Risikobasierter Ansatz

Michael Rohrlich & Marc Oliver Thoma

Datenschutz, IT-Sicherheit und mehr

  1. 2d ago

    RBA441 Im Test: "Gemini Notebook" - Google

    In dieser Folge stellen wir Gemini Notebook vor, früher bekannt als NotebookLM. Wir zeigen die kostenlose Basisversion und erklären, wie sich darin Notebooks für unterschiedliche Themen anlegen und mit Quellen füllen lassen. Als Beispiel erstellen wir ein Notebook zur DSGVO. Unterstützt werden unter anderem PDFs, Word- und Textdateien, Google-Drive-Inhalte, kopierte Texte, Webseiten, YouTube-Videos und Audiodateien. Wir zeigen, wie sich Fragen zu den hinzugefügten Quellen stellen lassen. Die Antworten beziehen sich auf dieses begrenzte Material und enthalten Verweise auf die Fundstellen, wodurch sich das Risiko unbelegter Antworten verringert. Fehler oder verkürzte Darstellungen bleiben dennoch möglich. Das Beispiel macht außerdem deutlich, dass fehlende Quellen — etwa das Bundesdatenschutzgesetz neben der DSGVO — die Antworten einschränken. Ein Schwerpunkt liegt auf den automatisch erstellbaren Materialien: Präsentationen, Audio- und Videozusammenfassungen, Mindmaps, Infografiken und Quizfragen. Wir besprechen, wie diese Funktionen beim Lernen, beim Einstieg in neue Themen und bei der Vorbereitung von Schulungen helfen können. Ergebnisse lassen sich teilweise anpassen und erneut erstellen. Außerdem erläutern wir, dass sich Notebooks mit dem Gemini-Chatbot verbinden lassen, um auf ihrer Grundlage weitere Aufgaben zu bearbeiten. Die kostenlose Version reicht für grundlegende Funktionen aus; kostenpflichtige Varianten bieten laut unserer Beschreibung zusätzliche Funktionen und möglicherweise höhere Nutzungslimits. Zum Abschluss sprechen wir über Grenzen und Datenschutz. Zu viele Quellen verbessern die Ergebnisse nicht unbedingt, und sensible oder personenbezogene Daten sollten nicht unbedacht eingegeben werden. Für unbedenkliche Quellen wie Gesetzestexte oder Tätigkeitsberichte kann das Tool dagegen genutzt werden, um Informationen zusammenzufassen und auszuwerten.

  2. 4d ago

    RBA440 Im Fokus: "Datenrecht" (Wiebe/Imhof/Kreutz) - Beck

    In dieser Folge besprechen wir das Handbuch *Datenrecht*, herausgegeben von Andreas Wiebe, Ralf Imhoff und Oliver Kreuz und erschienen im Beck Verlag. Das Werk umfasst 828 inhaltliche Seiten und kostet 169 Euro. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war es laut Verlagswebsite noch nicht als E-Book erhältlich und auch nicht in Beck-Online gelistet. Wir ordnen Datenrecht als Querschnittsmaterie ein, in der unter anderem Datenschutz, Vertrags- und Wettbewerbsrecht, Geschäftsgeheimnisse, Urheberrecht, Kartellrecht und KI eine Rolle spielen. Das Handbuch verbindet juristische Grundlagen mit Beiträgen aus unterschiedlichen Fachrichtungen und richtet sich ausdrücklich auch auf die praktische Anwendung aus. Die Gliederung orientiert sich weitgehend am Lebenszyklus von Daten. Sie behandelt Grundlagen und Technik sowie den Zugang zu, die Erzeugung, Nutzung und Übertragung von Daten. Weitere Themen sind Archivierung, Löschung, IT-Sicherheit, internationale Fragen, Prozessrecht und der Umgang mit Daten in der Insolvenz. Statt einzelne Regelwerke nacheinander zu erläutern, betrachtet das Werk praktische Fragestellungen aus verschiedenen rechtlichen Blickwinkeln. Wir besprechen die Stärken des Handbuchs, darunter zahlreiche praxisbezogene Hinweise und den umfassenden Zugriff auf das Thema. Zugleich merken wir an, dass an manchen Stellen Grafiken hilfreich gewesen wären, etwa um komplexe Datenflüsse und mehrgliedrige Vertragsverhältnisse anschaulich darzustellen. Insgesamt sehen wir das Buch als juristisches Nachschlagewerk, das wissenschaftliche Grundlagen mit Fragen der Praxis verbindet.

  3. Oct 30

    RBA439 Im Test: "Claude" - Anthropic

    Wir stellen Claude von Anthropic vor und vergleichen die kostenlose und die kostenpflichtigen Varianten. Dabei sprechen wir über Anmeldung und Preise sowie über die verfügbaren Modelle und deren Nutzungslimits. Wir weisen außerdem darauf hin, dass Nutzer selbst prüfen müssen, ob die Verarbeitung von Daten mit dem eigenen Datenschutz und Berufsrecht vereinbar ist. Anhand einer Checkliste für den Datenschutz in einem mittelständischen Unternehmen testen wir Claude mit einem standardisierten Prompt. Die kostenlose Version liefert zügig eine umfangreiche Aufzählung, während die kostenpflichtige Version ein deutlich ausführlicheres Ergebnis mit Quellen und einem interaktiven Artefakt erstellt. Der umfangreichere Test mit einem leistungsfähigeren Modell dauert etwa 15 Minuten. Wir betonen, dass KI-Ergebnisse geprüft werden müssen und dass wiederholte Anfragen unterschiedlich ausfallen können. Wir sprechen über die Quellenangaben und die Grenzen der Ergebnisse: Die kostenlose Variante verweist unter anderem auf Gesetzestexte, liefert aber keine weiterführenden Webquellen, anhand derer sich zusätzliche Hinweise nachvollziehen lassen. Die Bezahlversion bietet eine formatierte Checkliste, die sich bearbeiten, exportieren und mit Rückfragen ergänzen lässt. Einen systematischen Vergleich mit anderen KI-Systemen nehmen wir nicht vor; aus persönlicher Erfahrung gefallen uns Claudes Ergebnisse bei der Textarbeit gut. Zum Schluss gehen wir auf weitere Funktionen ein, darunter Projekte, Designwerkzeuge, geplante Aufgaben und interaktive Artefakte wie Dashboards. Außerdem beschreiben wir Claude Cowork, das mit freigegebenen Dateien und Verzeichnissen arbeiten und Aufgaben am Rechner ausführen kann. Ergänzend erwähnen wir Plugins für Word, Excel und PowerPoint, mit denen Claude innerhalb dieser Programme unterstützen kann.

  4. Oct 28

    RBA438 Im Fokus: "Künstliche Intelligenz und Robotik" (Ebers/Heinze/Steinrötter) - Beck

    Wir besprechen die zweite Auflage des juristischen Handbuchs *Künstliche Intelligenz und Robotik*, herausgegeben von Martin Ebers, Christian A. Heinze und Björn Steinrötter. Das 2026 im Beck-Verlag erschienene Hardcover umfasst rund 1.520 Seiten und kostet 229 Euro. Es ist außerdem über die Online-Module IT-Recht Premium und KI-Recht+ verfügbar; eine PDF-Kaufoption gibt es nicht. Wir ordnen Aufbau und Themenbreite des Werks ein. Nach einer Einführung in die Geschichte und technischen Grundlagen von KI sowie den Regulierungsrahmen behandelt das Handbuch zahlreiche Rechtsgebiete, darunter Zivil-, Vertrags-, Verbraucher-, Arbeits-, Datenschutz-, Daten-, Urheber-, Wettbewerbs- und Steuerrecht. Ein eigener Schwerpunkt liegt auf konkreten Anwendungsfällen, etwa Legal Tech, Smart Cities, Landwirtschaft, Medizin, Journalismus, Industrie und Robotik im Kriegseinsatz. Wir sprechen über den wissenschaftlichen Anspruch und den Praxisbezug: Die Themen werden ausführlich und mit zahlreichen Fußnoten behandelt, zugleich veranschaulichen Praxisbeispiele die juristischen Fragestellungen. Das Handbuch eignet sich damit als Nachschlagewerk, das Grundlagen, Rechtsgebiete und Anwendungsszenarien systematisch zusammenführt. Als Einschränkung nennen wir den überwiegenden Fließtext und den Mangel an erklärenden Grafiken, die komplexe Fragen anschaulicher machen könnten. Außerdem fällt das Überblickskapitel zur KI-Verordnung knapp aus; insbesondere die verbotenen KI-Praktiken hätten ausführlicher behandelt werden können. Insgesamt halten wir das Werk für eine umfassende Orientierung für Juristinnen und Juristen, die sich mit KI und Robotik befassen. Seine Anschaffung ist vor allem für diejenigen sinnvoll, die dieses spezialisierte Wissen benötigen.

  5. Oct 23

    RBA437 Im Test: "Gemini" - Google

    In dieser Folge schauen wir uns Googles KI-Angebote an und vergleichen sie mit ChatGPT und Claude. Wir zeigen zunächst, wie Googles KI-Antworten inzwischen direkt in der Suche erscheinen und Quellen verlinken. Dabei prüfen wir eine Antwort zur DSGVO und finden eine ungenaue Angabe zum Zeitpunkt ihres Inkrafttretens. Das Beispiel zeigt, dass KI-Antworten trotz ihres sicheren Auftretens überprüft werden sollten. Anschließend testen wir Gemini als allgemeines KI-Chattool. Mit einem Prompt zur Arbeit eines Datenschutzbeauftragten vergleichen wir die kostenlose Variante mit unterschiedlichen Denkaufwands-Einstellungen. Die Antworten liefern einen stichpunktartigen ersten Überblick, enthalten aber in unserem Test keine Quellenangaben. Wir sprechen auch über Unterschiede bei Antwortlänge, Bearbeitungszeit und Nutzungslimits. Wir erläutern die Preisstufen von Google AI und die zusätzlichen Leistungen wie Speicherplatz und weitere Google-Dienste. Dabei weisen wir darauf hin, dass die Nutzung kostenloser und kostenpflichtiger Angebote jeweils datenschutz- und compliancebezogen geprüft werden muss. Geschäftsdaten und personenbezogene Daten sollten nicht ohne vorherige Prüfung eingegeben werden; rechtliche Einsatzfragen behandeln wir nicht. Außerdem stellen wir weitere Angebote im Google-Ökosystem vor: NotebookLM, Google AI Studio und Antigravity. Mit AI Studio und Antigravity lassen sich Anwendungen und automatisierte Abläufe entwickeln. Wir besprechen auch, wie Gemini mit vorgegebenen Wissensquellen aus NotebookLM arbeiten kann und dadurch die Ergebnisse stärker auf diese Quellen begrenzt werden. Zum Schluss ordnen wir Gemini im Vergleich zu ChatGPT und Claude ein. Wir sehen die Dienste bei Chatten und Funktionsumfang grundsätzlich auf Augenhöhe, wobei sich ihre Stärken je nach Aufgabe unterscheiden und sich mit neuen Modellen verändern können.

  6. Oct 21

    RBA436 Im Fokus: "KI in Lehre, Weiterbildung und Training" (Freinhofer) - Rheinwerk

    In dieser Folge besprechen wir das Sachbuch „KI in Lehre, Weiterbildung und Training“ von Dominik Freinhofer. Wir ordnen den Inhalt für Menschen ein, die selbst unterrichten, Schulungen durchführen oder Lernangebote gestalten, und betrachten, wie KI bei der Vorbereitung und Vermittlung von Wissen eingesetzt werden kann. Wir stellen die Themen des Buches vor: Grundlagen generativer KI und großer Sprachmodelle, einen Überblick über Chatbots und weitere Werkzeuge sowie Prompt- und Context-Engineering. Anschließend sprechen wir über die Anwendung in der Bildung, darunter die Planung von Lehrkonzepten, die Gestaltung von Veranstaltungen und die Unterstützung bei der Erstellung von Präsentationen. Ein Schwerpunkt ist die Leistungsbewertung im KI-Zeitalter. Wir diskutieren, wie KI die Erstellung von Hausarbeiten verändert und weshalb Lehrende neue Formen der Aufgabenstellung und Prüfung berücksichtigen müssen. Dabei geht es auch um mögliche Regeln für den KI-Einsatz und die Rolle mündlicher Prüfungen. Wir besprechen außerdem die Abschnitte zu Datenschutz, Urheberrecht und geistigem Eigentum. Diese Themen werden im Buch angesprochen, bleiben nach unserer Einschätzung jedoch knapp und bieten nur einen grundlegenden Überblick. Auch Fragen zu Transparenz, Nachvollziehbarkeit, Verzerrungen und Diskriminierung werden kurz behandelt. Zum Abschluss heben wir die klare Gliederung, die Quellenangaben und die weiterführenden Ressourcen hervor. Zugleich sprechen wir über die wenigen Abbildungen und Screenshots im Buch und darüber, dass zusätzliche Visualisierungen den Inhalt an manchen Stellen hätten ergänzen können.

  7. Oct 16

    RBA435 Im Test: "ChatGPT" - OpenAI

    In dieser Folge stellen wir ChatGPT vor und ordnen die Nutzung aus juristischer Sicht ein. Wir sprechen über die unterschiedlichen kostenlosen und kostenpflichtigen Tarife, ihre Funktionen und Preise sowie darüber, dass private Varianten nicht ohne Weiteres für den geschäftlichen Einsatz geeignet sind. Dabei geht es auch um Datenspeicherung, die Möglichkeit, Eingaben vom KI-Training auszuschließen, und die zusätzlichen Vertragsbedingungen in Business- und Enterprise-Angeboten. Anhand eines allgemeinen Compliance-Prompts vergleichen wir kostenlose und kostenpflichtige Antworten. Wir sehen, dass beide umfangreiche Inhalte und Quellen liefern können, während kostenpflichtige Varianten tendenziell ausführlicher antworten. Zugleich besprechen wir, dass Ergebnisse unterschiedlich ausfallen und rechtliche Angaben geprüft werden müssen. Halluzinationen seien seltener geworden, aber veraltete oder unvollständige Informationen könnten weiterhin vorkommen. Anschließend erklären wir agentische KI-Funktionen: ChatGPT kann mit Dateien und, über Schnittstellen, mit Anwendungen und Cloud-Speichern arbeiten. Das kann die Nutzungsmöglichkeiten erweitern, erhöht aber auch die Anforderungen an Datenschutz und Compliance, da zusätzliche Daten an den Anbieter gelangen können. Für Berufsgeheimnisträger kommen insbesondere Fragen des Berufsrechts, der Verschwiegenheit und möglicher strafrechtlicher Risiken hinzu. Wir vergleichen diese Anforderungen mit spezialisierten juristischen KI-Tools und deren Vertrags- und Softwareintegrationen. Zum Schluss besprechen wir, wie sich allgemeine KI-Tools für unkritische, anonymisierte oder allgemeine Aufgaben einsetzen lassen, etwa für Datenschutzdokumentationen. Sobald Unternehmens- oder personenbezogene Daten verarbeitet werden, empfehlen wir, den Einsatz intern zu prüfen und eine passende Business-Lizenz in Betracht zu ziehen.

About

Datenschutz, IT-Sicherheit und mehr