Western Unchained

Sebastian Gerstl & Jörg Brühmann

Gesetzeshüter und Banditen, grenzenlose Freiheit, tödliche Wildnis: Alle zwei Wochen begeben sich die Western-Fans Sebastian Gerstl und Jörg Brühmann zurück in den Wilden Westen und erzählen Geschichten, Legenden und Mythen über mehr oder weniger berühmte Cowboys, berüchtigte Gestalten, unglaubliche Schießereien und das außergewöhnliche Leben am Rande der Zivilisation, die diese kurze und doch überaus ereignisreiche Ära geprägt haben. https://linktr.ee/westernunchained

  1. May 25

    William Walker und der Filibuster-Krieg

    Mit etwa 60 Cowboys aus Kalifornien machte sich der Arzt und Anwalt William Walker im Mai 1855 auf den Weg, um Nicaragua zu erobern. Seine Taten sollten Mittelamerika, aber auch Gemüter in den amerikanischen Südstaaten, nachhaltig prägen - und ihn zu einem der berüchtigtsten amerikanischen Kriegstreiber seiner Tage machen.Beflügelt vom Prinzip der Manifest Destiny entschloss sich im 19. Jahrhundert so mancher Bürger der Vereinigten Staaten dazu, die "amerikanische Demokratie" und die "Freiheit der Vereinigten Staaten" auch in andere Staaten Nord- und Mittelamerikas zu tragen; notfalls mit Gewalt. Ein solcher Mann war William Walker, der wohl bekannteste "Filibustier" seiner Zeit. Nicht nur einmal, sondern mehrmals stellte der studierte Arzt und Anwalt kleine private Invasionstruppen zusammen, um in andere Staaten einzufallen und dort "souveräne Staaten" auszurufen. Den Höhepunkt des Ruhms erreichte Walker 1855, als er mit nur knapp 60 bewaffneten Männern in Nicaragua einfiel - und erfolgreich einen Staatsstreich herbeiführte. Doch seine Staaten sollten schwerwiegende Konsequenzen nicht nur für Lateinamerika, sondern auch für die USA der anbrechenden Bürgerkriegszeit haben - und ihm die Feindschaft eines der wohl reichsten Männer der damaligen Zeit einbringen.  0:02:45 - Was ist ein Filibustier/Filibuster?0:08:40 - William Walker: Herkunft und erste Unternehmungen0:15:55 - Ausrufung der Republik Sonora (3.11.1853)0:26:24 - Die strategische Bedeutung Nicaraguas Mitte des 19. Jahrhunderts0:29:39 - Der reichste Mann Amerikas: Einfluss von Cornelius Vanderbilt0:32:08 - Mai 1854: Bürgerkrieg und Invasion Nicaraguas0:37:18 - 13.10.1855: Totgesagte leben länger - Umsturz in Nicaragua0:41:14 - Ein Marionetten-Präsident und neue Probleme0:43:47 - Den reichsten Mann der Welt zum Feind0:46:16 - 27.2.1856: Krieg mit Costa Rica0:49:03 - Eine unwahrscheinliche Allianz gegen den Filibuster0:51:04 - 1.5.1857: Rückzug und Flucht zurück in die USA0:52:34 - Neue Filibuster-Expeditionen und Tod durch Erschießungskommando (12.9.1860)0:54:37 - Nachwirken von Walker's Handlungen in den USA und in Mittelamerika0:55:40 - Was hat die Geschichte beeinflusst?1:00:50 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#western #wilderwesten #Kalifornien #mexiko #Sonorra #nicaragua #costarica #honduras #panamakanal #williamwalker #vanderbilt #goldrausch

    1h 3m
  2. May 10

    Flora Mundis alias Tom King - Pferdediebin in Männerkleidung

    Flora Quick Mundis ist modernen Western-Fans wohl kaum ein Begriff; doch zu Lebzeiten sorgte sie als Banditin für zahlreiche Schlagzeilen im Oklahoma Territory. Aus gutem Hause und jung verheiratet, wurde sie mit 17 Jahren unter dem Namen "Tom King" als Pferdediebin in Männerkleidung erst berühmt, dann berüchtigt. In der heutigen Folge unseres Podcasts versuchen wir, das Leben einer Frau nachzuverfolgen, über die heute kaum etwas bekannt ist. Was umso verwunderlicher ist, wurden ihr doch zu Lebzeiten Verbindungen zu Banditen wie der James-Gang, den Daltons oder "the Wild Bunch" nachgesagt. Ein ums andere Mal gelang es ihr, Gesetzeshütern ein Schnippchen zu schlagen und aus der Haft zu entkommen. Mit jeder Flucht wurden die Berichte über sie noch abenteuerlicher, bis sie gar als Anführerin einer Bande von 13 Gesetzlosen galt. Ihr Ende fand Flora Quick Mundis alias Tom King nicht in Oklahoma, sondern in Arizona, wo sie abermals eine neue Identität tragen sollte: "Chinese Dot" (bisweilen auch "China Dot"). Wir haben versucht, ihr Leben nachzuzeichnen; und behandeln in dieser Folge auch, auf welche Schwierigkeiten man stoßen lann, wenn man versucht, ein Menschenleben auf Basis von nicht immer zuverlässigen Frontier-Zeitungen nachzuvollziehen...00:00 - Intro und Einleitung01:06 - Weibliche Outlaws im Wilden Westen08:44 - Eine junge Ehe in Missouri, und ein wildes Leben in Oklahoma18:08 - Die "Geburt" von "Tom King"25:22 - Verbindungen zu den Daltons und anderen Banditen31:51 - Eine weitere spektakuläre Flucht37:28 - "Tom King" taucht unter...und wieder auf47:06 - Flora Quick Mundis und ihr Leben nach dem Tod54:35 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal Nachtrag: eine Sammlung originaler Zeitungsartikel zu Tom King alias Flora Mundis haben wir auf unserem Blog zusammengestellt: Teil 1, und Teil 2. #western #wilderwesten #outlaws #banditen #pferdedieb #missouri #oklahoma #kansas #arizona #daltons #wildbunch #floramundis #floraquick #tomking

    58 min
  3. Apr 27

    Die Dalton-Gang

    Sie sind weit mehr als Comic-Figuren: In den 1890er Jahren machten die Brüder Bob, Grat und Emmett-Dalton mit ihrer Bande das Oklahoma Territory und Kansas unsicher. Weder Eisenbahnen noch Banken waren vor Ihnen sicher. Doch eine tolldreiste Aktion, die vor Ihnen noch nicht einmal die berühmte James-Gang gewagt hatte, sollte ihnen letztendlich zum Verhängnis werden.Die Episode zeichnet den Weg der Dalton-Brüder von Missouri über Kansas und das Indian Territory bis nach Kalifornien und zurück nach: Wie aus einstigen Gesetzeshütern gefürchtete Bankräuber und Eisenbahndiebe wurden, und wie die Bande am 5. Oktober 1892 bei einem kühnen, aber schlecht geplanten Überfall in Coffeyville, Kansas in einem wilden Feuergefecht ihr Ende fand. 00:00 - Intro und Einleitung02:23 - Die Herkunft der Familie Dalton05:26 - Deputy US Marshal Frank Dalton06:06 - Die schwierige Situation mit dem "Indian Territory" und US-Gesetzeshütern09:16 - Die Dalton-Brüder auf der Seite des Gesetzes11:12 - 1889: Unrühmliches Ende und erste Eskapaden auf der schiefen Bahn14:50 - 6. Februar 1891: Der erste Zugüberfall19:32 - Grat Dalton's Flucht aus der Haft in Kalifornien22:41 - September 1891: Die Formierung der Dalton-Gang und weitere Taten30:19 - 5. Oktober 1892: Der doppelte Banküberfall in Coffeyville, Kansas34:16 - Ein kühner Plan läuft in Hindernisse39:19 - Death Alley: Wilde Schießerei und vereitelte Flucht45:51 - Bill Daltons Rache und die Formierung des "Wild Bunch"49:34 - Von der Realität in die Popkultur: Die Daltons in den Lucky Luke Comics51:32 - Der einzige Überlebende: Emmett Daltons späterer Lebensweg53:54 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#western #wilderwesten #outlaws #daltons #luckyluke #bankraub #eisenbahn #kansas #oklahoma #kalifornienGefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com

    57 min
  4. Apr 13

    Der Pony-Express – kurzlebig und doch ikonisch

    Der Pony Express ist eines der großen Sinnbilder des Wilden Westens: junge Reiter, halsbrecherische Ritte durch die Frontier, Posttaschen im Galopp und eine Verbindung zwischen Ost und West, die schneller war als alles zuvor. Doch hinter dem Mythos steckt ein in mehrerlei Hinsicht abenteuerliches Unterfangen... In dieser Folge sprechen Jörg und Sebastian über die Entstehung des Pony Express: seine geniale, aber äußerst fragile Logistik, den Alltag der Reiter, berühmte Anekdoten, wahre Fakten und weit verbreitete Mythen – und darüber, wie ein wirtschaftlicher Fehlschlag, dessen Betrieb gerade einmal vom 3. April 1860 bis zum 26. Oktober 1861 andauerte, trotzdem zur unsterblichen Legende werden konnte.00:00 - Intro und Einleitung02:33 - Der Goldrausch von Kalifornien, und die schwierige Lage der Nachrichtenvermittlung06:22 - Die Väter des Pony Express: Russell, Majors & Waddell10:29 - Aufbau, Planung und Logistik18:41 - Waisen bevorzugt? Die Reiter des Pony Express23:20 - 1900 Meilen durch die Wildnis: Die Reitstrecke und der Ritt26:54 - Gefahren jenseits der Natur: Der Paiute Indian War von 186029:13 - Todesstoß nach 18 Monaten: Der Telegraf erreicht den Westen34:20 - Legende nach dem Untergang: Die Wiederbelebung durch Buffalo Bill39:23 - Der Pony Express und die Erfindung des Donuts42:03 - Filme, Comics, Briefmarken: Der Pony Express in der modernen Erinnerungskultur 51:41 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalUnd ja... der im Vorschaubild gezeigte Aufruf "Waisen bevorzugt"... ist wahrscheinlich eine Erfindung aus dem 20. Jahrhundert.#western #wilderwesten #ponyexpress #buffalobill #missouri #kalifornien #indianerkrieg #mythos #legende #telegrafGefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com

    53 min
  5. Mar 30

    Deutsche Einwanderer im Wilden Westen

    Zwischen 1820 und 1910 wanderten etwa 4,5 Millionen Deutsche in die USA aus. Heute geben über 40 Millionen Einwohner der Vereinigten Staaten an, deutsche Wurzeln zu haben. Besonders viele finden sich in Regionen, die sinnbildlich für den Wilden Westen stehen: Missouri, Kansas, Nebraska, Ohio, Wisconsin oder bestimmte Landstriche in Texas. Wie kam es dazu, und wie haben diese Einwanderer den Wilden Westen und das Kulturgut der USA geprägt?0:00:00 - Intro und Einleitung0:01:48 - Deutsch-Amerikaner: Eine der größten US-Bevölkerungsgruppen0:03:55 - Gründe für Auswanderung und Auswanderungswellen0:05:58 - Frühe Auswanderer im 17. Jhdt.0:11:23 - Deutsche Einwanderer im 18. Jahrhundert und ihre Rolle im Unabhängigkeitskrieg0:15:12 - Die Mühlenberg-Legende: Wäre Deutsch beinahe Amtssprache der USA geworden?0:18:36 - Die deutsche Einwanderungswelle der 1830er Jahre ("Vormärz")0:25:28 - Die Auswanderungwelle der '48er0:27:26 - Deutsche in Texas und der Mainzer Adelsverein (ab 1842)0:31:20 - Deutschsprachige Zeitungen und Kulturvereine in den USA0:34:43 - (Einschub) Familiennachzügler und Vorbestrafte0:39:20 - Ab circa 1850: Die deutsche Besiedlung des Mittelwestens (Kansas, Nebraska & Ohio)0:42:44 - Die "Know Nothing" Bewegung und Repressalien gegen deutsche Einwanderer0:49:16 - Der Bürgerkrieg und die Zeit danach: Von unerwünschten Neuankömmlingen zu Muster-Einwanderern...Coors, Milllers, Schlitz, Pabst & Anheuser-Busch0:56:04 - ...und ab 1910 wieder zurück: Der deutsche Ruf leidet0:59:39 - 1871 in Neu Braunfels, Texas (Gebhardt's): Der erste Saloon mit Ausschank für Frauen1:01:33 - Deutsches Kulturgut in den heutigen USA1:03:16 - Lesetipps1:06:13 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste MalLinks zum Thema: Zeit.de:  Briefe deutscher Einwanderer in ihre Heimat (Paywall)Heimat- und Geschichtsfreunde Griesbach: Matthias Kleeberger - Auswanderer und Pionier des 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten von Amerika65th National Sängerfest in San Antonio, Texas (April 30th - May 2nd 2026) inklusive Liederliste#germanamericans #western #wilderwesten #ohio #kansas #nebraska #unabhängigkeitskrieg #bürgerkrieg #48er #vormärz #einwanderer #auswanderer*Hinweis: Das Teaserbild zu dieser Episode wurde KI-generiert mit Hilfe von ChatGPTGefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com

    1h 8m
  6. Mar 16

    Texas während der Reconstruction (1865-1876)

    Warum wurde Texas nach dem Bürgerkrieg zum vielleicht wildesten Pflaster des gesamten Westens? Warum häuften sich dort Schießereien, Gesetzlosigkeit und politische Gewalt gerade in den Jahren nach 1865 so extrem? Die Antwort liegt in einer Zeit, welche die USA zum Teil noch bis heute prägt: der Reconstruction. Als der Bürgerkrieg 1865 endete, war Texas zwar wieder Teil der Vereinigten Staaten, aber von Stabilität konnte keine Rede sein. Die Sklaverei war abgeschafft, doch damit war die Frage längst nicht geklärt, wie ehemalige konföderierte Staaten wieder in die Union eingegliedert werden sollten - und was die neu gewonnene Freiheit für Millionen ehemaliger Sklaven tatsächlich bedeutete. In Texas trafen militärische Besatzung, politische Machtkämpfe in Washington, alte Sezessionisten, neue republikanische Amtsträger, rassistische Gewalt, wirtschaftliche Krisen und ein weitgehend zusammengebrochenes Rechtssystem aufeinander. Das Ergebnis war ein Staat im Ausnahmezustand: ganze Landstriche blieben ohne Sheriffs oder sonstige Gesetzeshüter, Richter wurden aus dem Amt entfernt, eine State Police wurde aufgebaut, verhasst und wieder demontiert, während Ku-Klux-Klan und andere Terrorgruppen im Hintergrund mitmischten. Gleichzeitig legten Rinderboom, Eisenbahnausbau und Homestead-Politik den Grundstein für den Aufstieg von Texas - und für viele jener Zustände, die wir heute mit dem Wilden Westen verbinden. In dieser Folge besprechen Jörg und Sibi, warum die Reconstruction in Texas so konfliktreich verlief, wie Black Codes und Rassentrennung direkt an die abgeschaffte Sklaverei anknüpften, weshalb ausgerechnet in dieser Zeit so viele Schwarze als Cowboys arbeiteten und warum Texas zwischen 1865 und 1876 zu einem Brennpunkt von Gewalt, Umbruch und Neuanfang wurde. Es ist die Geschichte eines Staates zwischen Niederlage und Neuaufstieg - und einer Epoche, in der entschieden wurde, was Freiheit, Ordnung und Zugehörigkeit im amerikanischen Westen überhaupt bedeuten sollten.00:00 - Intro und Einleitung01:12 - Reconstruction: Der Status der Konföderationsstaaten nach dem Bürgerkrieg07:46 - Andrew Johnsons Reconstruction: Militärgouverneure und schnelle Neuwahlen09:37 - Gouverneur Andrew J. Hamilton, der neue Texanische Kogress, und Widrigkeiten beim Neubeginn13:07 - Die Wahlen 1866: Ex-Konföderierte wieder an den Hebeln der Macht16:18 - Sklaverei unter neuem Namen... Die "Black Codes"21:40 - Erste Segregation, Freedmen’s Bureau und getrennte Schulen26:30 - Der Kongress stellt sich gegen Präsident Johnson29:06 - Der Reconstruction Act von 186731:40 - Texas unter Militärverwaltung: Ämtersäuberungen und politische Neuordnung34:17 - Gesetzlosigkeit in Texas: fehlende Sheriffs, fehlende Rangers38:31 - Gouverneur Edmund J. Davis: Texas State Police, Frontier-Gewalt und Konflikte mit Natives42:17 - Homesteads, Jobs und politische Ämter: Die schwierige Integration der Freedmen45:20 - Gouverneur Richard Coke, Redeemers und das Ende der Reconstruction in Texas50:08 - Rinderboom und schwarze Cowboys55:08 - Nachwirkungen bis ins 20. Jahrhundert58:01 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#wildwest #wilderwesten #texas #reconstruction #civilwar #blackcodes #andrewjohnson #gesetzlose #texasrangers #cowboysGefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com

    1h 1m
  7. Mar 2

    Clay Allison - Der "Shootist"

    Cowboys, Gesetzeshüter und Banditen gab es viele im Weilden Westen - doch kaum solche, die sich selbst als "Revolverhelden" bezeichneten. Clay Allison jedoch war ein solcher Mann: Jemand der sich rühmte, als "Shootist" sein Leben zu bestreiten, und der für viele ein furchtloser Freund, für andere aber eine wandelnde Bedrohung war...inklusive für sich selbst.Clay Allison mag heute kein so großer Name wie Billy the Kid oder Jesse James sein. Aber in seiner Zeit ein war er ein berüchtigter Mann: Ein exzellenter Reiter trotz Klumpfuß, ein notorischer Trinker, jähzornig bis zur Selbstzerstörung. Für die einen war er ein furchtloser und wagemutiger Mann, den man im Ernstfall an seiner Seite haben wollte. Andere sahen in ihm einen unberechenbaren Psychopathen.In der heutigen Folge erzählen wir von dem aus Tennessee stammenden Mann, der auf seinen Beruf angesprochen selbstbewusst angab: "I'm a shootist". Ein Mann, den seine Vorgesetzten im Bürgerkrieg fürchteten, über dessen Zeit in Texas sich zahlreiche Legenden ranken, der sich in New Mexico einen Ruf erarbeitete der einem Billy the Kid mindestens ebenbürtig war... und der sich mit einem Todfeind zum Essen traf, weil er "einen Mann nicht mit leerem Magen zur Hölle schicken" wollte.00:00 - Intro und Einleitung00:48 - Der Begriff "Revolverheld"02:44 - Clay Allison: Geburt und Jugendjahre in Tennessee04:46 - Konföderierter Soldat im Bürgerkrieg09:00 - Erste Taten nach dem Bürgerkrieg11:20 - 1866: Umzug nach Texas, Messerkampf um einen Brunnen, und nacktes durch die Straßen reiten16:15 - Ab 1870: Eigene Ranch im Cimarron County, New Mexico17:39 - Clay Allison und Charles Kennedy, New Mexicos erster Serienmörder21:14 - Konflikte mit Soldaten22:03 - Streitlustiger Trinker24:40 - Auf Freiersfüßen25:32 - 7. Januar 1874: Duell mit Chunk Colbert29:18 - Colfax County War und Auseinandersetzung mit Francisco Griego34:34 - Dubiose Anklage und ein ebenso dubioser Freispruch38:24 - 21.12.1876: Saloonschießerei in Las Animas, Colorado41:24 - 1878: Begegnung mit Wyatt Earp?43:36 - 1887: Die Sache mit dem Zahnarzt in Cheyenne...45:20 - 1. Juli 1887: Ein unrühmlicher Abgang48:42 - Resümee zu Clay Allison51:39 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#wildwest #wilderwesten #tennessee #texas #newmexico #wyoming #colorado #clayallison #shootist #revolverheldGefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com

    54 min
  8. Feb 16

    Der Sioux Krieg von 1876 und die Schlacht von Little Big Horn

    Die Schlacht von Little Big Horn war die verheerendste Niederlage, die die US-Armee im Kampf gegen Indianer einstecken mussten. Aber wie kam es zu dieser Schlacht - und warum führte die US-Armee 1876 gegen die Sioux und Northern Cheyenne erneut Krieg?1866, nach dem Ende von Red Cloud's War, hatten die Vereinigten Staaten den verschiedenen Stämmen der Lakota- und Dakota Sioux ein umfangreiches Reservat zugesprochen, dem weite Teile von North und South Dakota, Nebraska, Colorado, Montana und Wyoming angehörten. Doch als eine von General Custer angeführte Expedition 1874 Gold in den für die Sioux heiligen Black Hills entdeckte, stand der Frieden erneut auf der Kippe. Die US-Armee zeigte sich unfähig - oder gar unwillig - weiße Goldschürfer aus den heiligen Bergen fernzuhalten. 1876 brach der schwelende Konflikt in einen erneuten Krieg zwischen der US-Regierung und einigen Stämmen der Lakota-Sioux und Northern Cheyenne aus. Doch die Kavallerie zeigte sich für die geplante "Strafexpedition" erstaunlich schlecht vorbereitet. Warum konnte der Konflikt erneut eskalieren? Welche Ereignisse führten zur "Schlacht am Little Big Horn"? Was genau geschah während "Custer's letztem Gefecht" gegen die Krieger von Sitting Bull und Crazy Horse? Und was waren die Folgen im weiteren Verlauf des "Großen Sioux-Kriegs" von 1876? 0:00:00 - Intro und Einleitung0:03:40 - Fallende Silberpreise und Platzen der Eisenbahn-Blase: Die Wirtschaftskrise von 19730:10:45 - Gold in den Black Hills: Die Custer-Expedition vom Juli 18740:17:30 - Mai 1875: Eine Sioux-Delegation in Washington, und Scheitern der Friedensbemühungen0:22:49 - Herbst 1875: Ein Ultimatum und eine Strafaktion0:27:45 - 17. März 1876: Beginn der Kampfhandlungen: die Schlacht von Powder River0:34:49 - Das Problem der Kavallerie-Bewaffnung0:36:22 - Mai/Juni 1876: Kavallerie-Vormarsch aus drei Richtungen0:37:27 - 17. Juni 1876: Die Schlacht von Rosebud Creek0:42:32 - 25./26. Juni 1876: Die Schlacht von Little Big Horn0:45:43 - Major Reno's Vorstoß, und eine grobe Fehleinschätzung der Lage0:50:43 - Der Zustand der Kavallerie: Mythos vs. Realität0:54:00 - Custer's letztes Gefecht0:59:53 - Nach der Schlacht: Mythen- und Legendenbildung1:05:01 - Verheerende Niederlage zur Hundertjahrfeier: Eskalation des Kriegs1:07:32 - Sell or Starve: Horsemeat March, Flucht nach Kanada, und sitting Bull's Rückkehr aus dem Exil (1881)1:14:32 - Buffalo Bill Cody, die Verklärung von Custer's letztem Gefecht, und das "legendäre" Kavallerie-Bild1:20:00 - "Little Big Horn" und der Western-Film: von Verklärung zur Kritik1:26:13 - Verabschiedung und Ausblick aufs nächste Mal#western #westernfilm #sioux #lakota #cheyenne #dakota #blackhills #deadwood #goldrausch #custer #sittingbull #crazyhorse #littlebighorn #indianerkriege #goldrausch #indianer #natives Gefällt euch die Folge? Unterstützt uns auf Ko-Fi: https://ko-fi.com/westernunchainedFolgt uns auf Facebook: https://facebook.com/westernunchainedUnsere Webseite: https://westernunchained.podbean.com

    1h 30m

About

Gesetzeshüter und Banditen, grenzenlose Freiheit, tödliche Wildnis: Alle zwei Wochen begeben sich die Western-Fans Sebastian Gerstl und Jörg Brühmann zurück in den Wilden Westen und erzählen Geschichten, Legenden und Mythen über mehr oder weniger berühmte Cowboys, berüchtigte Gestalten, unglaubliche Schießereien und das außergewöhnliche Leben am Rande der Zivilisation, die diese kurze und doch überaus ereignisreiche Ära geprägt haben. https://linktr.ee/westernunchained

You Might Also Like