WIR.SIND.BERGHEIM - Der Podcast

Kreisstadt Bergheim

WIR.SIND.BERGHEIM - Der Podcast Es geht um Vielfalt, Veränderung, Demografie und die Verbundenheit der Menschen untereinander und mit ihren Aufgaben. Möglichst nah dran lernt ihr die Menschen, ihre Aufgaben und Einstellungen kennen. Ein Podcast aus dem Rathaus der Kreisstadt Bergheim. 

  1. Oct 23

    QUARTIERSMANAGEMENT IST KEIN PROJEKT SONDERN HALTUNG

    Was braucht es, damit ein Stadtteil mehr wird als die Summe seiner Straßen? In Folge 63 von „WIR.SIND.BERGHEIM – Der Podcast" spricht Tom Juschka mit Nicole Reifert über Quartiersarbeit, die nicht plant, sondern hält – und dabei mitten im Leben steht. Nicole leitet seit Ende 2017 das Quartiersbüro in Bergheim-Ahe. Die Diplom-Sozialpädagogin, im Rheinland verwurzelt und mit über zwanzig Jahren Erfahrung in der Jugend- und Gemeinschaftsarbeit, ist dort mehr als Ansprechpartnerin: Sie ist Impulsgeberin, Netzwerkerin und Vertrauensperson. Im Gespräch nimmt sie uns mit in ihren Alltag – zwischen offener Tür, interdisziplinärer Zusammenarbeit und der Frage, wie man Vertrauen aufbaut in einem Stadtteil, der so vielfältig ist wie Ahe. Sie spricht offen über die Herausforderungen der Zuwanderung aus Südosteuropa, über fehlende Ressourcen und darüber, was sie sich von Politik und Gesellschaft wünscht. Dabei wird klar: Quartiersarbeit geht nicht allein. Nicole erklärt, wer ihre Verbündeten sind, was ein tragfähiges Netzwerk ausmacht und warum die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung der Schlüssel ist. Sie fordert, Alt und Jung zusammenzudenken – nicht nebeneinander, sondern miteinander. Und sie träumt von einem Ahe, das in zehn Jahren noch lebendiger, noch vernetzter ist. In der Rubrik „10 Fragen – Ein Moment mal" wird es persönlich: Nicole verrät, welche drei Dinge ihr gerade am wichtigsten sind, wann sie zuletzt wirklich Carpe diem gelebt hat und was der mutigste Schritt ihres Lebens war. Sie spricht über ihren Sohn, über Natur, Garten und Küche – und darüber, mit welchen drei Worten sie sich selbst beschreiben würde. Wer Nicole Reifert begegnet, trifft eine Frau, die nicht nur arbeitet, sondern gestaltet – mit Haltung, Herz und Weitblick.

    QUARTIERSMANAGEMENT IST KEIN PROJEKT SONDERN HALTUNG
  2. Oct 9

    THEATER ALS FAMILIENSACHE

    Was verbindet Menschen über Generationen hinweg – auf der Bühne und dahinter? In dieser Folge öffnet sich der Vorhang für den Theaterverein Frohsinn aus Rheidt-Hüchelhoven, der seit 1931 Bergheim bereichert. Sandra Schmidt und Celine Cziharsch nehmen uns mit in die Welt des Laientheaters, wo Leidenschaft, Zusammenhalt und ganz viel Herzblut die Hauptrollen spielen. Sandra, seit 2006 in Bergheim zu Hause, fand über ihren Mann Torsten zum Theater und gab 2007 ihr Debüt als Oma. Seitdem engagiert sie sich im Vorstand und organisiert mit Begeisterung. Celine, 23 Jahre jung und echter Familienmensch, steht bereits seit 2009 auf der Bühne – seit 2019 auch bei den Erwachsenen. Theater liegt bei ihr in der Familie, seit Generationen. Beide verbindet die Freude am gemeinsamen Spiel und die Liebe zu den Menschen, die sie auf und neben der Bühne treffen. Die beiden erzählen von fast 100 Jahren Vereinsgeschichte, von der Spezialisierung auf Lustspiele in den 1980ern und den jährlichen Aufführungen im April. Sie berichten vom komplett selbstgebauten Bühnenbild – manchmal wird dafür schon mal ein Wohnzimmer aus dem Ort zur Requisite. Besonders stolz sind sie auf die Kinder- und Jugendgruppe, die am 2. Adventswochenende ihr Können zeigt. Der Verein sucht aktuell männliche Laienschauspieler, die Lust haben mitzumachen. Neben den Theateraufführungen ist Frohsinn fest im Gemeindeleben verankert: bei der Kirmes, beim Karnevalsumzug oder beim Sport- und Kennlerntag in der Grundschule. Über Facebook und Instagram gibt's regelmäßig Einblicke hinter die Kulissen. In der Rubrik '10 Fragen – Ein Moment mal' wird es persönlich: Welches Jahr war das beste ihres Lebens? Musical oder Theater? Was würden sie auf eine einsame Insel mitnehmen? Und welches Lied können sie auswendig – und mit welcher Berühmtheit würden sie gerne gemeinsam auf der Bühne stehen? Die Antworten zeigen zwei Menschen, die wissen, was Gemeinschaft bedeutet. Sandra und Celine leben vor, wie Engagement und Offenheit ein ganzes Vereinsleben prägen – und wie viel Freude es macht, wenn Menschen zusammen etwas auf die Beine stellen.

    THEATER ALS FAMILIENSACHE
  3. Jul 17

    WENN ZUSAMMENHALT SATT MACHT

    Was hält drei Männer mit völlig unterschiedlichen Lebenswegen zusammen – und sorgt dafür, dass in Bergheim niemand hungrig nach Hause gehen muss? In dieser besonderen Folge spreche ich gleich mit drei Gästen: Hans Werner Hader, Gründungsmitglied und fast zwanzig Jahre lang erster Vorsitzender der Bergheimer Tafel. Peter Immekus, selbstständiger Ingenieur für Bergschäden, der während Corona zur Tafel kam. Und Günter Thar, gelernter Koch und Konditor, der seit fünf Jahren in Oberaußem aktiv ist. Drei Lebenswege, drei Persönlichkeiten – ein gemeinsames Ziel. Wir sprechen darüber, wie die Tafel Ende 2005 entstand, was Menschen fast zwanzig Jahre in einem anspruchsvollen Ehrenamt hält und wie unterschiedlich die Wege zur Tafel sein können. Es geht um Zusammenhalt in einer vielfältigen Stadt, um Integration und Inklusion im Alltag, und um die Frage, was sich verändern muss – bei der Tafel selbst, aber auch in der Gesellschaft. Auch der Wunsch, die Tafel in weitere Ortsteile zu bringen, kommt zur Sprache. In der Rubrik „15 Fragen – Ein Moment mal" wird es persönlich: Hans Werner erzählt von seiner Leidenschaft fürs Campen und was ihm an Menschen am wichtigsten ist. Peter verrät, was auf dem Wasser mit einem passiert, das an Land nicht geht, und was ihn an Bergheim überrascht hat. Günter spricht über die Freiheit als engagierter Rentner, seinen Lieblingsort in Bergheim und einen Traum, den er sich noch erfüllen möchte. Drei Männer, die zeigen: Engagement braucht keine perfekte Biografie – nur den Willen, etwas zu bewegen.

    WENN ZUSAMMENHALT SATT MACHT
  4. Jul 3

    ZWISCHEN WOHNGELD UND WOHNUNGSNOT

    Was bedeutet es, wenn Wohnen unbezahlbar wird? In dieser Folge spreche ich mit Ralf Schaffrath, Abteilungsleiter für Wohnen und Bürgerhilfen bei der Stadt Bergheim. Geboren in Brühl, aufgewachsen in Berzdorf, führte ihn ein duales Verwaltungsstudium in die öffentliche Verwaltung – ursprünglich wollte er Lehrer werden. Heute verantwortet er einen Bereich, der Menschen in existenziellen Lebenslagen begleitet. Bezahlbares Wohnen ist zur sozialen Frage unserer Zeit geworden. Ralf erklärt, wie die Lage in Bergheim aussieht, welche Hebel eine Kommune hat und wo die größten Hindernisse liegen. Wir sprechen darüber, was seine Abteilung konkret tut, um Wohnraum zu sichern und Menschen den Zugang zu angemessenem Wohnen zu ermöglichen. Dabei wird deutlich: Soziales Wohnen ist weit mehr als Immobilienpolitik – es geht um Teilhabe und Würde. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf die Bürgerhilfen: Welche sozialen Leistungen gibt es, wie haben Reformen wie die Wohngeldreform 2023 die Arbeit verändert, und was bedeuten aktuelle Sozialreformen für die Menschen vor Ort? Ralf gibt Einblick in den Alltag seiner Abteilung und formuliert klare Wünsche an die Politik, damit Unterstützung wirklich ankommt. In der Rubrik „10 Fragen – Ein Moment mal" wird es persönlich: Ralf verrät, worauf er verzichten könnte, welches Lebensmittel er wäre, was seine Nervennahrung ist und wie er die Vorweihnachtszeit erlebt. Außerdem sprechen wir über seinen verrücktesten Ausflug, ein Lieblingsbuch, Zeitreisen, sein Lieblingskleidungsstück und was ihn zuletzt aus vollem Herzen zum Lachen gebracht hat. Und natürlich: Was schätzt er an seinen engsten Freunden am meisten – mit denen er so gerne kocht? Ein Gespräch mit einem Menschen, der genau weiß, dass hinter jeder Akte eine Lebensgeschichte steht.

    ZWISCHEN WOHNGELD UND WOHNUNGSNOT
  5. Jun 19

    FRIEDHÖFE IM WANDEL

    Was hat ein kommunaler Friedhof mit Stadtentwicklung zu tun – und warum braucht es für Grünflächen heute digitale Kataster? In Folge 56 von WIR.SIND.BERGHEIM spreche ich mit Sebastian Wolfgang Reiss, Sachgebietsleiter Verwaltung im Betriebshof der Kreisstadt Bergheim. Er ist zuständig für das städtische Bestattungswesen, drei digitale Grünflächenkataster, Arbeitsschutz und die Betreuung von Verwaltungsauszubildenden – ein Aufgabenspektrum zwischen Trauerkultur, Bürgerengagement und Präventionsarbeit. Wir sprechen über Friedhöfe im Wandel: Wie verändert sich Bestattungskultur, was bedeuten Überhangflächen für die kommunale Planung, und wie findet man die Balance zwischen würdevoller Trauerkultur und wirtschaftlicher Notwendigkeit? Sebastian erklärt, was digitale Grünflächenkataster leisten, wie Pflegeklassenmodelle helfen und warum Grünpatenschaften funktionieren – aber auch an Grenzen stoßen. Außerdem beleuchten wir, wie im Betriebshof Gesundheitsmanagement und Arbeitsschutz bei körperlich anspruchsvoller Arbeit gestaltet werden. In der Rubrik „10 Fragen – Ein Moment mal" wird es persönlich: Sebastian verrät, mit welcher Rockband er gerne auftreten würde, erzählt von seinem spektakulärsten Segelmanöver und beantwortet, ob er bei Elfmetern schon mal den Raum verlassen hat. Wir sprechen über Lieblingsküchen, perfekte Tage und die drei Dinge, die ihm im Leben gerade am wichtigsten sind. Ein Gespräch mit einem Menschen, der nach Studium, Bundeswehr und RWTH Aachen im Betriebshof wirklich angekommen ist – und dort Verantwortung mit Weitblick trägt.

    FRIEDHÖFE IM WANDEL

About

WIR.SIND.BERGHEIM - Der Podcast Es geht um Vielfalt, Veränderung, Demografie und die Verbundenheit der Menschen untereinander und mit ihren Aufgaben. Möglichst nah dran lernt ihr die Menschen, ihre Aufgaben und Einstellungen kennen. Ein Podcast aus dem Rathaus der Kreisstadt Bergheim.