Habsburg to go!

Thomas Krug, Dr. Markus Knapp

Wir reisen auf den Spuren der Habsburger. Begleiten Sie uns von Speyer über Genf bis nach Mexiko mit zahlreichen Geschichten und Hinterlassenschaften einer der mächtigsten Dynastien vom tiefsten Mittelalter bis kurz nach dem ersten Weltkrieg. Habsburg to go! begleitet den Aufstieg der Habsburger vom sprichwörtlich “armen Grafen” zu einer der mächtigsten Dynastien der Welt. Dabei geht es vor allem um die Orte und die Geschichten, die sich damit verbinden. Chronologie und simple Abhandlung von Jahreszahlen sind hierbei nicht der Fokus.

  1. 1d ago

    #096 – Wiener Burggarten: Franz Joseph und die Kunst weiterzumachen 🇦🇹

    Fast 68 Jahre lang war Franz Joseph Kaiser von Österreich. Für Generationen von Menschen war er weniger ein Politiker als eine Konstante – ein Mann, der scheinbar immer da gewesen war. Doch hinter der Uniform, den Orden und den berühmten Koteletten verbarg sich ein Mensch, dessen Leben von außergewöhnlich vielen Abschieden geprägt war. In dieser Folge von Habsburg to go! stehen wir im Wiener Hofgarten, dem heutigen Burggarten, unmittelbar hinter der Hofburg. Ein Ort des Rückzugs mitten im Zentrum der Macht – und damit ein passender Platz, um auf die letzten Jahrzehnte eines Herrschers zu schauen, der einen Menschen nach dem anderen verlor und dennoch bis zuletzt an seiner Pflicht festhielt. Wir erzählen vom Tod seines Bruders Maximilian, der 1867 in Mexiko erschossen wurde. Vom Drama von Mayerling 1889, bei dem Franz Joseph seinen einzigen Sohn und Thronfolger Rudolf verlor. Vom Tod seines langjährigen Vertrauten Erzherzog Albrecht. Von der Ermordung seiner Frau Elisabeth 1898 in Genf. Und schließlich vom Attentat von Sarajevo 1914, bei dem Franz Ferdinand und seine Frau Sophie getötet wurden – jenem Ereignis, das Europa in die Julikrise und schließlich in den Ersten Weltkrieg führte. Doch diese Folge handelt nicht nur von Verlust. Sie handelt auch von der Frage, wie ein Mensch mit Verlusten weiterlebt. Franz Josephs Antwort darauf war die Pflicht. Nach persönlichen Katastrophen zog er sich nicht dauerhaft zurück. Er stand auf, setzte sich an seinen Schreibtisch und arbeitete weiter. Akte, Audienzen, Entscheidungen – Tag für Tag. Was wir heute vielleicht als Resilienz bezeichnen würden, war für Franz Joseph vor allem eines: sein Verständnis von Verantwortung. Dabei verändert sich während seines langen Lebens die Welt beinahe vollständig. Als Franz Joseph 1848 mit gerade einmal 18 Jahren den österreichischen Thron besteigt, bestimmen Pferdekutschen das Straßenbild. Als er 1916 stirbt, fliegen Flugzeuge über die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. Er erlebt Revolutionen, Solferino, Königgrätz, den österreichisch-ungarischen Ausgleich, wirtschaftliche Krisen, den Aufstieg neuer Nationalbewegungen und schließlich einen Krieg, der die Ordnung Europas zerstören wird. Und während um ihn herum Menschen, Gewissheiten und schließlich sogar die alte Welt verschwinden, bleibt Franz Joseph selbst bis zuletzt im Amt. Vielleicht liegt genau darin die besondere Tragik seines Lebens: Er musste sich von Bruder, Tochter, Sohn, Ehefrau, Freunden und Thronfolgern verabschieden – und wurde gleichzeitig selbst für Millionen Menschen zu jenem vertrauten Menschen, von dem sie sich eines Tages verabschieden mussten. Am 21. November 1916 stirbt Franz Joseph im Alter von 86 Jahren in Schloss Schönbrunn. Nur knapp zwei Jahre später existiert auch Österreich-Ungarn nicht mehr. Diese Folge von Habsburg to go! ist deshalb keine klassische Geschichte über Macht, Schlachten oder Politik. Sie ist eine Geschichte über Beständigkeit, Verantwortung, Verlust und die Kunst des Abschiednehmens. Und vielleicht passt sie gerade deshalb besonders gut an diesen Punkt unserer Reise: Denn auch wir nähern uns langsam der 100. Etappe von Habsburg to go!. Noch ist unsere Reise nicht zu Ende. Aber manchmal lohnt es sich, kurz zurückzublicken – auf die Menschen, die Orte und die Geschichten, die uns bis hierher begleitet haben. +++ 🎧 Habsburg to go! ist dein Podcast für spannende Geschichten rund um die Habsburger. 🎵 Produktion und Soundeffekte: Krug und Hecking (sounzz) GbR 🎙️ Sprecherin: Steffi Dolle 📱 Erfahre mehr auf unserer Website und folge uns auf Social Media: WebsiteInstagram 📧 Kontaktiere uns: Hast du Feedback, Fragen oder Anregungen? Schreibe uns gerne eine E-Mail an t.krug@conwick.de 🔔 Abonnieren und Teilen: Vergiss nicht, Habsburg to go! zu abonnieren und diese Episode mit deinen Freunden zu teilen! Deine Unterstützung bedeutet uns viel.

    #096 – Wiener Burggarten: Franz Joseph und die Kunst weiterzumachen 🇦🇹
  2. Aug 4

    #095 – Schloss Eckartsau: Wo die Habsburger Abschied nahmen (1918) 🇦🇹

    Mitten im Marchfeld, nur wenige Kilometer von der berühmten Schlacht auf dem Marchfeld entfernt, endet eine der bedeutendsten Dynastien Europas. Schloss Eckartsau war einst ein beschauliches Jagdschloss der Habsburger. Im Winter 1918/19 wurde es zum letzten Wohnsitz von Kaiser Karl I., Kaiserin Zita und ihrer Familie. Hier verbrachten sie die letzten 136 Tage der Donaumonarchie – zwischen Hoffnung und Resignation, zwischen Alltag und Weltgeschichte. In dieser Episode erzählen wir nicht nur die Geschichte eines Schlosses. Wir nehmen euch mit in eine Zeit des tiefgreifenden Umbruchs: Der Erste Weltkrieg ist beendet, alte Reiche verschwinden, neue Staaten entstehen und Europa wird durch die Friedensverträge von Versailles und Saint-Germain völlig neu geordnet. Warum dankte Karl I. niemals ab? Weshalb blieben viele Bedienstete ihrer kaiserlichen Familie bis zuletzt treu? Welche Rolle spielte ein britischer Offizier bei der Flucht ins Exil? Und warum zählt ausgerechnet dieses stille Schloss zu den bedeutendsten Erinnerungsorten der österreichischen Geschichte? 🔎 In dieser Episode erfahrt ihr: Warum Schloss Eckartsau zum letzten Zufluchtsort der Habsburger wurdeWie die letzten 136 Tage der Monarchie tatsächlich verliefenWeshalb Karl I. nie abdankteWelche Folgen die Friedensverträge von Versailles und Saint-Germain für Europa und Österreich hattenWas Besucher heute im original erhaltenen Schloss erleben können Eine Folge über das Ende einer Epoche – und über einen Ort, an dem Geschichte nicht mit Kanonendonner, sondern in aller Stille geschrieben wurde. +++ 🎧 Habsburg to go! ist dein Podcast für spannende Geschichten rund um die Habsburger. 🎵 Produktion und Soundeffekte: Krug und Hecking (sounzz) GbR 🎙️ Sprecherin: Steffi Dolle 📱 Erfahre mehr auf unserer Website und folge uns auf Social Media: Website Instagram 📧 Kontaktiere uns: Hast du Feedback, Fragen oder Anregungen? Schreibe uns gerne eine E-Mail an t.krug@conwick.de 🔔 Abonnieren und Teilen: Vergiss nicht, Habsburg to go! zu abonnieren und diese Episode mit deinen Freunden zu teilen! Deine Unterstützung bedeutet uns viel.

    #095 – Schloss Eckartsau: Wo die Habsburger Abschied nahmen (1918) 🇦🇹
  3. Jul 21

    #094 – Bad Kissingen: Sisis Sehnsucht nach Ruhe 🇩🇪

    Bad Kissingen gehört heute zu den berühmtesten Kurorten Deutschlands. Doch im 19. Jahrhundert war die Stadt weit mehr als ein Ort für Erholung und Heilwasser. Jeden Sommer verwandelte sie sich in eine europäische Bühne: Kaiser, Könige, Politiker, Künstler und wohlhabende Bürger trafen sich in den Parkanlagen, an den Quellen und in den eleganten Gesellschaftsräumen. Mitten in dieser Welt erscheint Kaiserin Elisabeth von Österreich. Sisi kommt nicht nur als berühmte Monarchin nach Bad Kissingen, sondern vor allem als Patientin. Der Wiener Hof, das strenge Zeremoniell und die ständige öffentliche Beobachtung setzen ihr immer stärker zu. Sie leidet unter Migräne, Schlafstörungen, Erschöpfung und innerer Unruhe. Die Ärzte empfehlen Bewegung, frische Luft, geregelte Tagesabläufe – und eine Kur. Doch was bedeutete eine Kur im 19. Jahrhundert eigentlich? Wir tauchen ein in eine Welt aus Trinkkuren, Spaziergängen, Badeanwendungen, Kurkonzerten und gesellschaftlichen Begegnungen. Eine Kur war damals nicht nur Medizin. Sie war Rückzug, Begegnungsort, gesellschaftliches Ereignis und manchmal sogar eine politische Bühne. Bad Kissingen wurde für Elisabeth zu einem weiteren Ort ihrer lebenslangen Suche nach Freiheit. Wie Possenhofen, Madeira, Korfu oder Ungarn versprach auch dieser fränkische Kurort Abstand vom Wiener Hof. Doch selbst hier blieb sie die berühmteste Frau Europas – beobachtet, erkannt und von den Erwartungen ihrer Zeit eingeholt. 🔎 In dieser Folge sprechen wir über: Den Aufstieg Bad Kissingens vom Salzort zum europäischen WeltbadDie Bedeutung der Heilquellen und der Kurmedizin im 19. JahrhundertSisis körperliche Beschwerden und ihre wachsende Distanz zum Wiener HofDie Rolle von Bewegung, Natur und festen TagesabläufenDie Kurorte Europas als Treffpunkte von Adel, Politik und GesellschaftOtto von Bismarck und das Attentat von Bad KissingenSisis lebenslange Rastlosigkeit und ihre Suche nach einem Ort, an dem sie einfach Elisabeth sein konnte Bad Kissingen erzählt damit nicht nur die Geschichte einer Kaiserin. Der Ort zeigt auch, dass höchster gesellschaftlicher Rang nicht automatisch persönliche Freiheit bedeutet. Oder anders gesagt: Manchmal reist man an die schönsten Orte der Welt – und nimmt sich selbst trotzdem überall mit hin. +++ 🎧 Habsburg to go! ist dein Podcast für spannende Geschichten rund um die Habsburger. 🎵 Produktion und Soundeffekte: Krug und Hecking (sounzz) GbR 🎙️ Sprecherin: Steffi Dolle 📱 Erfahre mehr auf unserer Website und folge uns auf Social Media: Website Instagram 📧 Kontaktiere uns: Hast du Feedback, Fragen oder Anregungen? Schreibe uns gerne eine E-Mail an t.krug@conwick.de 🔔 Abonnieren und Teilen: Vergiss nicht, Habsburg to go! zu abonnieren und diese Episode mit deinen Freunden zu teilen! Deine Unterstützung bedeutet uns viel.

    #094 – Bad Kissingen: Sisis Sehnsucht nach Ruhe 🇩🇪
  4. Jul 7

    #093 – Jerusalem: Wie die Habsburger ein Stück Österreich ins Heilige Land brachten (1869)

    Mitten in der Altstadt Jerusalems, nur wenige Schritte von der Grabeskirche entfernt, weht bis heute die österreichische Fahne. Das Österreichische Hospiz zur Heiligen Familie ist weit mehr als ein Hotel – es ist ein lebendiges Zeugnis der jahrhundertelangen Verbindung zwischen den Habsburgern und dem Heiligen Land. In dieser Folge führt uns unsere Reise an einen der außergewöhnlichsten Orte der gesamten Podcast-Reihe. Wir erkunden die verwinkelten Gassen Jerusalems, sprechen über die Entstehung des Österreichischen Hospizes und begleiten Kaiser Franz Joseph auf seiner wohl ungewöhnlichsten Reise. 1869 bricht der österreichische Kaiser zu seiner längsten Auslandsreise auf. Anlass ist die feierliche Eröffnung des Suezkanals – eines der größten technischen Bauwerke des 19. Jahrhunderts. Gemeinsam mit den Herrschern und Diplomaten Europas erlebt Franz Joseph ein Ereignis, das den Welthandel dauerhaft verändern wird. Doch für ihn ist die Reise noch lange nicht zu Ende. Wenige Tage später zieht der Kaiser nicht als Staatsgast, sondern als Pilger in Jerusalem ein. Aus Ehrfurcht steigt er vor den Toren der Heiligen Stadt vom Pferd und durchschreitet die engen Gassen zu Fuß. Er besucht die Grabeskirche, Bethlehem und den Jordan, spendet für Kirchen, Klöster und Bedürftige aller Religionen und hinterlässt im Österreichischen Hospiz einen bleibenden Eindruck. Bis heute gilt sein Aufenthalt als einer der bedeutendsten Momente in der Geschichte des Hauses. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die Eröffnung des Suezkanals, die politischen Veränderungen des 19. Jahrhunderts und die Bedeutung des Österreichischen Lloyd für die Habsburgermonarchie. Gleichzeitig entdecken wir, warum das Österreichische Hospiz bis heute eine Oase der Gastfreundschaft im Herzen Jerusalems geblieben ist. Eine Folge über Glauben und Geopolitik, technische Meisterleistungen und persönliche Demut – und über einen Kaiser, der für einige Tage nicht als Herrscher, sondern als Pilger Geschichte schrieb. 🔎 In dieser Folge: Jerusalem – Geschichte und Bedeutung der Heiligen StadtDas Österreichische Hospiz zur Heiligen FamilieKaiser Franz Josephs Pilgerreise im Jahr 1869Die Eröffnung des Suezkanals und ihre weltgeschichtliche BedeutungDas Heilige Land unter osmanischer HerrschaftFranz Joseph zwischen Kaiserwürde und persönlichem GlaubenDas Österreichische Hospiz heute – Übernachten an einem Ort mit Geschichte 🗂️ Erwähnte frühere Folgen: #013 - Bad Ischl, vom Provinz-Städtchen zum Sehnsuchtsort (1853) 🇦🇹: Franz Joseph und seine Jugend #018 - Das „Rote Kreuz“ am Gardasee oder wie die Habsburger Italien verloren - Solferino (1859) 🇮🇹: Die Niederlage von 1859 und ihre Folgen #029 - Sisi und ihr Schloss in Ungarn - Gödöllö: Nice Place To Be.... (1867) 🇭🇺: Der Ausgleich mit Ungarn und Elisabeth #034 - Schlossgarten Schönbrunn - Der Kaiser und seine verhängnisvollen Affären (1875) 🇦🇹: Der private Franz Joseph #054 - Otto von Habsburg – Monarch ist eigentlich ein scheußlicher Beruf – Pöcking am Starnberger See (1910) 🇩🇪: Das Ende der Monarchie und das Vermächtnis der Dynastie Viel Freude bei dieser außergewöhnlichen Etappe von Habsburg to go! – dort, wo bis heute ein Stück Österreich mitten im Heiligen Land zu Hause ist. +++ 🎧 Habsburg to go! ist dein Podcast für spannende Geschichten rund um die Habsburger. 🎵 Produktion und Soundeffekte: Krug und Hecking (sounzz) GbR 📱 Erfahre mehr auf unserer Website und folge uns auf Social Media: Website Instagram 📧 Kontaktiere uns: Hast du Feedback, Fragen oder Anregungen? Schreibe uns gerne eine E-Mail an t.krug@conwick.de 🔔 Abonnieren und Teilen: Vergiss nicht, Habsburg to go! zu abonnieren und diese Episode mit deinen Freunden zu teilen! Deine Unterstützung bedeutet uns viel.

    #093 – Jerusalem: Wie die Habsburger ein Stück Österreich ins Heilige Land brachten (1869)
  5. Jun 23

    #092 – Graz: Wo europäische Geschichte geschrieben wurde 🇦🇹

    Graz ist heute eine lebenswerte Universitätsstadt, UNESCO-Weltkulturerbe und kulturelles Zentrum der Steiermark. Doch hinter den roten Dächern, Renaissancehöfen und barocken Kirchen verbirgt sich eine weit größere Geschichte: Graz war zeitweise eines der wichtigsten Machtzentren der Habsburger. In dieser Folge reisen wir in die steirische Hauptstadt und fragen: Warum muss man die Habsburger verstehen, wenn man Graz verstehen will? Im Mittelpunkt steht zunächst die Rolle von Graz als Residenzstadt Innerösterreichs. Nach der habsburgischen Länderteilung von 1379 wurde Graz zum politischen Zentrum für Steiermark, Kärnten und Krain. Aus einer regionalen Handelsstadt wurde ein Ort, an dem Verwaltung, Militär, Religion und europäische Machtpolitik zusammenliefen. Besonders prägend wurde Graz durch Ferdinand II. Der spätere Kaiser wurde 1578 in Graz geboren und von Jesuiten streng katholisch erzogen. Als Herrscher von Innerösterreich betrieb er eine konsequente Rekatholisierung seiner Länder. Viele seiner Überzeugungen nahm er später mit in die Reichspolitik. Der Dreißigjährige Krieg begann zwar in Prag – doch vorbereitet wurde er, zumindest teilweise, auch in Graz. Doch Graz erzählt nicht nur von Macht, Religion und Konflikt. Mit Erzherzog Johann begegnen wir einer ganz anderen Seite der Habsburger. Johann interessierte sich weniger für Hofzeremoniell als für Bildung, Landwirtschaft, Technik und die Lebensbedingungen der Menschen. Seine Liebe zu Anna Plochl machte ihn zusätzlich zur legendären Figur der Steiermark. Bis heute gilt er vielen als der beliebteste Habsburger dieser Region. Ein weiterer Schauplatz der Folge ist der Grazer Schlossberg. Über Jahrhunderte galt seine Festung als nahezu uneinnehmbar. Selbst Napoleon konnte sie militärisch nicht entscheidend bezwingen. Erst nach der österreichischen Niederlage von 1809 wurde ihre Schleifung politisch erzwungen. Dass Uhrturm und Glockenturm bis heute stehen, verdankt Graz seinen Bürgern, die ihre Wahrzeichen gewissermaßen freikauften. Diese Folge zeigt Graz als Stadt der Gegensätze: Residenz und Festung, Zentrum der Gegenreformation und Ort des Fortschritts, Schauplatz großer Politik und menschlicher Geschichten. Graz erzählt nicht nur österreichische Geschichte. Graz erzählt ein Stück europäische Geschichte. 🔎 In dieser Folge geht es um: Graz als habsburgische Residenzstadt Innerösterreichsden Schlossberg als militärischen Schutzschild gegen Bedrohungen aus dem SüdostenFerdinand II. und die Gegenreformationdie Verbindung von Graz zum Dreißigjährigen KriegErzherzog Johann als Menschenfreund, Reformer und steirische IdentifikationsfigurNapoleon, den Frieden von Schönbrunn und die Schleifung der Schlossbergfestungdie Rettung von Uhrturm und Glockenturm durch die Grazer Bürger 📍 Orte dieser Episode: GrazSchlossbergGrazer UhrturmGrazer DomGrazer Burg mit DoppelwendeltreppeUniversität Graz 👑 Personen der Folge: Ferdinand II.Erzherzog JohannAnna PlochlNapoleon Bonaparte +++ 🎧 Habsburg to go! ist dein Podcast für spannende Geschichten rund um die Habsburger. 🎵 Produktion und Soundeffekte: Krug und Hecking (sounzz) GbR 📱 Erfahre mehr auf unserer Website und folge uns auf Social Media: Website Instagram 📧 Kontaktiere uns: Hast du Feedback, Fragen oder Anregungen? Schreibe uns gerne eine E-Mail an t.krug@conwick.de 🔔 Abonnieren und Teilen: Vergiss nicht, Habsburg to go! zu abonnieren und diese Episode mit deinen Freunden zu teilen! Deine Unterstützung bedeutet uns viel.

    #092 – Graz: Wo europäische Geschichte geschrieben wurde 🇦🇹
  6. Jun 9

    #091 – Pressburg: „Leben und Blut!“ – Der Tag, an dem Ungarn Maria Theresia rettete (1741) 🇸🇰

    Heute reisen wir nach Bratislava – oder genauer gesagt: nach Pressburg. Die heutige Hauptstadt der Slowakei war über Jahrhunderte hinweg einer der wichtigsten Orte der Habsburgermonarchie. Hier tagte der ungarische Landtag, hier wurden Könige gekrönt und hier entschied sich mehrfach das Schicksal Mitteleuropas. Im Mittelpunkt unserer Reise steht Maria Theresia. Als ihr Vater Karl VI. im Jahr 1740 stirbt, übernimmt die erst 23-jährige Erzherzogin ein gewaltiges Reich. Doch kaum sitzt sie auf dem Thron, greifen ihre Nachbarn nach dem habsburgischen Erbe. Preußen, Bayern, Frankreich und Sachsen wittern ihre Chance. Viele Beobachter sind überzeugt, dass die Monarchie vor dem Zusammenbruch steht. In dieser scheinbar aussichtslosen Situation reist Maria Theresia nach Pressburg. Dort sucht sie die Unterstützung der ungarischen Stände – und erlebt einen Moment, der in die Geschichte eingehen wird. „Vitam et sanguinem!“ – „Leben und Blut!“ Der Ruf der Ungarn wird zu einem Symbol der Loyalität und markiert einen Wendepunkt im Österreichischen Erbfolgekrieg. Wir besuchen den Martinsdom, die Krönungskirche der ungarischen Könige, folgen dem historischen Krönungsweg durch die Altstadt und entdecken, warum Pressburg für fast 300 Jahre eine Schlüsselrolle in der Habsburgermonarchie spielte. Eine Folge über Macht, Loyalität, politische Inszenierung – und über eine junge Frau, die ein Imperium rettete. 🔎 In dieser Folge: Die Geschichte Pressburgs und seine Bedeutung für die HabsburgerDie Folgen der Schlacht von MohácsWarum Pressburg Hauptstadt des habsburgischen Ungarns wurdeMaria Theresia und die Pragmatische SanktionDer Österreichische ErbfolgekriegDer ungarische Landtag von 1741Der berühmte Ruf „Vitam et sanguinem“Der Martinsdom und die StephanskroneDer historische KrönungswegDie Bedeutung Ungarns für die Habsburgermonarchie 📍 Orte dieser Episode: Martinsdom (Dóm svätého Martina), BratislavaHistorischer KrönungswegPressburger BurgAltstadt von BratislavaDonauufer 📚 Literatur und Quellen: Bratislava – Geschichte einer mitteleuropäischen StadtDie Habsburger. Eine europäische FamiliengeschichteBarbara Stollberg-Rilinger: Maria TheresiaKarl Vocelka: Geschichte der HabsburgerHabsburger.netStadtmuseum BratislavaMartinsdom Bratislava +++ 🎧 Habsburg to go! ist dein Podcast für spannende Geschichten rund um die Habsburger. 🎵 Produktion und Soundeffekte: Krug und Hecking (sounzz) GbR 📱 Erfahre mehr auf unserer Website und folge uns auf Social Media: WebsiteInstagram 📧 Kontaktiere uns: Hast du Feedback, Fragen oder Anregungen? Schreibe uns gerne eine E-Mail an t.krug@conwick.de 🔔 Abonnieren und Teilen: Vergiss nicht, Habsburg to go! zu abonnieren und diese Episode mit deinen Freunden zu teilen! Deine Unterstützung bedeutet uns viel.

    #091 – Pressburg: „Leben und Blut!“ – Der Tag, an dem Ungarn Maria Theresia rettete (1741) 🇸🇰
  7. May 26

    #090 – Budapest und die Habsburger: Eine leidenschaftliche Geschichte 🇭🇺

    In Folge #090 von Habsburg to go! reisen wir auf den Burgberg von Buda zur berühmten Matthiaskirche – jenem Ort, an dem 1867 Franz Joseph und Elisabeth („Sisi“) zu König und Königin von Ungarn gekrönt wurden. Doch diese Krönung war weit mehr als ein prachtvolles Zeremoniell: Sie war der Versuch, ein auseinanderdriftendes Reich zusammenzuhalten. Wir erzählen von der leidenschaftlichen und oft konfliktreichen Beziehung zwischen Ungarn und den Habsburgern: Die Reise führt von der Schlacht bei Mohács 1526, der osmanischen Herrschaft und der Rückeroberung Ungarns über die Freiheitskämpfe unter Franz II. Rákóczi und Maria Theresias Bündnis mit den ungarischen Magnaten bis hin zur Revolution von 1848 und dem folgenschweren Ausgleich von 1867. Im Mittelpunkt steht dabei auch Elisabeth („Sisi“), die in Ungarn fast stärker verehrt wurde als in Wien selbst. Ihre Nähe zu den Ungarn machte sie zur emotionalen Vermittlerin zwischen zwei Welten. Steffi nimmt uns außerdem mit zum 8. Juni 1867: dem Tag der großen Krönung in der Matthiaskirche – mit der Stephanskrone, dem Krönungshügel und einem Budapest voller Hoffnung auf Versöhnung. Am Ende geht es um mehr als nur ungarische Geschichte: Budapest zeigt wie kaum eine andere Stadt Europas den ewigen Balanceakt zwischen Vielfalt, Macht und nationaler Identität. 🎧 Die Themen dieser Folge auf einen Blick: Budapest als zweite Hauptstadt der DonaumonarchieDie Matthiaskirche und die StephanskroneOsmanen und Habsburger in UngarnFranz II. Rákóczi und der ungarische FreiheitskampfMaria Theresia und UngarnJoseph II. und die ZentralisierungspolitikRevolution von 1848 und Lajos KossuthDer Ausgleich von 1867Sisi als „Königin der Ungarn“Die Doppelmonarchie Österreich-UngarnDer Zerfall der Monarchie und Trianon +++ 🎧 Habsburg to go! ist dein Podcast für spannende Geschichten rund um die Habsburger. 🎵 Produktion und Soundeffekte: Krug und Hecking (sounzz) GbR 📱 Erfahre mehr auf unserer Website und folge uns auf Social Media: Website Instagram 📧 Kontaktiere uns: Hast du Feedback, Fragen oder Anregungen? Schreibe uns gerne eine E-Mail an t.krug@conwick.de 🔔 Abonnieren und Teilen: Vergiss nicht, Habsburg to go! zu abonnieren und diese Episode mit deinen Freunden zu teilen! Deine Unterstützung bedeutet uns viel.

    #090 – Budapest und die Habsburger: Eine leidenschaftliche Geschichte 🇭🇺
  8. May 12

    #089 – Austerlitz: Franz II. und der Untergang des Alten Reiches (1805) 🇨🇿

    Austerlitz – ein Name, den fast jeder kennt. Doch nur wenige wissen, wo dieser Ort liegt: im heutigen Tschechien, südöstlich von Brünn. Hier trafen am 2. Dezember 1805 drei Kaiser aufeinander: Napoleon, Zar Alexander I. und Franz II. Die „Dreikaiserschlacht“ wurde zu Napoleons größtem Triumph – und zum Wendepunkt für die Habsburger. Nach der Niederlage zerbrach das Heilige Römische Reich. Ein Jahr später legte Franz II. die römisch-deutsche Kaiserkrone nieder und wurde zu Franz I., Kaiser von Österreich. In dieser Folge sprechen wir über: die strategische Bedeutung der PratzenhöhenNapoleons taktisches Meisterstückdie Rolle Russlands im KoalitionskriegFranz II. zwischen Revolution und Realpolitikdas Ende eines tausendjährigen Reiches Austerlitz ist mehr als eine Schlacht. Es ist der Moment, in dem Europa neu geordnet wurde. Ein Ort der Entscheidung. Für Napoleon: ein Triumph. Für Franz II.: das Ende einer Epoche. +++ 🎧 Habsburg to go! ist dein Podcast für spannende Geschichten rund um die Habsburger. 🎵 Produktion und Soundeffekte: Krug und Hecking (sounzz) GbR 📱 Erfahre mehr auf unserer Website und folge uns auf Social Media: Website Instagram 📧 Kontaktiere uns: Hast du Feedback, Fragen oder Anregungen? Schreibe uns gerne eine E-Mail an t.krug@conwick.de 🔔 Abonnieren und Teilen: Vergiss nicht, Habsburg to go! zu abonnieren und diese Episode mit deinen Freunden zu teilen! Deine Unterstützung bedeutet uns viel.

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