Klimakolumne

Peter Fuermetz

Peter Fuermetz’ Klimakolumne. Klima - Umwelt - Natur. In diesem Podcast geht‘s um die Klimakatastrophe und um Initiativen dagegen. Infos, Wissen, Motivation für alle, denen die Zukunft unseres Planeten wichtig ist. Als Newsletter und Website zu finden : www.klimakolumne.de www.klimakolumne.de

  1. #36 Wald und Klima: Zwischen Klimakrise, Handwerk und falscher Romantik

    Jun 2

    #36 Wald und Klima: Zwischen Klimakrise, Handwerk und falscher Romantik

    Der Wald ist für viele von uns ein Ort der Ruhe, ein unberührtes Ökosystem und für manche auch ein Retter in der Klimakrise, der unsere Sünden bereitwillig wegschnauft. Doch wer in den vergangenen Jahren mit offenen Augen durch deutsche Reviere gegangen ist, merkt schnell, dass dieses Bild einige Risse bekommen hat. Um zu verstehen, wie es wirklich um unseren Wald steht und wo der Hebel für die Zukunft liegt, habe ich mit jemandem gesprochen, der die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte wie kaum ein anderer kennt. Ulrich Matschke ist ein guter Freund, er ist Förster im Ruhestand und ein engagierter Natur- Umwelt- und Klimaschützer. Für ihn ist der Wald weder der bedingungslose Retter, noch ist er dem Untergang geweiht. Er ist ein hochkomplexes System, das für uns alle sehr wichtig ist, das aber auch unsere Unterstützung braucht. Und die Rettung liegt irgendwo zwischen der tiefen Demut vor der Natur und dem mutigen, handwerklichen Eingreifen der Forstwissenschaft. Die Natur besitzt eine fundamentale, evolutionäre Kraft zur Regeneration. Wenn es uns gelingt, diese Resilienz mit wissenschaftlich fundiertem, forstlichem Handeln zu kombinieren, dann wird der Waldumbau gelingen. Im begleitenden Artikel zu diesem Thema gibt es noch weiterführende Infos und Quellen. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.klimakolumne.de

    1h 3m
  2. #35 Chancen für die Kommunen, Schweigen aus Berlin

    May 19

    #35 Chancen für die Kommunen, Schweigen aus Berlin

    Eine aktuelle Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, des IÖW (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung) und von IW Consult zeigt deutliche, wichtige und vielversprechende Zusammenhänge auf. Es handelt sich um eine Studie, die derzeit bemerkenswert unauffällig in den Archiven des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWK) verschwindet. Dieses Verschwinden in den Archiven ist skandalös, aber auch die Tatsache, dass sich die großen Leitmedien diesbezüglich so arg ruhig verhalten. Ich werde kann gerne davon erzählen, dass die Studie keine reine Theorie ist, sondern dass es erfolgreiche gelebte Praxisbeispiele gibt, die das Ergebnis bestätigen. Das Ergebnis nämlich, dass mit Erneuerbaren vor Ort in den Kommunen richtige Werte generiert werden. Die Untersuchung belegt, dass der Ausbau von Wind- und Solarenergie kein links-grünes Ökoprojekt ist, sondern ein massiver Wirtschaftsmotor für die Regionen. Die Ergebnisse für alle 400 Landkreise in Deutschland sprechen eine deutliche Sprache: * Milliardengewinne für Kommunen: Bereits im Jahr 2023 blieben Milliardenbeträge an Wertschöpfung direkt in den Standortregionen – durch Gewerbesteuern, Pachtzahlungen für kommunale Flächen und Gewinne lokaler Betriebe. * Verdoppelung bis 2033: Bei konsequentem Ausbau könnten diese regionalen Einnahmen von derzeit ca. 5,5 Milliarden Euro auf 12,4 Milliarden Euro jährlich ansteigen. In meiner Kolumne habe ich schon an verschiedenen Stellen auf „meine“ Genossenschaft hingewiesen, die BERR (Bürgerenergie für die Region Regensburg). Wir sind kein theoretisches Modell, sondern gelebte Energiewende mit inzwischen über 700 Mitgliedern und knapp 70 Anlagen. Ein herausragendes Beispiel für die in der Studie geforderte regionale Vernetzung ist unser Projekt ERO (Energieareal Regensburg-Ost). This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.klimakolumne.de

    13 min
  3. Apr 21

    #33 Die Entscheidung zur Zuversicht: Wie wir den Mut nicht an die lauten Pole verlieren

    Wer Kai Schächtele zuhört, merkt schnell: Da spricht kein trockener Theoretiker. Da spricht jemand, der das Radiohandwerk von der Pike auf gelernt hat, der als Schwabe seinen Dialekt abgelegt hat, um gehört zu werden, und der heute seine Stimme nutzt, um Brücken zu bauen, wo andere nur Gräben sehen. Kai ist Journalist, Buchautor und „Cultural Producer“ – ein Mensch, der den Wandel nicht nur beschreibt, sondern ihn auf die Bühne bringt. Begleitend zum Podcast gibt es auf meiner Klimakolumne noch einen zusammenfassenden und weiterführenden Text, zu dessen Lektüre ich ausdrücklich einlade. Natürlich gibt es auch für einen engagierten Profi wie Kai viele schwierige Momente, in denen das System hakt. In unserem Gespräch erinnert er sich an seine Zeit beim NDR, eine Produktion zum Pariser Klimagipfel 2015, aber auch an viele ermutigende Ereignisse, Menschen und Initiativen. Die Nachrichten aus der Welt der Multikrisen treffen uns täglich. Verzweiflung, Depression, Wut, Resignation, das sind alles nachvollziehbare Reaktionen. Es gilt aber trotzdem die Binsenweisheit, dass es nicht hilft, den Kopf in den Sand zu stecken. Die Haltung, mit der Kai Schächtele durchs Leben geht, auch wenn ihm das natürlich auch längst nicht immer gelingt, ist dazu mindestens eine Art Leitplanke. Eine Entscheidung, zuversichtlich zu sein - wer könnte sie uns verbieten? Das Gefühl der Selbstwirksamkeit ist ein altbekanntes Konzept, um die Dinge in die Hand zu nehmen, um auf die aktive Seite zu kommen. Auch wenn es manchmal schwer fällt, sehr schwer sogar. In diesem Sinne lade ich alle HörerInnen dazu ein, sich auszutauschen, ich freue mich auch über Feedback und andere Beispiele für den „Mut zur Zuversicht“. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.klimakolumne.de

    58 min
  4. Feb 23

    #29 Klartext 2026 - ein Kompass gegen die Nebelkerzen der Fossilfreunde

    Diese Podcast-Episode gibt es auch als geschriebenen Text. Das Thema Klima ist in den letzten Monaten völlig zu Unrecht in den Hintergrund gerutscht. Während wir uns mit den zweifellos drängenden Sorgen des Alltags beschäftigen, findet im Windschatten dieser Ablenkung ein massiver globaler Backlash statt. Es ist kein Zufall, dass der Widerstand gegen den Klimaschutz oft Hand in Hand mit einem allgemeinen gesellschaftlichen Rechtsruck geht. Überall auf der Welt – von Washington bis in unsere europäischen Parlamente – versuchen Kräfte, die wissenschaftliche Realität zu delegitimieren, um den Status quo der fossilen Ära mit aller Gewalt zu zementieren. Wissen ist in dieser Situation ein hilfreiches Schutzschild und absolut notwendig, um nicht auf die „Architekten des Zweifels“ hereinzufallen. Aber Wissen allein reicht nicht mehr aus; es kann uns sogar lähmen, wenn es nur konsumiert wird. Die wahre Medizin gegen die grassierende Klimaangst ist das Handeln. Nur durch aktives Tun gewinnen wir das Gefühl der Selbstwirksamkeit zurück. Wenn wir anfangen, die Hebel in unserem eigenen Umfeld umzulegen, verwandelt sich die Ohnmacht in konstruktive Energie. Es geht darum, nicht nur die Fakten zu kennen, sondern selbst zum Fakten-Schaffer zu werden – durch Engagement in Energiegenossenschaften, politische Teilhabe oder die konsequente Neuausrichtung unseres Lebensstils. This is a public episode. If you would like to discuss this with other subscribers or get access to bonus episodes, visit www.klimakolumne.de

    14 min

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Peter Fuermetz’ Klimakolumne. Klima - Umwelt - Natur. In diesem Podcast geht‘s um die Klimakatastrophe und um Initiativen dagegen. Infos, Wissen, Motivation für alle, denen die Zukunft unseres Planeten wichtig ist. Als Newsletter und Website zu finden : www.klimakolumne.de www.klimakolumne.de