Smart Charge by RiDERgy

Claudio Geyken

Smart Charge by RiDERgy brings you to the forefront of fleet electrification, energy management, and sustainability. Hosted by the RiDERgy team, this podcast dives into the intersection of technology, mobility, and energy. Each episode delivers actionable insights, expert perspectives, and real-world solutions for fleet managers, sustainability enthusiasts, and industry professionals. Explore smart charging strategies, grid optimization, EV innovation, and fleet strategies while engaging with industry leaders to uncover opportunities in the electrified future.

  1. 2d ago

    S2 Ep. 7: Andreas Mündel, SVP Strategy & Operations Programs, DHL Group | Netzanschluss für E-LKW, Ladeparks mit Grundlastgarantie und der Range Extender

    In dieser Folge spricht Claudio Geyken mit Andreas Mündel, der bei der DHL Group in der Konzernstrategie die Dekarbonisierung des Geschäfts verantwortet, darüber, warum die Elektrifizierung schwerer LKW längst kein Fahrzeugproblem mehr ist, sondern ein Infrastruktur- und Stromproblem. DHL hat sich ein wissenschaftlich validiertes Zwischenziel von 29 Millionen Tonnen CO₂ für 2030 gesetzt, ausgehend von über 32 Millionen Tonnen im vergangenen Jahr. Gut zwei Drittel der Emissionen stammen aus der Luftfahrt, an zweiter Stelle steht der Straßenverkehr und dort vor allem der Schwerlastverkehr. Bei den Zustellfahrzeugen elektrifiziert DHL seit über einem Jahrzehnt und hat das Last- und Lademanagement damals selbst programmiert, weil es kein passendes gab. Beim LKW ändert sich die Größenordnung: ein E-LKW entspricht beim Laden etwa 80 Zustellfahrzeugen, ein ladendes Depot landet schnell bei 5 Megavoltampere, und schon zehn Prozent elektrifizierte LKW würden den heutigen Energieverbrauch verdoppeln. In Deutschland verteilt sich die Antwort darauf auf knapp 900 Verteilnetzbetreiber mit jeweils eigenen Regeln, von "können wir reservieren" bis "kommt 2030 wieder", weshalb Andreas eine Positivliste der Standorte führt, an denen überhaupt genug Strom verfügbar wäre. Der zweite Engpass ist banaler: Platz. Aus dem Paketzentrum Ludwigsfelde gehen an Spitzentagen 200 LKW raus, und Stellplätze für 200 ladende LKW gibt es dort nicht. Damit hängt die Elektrifizierung an Geschäftsmodellen, die es so noch nicht gibt. Andreas spricht mit Betreibern künftiger Ladeparks über Grundlastgarantien: DHL belegt acht von zehn Ladepunkten verlässlich und bekommt dafür einen günstigeren Tarif, statt des festen Zapfpreises aus der Tankstellenlogik. Strom muss dafür bei etwa 37 bis 39 Cent liegen, nicht bei den rund 70 Cent an der Autobahn, und der größte Teil des Business Case kommt ohnehin aus der eingesparten Maut. Reservierbare Ladeslots für LKW existieren bislang nicht, und für Subunternehmer fehlt ein sauberes Modell, wie sie den grünen Strom nachweisen, den sie auf DHLs Rechnung laden: Zertifikate für sie zu kaufen verbietet das europäische Regelwerk. Bei der Reihenfolge wird Andreas deutlich: erst Peak Shaving und Batteriespeicher, dann die zeitliche Verschiebung über den Preisanreiz, erst später die Umplanung des Logistiknetzwerks selbst. Bidirektionales Laden sieht er dagegen nicht in absehbarer Zeit, weil bis dahin ohnehin genug stationäre Speicher stehen, aus denen er zuerst zieht. Dazu kommen der Range Extender, ein vollwertiger E-LKW, bei dem ein Batteriemodul einem kleinen Dieselgenerator weicht, Battery Swapping aus einem chinesischen Minenbetrieb, und die Beobachtung des Physikers, dass die Summe aller lokal optimierten Standorte nicht das Optimum des Gesamtsystems ist. Eine Folge über die harten physikalischen Grenzen hinter einem weichen Ziel, und darüber, wie der Moment aussieht, in dem niemand mehr überzeugt werden muss, weil der Elektro-LKW schlicht der günstigere ist.

    S2 Ep. 7: Andreas Mündel, SVP Strategy & Operations Programs, DHL Group | Netzanschluss für E-LKW, Ladeparks mit Grundlastgarantie und der Range Extender
  2. Sep 1

    S2 Ep. 6: Issam Tidjani, Co-Founder & CEO of Cariqa | Direct Payments for EV Charging, the End of Price Chaos and Where Smart Charging Fits In

    In this episode Claudio Geyken speaks with Issam Tidjani, Co-Founder and CEO of Cariqa, about why the business model underneath public charging is the thing holding the market back. Issam's argument: as long as e-mobility providers buy energy from charge point operators and resell it, the operator becomes a passenger in its own business, priced by someone else and exposed to 80 to 90% of its demand coming from someone else. The conversation gets concrete about what that costs everyone. The same charger, at the same location, can carry 50 different prices depending on which card you hold, which Issam compares to a supermarket with no price tags where the till asks how you intend to pay. On the operator side the economics are unforgiving: average utilisation runs at 8 to 10% while break even sits around 20 to 23%, roughly 10% of stations do the real work, and more than half of an operator's cost has nothing to do with electricity. Cariqa's answer is a platform where the operator stays the merchant of record, plus a Connect API Issam likens to what Stripe did for online payments, free to integrate and built so a working charging app can be assembled in an afternoon. They also get into where this collides with the grid. Issam wants grid fees that are congestion based rather than punishing a single annual peak, is sceptical that Europe needs five million charge points to serve two congested days a year, and would rather the market found its own pricing discipline than have AFIR force it. On smart charging and V2G he is deliberately careful: the hard part is not the technology but getting operators, CPMS providers, e-mobility providers and carmakers to cooperate without the grid operator buying the same flexibility twice, and he sees home and office charging as the better fit for V2G because parking a car all day on a public charger fights the utilisation the industry needs. An episode about the plumbing under EV charging, and about what it takes for a market to fix its own incentives before someone else does it for it. Topics covered: Why the reseller model makes charge point operators passengersPrice chaos and the case for one price per stationUtilisation economics and why charge point operators are not simply greedyAI driven per station pricing, and a free weekend on negative power pricesGrid fees, congestion and the case against building for peak daysWhere V2G actually fits, and where it does not

    S2 Ep. 6: Issam Tidjani, Co-Founder & CEO of Cariqa | Direct Payments for EV Charging, the End of Price Chaos and Where Smart Charging Fits In
  3. Aug 24

    S2 Ep. 5: Michael Dammann, Geschäftsführer der Hamburger Energienetze | Netzkapazität, das Fair Grid Projekt und Wasserstoff im Hamburger Hafen

    In dieser Folge spricht Claudio Geyken mit Michael Dammann, Geschäftsführer der Hamburger Energienetze, darüber, warum die verfügbare Netzkapazität in Hamburg nicht mehr für alle Anschlussanfragen reicht und wie ein neues, faires Vergabeverfahren das bisherige Windhundprinzip ablöst. Aktuell liegt die gleichzeitige Last im Hamburger Netz bei 1.800 Megawatt, und mit den Zielszenarien aus kommunaler Wärmeplanung und industrieller Dekarbonisierung rechnet Michael mit einer knappen Verdreifachung. Statt die verbleibende Kapazität einfach nach Anfrage zu vergeben, setzt die Hamburger Energienetze mit dem Fair Grid Projekt auf ein programmatisches Repartierungsverfahren, das Kapazität fair und transparent verteilt, ein Ansatz, den auch Berlin bereits verfolgt. Für Batteriespeicher fordert Michael klare Regeln statt reiner Marktsteuerung: Wer eine Ausnahme von den Netzentgelten erhält, sollte auch bereit sein, sich netzdienlich einbinden zu lassen, inklusive einer Vergütung für den dadurch vermiedenen Netzausbau. Ein zweiter Schwerpunkt ist Wasserstoff. Nach einer Phase der Euphorie und anschließenden Ernüchterung sieht Michael die Branche aktuell wieder im Aufwind. Die Hamburger Energienetze bauen ein bis zu 60 Kilometer langes Wasserstoffnetz für den Hamburger Hafen, dessen hohe Industriedichte und ein Gasdurchsatz von 8 bis 9 Terawattstunden den Umstieg vieler Industriekunden von Erdgas auf Wasserstoff ermöglichen und das Stromnetz entlasten sollen. Außerdem geht es um E.Round, die Backend Plattform der Hamburger Energienetze für Ladeinfrastruktur, die im vergangenen Jahr 1,8 Millionen Ladevorgänge gesteuert hat und heute auch anderen Unternehmen und Flughäfen zur Verfügung steht, um bidirektionales Laden, das Michael als große, aber noch frühe Chance einordnet, und um die eigene Flotte der Hamburger Energienetze, wo Winterreichweite und Ladelogistik für Techniker im Außendienst die größte Herausforderung sind. Eine Folge über die Grenzen der verfügbaren Netzkapazität, und darüber, warum eine Energiewende ohne klare Prioritäten und ausreichend Vorbereitungszeit nicht schneller, sondern langsamer wird.

    S2 Ep. 5: Michael Dammann, Geschäftsführer der Hamburger Energienetze | Netzkapazität, das Fair Grid Projekt und Wasserstoff im Hamburger Hafen
  4. Mar 2

    S2 Ep. 3: Matteo Oberto — Co-Founder & CEO at JUNA | Scaling Electric Trucking Through Utilization-Driven Models

    Episode OverviewIn this episode, we sit down with Matteo Oberto, CEO & Managing Director at JUNA, to unpack how electric trucking can scale today—not in theory, but in real operations. From Matteo’s journey through consulting at Boston Consulting Group and strategy leadership at Sennder, to co-founding JUNA with OEM partner Scania, this conversation dives deep into the mechanics of making e-trucks commercially viable.Key Topics We Cover Why utilization—not just technology—is the real unlock for electric truckingHow JUNA’s subscription & pay-per-kilometer model reduces CAPEX risk for small and mid-sized carriersDesigning routes, charging strategies, and operations that close the TCO gap with dieselPublic vs. depot charging, and why early scaling relies heavily on public infrastructureResidual value, battery second life, and why OEM partnerships matterWhere Europe is leading (Nordics, Germany, France) and where adoption is just starting (Southern Europe)Why This Conversation MattersMatteo explains why electrifying freight isn’t mainly a battery problem—it’s an ecosystem problem. Electric trucks only work when demand, routing, charging, financing, and operations are designed together. JUNA’s model flips the traditional approach by starting from shipper demand and guaranteed utilization, then wrapping technology and financing around it.The result? Small transport companies—often with fewer than 10 trucks—can adopt electric vehicles without betting their balance sheets. It’s a pragmatic, scalable path toward decarbonizing road freight across Europe.

    S2 Ep. 3: Matteo Oberto — Co-Founder & CEO at JUNA | Scaling Electric Trucking Through Utilization-Driven Models
  5. Feb 22

    S2 Ep. 2: Pierre Rudolph — Fleet & E-Mobility Lead (Last Mile)

    Episode Überblick In dieser Episode sprechen wir mit Pierre, einem erfahrenen Fuhrparkverantwortlichen, der den Weg von Premium-Automobilprojekten bei Audi über die Digitalisierung großer Flotten bis hin zur Elektrifizierung der Last-Mile-Logistik bei HelloFresh gegangen ist. Pierre schildert offen, wie anspruchsvoll es ist, E-Mobilität dort einzuführen, wo Fahrzeuge jeden Morgen zuverlässig einsatzbereit sein müssen – und warum Ladeinfrastruktur, Netzanschluss und Partnersteuerung über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Wichtige Themen, die wir behandeln: Vom Hotelkaufmann zum Fuhrparkleiter mit über 15 Jahren Erfahrung Premium-Fahrzeugpools bei Audi und frühe operative FahrzeugübergabenDigitalisierung des Fuhrparks: von Excel zu Avrios und datenbasierten Dashboards Erste Schritte der Elektrifizierung: E-Golf, ID. Buzz Cargo und Fahrprofilanalyse HelloFresh-Logistik: Mutter-, Mikro- und Satellitendepots im DACH-Raum Warum AC-Ladeinfrastruktur strategisch sinnvoll war (Standzeiten, Planbarkeit). Aufbau von Ladeinfrastruktur als Mieter: Vermieter, Laufzeiten, Investitionsrisiken Zusammenarbeit mit Infrastruktur- und Backend-Partnern (u. a. ChargeOne) Die größte Hürde: Netzbetreiber, Genehmigungen und föderale UnterschiedeLastmanagement und begrenzte Netzanschlussleistung Warum dieses Gespräch wichtig ist Pierre zeigt sehr klar: Elektrifizierung ist kein Fahrzeugprojekt, sondern ein Energiesystem-Projekt. Erfolgreich wird sie nur, wenn Ladeprozesse automatisiert sind, Kosten transparent bleiben und operative Teams sich nicht täglich mit dem Laden beschäftigen müssen. Für Fuhrpark- und Logistikverantwortliche ist diese Folge eine realistische Anleitung, wie E-Mobilität im Last-Mile-Bereich tatsächlich skaliert – mit Geduld, Partnern und konsequentem Systemdenken. Passend zur Episode, hier geht’s zu den Gutscheinen: Factor: ⁠https://www.factormeals.de/plans?c=FIH-UGPAQR5DURTP&plans_ab=true&utm_campaign=notification&utm_medium=clipboard&utm_source=freebies⁠ Hellofresh: ⁠https://www.hellofresh.de/freebox/MzYxNDI1ODMyLTAtNC0yLURF

    S2 Ep. 2: Pierre Rudolph — Fleet & E-Mobility Lead (Last Mile)
  6. Feb 2

    S2 Ep. 1 : Thomas Ertel — CTO bei JUNA | Die digitale Basis für skalierbaren E-LKW-Einsatz

    In dieser Folge sprechen wir mit Thomas Ertel, CTO bei JUNA, über die praktischen Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz elektrischer LKWs im Logistikalltag. Thomas gibt Einblicke in seinen Werdegang vom Informatiker und Entwickler über Führungsrollen in der Shared-Mobility-Welt (u. a. Free2Move, Miles) bis hin zu Freight-Tech und seiner heutigen Rolle bei JUNA, dem Joint Venture von Sennder und Scania. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum E-LKW-Einführung weniger ein Fahrzeugthema ist – und vielmehr eine Planungs-, Daten- und Operations-Aufgabe.Key Topics We Cover Vom Entwickler zum CTO: warum Technologie nur die halbe Miete istWas JUNA ausmacht: E-LKWs als Service kombiniert mit operativer BeratungDie größten Hemmnisse für Speditionen: Reichweite, Ladezeiten, operative RisikenRouten- und Netzwerkanalyse zur Identifikation elektrifizierbarer StreckenBündelung von Touren und Ausrichtung auf Lenk- und RuhezeitenPay-per-Use-Modelle und was im Service enthalten istIntegration von Telematik- und TMS-Systemen über APIsLadeökosysteme, Datenqualität und die Rolle von ReservierungWarum Elektrifizierung ein Systemproblem ist – nicht nur ein BatterieproblemAusblick: KI-gestützte Planung und Vorbereitung auf autonomes Fahren im GüterverkehrWhy This Conversation MattersThomas macht deutlich: E-LKWs skalieren nicht durch bessere Batterien allein, sondern durch verlässliche Planung, saubere Daten, integrierte Systeme und klare Prozesse. JUNA verbindet OEM-Know-how mit Logistikverständnis und digitalen Tools – und schafft damit einen realistischen Weg für Speditionen, elektrisch zu fahren, ohne ihr Tagesgeschäft zu gefährden.

    S2 Ep. 1 : Thomas Ertel — CTO bei JUNA | Die digitale Basis für skalierbaren E-LKW-Einsatz

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