Gesunde Gestaltung

Jonas Rehn-Groenendijk

Der Podcast zur gesundheitsfördernden Gestaltung

  1. Oct 14

    #37: Beate Münster zu partizipativen Formaten mit und für Menschen in betreuten Wohnsituationen

    In dieser Folge beschäftigen wir uns mit Angeboten für Menschen in unterschiedlichen Formen des betreuten Wohnens und wie diese partizipativ gestaltet werden können. Wir betrachten diese Versorgungsform aus Sicht von Service Design und im Hinblick auf die gebaute Umwelt. Wie lassen sich Bedürfnisse der Nutzenden auf Augenhöhe erfassen und berücksichtigen? Inwiefern kann die Gestaltung des gebauten Raums die Betreuung unterstützen und zu mehr Autonomie, Privatsphäre und Selbstwirksamkeit beitragen.   Beate Münster ist Diplomsozialpädagogin mit einem Master in Sozial- und Geisteswissenschaften mit Fokus auf soziale Intervention. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie bei der Fondation Falret, seit 2021 in der Rolle der Direktorin für territoriale Koordination für die Départements Yvelines und Hauts-de-Seine im Grossraum Paris. Die Fondation Falret begleitet pro Jahr rund 6.000 Personen mit psychischen Beeinträchtigungen/Behinderungen und betreibt dabei etwa 60 Einrichtungen, Dienste und Angebote u.a. im Bereich des betreuten Wohnens. Beate Münster koordiniert hierbei die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Abteilungen und Akteuren und initiiert dabei aktiv den kooperativen Austausch zur bedürfnisorientierten Entwicklung neuer und Optimierung bestehender Angebote der Fondation.   _______   Weiterführende Informationen und relevante Links der Fondation Falret: Jahresbericht 2025 auf der Webseite der Fondation, mit mehreren Beiträgen zu Events und der Dynamik im Landkreis Yvelines : https://falret.org/uploads/falret-ra-25-digital.pdf?_gl=1*353ubg*_up*MQ..*_ga*MTY5Mjc0MDc1NC4xNzkwMzM3MDg3*_ga_8VMKMV6DD9*czE3OTAzMzcwODYkbzEkZzAkdDE3OTAzMzcwODYkajYwJGwwJGgw   Kurzvideo zur territorialen Dynamik im Landkreis « Yvelines »: https://www.youtube.com/watch?v=7RjG8CknWu4   Weblink zu einer Kommunikations-Campagne der Fondation Falret zur Destigmatisieurung psychischer Krankheiten: Plakate die seit diesem Sommer in der Metro und an Bushaltestellen zu sehen sind : https://a-cote-de-la-plaque.falret.org/?_gl=1*19p75lv*_up*MQ..*_ga*NjUyMDA4MDAuMTc5MDM0MDYxNw..*_ga_8VMKMV6DD9*czE3OTAzNDA2MTYkbzEkZzAkdDE3OTAzNDA2MTYkajYwJGwwJGgw « A côté de la plaque » ist  ein Wortspiel : die Redewendung bedeutet so viel wie « nicht alle Tassen im Schrank haben » oder « neben der Spur » zu sein. Eine « Plaque » ist aber auch ein Strassenschild. Die Photos zeigen Strassenschilder mit berühmten Persönlichkeiten (Winston Churchill, Marie Curie,…), die von psychischen Krankheiten betroffen waren. Dazu gibt es weiterführend Videos mit Interwiews mit Betroffenen usw.   Weitere Quellen: Forschungsprojet, zum Thema « Nachbarschaft und psychische Krankheiten », das von der Fondation Falret mitunterstützt wurde : https://www.firah.org/voisinage-et-handicap-psychique.html   Webseite der ATHOM (Académie de la transformation de l’habitat et de l’offre médico-sociale) zum Thema der Gestaltung von Wohnräumen. https://athom-academie.com/   Fijalkow, Yankel; Maresca, Bruno (2022): L'archipel résidentiel: Logement et dynamique urbaines. Armand Colin. ISBN: ‎ 978-2200633769 (Französisch; zum Thema verschiedene Wohnformen)   Fleury, Cynthia; Fenoglio, Antoine (2024): Éthique et design. puf. https://www.puf.com/ethique-et-design (Französisch; zum Thema Bewohnbarkeit der Welt)   Website der Ecole de Design pour le vivante zu interdisziplinärem Kurs "Diplôme Inter-Universitaire Philosophie, Ethique, Design dans les domaines de la Santé et du Soin (et au-delà)" https://www.cy-ecolededesign.fr/diu-philosophie-et-design

  2. Sep 22

    #36: BASIC – Kreativität & Wissenschaft als komplementäres Paar

    Welche Rolle spielen Kreativität, Intuition und explorativ-experimentelle Ansätze in der gesundheitsfördernden Gestaltung? Wie lassen sich kreative Arbeitsweise mit strenger Wissenschaft und evidenzbasierter Gestaltung verbinden? Und wie „funktioniert“ überhaupt Kreativität? In dieser Basics-Folge nähern wir uns diesen Fragen und können feststellen, dass der vermeintliche Gegensatz von chaotischer Kreativität und strenger wissenschaftlicher Arbeitsweise in Wirklichkeit ein komplementäres Paar darstellt, dass seinen Mehrwert gerade im anspruchsvollen und häufig stark regulierten Gebiet der gesundheitsfördernden Gestaltung zeigen kann. Wir schauen uns dabei genauer an, wie Kreativität entsteht, welche Methoden und Ansätze Kreativität fördern kann und wie Kreativität und Wissenschaft innerhalb des Entwurfsprozesses sich unterstützen können.   Weiterführende Literatur: Kumar, Vijay (2013): 101 design methods. A structured approach for driving innovation in your organization. Hoboken, N.J: Wiley. Lindstrøm, Martin (2010): Buy ology. Truth and lies about why we buy. 1. Aufl. New York: Broadway Books. Lindstrøm, Martin (2011): Brandwashed. Tricks companies use to manipulate our minds and persuade us to buy. Internat. ed. New York: Crown Business. Noack, Karsten (2008): Kreativitätstechniken. Schöpferisches Potenzial erkennen und nutzen. 2. Aufl. Berlin: Cornelsen (Top im Job).

  3. Aug 7

    #35) Barbara Frech zu psychomotorischen Erlebnisräumen und dem Raum als dritten Erzieher

    Barbara Frech ist staatlich geprüfte Sport- und Gymnastiklehrerin, Sportherapeutin, zertifizierte Motopädagogin mit über zwanzig Jahren Praxiserfahrung und Lehrqualifikation für Psychomotorik. Sie lehrt im Fach „Sozialpädagogische Arbeit mit Kindern unter drei Jahren“ und leitet selbst regelmäßig erlebnisorientierte Eltern-Kind-Kurs nach dem von ihr entwickelten mopäd-Konzept. In dieser Folge befassen wir uns nicht nur damit was unter motopädagogischer und psychomotorischer Arbeit zu verstehen ist, sondern wie gehen explizit darauf ein, welche Rolle die gebaute Umwelt, der Raum aber auch die verwendeten Objekte und Materialien dabei haben. An Hand konkreter Fallbeispiele besprechen wir wie Gegenstände oder bestimmte Materialeigenschaften gezielt genutzt werden können, um gruppendynamische Prozesse zu moderieren. --------- Relevante Links und weiterführende Informationen hierzu sind: Website von zum mopaed-Angebot von Barbara Frech: https://www.mopaed.de/ Website von André Stern: https://www.andrestern.com/de Dialog Reggio – Vereinigung zur Förderung der Reggiopädagogik in Deutschland e. V.://reggio-deutschland.de/ Sabine Lingenauber, Einführung in die Reggio-Pädagogik. Kinder, Erzieherinnen und Eltern als konstitutives Sozialaggregat, Projektverlag, 6., aktualisierte Aufl. 2013, ISBN 978-3-89733-191-4 Sabine Lingenauber (Hrsg.), Handlexikon der Reggio-Pädagogik, Projektverlag, 4. erweiterte Aufl. 2011, ISBN 978-3-89733-231-7

  4. Apr 16

    #34) Alexandra Verdeil on benefits of inclusive design for all users

    Inclusive design addresses among other things the needs of particularly vulnerable user groups. Through this, concepts are developed that are beneficial for a much wider range of users by incorporating additional sense and creating more holistic experiences. Alexandra Verdeil is a specialist for inclusive design at tactile studios. In this episode, we discuss the specific paradigms, methods and goals of inclusive design taking tactile studio’s projects as examples. We have a look at various applications and challenges and deep dive into tactile studio’s speciality – museum and exhibition design.   Related References/Projects: Pullin, Graham (2009): Design Meets Disability. MIT Press. Verdeil, Alexandra; Even-Moreau, Marie-Laure (2016): To What Extent Is Public Participation a Compass for Designers? In: Amstutz, S.; Ziegler, U.; Rehn-Groenendijk, J. (eds.): Empathic Spaces. Ansätze und Methoden für eine bedürfnisorientierte Innenarchitektur. Transcript. www.tactilestudio.co/de/ https://tactilestudio.co/multisensory-kit-monnaie-paris-dementia/ https://tactilestudio.co/plant-and-animal-senses-capabilities-beyond-our-imagination/ https://mainlymuseums.com/post/860/museums-and-accessibility/ Quite new and inspiring news from ICOM (topic cognitive disability not enough known in the museum design, I would say): https://icom.museum/en/news/museums-and-inclusion-reflections-on-the-remaining-obstacles-to-cognitive-accessibility/

  5. Mar 27

    #33: Carolin Pauly zu Universal Design, Pflege und Partizipation

    Carolin Pauly ist geschäftsführende Gesellschafterin des Instituts für Universal Design und war Mitgründerin des Netzwerks Universal Rooms, das ganzheitliche Einrichtungskonzepte für das Wohnen im Alter entwickelt.  Sie ist außerdem im Vorstand des Universal Design Forum e.V. und Mitglied in der Jury des "IAUD Awards", dem Wettbewerb der International Association for Universal Design mit Sitz in Japan. In dieser Folge geht es um den Mehrwert, den ein Universal Design Ansatz im Entwurfsprozess leisten kann. Wir sprechen über konkrete Methoden, Fallbeispiele und den gesellschaftlichen Stellenwert von Universal Design und Gestaltung im Allgemeinen. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf den Pflegesektor mit seinen drängenden Herausforderungen und seinem hohen Innovationspotential.     Weiterführende Informationen und relevante Links:  Norman, Donald A. (2013): The design of everyday things. Rev. and expanded ed. New York: Basic Books. Bauhaus-Universität Weimar (Hg.) (2009): Weimarer Erklärung der universal design Expertenkonferenz vom 12. – 14. November 2009. Unter Mitarbeit von universal design e.V. Weimar. Online verfügbar unter http://www.f-p-design.com/html/fp/g/downloads/weimarer_erklaerung_13112009.pdf. Steinfeld, Edward; Maisel, Jordana L. (2012): Universal design. Creating inclusive environments. Hoboken, N.J: John Wiley & Sons. Universal Design Forum e.V.: https://www.universal-design-forum.de/ Institut für Universal Design: https://www.universal-design.org/   Termine: Altenpflegemesse 2026 Essen: 21.-23.04.2026  - https://www.altenpflege-messe.de/de-de Munich Creative Business Week 2026 (MCBW): 04.-10.05.2026  -  https://www.mcbw.de/

  6. Feb 11

    #32: Nora Huxmann zu Freiraumplanung, healthy Greenery und green Prescribing

    Natur und Pflanzen werden nicht erst sein Ansätzen wie dem Biophilic Design als Zugänge und Werkzeuge einer gesundheitsfördernden Gestaltung betrachtet. In dieser Folge nähern wir uns dieser Thematik in unterschiedlichen Größenordnungen. Vom kleinen Healing Garden des Pflegeheims, über gesundheitsfördernde Landschaftsgestaltung bis hin zur quartiersübergreifenden Stadtplanung. Wo und wie können wir natürliches Grün (und Blau) effektiv als Gesundheitsressource nutzen und was sind dabei Klischees und Vereinfachte Vorstellungen eines zunehmend stark beforschten Fachgebiets? Nora Huxmann ist Gärtnerin von Herzen und der Pflanze in ihrem Studium der Landschaftsarchitektur in England und Deutschland treu geblieben. Als freiberufliche (Pflanz-)Planerin und in ihrer Tätigkeit in Fortbildung und Beratung hat sie besonders Themen der Anlage, Pflege und Entwicklung städtischen Grüns vertieft und sich mit Themen der Klimaresilientz, Biodiversitätsförderung und Gesundem Grün gewidmet.       Weiterführende Informationen und relevante Links: FREMDE IN DER GARTENSCHÖNHEIT: ZUM DISKURS UM PFLANZENHERKÜNFTE IN DER PFLANZENVERWENDUNGHuxmann, N. J., Bürger, L. & Blickwede, H., 20 April 2025, in: FKW : Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur. 2025, 75, S. 37-55 (zum Volltext) Herausforderungen in der Umsetzung naturbasierter Therapien. Natur – Gesundheit – Biodiversität. Huxmann, N.; Hubbertz-Josat, S.; Sappok, H.-U.; Wick, K., in: Stadt und Grün. 2/2024 (zum Volltext) Ökologischer Stadtumbau im regionalen StrukturwandelZöllter, C., Ortlepp, R., Knippschild, R., Salleh, A. F. B. M., Juliane Dziumla, Huxmann, N. & Kretschmer, A., 2 Sept. 2024, in: Transforming cities : urbane Systeme im Wandel : das technisch-wissenschaftliche Fachmagazin. 9, 3, S. 28-33 (zum Volltext) Wohnen in der Gartenschönheit – Narrative vom Wohnen in/mit der Natur im 20. JahrhundertHuxmann, N., 21 Sept. 2018, in: FKW : Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur. 2018, 64, S. 077-088, 12 S.(zum Volltext) The garden as setting for horticultural therapyHuxmann, N., Juli 2016, in: Acta horticulturae. 1121, S. 39-46 (zum Volltext) Richard Hansen and modern planting designKörner, S., Bellin-Harder, F. & Huxmann, N., 2 Jan. 2016, in:  Journal of landscape architecture : JoLa . 11, 1, S. 18-29 (zum Volltext) When Green became HealthyHuxmann, N., Aug. 2015, in: Acta horticulturae. 1093, S. 161-167 (zum Volltext-)Version

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