Hinter der Schlagzeile

Eintauchen in die Welt der aktuellen Ereignisse. Joëlle Weil und Stefan Bühler, zusammen mit Top-Journalisten von CH Media, bringen dreimal wöchentlich tiefgründige Analysen, exklusive Recherchen und spannende Diskussionen zu den wichtigsten Themen der Schweiz und der Welt. Egal ob Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder Kultur – wir beleuchten die Hintergründe und liefern fundierte Einblicke. Jetzt abonnieren, um keine Folge zu verpassen! #Nachrichten #Schweiz #Welt #Aktuell #Politik #Wirtschaft #Recherche #CHMedia

  1. 23h ago

    Bergsturz von Blatten: Wie der Streit um Zweitwohnungen das Lötschental entzweit

    Mehr als ein Jahr nach dem Bergsturz von Blatten läuft im Lötschental der Wiederaufbau. Doch die Katastrophe hat einen Konflikt ausgelöst, bei dem es um knappen Boden, Ferienwohnungen und viel Geld geht. Mittendrin: Bundesrat Albert Rösti und der einflussreiche Walliser Ständerat Beat Rieder – ein gebürtiger Lötschentaler. Als sich im Mai 2025 Millionen Tonnen Schutt und Eis über Blatten ergossen, wurden Dutzende Liegenschaften vernichtet. Nun stellt sich eine juristisch und finanziell brisante Frage: Dürfen deren Eigentümer ihre Häuser in einer Nachbargemeinde neu bauen und später als Ferienwohnung verkaufen? Obwohl dies der vom Volk beschlossenen Lex Weber widerspricht, die den Anteil an Ferienwohnungen eng begrenzt? Für die Betroffenen kann die Antwort einen Unterschied von Hunderttausenden Franken bedeuten. Für viele Einheimische steht dagegen die Zukunft ihrer Dörfer auf dem Spiel. Sie fürchten steigende Bodenpreise und Wohnungen, die einen Grossteil des Jahres leer stehen. In dieser Folge von «Hinter der Schlagzeile» erklärt Inlandredaktor Benjamin Rosch, weshalb Bundesrat Albert Rösti persönlich ins Lötschental reiste und warum Ständerat Beat Rieder in den Fokus gerät. Mehr zum Thema: Streit um Bauland: Wie einer der mächtigsten Männer in Bundesbern von Blatten profitieren könnte Nach Felssturz: Droht in Kandersteg ein zweites Blatten? Das einzige Hotel, das den Bergsturz in Blatten überlebte Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzent: Stefan Bühler Gast: Benjamin Rosch Kontakt: podcast@chmedia.ch

  2. 1d ago

    Selenskyj unter Druck: Wie realistisch sind Neuwahlen?

    Wochenlang demonstrierten in Kiew Menschen nicht gegen Russland, sondern gegen ihren eigenen Präsidenten. Selenskyjs entlassener Verteidigungsminister fordert Neuwahlen und das mitten im Krieg. Auslöser war die Absetzung von Mychajlo Fedorow Mitte Juli. Der 35-Jährige hatte als Digitalisierungsminister Verwaltung und Armee modernisiert und gilt als populär. Seit seiner Entlassung ruft er zu Neuwahlen auf und bringt sich als Alternative in Stellung. Selenskyjs Partei «Diener des Volkes» regiert seit 2019 mit klarer Mehrheit im Parlament, Personalentscheide erklärt der Präsident selten und meist erst nachträglich. Kurt Pelda, Kriegsreporter von CH Media, sieht den Präsidenten bei der Korruption in einer Doppelrolle: «Selenskyj ist in dieser ganzen Korruptionsgeschichte nicht die Lösung, sondern ein Teil des Problems.» Neuwahlen hält er dennoch für unrealistisch: Wahllokale in Frontnähe wären ein Ziel für russische Drohnen und Raketen, ein Streit unter den Parteien würde Moskau in die Hände spielen. Wie sollen Soldaten an der Front und Millionen Geflüchtete überhaupt wählen? Wer käme als Nachfolger infrage? Und wie lange dauert der Krieg noch?   Mehr Artikel zum Thema:  Selenskis politischer Ziehsohn wagt den Bruch – und legt einen Fehlstart hin «Mama, ich spüre meine Beine nicht mehr»: Krieg verändert das Leben dieser Mädchen für immer   Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile» mit Joëlle Weil und Stefan Bühler  Host und Produzentin: Joëlle Weil  Gast: Kurt Pelda  Kontakt: podcast@chmedia.ch

  3. Aug 13

    Ganzkörper-MRI als Vorsorge: Wie sinnvoll ist es?

    Für 2500 Franken lässt sich der Körper von Kopf bis Fuss durchleuchten. Ein Angebot, das zunehmend auch bei jungen, gesunden Menschen Interesse weckt und die Frage aufwirft, wer sich solche Vorsorge leisten kann. Ganzkörper-MRI-Untersuchungen werden in der Schweiz privat angeboten und von den Krankenkassen nicht übernommen. Zusatzversicherungen decken höchstens einen Teil der Kosten. Kritiker sprechen von einer Zweiklassengesellschaft in der Präventionsmedizin, da sich eine Untersuchung nur leisten kann, wer über die nötigen Mittel verfügt. Befürworter verweisen auf sinkende Preise, wie bei anderen einst exklusiven Technologien. CH Media-Sportjournalist Etienne Wuillemin hat sich einem solchen Scan unterzogen. Dabei entstanden rund 6858 Einzelbilder, ausgewertet auch mit Unterstützung künstlicher Intelligenz. Zur Kostenfrage sagt Wuillemin : «Ich finde, wenn man das möchte, soll man es auch selber zahlen.» Das Ergebnis zeigte keine Hinweise auf Krebs oder Alzheimer, einzig die bekannten Hüftprobleme wurden bestätigt. Der Arzt empfahl mediterrane Ernährung sowie eine Wiederholung alle zwei Jahre. Ob er das MRI wiederholt, hat Wuillemin noch nicht entschieden.   Mehr Artikel zum Thema: Ich wollte die absolute Sicherheit über meine Gesundheit und stieg in die Röhre – das habe ich bekommen Ganzkörper-MRIs: «In den seltensten Fällen hat man davon einen Benefit»   Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzentin: Joëlle Weil Gast: Etienne Wuillemin  Kontakt: podcast@chmedia.ch

  4. Aug 11

    Fertilitäts-Plan: So will Frankreich mehr Babys

    Die Geburtenrate sinkt in ganz Europa, und die Gründe dafür sind komplexer als oft angenommen. Eine Studie der Universität Zürich zeigt: Nicht Karriere oder Finanzen stehen bei kinderlos bleibenden Menschen an erster Stelle, sondern der Wunsch, die eigene Lebensgestaltung nicht einzuschränken. Frankreich reagiert darauf mit einem staatlichen Aufklärungsprogramm statt mit klassischen Geldanreizen. Ein Ansatz, der gesellschaftliche Fragen aufwirft: Wo endet Information, wo beginnt staatlicher Druck auf private Entscheidungen? Stephanie Schnydrig von der Redaktion Leben und Wissen hat mit dem französischen Gynäkologen Samir Hamamah gesprochen, der die Regierung beim «Plan Fertilité» beraten hat. Seit Anfang dieses Jahres erhalten alle Franzosen und Französinnen zum 29. Geburtstag einen Brief mit Informationen zur Fruchtbarkeit, dazu kommen staatlich finanziertes Social Freezing und mehr Forschungsgelder. Zur Frage der persönlichen Freiheit bleibt Schnydrig klar: «Das ist eine freie Entscheidung. Das soll eine freie Entscheidung bleiben.» Warum verzichten immer mehr Menschen bewusst auf Kinder? Weshalb setzt Frankreich auf Aufklärung statt auf Geldprämien wie andere Länder? Und wie hoch stehen die Chancen, mit Reproduktionsmedizin im höheren Alter noch schwanger zu werden?   Mehr Artikel zum Thema: Babykrise als grösste Gefahr unserer Zeit: «Nur 6 Länder weltweit werden künftig noch wachsen» Ich pack in mein Köfferchen verdammt nochmal alles   Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler Host und Produzentin: Joëlle Weil Gast: Stephanie Schnydrig Kontakt: podcast@chmedia.ch

  5. Aug 6

    Europas Wälder brennen: Wie sicher ist die Schweiz?

    Frankreich erlebt die grössten Waldbrände seiner Geschichte, auch in der Schweiz gilt fast landesweit Feuerverbot bei höchster Warnstufe. Trockenheit, ausbleibender Regen und Wind wie der Mistral begünstigen Vegetationsbrände im Mittelmeerraum. Über 90 Prozent aller grossen Brände werden durch menschliche Unachtsamkeit verursacht, etwa durch weggeworfene Zigaretten oder Funken von Maschinen. Naturursachen wie Blitzeinschlag machen weniger als 10 Prozent aus. In Frankreich sind bislang 116'000 Hektar Wald verbrannt, so gross wie die Kantone Zug und Genf zusammen. Benjamin Rosch, Inlandredaktor bei CH Media, ordnet die Lage ein. Zur Löschstrategie sagt er: «Der Bundesrat setzt eigentlich stark auf Löschhelikopter.» In der Schweiz gilt das Subsidiaritätsprinzip: Zuerst rücken lokale Kräfte aus, erst danach greifen Bund oder Armee ein. Pro Jahr zählt die Schweiz über 100 Waldbrände, meist unter 50 Hektar. Löschflugzeuge fehlen, weil Helikopter für die alpine Topografie geeigneter gelten. Ein grösserer Waldbrand in den kommenden 10 bis 20 Jahren ist laut Rosch nicht auszuschliessen, ein Ausmass wie in Frankreich hält er derzeit für unwahrscheinlich.   Mehr Artikel zum Thema: Schwere Waldbrände in Griechenland – nun auch in den USA und den Niederlanden Warum die Hitzewelle einfach nicht endet   Mehr Folgen von «Hinter der Schlagzeile»:Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler   Host und Produzentin: Joëlle Weil Gast: Benjamin Rosch Kontakt: podcast@chmedia.ch

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