Heiligenschein

Der SONNTAG

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

  1. 19. Mai: Heiliger Cölestin V.

    20H AGO

    19. Mai: Heiliger Cölestin V.

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Den heiligen Cölestin V. kannten bis vor ein paar Jahren hauptsächlich Kirchenhistoriker. Durch den Rücktritt von Benedikt XVI. im Jahr 2013 geriet der heilige Cölestin V. wieder ins Bewusstsein. Vom Einsiedler Pietro Angelerio zu Papst Cölestin V. Pietro Angelerio war bereits 80 Jahre alt, als er im Juli 1294 zum Papst gewählt wurde. Davor war der Bauernsohn Einsiedler und Gründer des Ordens der „Einsiedler von Murrone“, später in Cölestiner umbenannt, der sich rasch ausbreitete. Pietro galt als integer und heilig. Zum Papst wurde er ohne sein Wissen als Kompromisskandidat nach einer zweijährigen Sedisvakanz gewählt. Cölestin legt das Amt nach wenigen Monaten nieder Als er von seiner Wahl erfuhr, dachte er zunächst an die Flucht, beugte sich jedoch dem Drängen seiner Anhänger. Im Amt war er überfordert, politisch abhängig und innerkirchlich von Kardinal Caetani unter Druck gesetzt. Schließlich erkannte er, dass es ihm nicht gelingen würde, die Kirche selbst zu führen. Am 13. Dezember 1294 trat er daher zum Entsetzen des Volkes nach nur fünf Monaten im Amt zurück. Sein Nachfolger, Bonifatius VIII., ließ ihn in Ehrenhaft nehmen, um eine Kirchenspaltung zu verhindern. Cölestin starb eineinhalb Jahre später und wurde 1313 heiliggesprochen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  2. 14. Mai: Heilige Corona

    5D AGO

    14. Mai: Heilige Corona

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Die Heilige Corona trägt einen Namen, der heute weltbekannt ist, ohne dass zwischen ihr und dem Virus irgendein Zusammenhang besteht. Vielleicht ist es gerade deshalb an der Zeit, die Geschichte jener Heiligen in den Blick zu nehmen, die nicht Namensgeberin war und dennoch als Patronin gegen Seuchen gilt. Corona als junge Märtyrerin zwischen Glaube, Vision und Überlieferung Corona hieß der Legende nach eigentlich Stephana. Ihr Name bedeutet „die Gekrönte“ und verweist auf die Märtyrerkrone. In einer Vision soll sie eine Siegeskrone für sich und ihren Mann gesehen haben. Das soll sich um das Jahr 287 oder 303 ereignet haben. Die damals 16-Jährige starb zwischen zwei losgelassenen Palmen, ihr Legendenort ist unklar. Schriftlich belegt ist ihre Geschichte ab dem 6. Jahrhundert. Die Verehrung der Corona in Österreich durch Fund, Kapelle und neue Bedeutungen In Österreich wurde sie durch einen Fund im Jahr 1504 bekannt: Holzfäller entdeckten in einer hohlen Linde eine Statue und errichteten dort eine Kapelle, aus der der Ort Sankt Corona am Wechsel entstand. Vermutlich entwickelte sich hier auch ihr Patronat gegen Seuchen. Durch die frühere Währung Krone gilt sie zudem als zuständig für Glücksspiel und die Lotterie.  Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  3. 27. April: Heiliger Petrus Canisius

    APR 27

    27. April: Heiliger Petrus Canisius

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Petrus Canisius, auch unter seinem ursprünglichen Namen Peter de Hondt bekannt, war ein großer Priester, Professor, Schriftsteller und Diplomat. Er schrieb einen Katechismus, der so bedeutend war, dass er fast 400 Jahre lang gültig blieb. Da er mehrere Jahre in Wien verbrachte und den Text hier verfasste, erinnern bis heute die Canisiusgasse und die Canisiuskirche im 9. Bezirk an ihn. Petrus als Wegbereiter der katholischen Reform Petrus kam 1521 im heutigen Holland zur Welt, war aber Deutscher, weil das Gebiet damals zu Deutschland gehörte. Mit 22 Jahren trat er als erster Deutscher in den Jesuiten­orden ein und engagierte sich früh für die Reform der katholischen Kirche. Europaweit wirkte Petrus als Kirchenlehrer Im Alter von 31 Jahren kam er nach Wien, wo er in zahlreichen Aufgaben wirkte: als Professor, Hofprediger, Gefängnisseelsorger, Volksmissionar und Diözesanadministrator. Sogar das Amt des Erzbischofs von Wien wurde ihm angeboten, doch er lehnte ab. Nach seinen Jahren in Wien führte ihn sein Weg durch viele Länder Europas. Petrus starb am 21. Dezember 1597 in der Schweiz. 1925 wurde er heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer ernannt. Außerdem gilt er als Patron der Diözese und der Stadt Innsbruck, wo er ebenfalls wichtige Spuren hinterlassen hat. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  4. 21. April: Heiliger Anselm von Canterbury

    APR 21

    21. April: Heiliger Anselm von Canterbury

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Anselm von Canterbury, Vater der Scholastik, prägte das theologische Denken über Jahrhunderte, weil er die Vernunft als Mittel zur Gottes­erkenntnis betonte. Er wurde 1033 in Italien geboren und trat im Alter von 27 Jahren, gegen den Widerstand seines adeligen Vaters, in Frankreich in den Benediktinerorden ein und wurde später Abt. Anselm lebte für Wissenschaft und Glauben Erst mit 60 Jahren folgte die Ernennung zum Erzbischof von Canterbury. Sein Leben widmete Anselm der Wissenschaft. Gebet und Nachdenken über Gott gehörten für ihn zusammen. Außerdem galt er als ausgezeichneter Seelsorger und Prediger sowie als sehr fromm. Im Streit um kirchliche Ämter ging Anselm ins Exil Als Erzbischof von Canterbury geriet er zweimal mit der englischen Krone in Konflikt, weil er sich gegen königliche Eingriffe in kirchliche Ämter wehrte, eine englische Variante des Investiturstreits. 1097 ging er erstmals für drei Jahre ins Exil nach Frankreich. Unter König Heinrich I. kehrte er zurück, wurde jedoch erneut verbannt und verbrachte weitere drei Jahre im Exil. Nach seiner Rückkehr wirkte er bis zu seinem Tod am 21. April 1109 in Canterbury. Rund 400 Jahre später wurde er heiliggesprochen und etwa 250 Jahre danach zum Kirchenlehrer erhoben. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  5. 17. April: Heilige Kateri Tekakwitha

    APR 17

    17. April: Heilige Kateri Tekakwitha

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Kateri „Katharina“ Tekakwitha, die Lilie der Mohawk, ist Patronin des Umweltschutzes und die erste heiliggesprochene Indigene, die in Nordamerika sehr verehrt wird. Sie wurde 1656 im heutigen Bundesstaat New York geboren. Kateris Kindheit im Zeichen des Verlusts Ihr Vater war Häuptling der Mohawk, ihre Mutter Katholikin. Beide starben an Pocken, als Kateri vier Jahre alt war. Das Mädchen wurde auch befallen, überlebte aber halb blind und entstellt von vielen Narben. Ihr Mohawkname „Tekakwitha“ sagt das aus: „die mit der Hand voraus geht“. Sie lernte Missionare kennen und fasste schon bald den Wunsch, Christin zu werden und ehelos zu leben. Mehrere Heirats­anträge, lehnte sie daher ab. Kateri folgt ihrem Glauben trotz Verfolgung Stattdessen ließ sie sich taufen und nahm den Namen Katharina an. Daraufhin wurde sie verfolgt und sogar mit dem Tod bedroht. Sie floh daher nach einem Jahr in eine 300 Kilometer weit entfernte Missionsstation der Jesuiten im heutigen Montreal in Kanada. Dort wirkte sie zwei Jahre als Katechetin und kümmerte sich um Arme und Kranke. Ihre strengen Bußübungen schwächten sie jedoch so sehr, dass sie bereits im Alter von 24 Jahren starb. Schon bald wurde sie als Patronin Kanadas verehrt. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  6. 8. April: Seliger August Czartoryski

    APR 8

    8. April: Seliger August Czartoryski

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. August Czartoryski wurde 1858 in Paris in eine der mächtigsten polnischen Fürstenfamilien geboren. Mit sechs Jahren verlor er seine Mutter durch Tuberkulose, eine Krankheit, die später auch sein eigenes Leben über Jahrzehnte bestimmen sollte. August findet seinen Weg zur geistlichen Berufung Schon früh lehnte er das luxuriöse Leben eines Fürsten ab und entwickelte den Wunsch, sich ganz Gott zu widmen. Im Alter von 25 Jahren lernte er in Paris Don Bosco kennen und bat ihn um Aufnahme in seinen Orden. Zunächst scheiterte sein Anliegen, da sein Vater ihn lieber in einer diplomatischen Karriere sah und Don Bosco seinen Orden nicht für adelsgeeignet hielt. Erst nachdem August dem Papst von seinen Visionen berichtet hatte und dieser sie bestätigte, änderte sich die Haltung. Ein geistlicher Weg mit August als Vorbild August verzichtete auf sein Erbe und konnte mit 29 Jahren den Salesianern beitreten. Fünf Jahre später wurde er zum Priester geweiht, seine gesamte Familie blieb der Weihe aber demonstrativ fern. Ein Jahr später starb August im Alter von 35 Jahren an Tuberkulose. Bei seinem Begräbnis baten 120 junge Polen um Aufnahme in den Orden und fünf Jahre später konnte das erste Salesianerhaus eröffnet werden. 2004 wurde August seliggesprochen. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  7. 29. März: Heiliger Berthold

    MAR 29

    29. März: Heiliger Berthold

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Ein Ordensgründer, der keiner war, und der eine falsche Herkunftsbezeichnung hat: Berthold von Kalabrien. Er gründete keinen Orden, und er stammte auch nicht aus Süditalien, sondern aus Frankreich. Er lebte aber großteils im Orient, und dort bekamen im 12. Jahrhundert alle Einwanderer den Beinamen „aus Kalabrien“. Berthold findet im Angesicht des Krieges zu einer neuen Erkenntnis Berthold war Priester und ging 1147 als Begleiter der Kreuzfahrer ins Heilige Land. Als Antiochia von den Sarazenen belagert wurde, soll Jesus ihm in einer Vision die Brutalität der christlichen Soldaten als Ursache für die Bedrängnis vor Augen geführt haben. Da hatte Berthold genug vom Krieg. Bertholds Rückzug auf den Karmel wird zum Ausgangspunkt des Karmeliterordens Ein paar Jahre später siedelte er sich mit zehn Gefährten in der Höhle auf dem Berg Karmel in Israel an. Auf dem Karmel hatte der Prophet Elija einen Wettstreit gegen heidnische Priester für den Gott Israels entschieden, und Berthold wollte in diesem Geist leben. Sie lebten nach der Regel der Basilianermönche. Aus dieser Gemeinschaft entstand der Orden der Brüder Unserer Lieben Frauen vom Berg Karmel, der Karmeliterorden. Er verbreitete sich in Europa, in Österreich hat er heute vier Häuser. Berthold starb 1195 und ist also nicht der eigentliche Gründer, aber ohne ihn wäre der Orden nicht entstanden. Bernadette SpitzerVon Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.Wiener Dom-Verlag.ISBN: 978-3-85351-294-4 Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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