Salman&Heining - Ohne PowerPoint. Ohne B******t.

Kurt Salman & Dr. Christian Heining

Salman & Heining – Ohne PowerPoint. Ohne B******t. Zwei Typen, zwei Mikrofone – aber keine hohlen Phrasen. Kurt Salman und Dr. Christian Heining sprechen alle zwei Wochen über das, was wirklich zählt: Führung, Technologie, Familie, Karriere und der ganz normale Wahnsinn zwischen Verantwortung und Veränderung. Ehrlich. Direkt. Fundiert. Mit klarer Meinung, persönlichen Geschichten und echtem Wissen aus dem Maschinenraum von Management, IT und Leben. Mal mit Gästen. Mal ohne. Immer ohne B******t.

  1. Jan 25

    #020 | MIT Emerging Technologies 26, Zettelkastenprinzip & Knieschmerzen

    Wir starten mit einem Blick in die Tech-Zukunft. Das MIT hat seinen jährlichen Report zu Emerging Technologies 2026 veröffentlicht, und wir gehen die interessantesten Entwicklungen durch. Spoiler: Ein paar Themen waren überraschend groß auf dem Radar. Kurt hat das Zettelkastenprinzip gelesen, diese altbewährte Methode für Wissensmanagement und Notizen. Sein Fazit nach dem Durcharbeiten: In Zeiten von KI brauchst du das nicht mehr. Warum dein eigenes Wissensnetzwerk aufbauen, wenn ChatGPT dir eh mehr spuckt als du jemals notiert hast? Wir diskutieren, ob persönliches Wissensmanagement noch Sinn macht oder ob wir uns einfach auf die Maschinen verlassen sollten. Claude hat wieder abgeliefert, wie immer. Dazu gibt's konkrete Erfahrungen mit AI-Hacking, praktische Einblicke für alle, die entweder selbst prompts knacken wollen oder ihre AI-Systeme besser absichern müssen. Dann wird's politisch und technisch zugleich. Wir landen bei der ewigen Debatte über Cloud-Souveränität. Kurts Position ist glasklar: Forget it. Diese ganze Microsoft-Germany-Cloud-Geschichte ist Marketing-Theater. Wenn die USA den Cloud Act ziehen, kriegen sie die Daten sowieso. Und falls Microsoft den Stecker zieht? Dann sind so viele gleichzeitig am Arsch, dass es eh egal ist. Christian sieht's kritischer, vor allem beim Thema Infrastruktur-Abhängigkeit. Was passiert, wenn Office 365 morgen weg ist? Nicht wegen Datenspionage, sondern einfach weil der Stecker gezogen wird. Kurt kontert: Genau das ist der Punkt. Es ist so mächtig und betrifft so viele, dass du dir keine Sorgen machen musst. Alle sind gleichzeitig betroffen, also ist es kein Einzelschicksal. Wir reden darüber, dass selbst in Deutschland locker chinesische Sprachmodelle wie DeepSeek verfügbar sind, dass Microsoft als Hyperscaler sowieso alle Modelle hostet (fun fact: anscheinend ist Microsoft der größte Kunde von Anthropic), und warum deutsche Cloud-Anbieter wie die Schwarz-Gruppe niemals die Entwicklungsgeschwindigkeit aufholen werden. Am Ende landen wir bei Christians Knie, das wieder funktioniert, Fitness, Schwimmen und möglichen Halbmarathon-Plänen. Marathon ist für Leute mit Midlife-Crisis oder Sadomaso-Neigung, sagt Kurt. Halb reicht. Wie immer: Schreibt uns auf LinkedIn, wenn ihr Themen habt oder selbst mal dabei sein wollt. Lebenswege sind interessant.

    1h 11m
  2. Jan 11

    #019 | AI Slop & ebay Kleinanzeigen

    Zwischen den Jahren, ruhige Tage, aber bei uns läuft das Hirn trotzdem auf Hochtouren. Wir starten mit dem Wort des Jahres 2025, gekürt von Merriam Webster: Slop. Zu Deutsch: Matsch, Brei, Schlamm. Nicht gerade poetisch, aber verdammt treffend. Die Welt wird gerade überschwemmt mit KI-generiertem Einheitsbrei. Überall wo man hinschaut: Texte, die nach nichts klingen, Bilder, die austauschbar sind, Videos, die niemand braucht. Content um des Contents willen. Das Lexikon definiert Slop als digitalen Inhalt von schlechter Qualität, der mit KI generiert wurde. Willkommen in 2025. Aber es wird noch besser. Im Business-Kontext gibt es einen eigenen Begriff dafür: Workslop. KI-generierter Arbeitsmüll. Eine Harvard Business Review Studie bringt beeindruckende Zahlen auf den Tisch: 40 Prozent des KI-generierten Contents in Unternehmen ist Schlamm. Nicht gut genug, nicht durchdacht, nicht brauchbar. Was passiert dann? Nacharbeit. Jemand muss den Mist aufräumen, korrigieren, neu machen. Das Ergebnis: 9 Millionen Dollar jährlicher Produktivitätsverlust für ein durchschnittliches Unternehmen mit ein paar tausend Mitarbeitern. Nicht Millionen an Gewinn durch KI, sondern Millionen an Verlust durch schlecht gemachte KI-Arbeit. Das Problem ist simpel: Mitarbeiter glauben, eine Abkürzung nehmen zu können. Ein Bericht schreiben? KI macht das. Eine Auswertung? KI macht das. Eine Zusammenfassung? KI macht das. Klingt effizient, ist es aber nicht. Denn was dabei rauskommt, ist meistens minderwertig. Oberflächlich, generisch, ohne Tiefe. Am Ende kostet es mehr Zeit und Geld als wenn man es gleich richtig gemacht hätte. Die Lösung aus der Studie ist elegant formuliert: Stop being a passenger, start being a pilot. Hör auf, Passagier zu sein, werd zum Piloten. Piloten nutzen KI als Werkzeug. Sie wissen, was sie tun, sie haben die Kontrolle, sie denken mit. Passagiere dagegen lassen sich treiben, geben die Verantwortung ab, verlassen sich blind auf die Maschine. Und genau da liegt das Problem. Wer nicht nachdenkt, wer nicht kritisch bleibt, wer nicht versteht was er tut, der produziert nur Matsch. Slop eben. Dann wird's privat und absurd. Christian hat über Weihnachten ausgemistet. Alte Technik raus, Platz schaffen. Darunter: ein Amazon Fire TV Stick. Braucht kein Mensch mehr, also ab damit auf eBay Kleinanzeigen. Zu verschenken. Kostenlos. Sollte einfach sein, oder? Falsch gedacht. Die erste Anfrage: "Wie groß ist der Fernseher?" Bei einem Streaming-Stick. Der auf dem Foto zu sehen ist. Der in der Beschreibung erklärt wird. Wie groß ist der Fernseher. Christian ist fassungslos. Wir sind fassungslos. Ihr werdet fassungslos sein. eBay Kleinanzeigen ist jedes Mal eine Sozialstudie. Menschen, die für kostenlose Dinge durch die halbe Republik fahren. Menschen, die Texte nicht lesen. Menschen, die Bilder nicht anschauen. Menschen, die sofort abholen wollen, dann aber drei Tage brauchen um zu antworten. Menschen, die betteln, verhandeln, Geschichten erzählen. Alles für einen 1,50 Euro Stick, der gebraucht vielleicht noch 10 Euro wert ist. Wir philosophieren über die Psychologie dahinter. Ist es die Jagd? Der Kick des kostenlosen Deals? Die Begeisterung, etwas umsonst zu bekommen, egal was es kostet an Zeit, Benzin und Nerven? Christian erzählt von einem Onkel, der früher immer die kostenlosen Anzeigenblätter durchforstet hat. Kostenlose Schraubenzieher. Kostenlose Werkzeuge. Alles for free. Sein Vater hat ihn ausgelacht. Der Onkel fährt durch die Gegend, holt sich den kostenlosen Schraubenzieher, kommt nach Hause, stellt fest: Das Teil ist kaputt, die Zähne fehlen, die Klinge ist stumpf. Aber hey, war ja kostenlos. Diese Mentalität gibt es wirklich. Wir verstehen sie nicht, aber wir respektieren die Hingabe. Zum Schluss wird's sportlich. Kurt hat über die Feiertage einen Halbmarathon bei Minusgraden durchgezogen. Vollgepackt mit allen Klamotten, die er finden konnte. Raus in den Schnee, rein in den Wind. Die Lektion: Im Winter läuft man auf Strecken mit wenig

    1h 12m
  3. 12/30/2025

    #018 | Physical AI, Commodity SaaS & Javascript High

    "Lass uns 50 Kilometer laufen." – "Auf einmal oder auf zweimal?" So endet unser Jahr 2025.Mit einer bescheuerten Idee, die wir tatsächlich durchziehen werden. Aber dazu später mehr. Erst mal zu dem, was dieses Jahr wirklich abgegangen ist: KI hat einen Sprung gemacht, den niemand so kommen sah. Multimodalität ist nicht mehr fancy, sondern Standard. Text, Bild, Video, Audio – alles verschmilzt. Deepfake-Videos in Echtzeit. Stimmen, die nicht mehr von echten zu unterscheiden sind. Und während alle noch über ChatGPT reden, arbeitet Jan LeCun bei Meta schon an Physical AI – Künstliche Intelligenz, die nicht Sprache versteht, sondern Physik. Schwerkraft. Mechanik. Die echte Welt. Sein neues Startup? Bereits Milliardenbewertung. Ohne Produkt. Wir haben Tools durchprobiert: ChatGPT Canvas, DeepSeek, Perplexity, Claude Projects, NotebookLM. Aber die wirklichen Game-Changer sind die Coding-Tools. Claude Code, Cursor, Anti Gravity – diese Dinger schreiben nicht nur Code. Sie testen ihn. Starten den Browser. Klicken selbst durch. Das Model Context Protocol macht's möglich: Datenbanken anbinden, Frontend testen, alles automatisiert. Softwareentwicklung wird zur Commodity. Junior-Entwickler? Kaum noch gefragt. Senior-Entwickler mit AI-Superkräften? Die neue Realität. JavaScript hat gewonnen. Nicht weil es die beste Sprache ist, sondern weil Hardware so dermaßen performant geworden ist, dass niemand mehr um jedes Byte kämpfen muss. Was früher Photoshop auf einem Hochleistungsrechner brauchte, macht heute ein Instagram-Filter auf dem Handy. Native App-Entwicklung? Tot. Clayton Christensens Innovation Dilemma in Reinform: Von unten die Nische bedienen, bis die Hardware so weit ist, dass man den gesamten Markt übernimmt. Persönlich? 2025 war intensiv. Christian viel bei Kunden, Kurt in Projekten mit Microsoft und anderen Partnern. Beide haben wir Sport von null auf hundert hochgefahren. Regelmäßig laufen, Krafttraining, und ja – Kurts Waden passen nicht mehr in die alten Jeans. Genetik hilft, aber ohne Disziplin geht nichts. Und dann kam diese Nachricht: "Hey, lass uns einen Ultramarathon laufen." 50 Kilometer. Mit Socken-Wechsel-Stationen. Ohne Aufgeben. As soon as possible, damit das Gras nicht drüber wächst. Wir haben Ideen, von denen ihr noch nichts wisst. Projekte, die man uns ansehen wird. Und einen Ultramarathon vor uns. In diesem Sinne: Guten Rutsch, bleibt gesund, und meldet euch bei LinkedIn. Wir haben 1000e Stories zu erzählen.

    1h 42m
  4. 12/14/2025

    #017 | Cybersecurity, Office Politics & Weihnachtsfeier

    Cybersecurity meets Office Politics meets Projektmanagement – und mittendrin: künstliche Intelligenz, die alles verändert. Christian startet mit einem Knaller: KI-gestützte Cyberangriffe sind Realität. Claude Code wurde zum autonomen Hacker umfunktioniert. Das Sprachmodell als Gehirn, externe Tools wie Port Scanner und Passwort Cracker als Werkzeuge. 70-80 Prozent eines Angriffs laufen vollautomatisch. Was früher ein ganzes Team brauchte, erledigt jetzt ein Agent. Die gute Nachricht: Die Technologie funktioniert auch für Penetration Tests und Härtung der eigenen Systeme. Die KI-Diskussion geht tiefer. Gemini Deep Research crawlt 20-30 Webseiten und liefert kondensierte Ergebnisse. Perplexity Agents checken automatisch Produktpreise. Der nächste Quantensprung: Reasoning Models wie ChatGPT o1 und o3. Sie denken länger nach, analysieren strukturiert, lösen komplexe Probleme. Aber AGI? Noch nicht. Solange KI keine Physik versteht – wie ein Gegenstand fällt, wie Kräfte wirken – bleibt echte Allgemeine Intelligenz Zukunftsmusik. Dann der Perspektivwechsel: Office Politics. Der Mythos vom unpolitischen Profi zerplatzt. Wer sich raushält, stabilisiert nur bestehende Machtverhältnisse. Die bittere Wahrheit: Der beste Vorschlag gewinnt nicht automatisch. Es kommt darauf an, mit wem du kuschelst, wer deine Arbeit deutet, wer die knappe Aufmerksamkeit der Entscheider bekommt. Ackern allein reicht nicht. Du musst deinen Wert übersetzen, Präsenz zeigen, die richtigen Netzwerke aufbauen. Stakeholder mitnehmen. Tu Gutes und rede darüber. Kurt bringt Projektforensik ins Spiel. Was läuft schief bei gescheiterten Projekten? Zu viele Beteiligte ohne Verantwortung. Diffuse Zuständigkeiten. Fehlende klare Rollen. Die Lösung: RAM-Modell. Responsible, Accountable, Informed – wer macht was, wer entscheidet, wer muss informiert werden. Projekte brauchen harte Strukturen, klare Ownership, schonungslose Analyse. Sonst scheitern sie. Immer wieder. Zum Schluss: Weihnachtsfeiern. Von professionell bis eskaliert. Vom besoffenen Chef ohne Hemd in der Karaoke-Bar bis zu nächtlichen McDonald's-Abenteuern mit fremden alten Damen als Taxi-Ersatz. Die Grenze zwischen Networking und Kontrollverlust ist schmal. KI revolutioniert Sicherheit und Arbeit. Politik bestimmt, wer weiterkommt. Projekte scheitern an Menschen, nicht an Technik. Und Weihnachtsfeiern bleiben unberechenbar. Keine PowerPoint-Präsentationen. Keine hohlen Phrasen.

    1h 9m
  5. 11/30/2025

    #016 | CHLOE, Albanien & NotebookLM

    Kurt ist zurück nach vier Wochen INSEAD. Christian hat die KI-Explosion alleine erlebt. Jeden Tag ein neues Modell, jeden Tag eine neue Technologie. Wir kommen nicht mehr mit. Fühlt sich an wie damals das Internet. Wir starten mit KI in der Reproduktionsmedizin. Chloe heißt das FDA-zugelassene KI-Tool für Kinderwunsch-Behandlungen, das die vielversprechendsten Embryonen identifiziert. Bisher haben das erfahrene Ärzte durchs Mikroskop gemacht, jetzt übernimmt die KI. Trainiert auf Millionen Embryo-Outcomes, analysiert Zellteilung in Echtzeit. Die Frage: Würdet ihr als potenzielle Eltern einer KI vertrauen, die entscheidet, welcher Embryo die beste Chance hat? Für den Preis dieser Behandlungen kann man erwarten, dass Experten persönlich draufschauen. Pikant: Die Technologie könnte theoretisch Körpergröße, Intelligenz und Geschlecht vorhersagen. Wir diskutieren die ethischen Grenzen. Kurt stellt sein neues Lieblingswerkzeug vor: NotebookLM von Google. Du lädst Dokumente, PDFs oder Websites hoch und das Tool generiert daraus einen vollständigen Podcast. Mit zwei KI-Moderatoren, die natürlich diskutieren, Witze machen und sich gegenseitig unterbrechen. Das Bemerkenswerte: Du kannst dich während des laufenden Podcasts einschalten, wie bei einer Live-Radiosendung. Die KI-Hosts pausieren und gehen auf deine Frage ein. Kurt vergleicht es mit "Deutschland spricht" auf BR – nur konsistenter. Lateinamerikanische Kreative haben herausgefunden, wie man Spotify systematisch ausnutzt. Mit KI generieren sie tausende Songs, lassen Bots diese abspielen und kassieren bei 0,003 Dollar pro Stream erstaunlich gut. Christian erklärt die Mechanik – und plötzlich stellen wir beide fest: Ist das nicht eigentlich clever? Eine Industrie, in der Musiker ohnehin kaum etwas verdienen, wird von automatisierten Systemen leergesaugt. Albanien hat weltweit den ersten KI-Minister ernannt. Eine Position, die KI nutzt, um Korruption in Verträgen aufzudecken. Faszinierend, wie KI in Regierungen Transparenz schaffen kann. Die Content-Apokalypse nimmt Fahrt auf. Das Internet wird überschwemmt mit KI-generiertem Material. Faceless YouTube-Kanäle, AI-Podcast-Startups die 3.000 Episoden PRO WOCHE produzieren. Ein Startup spuckt mehr Content aus als ganze Redaktionen. Christians LinkedIn-Feed bestand zwei Wochen lang ausschließlich aus Infografiken, seit NanoBanana Pro das kann. Deepfakes: 96 Prozent sind pornografischer Natur – die Opfer zu 99 Prozent Frauen. Taylor Swift, Scarlett Johansson. Aber es betrifft nicht nur Celebrities: Kriminelle fälschen in Video-Konferenzen CFOs und erbeuten Millionenbeträge. Google rockt gerade brutalst. NanoBanana Pro generiert perfekte Infografiken mit Text, Gemini Pro Abo für 25 Dollar mit Code Assist, Flux 2 aus dem Schwarzwald spielt vorne mit. Kurt hat seine ChatGPT-Subscription gekündigt und ist komplett zu Google gewechselt. Kurt berichtet vom INSEAD Advanced Management Program in Fontainebleau. Vier intensive Wochen mit Top-Führungskräften weltweit. Toyota-Directors, Verantwortliche für Milliarden-Budgets, Leiter von 2.000 Mitarbeitern. Seine überraschende Erkenntnis: Sie alle kämpfen mit denselben zehn Herausforderungen. Der eine kommuniziert zu viel, der andere zu wenig. Und dann gibt es diesen Teilnehmer, der während Präsentationen mit beiden Händen Pistolen-Gesten macht und auf Zuhörer "zielt". Der Professor unterbricht ihn trocken: "Sie müssen aufhören, auf die Leute zu schießen." Der Raum bricht in Gelächter aus. John Wayne lässt grüßen. Kurts zentrales Learning: Diese Führungskräfte sind Menschen wie wir alle. Ob sie 50 oder 20.000 Mitarbeiter führen – die grundlegenden Herausforderungen bleiben dieselben. Keine PowerPoint-Präsentationen. Keine hohlen Phrasen. Dafür ehrliche Gespräche über KI-Ethik, digitale Geschäftsmodelle und menschliche Führung.

    1h 18m
  6. 11/23/2025

    #015 | Cloud-Ausfall & PowerPoint of Death

    --> Wir sind diesmal eine Woche zu spät dran, sorry dafür. Nächste Woche gibts dementsprechend aber schon die nächste Folge -- Wir starten mit einem Paukenschlag: Ein massiver AWS-Ausfall legt halb Amerika lahm. Jira, Confluence, Slack – alles tot. Und plötzlich merken wir: Selbst Amazon hängt am Tropf von Amazon. Wir diskutieren, wie abhängig Unternehmen wirklich von Cloud-Providern sind – und warum Vendor Lock-in nicht nur ein technisches, sondern ein strategisches Risiko ist. Christian hält dagegen: Die Cloud bleibt trotzdem alternativlos. Aber was bedeutet das kulturell? Wir sprechen über die neue chinesische Replikations-Mentalität, über KI-Modelle wie DeepSeek, über den Sprung von Asien direkt in die Mobile-First-Welt und warum Europa immer noch denkt, Innovation müsse aus Palo Alto kommen. Dann wird’s persönlich: Kurt erzählt, wie er bei INSEAD Anfang des Jahres im AI Programm mit Notebook LM in zehn Minuten einen kompletten Podcast generiert hat – inklusive Stimme, Visuals und Text. Das neue Feature kann sogar komplette Präsentationen mit Sprecherstimme erzeugen – und trotzdem weiß kaum jemand, dass es existiert. Der Aha-Moment: Wir reden über Tools, die längst Realität sind, während Konzerne noch PowerPoints bauen. Im Mittelteil wird’s absurd: Versicherung für Cloud-Infrastruktur – halbe Million im Jahr, keiner weiß, was eigentlich versichert ist. Bis ein CFO nachfragt und plötzlich dreiviertel Million gespart wird. Der Satz des Tages: „Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der eine AWS-Rechnung versteht.“ Dann folgt der Klassiker: PowerPoint of Death. 128 Folien, Schriftgröße 12, Bulletpoints bis zur Bewusstlosigkeit. Wir teilen unsere schlimmsten Präsentations-Fails: 100 Folien mit Text, Vortragender redet über etwas völlig anderes, Beamer ruckelt, YouTube hängt, WLAN bricht zusammen. Das Fazit: PowerPoint ist nicht das Problem – Menschen sind es. Zum Schluss wird’s wieder herrlich bodenständig: Ein Gespräch über Friseure, ChatGPT-Übersetzungen und die große Frage, wie viele Unterhosen man für vier Wochen Executive Education in Fontainebleau wirklich braucht. Immer noch ohne PowerPoint. Ohne B******t.

    1h 7m
  7. 11/02/2025

    #014 | UHD & Status Melone

    Wir starten mit der KM1 Night in Weiherhammer – eine Marketingveranstaltung, die uns positiv überrascht. Drei spannende Vorträge: Eine Gründerin baut in der Schweiz eine Kita-Kette auf, die Neumarkter Lammsbräu transformiert sich zur Lifestyle-Marke mit FCN-Partnerschaft, und ATU zeigt, wie Social Media als Hauptkanal funktioniert. Unser Fazit: Die Region ist weniger abgehängt als gedacht. Networking mit alten Bekannten inklusive – auch wenn die Bier-(Suppe)-Schlange etwas lang war. Dann wird es technisch: User Helpdesk-Systeme sind eine Katastrophe. Wir sezieren schonungslos, was falsch läuft. Formulare mit sinnlosen Feldern wie "Von wem wird dieses Formular ausgefüllt?" obwohl Single-Sign-On aktiv ist. Kategorien, die nur ITler verstehen. Tickets, die als "erledigt" markiert werden, obwohl das Problem des Users nicht gelöst ist. Die Definition of Done ist Menschenversagen – Status Gelb ist Status Melone: außen grün, innen rot. Aus User-Perspektive ist der Weg zum Ticket eine Odyssee: Wo ist der Link? Welche Kategorie wähle ich? Warum muss ich meine Kostenstelle mit 12 Ziffern eingeben? Und dann die Antwort: "Bitte gehen Sie auf das andere Formular." Ticket geschlossen, Problem ungelöst. Wir spielen Frontend und Backend durch und zeigen, wie falsche KPIs und SLAs das System verzerren. Response Time ist erfüllt, aber die Lösung fehlt. Die Backend-Realität ist ernüchternd: Keine Zeit für Knowledge Base, Tickets werden geroutet nach Alter oder Status, Priority "High" interessiert niemanden. Ein Jahr alte Tickets? "Soll ich schließen?" Eskalationssysteme existieren, aber was, wenn die SLA nur misst, dass überhaupt geantwortet wurde? Menschenversagen auf allen Ebenen – nicht aus Böswilligkeit, sondern aus schlechten Prozessen. KI ist die Lösung: Multi-Agenten-Systeme, die Tickets automatisch kategorisieren, Wissensdatenbanken aus historischen Daten generieren und User bereits beim Eingeben unterstützen. Voice-Modelle wie OpenAI Advanced Voice oder Eleven Labs werden Telefonhotlines revolutionieren. Microsoft Teams übersetzt in Echtzeit mit deiner Stimme ins Französische – Wahnsinn. Die Zukunft ist nicht Offshore-Support, sondern intelligente Automatisierung. Wir diskutieren auch Bewerbungsprozesse: 128 Einzelfelder vs. One-Click-OCR-Upload. User Experience matters überall. Karl Klammer war der Großvater von Copilot – damals zu früh, heute unverzichtbar. Ein Prozent unserer Zeit geht für Terminabstimmungen drauf – das kostet bei 700 Mitarbeitern mehr als alle E-Mail-Postfächer zusammen. Kai-Fu Lee hat 2018 X.AI vorgestellt, heute macht Copilot das – aber nur im gleichen Unternehmen. Unsere Message ist klar: Ticketsysteme sind generalistisch gebaut, von ITlern für ITler, nicht für User. Customizing kostet Geld, wird nicht gemacht. Die Folge: Verzweifelte Mitarbeiter, frustrierte User, falsche Statistiken. KI wird das ändern – und zwar schneller als wir denken. Keine PowerPoints. Keine sinnlosen Formulare. Nur Lösungen, die funktionieren.

    1h 30m
  8. 10/19/2025

    #013 | KI-Babys, Spotify-Betrüger & Top-Manager

    Wir starten mit einem Geständnis: Kurt hatte beim Laufen in Würzburg eine Notlage. Runner's Diarrhée ist real – ein Phänomen, das durch veränderte Durchblutung beim Sport entsteht. Wir sprechen offen über die Realitäten des Laufsports: blaue Zehen (Runner's Toe), schnell wachsende Nägel durch Nahrungsergänzung und warum Taschentücher Pflichtausstattung sind. Kurts Aldi-Tüten-Story als Reisetasche wird zum Kult. Christian hat seine ChatGPT-Subscription gegen Claude getauscht. Für 180 Dollar im Jahr statt monatlich 22 Dollar – und ist begeistert. Wir diskutieren die Krankheiten beider Systeme: endlose Texte trotz gegenteiliger Anweisung, übertriebene Höflichkeit ("Sehr spannendes Thema!" – "Nein, ist nicht spannend!") und den berüchtigten EM-Dash, der jeden KI-Text sofort enttarnt. Unsere Lösung: neue Chats starten, wenn Konversationen zu lang werden, und inverse Psychologie nutzen – das Sprachmodell soll uns Fragen stellen, bis es die Aufgabe versteht. WhatsApp für Anfänger gibt es wirklich als VHS-Kurs. Wir erinnern uns an unsere eigenen Kursleiter-Zeiten: Kurt brachte App-Entwicklung bei, während der iPad-Grundlagen-Dozent mehr verdiente. Christian gab HTML-Kurse und lernte dabei selbst – bezahltes Lernen vom Feinsten. Die Message: ChatGPT-Kurse kommen bald, aber die "100 besten Prompts" bringen nichts. Versteht das System, statt Shortcuts zu suchen. Kurt berichtet von seinem Advanced Management Programm bei INSEAD. Die Vorbereitung ist brutal: 110 Fragen Selbstreflexion, Feedback von mindestens 7 Personen aus dem Umfeld, tägliche Resümees während der vier Wochen. Der Teilnehmerkreis: IT-Chefs weltweit, Landeschefs deutscher Automobilhersteller, CFOs weltbekannter Konzerne. Kurt zwischen C-Level-Executives – authentischer geht's nicht. Unser Hauptthema: narzisstische und inkompetente Chefs. Wir sprechen aus Erfahrung über Business Unit Leiter, die ihren Kalender drei Tage durchblocken ohne einen einzigen Termin, Manager die systematisch lügen bis sie selbst nicht mehr wissen was wahr ist, und Führungskräfte die gezielt Mitarbeiter vor versammelter Runde niedermachen. Das Muster: keine Verantwortung übernehmen, nicht kommunizieren, nichts entscheiden. Kurts Frage: Wie schaffen diese Menschen es auf Top-Positionen? Die ernüchternde Antwort: "Du musst halt sehr lange in einem Unternehmen sein." Das Peter-Prinzip in Reinform. Wir erklären, warum KPIs so schwer zu definieren sind. Nicht die 100-Prozent-Werte interessieren, sondern wo es rot ist. Status Gelb ist abgeschafft – entweder grün oder rot, Schluss mit Melonenstatus (außen grün, innen rot). Zahlen, Daten, Fakten statt "weil halt so" oder "waren zu viele im Urlaub". Gute Chefs fragen "Wie lösen wir das?", schlechte Chefs suchen Schuldige. Kim Gotwald gewinnt sein eigenes Ultra Soul Event mit 400+ Kilometern in drei Tagen – gepowert durch 8000 Milligramm Ibuprofen. Weltrekord liegt bei 680 Kilometern. Wir diskutieren die Grenze zwischen Grenzen überschreiten und Selbstzerstörung. Sport soll Spaß machen und gesund sein, nicht körperliche Selbstaufgabe bedeuten. Buchempfehlungen: "How Big Things Get Done" von Bent Flyvbjerg über Projektmanagement (warum Projekte on time fertig werden – oder eben nicht) und "A CEO for All Seasons" von McKinsey. Keine Romance im Supermarkt, sondern Business-Literatur. VHS-Kurse heute: von HTML-Grundlagen zu ChatGPT für Anfänger. Die Ironie: Claude und ChatGPT sind mittlerweile Google-Ersatz für normale Menschen. Selbst Frau Heining erklärt dem Heizungsmonteur Fehlercode 22 dank ChatGPT. Zum Schluss unsere Ankündigung: Video-Schnitt dauert, aber Audio-Podcast kommt pünktlich. Die meisten hören uns eh nur beim Joggen oder Autofahren. Wir sehen immer noch genauso aus – also reicht Audio. Keine PowerPoints. Keine Floskeln. Nur ehrliche Gespräche über Shitstorms, narzisstische Chefs und warum Aldi-Tüten als Reisetasche völlig ausreichen.

    1h 13m

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Salman & Heining – Ohne PowerPoint. Ohne B******t. Zwei Typen, zwei Mikrofone – aber keine hohlen Phrasen. Kurt Salman und Dr. Christian Heining sprechen alle zwei Wochen über das, was wirklich zählt: Führung, Technologie, Familie, Karriere und der ganz normale Wahnsinn zwischen Verantwortung und Veränderung. Ehrlich. Direkt. Fundiert. Mit klarer Meinung, persönlichen Geschichten und echtem Wissen aus dem Maschinenraum von Management, IT und Leben. Mal mit Gästen. Mal ohne. Immer ohne B******t.