Deutschland setzen? # Wie bekommt man die Interessen von 27 EU-Staaten unter einen Hut? Gast: Jan Lozek, seit 2016 Gründer und Geschäftsführer von Future Energy Ventures. Zuvor hatte er leitende Positionen bei RWE, der RWE-Tochter Innogy und Eon inne. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

    "In zwei Jahren ist Strom günstiger als im alten fossilen System" | Jan Lozek (Future Energy Ventures)
  7. Jul 19

    "Schwarz-Rot steckt den Pfad klar ab: Es bleibt nur die Wärmepumpe" | Felix Plog (Thermondo)

    In der vergangenen Woche überrumpelt die schwarz-rote Koalition die Heizungsbranche. Sie stellt die Wärmepumpen-Förderung um. Ohne Vorwarnung. "Viele Kunden mit abgeschlossenen Verträgen haben über Nacht 3600 Euro Förderung verloren", sagt Thermondo-Chef Felix Plog im Interview. Die Bundesregierung möchte unter anderem Deutschlands größten Wärmepumpeninstallateur animieren, die Kosten zu senken. Die Förderung schrumpft ab sofort alle sechs Monate um 1300 Euro. Wer Wärmepumpen verkaufen möchte, muss günstiger werden. Doch der Thermondo-Chef ist nicht unzufrieden mit der Neuregelung, denn sie schafft Planbarkeit und gibt einen klaren Pfad vor: "Die Gasheizung ist keine Option mehr. Die wird extrem teuer. Nichtstun aber auch", sagt Plog. "Es bleibt nur die Wärmepumpe. Am besten sofort. Mich würde eine anhaltend starke Nachfrage nicht überraschen - bis nah an die 100-Prozent-Marke." Die weiteren Themen im Podcast: ### der wahre Grund, warum Wärmepumpen in Deutschland deutlich teurer sind als im Ausland ### die Stromsteuer ### der Anreiz für Vermieter, eine Wärmepumpe einzubauen Gast: Felix Plog, CEO von Thermondo Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

    "Schwarz-Rot steckt den Pfad klar ab: Es bleibt nur die Wärmepumpe" | Felix Plog (Thermondo)
  8. Jul 16

    "Das ist kein industrieller Niedergang, sondern eine Bereinigung" | Harro Heilmann (Hochschule Aalen)

    Die deutsche Industrie befindet sich im freien Fall. Die Energiekosten erdrosseln die Wettbewerbsfähigkeit. Klimaschutz auch. Die Bürokratie ohnehin. So lautet die Erzählung. Ein Industrieexperte widerspricht. Die Daten zeigen ein differenziertes Bild. Der Industriestrompreis ist etwa niedriger als vor zehn Jahren. "Warum ist die Industrie nicht damals untergegangen, wenn hohe Energiekosten das Problem sind?", fragt Harro Heilmann. "Das ist nur für Firmen wie Wacker Chemie ein Problem." Der Professor für Produktion und Management sagt: Industriedaten werden fehlinterpretiert. Absichtlich. "Die missbräuchliche Verwendung des Produktionsindex ist politisch motiviert. Es geht auch darum, Ausreden oder einen Sündenbock für unternehmerische Fehlentscheidungen zu finden." Heilmann zufolge findet keine Deindustrialisierung statt, sondern eine schmerzhafte Bereinigung und Veränderung. "Über die Jahre sind unheimlich viele Meta-Jobs entstanden, die keine Wertschöpfung schaffen", sagt er. "Seien wir ehrlich: Solange es gut läuft, geht man diese harten Themen nicht an." Seine Botschaft lautet: Die deutsche Industrie schlägt sich besser als gedacht. Seit 2020 jagt ein Schock den nächsten. Corona, Russland, Strafzölle, Iran-Krieg. Trotzdem wird die Autoindustrie ihm zufolge wieder Erfolge feiern. Vielleicht auch im Batteriebereich. Siemens und Siemens Energy? Haben hervorragende Zukunftsaussichten. Infineon? Auch. Und die deutsche Raumfahrt? Entwickelt eine irre Dynamik. Aber auch die wird von der EU in den Industriedaten versteckt. Gast: Harro Heilmann, Professor für Maschinenbau/Produktion und Management an der Hochschule Aalen. Der Berliner hat selbst 15 Jahre in der Automobil- und Luftfahrtindustrie gearbeitet und als Berater Unternehmen dabei geholfen, sich neu aufzustellen, Geld zu sparen und fit für die Zukunft zu machen. Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de

    "Das ist kein industrieller Niedergang, sondern eine Bereinigung" | Harro Heilmann (Hochschule Aalen)

About

Was hilft wirklich gegen den Klimawandel? Funktioniert Klimaschutz auch ohne Job-Abbau und wütende Bevölkerung? Das "Klima-Labor" ist der ntv-Podcast, in dem Clara Pfeffer und Christian Herrmann Ideen, Lösungen und Behauptungen der unterschiedlichsten Akteure auf Herz und Nieren prüfen. Ist Deutschland ein Strombettler? Rechnen wir uns die Energiewende schön? Vernichten erneuerbare Energien Arbeitsplätze oder schaffen sie welche? Warum wählen Städte wie Gartz die AfD - und gleichzeitig einen jungen Windkraft-Bürgermeister? Das Klima-Labor von ntv: Jeden Donnerstag eine halbe Stunde, die informiert, Spaß macht und aufräumt - ohne Streit, in ausführlichen Gesprächen mit führenden Köpfen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft. Bei ntv und überall, wo es Podcasts gibt: RTL+, Amazon Music, Apple Podcasts, Spotify, RSS-Feed Ihr habt eine Frage an uns? Schreibt eine E-Mail an klimalabor@ntv.de Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de

More From ntv

You Might Also Like