L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

  1. 5d ago

    Europa im Krieg: Determinanten von Krieg und Frieden

    Vortrag von Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder (Bonn) in der Vortragsreihe „Verlieren wir Osteuropa?!“ Den Erwartungen an eine „Rückkehr nach Europa“ folgten in den letzten Jahren Populismus, Ethno­natio­na­lis­mus, Enttäuschung über die EU, Korruption, teilweise autoritäre Regression und Orientierung an Putin. Welche Konflikte prägen die Gesell­schaften, was beeinflusst den Werte­wandel, wie hängen wirt­schaft­liche Ent­wick­lung und Ein­stel­lungs­muster miteinander zusammen? Schließlich: Was ist an den ost­euro­pä­ischen Entwicklungen „östlich“, welche übergreifenden euro­pä­ischen Trends lassen sich identifizieren? Das Bild ist vielschichtig. Andreas Heinemann-Grüder ist Senior Fellow beim CASSIS und außer­plan­mäßiger Professor für Politik­wissen­schaft an der Universität Bonn. Seine Forschungs­schwer­punkte sind Politik und Konflikte im postsowjetischen Raum, vergleichender Föderalismus, das Wiederaufleben des Autoritarismus und gewaltsame politische Krisen mit irregulären bewaffneten Gruppen. Heinemann-Grüder studierte Geschichte, Politik­wissen­schaft und Germanistik an der Freien Universität Berlin und absolvierte ein Postgraduierten­studium an der Lomonossow-Universität in Moskau. Er promovierte 1989 an der Freien Universität Berlin und habilitierte sich 1999 an der Humboldt-Universität. Er ist Mitglied des Beirats der Bundes­regierung für zivile Konflikt­präven­tion und Friedens­för­de­rung. Die Veranstaltung fand am 26. März 2026 in der Württembergischen Landes­biblio­thek statt. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/europa_im_krieg_determinanten_von_krieg_und_frieden?nav_id=13106

    1 hr
  2. May 28

    Hamburger SV – Fußballvereine im Nationalsozialismus (3)

    Otto „Tull“ Harder und Asbjørn „Assi“ Halvorsen zählten in den 1920er- und 1930er-Jahren zu den großen Legenden des Hamburger SV. Gemeinsam führten sie den Verein 1923 und 1928 zu den ersten Meister­titeln der Vereins­ge­schich­te. Der Norweger Halvorsen galt als einer der ersten auslän­di­schen Stars im deutschen Fußball, während Harder nach Uwe Seeler bis heute der erfolg­reichste Torschütze des HSV ist. Doch mit der Macht­über­nahme der National­sozia­listen trennten sich ihre Wege radikal: Halvorsen verließ Deutschland, Harder wurde KZ-Aufseher. Am Ende des Zweiten Welt­kriegs kreuzten sich die Wege von „Tull“ und „Assi“ 1945 noch einmal – unter völlig veränderten Vorzeichen. In dieser Folge von „Zeitlupe“ sprechen wir mit Paula Scholz, Mitarbeiterin der KZ-Gedenk­stätte Neuengamme und Mitglied des „Netz­werks Erinne­rungs­arbeit“, über den Hamburger SV im National­sozia­lis­mus, die Biografien von Harder und Halvorsen sowie die Frage, wie der Verein und die Fan­szene des HSV heute mit diesem dunklen Kapitel der eigenen Geschichte umgehen. Die Expertin: Paula Scholz ist wissen­schaft­lich-päda­go­gische Mitarbeiterin in der Abteilung Bildung und Studien­zen­trum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Dort ver­ant­wor­tet sie die Organisation und kon­zep­tio­nel­le Weiter­­ent­wick­lung der Erwachsenen­bildung. Die Politologin und Kriminologin begann 2014 als studentische Hilfskraft an der Gedenkstätte und initiierte unter anderem die Sonderausstellung „Hamburger Fußball im National­sozia­lis­mus“. Sie engagiert sich in verschiedenen Kontexten der histo­risch-poli­tischen Bildungs- und Erinnerungs­arbeit, unter ande­rem im „Netzwerk Erinne­rungs­arbeit“ des Hamburger SV. Ihre Master­arbeit widmete sie dem Fußball in der Weimarer Republik. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_hamburger_sv_fussball_nationalsozialismus_hsv

    1h 8m
  3. May 14

    1. FC Nürnberg – Fußballvereine im Nationalsozialismus (2)

    Anfang der 1930er Jahre ist der 1. FC Nürnberg einer der erfolgreichsten Fußball­vereine Deutschlands und steht für schichten­über­grei­fen­de Fußball­­be­geis­terung und Sportsgeist. Doch ausgerechnet der angesehene Trainer des „Clubs“, Jenő Konrád, wird 1932 zum Opfer einer antisemi­ti­schen Kampagne der lokalen National­sozia­listen. Nicht einmal ein Jahr später wird der Verein den Aus­schluss seiner jüdischen Vereins­mit­glieder be­schließen – und sich Stück für Stück in den Dienst der NS-Herr­schaft stellen. In der neuen Folge von „Zeitlupe“ zeich­nen wir mit dem Zeit­histo­ri­ker Dr. Matthias Braun die Geschichte des 1. FC Nürnberg im National­sozia­lismus nach und blicken auch darauf, wie der „Club“ nach 1945 mit diesem Erbe umging. Der Experte: Dr. Mathias Braun ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Geschäfts­bereich Kultur der Stadt Nürnberg und ist dort in der Stabsstelle „Ehemaliges Reichs­partei­tags­gelände Zeppelin­tribüne/ Zeppelinfeld“ tätig. Der Historiker wurde mit einer Biographie des national­sozia­lis­tischen Bürger­meisters von Nürnberg, Willy Liebel, promoviert: Hitlers liebster Bürger­meister. Willy Liebel (1897-1945), Nürnberg 2012. Weiterführende Literatur: Braun, Matthias: Der 1. FC Nürnberg und die „Stadt der Reichs­partei­tage“ – Verein und national­sozia­lis­tische Kommu­nal­politik, in: Stadt­ar­chive in der Metropol­region Nürnberg (Blog), 14. März 2025, https://stadtarchive-metropolregion-nuernberg.de/der-1-fc-nuernberg-und-die-stadt-der-reichsparteitage-verein-und-nationalsozialistische-kommunalpolitik/. Siegler, Bernd: Heulen mit den Wölfen. Der 1. FC Nürnberg und der Ausschluss seiner jüdischen Mitglieder, Fürth 2022. Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_nuernberg_fussball_nationalsozialismus

    1h 43m

About

L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

You Might Also Like