Werkspost. Der politische Salzburg-Kommentar. Newsletter & Podcast

Radiofabrik

Die Werkspost ist der politische Salzburg-Kommentar aus der Radiofabrik Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und bringt die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht's zum Newsletter-Abo. In diesem Werkspost-Podcast, oder kurz Werkspodcast, vertiefen die Verfasser:innen des Newsletter-Kommentars das jeweilige Thema in einem Studiogespräch mit einem oder mehreren Gästen. Am Donnerstag nach der Newsletter-Aussendung ist der Werkspodcast um 18:30 Uhr auch auf der Radiofabrik zu hören.   Finanziert aus Eigenmitteln der Radiofabrik, Mitteln des NKRF – Nichtkommerzieller Rundfunkfond (2023) der RTR & der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung    

  1. May 27

    United by music – oder die altbekannte Spaltung

    Das Motto des diesjährigen Eurovision Song Contest in Wien lautet „United by Music“. Doch wie geeint ist Österreich politisch tatsächlich? Zwischen Stadt und Land, Regierung und Opposition sowie neuen gesellschaftlichen Konfliktlinien zeigen sich deutliche Spannungen. Während in der Stadtregierung eine rot-rot-grüne Mehrheit regiert, sitzt in der Landesregierung ein schwarz beziehungsweise türkis-blaues Bündnis. Historisch standen sich vor allem die bürgerliche ÖVP und die sozialdemokratische SPÖ gegenüber. Heute prägen zusätzlich Themen wie Migration, Klimawandel, Teuerung, Feminismus oder queere Lebensrealitäten die politische Debatte. Doch Salzburg ist nicht neu gespalten, aufgrund von neuen Problemen verschieben sich lediglich die Konfliktlinien. Parteien, wie FPÖ, Neos, KPÖ+ und Grüne, decken diese neuen Themen und damit einhergehende Konflikte stärker ab, was sich auch im Wahlverhalten spiegelt. Lukas Oberauer spricht in dieser Episode mit Politikwissenschaftler Reinhard Heinisch von der Uni Salzburg über die politische Polarisierung in Stadt, Land und Bund. Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „United by music – oder die altbekannte Spaltung“ von Lukas Oberauer lesen. — Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und macht Regionaljournalismus, wie wir ihn brauchen. Die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht’s zum Newsletter-Abo. Der Werkspodcast vertieft das jeweilige Thema des Werkspost-Kommentars in einem Studiogespräch. — Redaktion: Lukas Oberauer Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer

    29 min
  2. May 13

    Präventive Wolfsabschüsse werden keine Schafe schützen

    Mit den beiden präventiven Abschüssen von Wölfen inszeniert sich Jagd- und Naturschutzlandesrätin Marlene Svazek (FPÖ) als Kämpferin für die Anliegen der Almbauern. Doch mit der neuen Wolfsverordnung macht die FPÖ-Chefin den Landwirten nur falsche Hoffnungen. Denn zwei Wölfe im Innergebirg abzuschießen, wird nicht zu weniger Rissen von Ziegen und Schafen führen. Die präsentierte Verschärfung ist nichts als populistische Symbolpolitik, um den Betroffenen zu vermitteln, dass irgendetwas getan wird. Anstatt den betroffenen Bauern vorzugaukeln, die beiden präventiven Abschüsse würden etwas bringen, sollten in Salzburg endlich wirkliche Präventivmaßnahmen ergriffen werden. Die Herden können mit Zäune, Hunde und Hirten geschützt werden. Statt pauschal zu sagen, das geht in unserer kleinräumigen Landwirtschaft nicht. Was nicht heißt, dass es gar keine Abschüsse geben soll. Nähert sich ein Wolf trotz der Herdenschutzmaßnahmen mehrfach einer Weide oder reißt Tiere, sollte er geschossen werden. Stefanie Ruep spricht in dieser Episode mit Lukas Ende vom Naturschutzbund über die präventiven Wolfsabschüsse im Land Salzburg. Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Präventive Wolfsabschüsse werden keine Schafe schützen“ von Stefanie Ruep lesen. — Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und macht Regionaljournalismus, wie wir ihn brauchen. Die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht’s zum Newsletter-Abo. Der Werkspodcast vertieft das jeweilige Thema des Werkspost-Kommentars in einem Studiogespräch. — Redaktion: Stefanie Ruep Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer

    26 min
  3. Apr 29

    Billige Polit-Punkte auf Gleis 5

    Seit Anfang April ist der Salzburger Hauptbahnhof in den Medien dauerpräsent. Über Drogenhandel, Gewalt, verwahrlosten Zustände bis hin zu sexueller Gewalt prägen wurde berichtet. Während nachhaltig Lösungen viel Zeit und Geld erfordern, wittern einige Politiker die Chance, sich als Hardliner in Szene zu setzen. Das Sicherheitsempfinden der Anwohner*innen schwindet. Die Spitze des Eisbergs: Die Salzburger Nachrichten recherchierten den fassungslosmachenden Fall eines 14-jährigen Mädchens, das mit dem Versprechen nach Drogen in Wohnungen gelockt worden sei und dort massiven sexuellen Missbrauch erfahren habe. Nicht ganz zu Unrecht hat sich deswegen in den Medien und der öffentliche Debatte der Begriff “Brennpunkt” etabliert. Auch wenn etwa der Landespolizeidirektor Bernhard Rausch gegenüber dem ORF angibt, dass es in jüngster Zeit keine “Häufungspunkte” gab. Dass das Thema Bahnhof aber nun wieder heiß diskutiert wird, sollte als Chance begriffen werden. Nur: Eine wirkliche Verbesserung der Situation am Bahnhof und zwar für alle Beteiligten: Anwohner*innen, Reisende und all jene Menschen, auf die man gern abfällig schielt, ist ein politischer Kraftakt. David Mehlhart spricht in dieser Episode mit Sozialgeograf und Armutsforscher Andreas Koch von der Uni-Salzburg, über den Bahnhof und öffentliche Räume in Salzburg. Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Billige Polit-Punkte auf Gleis 5“ von David Mehlhart lesen. — Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und macht Regionaljournalismus, wie wir ihn brauchen. Die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht’s zum Newsletter-Abo. Der Werkspodcast vertieft das jeweilige Thema des Werkspost-Kommentars in einem Studiogespräch. — Redaktion: David Mehlhart Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer

    24 min
  4. Apr 15

    Das S-Bike ist eine Chance für Salzburg

    Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Diesmal kommen solche ausgerechnet aus dem ewigen Jammertal der Salzburger Verkehrspolitik. Das Busnetz hat neue Linien bekommen, die Takte werden spürbar verdichtet. Oder anders gesagt: Bei den Öffis ist in der jüngeren Vergangenheit einiges weitergegangen, auch wenn es noch viel Nachholbedarf gibt, wie die unten im Infoteil angehängten Zahlen deutlich machen. Die Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte lassen sich eben nicht mit einem Fingerschnippen aufholen. Und gleich noch eine gute Nachricht: Läuft alles nach Plan, dann wird die Stadt Salzburg noch heuer mit dem S-Bike ein Leihradsystem bekommen. In der ersten Phase soll es rund 600 Leihräder mit über 60 Stationen geben. Die Kosten von rund 1,66 Millionen Euro pro Jahr teilen sich Land und Stadt Salzburg, der Verkehrsverbund ist als Partner an Bord. Aus Sicht der Verkehrsplanung kann das S-Bike-System vor allem eines bringen: Die letzte Meile von und zu den Haltstellen wird vereinfacht. Schnelle Wege in der Stadt können ebenfalls mit dem Leihrad absolviert werden. Zielgruppe sind damit in erster Linie die Salzburger und Salzburgerinnen. Thomas Neuhold spricht in dieser Episode mit Stadträtin Anna Schiester, über das S-Bike und den öffentlichen Verkehr. Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Das S-Bike ist eine Chance für Salzburg“ von Thomas Neuhold lesen. — Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und macht Regionaljournalismus, wie wir ihn brauchen. Die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht’s zum Newsletter-Abo. Der Werkspodcast vertieft das jeweilige Thema des Werkspost-Kommentars in einem Studiogespräch. — Redaktion: Thomas Neuhold Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer

    26 min
  5. Apr 1

    Zwischen Küche, Werkstatt und Secondhand-Läden

    In Salzburg gibt es Betriebe, die gesellschaftliche Verantwortung nicht nur propagieren, sondern sie auch leben: Das Restaurant Schmankerl in der Stadt Salzburg, die Second-Hand Shops Tao oder Anderskompetent mit ihren vielseitigen Projekten. All diese Initiativen geben Menschen, welche auf dem regulären Arbeitsmarkt kaum Chancen hätten, eine Perspektive und zeigen, dass Inklusion nicht von Mitleid, sondern von Mut und echtem Willen zur integrativen Teilhabe lebt. Diese Initiativen schaffen Selbstständigkeit, Zugehörigkeit und entlasten gleichzeitig das Sozialsystem. Und trotzdem kämpfen genau diese Projekte jedes Jahr ums Überleben, gefangen zwischen befristeten Fördertöpfen und endlosen Anträgen. Wenn soziale Einrichtungen mehr Zeit mit Bürokratie als mit Menschen verbringen, läuft etwas falsch. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass auch die Politik zeigt, was sie kann – mit langfristiger Unterstützung statt kurzfristiger Versprechen. Lukas Oberauer spricht in dieser Episode mit Christian Moik, Geschäftsführer der Soziale Arbeit GmbH, über die Reintegration in den Arbeitsmarkt. Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Zwischen Küche, Werkstatt und Secondhand-Läden“ von Lukas Oberauer lesen. — Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und macht Regionaljournalismus, wie wir ihn brauchen. Die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht’s zum Newsletter-Abo. Der Werkspodcast vertieft das jeweilige Thema des Werkspost-Kommentars in einem Studiogespräch. — Redaktion: Lukas Oberauer Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer

    24 min
  6. Mar 18

    Salzburg darf nicht zum Spielplatz für die Fantasien von Superreichen verkommen

    Milliardäre fühlen sich in Salzburg wohl. Nicht nur, weil sich die Oberen Zehntausend jeden Sommer bei den Salzburger Festspielen treffen, sondern weil man in dieser Stadt als reicher Mensch das Gefühl hat, sich alles kaufen zu können. Die Welterbe-Stadt verkommt zum Spielplatz für die Fantasien der Superreichen. Die linke Stadtregierung versucht seit zwei Jahren zumindest in einigen Bereichen die Stadt für alle zu gestalten. Mit dem räumlichen Entwicklungskonzept, neu gestalteten Plätzen und der Reduzierung des motorisierten Individualverkehr im Herzen der Stadt. Die Auswüchse des Betongolds, die Stadtgespräche über Löcher und die weniger ansehnlichen Seiten der touristischen Märchenstadt beleuchtet Alexandra Karner alias Schiaches Salzburg in ihrem Buch „Wie man Salzburg überlebt“. Im Podcast der Werkspost verrät sie, dass die grantigen Stadtbeobachtungen eigentlich eine Liebeserklärung an ihre Heimatstadt sind. Stefanie Ruep spricht in dieser Episode mit Alexandra Karner alias @schiachessalzburg über die schönen und nicht so schönen Seiten der Mozartstadt. Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Salzburg darf nicht zum Spielplatz für die Fantasien von Superreichen verkommen“ von Stefanie Ruep lesen. — Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und macht Regionaljournalismus, wie wir ihn brauchen. Die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht’s zum Newsletter-Abo. Der Werkspodcast vertieft das jeweilige Thema des Werkspost-Kommentars in einem Studiogespräch. — Redaktion: Stefanie Ruep Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer

    23 min
  7. Feb 18

    Wer darf regieren?

    Jede Person, die in Österreich wählen darf, kann auch in ein Amt gewählt werden. Das ist ein unabdingbarer Grundpfeiler der Demokratie. Dass viele mit diesem Modus Operandi alles andere als zufrieden sind, konnte man jüngst bei der Bestellung von Maximilian Aigner als Landesrat für Landwirtschaft und Energie in Salzburg im vergangenen Dezember beobachten. Wenn ein 25-jähriger Lehrer, dessen — wenn man’s großzügig auslegt — bisher einschlägigste Tätigkeit der Vorsitz der Salzburger Landjugend war, eine solche zentrale Rolle in der Landesregierung einnimmt, ist Skepsis geboten. Das ist aber gar nicht der Knackpunkt. Die Kritik am Alter und der vermeintlichen Unreife eines Kandidaten verfehlt dabei den Kern der Sache. Spätestens seit der Ära Kurz wurde klar, dass Politiker*innen medial tauglich performen müssen, wollen sie erfolgreich sein. Inhalte sind in Zeiten der Hyperpolitik sowieso zweitrangig. Wenn also Edtstadler nach dem Antritt im Sommer 2025 verlautbaren ließ, dass die Salzburger Volkspartei jünger und weiblicher werden müsse, ist die Bestellung eines 25-jährigen Landesrats nur der konsequente Schritt einer Politikerin, die den Imagekampf gegen die FPÖ zusehends verliert. David Mehlhart spricht in dieser Episode mit Maximilian Aigner über seine politischen Ziele und seine Rolle als Landesrat. Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Wer darf regieren?“ von David Mehlhart lesen. — Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und macht Regionaljournalismus, wie wir ihn brauchen. Die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht’s zum Newsletter-Abo. Der Werkspodcast vertieft das jeweilige Thema des Werkspost-Kommentars in einem Studiogespräch. — Redaktion: David Mehlhart Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer

    29 min

About

Die Werkspost ist der politische Salzburg-Kommentar aus der Radiofabrik Der Werkspost Newsletter greift unbequeme Themen in Stadt und Land Salzburg auf und bringt die Meinung der Journalist:innen unseres Vertrauens. Jeden zweiten Mittwoch exklusiv in deinem Posteingang. HIER geht's zum Newsletter-Abo. In diesem Werkspost-Podcast, oder kurz Werkspodcast, vertiefen die Verfasser:innen des Newsletter-Kommentars das jeweilige Thema in einem Studiogespräch mit einem oder mehreren Gästen. Am Donnerstag nach der Newsletter-Aussendung ist der Werkspodcast um 18:30 Uhr auch auf der Radiofabrik zu hören.   Finanziert aus Eigenmitteln der Radiofabrik, Mitteln des NKRF – Nichtkommerzieller Rundfunkfond (2023) der RTR & der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung    

You Might Also Like