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Katholische Akademie in Bayern

Dokumentierte Vielfalt hören von Veranstaltungen der Katholischen Akademie in Bayern. Referate, Diskussionen und Gespräche zu Themen, die Kirche und Gesellschaft interessieren: Expertinnen und Experten haben das Wort.

  1. Jul 16

    Gespräch zum Thema 'Rente und Generationengerechtigkeit - Anspruch, Realität, Reformbedarf'

    Das gesetzliche Rentensystem, organisiert über den Generationenvertrag, ist an seine Grenzen gestoßen und funktioniert nicht mehr so, wie es in den 1950er-Jahren konzipiert wurde. Dies liegt vor allem am demografischen Wandel: Das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentenempfängern entwickelt sich immer ungünstiger. Nach und nach gehen die Babyboomer aus den geburtenstarken Jahrgängen (1957–1968) in den Ruhestand, während aufgrund sinkender Geburtenraten immer weniger Beitragszahler nachkommen. Zudem steigt die durchschnittliche Lebenserwartung, sodass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – bei gleichbleibendem Renteneintrittsalter – eine längere Rentenbezugszeit haben. Gemeinsam mit unseren Podiumsgästen werden wir uns dem tagespolitisch aktuellen Thema „Rente“ unter dem Aspekt der Generationengerechtigkeit widmen. Wir wollen nicht nur über die Ursachen der derzeitigen Krise des Generationenvertrags sprechen, sondern besonders über mögliche Lösungen diskutieren: Wie kann unser Rentensystem künftig so organisiert werden, dass einerseits heutige Rentnerinnen und Rentner einen bezüglich ihrer im Arbeitsleben erbrachten Leistung gerechten Betrag bekommen, andererseits aber auch die junge Generation Rentenauszahlungen in angemessener Höhe erwarten kann? Auf dem Podium: Prof. Dr. Axel Börsch-Supan, Dr. Reinhold Thiede, Elisa Wittler Moderation: Dr. Katharina Löffler, Katharina Wimmer. Das Gespräch zum Thema 'Rente und Generationengerechtigkeit - Anspruch, Realität, Reformbedarf' fand am 15.10.2025 in der Katholischen Akademie in Bayern statt.

  2. Jul 16

    Alena Buyx, Wilhelm Vossenkuhl und Isabel Pfeiffer-Poensgen diskutieren das Thema 'Orientierung in unruhigen Zeiten'

    Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Pack ma’s 2026!" der Münchner Rotary Clubs fanden am 21. Januar 2026 in der Katholischen Akademie in Bayern Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft zusammen, um zentrale Fragen unserer Zeit im offenen Dialog zu beleuchten. Unter dem Titel "Orientierung in unruhigen Zeiten" diskutierten mit Akademiedirektor Dr. Achim Budde: Prof. Dr. Alena Buyx – Medizinethikerin, Professorin an der TU München und bis 2024 Vorsitzende des Deutschen Ethikrats. Sie prägt den öffentlichen Diskurs zu Fragen von Verantwortung, Solidarität und Ethik im medizinischen Fortschritt. Isabel Pfeiffer‑Poensgen – Vorstandsvorsitzende der Carl Friedrich von Siemens Stiftung, bis 2022 Ministerin für Kultur und Wissenschaft NRW; prägende Gestalterin an der Schnittstelle von Kultur, Wissenschaft und öffentlicher Verantwortung. Prof. Dr. Wilhelm Vossenkuhl – Philosoph und emeritierter Professor der LMU München, bekannt für seine präzise und zugleich menschennahe Denkkunst. Er erforscht Fragen von Freiheit, Sprache und moralischer Vernunft und zählt zu den wichtigen Stimmen ethischer Orientierung in unserer Zeit. Roland Fischer – International renommierter Fotograf und Konzeptkünstler, der in seinen Arbeiten die Beziehung zwischen Individuum, Raum und Gesellschaft untersucht. Seine kraftvollen Bildserien verbinden ästhetische Präzision mit einer tiefen Reflexion über Wahrnehmung, Identität und Gemeinschaft.

  3. Jun 18

    Gespräch zum Thema 'Haltung zeigen, Räume schützen: Strategien gegen Anfeindungen in Gemeinde und Ehrenamt'

    Anfeindungen, aggressive Debatten und Einschüchterungen – analog wie in der digitalen Welt – treffen längst nicht mehr nur prominente Personen. Auch in Pfarrgemeinden, Vereinen und kommunalen Gremien geraten engagierte Menschen zunehmend ins Visier, der Ton wird vielerorts rauer. Immer wieder machen Meldungen von Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern die Runde, die sich mit persönlichen Bedrohungen konfrontiert sehen – was nicht selten zu deren Rückzug aus dem Amt führt. Auch sollte nicht unwidersprochen bleiben, wenn im eigenen Umfeld menschen-, minderheiten- und demokratiefeindliche Äußerungen vorkommen. Dafür braucht es Mut und Haltung. Gleichzeitig sind gerade die lokalen Räume entscheidend für das Gelingen einer offenen, toleranten Gesellschaft. Wie können sie geschützt werden? Wie kann man sich als Gremium oder Gemeinde entschieden rechtsradikalen und populistischen Tendenzen stellen und entgegenwirken? Wo finden Betroffene Hilfe und Unterstützung? Und was leistet die bayerische Justiz in diesem Zusammenhang? Diese und weitere Fragen sollen am Mittwoch, 20. Mai 2026 in einer weiteren digitalen Veranstaltung der Reihe „Akademiegespräch am Mittag“ diskutiert werden. Heute zu Gast: David Beck ist seit 2024 Beauftragter der bayerischen Justiz zur strafrechtlichen Bekämpfung von Hate-Speech und hierzu an die Generalstaatsanwaltschaft München abgeordnet. Er schildert Fälle von Hass und Hetze im Netz und wie diese sich vielfach auch in das reale Leben der Betroffenen auswirken, wie Gremien mit diesen Fragen umgehen können und welchen Handlungsspielraum die Justiz hat. Florian Hölzl ist seit 2008 Bürgermeister der Marktgemeinde Pfeffenhausen im Landkreis Landshut. Pfeffenhausen ist überregional bekannt für seinen Einsatz für Toleranz und gegen Rechtsextremismus. Bürgermeister Hölzl wird Initiativen seiner Gemeinde vorstellen, die andere ermutigen können, ebenfalls aktiv zu werden und wie es gelingt, lokal und kommunal demokratische Diskurse zu fördern. Im Juli 2023 wurde die Marktgemeinde als erste Kommune mit dem „Toleranzzeichen“ des Bayerischen Vereins für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde e.V. ausgezeichnet.

  4. Jun 18

    Michael Blume: Immer noch und immer wieder Antisemitismus - Was heißt das für jüdisches Leben in Deutschland?

    Antisemitismus ist wieder eine beständige Herausforderung der Gegenwart – offen oder subtil, laut oder leise, teilweise in neuen Formen wiederkehrend. In Deutschland, mehr als 80 Jahre nach der Shoah, erleben Jüdinnen und Juden Antisemitismus im Alltag, in politischen Debatten, im digitalen Raum und nicht zuletzt im Kontext internationaler Konflikte. Die Frage, was das immer noch und immer wieder vorhandene antisemitische Denken und Handeln für jüdisches Leben in Deutschland bedeutet, ist daher von zentraler gesellschaftlicher Relevanz. Doch nicht nur Jüdinnen und Juden, auch Antisemitismusbeauftragte verschiedener Bundesländer begegnen selbst aufgrund ihrer Arbeit Antisemitismus. Dazu sagt Samuel Stern, der bei der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt den Kooperationsverbund gegen Antisemitismus leitet, dass ihn das nicht wundere: „Bei Antisemitismus geht es in den meisten Fällen nicht um real existierende Jüdinnen und Juden, auch wenn diese die primären Betroffenen sind, sondern um ein Zerrbild dessen, was man sich als ,jüdisch‘ vorstellt. Dieses antisemitische Konstrukt kann sich gegen alles richten, was entsprechend markiert oder wahrgenommen wird.“ (FAZ, 16.1.2026) Dr. Michael Blume, der Antisemitismusbeauftragte in Baden-Württemberg, der selbst auch schon zum Ziel von Bedrohungen wurde, warnt an derselben Stelle davor, judenfeindliche Reden und digitale Gewalt zu verharmlosen. Wer Hass und Hetze nicht rechtzeitig stoppe, trage zur „Radikalisierung von Verschwörungsgläubigen bis zur Gewaltbereitschaft“ bei. Mit Michael Blume wollen wir diskutieren, was der wieder zunehmende Antisemitismus für jüdisches Leben in Deutschland heißt und was jede:r dagegen tun kann. Er referierte zum Thema 'Immer noch und immer wieder Antisemitismus - Was heißt das für jüdisches Leben in Deutschland?' am 10.3.2026 in der Katholischen Akademie in Bayern.

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